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THEMA: Re:Die Exotin im Friesenland
 
Ingke Jiao

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Re:Die Exotin im Friesenland      15.08.2010 22:14:38 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Ein Schwall kaltes Wasser prasselte auf den schlafenden Hellenen nieder. Und während dieser erwachte, drehte Ingke den Holzeimer um und setzte sich geduldig auf diesen. Sie wartete, bis sich der Knabe orientieren konnte und ganz bei ihr war. Sie beobachtete ihn genau. Dann im nächsten Moment holte sie ein Messer hervor und bewegte es auf ihn zu. Er schreckte zurück. Ingke hielt inne und sah ihn an. Dann ergriff sie blitzschnell mit ihrer Hand seine Fesseln und löste den Fußknebel.
Sie steckte das Messer wortlos wieder weg und holte eine Suppe mit etwas Brot hervor. Zuerst reichte sie ihm die Suppe und sagt ihm dazu die friesische Bezeichnung. Das gleiche tat sie anschließend mit dem Brot. Mit einer Geste deutete sie an, dass er es nehmen und essen solle. Ruhig saß sie da und sah ihm zu. Nach einer Weile der Entspannung begann ihre Wunde wieder zu schmerzen, doch verzog sie keine Miene. Aber die viele Bewegung, das Ausspülen, Nähen und Verbinden von Wunden, ließ ihre Wunde wieder leicht bluten. Geschmeidig erhob sie sich und ging zu einem kleinen Feuer. Über dem Feuer war ein Kessel. In diesem Kessel brodelte Wasser. Ingke griff nach einem Becher, tat sich Kräuter hinein und goss sie mit dem heißen Wasser halb auf. Anschließend setzte sie sich wieder zurück und wartete. Wartete darauf, dass der Junge aufaß und darauf, dass das Wasser abkühlte.
Der Gefangene schien sie gleichfalls zu beobachten, denn als Ingke aufblickte, sah er schnell weg, so als habe sie ihn ertappt. Sie nippte kurz am Becher und prüfte, ob die Dosis stimmte. Die war wohl gut, denn Ingke holte einen Krug hervor und goss nun den Inhalt darauf. Jetzt nahm sie mit geschlossenen Augen einen kräftigen Schluck in den Mund. Sie ließ den Inhalt genüsslich ihren Rachen runterlaufen und öffnete wieder zufrieden ihre Lider. Mit einem „Hmm“ streckte sie ihm den Becher entgegen, doch der Hellene schüttelte den Kopf. Ingke hob ihre Schultern und trank den Becher in einem Zug aus.
Als sie ihren Becher abstellte, wandte sie sich nun an ihren Jüngling. Sie zeigte auf sich und sagte geduldigt: „Ingke“. Zweimal wiederholte sie noch ihren Namen, ehe sie erwartungsvoll nun den Gefesselten ansah.


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Maarten het Helleens

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Re:Die Exotin im Friesenland      26.08.2010 23:00:47 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der Junge schreckte hoch als ihn das Wasser traf wie ein Schlag. Verwirrt und etwas verängstigt schaute er sich um als seine Peinigerin sich ihm gegenüber auf den umgedrehten Eimer setzte. Als sich der erste Schrecken gelegt hatte, fixierte er sie mit seinen dunklen Augen. Ihm war nicht klar, was sie von ihm wollte, geschweige denn warum sie ihn am Leben gelassen hatte. Plötzlich nahm er das Aufblitzen ihres Messers wahr und zuckte erschrocken zurück. Sollte sie ihn tatsächlich mitgenommen haben um ihn nun hier zu töten?
Ihre Hand schnellte vor, jedoch nur um seine Fesseln zu durchtrennen. Er konnte also aufatmen.
Es verwirrte ihn jedoch sehr, als sie ihm dann Suppe und Brot reichte und die friesischen Ausdrücke dafür klar und deutlich in seine Richtung sprach. Langsam fiel es ihm wie Schuppen von den Augen... Die junge Friesin wollte ihn also als Sklaven besitzen und hatte nun vor ihm langsam ihre Sprache beizubringen, damit er ihre Befehle auch verstehen konnte.
Ihm war zwar der Gedanke nicht Recht in Zukunft ein Sklave zu sein, aber der Tod schien ihm wesentlich weniger erträglich, also merkte er sich die Bezeichnungen und aß wie sie ihm bedeutete. Er war ausgehungert und daher auch gewissermaßen dankbar für die Speisen die sie ihm bot.
Aufmerksam beobachtete er seine neue Eigentümerin und er stellte fest, dass sie überhaupt nicht aussah wie die anderen Friesen und außerdem sickerte durch ihren Verband an der Schulter wieder etwas Blut. Der junge Hellene überlegte, wie stark die Verletzung sie wohl einschränken mochte, und ob er nicht vielleicht doch in einem unbeobachteten Moment flüchten sollte. Schnell verwarf er aber den Gedanken wieder. Noch war es nicht an der zeit zu fliehen. Und er dachte sich, die Friesen würden ihn vielleicht ja sogar als Sklaven besser behandeln, als die Hellenen es getan hatten.
Als sie aufstand und sich einen Becher mit dem Inhalt eines Kessels füllte, verfolgte er jede ihrer Bewegungen, immer noch begierig das Essen schlingend. Natürlich versuchte er zu verhindern, dass sie seine Neugier bemerkte, aber er war sich ziemlich sicher, dass ihm das sowieso nicht gelingen würde.
Kritisch musterte er sie, als sie ihr seltsames Gebräu probierte und ihm auch etwas davon anbat. Misstrauisch lehnte er ab und sie stürzte den ganzen Inhalt mit einem Zug herunter.
Nachdem sie abgesetzt hatte, sah sie ihn an, zeigte auf sich selbst und sprach mehrfach "Ingke".
Das musste wohl ihr Name sein, zumindest fasste er ihr Verhalten so auf. Unsicher was sie nun von ihm erwartete, sprach er ihn ihr nach. Jetzt wäre es wohl an der Zeit für ihn gewesen sich ihr ebenfalls vorzustellen. Doch er hatte ja seinen Namen vergessen, also blickte er sie entschuldigend und etwas verwirrt an.
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Ingke Jiao

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Re:Die Exotin im Friesenland      28.08.2010 17:45:02 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
‚Stumm ist der Knabe nicht, gut’, sprach Ingke in Gedanken zu sich und saß weiter entspannt auf dem Holzkübel, die seinen Blick durchaus zu deuten wusste. Sie wischte mit der Handfläche über den Mund und rieb sich anschließend langsam und grübelnd das Kinn. Der Trunk begann seine Wirkung zu entfalten, denn Ingke stierte lange Zeit regungslos auf den Boden und ihre Schmerzen hämmerten nicht mehr ohne Unterlass auf sie ein. Im Besitz ihres Geistes war sie dennoch, aber ihre Bewegungen zu kontrollieren fielen ihr im Rausch immer schwerer. Nach einer gewissen Zeit nickte sie bedächtig mit dem Kopf. Ein Plan, der stand.

Schwerfällig erhob sich Ingke und sah auf den jungen Namenlosen herab. So kann es nicht weitergehen, wollte sie mit ihrer Haltung ihm sagen und zog den Hellenen am Kragen hoch und stellte ihn auf seine Beine. All ihre Kräfte waren vorhanden, nur die Reaktionszeit und ihr wackliger Stand verrieten, dass sie Drogen genommen hatte. Ingke war sich sicher in dem was sie tat. Der Junge würde nicht so dumm sein und hier im friesischen Lager an eine Flucht denken. Dafür würde sie sorgen und schob ihn vor sich in ihr Zelt.

In ihrem Zelt war es dämmrig und stickig von den exotischen Düften, die darin fest hingen und einem schwer atmen ließen. Zudem benebelten sie die Sinne. Die Schlafstatt machte nicht fiel her und sah eher ungenutzt aus, aber wie wild lagen Felle umher. Doch ordentlich sortiert waren kleine und große Kästchen, Krüge und Holzschalen aneinander gereiht und gestapelt, deren Inhalt wichtig schienen. Ingke drückte den Knaben sacht auf die Knie an dem Pfahl nieder, der das Zelt aufrecht hielt. Auf ihn stützend und nach Halt suchend sank sie hinter ihm langsam in die Hocke, legte ihr Kinn auf seine Schulter und schmiegte ihr Gesicht an sein Haar. Ihr Atem ging ruhig und säuselte ihm ins Ohr. Immer wieder sog sie seinen Geruch in langen Zügen durch die Nase ein und unerlässlich erkundeten ihre Augen seine Regungen. Mit der einen Hand fuhr sie ihm wie ein Kamm durch das Haar, während die andere seinen Arm streichelte und die Hand suchte. Ein warmes Lächeln huschte ihr dabei über die Lippen. Sie ließ den Gedanken des Knaben freien Lauf und amüsierte sich darüber, was er wohl nun denken müsse. Zart und betörend flüsterte sie ihm zu: „Was könnte ich doch jetzt für schöne Spiele der Liebe mit dir spielen.“

Das süße Spiel der Verführung beendete sie jedoch kurz darauf, denn es war nicht das, worauf sie es anlegen wollte. Zu jung und unschuldig war ihr der Jüngling und band diesen am Pfahl fest. Würde er sich befreien wollen, so musste er den Pfahl mitreißen und dieser würde das Zelt umwerfen. Ein besseres Alarmsignal gab es nicht außer, sie würde einen abgerichteten Hund an ihn ketten. Hüsli würde sich sicher hervorragend dafür eignen, aber wo der sich rumtrieb, wollte sie lieber nicht wissen.

Nach dem sie nun den Namenlosen gefesselte hatte, strich sie ihm über das Haar und gab ihm einen Kuss auf die Stirn, während sie ihm mit der Hand weiter über die Wange fuhr. Darauf erhob sie sich und ließ ihn allein zurück.


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Letzte Änderung: 2010/08/28 17:53 von Ingke Jiao.
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Hüsli

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Re:Die Exotin im Friesenland      28.08.2010 20:35:24 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Hüsli saß auf einem anderhalb Ellen großen Fassu nweit von Ingkes Zelt. In dem Fass waren noch die letzten Reste römischen Weines, das Fässchen war eines der letzten Überbleibsel römischen Plündergutes.
Er musste an Ingke denken, sie war irgendwie sonderbar in letzter Zeit. Seit sie diesen hellenischen Jüngling bei sich hatte war sie irgendwie anders... Hüsli wusste nicht so recht wie er es beschreiben sollte. Auch hatte er ihr gegenüber von seinen Gedanken nichts erwähnt.
Naja, so sind die Weiber halt, dachte er immer wieder, wenn ihm wieder Ingkes sonderbarer Bick auffiel. Vielleicht hatte es ja mit der Wunde zu tun, die sie einstecken musste...
Er wusste es nicht.
Wie dem auch sei, er schaute zu Ingkes Zelt hinüber, sie hatte vorhin einen Kübel Wasser über ihr Spielzeug gegossen und hatte ihn danach in ihr Zelt geschleift.
Hüsli schüttelte den Kopf, was sie wohl an dem Jungen gefressen hatte?
Er leerte edn becher Wein, den er sich zum wiederholten Mal gefüllt hatte in einem Zug.
Dann fuhr sich durchs Haar, wenn er nur nicht immer solche Kopfschmerzen von dem Gesöff bekommen würde - er überlegt kurz, ob er zu Ingke ins Zelt gehen sollte - sie hatte immer was gegen Kopfschmerzen zur Hand...

Andererseits half ihm da meistens auch kaltes Wasser, so marschierte er in Richtung eines kleinen Baches, der am Lager vorbei lief und streckte seinen wuschigen Kopf hinein.
Das tat gut - langsam ging es ihm wieder besser!
Tropfnass ging er zurück ins Lager und gesellte sich zu den anderen Friesen die gesellig um ein Feuer saßen.
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Letzte Änderung: 2010/08/28 20:36 von Hüsli.
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Maarten het Helleens

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Re:Die Exotin im Friesenland      08.09.2010 00:59:01 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der junge Sklave konnte sich nicht vorstellen, was gerade im Kopf seiner Besitzerin vorging. Zu unbekannt war ihre Mimik ihm noch. Es war ihm etwas peinlich, dass er ihr seinen Namen nicht nennen konnte, als sie dies von ihm erwartete. Jeder Mensch sollte doch seinen eigenen Namen kennen, dachte er sich...
Irgendetwas schien mit Ingke langsam anders zu werden. Sie wirkte etwas benommen, also sah der Jüngling sie prüfend und etwas verwirrt an als sie sich langsam von dem Eimer erhob.
Sie sah ihn etwas seltsam, beinahe schon anklagend an und zerrte ihn an vom Boden hoch.
Etwas unsicher ließ er sich von ihr in ihr Zelt schieben... Es war angenehm warm, und der schwere süßliche Duft und das schwache Licht benebelten die Sinne des jungen Hellenen etwas. Er brauchte einen Moment um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen und musterte so aufmerksam er noch konnte die Einrichtung und die Gegenstände die im Zelt lagen.
Der junge Krieger zuckte etwas zusammen, als Ingke ihn an einem Pfeiler hinunter in die Knie drückte. Es erschloss sich ihm einfach nicht, was sie nun vorhatte. Das änderte sich auch nicht, als er aus dem Augenwinkel sah und auf seinen Schultern spürte, wie sie sich schwerfällig hinter ihn hockte.
Als sie dann ganz dicht an ihm war und ihr Kinn auf seine Schulter legte, lief ihm ein unbekannter warmer Schauer den Rücken herunter. Solche Nähe zu Frauen und solche Zärtlichkeiten waren ihm zwar nicht gänzlich unvertraut, doch er war eben noch sehr jung und nun schon einige Zeit ihr Gefangener. Jede einzelne ihrer zärtlichen Berührungen ließ ihn weiter erschauern, doch andererseits war es ihm auch etwas unangenehm, schließlich war er ihr praktisch hilflos ausgeliefert... Und was sie damit bezwecken wollte verstand er auch nicht. Sie säuselte ihm irgendetwas ins Ohr und bei dem zarten Lufthauch an seinem Ohr bekam er eine wohlige Gänsehaut. Langsam begann er sich schon zu fragen ob sie beabsichtigte ihn zu ihrem Lustknaben zu machen... Dann verwarf er den Gedanken aber schleunigst, um wenigstens ein wenig bei klarem Verstand zu bleiben.
Irritiert schaute er sie die junge Friesin an, als sie ihn dann schließlich an dem Pfahl festband und ihm mit einem zarten Kuss auf die Stirn allein im Zelt ließ.
Jetzt wo sie weg war konnte er wieder etwas klarer denken, obwohl er ihren süßlich exotischen Duft immer noch wahrnahm.
Nun war es an der Zeit die Lage zu sondieren, sich umzuschauen und sich möglichst viel einzuprägen. Endlich war er mal unbeobachtet. Während er sich möglichst viele Einzelheiten einzuprägen versuchte, um einen Fluchtplan zu schmieden, wanderten seine Gedanken jedoch immer wieder zu ihr zurück. Das lag aber nicht zuletzt an der Luft die in diesem stickigen und düsteren Zelt herrschte. So wurde er also wieder müde... Und das, obwohl er doch krampfhaft versuchte wach zu bleiben. Benebelt von den Düften und der Luft ließ er also seine Gedanken schweifen. Zurück zu seiner Kindheit bei den Hellenen, bis hin zu seiner jetzigen Situation.
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Ingke Jiao

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Re:Die Exotin im Friesenland      16.09.2010 19:44:48 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Ingke riss Romke rum und ritt davon.

Es dauerte mehrere Stunden, ehe sie ins Lager an ihr Zelt zurückkehrte. Die Dämmerung war längst gekommen, aber an Schlaf war noch nicht zu denken, denn ein Aufbruch zur nächsten Schlacht gegen die Hellenen stand bevor. Und diesmal wollten sie ihre Burg erstürmen.
Sie schritt in ihr Zelt hinein und holt den Knaben hervor. Nach dem sie aufgesessen hatte, zog sie ihn wie ein Lamm zu sich hoch über den Hals ihres Pferd und ritt wieder davon.

Es war ihr zu heiß, ihre wertvolle Beute weiter mit sich zu nehmen. Später, wenn die Hellenen geschlagen sind, hätte sie noch genug Zeit, sich mit ihm zu beschäftigen.
So ritten sie in ein Dorf. Sie hatte einen Reisenden ausfindig gemacht, der hier seit vielen Jahren gestrandet ist und nicht nur ihre, sondern auch die Sprache des Jungen verstand. Weil dieser in seine Heimat zurückkehren wollte, bestach sie ihn, gut auf den Hellenen aufzupassen und ihn ihr gesund wiederzubringen. Dafür bekam er genug Silber, um nicht nur in seine Heimat zurückzufinden, sondern auch sich ein Häuschen leisten zu können. Es verstand sich, dass Ratenzahlungen und Treffpunkte vereinbart wurden.
Ingke klopfte an die Tür. Es war schon nachts, selbst das gesamte Dorf schien längst zu schlafen. Ein stämmiger Hüne namens Elias mit ergrautem Haar und Bart öffnete die Tür und erkannte Ingke sofort. Er bat sie und ihren Begleiter einzutreten.
„Ich möchte seinen Namen wissen“, forderte sie an.
Elias wandte sich an den Jüngling und sprach zu ihm: „Wie ist dein Name, Junge?“


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Letzte Änderung: 2010/09/16 19:46 von Ingke Jiao.
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Hüsli

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Re:Die Exotin im Friesenland      16.09.2010 20:31:36 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Hüsli sah, wie Ingke den Jungen auf ihr Pferd warf und mit ihm davon galoppierte. Einen Sinn konnte Hüsli in den Aktionen von Ingke nicht erkennen.
So langsam wurde Hüsli aber doch etwas neugierig. Nicht, dass es ihm den Schlaf rauben würde, aber doch ein wenig neugierig...
Für sich dachte er, dass es wohl an den zum Teil fremdländischen Kräutern liegen musste, die Ingke schon fast exzessiv trocknete, verbrannte oder gar in das heiße Teewasser mischte - das konnte ja auf Dauer nicht gesund sein!
Der Friese schüttelte den Kopf und striegelte sein Pferd weiter, die treue Mähre hatte eine gute Behandlung verdient, war sie doch zu jeder Zeit ein treuer Begleiter.
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Maarten het Helleens

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Re:Die Exotin im Friesenland      18.09.2010 18:59:20 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Der Junge war etwas verwirrt und perplex als Ingke zu ihm zurückkehrte und ihn hoch zerrte.
Ohne Gegenwehr ließ er sich zu ihrem Pferd führen und sich hinauf hieven.
Es war ihm völlig schleierhaft was ihr weiterer Plan war, doch zumindest wusste er mittlerweile, dass sie nicht vorhatte ihn einfach zu töten oder zu foltern.
Nach einer geraumen Zeit stoppte sie ihr Pferd wieder. Sie waren in einem Dorf angelangt und Ingke führte ihn nun zu einem großen, etwas älteren Mann. Da es schon Nacht war fröstelte es den jungen Hellenen etwas, denn er war nicht besonders gut gekleidet.
Die Friesin unterhielt sich kurz auf ihrer Sprache mit dem Mann und dann schaute dieser Fremde ihn an und fragte ihn wiederum in der Sprache des Jungen nach seinem Namen.
Etwas verwundert und leicht verlegen lächelte der junge Hellene ihn an und sagte ihm, dass er diesen nicht mehr wüsste, da er schon seit sehr langer Zeit nicht mehr mit seinem Namen angesprochen wurde.
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Ingke Jiao

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Re:Die Exotin im Friesenland      18.09.2010 23:16:14 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Die Antwort, die ihr Elias übermittelte, verwunderte Ingke nicht. Sie hatte es bereits vermutet, dass der Junge auch jetzt nicht seinen Namen nennen konnte, wollte aber sicher gehen. Grübelnd nickte Ingke und sie erinnerte sich an vergangene Tage, als sie noch bei ihrer Mutter lebte. In der Stadt gab ein einen kleinen Jungen, der genau wie ihr Gefangener dunkle Augen und dunkles Haar hatte. Eines Tages kamen Reiter durch die Stadt geritten und aus irgendeinem Grund geriet er unter die Pferde der Reiter. Ihre Mutter konnte den Jungen nicht mehr retten, aber seine Augen brannten sich in ihre Träume ein.
„Sagt ihm, dass er von nun an Maarten heißen wird“, beschied Ingke. „Und klärt ihn darüber auf, dass er bei mir ein einfaches, aber auch schweres Leben haben kann. Je nach dem für was er sich entscheidet.“ Mit diesen Worten an Elias verabschiedete sie sich und ließ die Beiden zurück.
Elias war geldgierig und wenig daran interessiert, wie der Junge in seine Lage geraten war. Deshalb machte er Maarten sehr wohl klar, dass er es nicht duldete, wenn er ihm durch die Lappen ginge und Ingkes Bedingungen nicht einhalten könne.

Bereits in der tiefen Nacht kehrte Ingke in das Lager der Friesen zurück. Es war ein langer Tag gewesen, der mit einer Schlacht um Sterea begann, einen hellenischen Knaben für ihre künftigen Dienste hervorbrachte und nun nach einem süßen Abschluss verlangte. Sie führte Romke zu ihrem Zelt und band sie dort an, wo sie sie absattelte. Dabei stach ihr ein Weinfass ins Auge. Grinsend legte sie den Sattel in ihrem Zelt ab und trat wieder hinaus. Ihr war nach einem Duell. Einem der ganz anderen Art mit ihrem Duellpartner. So ordnete sie ihre Kleidung, richtete ihr Haar, straffte sich selbst und schritt selbstsicher auf das Zelt von Hüsli zu, um sich dort nicht zum ersten Mal in die Kissen zu werfen und einen Kampf auszutragen, den gewiss wieder Beide gewinnen werden.


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Letzte Änderung: 2010/09/18 23:24 von Ingke Jiao.
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Ingke Jiao

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Re:Die Exotin im Friesenland      30.09.2010 18:20:04 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Juni – August 288

Keinen einzigen Gedanken verschwendete Ingke an ihre hellenische Beute mehr, da die nächste Schlacht bereits die Friesen zu Tisch auf der Burg der Hellenen rief. Und ganz gleich, sie würde ja sehen, ob Elias Wort hielt oder sie ihm die Kehle durchschneiden müsse. Elias hatte klare Anweisungen für sein Silber bekommen, unter anderem den Jungen die friesische Sprache zu lehren. Wenn er ihr künftig zur Hand gehen sollte, dann musste er sie verstehen können. Zudem heischte sie Elias an, wenn es im Hafen von Makedonien Probleme geben sollte, nicht an dem Wort Friesen zu sparen. So ließ sie Maarten in den Händen von Elias zurück.

September, Oktober 288

Ingke sollte Maarten vorerst nicht wieder zu Gesicht bekommen, da sich die Friesen kurzerhand bei den Römern auf eine Weinlese einluden und feucht fröhlich den Wein bei einer etwas größeren Rauferei verkosteten und die Restfässer als Andenken an die schöne Zeit aufluden. So lösten andere Friesen ihrer statt Maarten aus den Fängen von Elias aus. Und da Elias kein dummer Mann war und keine Nachforderungen stellte, blieben die Friesen ehrbar. Das war eine Nachricht, die Ingke erreichte und zufrieden stellte. Andere Erzählungen rankten sich darum, dass er auf dem Schiff, auf dem er war, wie ein Sklave zu schuften hatte. Ingke selbst stichelte Mandred dazu an, dem Jungen Aufgaben über zu helfen.

Dezember 288

Im Hafen von Istrien trafen sie sich wieder. Fünf Monate waren vergangen und sie wollte nun den Knaben testen, ob er der Sprache fähig war. So zog sie ihn mit in eine Schenke und setze ihn dort nieder, um selbst einen zu heben.
Die Arbeit auf dem Schiff tat ihm gut, stellte Ingke fest. Und man hatte mit ihm trainiert. Sie musterte lange den Hellenen und nahm lange Züge aus ihrem großen Tonbecher ehe sie ihn ansprach.

„Wie ich sehe, hat dich Elias gut behandelt und sein Wort gehalten.“ Eine lange Pause entstand.

„Ich möchte nicht wissen, wie es dir bisher erging.“ Eine weitere lange Pause trat ein. Und immer, wenn Maarten etwas sagen wollte, legte sie ihren Finger auf seine Lippen, zischte und schüttelte mit dem Kopf, dass er ja schweigen solle.

„Ein Jammer.“ Ingke starrte in den Becher, der bereits leer war und orderte beim Wirt Nachschub. Der Wirt knallte den Krug auf den Tresen. Ingke bediente sich selbst und nahm einen kräftigen Schluck. Wieder sah sie sich den Jungen von oben bis unten, von unten bis oben an und seufzte. „Was soll ich nur mit dir machen? Du bist als Sklave einfach zu schade. Aber was solls, entscheide selbst.“ Ein breites Grinsen empfing den Becher und mit einem Zug war er wieder leer.

„Du kannst ein einfaches Leben, aber auch ein Schweres haben. Schließe dich dem friesischen Kriegervolk an oder bleibe als Rechtsloser in meinem Dienst, was ein Jammer wäre.“ Der Jammer hatte für Ingke zwei Seiten. Einerseits war er als Krieger wertvoller, so dass sie ihm die Wahl der Freiheit geben wollte, und andererseits könnte sie nicht mehr einfach über ihn verfügen. Nun würde sich zeigen, ob er den Geist der Friesen besaß oder ein kneifender Hellene war. Ingke orderte einen zweiten Becher.


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