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THEMA: Re:Eine Feder im Wind
 
Swanewit

Römer
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Eine Feder im Wind      11.11.2011 22:25:34 --- 6 Monate, 1 Woche her  
Das Leben verhält sich wie eine Feder die langsam zu Boden herab sinkt. Langsam und stetig, verfolgen wir unsere Bahn, verzögern unseren Weg um uns den Strömen unseres Lebens anzupassen. Der Weg ist nicht gerade, er verändert sich mit den Strömen der Luft, wie sich unsere Hoffnungen und Träume verändern. Zu manchen Zeiten bietet uns ein lauer Wind Widerstand, zu anderen ist die Luft fast still und unserer Weg fast gerade. Doch manchmal, manchmal da wird die Feder die unser Leben symbolisiert von einem heftigen Windzug erfasst und wir werden so weit weggetragen, dass sich uns kein Weg mehr zurück bietet und so bleibt uns einzig der Weg voran, weiter, immer weiter, bis unsere einstigen Ziele und Hoffnungen nur noch ein schwaches Echo sind, das wir in unserem Träumen hören.
Swanewits Leben wurde von einem solchem Wind erfasst und obwohl sie sich später fragte, wie ihr Leben wohl wohl anders verlaufen wäre, so hatte sie doch keine Wahl als ihrer neuen Bahn zu folgen...

Es war früh an einem Herbstmorgen, als Swanewit erwachte und die Welt war noch eingebetet in ihrem Nebelwand, alle Töne gedämpft und alle Dinge nur geisterhafte Schemen. Um sie herum war alles still, abgesehen vom entfernten Rascheln einer Maus und den gleichmäßigen Atemzügen ihrer jüngeren Schwestern neben ihr, also lenkte sie einfach den Blick auf die Wand und genoss den schwachen, zwar kühlen aber herrlich reinen, Luftzug, der durch die zugige Wand drang. Sie mochte diese Zeit des Tages, wenn die Stunde noch fast ungewiss schien und die Momente ganz den eigenen Gedanken und einem selbst gehörten. Dann stand sie leise auf, bedacht ihre Schwestern nicht zu wecken, zog sich an und schlüpfte durch den Vorhang, der die Schlafnische vom Hauptraum abtrennte. Ihre Mutter - eine gestandene Frau Mitte 30 mit langem, roten Haar wie das ihre – war bereits wach und deutete mit einem Kopfbewegung auf die Eimer neben der Tür, mit denen sie Wasser holen sollte. Swanewit nickte, nahm die Eimer und verschwand im allumfassenden Morgennebel um Wasser aus dem nahen Brunnen zu schöpfen.
Als sie, mit schwerer Last, das Haus wieder betrat, herrschte reges Leben. Ihre Schwestern hatten zwar noch schlafverquollene Augen, doch Vater und Bruder waren schon zu dieser frühen Stunde fröhlich und unterhielten sich lautstark. Ihre Mutter hatte mittlerweile etwas Getreide zermahlen und auch ein paar Äpfel kleingeschnitten und zusammen bereiteten sie den süßen Brei für das Frühstück vor, das die Familie immer zusammen einnahm bevor sich jeder um seine Aufgaben zu kümmern hatte.
Die Stimmung am Tisch war ausgelassen und fröhlich, trotzdem oder gerade weil die Zeiten ungewiss waren. Die langjährige Raeka der Sueben war gestorben und auch in Pomorze selbst herrschte nun ein neuer Tugjan, noch dazu einer, der, den Gerüchten zufolge, nur deswegen die Kontrolle über Pomorze bekommen hatte, weil er der Sohn des Gatten der alten Raeka war. All dies sorgte für Unruhe in den Dörfern, würde sich dieser Umbruch doch außerhalb des Volkes herumgesprochen haben und so mancher diese Situation vielleicht ausnutzen wollen um leichte Beute zu finden, Swanewit wusste dass ihre Eltern das fürchteten, denn sie hatte die Beiden leise darüber reden hören, als ihre jüngeren Schwestern bereits zu Bett waren. So entging ihr auch nicht die Sorge im Blick ihres Vaters, bevor er sich seinen Pflichten widmete.

Es war noch viel Zeit vergangen und Swanewit war gerade damit beschäftigt Getreide zwischen zwei Steinen zu zermahlen, um Brot zu backen, als ihr Vater zur Tür hereingestürmt kam. Es genügte ein Blick und Swanewit erschrak, sie hatte Sorge und Angst noch nie so groß in seinem Gesicht gesehen. "Ein Schiff ist nahe dem Ufer, um die diese Jahreszeit kann es sich dabei nur um Plünderer oder Sklavenhändler handeln!" sprach, während er schnellen Schrittes den Raum durchquerte und die wenigen Besitztümer von Wert zusammenpackte. "Wir haben sie erst jetzt bemerkt weil der Nebel sich gerade erst zu lichten beginnt und sie könnten jeden Moment hier sein, wir müssen weg, schnell!" Ihre Mutter war, während er so sprach, erschrocken aufgesprungen und der Spinnrocken, der vorher fest in ihrer Hand geruht hatte, viel ihr vor Schrecken zu Boden. "Aber die Kinder, Lykke und Thyra sind doch noch im Wald, die Schweine füttern und Anselm ist auch noch nicht zurück!" "Ich such den Jungen, Weib, nimm du alles was du tragen kannst zu der kleinen Höhle im Wald, dort werden wir uns sammeln bis die Gefahr vorüber scheint." Ihr Mutter, noch immer zitternd vor Sorge, nickte nur und machte sich an die Arbeit. "Swanewit, gehe du in den Wald und suche deine Schwestern. Bringe sie zu der Höhle, das Vieh lasst zur Not zurück wenn ihr jemanden hört." "Ja, Vater." Sagte sie nur, wischte sich die mehlbestäubten Hände an ihrem Kleid ab und rannte, nur kurz ihren Wollmantel gegen die Kälte überstreifend, aus dem Haus um ihre Schwestern zu finden.

Vor dem Haus raffte sie ihren Rock um nicht über den Saum zu stolpern und rannte so schnell sie konnte zu der Stelle bei der sie ihre Schwestern vermutete. Sie mit Rufen zu warnen wagte sie dabei nicht, hörte sie doch schon die ersten Schreie der Menschen von der Küste her und wollte die Plünderer nicht auf sich aufmerksam machen. Nach einigen Minuten hörte sie lautes Lachen und sie wusste, dass sie auf dem richtigen Weg war und kurz darauf kamen die Gestalten zweier junger Mädchen ins Blickfeld. „Lykke, Thyra“, rief sie nun endlich. „Plünderer greifen das Dorf an! Wir müssen uns ins Sicherheit bringen.“ Einige Augenblicke sahen die Mädchen ihre Schwester nur wie versteinert an und erst als Swanewit die Beiden erreicht hatte und sie an den Schultern hochzog, setzten sie sich in Bewegung. „Wohin...“ begann die 8jährige Lykke. „Ihr erinnert euch doch beide an das Versteck dass uns Mutter vor einiger Zeit gezeigt hat, wir müssen dorthin“ unterbrach Swanewit sie bevor ihre Schwestern zu Ende sprechen konnte.
Doch die Schwestern waren noch nicht weit gekommen als sie plötzlich schwere Schritte und unverständliche Rufe hinter sich hörten, sie waren entdeckt worden. Erschrocken schrien alle drei auf und versuchten schneller in den nahen Wald zu gelangen um dort ihre Verfolger abzuschütteln. In diesem Moment stolperte die 11 jährige Thyra und ihre Schwestern drehten sich erschrocken um. Für Swanewit gab es in diesem Moment nur eine Entscheidung. „Lauf!“ rief sie Lykke zu. „Was?“ „Nun mach schon!“ Und mit einem wohlgemeinten Anschubser setze sich das Mädchen wieder in Bewegung - in Sicherheit, wie Swanewit hoffte. Sie selbst lief zu Thyra, die trotz dessen sie nun wieder auf den Beinen stand, schon fast von einem Plünderer hinter ihr eingeholt worden war. Sie musste etwas unternehmen. Ohne bewusste Wahrnehmung hob sie ein Stück trockenes Holz - wahrscheinlich zurückgelassener Stab, mit dem früher Schweine getrieben wurden - und rannte auf den Plünderer zu. Ein Teil von ihr wusste, wie dumm das war. Ein junges Mädchen, ohne jede Kampferfahrung stellt sich mit einem Stock einem bewaffneten Fremden entgegen und doch konnte sie nicht anders, sie musste versuchen ihre Schwester zu beschützen.
Sie holte weit aus und traf dem Mann an der Schulter und obwohl das Holz brach taumelte dieser zurück, wohl überrascht von ihrem Angriff. Doch nun griff er zur seiner Waffe und es war an ihr ihn mithilfe des kurzen Holzstücks in ihrer Hand abzuwehren. Einen Augenblick gelang ihr das und sie bekam sogar noch aus den Augenwinkeln mit wie ihre Schwester es an den Waldrand schaffte, dann spürte sie einen gewaltigen Schmerz an ihrer Schläfe und als ihr klarwurde das weitere Plünderer hinzugekommen und einer sie an der Schläfe getroffen haben musste, versank sie auch schon in Dunkelheit.
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Swanewit

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Re:Eine Feder im Wind      13.11.2011 22:16:53 --- 6 Monate her  
Schatten trieben umher, Bilder vergangener Augenblicke zogen in der Geschwindigkeit von Flügelschlägen vor ihrem geistigen Auge vorbei - ein Spiel mit anderen Kindern im Wald; ihre Mutter, wie sie ihr Geschichten von den Göttern erzählt hatte als sie kleiner war; die kleinen Streitigkeiten mit ihrem Bruder - doch so schnell diese Bilder durch ihren Geist zogen, so schnell verschwanden sie auch wieder und wurden durch Schwärze ersetzt.
Das nächste was Swanewit wahrnahm war Kälte, eine nasse Kälte, so intensiv dass sie bis in die Knochen zu dringen schien und einem alle Wärme entzog. Sie zitterte und öffnete zögerlich die Augen, halb geblendet von einem grauen Licht dass genauso kalt war wie die Umgebung. Einen Augenblick lang wusste sie nicht wo sie war, doch dann kehrte die Erinnerung, mit überwältigendem Schmerz, zurück. Ein Schrei schien ihrer Kehle entweichen zu wollen und nur mit Mühe und Not konnte sie ihn zu einem Quietschen unterdrücken. "Ruhe!" hörte sie eine raue Männerstimme rufen und noch während sie sich wunderte warum der Mann suebisch sprach - waren etwa auch Sueben unter den Plünderern gewesen? - trat auch schon ein Mann, das Gesicht von einem Helm verdeckt, heran und zerrte sie schmerzhaft auf die Beine. "Sei ruhig, du Miststück oder es wird dir noch leidtun!" Dann stieß er ihr mit der bloßen Faust in die Magengrube und als die Luft ihren Lungen entwich und sie sich vor Schmerz krümmte stieß er sie voran, trieb sie zu einer Stelle an der mehrere andere, verängstigte Mädchen hockten, verzweifelt bemüht nicht zu weinen. "Du hast uns ganz schöne Probleme bereitet, das haste du nun davon! Hättest mal lieber weiter rennen sollen oder auch nich', wir werden auf dem Markt vielleicht noch 'nen schönen Preis für dich bekommen, der einzige Grund aus dem du lebst." Eines der Mädchen, ein hübsches Ding um die 13 fing leise an zu wimmern ob der Erwähnung ihres Schicksals und der Mann wurde wieder wütend. Er stieß Swanewit zu den anderen und schlug das wimmernde Mädchen während er schrie dass sie still sein sollte. Seine Brutalität schockte Swanewit, sie wagte nicht einzugreifen und sie schämte sich dafür. Das einzige was sie sich traute war sich zögerlich umzusehen ob man doch noch eine ihrer Schwestern gefangen hatte, doch zu ihrer Erleichterung schien das nicht der Fall zu sein. Der Gedanke daran gab ihr etwas Trost in der Hoffnungslosigkeit des Augenblicks und verhalf ihr zu einem unruhigen Schlaf, nachdem die Dunkelheit sich über das Land gelegt hatte, in ihren Träumen zurück zu ihrer Familie, zu ihrem verlorenen Glück, findend.

Am nächsten Morgen trieb man die Mädchen auf eine flache Barke und ließ sie neben dem spärlichen Beutegut Platz nehmen. Die Plünderer waren mürrisch diesen Tag, hatten sie sich doch gestern den Wanst mit Fleisch und Met vollgeschlagen, der nun ihre Schädel vibrieren ließ. Doch ein Blick ihres grimmigen Anführers, dem Manne der den Mädchen soviel Brutalität entgegen gebracht hatte, genügte um auf den Ruderbänken Platz zu nehmen. Mit kräftigen Schlägen trieben sie die kleine Barke hinaus in das schäumende Meer,mit Tränen in den Augen sah Swanewit das Land ihrer Kindheit vorbeiziehen, vom Gefühl der Hilflosigkeit erfasst, dem Gefühl wie eine Feder vom Wind weggerissen zu werden.
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Re:Eine Feder im Wind      20.11.2011 20:49:19 --- 5 Monate, 4 Wochen her  
Die Plünderer trieben die kleine Barke westwärts die Küste entlang, schwenkten dann nach Norden, bis zu einer kleinen Felsinsel, gerade einmal groß genug für ein paar windschiefe Hütten. Dort luden sie die Mädchen ab und trieben sie in ein großes, sorgsam gebautes Holzhaus. Es war dunkel in der Hütte und somit stolperten Swanewit und die anderen Mädchen halbblind in die Hütte, wurden in einen kleinen Verschlag getrieben. Ein Wimmern drang von einer anderen Ecke des Raumes und als sich Swanewits Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte sie schemenhafte Gestalten in einen anderen Verschlag des Raumes ausmachen, offenbar hatten die Plünderer vorher schon andere Dörfer überfallen. Das Gejammer kümmerte die Männer wenig und sie verließen, nachdem sie sichergestellt hatten dass die Verschläge fest verriegelt waren, die Hütte ohne sich noch einmal umzudrehen und ließen die Mädchen in der Dunkelheit zurück. Als die Tür der Hütte geschlossen und verriegelt wurde, überkam Swanewit die Verzweiflung, gefangen auf einer Insel gab es hier kein Entkommen und wer wusste schon was sie in der Zukunft erwarten würde? Eines der Mädchen, das jüngste unter ihnen, welches noch vor einigen Tagen angeschrien wurde, fing wieder an bitterlich zu weinen und Swanewit tröstete das Mädchen. Die kleine erinnerte sie schmerzlich an ihre jüngste Schwester und Swanewit verspürte mit einem Mal den Verlust ihrer Familie wieder wie eine frische Wunde. Wie es ihnen wohl gehen mochte? Das Dorf musste diesen Winter sicher schrecklichen Hunger leiden und Swanewit wusste nicht ob die Plünderer die Hütten stehen gelassen hatten, sie wusste ja nicht einmal ob noch jemand am Leben war, alles was ihr blieb war zu den Göttern zu beten dass es ihrer Familie gut ging und das tat sie mit Inbrunst.

Die Wochen vergingen. Jeden Tag brachte man den Mädchen altes Brot und dünnes Bier und einmal die Woche leerte man die Gruben, die die Mädchen für ihre Hygiene nutzen mussten. Dennoch wurden einige der Mädchen krank, wurde immer schwächer und starben, ein trostloser Anblick, der Swanewit immer mehr abstumpfen ließ. Hier schien es keinen zu interessieren ob man lebte oder starb und man konnte nur für einen selbst kämpfen, darum kämpfen die Hoffnung nicht zu verlieren. Immer wieder fuhr ein Teil der Plünderer aus, kam mit weiteren Mädchen und erbeuteter Nahrung zurück und doch schienen sie auf etwas zu warten.

Im Frühjahr war es dann soweit. Der Schnee schmolz gerade erst von dem Sand und Fels der Insel als die Mädchen aus den Verschlägen geholt wurden und zu einem kleinem Rinnsal, wohl hauptsächlich aus Schmelzwasser bestehend, geführt wurden. Man ließ die Mädchen sich unter Bewachung vom Schmutz der Gefangenschaft reinigen und obwohl die Mädchen sich unwohl fühlten, so nahm doch jede von ihnen die Gelegenheit an. Einen Tag später traf ein großes Schiff auf der Insel ein und ein feister, wohl gekleideter Mann betrat, mit viel schwer bewaffneten Geleitschutz an Land. Die Plünderer hatten die Mädchen sich aufreihen lassen und nun sahen sie wie der Mann sich dem Anführer der Plünderer in einer, zumindest für Swanewit, unbekannten Sprache unterhielt. Nach einigen Minuten schritt der Dicke dann die Reihe der Mädchen entlang, einigen würdigte er kaum eines Blickes, andere nahm er sorgsam unter Augenschein. Als er Swanewit erreichte besah er sich als erstes ihr Haar, sie war das einzige der Mädchen mit rotem Haar und somit erschien es dem Dicken bemerkenswert genug um eine Strähne auf die Echtheit der Farbe zu überprüfen. Im Anschluss betrachtete er ihre Hände genauer, aber diese riefen bei ihm nur ein missbilligendes Stirnrunzeln hervor. Swanewit wusste wieso, sie war ein Bauernmädchen und ihre Hände waren dementsprechend rau und schwielig, nicht die zarten Hände einer Tochter aus einer reicheren Familie und dies schien dem Mann zu missfallen. Im Anschluss griff er ihr Gesicht fest mit seiner fleischigen Hand, drehte es nach rechts und links und als sich eine Meinung verschafft hatte, begutachtete er ihren Körperbau, doch dies blendete sie aus ihren Gedanken aus, nahm sie es doch nur hin weil sie wusste dass sie ein Speer oder ein Schwert erwarten würde wenn sie sich nicht, wie eine Kuh auf dem Markt, begutachten lassen würde. Schließlich hatte der Mann alle Mädchen unter Augenschein genommen und er wandte seine Aufmerksamkeit den Anführer der Plünderer zu. Beide begannen ein angeregtes Gespräch, begaben sich in die größte der Hütten auf dem Eiland um dort ihre Verhandlungen mit reichlich Met weiterzuführen. Die Stunden vergingen und schließlich traten beide wieder zu den wartenden Wachen und Plünderern. Der Feiste gab seinen Männern einen Befehl und diese begannen einige Fässer – wahrscheinlich Met, Salz und anderes von Wert – auszuladen. Dazu öffnete der Feiste noch den Beutel an seiner Seite, zählte sorgsam einiges Silber ab und reichte es dem Plünderer, der zufrieden mit seinem Geschäft schien. Als die Fässer abgeladen waren, wandte sich der fette Sklavenhändler wieder seinen Männern zu, gab ihnen eine Anweisung und zeigte dabei auf einige der Mädchen, darunter auch Swanewit. Diese wurde unsanft auf das Schiff, in einen der Laderäume verfrachtet, eine wertvolle Ware, die dem Mann in den Ländern im Süden und Westen viel Geld einbringen mochte.
Swanewit indessen, fühlte eine neue Welle der Verzweiflung über sich hereinbrechen, hilflos wurde sie weitergereicht, hinfort in eine Zukunft die ihr düster und grau erschien und als das Schiff, mit ihr an Bord, ablegte, betete sie fieberhaft zu Nerthus, der höchsten Göttin der Sueben, auf dass sie die Nornen bewegen möge ihr ein anderes Schicksal zu spinnen als das, was ihr nun bevorstand.
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Swanewit

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Re:Eine Feder im Wind      29.11.2011 00:18:05 --- 5 Monate, 3 Wochen her  
Es war heiß, stickig und stank fast unerträglich in dem Raum, in dem Swanewit sich in einer Ecke des Käfig zurückgezogen hatte. Sie war verzweifelt. Seit gefühlten Jahren war sie schon hier gefangen, hatte nicht einmal die Sonne gesehen und jegliches Zeitgefühl verloren.
Das Sklavenschiff war weiter gezogen, die Küste entlang und hatte immer wieder für einige Zeit halt gemacht. In der Zeit waren die Wachen und der Händler an Land gegangen, hatten Vorräte wertvolle Waren,wie Bernstein oder Pelz,und weitere Sklaven erstanden, all die Sklaven und die anderen Waren sollten später für viel Geld irgendwo, im noch immer entfernten Süden, verkauft werden. Für die Sklaven war dies immer eine gute Zeit, zwar wurde im Trubel des Landganges schon mal ihre nächste Ration Wasser und Brot vergessen, doch war die Schiffsmannschaft nach ihrer Rückkehr stets für einige Tage gut gelaunt und ließen sie in Ruhe. Doch in den Zeiten in denen sie weitab vom nächsten Hafen waren... Swanewit mochte nicht dran denken, sie hatte gesehen wie ein paar der Mädchen aus ihren Käfigen an Deck gezerrt wurden und regelrecht grün und blau geschlagen zurück kehrten, „Kämpfe“ zur Unterhaltung der Mannschaft und nicht selten noch viel schlimmeres.

Die Zeit nagte an Swanewit, am Anfang hatte sie noch gehofft sich bald irgendwie befreien zu können, dass dieser Albtraum bald vorbei wäre. Dann, als diese Hoffnung schwand, flehte sie die Götter an ihr und den anderen zu helfen, doch je mehr Zeit verging, desto sicherer wurde Swanewit dass die Götter ihr nicht helfen konnten oder es ihnen egal war. Dann kam der Trotz, sie verweigerte manchmal die wenige Nahrung die man ihr zustand, schrie den Wachen Flüche zu, versuchte ihre Mitgefangenen aufzuwiegeln und nun, nun schien jedes Gefühl langsam hinter einer Mauer zu verschwinden und was blieb wäre die Resignation.
Sie wusste nicht wie lange sie schon teilnahmslos in der Ecke saß, als sie schwere Schritte hörte und sich bald darauf die Tür des Raumes öffnete. Herein kamen zwei Wachen und während die meisten anderen Sklaven lauthals um Wasser und Nahrung bettelten, blickte Swanewit fast teilnahmslos zu ihnen vorüber, registrierte nicht überrascht dass einer der Männer auf sie zeigte und der andere, mit einen zustimmenden Lächeln dass seine schlechten Zähne entblößte, ihm zunickte. Langsam erhob sich Swanewit, denn noch war ihr Kampfgeist und Widerstand nicht ganz verebbt, hob trotzig ihren Kopf, aber sagte nicht. Einer der beiden Männer, ein hässlicher, schielender Kerl, öffnete sie Tür zu ihrem Käfig und zerrte sie heraus. „Komm mit du kleine Aufwieglerin“, sagte er und Swanewit registrierte mit milder Überraschung dass er suebisch sprach, wohl ein aus der Sippe Verbannter, „Wird Zeit dir eine Lektion zu erteilen, mal sehen wie aufsässig du danach noch bist!“ Spuckte er ihr, während er sie fest am Arm gepackt hielt, entgegen.

Die beiden Männer brachten sie an Deck, wo sich an diesen windstillen, grauen Tag, wohl die gesamte Mannschaft versammelt hatte und einen weiten Kreis gebildet hatte. Die Männer schubsten sie in die Mitte des Kreises und als sie mit den Armen ihr Gewicht abfing um den Sturz abzufedern, schloss dieser sich völlig um sie. Hatte Swanewit geglaubt sie wäre zu keiner echten Gefühlsregung mehr fähig, so wurde sie nun eines besseren belehrt, eine tiefe Furcht erfasste als aus der Menge, ihr gegenüber, ein großer, breiter Mann, die Arme geradezu so dick wie Baumstämme, trat und sich rechts von ihr der Sklavenhändler in die erste Reihe der herumstehen hinstellte. Der Sklavenhändler erhob seine Stimme und sprach in einer, für Swanewit, völlig fremden Sprache, über dass was ihr nun bevorstand. Einer der Umstehenden reichte den Mann ihr gegenüber einen großen, solide wirkenden Knüppel und ihr selbst warf man ein kleines, halb stumpfes, Brotmesser zu und die Umstehenden rückten, so weit es ging von Swanewit und dem Hünen ab um den Kreis zu vergrößern. Dann, noch ehe sie einen weiteren Moment der Vorbereitung hatte, stürmte ihr Gegner auf sie zu und gelang ihr gerade noch rechtzeitig soweit auszuweichen, dass der Knüppel nur leicht ihre Rippen streifte. Viel Zeit zur Erholung blieb ihr nicht, noch ehe sie sich vollends von dem vorherigen Schlag erholt hatte, griff der Mann sie wieder an und traf sie diesmal an der Hüfte die daraufhin wie Feuer brannte. Doch dann...

Eine Erschütterung ging durch das Schiff und die Männer, welche gerade noch jubelnd um die Kämpfenden herum gestanden hatten, verfielen in ein heilloses Durcheinander als sie versuchten zu verstehen was gerade passierte. Schon ertönten erste Schreie, laute Rufe waren zu hören und das Klirren von Metall das auf Metall schlug. Auch ihr Gegner ließ von ihr ab und wandte sich der neuen Gefahr zu.
Swanewit erkannte sofort ihre Chance, unter Schmerzen, die Hüfte halb taub vom Schlag, rappelte sie sich auf, verstärkte den Griff um das Messer in ihrer Hand und rammte es, so fest sie konnte, dem Mann in den unteren Rücken. Ekel überkam sie als sie den Widerstand spürte auf den ihr Messer traf, doch dass ließ sie nur noch mehr Kraft aufwenden. Der Mann schrie fürchterlich, für Swanewit klangen sein Geschrei um einiges lauter als die Schrei der anderen um sie herum, doch dies löste in ihr kein Mitleid aus, nur noch größeren Hass auf diese Feiglinge die andere Menschen zum Spaß quälten. Sie schien gut getroffen zu haben, die Kleidung des Mannes färbte sich schnell rot und seine Bewegungen waren langsamer als zuvor. So schnell sie konnte zog sie ihm das Messer aus dem Fleisch und als er ihr endlich ins Gesicht sehen konnte, stieß sie nochmals in seinen Wanst. Die Augen des Mannes wurden erst glasig, dann schienen sie sich langsam auf einen Punkt in weiter Ferne zu fokussieren und langsam, das Messer noch immer im Leib, sank er zu Boden.

Einen Augenblick lang betrachtete Swanewit den Mann zu ihren Füßen, wer war er gewesen und wie war er zu einem solchen Abschaum geworden? Dann nahm sie wahr wie der Lärm um sie herum langsam erstarb und blickte auf. Die meisten Männer des Schiffes waren tot und ihr Blut färbte die Planken dunkel, der Rest hatte sich ergeben und flehte wohl um Gnade. Dem Gegenüber standen schwer gerüstete Männer, nicht einer von ihnen schien ernsthaft verletzt zu sein und während einige sich nun daran machten den Rest des Schiffes zu untersuchen oder die Kapitulierenden zu bewachen, bis entschieden war was mit ihnen zu tun war, so starrten doch die meisten sie an.
Swanewit wusste nicht was nun geschehen würde, doch nicht noch einmal würde sie sich einer solchen Gefangenschaft aussetzen lassen, eher würde sie sich in die See stürzen und für ewig im Reiche der Rán wandeln. Diese Entscheidung gefasst wartete sie, den Kopf trotzig erhoben, was nun geschehen würde.
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Traqu

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Re:Eine Feder im Wind      29.11.2011 13:33:43 --- 5 Monate, 3 Wochen her  
Traqu war unter Deck um einen weiteren Eintrag in seinem Tagebuch zu schreiben als man von oben hörte dass ein Schiff zu sehen wäre.
Traqu beachtete dies nicht weiter, schließlich kreuzte immer wieder mal ein Schiff ihre Route.
Doch als dann ein Pfeifen nervig in sein Ohr bemerkbar machte, warf Traqu alles hin und machte sich mit den anderen die sich noch unter Deck befanden Gefechtsbereit bei den oberen Deck.
Alle standen nun stramm auf dem oberen Deck.
Occius trat hervor und sprach kurz warum wir dies machen, ein Feindliches Schiff was wir abfangen müssten, der Weile Kotzten immer wieder Legionäre über die Blanken.
Alle machten sich bereit auf einen Enterkampf, doch vorher musste das Schiff mit voller Geschwindigkeit gerammt werden und machten die Corvus bereit.
Als sie immer näher kamen, sahen sie das es nicht das Schiff wäre was sie eigentlich erwartet hatten, sondern das es Plündere sind die sie nicht einmal bemerkten hatten, da sie mit irgendetwas beschäftigt sind.
Man hörte das spannen der Sehne, auch die Wurfmaschinen ratterten und als man dann hörte "FEUER", verdunkelten die Pfeile das kleine Schiff.
Die Trier rammte das Schiff und die Corvus ging nach unten, man hörte nur nur den Angriffsschrei der Legionäre wie sie das Feindliche Schiff Enterten.
Ehe die Plündere auch nur reagierten konnten war schon alles vorbei.
Einige ergaben sich, der Rest wurde niedergestreckt, es gab keine Tode, nur ein paar Verwundetet so gut verlief der Kampf.
Traqu wundert sich warum alle auf einmal am oberen Deck des Feindlichen Schiffes stehen blieben, wie als ob sie Mars höchstpersönlich gesehen hätten.
"Was ist los mit euch?"
Keine Antwort gaben sie von sich.
"Jetzt macht doch mal Platz"
Traqu bannte sich durch Kreis von Legionären, als er endlich durch war, sah er eine Frau, die an ihren ganzen Körper Blut anhaften hatte. Ein Messer hielt sie an der Hand, Bluttropfen tröpfelten langsam zu Boden, ihr Gesicht schaute auf den Boden, zu dem Leblosen Körper der vor ihr lag, ihre Roten Haaren, verdeckten vor ihr alles. Traqu trat näher und sprach.
"Versteht ihr mich?"
Keine Reaktion
Als man hörte
"LEGAT, SCHAUT EUCH DAS HIER UNTER DECK AN"
Traqu sein Kopf bewegte sich Richtung des Geschreis, dann wieder zu der Frau.
"Ich...komme gleich wieder" sprach er zu ihr "Und ihr Hunde, wehe es zieht einer von euch das Schwert, ich schwöre euch das Zeus euch beim Scheißen mit dem Blitz erschlägt"
Die Legionäre nahmen schreckhaft ihre Hand von Gladius.
Traqu begab sich unter Deck, was er da gesehen hat, hätte er sich erspart.
Einige der Legionäre hielten es nicht aus bei den Gestank und mussten Kotzten.
Eckel überkam Traqu, welche Menschen konnten nur zu so etwas Fähig sein.
Er ging wieder nach oben, blieb kurz stehen, schaute auf den Boden, alles voller Blut.
War dies der Traum?
Er schaute sich weiter um und sah einige Äxte bei den Männern des Feindes.
Er trat Furchtlos an die Frau heran, griff ihre Hand wo sie das Messer fest hielt, er bemerkte das sie fürchterlich zittert.
"Ihr braucht keine Angst mehr zu haben, es ist alles vorbei, ich weiß zwar nicht wie ihr es als einzige geschafft habt zu überleben, dazu noch dieser Pfeilhagel aber dies spielt nun alles keine Rolle mehr, ich weiß auch nicht ob ihr mich versteht....." sie ließ das Messer los und Traqu hielt es fest. "Das braucht ihr nicht mehr" er warf das Messer über Bord, plötzlich fiel sie zu Boden, ohne auch nur zu zögern warf sich Traqu zu Boden, legte sein Kopf seitlich auf die Brust damit er ihr Herzschlag hören konnte, entspannt kam er wieder nach oben "Schlaf ruhig ein wenig, ihr seid ja völlig erschöpft" er nahm sie mit beiden Armen nach oben und ging mit ihr auf die Trier zurück, die Legionäre schauten die beiden an als ob sie Geister wären. Bis Occius schrie "WAS IST MIT EUCH, HABT IHR NOCH NIE EINE FRAU GESEHEN ODER WAS? BEWEGT EUCH, BRENNT DAS SCHIFF NIEDER."
"Was ist mit den Gefangenen?"
"Was für Gefangene?" sprach Occius
"Jawohl"
Sie steckten die überlebenden Plündere unter das Deck ihres eigenes Schiff.
Traqu dankte Occius für sein eingreifen.
Er brachte sie unter Deck um sie zu versorgen.
Wir mussten nun die anderen Schiffe wieder schnell einholen, sie hatten gut Vorsprung.


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Letzte Änderung: 2011/11/29 13:41 von Traqu.
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Swanewit

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Re:Eine Feder im Wind      30.11.2011 00:25:53 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Als Swanewit aufwachte, war sie völlig verwirrt und orientierungslos. Sie fühlte ein zwar nicht übermäßig weiches, aber sauberes, und warmes Lager um sich und als sie den Kopf drehte sah sie einen, sauberen Holzraum in dem noch ein zwei andere, leere Lager waren. Dies wollte so gar nicht zu ihren wirren Erinnerungen passen, so voller Qual und Dunkelheit, wo war sie und was war geschehen?
Vorsichtig versuchte sie sich aufzurichten, sank aber, als ihre Hüfte wieder schmerzhaft zu pochen begann, sofort in die Strohmatte zurück. Mit dem Schmerz kam die Erinnerung, es gab einen Kampf und dann war da plötzlich ein anderes Schiff gewesen. An mehr erinnerte sie sich nicht, doch vermutete sie nun auf diesen Schiff zu sein.

Einige Augenblicke blieb sie liegen, verwundert über die Wege des Schicksals, welche sie umher warfen wie eine Feder im Sturm, dann, als sie Schritte hörte, versuchte sie sich erneut mühsam aufzurichten. Diesmal wurde ihr Versuch von einen schwarzbraunen Fellball, der sich gleich darauf als Hund entpuppte, unterbrochen, als dieser halb auf das Lager sprang und ihr Gesicht ableckte. „Lyla“ rief da eine Stimme und als ein Pfiff erklang, zog sich der Hund zurück an die Seite eines Mannes zu dessen Füßen das Tier folgsam trottete. Der Mann schritt auf sie zu und sah sie mit prüfenden Blick an. „Quomodo vales?“ fragte er, doch sie sah ihn nur verständnislos an. Er seufzte, als hätte er das befürchtet, zeigte auf sich und sagte „Traqu“ und dann auf sie, doch sie verstand zunächst nicht, dann zeigte er auf den Hund, sagte „Lyla“ und zeigte wieder auf sie. „Swa...Swanewit“ Sagte sie noch etwas unsicher und zögerlich, aber er nickte, als ob sie die richtige Antwort gegeben hätte. Nach einen Augenblick verabschiedete er sich dann.
Kurz darauf betrat er den Raum erneut, ein flaches, doppelt gebackenes Brot, einen Krug Wasser und etwas gesalzenen Fisch bei sich, und stellte alles auf einen Schemel neben ihr, bevor er den Raum wieder verließ. Kaum war er weg, erhob sich Swanewit so gut es ging und machte sich über das Essen her.

Die Tage vergingen. Am Anfang war Swanewit noch etwas scheu gegenüber dem Fremden und den anderen denen sie begegnete, doch sie merkte schnell dass diese keine bösen Absichten zu hegen schienen. Tag für Tag wuchs ihre Kraft nach der langen Gefangenschaft wieder und nach einigen Tagen konnte sie bereits das Deck betreten. Zum ersten Mal hatte sie Zeit bewusst zu sehen wie ein Schiff mit ihr über die Wellen ritt und der Anblick war so überwältigend dass sich ihr Magen verkrampfte und sie zur Reling eilen musste, sehr zum Schmunzeln aller Umstehenden. Doch das legte sich alsbald und bald kam eine unbekannte Küste
näher.
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Traqu

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Re:Eine Feder im Wind      30.11.2011 02:10:03 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Tagebuch fünfter Eintrag

Ich versorgte die junge Frau, sie hat kleinere Wunden und eine Prellung an der Hüfte, ich weiß nicht was passiert ist aber sie scheint mir sehr verstört zu sein, da sind ihre Wunden hingegen sehr klein. Jeden Tag wachte ich über sie, erst nach den zweiten Tag wachte sie auf und Lyla begrüßte sie Freudig, das hielt ich aber nicht gerade für Hilfreich, dies könnte nach ihren Erwachen sehr Gefährlich sein, weiß ja nicht was in ihrer Vergangenheit alles passiert ist, also rief ich Lyla mit einen Pfeifen zurück, ich musste sagen, das Lyla schon ziemlich gut auf mich hört und immer mehr dazu lernt an Kommandos. Ich fragte "Wie geht’s?", doch sie verstand mich nicht, sie schaute mich nur Ängstlich an, als ob ich was Böses wollte. Also machte ich es kurz, was jeder verstehen würde und zeigte auf mich und nannte meinen Namen, dann zeigte ich auf Lyla und nannte ihren Namen, das schien sie anscheinend zu verstehen, sie sagte mir ihren Namen....Swanewit, unsicher und zögernd sagte sie ihren Namen, ich nickte ihr zu, um ihr das Gefühl zu geben das ich sie Verstanden habe und das sie richtig verstanden hat.
Um ihr Vertrauen zu gewinnen, halte ich noch ein wenig abstand, damit sie sich erst einmal an alles gewöhnt und Lyla lass ich bei ihr.
Die Tage vergingen, ich brachte ihr immer etwas frisches zu Essen....das was man zumindest Frisch nennen konnte auf dem Schiff....Lyla meint es zwar auch immer gut aber ich glaube das sie Ratte am Spieß nicht so gerne isst.
Als ich gerade mich mit jemanden Unterhielt am Deck, stand sie auf einmal da, alle schienen sie anzuschauen, es war still........sie rannte schnell zur Reling, worauf hin wir alle anfingen zu lachen, es war nicht gerade nett von uns aber es war ja nicht böse gemeint von uns, es war nur gerade sehr lustig, als es still war und sie plötzlich Kotzten musste.
Sie dreht sich etwas zögerlich um und.....und dann kam Tertius Patricius Ovus angedudelt mit seiner Weinfalsche in der Hand und mit seiner Fahne, die den stärksten Legionär umhaute......Gott, wie peinlich das war. Er fing auf einmal an mit ihr zu reden, als ich ihn Aufmerksam machte das sie uns noch nicht verstehen würde, schubste er mich und sagte zu mir "Was wilscht..dueee vonnnns miierrr, duuus llluuullluu" ich schaute zu Occius und reif "Würdest du bitte was machen? Ich habe ja nichts dagegen das er mich beleidigt aber er Beleidigt das Holz und vor allem Swanewit mit seiner Alk Fahne!" schleunigst haben ihn wieder zwei Legionäre gepackt und unters Deck geschafft, er versuchte sich verzweifelt zu wehren und ich muss sagen, dafür das er einen Vollrausch hat, hatten die zwei gut zu tun gehabt.
Sei dem sind wieder ein paar Tage vergangen und sie scheint sich langsam aber sich an uns zu gewöhnen, ich bringe ihr auch schon etwas Latein bei, doch es wird noch sehr lange dauern das sie Latein kann, vor allem muss es jetzt sogar noch zurück geschraubt werden, da wir bald an der Küste ankommen werden.
Ich hoffe das sie das ganze gut überstehen wird und in Rom Friedlich leben kann, doch bis dahin wird es noch ein langer weg werden, doch werde ich alles in meiner Kraft tun damit sie wieder ein Leben hat.....ich weiß nicht warum ich das hier schreibe oder tue, obwohl ich sie nicht kenne, doch hat sie all das überlebt...sie muss es einfach schaffen......wird es eine Bedeutung haben.....


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Letzte Änderung: 2011/11/30 02:18 von Traqu.
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Re:Eine Feder im Wind      04.12.2011 23:37:41 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Swanewit war verwirrt. Sie befand sich in einem fremden Land, angekommen in einem Schiff voller Fremder, Römer, wie sie nun wusste, und obwohl diese freundlich zu ihr waren und sie nicht wie eine Sklavin behandelten, so waren ihre Sprache und ihre Kultur ihr doch fremd und sie vermisste ihre Heimat sehr. Dies spürten auch die Römer und als der sonnige Spätsommer in Tage voller Morgennebel überging, übergab ihr Traqu, der Römer welcher sich ihrer angenommen hatte und auch begonnen hatte ihr die Sprache beizubringen, einen kleinen Beutel voller Silber und die Wegweisung für den nächsten Hafen. Da stand sie nun, unsicher was sie nun tun sollte und allein in einen fremden Land.

Doch, schließlich, die Worte des Römers im Kopf, wanderte sie die Küste entlang, auf der Suche nach den Hafen von dem er gesprochen hatte. Etwa eine Woche später erreichte sie schließlich ein kleines Küstendorf in dem sich tatsächlich ein kleiner Hafen befand. Mit einiger Mühe gelang es ihr den Einheimischen zu erklären was sie wollte und sie erfuhr dass tatsächlich in einigen Tagen ein Schiff in diese Richtung fahren sollte. Sie bezahlte die Überfahrt und von dem restlichen Silber erwarb sie sich Essen und eine Unterkunft.

Keine Pflichten und Aufgaben warteten in den nächsten Tagen auf sie und so kreisten ihre Gedanken oft um das Geschehene der letzten Monate. Beinahe ein Jahr war vergangen seitdem sie aus ihren gewohnten Leben gerissen worden war. Schmerz, Hunger, Leid in neuen Dimensionen hatte sie kennengelernt und doch hatte sie das alles überstanden und war, überraschenderweise, gerettet worden. Nun, schon bald, würde sie die Möglichkeit haben in ihre Heimat zurückzukehren, doch mit einem Mal war sie sich nicht sicher ob sie das wollte. Sie vermisste ihre Familie, das war wahr und sie wünschte sich sie wiederzusehen und in ihr altes Leben zurückzukehren. Doch sie wusste auch dass das Leben nie wieder so sein würde wie vor den Überfall. Ein Teil des Dorfes, wenn nicht sogar das Ganze, war zerstört worden und es konnte sein dass ihre Eltern und Geschwister dabei getötet worden waren oder den Winter danach nicht überlebt haben. Swanewit fürchtete sich davor zu wissen was mit ihrer Familie passiert war. Manchmal war es besser Dinge nicht zu wissen. Mit jedem Tag wurden ihre Zweifel an der Entscheidung somit größer.

Schließlich war der Tag der Abreise gekommen, das Schiff lag bereit, die Waren war beladen und alles was sie tun musste war an Bord zu gehen. Doch sie zögerte, mit einem Male kam ein Bild ihrer Mutter hoch. Vor einigen Jahren, so erinnerte sie sich, war das jüngste Kind der Familie, ein kleiner Junge an hohen Fieber gestorben und alle waren sehr traurig gewesen. Ein paar Wochen später fragte Swanewit ihre Mutter ob sie ihren Bruder sehr vermisse und sie antwortete das tue sie. „Manchmal passieren uns Dinge die uns bis tief ins Innerste verletzen“, antwortete sie „Doch dürfen wir nicht zulassen dass Verluste der Vergangenheit unsere Zukunft überschatten.“ Damals hatte Swanewit diese Worte nicht verstanden, aber nun, nach allem was geschehen war, verstand sie. Wenn sie jetzt auf dieses Schiff steigen würde, würde sie zurück in die Zuflucht ihrer Kindheit fliehen und somit womöglich nie sie eine Zukunft aufbauen können. Sie sah den ungeduldig warteten Schiffskapitän an und sagte leise. „Ich kann das nicht, tut mir leid!“ Dann drehte sie sich um und rannte los.

Sie wusste nicht wohin sie ging und es kümmerte sie im Augenblick auch nicht, sie wollte nur weg. Noch nie war ihr eine Entscheidung so schwer gefallen und sie hatte Tränen in den Augen und doch wusste sie dass sie richtig gehandelt hatte. Doch wo sollte sie nun hin? Die Antwort fand sie relativ schnell, die Römer. Sie hatten ihr in ihrer Not geholfen, vielleicht würden sie ihr erlauben bei ihnen zu bleiben, möglicherweise könnte sie sogar dem was Traqu die Legion genannt hatte beitreten und vielleicht könnte sie dort anderen helfen oder zumindest ihren eigenen Weg im Leben finden.

Die Spuren der Römer waren leicht zu finden, je näher sie ihnen kam, desto angewiderter zeigten sich die Bewohner dieses Landes bei der Erwähnung der Römer und die Spuren der vielen Pferde hinterließen eine deutliche Spur. Der Herbst war weit voran geschritten und kühl, als sie das römische Heer schließlich einholte. Einige der Männer schienen sie auch wiederzuerkennen und zeigten sich überrascht und schließlich sah sie Traqu, der ihr ja schon einmal geholfen hatte, in einer Gruppe von anderen Legionären sitzen und trat auf ihn zu. Er schien überrascht zu sein, ebenso die anderen Männer und in Angesicht der großen Aufmerksamkeit fühlte Swanewit sich seltsam aufgekratzt, als könnte dieser Moment über ihr restliches Leben entscheiden. Schnell beeilte sie sich klarzumachen weswegen sie gekommen war. „Ich will...“ begann sie, wusste dann aber nicht wie sie es ausdrücken konnte. Auf den kalten Boden lagen ein paar beiseite gelegte Waffen und flink ergriff sie eine und deutete mit der Klinge eine Art Angriff, oder wie sie ihn sich vorstellte, an. „...Legion.“ sagte sie nur und sie hoffte dass irgendjemand sie verstanden hatte.
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Re:Eine Feder im Wind      13.12.2011 20:46:00 --- 5 Monate her  
Swanewit war verwirrt, da hatte sie die Römer gerade gefunden und all ihren Mut zusammengenommen, da wurde ihr ein Schwert in die Hand gedrückt und sie nach Norden geschubst, was sollte sie tun? Unsicher sah sie sich um, aber die Körpersprache Traqus sagte klar dass etwas nicht stimmt und so beschloss sie der offensichtlichen Anweisung zu folgen und ging gen Norden. Einige Tage vergingen und schon wurden die Nächte kälter und sie musste sich beeilen, wollte sie diesen Winter nicht um ihr Überleben kämpfen, doch schließlich fand sie ein weiteres, diesmal wesentlich größeres, römisches Heerlager.

Erleichtert schritt sie auf die Wachen zu, voller Hoffnung dass an ihr den Eintritt erlauben und sie der Legion beitreten konnte, sie hatten ihr schon einmal geholfen, warum sollten sie es denn auch diesmal nicht. Doch als sie sich den Wachen näherte kreuzten diese ihre Speere und versperrten ihr den Weg. Verwundert blickte sie auf, was war geschehen? Sie sah einen der beiden Männer fragend an da sie nicht wusste wie sie sich erklären konnte. Doch der Mann, der ein Stück kleiner war als sie, schüttelte nur den Kopf und sagte etwas was sie zwar nicht verstehen konnte, dessen Bedeutung ihr aber dennoch klar war, sie war keine Römerin, man würde ihr keinen Eintritt gewähren. Eine Weile versuchte sie noch auf die Männer einzureden, doch ihre fremde Sprache überzeugte die Männer nur noch mehr davon dass sie im Recht waren und so zog sie schließlich enttäuscht ab.
Ziellos wanderte sie nun herum, ohne Zukunft, ohne Hoffnung und so wie das Jahr schwand, schwand auch ihr Mut. Es war kalt und oftmals fand sie keine Siedlung wo die Leute ihr erlaubten eine Nacht zu verbringen, sondern schlief auf der kalten Erde, in ihren alten, mittlerweile abgewetzten Mantel gehüllt und ihre Mahlzeiten waren spärlich, Brot und Käse von den letzten Resten des Silbers dass ihr der Römer gegeben hatte und Nüsse im Wald, welche die Menschen vergessen hatten zu sammeln. Sie wusste nicht wieviel Zeit vergangen war, aber schließlich erreichte sie die Küste und wanderte in Sichtweite des Meeres weiter. Jetzt bereute sie das Schiff Richtung ihrer Heimat nicht betreten zu haben, aber dafür war es nun zu spät.

Eines Wintertages, das letzte Dorf war bereits eineinhalb Tagesreisen hinter ihr, hörte sie Hundegebell aus der Richtung vor ihr und vorsichtig näherte sie sich den Lärm, bedacht sich, falls ihr Gefahr drohen sollte, versteckt zu halten. Nach einiger Zeit kam der Verursacher des Gebells schließlich in Sicht, es war Lyra, die Hündin des Römers Traqu und Erleichterung überkam sie. Hier würde ihr wohl keine Gefahr drohen. Langsam näherte sie sich und sah auch kurz darauf den Soldaten hinter einer Düne sitzen und in einer Haltung die zugleich Erschöpfung und ungläubiges Grauen auszudrücken schien. Er sah nicht auf, erst als sie näher kam und Lyra bellend auf sie zustürmte, bemerkte er sie und schien zunächst geschockt dass sich ihn jemand unbemerkt genähert hatte, was aber schnell Erleichterung wich. Swanewit wusste nicht was geschehen war, aber sie wusste dass das Schicksal ihr eine neue Chance gegeben hatte von dieser Insel wegzukommen, eine Chance die Römer zu begleiten und sie war entschlossen sich diesmal nicht wie ein Kind wegschicken zu lassen.
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Re:Eine Feder im Wind      08.01.2012 15:10:24 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Eine Weile hatte Swanewit gewartet was der Legionär ihr gegenüber auf ihre erneute Bitte der Legion beitreten zu können sagen würde, aber Traqu gab ihr keine Antwort, sein Blick in weite Ferne gerichtet, seine Hände um einen Stapel in Leder gebundene Pergamentseiten verkrampft. Sie hörte ihn leise davon reden dass er endlich die Legion erreicht hätte, aber sie waren im Niemandsland, weit von der nächsten Siedlung entfernt und sein Wunsch wieder bei der Legion zu sein ließ ihn wohl Dinge sehen die nicht existierten. Sie spürte dass der Mann offenbar etwas schreckliches erlebt hatte und ahnte dass er noch etwas Zeit für sich brauchte und so zog sich sich an den Waldrand zurück, den Rücken gegen einen Baum gelehnt und ihn nicht aus den Augen lassend. Traqus Augen weiteten sich vor Schreck, „Non!“ schrie er – Nicht! - und als würde dies bei ihm böse Ahnungen auslösen, so begann er wieder zu zittern. Überrascht sah Swanewit sich wieder um, das war doch nur ein Baum, dachte sie, was erschreckte ihn so? Sie ging auf ihn zu und setzte sich, einige Schritte von ihm entfernt, in den Sand und wartete. Einige Augenblicke später begann der Mann eine grauenvolle Geschichte zu erzählen, nicht im Detail, er schien zu glauben dass ihnen dazu keine Zeit blieb, aber auch das was er erzählte war genug, sogar für ihr Verständnis der römischen Sprache. Seine Männer aus der Legion waren tot, auf grauenhafte Art und Weise wie schon andere Römer vor ihnen die in dieses Land kamen. Swanewit hörte ihm stillschweigend zu. Als er fertig gesprochen und sich wieder etwas gesammelt hatte, erhob sie sich. Langsam, in den gebrochenen Latein dass er ihr in den Herbst dieses Jahres beigebracht hatte und mit vielen Gesten, versuchte sie ihn zu erklären dass sie eine Idee hatte wie sie die Hauptlegion der Römer einholen konnten, verlangte dafür aber dass er ihr half in die Legionen aufgenommen zu werden. Es dauerte ihm zu erklären was sie wollte, aber am Ende verstand der Legionär und noch immer mitgenommen von den Ereignissen nickte er nur, ein Zeichen seines Einverständnisses.

In den vergangenen beiden Monaten, seitdem sie versucht hatte das Lager der Römer zu betreten, hatte sie sich allein in diesem Land durchschlagen müssen, manchmal von den Gaben der Natur lebend, manchmal sich Unterkunft und Nahrung für ein, zwei Tage in einem Dorf erarbeitend. Und obwohl sie die Sprache nicht verstand, so hatte sie doch einige Dinge alleine an dem Verhalten der Menschen aufgeschnappt. Die Menschen in diesem Land hassten die Römer, jedes Mal, wenn jemand über die Römer sprach, so spuckten sie auf den Boden und ihr Gesicht versteinerte sich vor Hass. Nach der Geschichte von Traqu ging dieser Hass in einigen Gebieten dieses Landes sogar noch viel tiefer und Swanewit verstand auf einmal und war sehr froh deswegen, dass anscheinend nur ihr nicht römisches Aussehen sie vor einem Schicksal wie dem der Legionäre bewahrt hatte. Und auch Traqu war nur zu retten indem er nicht mehr wie ein römischer Soldat aussah. Sie wies ihn an seine Rüstung auszuziehen und gab ihn ihren Mantel unter der er seine römische Kleidung verstecken konnte. Die Ausrüstung, welche sie in seinen Bündel auf den Rücken verstauen konnten, verstauten sie sorgfältig und tief, den den Rest ließen sie notgedrungen zurück. Notdürftig getarnt wanderten sie so gen Süden, wo sie eine halbe Tagesreise später auf eine kleine Ansiedlung stießen. Swanewit gab Traqu zu verstehen dass sie von hier an sehr vorsichtig sein mussten und er nicht sprechen durfte um sich nicht als Römer zu enttarnen, zudem solle er einen hinkenden Gang vortäuschen. Er schien überrascht, tat jedoch worum sie ihn bat und auch sie täuschte eine alte Verletzung vor als sie sich der größten Hütte näherten. Als eine große, kräftige Frau aus dem Haus trat um die Fremden zu beäugen und notfalls nach den, sicher in der Nähe warteten, Männern zu rufen um die Fremden zu vertreiben oder schlimmeres. Doch allein der Anblick des roten Haares von Swanewit genügte um der Frau ein wenig ihres Misstrauens zu nehmen, welches vollends schwand als sie die Stimme erhob. Sie konnte nur ein paar Worte dieser Sprache, aber es genügte. „Sklaven, Flucht...“ erklärte sie und dann mit gespielter Hass verzehrter Mine „Römer...“ Das genügte und die Frau bot ihnen ein Obdach an.

Wie ironisch es doch war nun zu Gast in einem Haus einer Familie zu sein die womöglich auch an dem Tod der Legionäre beteiligt war. Man bot ihnen etwas Suppe an und Swanewit erklärte um keinen Verdacht zu erregen warum Traqu nicht sprach, dass dieser stumm sei. Zudem tauschten sie sein angeblich gestohlenes Silber gegen einheimische Kleidung ein. Sie blieben eine Nacht und waren heilfroh als sie am nächsten Tag ihre Reise fortsetzen konnten, doch zumindest waren sie nun besser getarnt und hatten auch wieder ein paar Vorräte. Traqu hatte ihr dass die Römer vermutlich nochmals an der Südspitze dieses Landes halten würden und das war ihr Ziel, aber sie mussten sich beeilen, sie hatten sicher nur wenige Tage Zeit.

Tagein, tagaus marschierten sie schnellen Schrittes, nur halt machend wenn Hunger oder Erschöpfung es ihnen abverlangte. Einmal trafen sie dabei einen Fuhrwagen der gen Norden zog und für etwas Silber nahm der Wagenlenker sie bis zur nächsten Stadt mit und sparte ihnen so ein großes Stück des Weges, doch meistens liefen sie den scheinbar endlosen Küstenstreifen entlang. Als schließlich 10 Tage verstrichen waren, kam endlich eine große Ansammlung von Schiffen, nur noch einige Meilen entfernt, in Sicht und beide waren erleichtert, wären sie doch bald in Sicherheit. Die letzten Meilen liefen sie – trotz wunder Füße – federnden, schnellen Schrittes auf das Lager zu.

Dort angekommen, wollte man sie zunächst nicht herein lassen, doch dann nahm Traqu seinen Helm aus dem Gepäck, setzte ihn sorgsam zurecht und schnauzte dann die Wachen so laut an dass Swanewit vor Schreck zurück wich und dabei fast über Lyla stolperte, woraufhin der Hund sie empört anzublicken schien und ihr den Rest des Tages auswich. Der Appell wirkte, man ließ sie beide in das Lager der Römer und wenige Tage später, als die Schiffe endlich von der Küste ablegten, stand auch Swanewit an Deck mit eines der Schiffe, zu ihrer vielleicht baldigen Heimat segelnd. Nachdenklich blickte sie dabei auf das Muster der Wellen, dass leichte Übelkeit in ihr auslöste, würde es dem Legionär gelingen sein Wort zu halten und ihr Bürgerrechte zu verschaffen damit sie der Legion beitreten konnte? Sie wusste es nicht, war ihr Leben doch nur wie eine Feder im Wind des Schicksals. Doch wie auch immer, zumindest eines konnte sie tun, die Reise nutzen um die Sprache ihrer neuen Heimat besser zu lernen und genau das tat sie.
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