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THEMA: Re:Frühlingserwachen
 
Aleyah

Sarmaten
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Re:Frühlingserwachen      30.04.2011 20:14:32 --- 1 Jahr her  
Langsam nippte Lyssandra an ihrem Becher. "Klar, wehrlos. Beute eben." Sie grinste über das ganze Gesicht, selbst ihre Augen schienen belustigt zu glitzern. "Meine hübsche Tarja, ich glaube kaum, dass meine Schönheit oder mein Geruch dich um den Verstand bringen. Das dürfte wohl eher am Kumys liegen, dem du so gut zugesprochen hast. Er lässt dich Dinge glauben oder sehen, die dir auf dem Schlachtfeld, wenn ich mit gezogenem Schwert vor dir stehe, niemals einfallen würden."

Unvermittelt verschwanden die Lachfältchen um Lyssandras Augen, die Lippen zogen sich zu einer schmalen Linie zusammen. Ihre Stimme klang unvermittelt hart, fast feindselig. "Ich schätze, du bist dir deiner Situation nicht bewusst, Tarja. Ja, du sitzt hier in einer warmen Jurte, hast nicht nur genug, sondern auch gut gegessen. Gelegentlich - das bin ich durchaus bereit zuzugeben - bereitet mir unser größtenteils belangloses Geplauder Vergnügen. Ich will auch nicht leugnen, dass dein Körper mein Wohlgefallen findet. Aber," und nun schwang Eiseskälte im Tonfall der Sarmatin mit, "du bist eine Gefangene. Meine Gefangene, wenn du so willst. Ich muss nicht mit dir kämpfen, ich kann mit dir tatsächlich einfach das machen, wonach mir gerade der Sinn steht. Und solange ich dich nicht frei lasse, muss ich mich für nichts rechtfertigen, vor niemandem. Wenn ich dir mehr Essen gebe, ist das meine Entscheidung. Wenn ich dich den sarmatischen Kriegern zur Belustigung überlasse, es ist meine Entscheidung. Du hast keinen Einfluss darauf, weder mit einem Kampf noch mit deinem Körper. Und auch wenn ich dich anständig behandle - zumindest denke ich, dass ich das bisher getan habe - vergesse ich keinen Augenblick, dass du zu einem Volk gehört, dass mit den Sarmaten verfeindet ist."
Lyssandra leerte ihren Becher und überlegte, ob sie Tarja den Krug nicht besser wegnehmen sollte, bevor der Kumys ihr den Verstandvöllig vernebelte. Sie ertappte sich bei dem Gedanken die Wachen zu rufen und Tarja wegbringen zu lassen, zog es dann aber erstmal vor den Becher wieder zu füllen.
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Tarja Sextus

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Re:Frühlingserwachen      30.04.2011 22:54:23 --- 1 Jahr her  
Alkohol wirkte bei Tarja nicht wie bei den meisten Menschen schleichend in mehreren verschiedenen Stadien, nein. Sie war entweder beschwingt oder, nach einem Becher zu viel, eingeschlafen. Also ließ sie den nächsten Becher wieder sinken, nicht nur weil ihr gegenüber plötzlich so kalt wurde. Die Eiseskälte blies ihr förmlich ins Gesicht und jedes noch so feine Härchen stellte sich an Tarja auf.

Dennoch hatte diese Person wohl recht. Ihre Sinne waren benebelt und sie saß hier da und wollte sich dieser Frau anbieten. Das letzte Mal als sie solche Gedanken hegte war sie mit Senatorin Helena im römischen Senat gewesen, aber da hatte sie kein Getränk benebelt und ihre Gedanken blieben unausgesprochen.

Tarjas Augen klappten immer wieder zu und brannten mittlerweile. Sie blies erneut Luft unter ihren Pony und schloß ihre Augen. Ihr wurde schwindelig und sie gab dem Gefühl nach. Sie öffnete ihre Augen erst als der Schwindelanfall vorbei war. Sie kannte dies und fühlte sich danach stets besser.

"Vielen Dank für Speis und Trank." kam es trocken über Tarjas Lippen und ihre Miene fror ebenso ein. Ein Kichern gluggste dann aber aus ihrer Kehle als sie sich vorstellte, aufzuschnellen ihr ins Gesicht zu treten und davon zu laufen. Was für eine wahnsinnig belustigende und gleichzeitig dämliche Idee. Diese blöde Kicherei wollte gar nicht aufhören, so sehr sich Tarja auch bemühte. In diesem Gigger-Anfall kippte sie schließlich nach vorn und rang nach Fassung. Es kostete sie Kraft ihr Gesicht aus den Fellen zu befreien. Sie schnappte nach Luft und giggerte weiter. Ihre nach 4, 5 oder 6 Bechern Kumys volle Blase begann sich langsam zu entleeren und Tarja trieb es Tränen in die Augen. Sie schluchzte giggernd.
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Aleyah

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Re:Frühlingserwachen      04.05.2011 19:30:05 --- 1 Jahr her  
Tief zog Lyssandra die Luft ein angesichts der Szene, die sich direkt vor ihr abspielte. Als ihr klar wurde, dass Tarja die Kontrolle über ihren Körper verloren hatte, stand sie wortlos auf. Sie ging nach hinten, wühlte kurz durch ihr Gepäck, nickte dann zufrieden angesichts der Tatsache, dass sich tatsächlich, wie sie vermutet hatte, nur einige Kleidungsstücke darin befanden. Anschließend zog ihr Schwert aus den Fellen hervor, kehrte sie noch einmal ans Feuer zurück, nahm sich ihren Krug und schaute naserümpfend zu Tarja herunter.

"Ich denke, du solltest besser deinen Rausch ausschlafen. Vielleicht fällt dir dann das eine oder andere, was man in fremden Heimstätten tun oder lassen sollte, wieder ein. Keine Sorge, niemand wird dich hier stören. Ach ja, falls dein vernebeltes Hirn auf dumme Gedanken kommen sollte - mach dir keine Hoffnungen, eine Waffe oder etwas ähnliches wirst du in dieser Jurte nicht finden."

Ohne einen Gruß ging Lyssandra hinaus. Draußen konnte man sie noch kurz mit den Wachen diskutieren hören, dann war Stille.
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Tarja Sextus

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Re:Frühlingserwachen      05.05.2011 23:45:27 --- 1 Jahr her  
In ihrer Laache blieb Tarja schluchzend liegen. Ihr war es hochgradig peinlich. Die Worte Lyssandras hörte sie nicht mehr. Um Fassung bemüht drehte sie sich endlich zur Seite. Durch die Nässe auf Ihrer Haut begann sie zu frieren. Kräftezehrend stand sie auf und räumte die benässten Felle bei Seite. Darunter befand sich der noch kalte Steppenboden.

Tarja streifte den von Lyssandra gereichten Leibrock über. Tarjas Augen spielten ihr ab und zu einen Streich, denn sie schauten immer mal in verschiedene Richtungen, so dass ihr schwindlich wurde und sie ihre Augen schloß, bis es wieder vorbei war. Ihre Erziehung gebot es Tarja den entstandenen Schaden zu bereinigen und auf milde zu hoffen. Mit der Arbeit kehrten Tarjas Lebensgeister auch allmählig zu klarem Verstand zurück.

Tarjas Neugier aber trieb sie dazu Lyssandras Gepäck zu durchsuchen. Vielleicht ein Messer oder irgendetwas, was später hilfreich wäre. Aber nichts dergleichen fand sich darin. Dafür aber fanden sich reichlich faszinierende Kleidungsstücke. Sie erwartete, dass Lyssandra wo anders einkehrt und sie ihren Rausch ausschlafen lassen würde. Tarja hatte keine Ahnung wie viel Zeit inzwischen vergangen war. Deshalb beschloss sie die Sachen anzuprobieren. Sie würde sie wieder verstaut haben wenn sie zurückkehrt.

Also zog sie den Leibrock wieder aus und zog eine eigentlich viel zu enge Lederhose an. Ein tailliertes Oberteil, was sich sehr weich anfühlte, wollte ebenfalls probiert werden. Es formte ihre Proportionen hübsch zurrecht. Ein Rock und ein weites Oberteil komplettierte sie. Sie streifte in der Jurte ein wenig umher und schaute sich an. Sie erkannte seit Wochen zum ersten Mal wieder, dass sie auch eine Frau und nicht nur eine gefangene Kriegerin war.

Es erzeugte in ihr ein merkwürdiges Gefühl in dieser bizarren Situation. Dann hörte sie plötzlich draussen Geräusche und Schritte. Augenblicklich schlug Tarjas Herz bis zum Hals und sie blieb wie versteinert mitten in der Jurte stehen.
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Re:Frühlingserwachen      09.05.2011 18:01:01 --- 1 Jahr her  
Die zwei Sarmatenkrieger, die zu Lyssandras Jurte gekommen waren, wechselten einige Worte mit der Wache. Sie hörten aufmerksam zu, als man ihnen erklärte, wer in der Jurte war und worauf sie zu achten hatten. Die beiden bisherigen Wachposten vergaßen auch nicht die Ablösung darauf hinzuweisen, dass Lyssandra es ausdrücklich untersagt hatte, in die Jurte zu gehen und sich an der gefangenen Fenni darin zu vergreifen. Die beiden Sarmatenkrieger nickten, und die bisherige Wache begab sich zu ihren Schlafstellen; froh darüber, dass sie nicht die ganze kalte Nacht vor der Jurte ausharren musste.
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Tarja Sextus

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Re:Frühlingserwachen      09.05.2011 23:06:41 --- 1 Jahr her  
Als draußen wieder Ruhe einkehrte, kehrte auch dei Ruhr zu Tarja zurück. Schnell streifte sie die Sachen wieder ab und räumte die Sachen auf. Sie zog wieder den Leibrock an, den ihr Lyssandra gegeben hatte. Mit müden Augen drehte sie die noch nassen Felle in Richtung der Feuerglut, damit diese besser trockneten.

Über ihre Situation hier nachdenkend schlief sie ein. Aber nur ein merkwürdiger Traum füllte schließlich ihre Gedanken.

"... Tarja ritt über die Weite Steppe. Sie ritt in hoher Geschwindigkeit, so schnell sie ihre Stute Cassiopeia tragen konnte. Wo kam Cassiopeia her? Sie war doch schon 2 Jahre tot. Ihr kam dieser Traum real vor. Dann sah sie einen Reiter in der Ferne und sie hielt auf ihn zu, so so sehr sie Cassiopeia bemühte schneller zu laufen, desto schneller entfernte sich der Reiter und war plötzlich weg. Dann tauchte wieder einmal nach sehr langer Zeit Vukasin auf. Wie aus dem nichts kam er an und schlug sie vom Pferd. Die Szene wiederholte sich mehr als nur ein mal. Dann stieg er von seinem Pferd ab und trat auf ihre Brust. Er lachte schallend. Dann riss er sich sein Gesicht ab und darunter war das von Caius Flavius. Senatorin Sextus, sagte dieser, Ihr werdet des Hochverrates für schuldig befunden. Das Urteil lautet: Kreuzigung. Wieder lachte er schallend. Dann umgab alles ein dicker dichter Rauch und Tarja glaubte ersticken zu müssen ..."

Als sie ihre Augen aufschlug brannten sie, genau wie ihre Lunge bei jedem Atemzug. Sie musste husten und rang nach Luft. Ein Fell lag im Feuer und der Qualm füllt langsam die Jurte. Sie versuchte zum Ausgang zu kriechen.
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Artreju

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Re:Frühlingserwachen      12.05.2011 00:33:18 --- 1 Jahr her  
Artreju wurde langsam Unruhig noch immer war von Tarja keine Spur zu Finden, ohne Wissens von Dardanos musste nun was getan werden und so beschloss Artreju unter Führung von Kahiel seinem ersten Leibgardisten nach Tarja zu suchen, sie wahr wichtig in dem Volk denn man hatte ihr einiges Wissen anvertraut sollte dieses nach aussen gelangen würden sich wohl einige Völker freuen daher musste diese Aktion leise und schnell von statten gehen und gerade Kahiel war ein ausgezeichneter Schleicher in dieser Art , Geschickt im Umgang mit seinem Speer und noch Geschickter im Umgang im Spurenlesen , Der Auftrag seines Anführers und auch seines Freundes war ihm Heilig diese Ehemalige Römerin zu Finden die einen so hohen Rang bekleidete im Namen der Fenni und langsam schlich sich eine Kleine Gruppe aus dem Lager der Fenni , sie Bewegten sich wie Schatten , Schienen Lautlos zu sein nur wenn man ihnen begegnen würde würde man Spüren wie Geschickt sie Wahren , Kahiel und Artreju hatten lange auf diese Kommando hingearbeitet und nun musste es sich beweisen .


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Re:Frühlingserwachen      12.05.2011 19:43:33 --- 1 Jahr her  
"Duhuuuuu ...."
"Jaaaa?"
Fragend schaute der eine Wachposten den anderen an und richtete seinen Blick auf den Jurteneingang, auf den der letztere zeigte. Dünne Rauchschwaden bahnten sich einen Weg in die klare, kühle Nachtluft.
"Oh."
"Meinst du nicht, wir sollten mal nachsehen?"
"Auf gar keinen Fall! Das rote Biest hat gesagt, wir dürfen nicht reingehen - und mal ehrlich, hast du Lust dir das Gemecker von der morgen früh anzuhören, weil wir ihren Befehl missachtet haben?"
"Du hast ja Recht, aber ..." Zögerlich klang die Stimme, unsicher. "Aber was, wenn es da drinnen brennt? Was ist, wenn der Gefangenen etwas passiert? Dann wird uns das Biest auch quer an der Gurgel hängen."
"Na vielleicht war sie einfach zu blöd das Feuer richtig zu löschen, und nun qualmt es eben noch ein bisschen."
"Ein bisschen?"
Zweifelnd schaute der Wachposten auf den weiterhin aus der Jurte wabernden Rauch. Sein Freund seufzte, dann hallte ein "ha, ich hab's" durch die Nacht. "Warte hier, ich bin gleich wieder da."

Nur kurze Zeit später kam der Wachposten zurück, begleitet von mehreren weiteren Kriegern. Alle hatten sie Eimer, randvoll mit kaltem Wasser, in der Hand. Der Sarmate grinste. "Mach mal den Jurteneingang auf." Sein Freund starrte ihn an, dann zog auch über sein Gesicht ein breites Grinsen. Vorsichtig schob er mit der Speerspitze den Filz zur Seite, hielt sich in ausreichender Entfernung. Husten war zu hören. Die Fenni darin schien nicht mehr viel Luft zum Atmen zu haben.

PLATSCH!!!

Mit großem Schwung ergoss sich der eiskalte Inhalt des Wassereimers in den Jurteneingang, gefolgt von weiteren Eimern und begleitet von fröhlichem Gejohle. "Also wenn es gebrannt hat, dann dürfte das Feuer gelöscht sein, meinst du nicht auch? Und die Rothaarige kann uns mal, wir waren nicht in der Jurte!"
Zufrieden grinsend wurde der Jurteneingang wieder verhangen und beide Sarmaten nahmen wieder ihren Wachdienst auf.
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Letzte Änderung: 2011/05/12 19:44 von Aleyah.
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Tarja Sextus

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Re:Frühlingserwachen      19.05.2011 22:50:37 --- 12 Monate her  
Äußerst unsanft wurde die benebelte Kriegerin zurück in die Wirklichkeit geholt. Hustend rollte sie sich auf ein etwas trockneres Stück. Sie fror am ganzen Leib und versuchte sich mit einem anderen Fell zuzudecken. Es war ein volluriniertes und etwas feucht, aber besser als völlig durchnässt auf dem kalten Boden. Der Geruch wurde ohnehin von dem beißigen Rauch übertüncht.

Sie war wahnsinnig erschöpft. Sie fühlte ihre Wangen glühen, jedes Körperteil schmerzen und schlief zusammengekauert wieder ein.

Es war ein tiefer, nicht erholsamer, traumloser Schlaf ...
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