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THEMA: Re:Im Licht des Steppenmondes
 
Lilya

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Im Licht des Steppenmondes      29.08.2010 23:38:27 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Die Wachen liessen die Seherin der Sarmaten ungehindert durch das Tor passieren, dass schwarz im Licht des Vollmondes vor ihr aufragte. Kurz legte sie den Kopf in den Nacken und starrte die Köpfe der Feinde an, die noch immer von ein paar der angespitzten Pfosten hingen. Keine Ehre fuer die, die sich wie Feiglinge verhielten.

Das Tor knarrte leise als sie durch den Spalt ins Dorf schlüpfte. Ihr Blick fiel auf die vielen Jurten die noch immer die einst freien Plätze im Dorf belegten. Alles war ruhig, nur ab und zu konnte sie die leisen Geräusche von Tieren vernehmen, und von einer der Jurten unweit von ihr war lautes Schnarchen zu hören. Ravan grinste vor sich hin während sie sicheren Schrittes auf die grösste Jurte im Dorf zuging. Der Vogel auf der Stange davor hatte den Kopf unter den Flügel gesteckt und sein Federkleid aufgeplustert und die Seherin hielt inne und schlich dann leise weiter, ein schelmisches Lächeln auf den Zügen welche auf Fremde durch die Entstellung ihres Gesichts wohl eher furchterregend gewirkt haetten. Unendlich langsam liess sie sich in die Hocke nieder und verfluchte stumm ihre knackenden Glieder während sie begann die Bänder welche das Leder über dem Eingang hielten zu lösen.
Sie hob die Patte an und kroch hinein um im Dunkeln auf die schlafenden hinab zu schauen. "Ich habe die Zeichen geträumt. Es ist so weit." Ihre Stimme war kaum mehr als ein dringendes Flüstern, doch die beiden Krieger vor ihr würden es hören.
Im Dunkeln blitzten ihre Zähne auf während sie lächelte, es war tatsächlich an der Zeit und sie würde es geniessen. Ihren Bruder auf diese Art zu wecken war eine etwas andere, mehr schwesterliche Freude.


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Lamorak

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Re:Im Licht des Steppenmondes      31.08.2010 18:11:45 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der Himmel war leuchtend rot, wie in Blut getaucht. Meteoriten zogen feurige Spuren hinter sich her. Er saß auf einem riesigen schwarzen Hengst und beobachtete das Land um ihn herum. Brennende Dörfer waren zu sehen, außerdem ein Fluss, der durch den Feuerschein und die unwirkliche Umgebung aussah, als fließe Blut anstatt Wasser in ihm. Die Luft schmeckte nach Asche und fast war es so als ob der Wind leise Worte mit sich trug. Leise, eher wie ein Hauchen hörte er „Ich habe die Zeichen geträumt. Es ist soweit.“

Alastor fuhr aus dem Schlaf hoch. Der Traum hatte sich so real angefühlt, dass er einen Augenblick braucht um sicher zu sein, wo er sich befand. Es verging ein weiterer Augenblick bis er sich bewusst wurde, dass jemand in der Jurte stand. Instinktiv griff er zu seiner Seite um das Schwert zu ziehen, als ihm wieder einfiel, dass er nackt und unbewaffnet war. Erst jetzt erkannte er die Silhouette und dass diese Person es gewesen war, welche die Worte in seinem Traum gesprochen hatte.
„Schleich dich beim nächsten Mal nicht so an Schwesterherz. Es könnte sonst sein, dass du aus Versehen als Opfer an die Götter endest.“ Sacht berührte er die neben ihn liegende Lyssandra an der Schulter und weckte sie auf. Zwar brannte der Wunsch in ihm Ravan zu fragen, wofür es soweit sei, aber er wusste, er würde die Antwort früh genug erfahren.
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Aleyah

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Re:Im Licht des Steppenmondes      01.09.2010 21:44:08 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
"Was ist? Du bist heute Nacht unersättlich," murmelte Lyssandra schlaftrunken, als sie die sanfte Berührung an ihrer Schulter spürte. Instinktiv wollte sie sich in Alastors Arme kuscheln, aber auf ihr unerklärliche Weise fand sie nicht das, was sie suchte.
Müde hob sie den Kopf, blinzelte ins Dunkel der Jurte und erkannte Alastors Umrisse neben sich. Er hatte sich aufgerichtet, und als Lyssandra es ihm gleich tat, wäre sie fast mit einem anderen Körper zusammengestoßen. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte sie im Schatten der Nacht etwas zu erkennen. "Ravan?" Unsicher formulierten ihre Lippen diesen Namen. Den in ihr aufkeimenden Gedanken an das, weswegen Ravan gekommen sein könnte, schob sie zur Seite. "Bist du das, Ravan? Was willst du?"

Den Mund zu einer Schmollschnute verzogen, setzte sich Lyssandra etwas bequemer auf ihr Schlaflager, strich sie sich einige Strähnen aus dem Gesicht und starrte Alastors Halbschwester müde an.
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Lilya

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Re:Im Licht des Steppenmondes      08.09.2010 21:26:04 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Das Grinsen auf Ravan's Gesicht verbreiterte sich nur noch und sie kicherte leise. "Dann hoffe ich dass die Ahnen mein Opfer annehmen. Es wäre sicher kein ruhmreicher Tod."
Lyssandra war nun auch endlich wach und die Seherin lehnte sich etwas zurück um das Paar vor ihr zu betrachten. Ein leichtes Frösteln schüttelte ihren Körper und sie nickte als ob sie sich selbst etwas bestätigen wollte. "Ihr braucht euch gar nicht erst anzuziehen. Kommt mit. Und seid leise." Ohne einen weiteren Laut erhob sie sich und selbst die Arm- und Beinringe die sie meistens trug klimperten nicht als die Seherin mit geübtem Schritt aus der Jurte duckte.

Der Vogel hatte noch immer den Kopf unter dem Flügel und auch sonst lag das halb-befestigte Dorf still vor ihr. Jurten und Häuser waren dunkel und still, von hier und dort war ein gedämpftes Schnarchen zu hören. Eine Katze schlich über den mond-belichteten Weg der zur Mitte des Dorfes führte doch kein Hund schlug an. Ein gutes Zeichen.
Ravan wartete bis sie die Plane über dem Jurteneingang hörte und begann dann die stumme Prozession durch das Dorf bis zu dem künstlichen Hügel auf dem sie ein paar Dinge vorbereitet hatte. Das Feuer jedoch sollte erst noch entzündet werden.
Mondlicht tauchte die Szene in ein silbriges Licht dass der Umgebung alle Farben entzog als Ravan den Hügel erklomm. Sie zog die Lederschlaufe aus ihrem Haar, welches wie ein schwarzer Wasserfall über ihre Schultern und ihren Rücken bis zu den Hüften fiel. Sie schritt langsam vor bis zu der Feuerstelle und kniete sich dort nieder, Utensilien zum Entfachen eines Feuers aufhebend. So wartete sie bis Alastor und Lyssandra sich vor sie setzten und lächelte. "[b]Die Ahnen haben mir nahegelegt dass die Zeit reif ist euch einander zu versprechen. Sie wollen nicht dass das Blut des Drachen mit mir und Alastor erlischt. Sprecht noch nicht, aber wenn ihr die Zeremonie durchführen wollt und Lyssandra zu einer von uns werden soll, dann will ich dass ihr das Feuer entfacht welches uns durch diese Zeremonie leiten wird.[b]" Die grünen Augen waren undurchdringlich als sie ihrem Bruder das Feuerholz und Lyssandra einen Bogen reichte. Ihre Hände fielen auf ihre Knie und sie wartete.


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Lamorak

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Re:Im Licht des Steppenmondes      18.09.2010 22:46:27 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Alastor lief ein kalter Schauer über den Rücken, als er Ravans Worte vernahm. Dann ging er in die Hocke und begann das Holz für das Feuer aufzuschichten. Lyssandra machte sich inzwischen daran mit Hilfe des Bogens und eines Stocks aus hartem Holz ein Feuer zu entfachen. Es dauerte eine ganze Weile, bis der erste Rauch aufstieg. Schweißperlen glänzten im Mondlicht auf ihrer Haut von der Anstrengung. Vorsichtig beugte sich der Anführer der Sarmaten hinüber und schob etwas Zunder in die Vertiefung, in der einige Holzspäne anfingen zu glimmen. Sacht aber nicht zu zaghaft pustete er immer wieder und nach wenigen Augenblicken wurden die drei Anwesenden mit einigen kleinen Flammen belohnt, die den Zunder erfassten und verschlangen. Lyssandra und er legten trockenes Gras und ein paar kleine Zweige darüber und sahen zu, wie das Feuer die neue Nahrung danken an nahm und immer größer wurde.

Dann endlich brannte das Feuer. Es war nicht sehr groß und ließ gespenstische Schatten auf den nackten Körpern hin und her tanzen. Die Gesichter jedoch lagen in Dunkelheit gehüllt. Erwartungsvoll sah Alastor seine Schwester an.
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Lilya

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Re:Im Licht des Steppenmondes      19.09.2010 22:10:53 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Einige Herzschläge vergingen in denen Ravan reglos in die Flammen starrte. Ein Lächeln zog über ihr Gesicht und sie nahm das Obsidianmesser in die Hand. "Lyssandra, ich hoffe du hast dich nicht anders entschieden und willst noch immer Teil des Drachenstammes werden."
Um das Feuer herum kroch Ravan auf ihren Bruder zu und nahmn seinen blossen Arm in ihre Hände. Langsam drehte sie seine Handfläche nach oben und strich sanft über die Haut bevor sie mit dem Messer hineinritzte. Ravan summte leise und begutachtete den Spalt in der Haut aus der das Drachenblut schwarz hervorquoll bevor sie das Messer zu Boden legte und nach dem alten Tonbecher griff der die Verbindung zu ihren Ahnen herstellte. Die Aussenseite war mit denselben Drachenmotiven bemalt die auch die Stützen in ihrer Jurte verziehrten.
Ihr Lächeln vertiefte sich als sie sanft die Hand ihres Bruders schloss und über dem Becher zusammendrückte. Langsam lösten sich mehrere Blutstropfen und sie fielen lautlos in die Flüssigkeit die sich bereits darin befand. "Halte ihre Hand, Bruder", flüsterte Ravan tonlos. Er würde schon wissen welche Hand er benutzen sollte.

In der Zwischenzeit stellte sie den Becher auf den Boden und zog sie den Ärmel ihrer eigenen Tunika zurück und hob das Messer auf. Für einen Augenblick betrachtete sie ihre Haut die im Mondlicht silbrig schimmerte und öffnete ihre eigene linke Hand.
Sich selbst schnitt sie tiefer und schneller in die Haut und ihre Augen schlossen sich für einen Moment als sich ihre körperliche Hülle dort teilte wo der kalte Obsidian sie geküsst hatte. Blut wallte hervor und sie öffnete die Augen wieder während sie mit einer plötzlichen Bewegung Blutstropfen in das Feuer und auf Lyssandra schleuderte. "Ein Opfer für Marha und ein Opfer für die Ahnen." Das neu-geschmiedete Schwert steckte hinter ihr im Boden und sie drückte ihre Hand über dem Griff zusammen so dass einige Tropfen darüber hinaus über die Bronze rannen. Dann fügte sie ihr eigenes Blut zu der Flüssigkeit in dem Becher und rührte mit ihrem Finger um. Noch einmal liess sie zischend Tropfen in das Feuer fallen die hell aufloderten als sie verbrannten noch bevor sie die Glut trafen. Dann überreichte sie Lyssandra den Becher und sah sie eindringlich darüber hinweg an, ihre vom Blut glitschigen Finger über denen der Sarmatin. "Wir haben für dich unser Blut vergossen. Du hast deines für uns gegeben. Wir nehmen dein Opfer an und bieten dir Schutz und Aufnahme im Geschlecht des Drachen. Nimmst du unser Geschenk an?"


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Aleyah

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Re:Im Licht des Steppenmondes      23.09.2010 17:28:40 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Verschlafen war sie Ravan hinterhergestolpert, nicht wirklich realisierend, was Alastors Halbschwester vorhatte. Die Kälte der Nacht trieb ihr jedoch schnell die Müdigkeit aus den Gliedern. Wie ein eisiges Kleid legte sich die kühle Luft auf ihre Haut und ließ Lyssandra frösteln. Sie war dankbar für die Bewegung, die ihr ein wenig Wärme schenkte, und erklomm mit schnellen Schritten hinter Ravan den Hügel.
Erst dort wurde ihr klar, warum sie im fahlen Schein des Vollmonds hier standen. Als Lyssandra begriff, was Ravan vorhatte, war jegliche Müdigkeit in ihr verschwunden. Sie spürte das Frösteln ihres Körpers nicht mehr. Gemeinsam mit Alastor entzündete sie wie von Ravan gewünscht ein Feuer und setzte sich wieder ins feuchte Gras.

Fast regungslos lauschte sie Ravans Worten, nur ein unmerkliches Nicken begleitete sie. Das Feuer ließ ihre langen, roten Haare seltsam glänzen und in ihren Augen spiegelten sich in einem gespenstischen Tanz die Funken, die aus den Flammen hinaus in die Nacht stoben. Stumm folgten ihre Blicke dem Obsidiandolch, blitzten kurz auf, als dessen Klinge sich blutrot färbte. Fest drückte sie Alastors Hand, als er nach der ihren griff. Tropfen frischen Blutes trafen ihre nackte Haut, während das Feuer zischend das Ravans Opfer verschlang.
Schließlich reichte ihr Ravan den Becher, und ohne zu zögern griff sie danach und spürte in der gleichen Sekunde, wie Ravans blutige Finger sich um ihre Hand schlangen. Die Seherin hatte kaum geendet, da durchdrang ein "oh ja" die Nacht. Kein Zaudern war in der Stimme der Rothaarigen, als sie Ravan mit ihren eisgrauen Augen fixierte und ihre Antwort noch einmal bestätigte: "Eine von euch will ich sein, und ihm gehören." Kurz schaute sie Alastor an, drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, und wandte sich wieder Ravan zu. "So soll es sein, für immer und ewig."
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Aleyah

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Re:Im Licht des Steppenmondes      26.09.2010 15:54:51 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Nach einem Moment der Stille, nur unterbrochen vom Knistern des Feuers, entzog Lyssandra der Drachentochter den Becher und setzte ihn an ihre Lippen. In einem Zug trank sie ihn aus, spürte das noch warme Blut ihre Kehle hinunterrinnen. Es war ein angenehmer Geschmack, der ihr Sinne betörte und sie gierig auf mehr machte. Lächelnd reichte sie den Becher zurück, wandte ihren Kopf wieder Alastor zu und drückte ihre blutverschmierten Lippen auf seinen Mund. "Lasst uns ihm mehr Blut opfern. Nicht das unsere. Lasst uns gemeinsam jene jagen, die seine Kinder geschändet und getötet haben." Leise flogen ihre Worte durch die Nacht, hinauf zum Himmel, wo sie sich im Licht des Vollmondes verloren.
Während sie im feuchten Gras ganz nah an Alastor heranrutschte, sah sie mit funkelnden Augen Ravan an.
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Letzte Änderung: 2010/09/26 15:55 von Aleyah.
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Re:Im Licht des Steppenmondes      26.09.2010 21:57:45 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
"Das Zeichen des Drachen bekommst du irgendwann im Tageslicht, wenn du mich besuchst.", murmelte Raven leise als sie sich hinnüber beugte und Lyssandra ebenfalls küsste. "Willkommen, Schwester im Blute so wie im Geiste." Lächelnd liess sie sich wieder in der Hocke nieder und betrachtete Lyssandra und Alastor nachdenklich.
"Als deine Schwester und Tochter des Drachen ist es meine Aufgabe euch mein Einverständnis zu erklären, und ich bin mit eurer Verbindung einverstanden." Sorgsam zog sie die Wunde an ihrer linken Hand auseinander und liess erneut ein paar Tropfen Blut in den Becher fallen welche sie dann mit Arkhi und einem Puder vermischte. "Die Ahnen werden hoffentlich durch unser Opfer wohlgesonnen sein..."
Mit einer blitzschnellen Bewegung warf sie die Fluessigkeit im Becher erneut ins Feuer das widerrum violett aufloderte und eine Rauchwolke in die Höhe warf. "Und auch die Götter sind euch wohlgesonnen."

Die Drachentochter erhob sich langsam und wischte sich mit ihrer blutverschmierten Hand über die Stirn. "Steht auf und gebt mir eure Hände." Sobald sie die Hände des Paares erhielt ritzte sie mit dem Messer hinein und drückte die Handflächen über dem Feuer aneinander. "Ein Blutopfer für Satanaya, möge eure Verbindung fruchtbar sein. Mögen die Ahnen über euch wachen." Die rituellen Worte schienen seltsam langsam aus ihrer Kehle zu kommen und Ravan schluckte. Es bedeutete ihr viel ihren Bruder mit der Frau zu verbinden die er liebte. "Ihr seid nun miteinander Verbunden. Aber..", sie zog einen Lederstriemen hervor und liess ihn über dem Feuer baumeln. Ich denke ja nicht dass ihr den braucht. Anstelle dessen will ich für euch tanzen."
Mit einer einzigen Bewegung zog die Drachentochter ihre Tunika über ihren Kopf und begann die Glut aus dem Feuer vor sich zu verteilen. Das Licht des immer kleiner werdenden Feuers huschte über die Haut welche mit den rituellen Brandnarben und Tätowierungen überzogen war und auf der anderen Seite erhellte der Mond den Drachen auf ihrem Rücken. Ein Streifen Glut leuchtete rot unter ihren Füssen als Ravan langsam und mit flachen Solen darauftrat und begann zu tanzen, erst langsam und dann immer schneller und die Glut unter ihren Füssen war unendlich heiss.
Ein blutroter Nebel erhob sich vor ihrem inneren Auge und sie lächelte abwesend während das nachtschwarze Haar wie ein Schleiher um ihr Gesicht fiel. Bald bildete sich ein glänzender Film auf ihrer Haut und jeder Lufthauch fühlte sich wie winzige Nadelstiche an.
Nach einigen Minuten trat Ravan schwer atmend von der Glut und wischte ihre Solen mit den Händen ab. "Wir sollten trinken um zu feiern, Bruder und Schwester. Und dann lasse werde ich gehen, denn ihr solltet den neuen Tag ohne mich begrüssen."

Die Flasche Arkhi ragte halb aus ihrer Tasche hervor und Ravan holte ein paar Trinkschalen hervor die sie mit dem kostbaren Schnaps füllte. "Auf euch, mögen die Ahnen über euch wachen."


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Letzte Änderung: 2010/09/26 22:00 von Lilya.
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