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THEMA: Re:Amazone ledig sucht......
 
Tethis

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Amazone ledig sucht......      22.07.2010 01:40:57 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Über dem Schlachtfeld kreisten die ersten Krähen. Tethis wandte sich ab. Sie stieg auf ihr Pferd und ritt am Zug der Krieger entlang der sich zurück zum großen Heerlager bewegte. Man hatte sich Suchend glitt ihr Blick über die Krieger. In der Schlacht um Syberien war er ihr das erste Mal aufgefallen. Heute hatte sie sich bewusst in seiner Nähe aufgehalten. Sie wollte ihn kämpfen sehen. Sehen wie er sich bewegte, seine Waffe sprechen ließ. Der erste der es in ihren Augen würdig war einmal in Augenschein genommen zu werden. Ob er das hielt was er auf dem Schlachtfeld versprach. Man würde sehen. Unter den Kriegern sah sie ihn nicht. Sie fand ihn schon, da war sie sich sicher. Er hatte ihr Interesse, ihren Jagdtrieb geweckt. Eine Gelegenheit ihn zu stellen, bald, sehr bald sollte sie sich ergeben.

Am Abend fanden sich die Krieger aller Stämme an ihren Feuern zusammen. Tranken zusammen, aßen und feierten. Für die Herrscher, Berater und Heerführer hatte man eigens ein Zelt in der Nähe der Feuer errichtet. Tethis stand an der rechten Seite des offenen Zeltes. Der Herrscher der Seleukiden und der Armenier hatte auf den Teppichen Platz genommen. Ihre Heerführer hatten sich auch eingefunden. Tethis sah zu den Feuern. Wann traf endlich ihr zweites Heer ein. In der Zwischenzeit hatten sich auch die Kappadokier auf den Teppichen niedergelassen. Da bei den Königen saß auch der, der ihr Interesse geweckt hatte. Tethis ging zu ihnen, ließ sich in gebührendem Abstand nieder und beobachtete, jede seiner Bewegungen. Alle hielten sich zurück, erst als der Wein floss und die Zungen löste, wurde es gemütlich. Tethis winkte einen der Mundschenke heran und flüsterte ihm etwas ins Ohr, steckte ihm zwei Silber zu. Ein Lächeln des Mundschenks signalisierte, dass er verstanden hatte. Der König der Kappadokier hatte ab dieser Szene, keinen leeren Becher mehr. Tethis setzte ihren Plan in die Tat um. Keiner würde sie davon abbringen können. Der hübsche gut gebaute Kappadokier sollte ihr gehören. Seine markanten Gesichtszüge, sein knackiger Hintern, die Art wie er sich gab, sie schmunzelte. Die Nacht war fortgeschritten, singend und lachend saßen sie immer noch ums Feuer. Einfache Krieger setzten sich dazu. Das offene Zelt füllte sich. Tethis vermied es ihren Becher zu schnell zu leeren. Immer wieder sah sie hinüber zu ihm. Er hatte sich mit dem Trinken nicht zurück gehalten. Das Gesicht war leicht gerötet, die Augen glasig. Er versuchte auf zustehen, schaffte es geradeso. Schwankend drehte er sich um und verließ das Zelt. Tethis ging ihm nach. Er hatte sich an einem Busch erleichtert, wollte zurück zum Zelt. Das war der richtige Augenblick. Sie lächelte ihn an. „ Leg den Arm um meine Schulter ich bring dich zurück.“ Er tat es. Tethis lenkte ihn in Richtung ihrer Jurte. Der Kappadokier begann lautstark zu reden und fing zu diskutieren an. Das passte Tehtis überhaupt nicht. Zog es nur unnötige Aufmerksamkeit auf sie. Kurzerhand zog sie ihm eins über und brachte ihn in ihre Jurte.
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Bluewolf

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Re:Amazone ledig sucht......      22.07.2010 19:54:26 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Was war das für eine wilde Schlacht gewesen? Bluewolf hatte sich nicht geschont und bis zur Verausgabung seinen Gegnern sein Schwert in die kahl rasierten Köpfe gerammt und seinen Schild am Ende sogar zum Schlagen benutzt, als sein Schwert schartig wurde. Wann immer er in Raserei verfiel und sich im Blutrausch mitten in die feindlichen Reihen warf, stürmten seine kappadokischen Krieger todesmutig hinterher und bildeten mit ihren Leibern sofort einen schützenden Ring um ihn. Erschöpft aber glücklich ritt er mit seinen Kriegern ins große Heerlager, wo schon ein großes Fest im Gange war.

Auch wenn Bluewolf noch in Gedanken bei der Schlacht war erklangen die Laute des Festes so verlockend, dass er sich spürbar hingezogen fühlte zur Mitte des Festplatzes und sehen wollte, wer diese lieblichen Klänge erzeugte. Zu seiner großen Überraschung erblicke er in der Mitte der tanzenden und trinkenden Völker eine kleine Gruppe von Amazonen, die mit seltsam aussehenden Gegenständen diese verlockenden Lieder spielten, die ihn so aus den Gedanken gerissen hatten. Sie allen schienen wie in Trance und ihre schlanken durchtrainierten und jungen Körper wiegten sich im Takt der Musik. Eine von ihnen sang seltsame Weisen eines ihm unbekannten Liedes. Sie war prächtig geschmückt, groß gewachsen und ihr von Narben übersähter Körper strotzte nur so vor Kraft. Wer war diese Amazone? Sie hatte ihn wahrlich schwer beeindruckt und ihre klare Stimme war so mitreißend, dass es ihm sämtliche Sinne raubte. Er wollte nicht aufdringlich wirken und doch schaute er genauer hin.

Es war Tethis, die Königin der Amazonen. Bluewolf ließ sich angezogen von ihrer Schönheit und ihrer lieblichen Stimme in gebührendem Abstand nieder und konnte seinen Augen nicht trauen. Er hatte sie auf dem Schlachtfeld als wilde Bestie kennengelernt, die weder Schmerz noch Erschöpfung kannte. Im Kampf konnte es niemand mit Tethis und ihren Amazonen aufnehmen. Mit welcher Anmut und Geschwindigkeit sie ihre Schwerter kreisen ließen erfasste ihn jedes Mal von neuem mit heimlicher Bewunderung. Unter ihrem Ansturm zerbarsten die Schilde ihrer Feinde und zuletzt flohen diese sogar schon beim bloßen Anblick ihrer bemalten Körper und der furchteinflößenden Kampfschreie.

Das diese wilden Kriegerinnen solch Töne erzeugen konnten ließ ihn vor Begeisterung verstummen. Er hätte diese geheimnisvolle Tethis gern gefragt, wie sich dies vereinen ließ aber sie wies ihn an zu schweigen und ließ stattdessen seinen Becher nachfüllen.
Er war zu erschöpft sich dagegen zu wehren und ließ sich von den Amazonen in ihren Bann ziehen. Selbst seine Männer waren sprachlos und hatten nur noch Augen für die tanzenden Amazonen. Sie trauten sich jedoch nicht in die Nähe dieser mysteriösen Geschöpfe. Das änderte sich erst nach einigen Bechern kappadokischen Weines, den sie aus der Heimat mitführten. Manche schliefen in voller Rüstung direkt dort ein, wo sie saßen, andere wurden übermütig und rangen mit den Amazonen. Nicht selten warfen diese seine Männer mit einer Leichtigkeit zu Boden, als würden sie mit Kindern spielen. Gegen diese Kriegerinnen war es keine Schande zu verlieren.

Während des ganzen wilden Treibens auf dem Festplatz entspannte sich Bluewolf immer mehr und die Last der letzten Monate fiel von ihm ab. Was war nur an dieser Tethis, dass er seine Augen kann nicht mehr von ihr lassen konnte? Warum war sie ihm vorher nie wirklich aufgefallen? Jung wie er war hatte er in der Hitze der Gefechte nur Augen für seine Männer gehabt und keinen Gedanken an eine Frau verschwendet. Warum war dies nun anders? Waren es ihre kriegerischen Fähigkeiten, ihre klare Stimme oder ihr anmutiger Körper, der ihm die Hitze in seine Lenden schießen ließ und ihn um den Verstand zu bringen schien? Sein Kopf wurde immer schwerer und schließlich merkte er, dass er zuviel des Weines getrunken hatte. Wankend zog er sich zurück und erleichterte sich an einem Busch. Als er zurück ins Zelt wollte sah er Tethis vor sich, die ihm anbot ihn ins Zelt zu geleiten. Er wollte jedoch nicht zurück ins Zelt sondern mit ihr unter vier Augen sprechen. Da er sie nicht verstand und ihre Gesten nicht zu deuten wusste wurde er lauter und wehrte sich heftig, da er seinem Wunsch Nachdruck verleihen wollte. Allerdings gehorchte ihm seine Zunge nicht mehr wie gewohnt und die Tethis verstand ihn wohl nicht. Bevor er sah wie ihm geschah zückte sie einen Gegenstand und ihm wurde schwarz vor Augen. Ein höllischer Schmerz fuhr durch seinen Körper und er verlor die Besinnung.

Als er wieder zu sich kam stand die Sonne schon hoch am Himmel. Das Zelt war mit Fellen und Siegestrophäen übersät aber nicht seines. Er konnte sich nur vage an die letzte Nacht erinnern und sein Kopf schmerzte noch immer. Er drehte sich auf den Rücken und spürte einen Körper an seiner Seite. Neben ihm lag eine schlafende Schönheit nur dürftig in Felle gehüllt und ihr Anblick brachte ihn im Nu in die Wirklichkeit zurück. Sie war eine Amazone. Das erkannte er an ihrem muskulösen Körper, den anmutigen Rundungen und ihrem langen Haar. Wie war er hierher geraten und warum schmerzte sein Kopf so? Er hatte schon davon gehört, dass die Amazonen sich einfach nehmen was sie begehren aber welche Amazone würde sich erdreisten sich einfach den König der Kappadokier zu schnappen oder folgte er ihr bereitwillig in ihr Zelt? Er konnte sich nicht daran erinnern aber bei der der Vorstellung das Lager mit solch einem gottgleichen Wesen wie dieser Amazone geteilt zu haben huschte ihm ein genießerisches Lächeln über die Lippen. Zu schade nur, dass er sich auch daran nicht erinnern konnte.

Als er sich aufsetzte hatte er wohl die schlafende Schöne gestört und sie wandte sich im Halbschlaf ihm zu. Tethis? murmelter er und seine Augen wurden groß.
Mit einem Mal kam fiel ihm wieder ein, wie er mit ihr diskutiert hatte und ihm dann schwarz vor Augen wurde. Hatte sie ihn wirklich übermannt und in ihr Zelt bringen lassen? Geraubt von einer Königin, das würden ihm seine Männer niemals glauben also schwor er sich, die Umstände für seine Anwesenheit in diesem Zelt lieber für sich zu behalten.
Er war wohl nicht nur auf dem Schlachtfeld ziemlich kopflos und stürmisch gewesen. Anders konnte er sich nicht erklären, dass eine neue Kraft ihn durchströmte er sich sehr wohl fühlte.
Sanft weckte er Tethis und in ihren Augen las er, was passiert war. Ihr Blick war eindeutig und doch war da vieles, was er nicht zu deuten wusste. Ohne einen weiteren Gedanken an die Umstände zu verschwenden widmete er sich seiner Königin und verbrachte die nächsten Stunden mit ihr, diesmal jedoch im Besitz seiner körperlichen und geistigen Kräfte, denn er wollte er sich daran erinnern können und ganz bewusst diese Göttin ergründen.
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Letzte Änderung: 2010/07/22 20:01 von .
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Re:Amazone ledig sucht......      25.07.2010 13:19:19 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Zufrieden lag sie auf dem Rücken, die Hände hinterm Kopf verschränkt, durch die Luke im Dach sah sie die Wolken ziehen. Die letzten Stunden waren besser, als die Nacht davor. Tethis drehte sich zur Seite, stützte ihren Kopf auf die Hand und betrachtete ihren Fang. „ Wenn wir uns so gut verstehen, hätte ich nichts dagegen, eine etwas länger andauernde Beziehung mit dir einzugehen. Dazu sollte ich aber deinen Namen kennen. Es wäre sicher nicht gut, wenn ich dich jedes Mal aus Ermangelung deines Namens mit radikalen Mitteln zu mir holen muss.“ Sie lächelte den Kappadokier an und strich über die Stelle an der sie ihm gestern Nacht eins übergezogen hatte. Dann drehte sie sich zur anderen Seite und stand auf. Ihre Kleider anziehend sagte sie. „ Du solltest zurück in dein Lager gehen, man wird dich sicher schon vermissen. Tu mir bitte nur einen Gefallen, schneide nicht zu sehr auf.“ Mit einem Kamm aus Horn ordnete sie ihre Haare. „ Wir sehen uns heute Abend.“ Tethis griff nach ihrem Bogen und dem Köcher mit Pfeilen. „ Dort hängt ein Schlauch mit Wein, in dem Beutel dort an der Wand ist Fladenbrot, getrocknetes Fleisch hängt daneben. Bevor du gehst, bring die Felle in Ordnung.“ Im Gehen überprüfte sie ihr Messer am Gürtel, schlug dann den schweren Teppich am Jurteneingang beiseite. Es war spät am Morgen, der ihr entgegen strömende Luftzug war schon warm. Tethis blieb stehen, so gut hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt. Sie lief zu Arifa, tätschelte ihr sanft den Hals, sprang auf und ritt hinaus in die Steppe.

Am späten Nachmittag kam sie zurück. Eine Antilope hatte sie quer vor sich über dem Pferderücken liegen. Ihr Weg führte vorbei an ihrer Jurte, direkt ins Lager der Kappadokier. Langsam ritt sie den Hauptweg zwischen den Zelten entlang. Die Gepräche erstarben sobald sie an sich unterhaltenden Männern vorbeikam. Neugierige Blicke folgten ihr. Vor dem großen Zelt ließ sie ihre Stute halten und rutschte von ihrem Rücken. Der Krieger vor dem Zelt war ihr Ziel. Tethis fasste sich kurz. „ Sage dem Regenten der Kappadokier. Tehtis ist auf dem Weg zum Diadoch Nabukudurriusur. Es geht um die letzte Antwort der Aggripäer.“

Tethis wandte sich zu ihrer Stute, sprang auf und ritt gemächlich zu den seleukidischen Zelten. Dort angekommen winkte sie einen Krieger zu sich. Sie ließ ihn die Antilope nehmen und machte ihm verständlich, dass sie zubereitet werden sollte. Vor dem Zelt des Diadoch rutschte sie vom Pferd. „ Sagt dem Diadoch , die Phrygerin Tethis bittet um Einlass.“
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Re:Amazone ledig sucht......      11.08.2010 16:31:01 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Monate waren vergangen. Auf der Burg hatte sich kaum etwas verändert. Etwas schon, beinahe hätte sie es vergessen. Einen jungen Krieger hatte es zu ihnen verschlagen. Wieviel Wochen, oder waren es schon 2 oder 3 Monate ?

Tethis hatte zu sehr mit sich zu tun, um genauer darüber nachdenken zu wollen. Ihrem Gemahl war sie mehr oder minder entflohen, nachdem kein Zweifel mehr daran bestand, dass Tethis ein Kind vom ihm erwartete.
Der Tag rückte immer näher und so wie es aussah, würde sie es nicht im Schutz der Burg bekommen. Sorgenvoll, die Stirn kraus gezogen überlegte sie, ob sie jemanden ins Vertrauen ziehen sollte oder alleine damit zurecht kam.

An das andere was danach kam wollte sie erst gar nicht denken. Es ist noch Zeit beruhigte sie sich und außerdem ....als Regentin musste sie sich an ihre Regeln halten. Oder war da.... Nein, es war nichts. Rein gar nichts.
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