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THEMA: Re:Spuren im Sand
 
Sofia

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Re:Spuren im Sand      13.03.2011 00:15:23 --- 1 Jahr, 2 Monate her  
Er war gekommen. Sofias Herz schlug stark und laut in ihrer Brust und sie strahlte ihn an.

„Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich freue, dass du meiner Einladung gefolgt bist. Ich habe dir ein wunderschönes Zimmer herrichten lassen und es soll dir an nichts fehlen. Ich werde zwar ab und an in den Palast müssen, aber vieles kann ich auch von hier erledigen. Hast du ein Kamel? Oder ein Pferd? Dann könnten wir einen Ausflug machen.“

Endlich stoppte sie und ihre Wangen röteten sich, als ihr bewusst wurde, wie viel sie redete. Doch ihr Gast schenkte ihr ein hinreißendes Lächeln, so dass Sofia sich sofort wieder wohl fühlte.
Sofia führte ihn in sein Zimmer und sah mit stolz, dass er sich zufrieden umschaute. Es war nach ihren Zimmern das schönste im Haus und die kleine Ägypterin hatte extra Blumen und einen Korb mit frischem Obst hinstellen lassen.

Sie ließ ihn erst einmal alleine, doch später aßen sie zusammen und saßen bei einem süßen Wein bis spät in die Nacht zusammen und erzählten von ihren Leben. Es war erstaunlich, wie vertraut die beiden miteinander umgingen. Als ob sie sich bereits ewig kannten. Die junge Frau erzählte Maarten sogar von den wenigen Dingen, welche sie über ihre Eltern wusste. Nicht so wie sonst verschwieg Sofia, dass ihr Vater kein Ägypter war, sondern scherzte noch, dass es ja auch durchaus Möglich wäre, dass auch sie hellenische Wurzeln hätte. Er erzählte ihr entgegen, wie es kam, dass er zu dem friesischen Volk kam. Die beiden jungen Leute, redeten ernsthaft aber lachten auch sehr viel zusammen und Sofia fielen zwei kleine Grübchen nahe Maartens Mundwinkel auf, welche ihn etwas Schelmenhaftes verliehen.

Die Zeit verging wie im Flug und Sofia und Maarten kamen sich immer näher. Jede freie Minute, welche die Wesirin sich von ihren Verpflichtungen losreißen konnte, verbrachte sie mit ihrem Gast. Sofia zeigte ihm ihre Stadt und die Umgebung. Sie machten einen Ausflug ans Meer und badeten zusammen im Meer. Die beiden brachten sich auch gegenseitig ihre Sprachen bei und bald sprach Maarten fast perfekt ägyptisch und Sofia beherrschte ein wenig Friesisch und auch Griechisch. Es war erstaunlich wie sehr sich die beiden ergänzten, aber angesichts dieser Tatsache war es nicht erstaunlich, dass die beiden sich verliebten.

Sie lagen unter einem Feigenbaum in ihrem Garten. Die junge Frau auf dem Rücken und der Mann mit dem Kopf in ihre Richtung auf dem Bauch, als dieser auf einmal eine Hand auf ihre Wange legte und ihr Gesicht zu ihm drehte.

„Weiß du eigentlich, dass dir mein Herz gehört, meine kleine, süße Ägypterin?“

Sofia schaute ihn an und antwortete fast flüsternd.

„Ja das weiß ich schon lange und du weiß hoffentlich, dass es umgekehrt nicht anders ist?“

Es war die Wahrheit, dass wusste sie und als Maarten ihr als Antwort seine Lippen auf ihre legte, zersprang sie fast vor Glück. Beide waren sich sicher nie wieder ohne den anderen sein zu wollen und so informierte Sofia ihre Königin darüber, dass sie Maarten het Hellens von nun an ihren Mann nennen würde. Die beiden versäumten es natürlich nicht in verschiedenen Tempeln Opfergaben niederzulegen und sich dort den Segen für ihre Verbindung geben zu lassen.

Für die Bediensteten in Sofias Haushalt änderte sich nichts. Vor allem die alte Dela hatte es schon lange kommen sehen und so brachte sie mit einem angestellten Mädchen Maartens Sachen in Sofias Zimmer, während die Zwei zu den Tempeln gingen. Danach ließ sie ein herrliches Mahl anrichten, damit es wenigstens ein wenig feierlich war. Das verliebte Paar freute sic über die Geste und Sofia umarmte Dela mit einer Träne im Auge.
Als sie mit den Bediensteten gespeist hatten, nahm Maarten Sofias Hand und verabschiedete sich von allen. Hier und da grinste einer der Männer und die Mädchen tuschelten. Erst jetzt wurde Sofia wirklich bewusst was nun kommen würde. Ihr wurde ein wenig bang, wusste sie doch nicht was sie tun sollte. Doch es wurde wunderschön.

Als sie ihr Zimmer betraten, zog Maarten seine junge Gemahlin eng an sich und küsste sie leidenschaftlich. Noch auf dem Weg zu ihrer Schlafstätte entkleideten sich die beiden und dann legte er sie sanft nieder. Er liebkoste jeden Zentimeter ihres Körpers und Sofia fühlte ein Feuer in sich entflammen. Und dann schließlich liebten sich die beiden. Anfangs verspürte sie ein leichtes Ziehen, welches aber durch das wohlige Gefühl vertrieben wurde. Viel später schliefen die beiden, mit verschwitzten Körpern, Arm in Arm glücklich ein.




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Maarten het Helleens

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Re:Spuren im Sand      13.03.2011 16:23:16 --- 1 Jahr, 2 Monate her  
Maarten kam es vor, als wäre die Zeit nur so vor sich hin geflogen. Noch keine Zeit in seinem Leben hatte er so sehr genossen, wie die mit Sofia. Nun, da er die Sprache so gut beherrschte, faszinierte ihn Ägypten noch mehr als zuvor. Es erfüllte ihn mit Stolz, Sofia nun sein Weib nennen zu dürfen. Und noch kein Erlebnis in seinem Leben, hatte solche Glücksgefühle in ihm ausgelöst wie seine Verbindung mit Sofia und ihre anschließende erste Nacht.
Lächelnd wachte er neben ihr auf, hauchte ihr einen Kuss auf die zarten Lippen, huschte dann aus ihrer gemeinsamen Schlafstätte um das kleine Schmuckstück zu holen, welches er schon an seinem zweiten Tag in Alexandria von einem ausländischen Händler für sie erstanden hatte. Er hoffte inständig, dass ihr der kleine Anhänger aus Bernstein, einem Material das in Ägypten nicht zu finden war, gefallen würde.
Als er dann mit dem Schmuckstück wieder zu ihr schlüpfte, dachte er darüber nach, welch seltsame Wendungen das Leben doch für ihn vorgesehen hatte. Vor nicht allzu langer Zeit war er noch ein friesischer Krieger gewesen der sogar siegreiche Heere geführt hatte. Nun war er ein Ägyptischer Hatia, mit einem kleinen Dorf namens Ghazal und einem großen Stück Land namens Jiddah, das er verwaltete. Natürlich verwunderte es ihn auch, dass er, der er doch vor kurzem noch so frei und ungebunden war, nun zufrieden war mit Sofia an seiner Seite. Mit einem faszinierten und zufriedenen Grinsen und einem Leuchten in seinen dunklen Augen wandte er sich Sofia zu und strich ihr vorsichtig eine Strähne ihres glänzenden Haares aus dem zarten Gesicht. "Wach auf Liebste!", flüsterte er ihr dabei leise ins Ohr.
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Sofia

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Re:Spuren im Sand      16.03.2011 19:40:31 --- 1 Jahr, 2 Monate her  
Sofia erwachte mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Dieses Wort „Liebste“ es gab ihr so viel. Mit geschlossenen Augen formte die junge Frau einen Kussmund und ihr Mann reagierte so wie sie erhoffte. Ein langer, zärtlicher Kuss, voller Liebe. Dann öffnete Sofia die Augen und sah wie er ihr einen Anhänger hinhielt. Er war so schön. Ein ihr fremder bräunlicher Stein schmückte ihn. Die Ägypterin öffnete ihre Kette mit dem Anhänger ihrer Mutter und sah dann ein wenig bedrückt zu ihrem Maarten.

„Wäre es in Ordnung wenn ich beide Anhänger an der Kette trage? Es ist schließlich das Einzige was ich von meiner Mutter besitze.“


Er nickte ihr verliebt zu und legte ihr dann die Kette mit beiden Anhängern wieder an.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Viel Zeit ging ins Land. Die junge Wesirin ging ihrer Arbeit im Palast nach und Der junge Hatia, reiste hin und wieder zu seinen Ländereien um dort nach dem Rechten zu sehen. Doch jede Minute, welche sie nicht von ihren Verpflichtungen in Anspruch genommen wurden, verbrachten die Verliebten miteinander und ihre Liebe wuchs von Tag zu Tag.
Eines Tages ging es Sofia nach dem erwachen gar nicht gut. Maarten war sehr besorgt um seine kleine Ägypterin, welche die ganze Zeit in eine Schüssel spuckte. Aufgeregt rannte er aus ihrer beiden Zimmer und suchte Dela, um die Alte um Hilfe zu bitten. Als er mit der Frau zu Sofia zurück kam, fühlte diese ihre Stirn und lachte dann nur um trocken Kund zu tun.

„Da ward ihr aber ganz schön fleißig, mein Herr“

Maarten der nicht verstand, schaute sie verdattert an.

„Ich habe doch gar nichts gemacht? Als ich wach wurde war Sofia schon in diesem Zustand“

Dela lachte noch einmal auf und sagte dann Augen rollend:

„Männer. Dass sie in diesem Zustand schon war, steht außer Frage. Das ist sie schon etwas länger und wird es auch noch eine Zeit lang sein, auch wenn das Spucken vergehen wird. Doch unschuldig an dieser Situation seid ihr wahrlich nicht.“

Als Maarten sie immer noch fragend anschaute, fuhr diese fort.

„Herr, eure Frau bekommt ein Kind!“

Sofia, welche sich gerade wieder aufgerichtet hatte, schaute genauso ungläubig wie ihr Mann, doch dieser fing sich relativ schnell und eilte zu seiner Liebsten. Er küsste sie auf die Stirn und dann ihren Bauch.

Ein Kind. Sofia konnte es kaum glauben. Ihre Liebe trug Früchte und sie würde Mutter werden. Dieser Gedanke fühlte sich einfach nur schön an und eine Träne des Glücks entfloh ihrem Auge.




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Letzte Änderung: 2011/03/16 19:46 von Sofia.
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Maarten het Helleens

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Re:Spuren im Sand      25.03.2011 19:03:42 --- 1 Jahr, 1 Monat her  
Die Zeit, die auf die frohe Botschaft folgte, verging für das junge, liebende Paar wie im Flug. Beide hatten im Dienste des Volkes viel zu tun und die Zeit, die sie gemeinsam hatten genossen sie in vollen Zügen. Es war viel vorzubereiten für das atemberaubende Ereignis, dass den Beiden ins Haus stand.
Wo immer der junge Hatia auch hin ging, schwebte er wie auf Wolken, ständig mit mindestens der Hälfte seiner Gedanken bei seiner Frau und dem ungeborenen Kind.
Das Alles war unglaublich spannend und neu für den jungen Krieger. Bisher hatte er sich nie wirklich Gedanken um andere machen müssen er hatte lediglich sein Dorf und sein Stück Land verwalten müssen und in den Krieg ziehen müssen. Der Krieg war sein Geschäft gewesen.
Nun jedoch musste er bei allem was er tat daran denken, was für Folgen das wohl für Sofia hätte und vor allem für das nahende, kleine, menschliche Glück.
So viel Verantwortung die nun auf ihn zu kam, doch der Gedanke daran gefiel ihm sehr, auch wenn er es nicht wirklich begreifen konnte. Schließlich war es vorher ein einfaches und angenehmes Leben gewesen. Die Zukunft jedoch schien komplizierter zu werden, die erste Herausforderung nicht kämpferischer Art, der Maarten sich gegenüber sah.

Leider jedoch nahten dunkle Wolken am Himmel für die Familie...
Ein Krieg begann und Maarten wurde zum Heer berufen um das zu tun, was er als ehemaliger Friese nun mal am besten konnte. Kämpfen und Töten.
Schon vor den ersten Kämpfen, spürte er, dass etwas anders war als sonst. Vor all den Schlachten die er bisher begangen hatte, hatte es in ihm gekribbelt, er war immer in eine freudige Anspannung verfallen und hungrig darauf gewesen sich im Kampf zu beweisen und seinem Volk Ehre zu bringen.
Doch genau das war dieses Mal etwas anderes. Natürlich war er auch kampflustig, denn er wollte seinem neuen Volk seine Treue beweisen, doch trotzdem war er besorgt.
Besorgt um das Wohl seiner Liebsten, die nicht bei ihm war, besorgt wegen der Folgen, die dieser Krieg für sein neues Volk haben könnte und besorgt vor allem um die Zukunft seiner kleinen Familie. Wann immer er Zeit fand, durchdachte der junge Mann seine Gefühle, bis er in der letzten Nacht vor der ersten Schlacht zu einem Entschluss kam.
So erwachte er am Morgen des ersten Kampfes und fühlte sich nun stärker denn je. Denn, wenn er wollte, dass es seiner Familie in Zukunft gut ginge, musste er in diesem Kampf sein Bestes geben, den Feind besiegen und Acht geben, dass er selbst den Ausgang der Schlacht erlebte. Nun war es für ihn an der Zeit für seine Familie zu kämpfen, nicht mehr nur für sich selbst, sein Ego oder sein Volk. Kurz vor dem Angriff ließ er seine Gedanken noch einmal zu seiner Liebsten wandern, die sicher schon in den Vorbereitungen für die Geburt war.
Er lächelte kurz, entschlossen und grimmig und begab sich dann mit den anderen Ägyptern in den Kampf.
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Re:Spuren im Sand      28.03.2011 17:46:35 --- 1 Jahr, 1 Monat her  
Der Bauch zeichnete sich eindeutig unter ihrem Kleid ab. Sie gehörte nicht hier hin. Sie gehörte nach Hause in ihr Bett, mit einer Hebamme. Jeden Tag konnte es soweit sein und Sofia stand immer noch auf dem Schlachtfeld. Das phönizische Heer hatte sie überrannt. Viele gute Menschen waren gefallen oder verwundeten. Auch Sofia hatte einige Schürfwunden davon getragen, konnte sich aber noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie lagerten abseits des Schlachtfeldes und beratschlagten darüber wie es weiter gehen sollte.

Beide Hände auf dem Bauch liegend schweifte sie mit ihren Gedanken ab. Sie dachte an Maarten, welcher am anderen Ende des Reiches ebenfalls auf dem Schlachtfeld stand. Die junge Wesirin beschloss ihrem Liebsten eine Botschaft zu schreiben. Als sie die Runde der Krieger verabschiedete, holte Sofia ihre Schreibutensilien hervor und fing an zu schreiben.

QUOTE:
Mein Liebster,

soweit bist du weg, obwohl du hier hin gehörst. Ich brauche dich, jetzt noch mehr als je zuvor. Unser Kind wächst von Tag zu Tag in mir heran und nicht mehr lange es wird diese Welt betreten. Doch was ist das für eine Welt? Wohin ich die Tage auch schaute, sah ich nur Schmerz und Tod und wäre das nicht schon genug, weiß ich noch nicht einmal wie es dir ergeht. Jeden Tag erreichen uns andere Nachrichten aus dem Osten. Ach mein Krieger, wärst du doch hier, hier bei mir und deinem Kind, welches bestimmt schon da sein wird wenn du diese Zeilen liest.

Mein Herz ist bei dir, ich hoffe du weiß dies.
Mit unendlicher Liebe
Deine Sofia



Die junge Frau suchte einen Boten und schickte ihn los. Sie versprach ihm aber vorher, dass er reich belohnt werden würde wenn er schnell sein wird.




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Letzte Änderung: 2011/03/28 17:47 von Sofia.
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Re:Spuren im Sand      01.04.2011 00:51:04 --- 1 Jahr, 1 Monat her  
Maarten war erschöpft von den Kämpfen der letzten Tage. Er hatte nicht die alte Freude am töten empfunden. Doch lenkten ihn die Schlachten wenigstens von dem schrecklichen Gedanken ab, dass seiner Frau und womöglich sogar seinem ungeborenen Kind etwas geschehen könnte. Dieser Gedanke war es jedoch auch, der ihm die Freude am Kampf nahm. Der junge Hatia war so weit weg von seiner kleinen Familie und nicht in der Lage sie zu beschützen, so wie es seine Pflicht wäre. Es nagte an ihm, so wie nichts anderes je zuvor. Das erste Mal seit langem, zog der junge Mann seine eigene Entscheidung in Zweifel. Die Entscheidung folgsam zu sein und seinem neuen Volk zu dienen, statt daheim zu bleiben und seine Frau zu beschützen.
Umso mehr freute er sich, als ein Bote eines Abends seinen Namen ausrief und ihm eine Nachricht seiner Liebsten überbrachte. Mittlerweile war Maarten sogar schon in der Lage zu lesen und sogar zu schreiben, denn Sofia war ihm eine gute Lehrerin gewesen.
Er nahm den Brief, belohnte den Mann reichlich und begab sich in sein Zelt um die Zeilen seiner Liebsten sogleich zu verschlingen. Doch Wut und Trauer stiegen in ihm auf, als er ihre Zeilen las, sie hatte so sehr Recht, er gehörte an ihre Seite und nicht aufs Schlachtfeld fern seines neuen Zuhauses.
Zumindest ihre letzten Zeilen vermochten ein Lächeln auf sein Gesicht zu zaubern, und er machte sich sofort daran eine Antwort zu verfassen.

QUOTE:
Liebste Sofia,
Mittlerweile wünschte ich mir nichts mehr, als dass ich bei dir, bei euch geblieben wäre. Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen aus Sorge um dich und unser ungeborenes Glück. So gern wäre ich nun dort wo ich hingehöre um jeden niederzustrecken, der sich dir in böser Absicht nähert. Doch vertrau mir, auch dieser Krieg wird ein Ende finden und ich werde ihn ohne größere Schäden überstehen. So war es bisher in jedem Krieg in dem ich kämpfte und diesmal habe ich sogar einen Grund heil heimzukehren. Als ich von den Kämpfen in deiner Nähe erfuhr, wäre ich um ein Haar direkt auf mein Pferd gesprungen um zu dir zu reiten. Nur die Vernunft hielt mich hier.
Ich ersehne den Tag der Rückkehr zu meiner kleinen Ägypterin, die ich so sehr liebe und meinem ungeborenen Kind, das ich mindestens ebenso lieben werde.
In Liebe
Maarten


Schnell eilte Maarten wieder aus seinem Zelt und suchte den Boten auf, der ihm die Nachricht überbracht hatte. Er reichte ihm seinen Brief und versprach ihm ein kleines Vermögen für die Überbringung.
Danach begab er sich wieder in sein Zelt und betrank sich. Betrank sich um seine Zweifel und Sorgen zu vergessen, die ihm so neu waren.
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Re:Spuren im Sand      02.04.2011 10:41:17 --- 1 Jahr, 1 Monat her  
Die Geburt verlief leichter, als Sofia gedacht hatte Dela wusste genau was zu tun war, als Sofia zwei Tage nach ihrer Rückkehr nach Alexandria die erste Wehe bekommen hatte.
Nur 1 Stunde später legte die alte Frau Sofia ein kleines Bündel in den Arm.

"Meine Tochter!"

dachte die junge Frau voller Stolz, als sie von 2 großen Augen angeschaut wurde. Auf einmal wurde die kleine quengelig. Erschrocken schaute Sofia zu Dela, hatte sie was falsch gemacht?

"Die Kleine scheint Hunger zu haben, lege sie an, damit sie bekommt was sie braucht."

Vorsichtig schob Sofia ihr Gewand zur Seite, so dass ihre Brüste entblößt wurden und ließ die kleine beginnen zu saugen. Es klappte nicht auf Anhieb doch dann begann die kleine zufrieden zu schmatzen.
Als die Kleine fertig war, wollte Dela sie in die Wiege legen, doch Sofia meinte, dass sie ihre Tochter lieber bei sich hätte. So schliefen Mutter und Tochter nebeneinander ein.

Am nächsten Tag kam ein Bote zu dem Haus der jungen Wesirin. Es war Nachricht von Maarten. Er lebte.
Glücklicher als in diesem Moment war Sofia noch nie gewesen. Ihre Tochter lag Gesund und Munter neben ihr in ihrer Wiege und der Mann, welchen sie so sehr liebte, war am leben. Einzig und alleine seine Anwesenheit, hätte diesen Moment noch besser machen können.

Sie nahm sofort Papier und begann zu schreiben.

QUOTE:
Mein Liebster, mein Leben, mein Feld....

ab dem gestrigen Tag muss du meine Liebe teilen, doch glaube mir, in dem Moment in welchem du in die Augen deiner Tochter schauen wirst, wird dir dieses Opfer nicht wehtun. Ja mein Schatz, deine Tochter, unsere Tochter. Sie ist eine wahre Schönheit. Ich habe ihr den Namen Shirin Lillian gegeben und hoffe, dass du mit meiner Wahl einverstanden bist. Aber sie ist wirklich eine süße Lilie, weswegen es keinen besseren Namen geben kann.
Oh mein Liebster, komme so schnell du kannst nach Hause. Wir brauchen dich.

In Liebe
Sofia


Der Bote würde, alleine durch die Nachrichten zwischen den beiden wahrscheinlich reich werden, denn Sofia war noch großzügiger, wie bei der ersten Nachricht.




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Maarten het Helleens

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Re:Spuren im Sand      05.05.2011 18:59:35 --- 1 Jahr her  
Zu lang hatte der Krieg Maarten von seiner geliebten Frau und seinem Kind ferngehalten. Da er keine Nachricht mehr von ihr erhalten hatte, ging er davon aus, dass der Bote, den die Beiden für ihre Briefe genutzt hatten, wohl ein Opfer der Kämpfe geworden war. Und so war Maarten überglücklich, als die Kampfhandlungen eingestellt worden waren und er nun endlich zu seiner kleinen Familie zurückkehren konnte. Nächte lang hatte ihn die Sorge um Sofia wachgehalten, schließlich wusste er noch nicht einmal, ob ihre Niederkunft problemlos verlaufen war und ob die Frucht ihrer Liebe wohlbehalten die Welt betreten hatte. So preschte er an der Spitze des kleinen Heeres nach Alexandria hinein und verabschiedete sich von seinen Kampfgefährten. Die Gerüchte über den Umbruch in Ägypten hatte er zwar vernommen, doch so wirklich interessierte ihn die Politik nicht. Für ihn zählte am Abend seiner Heimkehr nur noch eines, seine Familie.
Freudestrahlend sprang der junge Mann vom Pferd als er vor dem Haus in dem er und seine Frau lebten ankam. Auf seinem Weg zur Tür, drückte er im vorbeigehen einem der Angestellten die Zügel seines Pferdes in die Hand, wohlwissend, dass dieser schon wüsste, was er zu tun habe.
Vor der Tür angekommen, richtete er noch einmal schnell seine Kleidung, denn seine Liebste sollte nicht sofort erschrecken, bei seinem doch etwas ungepflegten Anblick. Laut klopfte er an die Tür um sich anzukündigen.
Lächelnd öffnete ihm Dela die Tür und ließ durch einen lauten Ausruf, "Der junge Herr ist zurück!" alle im Haus wissen, wer zum frühen Abend noch störte.
Sanft schob Maarten sie zur Seite, schenkte ihr ein warmes Lächeln und dann einen fragenden Blick, den die alte Dame richtig deutete. Sie nickte schmunzelnd in Richtung des Schlafzimmers.
Maarten machte sich sofort auf den Weg dorthin und achtete dabei auf all die kleinen Veränderungen die sich hier getan hatten, während er abwesend war. Selbstverständlich bemühte er sich dabei leise zu sein, denn wenn sein Kind schon schlafen sollte, so wollte er es nicht wecken.
Vor der Tür angekommen hielt er kurz inne und holte tief Luft. Er wusste nicht, was ihn erwarten würde nach so langer Abwesenheit und er hatte auch sein Kind noch nie gesehen. Vor Aufregung drohte sein Herz beinahe zu zerspringen und so schob er den Moment, nach dem er sich eigentlich schon so lange sehnte, noch etwas auf und ging weiter um sich zu reinigen, zu rasieren und frische Kleider anzuziehen.
Endlich war es soweit. In diesem Zustand konnte er seiner Frau und dem kleinen Kind unter die Augen treten. Außerdem fiel ihm nichts anderes ein, was eine weitere Verzögerung gerechtfertigt hätte.
Leise öffnete er die Tür zu ihrem gemeinsamen Schlafgemach, sofern man es denn noch so nennen konnte, so wenig Zeit wie sie bisher gemeinsam darin verbracht hatten. Ihr Duft lag in der Luft und er war ihm trotz der langen Zeit die sie getrennt waren noch sehr vertraut. Seine geliebte Frau lag auf ihrem Lager und er genoss den gewohnten Klang ihres ruhigen Atmens im Schlaf. Doch noch etwas anderes im Raum zog seine Aufmerksamkeit auf sich. Er ging zu der Wiege die sie gemeinsam, noch vor dem Krieg, hatten erstellen lassen und schaute mit einem strahlenden Lächeln herein. Was er dort erblickte raubte ihm den Atem, die Umrisse seines ersten Kindes. Nach kurzem Überlegen beschloss er etwas Licht im Zimmer zu machen, um es genauer betrachten zu können.
Es war ein wunderschönes Kind, ein gesundes kleines Mädchen, das die Augen seiner Mutter hatte.
Noch nie in seinem Leben hatte Maarten solche Freude und solchen Stolz verspürt. Dies war also das Ergebnis der Liebe zwischen seiner tollpatschigen Ägypterin und ihm. Vorsichtig nahm er die Kleine aus ihrer Wiege und wiegte sie sanft in seinen Armen. Die Kleine schwieg und schien zufrieden zu lächeln, als wüsste sie, dass sie nun endlich in den liebenden Armen ihres Vaters war.
Dieser gab ihr einen liebevoll gehauchten Kuss auf die Stirn und legte sie langsam wieder in ihre Wiege, wo er sie behutsam zudeckte. Der junge Mann fragte sich, welchen Namen Sofia wohl für sie ausgesucht hatte, doch er war sich sicher, dass sie schon eine gute Wahl getroffen hatte.
Dann wandte er sich um, um seine Liebste im Schein des schwachen Lichts zu betrachten. Sie wirkte, anders als ihre Tochter, nicht so zufrieden und er sah um ihre Augen herum, dass sie viel geweint haben musste. Es tat ihm in der Seele weh, zu wissen, dass sein geliebtes Eheweib gelitten hatte.
Leise entkleidete Maarten sich und legte sich vorsichtig neben die Frau die er liebte. Dann strich er ihr liebevoll mit einer zarten Bewegung über die Schläfe und gab auch ihr einen zarten Kuss auf die Stirn.
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Re:Spuren im Sand      15.05.2011 20:02:04 --- 1 Jahr her  
Sofia spürte auf einmal etwas warmes neben ihr. Vorsichtig öffnete sie die Augen. Er war zurück. Ihr Mann, ihr Liebster, ihr Leben.

Ein leiser erfreuter Aufschrei. Dann schlang sie die Arme um seinen Hals und vergrub ihr Gesicht an seiner starken Schulter. Hemmungslos fing sie an zu schluchzen. Vor Freude, vor Erleichterung. Alle Last der letzten Monate fiel von ihr herab. Er lebte, er war zurück

"Maarten, mein Schatz, bist du es wirklich oder räume ich nur?"

Vorsichtig strich sie ihm über die Wange. Sie konnte es nicht glauben, denn zu oft war sie aus Träumen wie diesen erwacht. War es jetzt real oder spielte ihre Fantasie ihr wieder einmal einen Streich. Sollten die Beiden nun endlich glücklich sein dürfen.




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Re:Spuren im Sand      07.06.2011 18:47:59 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Während Sofia begann zu schluchzen, schlang Maarten seine Arme fest um sie und zog sie an sich heran.
"Ja Liebste, ich bin es wirklich.", flüsterte er ihr ins Ohr.
Um ihr zu zeigen, dass dies kein Traum war, beugte er seinen Kopf etwas herab, küsste sie auf ihre Lippen und biss sie zärtlich. Der bittersüße Schmerz sollte ihr zeigen, dass sie wach und in der Realität war.
All die Sorgen und Ängste, die ihn in der letzten Zeit so sehr geplagt hatten fielen von ihm ab, nun da er endlich wieder bei seiner Familie war. Er hielt seine junge Frau zufrieden im Arm und lächelte sie dabei verträumt an.
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