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THEMA: Re:Die letzten Tage in Karthago
 
Aileen Maguire O´Walsh

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Re:Die letzten Tage in Karthago      06.07.2010 16:43:49 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Mogemak, Alexandros und der Kapitän des Schiffes standen an Deck und blickten alle in die Richtung in der ihr Ziel liegt. Plötzlich rief Mogemak laut:
Seht doch, da ist sie. Die grüne Insel.
Alexandros blickte ihn mit gerunzelter Stirn an. Du musst dich getäuscht haben. Du kannst die Insel unmöglich schon gesehen haben. Wir sind noch viel zu weit weg.
Plötzlich lachte der Kapitän laut auf Ihr müsst auf der Insel etwas haben, was euch sehr viel bedeutet und zu dem ihr unbedingt wollt.
Mogemak und Alexandros sahen ihn fragend an. Was meint ihr damit?
Wasi hr gerade habt, nenne ich den "Wunsch-Blick". Ich habe es schon oft erlebt, dass Menschen die auf einer Seefahrt sind und etwas was an ihrem Ziel ist sehr vermissen der Meinung sind, sie würden die Küste schon viel früher als die anderen Passagiere sehen. Natürlich sehen sie die Küste nicht wirklich, es ist blos Wunschdenken. Deshalb dieser Name. Der Kapitän lachte noch einmal laut auf.
Mogemak lächelt ihn leicht an. Ihr habt recht, es gibt wirklich etwas auf der Insel, was ich sehr vermisse. Es ist meine Familie. Meine Eltern, mein kleiner Bruder und ganz besonders die Frau, die ich liebe. Mogemak rann eine einzelne Träne über sein Gesicht als er an all die Menschen dachte dir er so lange Zeit als verloren glaubte.
Alexandros schaute ihn erstaunt an. Du hast mir nie erzählt, dass du einen Bruder hast.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass er zehn Jahre jünger ist als ich. Meine Eltern waren damals sehr froh, dass sie einen weiteren Sohn bekommen hatten obwohl sie schon alle Hoffnung auf gegeben hatten. Auch ich hatte ihn sehr gemocht, doch ich fürchte er wird sich kaum an mich erinnern. Denn obwohl ich ihn so gemocht habe, hab ich kaum Zeit mit ihm verbracht. Ich hatte damals so viel Zeit mit June verbracht, dass ich kaum Zeit für meinen kleinen Bruder hatte. Doch das möchte ich ändern, egal ob er sich an mich erinnert oder nicht. Natürlich werde ich auch weiter hin viel Zeit mit June verbringen, aber ich denke sie wird es mir nicht über nehmen, wenn ich ein wenig Zeit davon für meinen Bruder und meine Familie verwende. Mogemak lachte und schaute wieder in die Richtung der Grünen Insel.
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Letzte Änderung: 2010/07/06 16:45 von Aileen Maguire O´Walsh.
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Aileen Maguire O´Walsh

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Re:Die letzten Tage in Karthago      08.07.2010 16:18:33 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Mogemak war aufgeregt. Er stand wie schon so oft an der Reling des Schiffes und blickte in die Richtung ihres Zieles. Der Kapitän hatte ihm am Abend zuvor erzählt, dass der Hafen der Burg der einzige wäre den sie anlaufen könnten. Er hatte noch am selben Abend einen Brief an June geschrieben, in dem er ihr mit teilte, dass er in ungefähr einem Monat im Hafen der Burg ankommen würde. Er gab den Brief an einen Botenvogel, den er extra für diesen Brief aufbewahrt hat und hoffte, dass die Nachricht June erreichen würde. Er hatte sich schon vor einigen Monaten gefragt warum nie eine Antwort von ihr kam doch hatte er sich einfach gedacht und gehofft, dass der Bote ihn einfach nicht gefunden hat. Die schlimmeren Ergebnissen zu denen er gekommen ist, sind das sie entweder garnichts von ihm wissen will oder das nie eine Botschaft bei ihr angekommen ist. Während er so darüber nach dachte kam ihm noch ein erschreckender Gedanke. Was wenn sie sich nicht erkennen würden. Er hat sich in den fünf Jahren sehr stark verändert, zum Beispiel sind seine Haare länger als damals und seine Haut ist viel dunkler geworde, und June hat sich wahrscheinlich ebenfalls verändert. Doch dann viel ihm die Narbe auf seiner rechten Wange ein an die er sich schon so gewöhnt hat, dass er sie garnicht mehr bemerkt. Er hatte sich die Wunde damals zugezogen als er und June im Wald herum gerannt sind und er einen spitzen, herunterhängenden Ast übersehen hat. Die Wunde sah damals sehr schlimm aus und sie hatten ein wenig Angst gehabt, doch nachdem sie verheilt war und sich die Narbe gebildet hatte, hatte er lachend zu ihr gesagt:
Jetzt wirst du mich wenigstens immer erkennen wenn wir uns mal für längere Zeit nicht gesehen haben. Obwohl es so eine Zeit hoffentlich niemals geben wird.
Seine Erinnerung an dieses Erlebnis hatte ihn wieder beruhigt und so hatte er sich, da er nicht müde und zu aufgeregt zum schlafen war, an die Reling gestellt und hielt weiter Ausschau nach seinem Ziel
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Letzte Änderung: 2010/07/08 16:30 von Aileen Maguire O´Walsh.
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Re:Die letzten Tage in Karthago      09.07.2010 21:04:00 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Alexandros betrachtete Mogemak, der unruhig über das Deck des Schiffes läuft, mit einem besorgten Blick. Er war nun schon seit einer Zeit sehr nervös und hatte kaum geschlafen doch nun kurz vor dem Hafen der Gälen hat seine Nervösität seinen Höhepunkt erreicht. Er lief den ganzen Tag im Kreis und mumelte die ganze Zeit leise und besorgt vor sich hin.
Was ist wenn sie mich garnicht mehr will, wenn sie einen anderen Mann gefunden hat. Wass wenn sie meine Briefe bekommen hat und sie gleich verbrannt hat? Oder wenn sie gar nicht die Frau ist, für die ich sie halte und sie einfach nur den selben Namen haben? Oder die Briefe wirklich nie erhalten hat und garnicht hier ist? Was wenn sie in sonst einer Ecke des Landes steckt und ich sie obwohl ich hier bin trotzdem niemals finden werde? Wieso hat sie auf keinen meiner Briefe genatwortet?
Alexandros hatte schließlich genug von seinem Gerede, ging auf ihn zu, packte ihn an seinen Schultern und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige.
Mir reichts jetzt! Hör auf dich selbst verrückt zu machen mit deinen Gerede. Selbst wenn sie deine Briefe nie bekommen hat, wenn eure Beziehung damals so war wie du behauptest wird sie wohl niemals aufgehört haben dich zu lieben und sich niemals einen anderen Mann suchen würde bis sie genau wüsste das du tot bist. Und selbst wenn sie die Hoffnung aufgegeben hat und sich einen anderen Mann gesucht hat solltest du dich nicht jetzt schon damit verrückt machen und warte bis du es genau weist. Und selbst wenn sie in irgendeiner Ecke des Landes steckt wirst du niemals aufgeben, bis wir sie gefunden haben. Und ich auch nicht. Ich werde dir helfen sie zu finden, selbst wenn es unser Leben lang dauert.
Mogemak beruhigte sich wieder. Er betrachtete seinen Begleiter und Freund nun zum ersten Mal seit Beginn der Reise richtig. Er war nur ein paar Jahre älter als er selbst vielleicht 20 oder 25 Jahre alt. Er hat kurzes, schwarzes Haar und eine Haut, die genauso gebräunt war wie die von Mogemak. Er trug, wie so viele seines Volkes, nur eine Toga, schien aber nicht im Geringsten zu frieren. Mogemak fragte sich kurz wie viele dieser Togen Alexandros wohl mit sich herum schleppte, dass er jeden Tag eine frische an haben konnte, doch dann wanten sich seine Gedanken wieder einem wichtigeren Thema.
Alexandros, du kannst das nicht verstehen, du warst nie so verliebt wie ich.
Du hast Recht, ich war nie so verliebt, doch was du hier machst hat nichts mit der Art der Liebe zu tun. So reagiert jeder der einfach nervös ist. Und du musst nervös sein. Ich meine du triffst nach fast sechs Jahren endlich wieder die Frau die du liebst. Und außerdem kann ich dich sehr gut verstehen. Ich bin nun schon seit fast fünf Jahren dein Freund. In dieser Zeit habe ich dich gut kennen gelernt und kann jedes deiner Gefühle nach empfinden. Und ich denke bei dir ist es genauso.
Mogemak dachte kurz nach und musste schließlich erkennen, dass er Recht hat.
Ja, du hast Recht. Wir sind wirklich schon lange genug Freunde, dass wir unsere Gefühle nach empfinden können. Ich danke dir für deine Hilfe. Es war wohl wirklich die Nervösität. Auch wenn ein wenig wirkliche Angst drin steckte. Doch nun geh ich lieber wieder unter Deck. Wir laufen gleich in den Hafen ein und ich hab mir doch extra noch neue Kleidung bei diesem Handelschiff das wir letztens getroffen haben neue Kleidung gekauft.
Mach das, wir wollen schließlich, dass du gut für deine Frau aus siehst.
Alexandros lachte laut und Mogemak lachte auch nochmal bevor er sich wieder schweigend auf den Weg zu seiner Kajüte machte.
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