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Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 02.04.2010 11:54:37 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Thors Söhne und Freyas Töchter
(1): Der einst war der Norden durch den Krieg bedroht. Svear fielen in die Dörfer und Länder des friedlichen Fjordvolkes ein. Die Svear, ein kriegerischer Stamm, der südlich von uns siedelte war damals noch nicht dem nordischen Glauben anhängig. Das Volk von dem hier nun geschrieben steht, lebte und lebt in der rauen Landschaft der Fjorde. Ein kleines Häuflein Helden, die sich tapfer dieser Übermacht erwehrten. Dies sei Euch nun als ihre Geschichte bekannt gegeben.
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Letzte Änderung: 2010/04/02 11:55 von Freybrandr.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 02.04.2010 11:56:23 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Der König ist schwer erkrankt
(2): König Teja begründete den Stamm der Sitonen. Er war es, der die Helden zusammen rief und sie ein Dorf, eine Gemeinschaft aufbauen lies. Doch seid einiger Zeit war da nichts mehr von ihm zu sehen und zu hören. Teja hatte den Prinzen Norbert Valentin zum Kanzler berufen. Doch Norbert Valentin verfiel der Spielleidenschaft, der Trunksucht und den Frauen. Nichts konnte ihn dazu bewegen, den Staatsgeschäften auch nur im Ansatz gerecht zu werden. Sein Bruder Pimp war ein Anführer eines kleinen Heertrups. Eines Tages traf der Heertrup auf die Svear. Mit fünf Getreuen konnte sich Pimp nur in das befestigte Lager von Preterius, dem Gaufyrsten von Fjordland, zurück ziehen. Dort verschanzte man sich und erwartete den Angriff der Svear. Preterius Botschaften an den König dieser Barbaren blieben unbeantwortet. Bis eines Morgens die Svear mit ihren Männern das Dorf stürmten. Die Schlacht wogte schwer hin und her. Doch konnten unsere Krieger der Übermacht dieser Scheusale nichts entgegen stellen. Pimp und Preterius gelang es, die Schlacht in die dunkle Nacht hinein zu retten. Die Dunkelheit sollte ihr verbündeter sein. Während die Svear sich nun ihre Wunden leckten, zogen die Helden mit ihren Weibern und Kindern aus dem Dorf fort. Der Tross suchte nun Schutz bei König Teja. Als man auf der Burg ankam, wunderte man sich, daß dort kaum eine Wache aufgestellt war. Kaum ein Bewaffneter, kaum eine Palisade konnte dem Feind Widerstand leisten. Preterius ging sofort zum König. Doch die Frauen wollten ihn nicht vorlassen. Pimp begleitete den Gaufyrsten und schnautzte die Weiber an, die darauf hin den Weg frei gaben. Preterius und Pimp traten an das Lager des Königs. Doch der konnte sie im Fiberwahn kaum verstehen. „Such Du den Kanzler, ich werde den Ting einberufen!“ Pimp sollte seinen Bruder finden. Wusste er doch, daß der der Letzte ist, auf den man sich verlassen kann. Während sich Preterius um die Verteidigung der Burg kümmerte suchte Pimp in allen Tavernen und Spelunken nach Norbert Valentin. Endlich fand er ihn in den Armen von einem halben Dutzend Weiber. Mit seiner Axt zerdonnerte er die Möbel, damit die Gesellschaft endlich Notiz von ihm nimmt. Entgeistert schaute Norbert Valentin den Klyngefører an. Der erklärete nun mehr, was im Fjordland vorgefallen ist. Schlagartig wurde der Kanzler nüchtern. Draussen hörte er schon das geschäftige Treiben. Preterius scheuchte alle Freye zusammen auf den Tingplatz. Dort standen sie nun alle. Norbert Valentin schaute sich um, noch ein wenig von dem süssen Met benebelt. Pimp berichtete von der Wucht der Schlacht, dem Wüten der Svear. Und der König, er liegt krank im Bett. Jetzt kann es nur einen geben, der das alles hier retten kann. Wusste doch einzig er, wo die Schätze verborgen waren und wer sich als Freund des Stammes erweisen wird. So stand Norbert Valentin auf. „Wir werden nun die Heimat verteidigen. Den Feind zurückschlagen und mit Freunden über die Verteilung der Haut des Svear verhandeln!“ Aufmerksam hörten sich die Freyen die Rede des Norbert Valentin an. Einige waren von dem Heldenmut überrascht, kannten sie ihn doch nur als weibischen Spieler. Andere widersprachen offen und meinten, daß das Heil nicht im Kampf, sondern in einem neuen Land zu finden wäre. Norbert Valentin ergriff wieder das Wort: „Wir werden die Heimat verteidigen. Wer mir folgen will, wer sich Ruhm und Ehre verdienen will soll dies hier kundtuen!“ Erlendur und Drum bekräftigten die Worte mit dem heftigen schlagen ihrer Waffen auf die Schilder. „Volk der Sitonen! Ich Norbert Valentin tue hiermit einen Schwur! Ich werde diesen Stamm in Ruhm und Ehre führen und den Feind mit dem Feuer des Drachen bekämpfen! Schmunziel ist erwacht! Hört, wie er sich bereits die Krallen wetzt! Der Drache Schmunziel wird an unserer Seite den Svear in den Höllenschlund zurück treiben, aus dem er hervor zu luken sich traute!“ Nicht alle Freyen trauten den harten und festen Worten dieses Kanzlers. Kannten sie ihn doch eher anders. So trat Pimp, sein Bruder vor den Ting. „Freye, Ruhm und Ehre sind wohl wichtig für den Krieger. Doch was nützt es, Ruhm und Ehre zu besitzen und im Magen nichts als Luft zu haben. Die Svear verwüsteten nicht nur das Fjordland, sie raubten und plünderten auch alle Vorräte. Unser Stamm hat kaum noch Lebensmittel um den Winter zu überstehen. Du Norbert Valentin sollst die Heimat verteidigen. Aber jenseits des Südwassers fand ich Land, welches uns andere wohl ernähren kann.“ So tagte nun der Ting um zu beratschlagen, ob das Volk sich das neue Land zu eigen machen oder die alte Heimat heroisch verteidigen soll.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 02.04.2010 11:57:13 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Neue Könige und zwei Wege
(3): Der Ting ging bis zum Morgengrauen. Viele Helden erhoben mächtig ihre Stimme. Es bildeten sich zwei Parteien heraus, die eine unter Norbert Valentin mit Sharaz, Erlendur, Ulrik, Preterius und die andere unter Pimp mit Schnapsi und Memnon. Wieder war es an der Zeit, das der Beschützer des Fjordlandes sein Wort erhob: „Freie Helden des Nordens. Wir haben jetzt lange genug beratschlagt, was wohl zu tuen ist. Dieser Ting ich sich einig darin, daß der Ruhmreiche König Teja sein Amt nicht mehr erfüllen kann. So sollen wir nun entweder dem Norbert Valentin treue schwören und die Heimat verteidigen oder dem Pimp folgen und ein neues Land erobern. Ich sage, wir tuen beides. Dieser Ting erhebt Norbert Valentin zum Regenten der Sitonen und auch Pimp zum Regenten der Wanderer. Wer ausziehen will und das Neue Land erobern will solle Pimp folgen. Wer hier bleibt und sich dem Krieg gegen die Svear stellt solle Norbert Valentin folgen!“ Norbert Valentin schaute sich in der Runde des Tings um. Alle Freye schienen diesen Vorschlag anzunehmen. Zur Bestätigung schlugen sie ihre Waffen auf ihre Schilde. So stand Norbert Valentin nun auf und ging auf die rechte Seite der Tingeiche. „Sitonen, lange war ich der Völlerei verfallen. Dies soll sich nun Ändern! Ich gelobe dem Stamm meine ewige Treue! Als Zeichen dessen ändere ich meinen Namen in Sitonius und nehme mit Eurer Zustimmung den Titel Fyrst der Sitonen an! Wer will mir in den Krieg folgen?!“ Einige Freye trommelten mit den Speeren auf den Schilden und rückten auf die rechte Seite der Tingeiche hinüber. So stand nun auch Pimp auf: „So wie es gesprochen wurde, so soll es nun geschehen. Ich Pimp, Bruder des Sitonius, ich werde Euch in eine neue Zeit, in ein neues Land führen. Wer sich den Ruhm und die Ehre in der Eroberung neuem Reichtums verdienen will, soll mir als seinem Hærfyrsten Folgschaft leisten! Ich Pimp führe Euch in das Land, in dem ihr nimmer mehr werdet Hunger leiden! In das Land in dem Eure Nachfahren noch in Ruhm und Ehre eure Geschichten erzählen werden.“ So beschloss der Ting nun die Wahl des Sitonius zum Fyrsten und Verteidiger Sitoniens und Pimp zum Hærfyrsten und Eroberer Neuer Wälder und Felder. Dem Ruf der Nornen, die unser aller Schicksal vorher bestimmt haben, folgend trat eine rege Geschäftigkeit ein. Sitonius nutzte seine Kontakte aus den gemeinsamen Heerzügen mit den Teutonen um mit diesen das eigener Heer zu verstärken. Pimp machte sich daran mit seinen Getreuen die Reise vorzubereiten. Kundschafter berichteten, daß sich die Svear im Angesicht des Verteidigungsheeres aus dem Land stahlen, so daß der Weg für den Tross in die Fremde wohl frei ist. Als Pimp Heerzug sich nun auf den Weg machte, flossen bei den Frauen wohl einige Tränen. Die Krieger sannen ihren Freunden nach. Werden sie sich dereinst in Walhalla wieder erkennen? War das alles oder sollte man wieder einmal von einander hören?
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 02.04.2010 20:00:52 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Einst gab es harte Zeiten im hohen Norden! Stürme...harte Winter......Hunger...Elend...Zu wenig Nahrung für zu viele Mäuler! Als ihr alter König Teya schwer erkrankt an das Bett gebunden daniederlag, gab er seinen Wunsch bekannt, damit sein Volk, die Sitonen, nicht zu Grunde geht:
"Ein Teil meines Volkes möge die Heimat verlassen! Die, die gehen, werden den Untergang unseres Volkes verhindern! Die Sitonen waren immer stark, sie sollen es weiterhin bleiben. Möge aus Trennung Stärke erwachsen!"
Doch wollte er keiner Sippe vorschreiben, wie viele der ihren sie in die Ferne schicken! So zog sich jede Sippe zurück, um zu beratschlagen, wer gehen soll. Nach 3 Tagen erwartete man von jeder Sippe die Namen derer, die die Heimat verlassen werden.
Die Namen wurden genannt, die Wagen bestückt, die Brüder, Söhne, Töchter, Schwestern, Neffen, Nichten unter Tränen verabschiedet! Der Troß zog los! Nach kurzer Zeit stellte man sich die Frage, wo sollte es hingehen? Da man positiv dachte und das Morgen im Blick hatte, kam nur eine Richtung infrage! Man zog der aufgehenden Sonne entgegen!
Nach Monaten der Wanderschaft erreichte man schließlich ein Stück Land, dass allen Menschen des Zuges genug zum auskommen bot! Wild zum jagen, Holz zum Bauen, weite Flächen freien Landes! Nach kurzer Zeit nahm man Kontakt zu den Einheimischen auf. Man lernte sich kennen und auch lieben! So entstanden langsam neue Familien und Sippen! Doch der Mythos der Wanderschaft sollte nicht verloren gehen! Man besang die Wanderung, ihre Helden und die Anzahl erschlagender Monster! Eines Tages wollte man mehr über die Vergangenheit Wissen! Man wollte wieder Kontakt zu den Menschen, die man einst aus Liebe und auch aus Abenteuerlust verlassen hatte! So verfaßte man eine Botschaft, die durch einen Boten in die alte Heimat gebracht wurde. In einem mittlerweile anderen Dialekt, doch durchaus noch Verständlich sprach der Bote:
"Volk der Sitonen!
Einst verließen wir die alte Heimat, die noch immer die eure ist! Hunger und Not bewogen einst einen Teil unseres Volk, diesen Schritt zu tun! Mit stolz erinnern wir uns unserer alten Heimat und unserer Wanderung. Doch mehr als Lieder sind uns nicht geblieben! Auch wenn die Jahre der Trennung zu neuen Familien, Sippen, einem neuen Selbstverständnis, ja schlußendlich zur Entstehung eines neuen Volkes geführt haben, wünschen wir doch gerne Kontakt zu unseren alten Brüdern! Sollte es eurem Volk ähnlich gehen, so schickt Gesandte in unsere neue Heimat! Unser Bote wird ihnen gerne den Weg weisen! Ihr seid herzlich Willkommen!
Das Volk der Nenzen"
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 04.04.2010 09:21:11 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Nachricht vom Bruder
(5): Es war ein lauer Frühlingsmorgen. Die Vögel zwitscherten um die Wette. Sitonius, gerade wach geworden, schaute auf sein schönes Eheweib Lahela. Lag sie noch in seinen Armen und kuschelte sich so richtig schön ein. Am liebsten würde er so noch etwas liegen bleiben, doch von draußen drangen Stimmen und Geräusche der Beschäftigkeit zu ihm herein. Was war draussen los? Also stand er leise auf, ging an die Tür und lugte vorsichtig hinaus. Am Brunnen stand eine Gruppe der Sitonen und redeten wüst durcheinander. Von der Türe aus konnte er nicht verstehen, was da so lautstarkes Thema der Freyen war. So bekleidete er sich und ging zu der Gruppe hinüber. Halbwegs stockte er. Ein Krieger stand dort in der Gruppe, ein Held, den er schon lange nicht mehr in ihren Reihen erblickte, doch kannte er ihn gut. Memnon, der Freund seines Bruders. Ob er gute Nachrichten hatte? Wie lange war das nun schon her. So viele Monate, so viele Jahre sind vergangen, als sich der Stamm teilte und sein Bruder Pimp mit einer Sippe in die Fremde aufbrach. Forsch setzte Sitonius nun seine Schritte fort. „Memnon, grüsse Dich! Hast Du Botschaften von Pimp? Wie ist es Euch ergangen?“ Sitonius überschüttete den nordischen Helden mit Fragen über Fragen. Zu den Anderen gerichtet befahl er: „Schnell bringt Met, bringt Speisen. Und verkündet die Freude im ganzen Dorf!“ Memnon sprach inzwischen in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Dialekt. Die Helden drängten sich um ihn. Ein Jeder, eine Jede wollte hören, wie es den Verwandten ergangen ist. Memnon berichtete von der heimlichen Flucht durch das Land der Svear, von der Verfolgung durch diese und wie sie sie geschickt in dem Seenland abschütteln konnten. „Soviel Moor wie die zu futtern bekamen, erfreuen die sich wohl bester Gesundheit!“ Schliesslich erzählte er von dem Land, in dem Milch und Honig flossen. Dem Land, welches von ihnen den Namen „Nenzenland“ erhielt. „Wir haben uns mit den Leuten da gut vertragen und das Volk der Nenzen begründet! Doch sagt,“ fuhr Memnon fort, wobei er sich umwandte um das Dorf in Augenschein zu nehmen „Euch scheint es nicht schlecht ergangen zu sein. Dies Dorf ist gut befestigt. Dein Haus erscheint mir eine feste Burg zu sein. Wie ist es Euch ergangen?“ Bei dem Stichwort war es nun an Sitonius von der Zeit zu berichten. „Die Boten riefen damals die Teutonen zu hilfe. Ich habe da ja noch die besten Kontakte zu deren Allfyrsten. Als unsere Heere sich vereinten, flohen die Svear. Sie haben sich einen neuen König erwählt und mit uns Frieden geschlossen. Im Jaemtsland kam es zu einem grossen Fyrstenting. Teutonen, Guttonen, Sami, Svear und wir Sitonen haben dort den Norden befriedet. Zwar traue ich den Svear noch nicht über den Weg, doch Ragnar Hammerson erscheint mir als aufrechter und fester Fyrst seines Volkes zu sein. Solange der da regiert, sollte sein Wort dem Norden den Frieden geben, der uns die Freiheit und den Frieden ermöglicht.“ Den ganzen Tag erzählte man sich nun die Geschichten des Krieges, die Geschichten der Wanderung. Ein großes Feuer wurde entfacht, ein Ochse den Göttern und dem leiblichen Wohle geopfert. Man Feierte bis in die Nacht hinein und noch ein paar Tage weiter. Memnons Rückkehr zu den Nenzen wollte man soweit wie möglich verschieben. Doch es kam der Tag an dem er sich auf die Rückreise begab. „Wir haben noch viel zu tuen, wir müssen noch vieles bauen und errichten.“ Sprach der Held der Nenzen. Sitonius schaute in die Runde seiner Krieger. „Wir lassen Dich nicht ohne Hilfe ziehen.“ Als sich Sitonius in den Reihen der Helden umsah sah er in ihren Gesichtern eine erwartungsvolle Freude. „Erlendur Myrkur, Teja, Preterius, Ulrik von Smola, Sharraz Ghul, Lahela, Marcus Aurelius und Buliwyf begleitet Memnon auf seiner Reise, nehmt Werkzeug und Vorräte mit. Unseren Verwandten soll es an Nichts fehlen!“ Die Angesprochenen freuten sich, sprangen auf und machten sich zur Reise fertig. Ein Tag später war es nun soweit. Unter grosser Freude, mit dem Gesang der freien Helden machten sich die Heere der Sitonen unter der Führung von Sharraz Ghul und Buliwyf auf den Weg, die Verwandten zu besuchen und diesen zu helfen.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 04.04.2010 17:01:47 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Die lange Reise durch die Fremde
(6): Sie waren lange unterwegs gewesen. Teilweise zogen sie durch Dörfer der Sami, machten sogar auf deren Burg halt, großteils war es aber wildes Land. Erlendur fühlte sich an seine zwei Fluchten erinnert. Man musste städnig auf der Hut sein nicht aus einem Hinterhalt heraus von einer Meute halbnackter, zu allem entschlossener Barbaren angegriffen zu werden. Und trotzdem war es eine ganze andere Situation. Hier marschierte ein großer Heeresverband. Ganze acht sitonische Helden waren ausgezogen und zusammen mit den Nenzen, die zu ihnen gewandert waren, stellten sie einen kampffähigen Haufen dar. Niemand würde sich ihnen in den Weg stellen ohne es später bereuen zu müssen.
Für Erlendur kam aber noch ein zweiter Umstand dazu. Er reiste zum ersten Mal mit seiner Frau, die zudem noch schwanger war. Er hatte versucht sie davon abzuhalten mitzureisen, aber was konnte er gegen ihr Temperament schon ausrichten. So blieb ihm nichts anderes übrig als besonders auf sie aufzupassen und ihr Möglichkeiten zu schaffen sich ein wenig zu schonen.
Nachdem sie alle Angriffe und Hinterhalten auf dem Weg ohne größere Schwierigkeiten überstanden hatten, waren sie endlich in dem Gebiet angekommen, was die Nenzen besitzen wollten um den größer werdenden Stamm weiterhin ernähren zu können. Zudem ging von diesen Barbaren auch eine ständige Bedrohung aus, da dieser Stamm davon lebte die umgebenden Lädererien immer und immer wieder zu plündern. Es würde entsprechend nicht mehr lange dauern, bis auch die Nenzen darunter würden leiden müssen, bzw. war es sogar schon zu vereinzelten Angriffen in jüngster Zeit gekommen. Die Nenzen waren zwar alles fähigen und kräftige Kämpfer, aber dieser Stamm war ein besonders kriegerischer, weshalb sie ihre sitonischen Brüder um Hilfe gebeten hatten. Mit vereinter Macht wollte man das Gebiet befrieden um es dem Reich der Nenzen zuzuführen und die Gefahr zu bannen. So war es Zeit Anbegin der Zeit. Selbst bei den Göttern herrschte immer nur der Stärkste.
Erlendur war aufgeregt, da er das erste mal seit langem wieder an der Seite seiner damaligen Brüder kämpfen würde. Lange war es her, da sie Seite an Seite gegen die Übermacht der Svaer gekämpft hatten, welche sie damals nur dank ihrer reinen Masse besiegen konnten. Diesmal würde es anders werden. Der Gegner war nur etwa gleichstark, wobei sie wohl die wesentlich besseren Krieger darstellen dürften. Zudem hatten sie den Vorteil des Überraschungseffektes.
Daher lagen sie im Morgengrauen auf allen Seiten des feindlichen Lagers und warteten auf das vereinbarte Zeichen. Erlendur hatte sich direkt neben Buliwyf einteilen lassen, so dass er seine Frau nicht aus den Augen verlieren würde. Er würde es nicht zulassen, dass auch nur ein Barbar ihr ein Haar krümmen würde.
Dann kam das Zeichen und der Sturm ging los.
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Letzte Änderung: 2010/04/04 17:07 von Dux Garpur.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 04.04.2010 21:41:50 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Die Freude war groß beim Volk der Nenzen, als Memnon mit einigen Streitern aus der alten Heimat in die neue Heimat zurückkehrte! Eigentlich der richtige Zeitpunkt für ein großes Fest! Man hätte sich und die Götter feiern können! Doch befand man sich mitten in den Vorbereitungen eines Feldzuges! Der Herr der Nenzen wollte nicht als ungehobelter Banause dastehen. Er wußte nicht, wie er es den Neuankömmlingen erklären sollte, ohne ihnen vor den Kopf zu stoßen. Doch den wachsamen Augen der Sitonen entging nichts! Ihr geschulter Blick erkannte sofort, was hier vor sich ging! Teja sprach: "Mir scheint, wir kommen genau zur rechten Zeit! Laßt uns doch später feiern! Dann haben wir doppelt Grund dazu! "
Der Pimp erwiderte: "Ihr seid unsere Gäste! Wir können nicht von euch erwarten, unsere Schlachten zu schlagen!"
Teja gab aufbrausend zur Antwort: "Beleidigt uns nicht! Alten Brüdern stehen wir gerne zur Seite!" Er lachte und gab dem Pimp einen Klapps auf die Schulter! Der Pimp lächelte: "Dann sei es! Es erfüllt uns mit Stolz, wieder mit den Sitonen in die Schlacht zu ziehen!"
So bereitet man sich vor und zog zum Feind. Der Kampf war kurz. Wie eine Urgewalt fiel das vereinte Heer über die Barbaren her, die die Nenzen immer wieder drangsaliert hatten! Schnell ergaben sie sich und unterwarfen sich den Nenzen! Die Toten wurden auf Scheiterhaufen aufgebarrt! Man sang die alten Lieder und opferte nach altem Brauch den Göttern, Speis, Trank, Waffen, Tier und...
"Mein dank geht nach diesem Sieg an die Götter und an die Sitonen! Ihr ward uns eine große Hilfe! Mögen die Götter uns auch bei unseren weiteren Eroberungen und Schlachten hold sein!" sprach der Pimp.
Neue Ziele vor Augen zog das Heer ab.
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Letzte Änderung: 2010/04/04 21:42 von Pimp von Pimperning.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 05.04.2010 07:42:40 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Letzte Änderung: 2010/04/05 07:45 von Freybrandr.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 05.04.2010 11:40:11 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Die Ruhe vor dem Sturm
(9):
Die Schlacht war kurz, blutig und erfolgreich. Allerdings konnten Teile der feindlichen Krieger fliehen, nachdem sie gesehen hatten, dass sie hier und heute keine Chance haben würden. Sie hatten sich um ihren Anführer gescharrt und waren zuammen in die Wälder gerannt. Da sie sich in der Landschaft auskannten und das vereinte Heer der Nenzen und Sitonen einer Falle entgehen wollte, sah man von der Verfolgung ab. Die Schlacht war gewonnen, der Krieg jedoch noch nicht vorbei.
Die fremden Krieger hatten ihre Frauen und Kinder zurück gelassen. Da der Stamm der Nenzen noch recht klein war, wurden Teile der jüngeren Frauen und von den Kämpfer geehelicht und die Kinder adoptiert. Der Rest wurde mit auf dem Scheiterhaufen verbrannt, da man den Stamm vernichten musste um das Land wirklich besetzen zu können und Ruhe vor ihm zu haben.
Sofort nach der Schlacht wurden Kundschafter ausgesannt um die feindlichen Recken aufzuspüren. Man fand sie in einem Tal in der Nähe wie sich rüsteten und sammelten. Sie waren zwar weniger, aber nun vorgewarnt und hatten vor allem eine wesentlich bessere strategische Stellung inne. Entsprechend würde die nächste Schlacht wesentlich gefährlicher werden.
Trotzdem feierte man in dieser Nacht den Sieg der ersten Schlacht und vor allem auch die Vereinigung der brüderlichen Heere. Erlendur mochte dem allgemeinen feiern noch keine Freude abgewinnen. Nachdem er sicher gestellt hatte, dass seine Frau die Anstregung unbeschadet überstanden hatte, ließ er sich freiwillig für die Wache einteilen. So verbrachte er die ganze Nacht damit über die feierenden und später schlafenden Brüder zu wachen.
Am nächsten Morgen zogen sie aus um den Krieg erneut zu den Feinden zu tragen. Der fremde Stamm hatte sich in einem schwer einnehmbaren Tal verschanzt. Es würde diesmal eine Schlacht werde, wo auch die Bruderheere Verluste würde nicht vermeiden können. Erlendur verbrachte vor der Schlacht noch ein paar ruhige Minuten mit seiner Frau. Er stellte sicher, dass ihre Waffen in Ordnug waren und es ihr ausreichend gut ging um ihre volle Kampfkraft entwickeln zu können. Dann saßen sie ein paar kurze Augenblicke in Zweisamkeit beisammen und genoßen einfach die Nähe des anderen. Niemand wollte es aussprechen, aber es konnte gut sein, dass einer von ihnen diesen Tag nicht überleben würde.
Kurz vor der Schlacht sammelte man sich zu eine Lage und Taktik Besprechung. Man wollte versuchen den Feind mit kurzen und schnelle Angriffen zu reizen um ihn dann vor dem Wald von den dort wartenden Schützen nieder zu machen. Sie gingen davon aus, dass sie nicht ihre volle Stärke kannten und sich dadurch vielleicht täuschen ließen. Erlendur und Buliwyf gehörten zu den Recken, die bei den Angriffen dabei sein sollten, da ihnen der Umgang mit dem Bogen unbekannt war. Es war die mit Abstand gefährlichere Aufgabe in der bevorstehenden Schlacht. Die Sturmgruppen sollten auf alle Fälle vermeinden sich zu sehr auf Duelle mit den Feinden einzulassen um sicher zu gehen, dass man nicht umzingelt wurde. Allerdings musste es auch glaubhaft aussehen, dass man wirklich floh. Es würde eine schwere und verlustreiche Schlacht werden. Mit dieser Gewissheit rüstete man sich und began den Angriff.
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Re:Edda - Geschichte eines Nordgermanischem Volkes 06.04.2010 10:43:02 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Eine blutige und grausame Schlacht
(10):
Wie die vereinten Heere befürchtet hatten, wurde es eine schwierige Schlacht. Der erste Angriff lief noch perfekt. Man ließ sich in kleine Scheingefächte verwickeln und zog sich wieder in die Nähe des Waldes zurück. Wild jolend, weil sie mit einem leichten Sieg rechneten, stürmten die Barbaren hinterher um von einem Pfeilhagel überrascht zu werden. Der gegnerische Anführer hatte jedoch schneller als erwartet die Falle durchschaut und wieder die Kontrolle über die Situation erlangt, indem er sich sofort mit seinen Männern zurück zog.
Die Angreifer sahen lediglich, dass sich die Barbaren wieder zurück zogen und begannen den Scheinangriff von neuem. Dass der Gegner die Taktik anscheined durchschaut hatte, war dabei nur den wenigsten klar. So kam es auch, dass der Leibgarderitter von Marcus Aurelius den Fehler machte sich zu Nahe an das feindliche Lager locken zu lassen und umzingelt wurde. Da man keinen Freund einfach so sterben lassen wollte, blieben auch die anderen und versuchen ihm zu helfen. Preterius erreichte den eingekesselten als erster, aber es war zu spät. Er sah nur noch wie der furchteinflößende Anführer der Barbaren seine blutige Axt aus dem toten Körper des Mannes zog. Nun wendten sie sich alle gegen ihn und er war schnell in einer auswegslosen Situation. Aber auch die anderen Angreifer waren mittlerweile in arger Bedrängnis, da sie in der Minderheit waren und sich nicht mehr einfach so zurück ziehen konnten.
Zum Glück bemerkten die immer noch im Wald versteckten Mitstreiter, was sich dort unten tat, zogen ihre Nahkampfwaffen und stürmten mit einem Kriegsschrei, der das Blut der Verteidiger zum stocken brachte, in die Schlacht. Wieder reagierte der kluge Anführer der Barbaren schnell und gut. Er sammelte seine Männer erneut und brach an einer Stelle durch um in den Wald zu flüchten.
Erneut sah man vor einer Verfolgung ab, da es unter den vereinten Heeren doch viele Verletzte gegeben hatte. Keiner der Angreifer hatte den Kampf ohne Blessuren überstanden und trotzdem war ihnen Óðinn hold geblieben, da außer dem Leibgarderitter keiner getötet wurde und auch die Verletzungen nicht so schlimm waren, dass es noch einer tun müsste. Bevor sich die Barbaren verstecken konnten schickte Pimp wieder zwei Kundschafter hinterher um die Bewegung des Feindes nachvollziehen zu können. Man musste mit Ansehen, wie sich das feindliche Heer mit einigen zusätzlichen Kämpfern vereinte. Laut dem Bericht der Kundschafter waren dies anscheinend Jäger des Stammes, die in einem zusätzlichen Lager waren. Hier hatten sich die Barbaren vereint um weitere Schritte zu planen.
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Letzte Änderung: 2010/04/06 10:44 von Dux Garpur.
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