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THEMA: Re:Der kleine dicke Junge
 
GaiusBonus

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graphgraph
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Der kleine dicke Junge      16.09.2011 16:40:46 --- 8 Monate her  
Der kleine dicke Junge . . .

Müde schlug Gaius die Augen auf und wurde von der prallen Mittagssonne freundlich begrüßt. Es war ein schöner Tag auf dem Landsitz seines Vaters in Neapel. Mit einem Nachbarsjungen wollte er den heutigen Tag nutzen um ihr kleines Castrum im nahe gelegenen Wald fertig zu stellen. Nach einem schnellen Frühstück verabschiedete er sich von seiner Mutter, nahm den kleinen Gladius mit und machte sich auf den Weg in den Wald.

Als er an die große Via kam, die Rom mit den südlichen Teilen des Imperiums verband, marschierte gerade eine Legion in voller Kampfausstattung an ihm vorbei. An den Seiten ritten immer wieder schnelle Equites nach vorne und wirbelten den Staub auf.

Da beschloss Gaius eines Tages auch ein Teil der Legion zu werden und mit Mut, Ehre und Tapferkeit für seine Stadt und seine Ahnen die Barbaren zu bekämpfen.
Unsanft wurde er aus seiner heroischen Traumwelt gerissen. Ein Centurio packte ihn bei den Schultern und fuhr in harsch an:
„He du da Knabe, was stehst du hier so rum und guckst Roms Glanz und Gloria zu. Mach dich auf nach Rom und melde dich dort in den Amtsstuben des Militärkonsuls. Rom braucht jeden waffenfähigen Mann.“

Als Gaius unsicher stehen blieb, sah der Centurio ihn böse an und setzte dann fort: „Das war keine Bitte, sondern ein Befehl. Alle jungen waffenfähigen Burschen haben sich bei der nächsten Legionsstelle zu melden.“

Völlig verstört im Angesicht dieser sich überschlagenden Ereignisse trat Gaius die lange Reise nach Rom an, ohne sich von seiner Familie zu verabschieden. Er fürchtete der Centurio würde ihm böse nachstellen, sollte er nicht augenblicklich seinen Befehlen nachkommen.
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GaiusBonus

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Re:Der kleine dicke Junge      18.09.2011 14:19:53 --- 8 Monate her  
Nach zwei Wochen kam Gaius in Rom an und versuchte in dieser riesigen Stadt zurecht zu kommen. Das hektikische Treiben und die vielen Leute waren doch ein starker Gegensatz zu dem ländlichen Leben in Neapel und er fürchtete in der Masse verloren zu gehen.

Zu seinem Glück kam eine kleine Patroullie der Stadtkohorte vorbei und unauffälli folgte Gaius ihnen. Durch das Labyrinth der Straßen und Gassen gelangte er zu einem ummauerten Bereich. Ein großes starkes Eisentor stand dort als Eingang offen und zwei Legionäre hielten Wache.

Gaius schilderte den Beiden sein Begehr, bzw viel mehr den Befehl des Centurios sich hier zu melden und wurde herein gelassen.

Der Platz vor einem L-förmigen Gebäude war unterteilt. Die Hälfte vor dem Gebäude war geplfastert und beherbergte einige Pferde und Streitwagen. Die andere Seite war ein Sandplatz, auf dem verschiedene kleine Trainingsgeräte aufgebaut waren. Gaius betrat das Gebäude und musste sich in einer Menschenschlange vor einem Arbeitszimmer einreihen.
Die anderen Jungen und Männer vor ihm waren ebenfalls hierher geschickt worden, wie er aus einem kurzen Gespräch mit diesen erfuhr.
Als er an der Reihe war, nannte er seinen Namen und die Umstände, die ihn hierher verschlugen. Der Militärverwalter blickte ihn gelangweilt an.

"Glaubst du wirklich, dass mich das interessiert?" sagte er zu Gaius "Wir sind im Krieg, da hast du gefälligst für das Wohl des Imperiums einzustehen, welches dich Zeit deines Lebens beschützt hat. Und nu ab nach draußen zu den Probekämpfen."

In Gruppen zu 6 Personen wurden sie nach draußen geführt. Für jede Gruppe war dort inzwischen ein erfahrener Kämpfer erschienen und testete die Männer im Schwertkampf mit Holzschwertern.
Als letztes seiner Gruppe war Gaius dran.
Unsicher stolperte er auf den großen Legionär zu, wollte zum Schlag ausholen, da traf ihn auch schon das Schwert des Legionärs an der Hand und Gaius lies das Holzschwert fallen.
In der Folge wurde er Opfer einer üblen Verprüglungsaktion und verließ kriechend auf allen vieren und aus Nase und Lippe blutend den Kampfkreis. Der Legionär schrie ihm Worte hinterher, derer er sich lieber nicht erinnern möchte.

Am Abend, nachdem die Männer eine warme Mahlzeit bekommen und ihre leichten Wunden versorgt hatten. Kam der Militärverwalter in die Halle und teilte die Neulinge den Legionen zu.
Gaius würde in Rom bleiben, zusammen mit vielen anderen, die in den Probekämpfen Prügel bezogen hatten. Anscheinend waren sie noch nicht reif für die erste echte Schlacht.
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GaiusBonus

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Re:Der kleine dicke Junge      24.09.2011 20:48:37 --- 7 Monate, 3 Wochen her  
Gaius verbrachte viel Zeit in den Gebäuden der Militärverwaltung in Rom. Die Ausbilder waren hart und unbarmherzig. Fehler wurden bestraft und Schwächlinge aussortiert.

Der dicke 15 Jährige Gaius war diese Anstrengung nicht gewohnt und sein Körper streikte schon seid mehreren Tagen, konnte die an ihn gestellten Anforderungen nicht erfüllen. Dann endlich kam der Befehl, die Ausbildungskohorte rücke zu einem Einsatz aus. Aufgrund seiner "Leistungen" wurde Gaius dem Tross zugeordnet und saß neben einem Wagenlenker auf einem langsam durch die Landschaft rollenden Ochsengespann. Sein Gladius am Gürtel und den Pilum hinter sich griffbereit auf der Ladefläche, war ihm die ehrenvolle Aufgabe zuteil geworden die Sicherheit dieses Wagens zu gewährleisten.

Schnell hatte er feststellen können, was er dort bewachte. In seinem Wagen befanden sich die neuen Gewänder und Unterziehröcke der Legion. So hatte Gaius sich seinen ersten Einsatz außerhalb Roms nicht vorgestellt.
Nach zwei Wochen erreichten sie die Legion, die die Barbaren aus diesen Gebieten vertrieben hatte. Von der Schlacht hatte Gaius nichts mitbekommen auf seinem furchteinflößenden Ochsengespann. Schlecht gelaunt machte er sich auf die Suche nach einem Nachtlager.
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