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THEMA: Re:Gezeichnet
 
gregorius

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Gezeichnet      20.09.2010 19:28:16 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Gut… der aufmerksame Leser weiß: Friesen… also Friesen… diese Friesen sind immer für eine Überraschung gut. Und wahrscheinlich fragt sich der eine oder andere auch: Wie machen die das nur?! Die Antwort ist ganz einfach: Sie tun’s! Aber was jetzt kommt, das ist schon ziemlich abgefahren (vielleicht hat es noch nicht jeder mitbekommen, schließlich ist das hier erst halboffiziell, aber ich will es dem geneigten Leser verraten): Die Friesen sind in Begriff, die größte Erpressungsaktion der AE-Geschichte zu starten. Und wie Friesen so sind, allesamt sind sie von diesem ausgefuchsten Plan hellauf begeistert.

Gut das ging nicht ganz ohne Querelen über die Bühne. Aber die meisten freuen sich darauf, wie die Kindlein auf Weihnachten. Nur einer, das war klar, schlägt hier quer… Doch bevor sich der Leser in diesen Teil des Abenteuers stürzt, empfiehlt der Autor einen kurzen Blick in die Vorgeschichte: http://antique-empire.de/component/option,com_fireboard/Itemid,181/func,view/id,308181/catid,8/limit,10/limitstart,160/

Was für blanker Wahnsinn! Statt mit einer großen schlagkräftigen Armee ein benachbartes Volk zu überfallen, darüber hinwegzufegen, zu brennen, morden und rauben, schickte der Friesenerste kleinere Grüppchen zu den benachbarten Völkern um an den Grenzen für Stunk zu sorgen und Tribut zu fordern. Was für eine irrsinnige Idee?! Sind den Friesen die letzten Siege bei den Svear zu Kopf gestiegen? Und überhaupt: Was hat Inguz dazu bewogen, so schnell das schutzlos daliegende Svear-Land zu verlassen, das doch wie eine reife Frucht darauf wartete gepflückt zu werden? Gregorius verstand so manches nicht mehr.

Daher hatte er sich entschieden, die Friesenburg nach der Überfahrt so schnell wie möglich zu verlassen. Nicht dass Inguz auf die Idee kam, ihn ebenfalls auf solch ein wahnwitziges Abenteuer zu schicken. Mit Indigo, Audulf und Radbud hatte er einige Gefährten gefunden, die nun mit ihm ritten. Jeder von ihnen führte eine kleine Hausmacht an. Nicht viele. Aber jeder Mann, der nun südwärts ritt, hatte schon an zahlreichen Heerfahrten teilgenommen, die weit aus gefährlicher gewesen waren als das, was nun vor ihnen lag.

Der Plan war einfach. Zwischen dem Reich der Rauriker, das direkt an das Friesenland grenzte und dem hohen Gebirge weiter südlich lag ein Landstrich, das von keinem bedeutsamen Herrscher beansprucht wurde. Damit war es nicht menschenleer. Einige Handelsrouten führten durch dieses Gebiet und über die Pässe der Berge. Außerdem fanden sich dort einige kleine Siedlungen recht weit verstreut. Die Friesen waren hier oft genug durchgekommen und kannten die Gegend gut.

Für ein großes Heer hatte es sich nie gelohnt diese Gegend zu plündern. Aber für die gut 70 Friesenkrieger, die da auf verschwiegenen Pfaden südwärts strebten, war dies eine einträgliche und vor allem leichte Beute. Zumal dieses Silber in die eigenen Beutel und nicht zu den Schätzen des Friesenersten wandern sollte. Mochten sich doch die anderen den Pelz verbrennen! Diese Friesen sicher nicht!
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Indigo

Friesen
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Re:Gezeichnet      21.09.2010 08:12:05 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Gerne bin ich mit Gregorius auf diese Reise gegangen, zumal Indigo seinen Leuten, die er im Kampf gegen die Svear geführt hatte, nicht erklären konnte, warum der Feldzug gegen die Svear so schnell abgebrochen wurde.
Sicherlich ging es nicht mit rechten Dingen zu, das während des Feldzuges gegen die Svear, zeitgleich Dürre,Feuersbrünste, Blitz und Hagelschlag und andere Zaubereien weite Teile der friesischen Länderreien heimsuchten. Sicherlich haben die Schamanen der Svear dafür Dämonen beschworen.
Viele Svear starben durch die friesischen Waffen, aber das musste sein,..... schliesslich sind wir Friesen und keine Waschweiber die sich hinter der Wäschetruhe verstecken!
Anstatt sich von den Svear zurückzuziehen, hätten wir jeden Svear erschlagen sollen und zusätzlich alle Schamanen der Svear verbrennen sollen.
Vielleicht hatte der Friesenanführer Inguz einen Schatz von den Svear bekommen. Wie auch immer, nun würde Indigo zusammen mit Gregorius, Audulf und Radbud auf eigene Rechnung in den Kampf ziehen und mit Silber und Geschmeide voll beladen heim kehren.

Endlich geht es wieder los, angeführt von Gregorius konnte ja gar nichts schlimmes passieren. Aber auch die grossartigen Krieger Audulf und Radbud, die einige Krieger mitführen, werden die nächsten Abenteuer sicherlich sehr beleben.

Nichts kann uns aufhalten,..... denn wir sind Friesen !

Zuversichtlich ritt Indigo mit den anderen Friesen in Richtung Süden.
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gregorius

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Re:Gezeichnet      23.09.2010 20:58:28 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Sie haben es sich einfach gemacht und dachten wohl, sie könnten die reifen Früchte des Herbstes ernten. Dachten, sie müssten sich unter einen Apfelbaum setzen und alles, was sie sich erhofften und erträumten, würde ihnen so mir nichts dir nichts in den Schoß fallen. Das dachten sie..

Aber es war Herbst geworden und die kleine Gruppe Friesen zog noch immer umher. Hatte bislang noch keinen großen Erfolg. Lediglich über einige kleine Dörfer waren sie hergefallen. Doch was sie erbeuten konnten, reichte gerade um die hungrigen Mägen zu füllen. Von Reichtümern und Kostbarkeiten keine Spur...

Stück für Stück wurde die Stimmung unter den Friesen gedrückter und auch gereizter. Bald verging kein Tag, dass nicht einige aneinander gerieten. Nein, dieses Unternehmen stand unter keinem guten Stern, sondern mehrte nur den Unmut.

Vor ein paar Tagen hatten sie ein alleinstehendes Gehöft geplündert. Keine große Sache. Und während die Mehrzahl der Krieger sich über die kürzlich gefüllte Scheune und das Vieh im Stall hermachten, drangen Gregorius und Indigo mit einer handvoll Männern in das Wohnhaus des Gutsherrn ein.

Was darin geschah? Nun... wir wollen dem Leser nicht den Appetit verderben. Es soll ihm reichen, dass Gregorius – als er wieder ins Freie trat - sich den blutigen Dolch einsteckte und Indios – der ihm unmittelbar folgte - seine ansonsten bleiche Knochenaxt, die nun rotgesprenkelt war, lässig über die Schulter warf.

Über beide Gesichter breitete sich ein fieses Grinsen aus. Sie beide wussten nun genug und trieben die Krieger an, jede Magd und jeden Knecht zu töten, auf das übliche Niederbrennen des Hofes zu verzichten – schließlich wollte man kein weithin sichtbares Zeichen der Gefahr hinterlassen – und schnellstens auf die Pferde zu steigen. Denn unweit führte ein alter Handelsweg in die Berge. Und wenn hier sich nicht Gelegenheit böte, einen Hinterhalt zu legen und einen Händler mit seltener Ware aus dem Süden aufzulauern... Wie soll es sonst gelingen? Das Blatt schien sich also zu wenden.

Eilends trieben die Friesen ihre Pferde den schmalen, steilen Gebirgspfad hinauf. Immer höher stiegen sie, bis sie selbst absteigen und die Pferde das immer enger werdende, menschenleere Tal hinaufführen mussten. Als die Dämmerung einsetzte, verließen die Friesen den alten Handelsweg und zweigten in ein Seitental ab. Hier wollten sie die Nacht verbringen.

Als sie am nächsten Morgen aufwachten, hatte sich ein dünnes, weißes Tuch über die Krieger, die Pferde und das gesamte Tal gelegt. Der erste Schnee. Steif vor Kälte schälten sich die Männer aus ihren Decken, klopften den Schnee ab und machten sich bereit zum Aufbruch. Ein Kundschafter sollte zwischenzeitlich einen ersten Blick in das Tal werfen. Und kam bald wieder zurück. Von Pferdespuren und Fußabdrücken vieler Männern, die eben erst hier vorbeigekommen sein mussten, wusste er zu berichten. War die Stimmung eben noch gedrückt, schlug sie schlagartig um. Kampfeslust machte sich bereit und die Aussicht auf reiche Beute trieb die eben noch lethargischen Männer zur Eile an.
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gregorius

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Re:Gezeichnet      24.09.2010 18:28:29 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Begeisterung trieb die Friesen voran. Blinde Begeisterung ließ sie den Spuren im Schnee auf alsbald dampfenden Pferden nachjagen. Und nach einer Wegbiegung erkannten sie, wem sie da nachsetzten: Einem kleineren Heeresverband aus Eturien. Gregorius zügelte sein Pferd. Doch es war zu spät, die nachfolgenden und nichtsahnenden Krieger trieben die Männer an der Spitze weiter vor sich her. Und so blieb nichts anderes übrig, als den etruskischen Legionären, die im ersten Moment recht überrascht waren, sich aber schnellstens aufstellten, den Angriff dieser Friesenhorde abzuwehren.

Die Friesenreiter brachen in die Reihen der Etrusker. Freudiges Kampfgeschrei mischte sich mit schmerzhaftem Aufstöhnen. Und das Tal füllte sich mit dumpfen und klirrenden Klängen. Irgendwo in weiter Ferne erkannte Gregorius dieses altvertraute flammende Rot. Diesen Busch, dem er schon früher, vor langer, langer Zeit schon einmal begegnet war. War ER etwa hier?! Er musste sich überzeugen. Trieb daher blindlings sein Pferd weiter an und bohrte sich tiefer in die dichten Reihen. Seine Gefährten ließ er weit zurück. Er spürte in diesem Moment nicht die vielen Schwerthiebe und Speerstiche, die auf ihn niedergingen. Er spürte nur eins: Seine aufschäumende Wut und den Sog der von dieser markanten Helmzier ausging.

Und ja... ER war es! Gregorius stürmte weiter auf ihn ein und spürte jetzt erst allmählich den Schmerz seiner zahlreichen Verwundungen. Er spürte, wie die Kraft aus seinem Körper floß. Mühevoll hob er noch sein Schwert. Und empfing doch nur selbst einen plötzlichen Streich. Spürte das kalte Eisen, das in ihn fuhr... Danach nur dumpfes Schwarz.

Nun... es wird Zeit aufzulösen, wer ER ist. Und dazu müssen wir, wie schon angedeutet haben, sehr, sehr weit in die Vergangenheit gehen. Zurück zum dritten der zahlreichen Kriegszüge, an denen Gregorius teilgenommen hat. Dort wurde Gregorius von IHM schon einmal in einer Schlacht gefällt und das sollte nicht das einzigste Zusammentreffen dieser beiden Männer bleiben. Eine erneute Schlacht, ein Kampf vor dem Ratsgebäude in Verona, anschließend eine längere Beherbergung in den Kerkern von Verona, die letztlich durch eine waghalsige Flucht beendet wurde. Nein – Gregorius hatte wahrlich keine guten Erinnerungen. Wir möchten dem interessierten Leser ans Herz legen, doch eine kleine Rückschau abzuhalten und zu verstehen, warum Gregorius zum Getriebenen wurde. An dieser Stelle wird der Leser Aufschluß erhalten: http://antique-empire.de/component/option,com_fireboard/Itemid,181/func,view/id,308181/catid,8/limit,10/limitstart,70/

Aber kommen wir zu dieser Geschichte wieder zurück: Gregorius erfuhr vom Folgenden erst später. Lange wogte der erbitterte Kampf hin und her. Nur schwerlich gelang es den Friesen ihrem kopflos davoneilenden Heerführer nachzusetzen. Das Etruskerheer hatte ihn förmlich verschlungen. Und erst nach und nach gelang es, den Widerstand der Legionäre zu brechen und die Reihen aufzureiben. Gregorius fanden sie bewusstlos und schwer verletzt am Rande des Weges wieder. Abgesehen von Waffen konnten sie nicht viel erbeuten. Keine schwere Kriegskasse. Lediglich einige Münzen aus den Beuteln der Legionäre und ein paar Kostbarkeiten, die die Offiziere mit sich führten.

Mit dieser erneuten Enttäuschung zogen die Friesen sich mit wenigen Gefangenen in das Seitental zurück, bauten sich einige Unterstände und pflegten ihre zahlreichen Verwundeten, die der Preis dieser mageren Ausbeute waren. Erneut machte sich Missmut breit.

Es dauerte einige Tage, bis Gregorius wieder einigermaßen bei Kräften war. Diese zähe Friesennatur war einfach durch nichts totzukriegen. In Begleitung einiger Friesenkrieger trat er vor den Unterstand. Eine milde Herbstsonne hatte inzwischen den ersten Schnee wieder aufgesogen. Draußen warteten die Gefangenen. Langsam ging Gregorius die kurze Reihe ab und musterte einen jeden von ihnen. Nach ihren fein gearbeiteten Rüstungen und Waffen mussten dies bedeutsame Männer sein. Darum hatten die Friesen beschlossen sie – im Gegensatz zu den einfachen Legionären, deren Blut von einem kleinem Bach talabwärts getragen wurde - am Leben zu lassen. Welches Amt sie wohl inne hatten? Das wusste keiner der Friesen zu deuten. Auch was sie diesseits der Berge zu suchen hatten, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Wie auch?! Für gewöhnlich schert sich ein Friese einen Dreck um die Sprache anderer Völker. Wichtig war nur, dass diese die friesische Sprache des Krieges verstanden. Und selbst für einen Taube war diese deutlich zu verstehen.

Bei einem der Männer blieb Gregorius stehen. Er musterte ihn eingehend. Wie auch den anderen Gefangenen hatte man ihm seine Rüstung abgenommen. Stattdessen trug er nun die einfache, grobe Kleidung eines toten Knechts. Mühsam erhob Gregorius seine Stimme. Mühsam formte er die fremden Laute der etruskischen Sprache. Er hatte einige Brocken in den Kerkern von Verona aufgeschnappt. Aber seither nicht mehr gesprochen.

„Iich käännä diech!“ sprach er den vor ihm stehenden an. Gregorius legte seinen Finger auf die Wange des Mannes und wiederholte seine Worte. „Iich käännä diech!“ Dabei glitt er mit leichtem Druck über die feinzarte Narbe, die wie ein dünner roter Faden auf das Gesicht des Mannes gemalt worden war. Gregorius zog seinen Brustpanzer ein Stück herab und legte die Stelle dicht unterhalb seines Schlüsselbeins frei, in die sich vor vielen Jahren ein eturischer Speer gebohrt hatte. Sie beide waren Gezeichnete. Hatten sich vor langer Zeit gegenseitig markiert.

„Käännst duu miich?!“ Fragte er ihn, rückte seine Lederpanzer zurecht und noch ehe ER, AmadeuS, antworten konnte, hatte Gregorius Indigos Knochenaxt zur Hand und stieß mit dem Kopf der Axt AmadeuS in den Unterleib. „Kännst duu mich?!“ Wiederholte Gregorius seine Frage und trat auf den zu Boden gesunkenen Etrusker ein. Dann wandte er sich an die friesischen Krieger. Freudig grinsend verkündete er: „Diese Männer werden uns eine Menge Silber bescheren!“ Gregorius deutete auf AmadeuS und fuhr fort: „Das hier ist ein bedeutender Krieger aus Eturien. Ich habe ihn schon einige Male gesehen und immer unterstanden viele Männer seinem Befehl. Wir werden ihn zu ihrem König bringen. Und will der sein Leben, wird er jedem von uns reichlich Silber geben müssen!“
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Letzte Änderung: 2010/09/24 18:33 von .
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Re:Gezeichnet      25.09.2010 13:25:04 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Die Zeiten haben sich verändert, nachdem die etruskische Lucuma Hochverrat beging und sich, so lässt sich nur vermuten, nun irgendwo in ihr dreistes Gesicht lacht. Ihr scheint das Volk vollkommen egal geworden zu sein, was mehr als traurig war. Vermissen tut AmadeuS sie nicht, doch es bereitet ihm Kummer zu sehen, was sie angerichtet hatte. Nicht mit seinem eigenen Leben, sondern mit dem seines Volkes.

Es wusste nicht in welch Gefahren es schwebte und somit machte sich eine naive Selbstzufriedenheit breit, als sie wieder zu Hause ankamen. Das Volk schrie nach Festen, Spielen, Speis' und Trank! Es dachte vermutlich: 'Nach so einer Reise kann uns nichts mehr passieren!' Doch AmdeuS wusste es besser. Er ließ die gesamte Grenze Etruriens patrouillieren und so erfuhr er von einem Dorf Aufständischer Bauern, die es sich nicht nehmen lassen würden Etrurien zu bedrohen oder gar anzugreifen!

Das Volk konnte sich nicht schützen. Es konnte nicht auf sich aufpassen. Diese Bürde würde nun allein auf AmadeuS' Schultern ruhen und so nahm er einen kleinen Trupp, exakt 70 Mann und marschierte, um sich persönlich von den Verteidigungsanlagen zu überzeugen, zur Nordgrenze Etruriens. Es gab vieles zu Bemängeln und er ärgerte sich darüber, dass die Disziplin und die Ordnung fehlten, die eine gewissenhafte Verteidigung benötigte.

Vor Zorn über diese Zumutung entmachtete er den zuständigen Offizier und ernannte einen, der streng drein blickte zum neuen Offizier, der sich um die 'Umschulung' der Jungen zu Männern kümmern sollte. Ebenso wies er sein Heer an:

'Wir werden Etrurien verlassen und das aufständische Dorf in seine Schranken weisen! WIR sind Etrurien und WIR lassen uns ebenso wenig von diesem Dorf ein Messer ins Bein rammen, wie von den Barbaren aus Nord-Ost, den Ceutronen! Geht nun, poliert Rüstung und Waffe, sattelt die Pferde. Im Morgengrauen reiten wir los!'

~*~ Der nächste Morgen / Die Schlacht ~*~

Sie standen bereits alle fertig zum Losreiten, als AmadeuS an die Spitze der Formation ritt. Sein Zorn war längst verflogen, doch nun hatte er Durst - Blutdurst -. Er hob seine Frame, die ihm nun immer besser gefiel und er seinen alten Speer, den er Vibius nannte, fast vergessen hatte. Und so ritten sie los.

Trotz der Kälte und dem Gelände kamen sie gut voran und bald würden sie das Dorf erreichen. Es musste hinter dem Anstieg sein. So weit kamen sie aber nicht mehr. Eine Horde, anders konnte AmadeuS den Feind nicht beschreiben, drängte sich harsch und ohne eine erkenntliche Formation in die Reihen Etruriens. So schnell, wie der Gegner kam, waren die Etrusker kampfbereit. AmadeuS stach auf die Feinde ein mit seiner Frame und recht schnell erkannt er seinen Gegner wieder. Es waren die Friesen und nicht nur das, da war der Friese! Der Friese, der in etruskischer Haft saß, der ihn in einem Duell besiegte und danach die Flucht ergriff.

AmadeuS sah sich ihm gegenüber und wehrte jeden Versuch ab, von ihm getroffen zu werden und AmadeuS stach erneut zu. Damals in die eine Schulter, heute in die Andere und er ging zu Boden. Dieses Mal musste er einfach gestorben sein! Der Überraschungsangriff der Friesen begann nun langsam zu einem ausgeglichenem Kampf zu werden, als von allen Seiten Bauern herangestürmt kamen mit ihrer minderwertigen Bewaffnung. Sie sahen das Wappen Etruriens und gesellten sich zur Friesenseite. Nun war es ein unausgeglichener Kampf. Für jeden Frames Stoß erlitt AmadeuS 2 oder 3 der Bauern. Der Feind gewann die Überhand und es neigte sich dem Ende zu. Die Friesen würden dank der Bauern gewinnen!

~*~ Man sieht sich immer zweimal! Manchmal auch öfter ~*~

Die nächsten Tage erlebte AmadeuS nicht wirklich. Jedenfalls erinnerte er sich weder daran, wie er zu Boden gegangen ist, noch wie er nun hierher gekommen ist. Er stand mit den Überlebenden Etruskern in Reih' und Glied und sah sich übel riechenden Gestalten gegenüber. Einer kam auf ihn zu und er erkannte ihn sofort. Sowohl am Geruch, als auch am Aussehen. Er fragte ihn mit einer erbärmlichen Aussprache ob er in kenne und ehe er antworten konnte, verspürte AmadeuS einen Schmerz und sank zu Boden. Der Friese wiederholte seine Frage wähernd er auf ihn eintrat und als dieser aufhörte, antwortete AmadeuS, als Gregorius sich abwandte: 'Ja, ich kenne dich und deine Sippschaft. Was wollt ihr hier? Für einen Krieg seid ihr zu wenige und als Händler taugt ihr nichts!'

Er war sich nicht sicher, ob Gregorius ihn weiter beachtete, da er zu den anderen Friesen sprach.


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gregorius

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Re:Gezeichnet      28.09.2010 07:19:51 --- 1 Jahr, 7 Monate her  
„Lukuumo Amadäjuß! Waas bedeuted daas?!“ AmadeuS wurde recht unsanft von Gregorius geweckt. Gut, wollen wir ehrlich sein: Es war ein durchaus kräftiger, ungezielter Tritt der irgendwo in die Bauchgegend niederging und den Herrscher über Eturien zusammenkrümmen ließ. „Saag mir!“ stieß Gregorius hervor. Und als AmadeuS gequält die Augen öffnete und nach oben blickte, sah er in das von einer Fackel erhellte grimmige Gesicht des Friesen, das eindeutig signalisierte – heute ist mit ihm nicht gut Kirschen essen. Gut, wollen wir ehrlich sein: Dieses Gesicht begleitet Gregorius schon über viele Jahre. Ebenso seine Übellaunigkeit.

Gregorius drückte die Fackel einem Friesenkrieger, der mit der Aufgabe betraut war, die ausgewählten Gefangenen zu bewachen, in die Hand. Dann packte er Amadeus am Hemd und zerrte ihn mit einem Ruck nach oben. „Saag mir! Waas bedeutet Lukuumo Amadäjuß?!“ wiederholte Gregorius seine Frage, da der Gefangene außer einem gequältem Aufstöhnen noch nichts von sich gegeben hatten. Erst nach jetzt allmählich schien er seine Augen zu öffnen. Ja... es war vielleicht noch etwas früh am Tag. Um nicht zu sagen: Es war vor Tagesanbruch. Doch im Lager der Friesen herrschte reges Treiben. Die Männer machten sich fertig. Saßen auf. Und machten sich zum Aufbruch bereit. Es war ein Tag wie viele andere – tief drin im Feindesland - auch.

Nur eins war anders. Eins war nicht, wie sonst. Die Friesen waren nach Eturien eingedrungen. Und da sie nur wenige waren, bewegten sie sich abseits der großen Heeres- und Handesstrassen. Ebenso mieden sie Städte. Allerdings durchquerten sie kleine Dörfer. Und flohen die Menschen anfangs – wie auch sonst immer – vor der wilden Friesenhorde, wurden sie immer mutiger. Es war fast, als würden sie erwartet. Erst lugten sie vorsichtig aus Verstecken hervor. Und je tiefer sie nach Eturien eindrangen, desto mutiger wurden sie. Inzwischen stand einiges Volk in jedem Dorf, das sie passierten, vor den Häusern und bestaunten den Zug der Friesen.

Nein... die Angst war aus ihren Gesichtern nicht gewichen. Die war nach wie vor da. Blickten die Reiter auf die Etrusker, schraken sie furchtsam zurück. Und mancher Friese machten sich einen Spaß daraus, beim Vorbeireiten seinen Speerschaft nach einem der Dörfler zu stoßen. Für gewöhnlich mussten sie sonst sich mit Gewalt versteckte Vorräte und Habseligkeiten nehmen. Doch nicht damals. Die Menschen brachten den Friesen entgegen, was immer sie sich auch wünschten. Es war seltsam.

Und noch etwas war seltsam. Passierte die Gefangenen... Nein! Passierte Er - der Gefangene – die am Wegesrand stehenden Menschen, so warfen sie sich vor ihm zu Boden und raunten einander ehrfurchtsvoll eben diese Worte zu: „Lukuumo Amadäjuß.“
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