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Der Ruf der grünen Insel 10.09.2010 17:31:52 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Mogemak stand an dem Bug eines Schiffes das langsam auf den Hafen der gälischen Burg zuhielt. Er fühlte sich an die Situation vor einigen Jahren, als er schon einmal so da stand erinnert. Nur diesmal gab es einige Unterschiede. Mogemak war inzwischen zu einem Draoi der Gälen ernannt worden und das Schiff auf dem er stand war ein gälisches. Was sich jedoch am meisten verändert hat ist die Tatsache, dass seine Liebste nicht auf der Insel auf ihn warten würde. Dies hatte sich für immer erledigt.
Die Reise zurück in die Heimat fühlte sich für Mogemak viel länger als der Weg zu den Römern an. Dies lag wahrscheinlich daran, dass er diesmal weder Alexandros, mit dem er Gespräche über Politik oder Philosophie führen konnte, noch seine Liebste June hatte, mit der er seine Liebe teilen konnte. Der einzige Trost und Beschäftigung auf der Reise war seine Tochter und seine neue Arbeit als Draoi gewesen. Die Reise hatte insgesamt fast drei Jahre gedauert und etwa die Hälfte davon war eine schwere Zeit für ihn gewesen.
Nun war er glücklich endlich wieder auf seiner geliebten Insel zu sein, denn schon einige Zeit quälte ihn weder das selbe rufende Gefühl das ihn schon in Karthago quälte. Es war der Ruf der Insel der nun wo er ihn endlich erhört hatte wieder nach lies. Er merkte plötzlich wie Meara, die junge Frau die sich um Amy kümmerte seitdem June fort war, sich mit Amy auf den Arm neben ihn stellte. Er schluckte schwer und wandte sich ihr zu.
Meara, ich möchte das du dich sobald wir angelegt und alles ausgeladen haben zusammen mit Amy auf den Weg zu meinem Dorf machst und dich gut um sie kümmerst. Ich werde noch ein wenig auf der Burg zu tun haben, doch ich werde so schnell wie möglich nach kommen.
Wie du möchtest. Aber sag, wo soll ich dann wohnen?
Sie sah ihn fragend an und er sie ein wenig überrascht.
Wo du wohnen sollst? In meinem Haus natürlich. Und auch nachdem ich wieder da bin wirst du weiterhin in meinem Haus wohnen. Du bist zur Zeit die einzige der ich Amy anvertrauen würde und du musst stets in ihrer Nähe sein.
Mogemak bemerkte das Glänzen in Mearas Augen nicht als er dies sagte. Sie nickte und machte sich gleich auf den Weg alles nötige zusammen zu packen.
Mogemak blickte nun wieder traurig in Richtung der Insel und als Meara und Amy wieder unter Deck hervor kamen war er bereits zur Burg aufgebrochen.
Meara machte sich mit Amy und den wichtigsten Sachen sogleich auf den Weg in das Dorf das dem Befehl von Mogemak unterstand. Wenige Tage später kam sie schließlich spät abends an und ein Schreiben das Mogemak ihr gab öffnete ihr sowohl die Pforte zu seinem Dorf als auch die zu seinem Haus. Das Haus war größer als die restlichen Häuser in dem Dorf und Meara war sehr beeindruckt. Sie sah sich das ganze Haus an, welches anscheinend leer stand, denn sie fand niemanden. Schließlich fand sie was sie suchte. Das Zimmer in dem Mogemak, und einst auch June, schliefen. Dort stand außerdem auch eine Wiege die wohl extra für Amy angefertigt wurde. Meara legte sie hinein und schaute sich das Zimmer genauer an. Es war eigentlich ein gewöhnliches Zimmer, nur etwas größer. Sie entschied sich zumindest für die Zeit in der Mogemak nicht da war hier zu schlafen. Sie hatte zwar schon andere, kleinere Zimmer gefunden die wahrscheinlich den Bediensteten gehörten, doch wollte sie hier schlafen um sich ihm, dem Mann den sie liebte der aber unerreichbar für sie war nahe zu fühlen. Da es schon spät war und sie sehr erschöpft entschied sie sich die Schlafstatt gleich einmal auszuprobieren. Sie legte ihr Kleid ab, lies es einfach auf den Boden fallen und schlüpfte völlig nackt unter die Leinendecke die auf dem Bett lag. Dort fühlte sie sich Mogemak gleich viel näher, obwohl sie sich wünschte er wäre hier und würde neben ihr liegen.
So verbrachte sie jede Nacht in dem Dorf, bis schließlich am Nachmittag des dritten Tages nach ihrer Ankunft Mogemak im Dorf ankam. Sie hatte in dieser Zeit einen Entschluss gefasst, war sich jedoch noch unsicher. Als sie jedoch sah wie traurig sein Gesicht nach der Ankunft in dem Dorf war, war ihre Unsicherheit weg und sie entschied sich ihren Entschluss diese Nacht noch in die Tat umzusetzen.
Mogemak hatte einiges an Arbeit auf der Burg zu erledigen. In dieser Zeit verschlechterte sich seine Laune sehr, denn er vermisste seine kleine Tochter. Als er schließlich fertig war brach er auf und ritt so schnell er konnte zu seinem Dorf. Dort kam er am Nachmittag an, seine schlechte Laune schwand, obwohl er nun durch die Erinnerungen an seine schöne Zeit mit June hier sehr traurig wurde und machte sich gleich daran das wichtigste zu erledigen. Als erstes besuchte er seine Eltern und seinen kleinen Bruder, welche nun schon einige Zeit in seinem Dorf lebten. Nachdem er einige Zeit bei ihnen verbracht hatte brach er gleich wieder auf um sich um den Grund zu kümmern wegen dem sein Dorf den Namen “clachan an iolair“ trug. Ganz in der Nähe war ein hoher Berg auf dem Adler brüten und die Bewohner des Dorfes haben sich unter der Anleitung von Mogemak daran gemacht immer wieder ein paar Eier zu stehlen, sie auszubrüten und die Tiere zu Jagd- und Kampfadler auszubilden. Außerdem züchteten sie mit den gezähmten Tieren. Mogemak wollte sich erkundigen wie es mit der Ausbildung und der Zucht voran ging und erfuhr, dass diese sehr gut funktionierte. Mogemak nahm sich vor sich schon bald ein eigenes Küken auszusuchen und es zu seinem persönlichen Tier groß zu ziehen.
Schließlich machte Mogemak sich an die für ihn schwerste und traurigste Arbeit. Er errichtete für June einen kleinen Gedenkstein in seinem Garten. Er meißelte in einer unfeierlichen Zeremonie persönlich ihren Namen hinein und spürte dabei seine Tränen wieder rollen.
Nachdem auch dies erledigt war fühlte er sich noch trauriger, doch er fühlte wie eine Last von seiner Seele viel.
In dieser Nacht schlief er das erste Mal seit fast zwei Jahren wieder ruhig und fest. Dennoch wachte er auf als ihn mitten in der Nacht weiche Lippen auf seine küssten, Finger zärtlich erst sein Gesicht, dann seine Halsseite und schließlich seine Brust streichelte und etwas zärtlich über sein Bein kratzte.
Er öffnete seine Augen nicht und genoss es einfach, denn er dachte im Halbschlaf das June wieder etwas Schönes mit ihm vor hätte. Doch dann wurde ihm wieder bewusst, dass June nie wieder so etwas mit ihm tun würde und er riss seine Augen auf. Was er dann sah erschreckte ihn. Es war Meara, die sich völlig nackt über seinen ebenfalls entblößten Körper beugte, eine Hand neben seinen Kopf gestützt und ihr eines Bein neben seinem. Neben ihm lag die Leinendecke mit der er seinen Körper eigentlich bedeckte und er merkte, dass das was so über sein Bein kratzte ihres war. Als sie schließlich merkte, dass er wach war beendete sie den Kuss, richtete sich leicht auf und hielt ihm den Mund mit ihrer Hand zu. Leise flüsterte sie
Bitte sag jetzt nichts. Ich habe gesehen wie traurig du bist und ich weiß auch warum, so ein Verlust ist schwer. Doch ich möchte dir helfen. Ich möchte dich trösten, die Lücke in deinem Leben füllen. Denn ich liebe dich. Ich liebe dich schon lange und will es dir endlich zeigen. Ich will mich mit dir vereinen, deiner Trauer ein Ende setzen.
Während sie sprach betrachtete Mogemak sie überrascht mit weit geöffneten Augen. Er ließ seinen Blick über ihren Körper schweifen. Er sah wie ihre weiche Haut und ihr rotes Haar, das so ganz anders als das von June war, im Mondlicht das durch das Fenster fiel glänzen. Er spürte seine Erregtheit, spürte wie er sie begehrte als sie sich wieder zu ihm hinunter beugte, ihren warmen Körper gegen seinen presste und ihn leidenschaftlich küsste. Er wollte ihren Kuss erwiedern, ihren Körper berühren und streicheln, sich leidenschaftlich mit ihr vereinen. Doch nicht aus Liebe. Sondern nur aus Lust und Verlangen und das er auch nur daran dachte dies zu tun schreckte ihn ab.
So sehr es ihm auch gefiel, er beendete den Kuss und drückte sie leicht von sich weg. Als er ihre Enttäuschung in ihren Augen sah begann er leise zu flüstern und weinte dabei leicht, seine ganze Trauer brach sich nun einen Weg.
Meara, es ehrt mich sehr, dass du so für mich empfindest, doch für mich ist es noch zu früh. Ich kann mich von meinen Gefühlen her noch nicht wieder binden, deshalb kann ich dir nicht ebenfalls sagen, dass ich dich liebe. Ich mag dich sehr, du bist mir eine gute Freundin und kümmerst dich sehr gut um Amy, doch ich weiß nicht ob ich dich überhaupt jemals lieben kann. Und weil du so eine gute Freundin bist und ich eventuell doch noch Gefühle für dich entwickeln werde will ich dich nicht als einfaches Objekt meiner Lust und Befriedigung benutzen. Deswegen kann ich dies nicht tun, bitte versteh das.
Er weinte weiter und spürte nun auch wie Tränen von ihr auf sein Gesicht und seine Brust tropfen. Er sah wie sie aufstand, ihr Kleid vom Boden auf hob und langsam zur Tür schritt. Dort drehte sie sich noch einmal mit tränenüberströmten Gesicht um.
Du sollst wissen, dass ich mich dir hingegeben hätte, egal aus welchen Gründen du nach mir verlangt hättest. Doch ich verstehe, dass du mich so nicht willst und ich respektiere dies. Für den Moment. Aber ich werde nicht aufgeben. Ich werde dir zeigen, dass ich es wert bin von dir geliebt zu werden und werde dir jeden Tag zu einem schönen Tag machen, bis du es einsiehst
Sie verließ sein Schlafgemach und er lag noch Stunden lang wach und dachte nach.
Meara hielt was sie versprach und versuchte ihm die nächsten Tage so schön wie möglich zu machen. Je mehr Tage vergingen, desto öfter schaffte sie es ihm ein Lächeln zu entlocken. Sie versuchte noch öfters ihn zu einer Nacht mit ihr zu überzeugen, doch noch schaffte er es ihr jedes Mal zu wiederstehen. Jedoch wurde es von Mal zu Mal schwieriger sich ihrem Werben und seinen Gefühlen die sich zu ihr entwickeln zu erwehren. Er wollte es nicht. Noch nicht. Es war für ihn noch zu früh sich erneut zu verlieben, auch wenn bereits an die zwei Jahre vergangen sind. Deswegen wehrte er sich auch weiter gegen seine Gefühle, auch als er sie schon deutlich spürte. Doch wusste er nicht, wie lange dies noch gut gehen könnte....
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Re:Der Ruf der grünen Insel 11.09.2010 12:04:53 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Mogemak schlief in dieser Nacht schlecht. Alte Erinnerungen plagten ihn in Form von Alpträumen und er warf sich auf seinem Bett hin und her, schrie und rief ständig Wörter und Namen
QUOTE: Es war ein schöner Tag gewesen. Mogemak hatte an diesem Tag das zwölfte Jahr seines Lebens vollendet und viele schöne Sachen erhalten. Unter anderem ein Amulett aus Holz, welches einen Adler mit weit ausgebreiteten Schwingen darstellt von seiner Mutter und sein Vater schenkte ihm einen Holzspeer, denn es wurde Zeit für ihn so wie jeder gälische Junge das Kämpfen zu lernen. Doch das schönste Geschenkt soll er noch erhalten, zumindest dachte er sich das. June, das Mädchen das er liebte und das er heiraten will hatte ihm gesagt, dass sie ihn diese Nacht zur Stunde an dem der Tag zum nächsten übergeht in dem kleinen Hain in der Nähe des Dorfes treffen soll.
So kam es, dass Mogemak eine halbe Stunde davor aufbrach um möglichst früh dort zu sein. Er ging immer schneller und voller Erwartung auf den Hain zu, doch dann passierte etwas unerwartetes.
Von den Hügeln im Osten kamen anscheinend Reiter. Jeder von ihnen trug eine Fackel und sie bewegten sich sehr schnell auf das Dorf zu. Er fragte sich was sie nur vor haben könnten, doch als die ersten ihre Fackeln auf die Holzhäuser warfen war es ihm klar. Es waren Plünderer! Mogemak stand noch kurz wie gelähmt da, doch dann fing er an zu rennen. Er rannte in das Dorf, wollte zu seinen Eltern und herausfinden ob es ihnen gut geht. Doch die Straßen zwischen den Häusern waren voll mit Menschen die panisch durch die Gegend liefen. So kam es, dass Mogemak öfters jemanden anrempelte oder er hin fiel. Einmal wurde er einfach von jemand anderes zu Boden gestoßen und schrammte sich das rechte Bein und beide Arme auf.
Als er aufstehen wollte sah er plötzlich ein Pferd vor sich stehen. Er bekam große Augen und Angst erfüllte seinen Körper. Er konnte sich nicht rühren, konnte nur das Pferd und den Mann darauf, der eine sehr dunkle Haut hatte betrachten.
Hm, ein ziemlich stattlicher Bursche. Den können wir sicher für viel Geld als Sklaven verkaufen
Als er dies hörte löste sich seine Starre und er begann so schnell wie es ging zu laufen. Der Mann lachte nur und ritt ihm hinterher. Er hatte ihn natürlich schnell eingeholt und schlug ihm mit seiner Keule in den Rücken. Während Mogemak versuchte sich wieder aufzurappeln stieg der Mann von seinem Pferd und ging langsam auf ihn zu. Er zog ein Seil hinter seinem Rücken hervor mit dem er Mogemak vermutlich fesseln wollte. Da Mogemak dies nicht einfach über sich ergehen lassen wollte sprang er auf und stürmte auf den Mann zu. Dieser konnte ihn jedoch einfach abfangen und festhalten. Mogemak strampelte und schlug um sich, doch der Mann verpasste ihm einfach einen Faustschlag in sein Gesicht. Sein Kopf fiel ihm auf die Brust und der Mann fesselte ihn.
Mogemak erwachte wieder als das Pferd mit ihm über den Rücken gelegt aus dem nun komplett brennenden Dorf hinaus ritt. Er lag so auf dem Pferd, dass er in Richtung des Hains in dem June wohl noch auf ihn wartete blicken konnte und sah erschrocken wie ein paar Männer auf eben diesen zu ritten. Er hatte eine riesige Angst um sie und rief immer wieder laut ihren Namen
JU.....
.....NE
Mit einem lauten Schrei erwachte er plötzlich und fuhr Schweiß gebadet auf. Er keuchte noch etwas und blickte sich dann in seinem Schlafgemach um. Mondlicht fiel durch sein Fenster und so konnte er alles erkennen. Er sah, dass Meara sich wieder hinein geschlichen hatte und nun friedlich schlafend neben ihm lag. Er hatte es ihr eigentlich verboten und war auch jedes Mal wenn sie es tat sehr wütend auf sie, auch wenn das nie lange anhielt. Doch dieses Mal war er glücklich sie bei sich zu haben, denn er brauchte jetzt jemanden den er in seine Arme schließen konnte. Er ließ sich also so vorsichtig wie möglich zurück auf sein Bett sinken, nahm sie in die Arme und drückte sie vorsichtig an sich um sie nicht zu wecken. Er spürte ihre warme Haut auf seiner und hörte ihren ruhigen und gleichmäßigen Atem. Er hielt sie noch lange so in seinen Armen, bis er schließlich wieder einschlief.
Am nächsten Morgen erwachte er schließlich noch lange vor ihr. Er stand vorsichtig auf und zog sich langsam an. Er ging hinaus in den Garten hinter dem Haus und kniete sich vor den kleinen Gedenkstein. Es war noch früh am Morgen, die Sonne war erst vor kurzem aufgegangen und lies durch den leichten Morgennebel den Tau glitzern. Mogemak sprach, obwohl er eigentlich kein sehr gläubiger Mensch ist, ein kurzes Gebet an seine Götter und bat sie sich im Jenseits gut um June zu kümmern. Eine einzelne Träne rollte über sein Gesicht und leise flüsterte er:
Ich vermisse dich so sehr.
Nachdem er noch einige Minuten dort kniete stand er schließlich auf und ging wieder in das Haus. Dort aß er erst mal etwas und schrieb noch ein paar Briefe.
Als er damit fertig war ging er schließlich wieder aus dem Haus hinaus und in Richtung des Hauses außerhalb des Dorfes in dem die Adler gezüchtet werden. Eine Woche zuvor waren einige Eier geschlüpft und gestern hat er die Nachricht erhalten, dass Mogemak sich nun einen aussuchen könnte.
Mogemak betrachtete die Küken, eines nach dem anderen. Sie sahen alle eigentlich sehr gleich aus, doch eines schien ihm etwas besonderes zu sein. Während alle anderen laut piepten und schrien, blieb dieses Küken ruhig und betrachtete einfach nur die Männer die es hochhoben, drehten und betrachteten. Er wusste genau, dies soll sein zukünftiger Kampfgefährte sein. Er teilte dies dem Zuchtleiter mit und dieser nickte zufrieden. Er sagte, dass die Ausbildung beginnen kann sobald die Vögel alt genug sind und das er Mogemak dann eine Nachricht zukommen lassen würde.
Mogemak kehrte zufrieden zu seinem Haus zurück und wollte den Rest des Tages erst mal nur mit seiner Tochter und somit auch Meara verbringen. Er näherte sich seinem Haus mit einem Lächeln und dachte sich, dass er morgen seine Pläne die er in dieser Nacht gefasst hat in die Tat umsetzen würde. Er will aufschreiben was damals in dem Zeitraum zwischen seiner Entführung und seiner Rückkehr in seine Heimat passiert ist. Heute jedoch will er sich ganz der Gegenwart und seiner Tochter widmen.
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Re:Der Ruf der grünen Insel 12.09.2010 16:08:10 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Mogemak saß schon den ganzen Tag über in seinem Arbeitszimmer und schrieb während Meara sich um Amy kümmerte. Er schrieb an der Geschichte seiner Entführung und war so weit, dass er sich nun auf dem Schiff der Sklavenhändler befand und sich in Richtung der gallischen Küste fuhren. Er schrieb es jedoch so auf als jemand der alles von außen beobachtete und nicht selbst Teil der Erlebnisse ist.
QUOTE: Mogemak saß im dunklen Bauch des hin und her schaukelnden Schiffes. Um ihn herum saßen noch andere Menschen. Jungen und Mädchen, Männer und Frauen. Einige waren aus seinem Dorf, einige nicht mal von der grünen Insel. Sie erhielten alle nur trockenes Brot und Wasser, aber dafür wurden sie einmal am Tag hinauf auf das Deck geführt und konnten sich ein wenig bewegen. Dies war jedoch kein großer Trost da sie kurz darauf wieder weggesperrt wurden.
Die Fahrt war sehr ruhig, bis auf ein Mal als sie in einen Sturm gerieten.
Einige Wochen später landeten sie schließlich an der gallischen Küste, wo sie...
Er wollte weiter schreiben, doch er konnte irgendwie nicht. Es war wie eine Blockade in seinem Hirn die verhinderte, dass er richtig denken konnte. Aber das war nicht das einzige was ihn beschäftigte. Er verspürte eine starke Unruhe und ein seltsames Verlangen woanders als auf der Insel zu sein. Er stand von seinem Schreibtisch auf und ging aus dem Zimmer hinaus. Er machte sich auf die Suche nach Meara und Amy. Als er sie fand, nahm er Amy an sich und sagte Meara, dass er einen kleinen Spaziergang machen würde.
Nachdem er das Haus verlassen hatte landete Shrak, sein Adler mit dem schwarzen Gefieder, auf seiner Schulter. Er war noch recht jung und klein, jedoch konnte er schon alleine fliegen und jagen. Amy, die Shrak schon gewöhnt war, griff kichern und glucksend nach seinen Krallen. Shrak, der dies ebenfalls gewöhnt war, ließ es über sich ergehen und machte nichts.
Mogemak spazierte lange durch das Dorf und als die Sonne dann langsam unterging saß er mit Amy und Shrak auf einem Hügel vor dem Dorf und sah sich den Sonnenuntergang an. Dort dachte er nach, bis er schließlich einen Entschluss fasste. Er wollte einmal noch den Süden sehen. Und er wollte etwas tun was er damals in Karthago gelernt hatte: Handeln.
Also machte er sich gleich wieder auf den Weg zu seinem Haus um dort wichtige Sachen zusammen zu packen. Er nahm sich fast das gesamte Silber das er gespart hat und einige Wertgegenstände mit denen er handeln könnte. Er überlegte kurz ob er auch den römischen Armreif den er einst seiner Frau schenkte mitnehmen sollte, entschied sich es zu tun, aber niemals mit ihm zu handeln. Als nächstes suchte er Kleidung für sich und Amy zusammen. Am Ende hatte er doch recht viel Gepäck, doch konnte er es noch alleine transportieren.
Er nahm sich Amy, die da es spät in der Nacht war schon schlief, schrieb eine Botschaft an Meara an der er ihr mitteilte, dass er für lange Zeit weg sein würde, sie aber dennoch in seinem Haus leben könnte und verließ das Haus. Dort stand sein bereits gesatteltes Pferd und auf dem Sattel hockte und schlief Shrak. Mogemak lächelte, belud sein Pferd mit einem Teil des Gepäcks, stieg dann auf und ritt los. Er wusste noch nicht genau was sein Ziel sein würde, doch er hatte schon eine ungefähre Vorstellung.
Als er dann einige Tage später im Hafen der Burg ankam hatte er einen Plan gefasst. Als erstes würde er zu den Galliern reisen. Anschließend zu den Ligurern um ihren Hafen zu benutzen von dem aus er dann nach Karthago reist. Sobald er dort alles geregelt hätte würde er entweder in seine Heimat zurück kehren oder sich noch ein weiteres Ziel suchen. Also bestieg er mit seiner Tochter Amy, seinem Adler Shrak und seinem Pferd das nächst beste Schiff das in Richtung Gallien fuhr und blickte gespannt in die Zukunft.
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Letzte Änderung: 2010/09/12 19:17 von Aleyah.
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Re:Der Ruf der grünen Insel 20.09.2010 15:25:35 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Mogemak ging gerade von Bord seines Schiffes und beobachtete anschließend wie seine Waren ausgeladen wurden als plötzlich ein neuer Bote auf ihn zugerannt kam. Er überreichte ihm eine Nachricht und Mogemak sie zu lesen.
Er fluchte, zerknüllte die Botschaft und warf sie auf den Boden. Anschließend befahl er dem Kapitän sich darum zu kümmern, dass die Waren ausgeladen und zu seinem Dorf gebracht werden. Anschließend holte er sofort sein Pferd, pfiff nach Shrak der auf seiner Schulter landete und stieg mit Amy auf dem Arm auf sein Pferd. Er ritt schnell in Richtung Burg und machte sich gleich auf den Weg die Organisation der Verteidigung der Insel. Es heißt eine feindliche Armee wäre nahe der piktischen Küste gesichtet worden und nun müsste eine Armee aufgestellt werden um die Insel zu verteidigen. Es gab ein paar erfahrenen Krieger die noch auf der Insel waren, doch die meisten waren unerfahrene Krieger und teilweise wurden noch neue angeworben.
Mogemak musste sich nun um die Auflistung und Einweisung der neuen Rekruten kümmern und er machte sich gleich an die Arbeit nachdem er auf der Burg angekommen war.
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