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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume
 
Deliah bint Kahina AlAziz

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Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      09.08.2010 09:27:24 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Nun stand sie hier auf diesem Schiff irgendwo inmitten des Nirgendwo.
Worauf hatte sie sich nur eingelassen?
Vor wenigen Wochen lebte sie noch im Palast des arabischen Reiches, war die Vertraute des dortigen Regenten und Beraterin für äußere Angelegenheiten.
Sie war zu hause!
Und nun?
Nun folgte sie dem Mann den sie liebte, dem sie bedingungslos vertraute in ein ihr völlig fremdes, fernes Land.
Sie hatte alles zurückgelassen, nur ihre treue Dienerin Hylia, ihre Waffen, die Rüstung und etwas Silber war ihr geblieben.
Und die Erinnerungen.
Erinnerungen an ihre Eltern, an das Oasenstädtchen Hatirla in dem sie aufgewachsen war, an Husam den alten Karawanenführer, der sie damals von Hatirla nach Mekka brachte und ihr das Leben bei einem Überfall von nomadischen Reitern rettete, an all die vielen liebenswerten Menschen die sie nun zurückgelassen hatte um ihrem Glück in das Unbekannte zu folgen.

Zwar hatte er ihr die Sprache des Volkes beigebracht und ihr von den Bräuchen, Gesetzen und den Göttern erzählt, doch das alles vermochte nicht ihr die Angst vor der Zukunft zu nehmen.

Sie blickte auf das weite Meer hinaus.

Wie lange mochte es wohl noch dauern bis sie die neue Heimat erreichen würden?
Er bemühte sich sehr sie aufzumuntern, bei jeder Küste die sich zeigte erzählte er welches Volk dort lebte und wusste immer eine Geschichte darüber zu erzählen.
Mal lustige mal traurige, oft über das Leben der einfachen Menschen.

Sie liebte seine Art zu erzählen und sie spürte das er viele dieser Geschichten selbst erlebt hatte.
Dieser geliebte Mann der doch soviel Unbekanntes, ja Geheimnisvolles in sich trug.
Aber vielleicht war es gerade das was ihn für sie so reizvoll machte.

Wieder einmal war es an der Zeit das das Schiff einen Hafen anlief um neuen Proviant an Bord zu nehmen.
Er erzählte ihr das diese Region Normandie genannt wurde.
Viele Häuser der kleinen Hafenstadt waren zerstört und auch die Hafenanlage war nicht mehr in besonders gutem Zustand.

Sie verließen das Schiff und bezogen einen Gasthof.
Auf ihre Frage was hier geschehen sei erzählte er ihr das ein blutrünstiger Heerführer aus dem Volk der Friesen einst diese Gegend überfallen hatte. Viele der Einwohner wurden erschlagen oder verschleppt, die meisten Dörfer geplündert und niedergebrannt.
Die meisten Überlebenden waren damals in andere Regionen geflohen, aus Angst die Friesen würden zurückkehren.
Die Friesen sind ein brutales, gnadenloses Volk hatte er ihr noch gesagt bevor er sich entschuldigte um mit einem Fremden zu sprechen.

Das Gespräch dauerte eine lange Zeit so das sie sich mit Hylia in ihr Zimmer zurückzog.
Am nächsten Morgen eröffnete er ihr das er einen Auftrag erledigen müsse und sie nun alleine weiterreisen sollte.
Nach anfänglichen Protesten stimmte sie letztlich doch zu nun ohne den geliebten Mann an ihrer Seite weiterzureisen.
Er brachte sie und ihre treue Dienerin an Bord des Schiffes zurück welches sie nach Vaestmansland, dem Herrschaftssitz des Fylkir der Svear bringen sollte.
Er küsste sie zum Abschied

"Wir werden uns schon bald wiedersehen. Versprach er und verließ das Schiff."

Am Kai angelangt drehte er sich noch einmal um um ihr zu winken, doch sie stand nicht mehr an der Reling.
Sie wollte nicht das er ihre Tränen sah, Tränen der Angst und der Verzweiflung.

Das Schiff legte ab und schob sich langsam auf das Meer hinaus.

Seine Nähe hatte ihr bisher die Angst vor dem fremden Land und seinen unbekannten Bewohnern genommen.
Doch nun war er fort und sie war auf sich gestellt.
Schon früher war sie allein auf sich gestellt, aber in einem Land mit dessen Bräuchen und Gesetzen sie aufgewachsen war und wo sie die Sprache und ihre vielen Dialekte sprach und verstand.
Nun war alles Fremd und sie beherrschte die Sprache nur in Grundzügen.

Wie sollte sie erklären wer sie war und was sie in dem fremden Land suchte?
Würde sie den Mann den sie liebte jemals wiedersehen?

Viele Tage waren vergangen und es zogen finstere Gewitterwolken heran, Sturm kam auf.
Der Kapitän teilte ihr mit das er beabsichtigte den Hafen von Nordjyland anzulaufen um dort das Unwetter abzuwarten.

Im Hafen angelangt fasste sie sich ein Herz und verließ gemeinsam mit Hylia das Schiff um sich in der fremden Stadt umzusehen.

Die exotische Kriegerin und ihre zog Dienerin zogen die Blicke der Einwohner auf sich.
Das Spektrum reichte von gleichgültig über neugierig bis misstrauisch.
Feindseligkeit konnte sie zu ihrer Erleichterung nicht erkennen.
Die Reaktion der Teutonen ließ sie etwas optimistischer auf das Zusammentreffen mit den Svear blicken.
Auf dem Markt gab es allerhand interessanter und fremdartiger Dinge zu sehen.
Sie schlenderte mit ihrer Dienerin über den Markt.

Die erste Anschaffung waren zwei Kapuzenumhänge aus derbem Wollstoff, nicht sehr schön, aber sie verdeckten die arabische Kleidung und die dunkle Haut der beiden Frauen, zumindest auf den ersten, flüchtigen Blick.

Dann wurde die Aufmerksamkeit auf den Stand eines Waffenschmiedes gelenkt.
Der Schmied wog einen seltsam geformten Speer in seiner Hand.
Er vollführte einige Kampfmanöver mit der schlanken Waffe und schleuderte sie dann gegen einen etwa sechs Manneslängen entfernten Balken.
Mit schnellen Schritten ging er auf den Balken zu zog mit sichtlicher Mühe die Waffe aus dem Holz.
Er prüfte die Spitze, Schaft und die Stelle an der das Metall auf das Holz aufgesetzt war und nickte zufrieden.
Die junge Krieger näherte sich dem hochgewachsenen Mann.

"Wie nennst du diese Waffe? Sehr schön!"

Der Mann blickte zu der kleineren Frau hinab

"Wir nennen diese Waffe Frame. Sie ist deinem einfachen Speer hundertfach überlegen.
Kannst du den so eine Waffe bezahlen?"

Den Umhang zur Seite schiebend wies sie auf eine prall gefüllten Lederbeutel.

Der Blick der Schmiedes fiel bei dieser Gelegenheit auf ihren Dolch.

"Darf ich mir den Dolch den du trägst ansehen?"

Bereitwillig überreichte sie dem Mann die Waffe seines Interesses und er gab ihr die Frame zu Ansicht.

Diese fremde Waffe lag sehr gut in der Hand, sie war sehr gut ausbalanciert und sie hatte ihren Entschluss gefasst, sie wollte diese Frame besitzen.

"Ich hab einen solch geformten und gefertigten Dolch noch nicht gesehen. Sag woher stammt er?"

"Aus meiner Heimat, viele Monde reise über das Meer. Ein sicher nicht minder begabter Schmied aus der Stadt Mekka hat ihn gefertigt."

"Gib mir 150 Silber und diesen Dolch und die Frame gehört dir."

Zum ersten Mal seit langem musste sie Lachen.

"Du schätzt den Wert des Dolchs falsch ein mein Freund.
Die Verzierungen am Griff und der Scheide sind aus Gold, davon abgesehen hat er eine weite Reise hinter sich. Der Dolch und 90 Silber."

Ein breites Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Schmiedes breit

"Du schätzt den Wert der von mir gefertigten Frame falsch ein.
Du bekommst welche für 150 Silber, meine bekommst du nicht unter 180.
Aber weil du mir sympathisch bist, der Dolch und 110 Silber gegen die Frame!"

Zufrieden klatschte sie in die Hände

"Muafeq! Wir sind uns einig!"

Sie zählte dem Schmied das Silber in seine großen Hände und zog dann mit ihrer Dienerin weiter.

An Hylia gewandt sprach sie ihre Gedanken aus.

"Vielleicht ist das ein lukratives Geschäft.
Ich kaufe hier diese Framen ein und verkaufe sie zu hause
Von dem Geld kaufe ich Waffen von unseren Schmieden und verkaufe diese hier."

"Und das wo du so gerne auf Schiffen reist?
Bedenke wie oft wir schon in Stürme gekommen sind und das Schiff zu sinken drohte.
Selbst wenn du mit dem Leben davon kommst ist dein ganzes Vermögen weg."

Nachdenklich nickte die junge Frau

"Sicher hast du recht.
Außerdem möchte ich bald den Mann meines Herzens ehelichen und Kinder mit ihm haben, eine Familie.
Das geht sehr schlecht wenn man immer auf den Meeren unterwegs ist."

Die Frauen zogen weiter über den Markt und wie nicht anders zu erwarten wechselten noch viele Dinge den Besitzer und das Vermögen der Araberin schwand zusehends dahin.

Irgendwann erreichten sie einen Gasthof in dem sie aßen und übernachteten.

Am nächsten Tag begaben sich die beiden Araberinnen zurück an Bord des Schiffes.
Voller Hoffnung nun endlich dasZiel der Reise zu erreichen und dank der positiven Erfahrungen in der Hauptsiedlung der Teutonen blickte sie nun optimistischer in die Zukunft.
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Deliah bint Kahina AlAziz

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      12.08.2010 06:25:40 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Die weitere Schiffsreise verlief zu ihrer Erleichterung ohne weitere Verzögerungen und bei relativ ruhiger See.

Dann war es soweit die Gestade von Vaestmansland.

Sie war aufgeregt, bald würde es soweit sein.
Sie würde den Boden des Landes betreten das von nun an ihre Heimat sein würde, das Reich der Svear.
Als harte und erbarmungslose Krieger waren sie ihr beschrieben worden.
Aber auch als warmherzig und hilfsbereit zu ihren Freunden.

Nicht mehr lange und sie würde Gewissheit haben ob sie auch ohne den von ihr so geliebten Mann bei den Svear willkommen war.

Deutlich war Vargfaesting zu erkennen, der Sitz von Ragnar Hammerson, dem Herrscher des stolzen Kriegervolkes.
Er selbst würde wohl nicht anwesend sein, man sagte ihr Ragnar sei auf einem Kriegszug weit im Osten, mit einem mächtigen Heer der Svear.

So war sie denn gespannt ob man sie überhaupt empfangen würde, wenn sie in den nächsten Tagen die Burg erreicht haben würde.

Ein kalter Wind blies und sie vergrub sich noch tiefer in den Umhang aus Kamelhaar.
Ihre erste Begegnung mit Eis und Schnee fiel unter die Rubrik "Besser schnell vergessen".
Sorgten vereiste Planken doch dafür das sie in grotesker Haltung teils auf dem Hintern, teils auf dem Rücken über das halbe Schiff schlitterte.
Nein da war ihr die Wüste dann doch lieber.
Vorallem war es dort selbst Nachts nicht so erbärmlich kalt.
Schnell verschwand sie wieder unter Deck und packte mit Hylia ihre Habseligkeiten zusammen.
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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      18.08.2010 21:28:05 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Da stand er nach langer Seefahrt wieder auf festen Boden.

Die Vegetation und das Klima waren kalt und rau, so wie er es in Erinnerung hatte und er fühlte sich wohl.
Als er nach wochenlangem Ritt in das Heerlager fand, erkannte ihn keiner.

Er lies sich sein Feldzelt aufstellen, damit er einen Brief an seine Begleiterin schreiben konnte.

QUOTE:

Verehrter Kahina AlAziz

Ich hörte, dass Sie sich in diesem Lager und würde mich um ein Duell in einer Waldlichtung in der Nähe des Lagers freuen.

mit Grüßen

Ein Krieger der Svear


Er lies den Brief mit einem Faden verschnüren und gab ihn einem der Wachsoldaten ,damit er überbracht wird.
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Deliah bint Kahina AlAziz

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      18.08.2010 22:15:13 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Das Schiff legte an und Hylja und ihre Herrin gingen an Land.
Seeleute trugen das Wenige was der einstigen Beraterin des arabischen Regenten geblieben war von Bord

"Verzeiht das ich euch nicht bis zur Burg begleite, aber wir müssen sofort wieder auslaufen.
Wenn wir warten gefriert hier alles zu und wer weiß schon wann mein Schiff dann wieder frei kommt!"

"Ich habe euch nichts zu verzeihen Faruk AlGahazi.
Euch und euren Männern gilt mein ganzer Dank für eure treuen Dienste.
Es steht eine kleine Truhe neben meiner Schlafstätte unter Deck, sie enthält etwas Silber um
meinem Dank Ausdruck zu verleihen.
Möge Ahura Mazda über eure Heimkehr wachen."

Kurz zögerte die junge Frau, dann griff sie nach einer Papyrusrolle unter ihrem Umhang und überreichte sie AlGahazi

"Wenn ihr nach Arabien zurückkehrt würdet ihr diese Botschaft meinem Vater Bijan AlAziz in Hatirla überbringen lassen?"

Der Mann nahm das Schriftstück entgegen

"Herrin, ich persönlich werde eurem ehrenwerten Vater eure Botschaft überbringen.
So mir Ahura Mazda gewogen ist!"

Er verneigte sich vor ihr

"Ich weiß das die Botschaft nun in den besten Händen ist.
Lebt den wohl!"

Schnell wandte sie sich ab nahm ihre Habseligkeiten und ging festen Schrittes den Kai entlang.
Je länger dieses Gespräch dauerte umso größer wurde der Zweifel an der Richtigkeit ihres Tuns und zweifeln wollte sie nicht.

Ein blonder, hochgewachsener Krieger in Fellbekleidung kam auf sie zu.
Ihm folgten zwei weitere Männer.

"Du bist Kirsa Alasis?"

Etwas verwirrt blickte sie den jungen Mann an, dann antwortete sie mit fester Stimme.

"Nein! Ich bin Kahina AlAziz, Tochter des Bijan AlAziz der ein Sohn von Vahap AlAziz ist ,der ein Sohn von Tiharka dem Nubier war!
Daran wird sich auch im Land der Svear nichts ändern."

Herausfordernd blickte sie den jungen Krieger an, der nun zu überlegen schien ob er seine Knochenaxt ziehen sollte oder seinen Auftrag erfüllen sollte.

"Dein Name ist hier nicht üblich, so verzeih wenn ich ihn falsch ausgesprochen hab.
Ich bin Hjalte Ilmarisson, Gardist der Palastwache.
Mein Auftrag ist es dich sicher auf die Vargfaesting geleiten.
Kahina AlAziz dürfen die Sklaven dir und deiner Begleiterin das Gepäck abnehmen?"

Sie nickte und ließ sich die Last abnehmen.

Der Aufstieg zu der Festung des Herrschers der Svear war lang und sehr steil.
Doch die beiden Frauen ließen sich nichts anmerken und stapften wacker weiter durch den tiefen Schnee.

In der Burg angekommen wies man ihr einen Raum. Geräumig aber karg.
Der Baustil in Arabien war doch was anderes, aber bei den hiesigen Wetterbedingungen sicher ungeeignet.

Am nächsten Tag wurde sie von einem Mann empfangen der ihr mitteilte, das es man sich sehr freue das sie wohlbehalten hier angekommen sei und das der Fylkir sie gerne selbst empfangen hätte, aber er sei nun auf einem Kriegszug.
Sie habe die Wahl hier auf der Festung auf seine Rückkehr zu warten oder mit einigen Kriegern durch das Land zu patrouillieren um Wegelagerer und anderes unerwünschtes Gesindel aufzustöbern und unschädlich zu machen.

Die Wahl fiel ihr leicht. Untätigkeit war noch nie eine Stärke von ihr und es war eine gute Gelegenheit Land, Leute und vor allem die Sprache besser kennen zu lernen.

Und so war sie bereits am nächsten Tag auf dem Marsch durch fremdes Land.

Die Tage vergingen und sie hatte feststellen können das die nordischen Krieger ihr nicht ablehnend gegenüberstanden.
Im Gegenteil man interessierte sich sehr für das Land ihrer Herkunft und auch für ihre Beweggründe in ein fernes, fremdes Land zu ziehen.

Doch mehr als das ein gut aussehender, starker und mutiger Mann der Grund sei verriet sie nicht.

Endlich schlug man ein richtiges Lager auf.
Zelte wurden aufgestellt und Lagerfeuer entzündet.
Kahina hatte gerade ihre Rüstung in Ordnung gebracht als ein Krieger nach ihr rief

"Kahina? Darf ich eintreten? Ich habe eine Botschaft für dich!"

Komm herein Leif, den Mann an seiner Stimme erkannt.
Leif war ihr eine große Hilfe und inzwischen ein guter Freund geworden.
Er übergab ihr eine Rolle und verließ das Zelt wieder.
Schnell rollte sie das Schriftstück auseinander und las.

QUOTE:
Verehrter Kahina AlAziz

Ich hörte, dass Sie sich in diesem Lager und würde mich um ein Duell in einer Waldlichtung in der Nähe des Lagers freuen.

mit Grüßen

Ein Krieger der Svear


Was sollte das bedeuten?
Wer konnte ihr diese Nachricht gesandt haben? Leif?
Zuerst wollte sie nicht weiter darauf eingehen, doch die Neugier und die Angst man könnte denken sie würde kneifen, wenn es ums kämpfen ging veranlassten sie dann doch der Aufforderung nachzukommen.

Und so stand sie wenig später auf der Lichtung, doch da war Niemand.
Unsicher blickte sie sich um.

"Hallo?"
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Nero Alexson

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      20.08.2010 02:04:25 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Gegen Abend hin, zog er sich seine Rüstung an und lies sich seine Frame und den Schild bringen.

Endlich lag war er in der Rüstung fest verschnürt und ließ sich sein Pferd holen.

Als er sich der Lichtung näherte begann es zu schneien. Als er ein leises "Hallo?" durch den dichten Wald hörte, stieg er vom Pferd herab und ging die letzten Schritte zur Lichtung alleine.

Je näher er der Lichtung kam, umso genauer konnte er den Umriss von ihr, trotz des dichten Schneefalles erblicken.
Er kam ihr jede Sekunde näher und er erkennte immer besser, wer dort auf ihn wartete.
In Moment, als sie sich in die Augen sehen konnte, rammte er seine Frame in den gefrorenen Boden.

In dem Moment, als er ihr Gesicht erblicken konnte, sagte er: " Willkommen in meiner alten und neuen Heimat, werte Kahina und schön ,dass ihr gekommen seid." "Wollt ihr gleich beginnen oder noch eine Zeit warten?", fragte er sie. In diesem Moment zog er seine Waffe wieder aus dem Boden heraus.
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Deliah bint Kahina AlAziz

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      20.08.2010 18:13:26 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Das Schneetreiben nahm ihr fast die Sicht sie konnte nur den Umriss eines Kriegers erkennen.
Ihr gegenüber rammte kraftvoll seine Frame in den tiefgefrorenen Boden.

" Willkommen in meiner alten und neuen Heimat, werte Kahina und schön ,dass ihr gekommen seid." "Wollt ihr gleich beginnen oder noch eine Zeit warten?"

Dann zog Alexus seine Waffe mit einem Ruck aus dem Boden.
Ihr Herz begann zu rasen und ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht.
Am liebsten wäre sie dem Mann ihres Herzens um den Hals gefallen, doch ihr Stolz verbot es ihr.
Ohne sich ihre Aufregung und Freude anmerken zu lassen schlug sie die Frame gegen ihren Schild, wie sie es schon oft bei den Kriegern der Svear gesehen hatte und ging in Angriffsposition.

"Worauf sollte ich warten wollen! Ich bin einer Aufforderung zum Zweikampf gefolgt."

Wie gewohnt würde sie dem geschickten und körperlich überlegenen Krieger unterliegen, aber sie wollte es ihm so schwer wie irgend möglich machen.
Zwei schnelle Schritte und sie war in Reichweite und ihre Frame wirbelte durch die eiskalte Luft und traf den Herausforderer am Kopf, den Gegenschlag mit dem Schild parierend wich sie einen Schritt zurück um sofort einen neuen Angriff zu starten.
Ihr Gegner mußte je einen Treffer am Kopf und an der Waffenhand hinnehmen.
Seinen nächsten Angriff blockte sie abermals ab doch ihr Gegenschlag landete im Leeren und sie hatte große Mühe ihr Gleichgewicht zu halten.
Eine Weile gelang keinem der beiden Streiter ein Treffer.
Dann gelang Kahina ein berneuter Schlag gegen Alexus' linke Schulter, den er aber umgehend mit einem schmerzhaften Hieb gegen ihren Kopf quitierte.
Zum Glück fing ihr Helm die Wirkung der Klinge ab, aber die Wucht des Schlages dröhnte durch ihren Schädel.
Der Kampf tobte hin und her, doch gelang es Kahina die Oberhand zu erringen und nach schier endlosem Kampf auch den Sieg.
Er nahm seinen Helm ab und blickte sie anerkennend an.
Sie grinste ihn an, machte sich lang und küsste ihn auf den Mund

"Ich habe dich vermisst! Ist es dir gut ergangen? Wirst du bei mir bleiben oder trennen sich unsere Wege bald wieder?"

Abwartend blickte sie ihn an, Unsicherheit war in ihren Augen zu sehen.
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Deliah bint Kahina AlAziz

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      02.09.2010 21:43:41 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Ehe er noch etwas entgegnen konnte wurde die traute Zweisamkeit von einem Krieger unterbrochen.

"Herjann Alexus! Da seit ihr ja! Ihr möchtet in das Lager zurückkehren, ein Kurier des Fylkir erwartet euch."

Sein Blick wanderte von dem Svear zurück zu Kahina, die einen Schritt zurückgewichen war.
Noch ehe er etwas erwidern konnte drehte sich die dunkelhäutige Frau um, hob ihren Helm auf und ging in Richtung des Waldes.
Über die Schultern rief sie

"Ich danke euch für den Kampf HERJANN Alexus Camulos. Sicher finden wir bald Gelegenheit für einen weiteren Wettstreit."

Sie beschleunigte ihre Schritte, sie war wütend, traurig und enttäuscht.
Wie so oft war es ihnen nicht vergönnt ein wenig Zeit ungestört zu zweit zu verbringen.
Dann hatte sie erst von einem Dritten erfahren müssen das der Mann den sie liebte zum Herjann ernannt worden war, allerdings gab sie sich selbst gegenüber zu, das er nicht wirklich die Gelegenheit hatte ihr überhaupt etwas zu erzählen.
Vorsichtig blickte sie sich um und stellt zufrieden fest das die beiden Männer gegangen waren.
Sie setzte sich auf den Boden und wartete noch eine Weile.
Ihre Gedanken kreisten um Alexus, ihre Gefühle zu ihm und der Frage ob er ihre Gefühle auch jetzt noch, am anderen Ende der Welt teilte.

Irgendwann machte sie sich auf den Weg ins Lager, sie war hungrig und müde.

Die folgenden Tage und Wochen zogen ruhig dahin.
Teilweise war es sehr beschwerlich in der Winterlandschaft voran zu kommen.
Speziell dann wenn Schneestürme das Marschieren zusätzlich erschwerten.
Einer kleinen Bande von Wegelageren machten sie den Garaus.
Mit Ausnahme einiger Kämpfe bekam sie Alexus selten zu Gesicht und noch seltener ergab sich die Gelegenheit zu sprechen.

Dann erreichten sie endlich wieder Vargfaesting.

Kahina überlegte ob sie sich endlich nach Skoghall in Vaermland aufmachen sollte, das Dorf dessen Geschicke sie nun leiten sollte.
Ob Alexus sie wohl begleiten würde?
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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      05.09.2010 15:38:32 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Es war ein kühler Oktobermorgen als Kahina nach Vaermland aufbrach.
Und ihre einzige Begleitung war ihre getreue Dienerin Hylia.
Alexus war verhindert.
Sie war traurig über diesen Umstand, aber sie machte ihm keinen Vorwurf und sie war es nun schon lange gewohnt, das ihre Liebe hinter Staatsgeschäften anstehen musste.
So sehr hatte sie gehofft das Alexus bei den Svear nur ein einfacher Krieger sein würde und sie endlich Zeit für einander haben würden, doch in ihrem Inneren wußte sie das dem nicht so sein würde.
Er war ein Anführer, es war sein Schiksal und er würde niemals glücklich sein als einfacher Krieger.

So machten sie sich also auf den Weg nach Vaermland in das Dorf Skoghall.
Ein langer und beschwerlicher Weg von dem sie nicht wußte ob er sich lohnen würde.
Zwar hatte sie bisher kaum negative Erfahrungen bei dem Volk des Nordens gemacht, ihres Äußern wegens, doch wer konnte schon sagen wie es die Sippen dort im Fernen Vaermland sahen.

Schließlich konnte man bei den Arabern auch nicht sicher sein das die nächste Sippe, der nächste Stamm einem die gleichen Sympathien entgegenbrachte wie der vorhergehende.

Endlich war es soweit, Skoghall.
So klein wie sie es sich vorgestellt hatte war es gar nicht.

Sie betraten das Dorf ein alter Mann trat ihnen entgegen

"Du musst die Hersir aus dem fernen Land des Sandes sein.
Man sagte mir das du kommen würdest. Komm ich zeige dir das Dorf.
Aigir ist mein Name und ich bin der Dorfälteste."

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      07.09.2010 19:17:14 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Langsam trotteten die beiden Frauen dem Alten nach, sich fragende Blicke zu werfend.

Aigir zeigte Kahina das Dorf, erläuterte Bauvorhaben und wieß auf Schwierigkeiten und Probleme der Bewohner hin.
Am Ende seiner Führung brachte er sie eine Anhöhe hinauf, auf dem ein kleines, aber immernin aus Stein erbautes Haus stand.

"Hier lebte der letzte Hersir, ein bescheidener, tapferer Mann. Bis er nach Walhall einzog.
Ich sehe du hast nicht viel bei dir, das bedeutet wohl das du nicht gedenkst lange hier zu verweilen."

"Lange genug um hier einige Steine ins rollen zu bringen und ich werde nicht lange weg sein.
Erst wollte ich sehen ob ich hier überhaupt willkommen bin."

Kahina lächelte den Alten an, dieser zuckte mit den Schultern.

"Es gab Zeiten da bestimmten die Dörfer ihren Hersir selbst.
Nun kommen sie von irgendwo her, geben einige Anweisungen und verschwinden wieder.
Wir bleiben mit unseren Problemen allein und auf uns gestellt. Es sind eben neue Zeiten."

"Ich bin nicht aus Skoghall, ich entstamme nicht einmal dem Volk der Svear, doch ich verspreche dir ich werde mich um dieses Dorf kümmern, denn es ist nun meine Heimat. Ich verspreche es bei meinem Gott Ahura Mazda."

"Es freut mich zu hören doch erst wenn den Worten Taten folgen bin ich überzeugt und dein Gott sagt mir nichts, seinen Namen habe ich nie vernommen und deshalb ist ein Schwur auf seinen Namen für mich ohne Belang. Die Zeit wird uns die Wahrheit zeigen. Aber auch wenn du auf Odin geschworen hättest wäre es kein Unterschied für mich, zu oft habe ich erlebt das Schwüre den Atem nicht wert waren der sie hervorbrachte. Nun Hersir ich wünsche dir und deiner Begleiterin eine geruhsame Nacht.
Morgen werde ich dich den anderen Ältesten und dem Priester vorstellen. Unten im Langhaus, wenn die Sonne am höchsten steht."

Dann drehte er sich um und ging zurück ins Dorf.

"Hylia, ich glaube das wird ein hartes Stück arbeit um diese Menschen von meiner Aufrichtigkeit zu überzeugen."

"Ich weiß nicht was du willst, sie haben keinerlei Erwartungen an dich und vorallem hegen sie weder Hass noch Abneigung uns gegenüber. Das ist doch schon ein guter Anfang."

Kahina lächelte und öffnete die Tür des Häuschens.
Es roch nach Moder und faulem Stroh.

"Scheint das wir noch ein wenig Arbeit vor uns haben meine liebe Hylia."

Als die Sonne im Meer versank war das Haus einigermaßen gereinigt und ein Lager aus frischen Stroh das Kahina von einem Bauern erworben hatte bereitet.
Erschöpft und voller Erwartung schliefen die beiden Araberinnen ein.
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Deliah bint Kahina AlAziz

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Re:Der Weg von der Wüstenblume zur Eisblume      08.09.2010 14:50:23 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Am nächsten Morgen gaben die zwei Frauen dem Häuschen noch den letzten Schliff und Kahina stellte fest das das Dach eine Instandsetzung dringend benötigte.

Während Hylia auflistete was ihr für die Führung des Haushaltes fehlte und was noch repariert werden mußte, machte sich Kahina auf den Weg zum Langhaus.

Als sie das Haus betrat, welches wirklich nur aus einem langen Raum bestand, verstummten alle Gespräche.
Aigir trat hervor.
"Sei gegrüßt Hersir Kahina wir sind der Rat des Dorfes."
weitere vier Männer und eine Frau traten aus der Menschentraube hervor.
Der Alte stellte der Araberin Jeden einzeln vor, danach den Prister Maunir und teilte ihr mit das man in Skoghall vorallem Heimdall, dem Wächter der Götter huldigte.
Zum Schluß Ulfrun die Anführerin der Dorfwache.
Der Rest waren Dorfbewohner die ihre Anliegen dem Ältestenrat vortragen oder einfach einmal einen Blick auf die neue Hersir werfen wollten.

Dann trugen Einer nach dem Anderen seine Anliegen vor, der Rat und Kahina besprachen diese.
Der Rat gab der dunkelhäutigen Frau seine Empfehlung und sie mußte dann eine Entscheidung treffen.

Auf diese Weise wurden Bagatelle wie nachbarliche Zwistigkeiten bis hin zum Beschluß die Straße nach Osthammer zu befestigen oder die küzlich abgebrannte Bäckerei wieder aufzubauen.

Um die Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens zu untermauern beauftragte sie Ulfrun einen Reiter nach Vargfeasting zu entsenden damit er bei Herjann Alexus vorsprach damit dieser den Transport ihrer Habe nach Skoghall organisieren möge und noch einige Handwerker rekrutieren solle die bei den anstehenden Bauvorhaben ihr Fachwissen und natürlich ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen konnten.
Vielleicht würden ja einige von ihnen später sogar in Skoghall mit ihren Familien siedeln.

Am Ende klärte sie mit dem Rat die Ausbesserung ihres Hausdaches und kehrte dann zufrieden in ihr neues Heim zurück.

Die folgenden Tage waren für Kahina eine wahre Wohltat, sie war ständig im Dorf und packte an wo es was zu tun gab. Ihr Einsatz wurde gewürdigt, das Verhältnis zu den Bewohnern wurde immer herzlicher und als man die Bäckerei fertiggestellt hatte feierte das ganze Dorf.
Doch wie es im Leben immer ist, in den glücklichsten Stunden schlägt das Unheil zu.
Diesmal in Gestalt der Friesen.
In Skane waren sie gelandet und hatten zahlreiche Dörfer und Siedlungen niedergebrannt und viele Bewohner abgeschlachtet wie Vieh.
Wie man hörte schreckten sie selbt vor dem Ermorden von Kindern und Alten nicht zurück.
Es war Zeit zu handeln.
Ein Bote brachte Kunde das sich ein Heer formierte was sich den Plünderern und Mördern entgegenstellen sollte.
Kahina rief das Dorf zusammen.
"Die Zeit des Friedens ist vorbei. Die Friesen sind in unserer Heimat gelandet und trachten danach alles was wir mit unserer Hände Arbeit mit unserem Schweiß und unserem Blut errichtet haben zu zerstören und Tod und Elend in jedes Dorf, ja in jedes Haus zu tragen.
Jeder Mann und jede Frau die einen Bogen spannen oder einen Speer tragen kann möge mir folgen.
Wir schließen uns dem Heer an das ausgehoben wird um den Feind zu stellen und ins Meer zurück zuwerfen."

"Hersir Kahina, wenn du alle Kampfesfähigen mit dir nimmst, wer soll das Dorf verteidigen wenn die Friesen hier her kommen?"

"Keiner!"
Murren und aufgeregtes Gerede setzte ein, Kahina erhob ihre Stimme
"Keiner von euch wird sich den Friesen in den Weg stellen, flieht in die Wälder, auch wenn es nur ein Volk von Räubern ist verstehen sie zu kämpfen und eine kleine Schar Bauern mit Knüppeln und Speeren sind kein Hindernis für sie.
Unsere einzige Chance besteht darin ein möglichst großes Heer auszuheben und sie mit schierer Masse zu besiegen."

"Was ist mit dem Dorf? Sie werden es niederbrennen, das Vieh töten und alles was Wert hat rauben!"

"Ja, das werden sie. Das Dorf bauen wir wieder auf, Vieh und Wertsachen kaufen wir neu.
Doch das geht nur wenn ihr noch lebt. Ihr seit das Herz des Dorfes ohne euch stibt es unwiderruflich.
Flieht also in die Wälder und kehrt wieder wenn die Friesen abgezogen sind.
Gemeinsam errichten wir unser Dorf aufs Neue.
Ich habe auf meiner Reise in dieses Land gesehen zu was dieses Pack fähig ist.
Glaubt mir es sind keine Menschen, es sind Tiere, wilde unbarmherzige Tiere.
Ulfrun suche die aus die mit uns ziehen.
Morgen, wenn die Sonne über den Renstadsnipan aufgestiegen ist werden wir aufbrechen."
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