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Weg eines verschollenen Sohnes 29.10.2011 21:40:58 --- 6 Monate, 3 Wochen her
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An vieles aus meiner Kindheit erinnere ich mich nicht mehr.
Damals wurde ich am Strand von einem netten älteren Paar gefunden.
Sie selber hatten keine Kinder, jedoch wünschten Sie sich immer welche und nahmen mich bei sich auf.
Dort erfuhr ich nicht nur Liebe und Verständnis, sondern auch eine gute Ausbildung.
Es war ein einfaches Leben und ich war glücklich.
Nur Träume von einem furchtbaren Sturm auf See beschäftigten mich so manche Nacht.
Eine gewisse Unruhe durchströmt mich in diesen Momenten, mit einem kalten Schauer.
Bis zu jenem Tag.
Es war einige Tage vor meinem 15. Geburtstag.
2 Reiter kamen auf unseren Hof.
Lange waren sie auf der Suche nach mir. Die letzten Tage meines bis dahin unbekannten Vaters seien angebrochen.
Neugierig willigte ich ein und die Reise begann.
Schon bald betrat ich die große Festung in Neamt.
Noch beeindruckt von den massiven Mauern der Burg, wurde ich sofort zu meinem Vater geführt.
Als ich nun vor dem Sterbebett meines lang verschollenen Vaters stand, sah ich einen einst starken Krieger umringt von Wachen und Heilern.
Er umfasste meine Hand mit den seinen und sprach mit schwacher aber bestimmter Stimme:
"Auch wenn wir uns kaum kennen, bin ich froh dich zu sehen.
Meine Zeit ist gekommen und nun kann ich die Welt nicht mehr verändern. Doch du wirst die Geschichte unserer Familie fortführen.
Eines Tages wird sich jeder an Bogislaw, den Vater von Belisarius erinnern.
Finde deinen Weg."
Als seine Hände los ließen und sich seine Augen für die ewige Ruhe schlossen, gingen mir viele Fragen durch den Kopf.
Fragen die nun nie beantwortet werden konnten.
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Re:Weg eines verschollenen Sohnes 29.10.2011 21:54:23 --- 6 Monate, 3 Wochen her
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Schon am nächsten Tag wurde der Leichnam von Bogislaw, auf einem großen Holzstapel im Hof, verbrannt.
Noch während der Holzstapel brannte wurden Pferde und Wagen beladen und viele eifrige Hände machten sich für eine lange Reise bereit.
Mich Einem der Wachen zuwendend sprach ich:
"Richtet Großfürst Marco und Adalas Mabusian meine Grüße aus, sie waren meinem Vater stets loyale und gute Freunde."
"Grüße auch an Djokai.
Von allem was ich hörte, war er meines Vaters ein guter Berater gewesen.
Berichte ihnen, dass ich meinem Weg folgen muss und ich wünsche ihnen auf ihren Wegen viel Glück. Vielleicht kreuzen sich ja auch unsere Wege einmal."
Auf den brennenden Holzstapel blickend:
"Sag ihnen, der Dakerkönig ist tot."
Mit einem leichten Stoß in die Seite des Pferdes, trabte es mit mir in Richtung Osttor.
Auch die Karavane, aus Handwerkern, Bauern, Kriegern und vielen anderen setzte sich in Bewegung und verließ die Burg durch das Osttor.
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Re:Weg eines verschollenen Sohnes 31.10.2011 07:35:23 --- 6 Monate, 2 Wochen her
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Als ich die Botschaft erhielt wurde sogleich eine weitere Karawane ausgehoben.
Sie bestand aus bepackten Pferden und Reitern, um die Karawane von Belisarius schnell einzuholen.
Als wir aufgeholt hatten, ritt ich zu Belisarius an die Spitze der Karawane und Sprach:
„Ich habe eure Botschaft erhalten.
Ja es stimmt ich war Bogislaw ein guter Freund und Weggefährte, doch nun will ich der eure sein.
Wohin uns der Weg auch führt, ich stehe an eurer Seite.“
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Re:Weg eines verschollenen Sohnes 31.10.2011 07:50:04 --- 6 Monate, 2 Wochen her
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"Ich freue mich euch an meiner Seite zu wissen. Dann ziehen wir nun gemeinsam einem Neuanfang entgegen."
Die Karawane reite sich ein und gemeinsam machten sie sich wieder auf den Weg.
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Re:Weg eines verschollenen Sohnes 08.11.2011 18:09:21 --- 6 Monate, 1 Woche her
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Schon lange reisen wir durch weite und trostlose Gebiete.
Nur mit Hilfe der Vorräte aus Dagestan, die uns Thutmosis I überlies, konnten wir diese Reise fortsetzen.
Doch selbst diese Vorräte gingen allmählich zur Neige und vor allem der Wassermangel schwächte alle in der Karawane sehr.
Als sich in der Mittagssonne ein großes Gebilde in der Ferne abbildete, machte sich Unruhe in der Karawane breit.
Selbst die schwächsten bekamen neue Kräfte, auch das letzte Stück der Reise zu bewältigen.
Denn alle wussten, wir haben unser Ziel erreicht.
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