Antique Empire Forum
Willkommen, Gast
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?
Re:Der Weg nach..... Ja wohin eigentlich?! (1 Leser) (1) Gast
Zum Ende gehen Neues Thema Beliebt: 6
THEMA: Re:Der Weg nach..... Ja wohin eigentlich?!
 
Tertia Patricia Ova

Römer
Beiträge: 738
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Der Weg nach..... Ja wohin eigentlich?!      23.06.2011 12:38:22 --- 11 Monate her  
"... dass, ohne Euch beleidigen zu wollen..." diktierte Tertius mit ernster Miene seinem Schreiber (der angeblich "Drugor" oder so ähnlich hieß und nie ein Wort gesagt hatte, seit einer seiner Vorbesitzer seine Zunge herausreißen hat lassen, aber exzellent im Schreiben war), während er sich von einer schlanken Sklavin nach dem Bad mit Öl einreiben und ankleiden ließ. "... muss ich mitteilen, dass ich unmöglich mein Siegel unter diesen Kaufvertrag setzen kann. Euer Wein schmeckt, gelinde gesagt, wie Katzenpisse mit einem Aroma von Kamelfladen. Gez. T.P.O., Ehren und Würden und so weiter, du kennst das ja." sagte er zu Drugor und betrachtete sich, fertig angekleidet, im polierten Silberspiegel.

"Drugor!" Der Sklave sah auf. "Setze mein Siegel darauf und lasse es zu... Nein, vergiss es, du bist dafür wohl nicht der Richtige..." unterbrach sich Tertius, sich der fehlenden Zunge des Mannes gewahr werdend. Er nahm den Brief an sich, überflog ihn noch einmal (kein einziger Fehler, wie Tertius auffiel), rollte das Blatt vorsichtig zusammen und setzte sein Siegel in das verschließende Wachs. "Drugor!" Der Sklave sah auf. "Geh in die Küche und nimm dir zu essen, was du willst. Mach der Küchentante irgendwie klar, dass ich dich geschickt habe. Sie wird dir mit ihrem Hackbeil sonst noch ganz andere Teile abschneiden, als deine Zunge" sagte Tertius grinsend. Der Sklave sah nicht erfreut aus, aber das tat er nie. Er war auch ein Sklave. Was interessierte es Tertius...

Er ließ sich, nachdem der Zungenlose gegangen war, seine Senfte bringen. Die Sonne war schon fast unter den Rand der Welt gesunken, Tertius war spät dran. Er hoffte, dass er nicht allzuviele Speisen verpasst hatte. Tertius hatte extra den ganzen Tag noch nichts getrunken, mit ausnahme eines kleines Gläschen Weins zum Frühstück und eins zu Mittag, doch das war nicht nennenswert. Er wollte sich erst mit den Gästen unterhalten und dann erst besinnungslos daliegen.

Er ließ sein Geschenk, ein neumodisches Importgut aus dem Osten, eine Pfeife, mit der man nicht pfiff, sondern rauchte. Es war prunkvoll ausgestattet, komplett vergoldet, dazu von Edelsteinen fast schon bis zur Hässlichkeit entstellt, mit rotem Samt an der unteren Hälfte eingefasst, dazu drei Schläuche und genug mit Apfel, Minze und Orangen versetzten, feuchten Tabak, um damit halb Rom zu versorgen. Auch eine Amphore seines besten Weines hatte er mit einpacken lassen, ein edler, alter Tropfen. Er hatte dies alles in einer großen Kiste verstauen lassen, die selbst auch wieder reich verziert und sogar verschließbar war. Der Schlüssel war in einem von außen erreichbaren Geheimfach im Unterboden versteckt.

Tertius setzte sich in seine bequeme Senfte, während sein Majordomus die Kiste vorsichtig auf die Rückseite der Senfte hieven ließ und ein grünes, aus dicker Seide gewobenes Tuch darüber legte, damit der Pöbel auf den Straßen der Urbs sie nicht sehen würden. Vier Sklaven hoben die Senfte an, ein Fünfter hielt, unüblicherweise, hinten mit an, da die Kiste so schwer war. Gemächlich trugen sie ihn in Richtung des Anwesens (hätte Tertius getrunken gehabt, wären wahrscheinlich alle fünf wegen Unfähigkeit sofort ausgepeitscht worden, aber nüchtern störte ihn die mindere Geschwindigkeit niicht) während ein Bote, dem Tertius zuvor den Brief an den Weinhändler, der Katzenpisse verkaufte, gegeben hatte, den halben Weg mitritt, sich dann am Forum mit einem Nicken verabschiedete, nach Osten abritt, in Richtung des Stadttors und seines Ziels.

Als Tertius an seinem Ziel angekommen war, war er durchaus beeindruckt. Sein eigenes Anwesen, vor allem das in Capua, aber auch sein Domus in Rom, waren selbst nicht die kleinsten. Doch dies hier stellte beides in den Schatten. Er fragte sich, woher das Geld wohl stammen mochte für einen derartigen Palast... Er wurde eingelassen und von einer ansehnlichen Sklavin ins Triclinium geführt und verneigte sich vor der auf Klinen liegend versammelten Runde, alles die höchsten und angesehendsten Männer Roms. Freund wie Feind.

"Salvete, meine Guten! Entschuldigt die Verspätung" verkündete er, während seine Sklaven die Kiste neben ihm abstellten. "Hier ein kleines Geschenk, nichts großartiges. Wenn ich Euer Domizil betrachte, denke ich, wird es gut hineinpassen, und was sonst kann man jemandem schenken, der sonst schon so viel zu haben scheint..." merkte Tertius an. Er wies auf die Kiste neben sich. "Der Schlüssel ist versteckt - ein kleines Spielchen, damit es nicht so langweilig ist..." grinste Tertius Appius an und ging zu einer freien Kline gegenüber des Gastgebers und des Prätor Maximus, vor dem sich Tertius leicht verneigte, und nahm darin Platz. Eine Sklavin, wieder hübsch, doch eine blonde und nicht die, die ihn hineingeführt hatte, brachte ihm einen Becher Wein, worüber Tertius sich sehr freute. "Danke, mein Kind", strich er der Schönheit über den Hals und ließ sie von dannen ziehen.

Tertius warf einen Blick in die Runde. Seggaz, der sein gutes, altes Campania ergattert hatte. Cato, Tertius nickte ihm zu... es fehlten noch einige. Er fragte sich, ob Caius wohl kommen würde - ob er überhaupt eingeladen worden war. Seit seinem Rückzug aus der Politik ließ er sich kaum blicken.

Er nahm einen Schluck von seinem Wein und nahm eine Traube von einem Gedeck, dass neben der Kline stand. Er versprach, ein geistreicher Abend zu werden - in jeder denkbaren Weise.


Inter arma enim silent leges.
Gespeichert Gespeichert  
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Lucinius Cato

Etrusker
Beiträge: 642
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Der Weg nach..... Ja wohin eigentlich?!      24.06.2011 21:40:01 --- 10 Monate, 4 Wochen her  
Auf seiner Kline liegend genoss Cato den ausgezeichneten campanischen Wein, den der junge Seggaz mitgenommen hatte. Er aß ein paar Trauben, die - wie ihm der Geschmack verriet - wohl auch von ebendort kamen. Er sah zum alten Cursor rüber, der neben ihm saß und gerade etwas verwirrt eine angebissene Erdbeere in seiner Hand betrachtete. Von dem Anblick etwas beängstigt wandte Cato sich schnell von dem alten Senator ab und sagte zu Appius: "Appius, ich muss schon sagen, du und dein major domus müsst ein großes Talent für die Auswahl deiner Sklaven haben. Vor allem die Servier-Sklaven scheinen mir für den Zweck ausgezeichnet geschult und gedrillt worden zu sein. Vor allem die junge Makedonin - ich vermute sie war ein Geschenk an den jungen Prätor, der ja selbst noch sehr sehr lange nicht so aussehen wird, wie Cursor - Apollo möge ihm gute Gesundheit und einen klaren Verstand geben, damit er hoffentlich nie so wird wie Cursor."

Daraufhin ließ Cato seinen Becher nocheinmal auffüllen und bediente sich am Teller mit den gefüllten Wachteln. Dabei zwinkerte er einer jungen, hübschen, dem Aussehen nach griechischen Sklavin zu.
Das Symposion war bisher ein klarer Erfolg für Cato gewesen. So hatte er nicht nur sein Geld erhalten, sondern durfte nun auch einen der besten Weine der zivilisierten Welt genießen und das aus Bechern und Kelchen, mit denen man Catos Schulden wohl ohne weitere abbezahlen hätte können, so wie sie aussahen. Er fand es jedoch Schade, dass nicht mehr Gäste geladen worden waren. So vermisste er viele große Staatsmänner, Politiker und Militärs. Natürlich war Cato klar, dass zur Zeit ebenso der frisch gebackene Volkstribun ein Fest feierte und damit auch der Rest der nennenswerten Männer Roms bei ihm zu Gast waren. Dabei kam Cato der Gedanke, seine gespielte Liebe zum Volk bei dieser Gelegenheit noch etwas zu unterstreichen und so möglicherweise die beiden jungen Männer Seggaz unde Gaius, im Falle einer Wiederkandidatur für die nächste Wahl, etwas für sich zu gewinnen:
"Freunde, ich würde nun gerne einen Trinkspruch aussprechen: Auf unseren neuen Volkstribun! Möge er würdig und weise handeln und möge ihm seine Gesundheit erhalten bleiben!"


"Victi Vicimus"
Besiegt siegen wir!
Gespeichert Gespeichert  
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Seggaz von Campania

Ligurer
Beiträge: 414
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Der Weg nach..... Ja wohin eigentlich?!      24.06.2011 22:32:06 --- 10 Monate, 4 Wochen her  
Seggaz wäre beinahe an einer Weintraube erstickt als er den Trinkspruch von Cato hörte. Er setzte den Becher ab und beäugte Cato etwas ungläubig.
Warum ein Hoch auf Brutus, den Ronier, den ehemaligen Seperatisten,den Mann dem Seggaz beinahe verdankt hatte, dass die Hauptspiele in Rom und nicht in Campania abgehalten wurden. Das musste ein Scherz sein von Cato! dachte er sich.
Aber Seggaz wollte keinen Streit! Nicht hier und nicht mit Cato! Also fragte er vorsichitg.

War das dein Ernst Cato oder muss ich mir Sorgen machen? Dabei lachte Seggaz leicht und auch etwas hoffend, dass es sich wirklich nur um einen Scherz von Cato handelte. Dessen Miene er immer noch nicht deuten konnte. Das muss an der jahrelangen Arbeit in der römischen Politik liegen....einfach unberechenbar der Mann. Wahrscheinlich war Seggaz auch deshalb so von seiner Art und Weise fasziniert....


Gespeichert Gespeichert  
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Zum Anfang gehen Neues Thema
Powered by FireBoarddie neusten Beiträge direkt auf Deinem Desktop erhalten
(+) Notizen:

Nur fuer Premium-Spieler.


Forum
Hilfe
Impressum
AGB
Partner
Anmeldung: 5728
Aktive:         618
Online:         105
Taverne