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Re:Über die Griechen 22.08.2010 21:42:59 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Zur Gleichen Zeit in Phönizien
Daruc seufzte schwer und sah sich nach seinen Waffenbrüdern um. Erneut strömte eine zahlenmäßige Übermacht von schlecht ausgerüsteten Barbaren auf die Gruppe von Exilgriechen zu.
Daruc wusste jedoch, dass auch diese Barbaren keine Chance gegen die gut trainierten Griechen haben würden, und bald wohl zu Hauf tot auf dem Boden liegen würden.
Eigentlich hatte Daruc, trotz seines Kriegerdaseins, gehofft, dass er die angrenzenden Regionen von Byblos und Tyros nicht mit Gewallt hätte erobern müssen. Boten waren in alle freien Grafschaften gesand worden, mit dem großzügigen Angebot, dass die Verwaltung der einzelnen Dörfer bei den Stämmen bleiben sollte, nur die oberste Verwaltung an einen Graf Phöniziens ging. Die lehen der Hopliten würden in der Nähe der bisherigen Dörfer gebaut werden, und für zusätzlichen Aufschwung und Handel sorgen, ohne das Leben der Barbaren groß anzutasten.
Für ordentliche Ausbildung, den Ausbau der Provinz und damit mehr Wohlstand für alle, hätten die Bewohner lediglich 10 Jahre Heeresfolge leisten müssen, von den Erntemonaten abgesehen, wenn es nicht um den Ernstfall ging. Zurück kamen haufenweise Köpfe der Boten, deren Leichen die freien Grafschaften jeweils in ihrer Hauptstadt ausstelten - nur eben ohne Kopf.
So blieb Daruc nichts übrig, als erneut seinen gewaltigen Hammer zu Schultern und diesen Barbaren Recht und Ordnung zu bringen, wenn sie es denn nicht anders haben wollten. Befehl war Befehl, und sein Befehl lautete, die angrenzenden Grafschaften für die Exilgriechen zu erobern, da das Volk Platz und Raum benötigen würde.
Als bisheriger Chef der Leibwache des Traitos, waren seine Fähigkeiten hauptsächlich Militärischer Art, doch hinter der finsteren Grimasse, die sein Gesicht darstellte, war ein nicht gerade kleines Hirn, weshalb Daruc auch temporär die Verwaltung des Reiches übernahm. Nur das mit dem Lesen und Schreiben, das musste er wohl oder übel noch einmal lernen.
Von seinen Gedanken zurückkehrend, sah er umso entschlossener drein, auch Aleppo für Phönizien zu erobern. So grinste er sein Gefolge ein letztes mal an, bevor er auf den Feind zustürmte, und schon bald seinen Hammer in den Brustkorb eines kaum geschützten Barbaren schmetterte, worauf dieser ein paar Meter durch die luft flog und liegenblieb. Das Gemetzel hatte erneut begonnen.
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Re:Über die Griechen 23.08.2010 21:15:51 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Noch immer war ihr Liebster verletzt und die junge Frau kümmerte sich liebevoll um den tapferen Krieger. Sanft strich sie im über den Kopf und küsste ihn sanft. "Bald bist Du wieder gesund und ich hoffe, dass wir hier Fuß fassen können.. allein schon wegen..." bei diesen Worten streicht sie sich über den leicht gewölbten Bauch "... unseres Kindes..." voller Liebe sieht sie Fynn an und kuschelt sich in seine Arme.
Nicht mehr lange wird sie sich im Hintergrund halten können, war sie ihrem Gemahl einfach in die neue Heimat gefolgt, ohne sich über die politische Lage völlig im Klaren zu sein... dies würde sich bald ändern müssen...
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Re:Über die Griechen 24.08.2010 00:53:42 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Fynn der fast wieder bei kräften war, genoss die nähe zu seiner liebsten lange haben sie nicht mehr soviel zeit miteinander verbracht und das machte ihn glücklich.
Er war voller hoffnung auf die Reise nach Phönizien gegangen um seiner Liebsten und ihrem gemeinsamen ungeborenen Kind eine neu und sichere Heimat zu bieten. Ob dieses vorhaben geliegen mag fragte er sich. Aber als er wieder in die Bernsteinbraunenaugen seiner Geliebten Lyah schaute wusste er, das die Hellenen es schaffen werden.
Eine niederlage wie gegen die Barbarenhorden aus den Norden würde er nicht noch einmal akzeptieren wollen, müsste er auch sein Leben opfern und seine Seele an Hades verkaufen, nein diesmal nicht.
Er nahm Lyah in den arm , gab ihr einen liebevollen und lang anhaltenen Kuss."Wir beide und unser Volk werden es schaffen.Allein um unser Kindes willen. Möge uns die Götter gnädig sein Liebste."
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RS-MOD
Moderator
Beiträge: 811
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Re:Über die Griechen 25.08.2010 22:21:53 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Mittlerweile hatte ich meine neue Heimat, Phönizien, erreicht. Erst dort erreichte mich ein Bote mit der Antwort Agatons. Als ich sie las, verfluchte ich die Umstände, dass ich abermals erst so spät eine Antwort schicken konnte.
QUOTE: Werter Agaton,
verzeiht meine späte Antwort, doch erschwerte meine Reise nach Phönizien es eurem Boten sehr mich zu finden. Schlussendlich hat mich eure Nachricht aber doch erreicht.
Glaube mir, die Entscheidung Griechenland zu verlassen war wohl die schwerste meines Lebens, doch habe ich einfach keine andere Möglichkeit gesehen. Wie sich die Nachbarschaft Ägyptens auswirkt, wird sich zeigen, doch bin ich zuversichtlich einen Konsens zu finden, der es uns erlaubt in Phönizien eine neue Heimat aufzubauen.
Deine Absage zu einem Neuanfang finde ich bedauerlich, werde sie jedoch akzeptieren, auch wenn ich sie nicht ganz nachvollziehen kann. Mir ist die Wichtigkeit deiner Tätigkeit in Rom durchaus bewusst und es liegt mir fern, dich von deinen Pflichten abhalten zu wollen. Mein Vorschlag zu einem Treffen in Phönizien, wenn es deine Amtsgeschäfte erlauben, sollte lediglich als ausgestreckte Hand dienen. Aber wie gesagt ich werde eine Entscheidung respektieren.
Was meinen Sohn betrifft: Seit dem Verschwinden Helenas aus Griechenland habe ich lange Zeit weder von ihr noch von meinem Sohn etwas gehört. Erst durch den Konflikt mit Rom habe ich erfahren, dass sie sich nun dort aufhält. Nach ihrem Verhalten mir und insbesondere als Regentin Hellas gegenüber, wundert es mich nicht, dass sie scheinbar in Rom ebenso agiert. Auch wenn ich deine Bedenken verstehen kann und gerne meinen Sohn bei mir aufnehmen würde, dürfte sich das schwierig gestalten. Den Schmerz den sie mir damals zugefügt hatte kann und werde ich ihr niemals vergeben, deswegen liegt auch nichts daran sie jemals wieder zu Gesicht bekommen zu müssen. Zudem bezweifele ich, dass ich viel Einfluss ausüben könnte, da nach dem Krieg die Beziehung zwischen Griechen und Römern wohl nicht unbedingt von Freundschaft und Entgegenkommen geprägt sein wird. Solltest du jedoch über Mittel und Wege verfügen mir diesbezüglich zu helfen, würde ich tief in deiner Schuld stehen.
Mit freundschaftlichen Grüßen
Dimos Archegetes
Mit einem unguten Gefühl im Bauch sandte ich den Boten mit meiner Antwort zurück an Agaton. Wie sich die Sache mit meinem Sohn wohl entwickeln würde?
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Re:Über die Griechen 26.08.2010 11:33:46 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Wieder war eine Schlacht vorbei und wieder wurden Parmenions Wunden versorgt. Gelegentlich verzog er dabei noch das Gesicht, meistenteils biss er einfach die Zähne zusammen und ließ die Behandlung über sich ergehen.
Graf Boggart, zwei leichte Wunden ausgewaschen und mit sauberen Tüchern verbunden, legte seine Rüstung wieder an.
"Meinen Glückwunsch, Parmenion. Wieder eine erfolgreich geschlagene Schlacht."
"Ja, Herr. Wieder eine Provinz mehr. Stimmt es, dass Makedonier und Helenen im Hafen von Tyros eingetroffen sind?"
Boggart nickte. "Ja, schaarenweise. Und die von uns eroberten Ländereien werden vielleicht nicht einmal reichen." Boggart lächelte ihn an. "Es sieht so aus, als ob du noch ein paar Schlachten haben wirst, Junge."
Parmenion lächelte schief, sein Blick schweifte über die karge Landschaft zu seiner Linken. "Ja, sicher."
Boggart runzelte die Stirn. "Was ist denn, Junge?"
"Nun, ich…es ist…ich…" Parmenion seufzte. "Ich weiß, ich bin undankbar. Aber nach all diesen Schlachten…fühle ich mich noch immer nicht, wie ein Krieger. Wir machen nur Bauern nieder. Ich will die Befehle nicht in Frage stellen", versicherte er schnell, "aber es…es macht mich nicht stolz, diese Schlachten zu schlagen. Das ist dumm, ich weiß…"
Einen Moment schwieg Boggart. "Nein, Parmenion. Es ist weise. Und verzeih mir, dass ich dich einen Jungen nannte. Das bist du nicht mehr."
Verlegen zuckte Parmenion mit den Schultern, auch wenn er sich dann schnell die Seite hielt, wo ein Verband seine Brust umspannte. "Naja, ich bin ja grade erst fünfzehn. Das heißt…wie lange sind wir eigentlich schon hier?"
"Vier Wochen."
"Dann…bin ich ja schon sechszehn", murmelte er erstaunt.
Boggart und Parmenion sahen sich an und begannen zu lachen, als ein Hühne mit einem mächtigen Kriegshammer angeritten kam. Boggart wandte sich dem Reiter zu.
"Seid gegrüßt, Daruc, Regent. Eine erfolgreiche Schlacht."
Daruc zügelte sein Pferd und blickte finster auf die beiden Krieger herab. Parmenion schluckte, aber Boggart blieb gelassen. Daruc sah immer so wild und gefährlich aus.
"Ja und diesmal habt ihr sogar mehr Treffer gelandet, als ich. Alle Achtung."
Boggart hielt im Salut seine Frame in die Höhe. "Nun, es war knapp. Für gewöhnlich seid ihr der Schlachtenmeister."
"Wir werden sehen, wer die nächste Schlacht bestimmt. Heute sammeln wir unsere Verwundeten, morgen stocken wir unseren Proviant auf, übermorgen ziehen wir weiter."
Boggart nickte. "Gut, lassen wir ein paar Soldaten als Garnison hier und bestimmen einen Verwalter."
Daruc nickte. "Richtig. Parmenion, du bist Graf von Nimrud. Auf nach Palmyra!"
Damit wendete Daruc, der Finstere sein Pferd und ritt zum Lager zurück. Parmenion stand da, wie vom Donner gerührt. Boggart schwieg einen Atemzug lang, dann klopfte er Parmenion sachte auf die Schulter.
"Gut, dann weiter, Herr Graf. Wir sehen uns."
Grinsend ließ er Parmenion stehen, der mit offnem Mund dem Regenten der Phönizier hinterher schaute.
Wenn ich Alexander wäre, würde ich das Angebot annehmen...
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