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Re:Blutiger Strand 14.09.2010 09:49:48 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Thanatos schaute Nefertari mit einem freundlichen Lächeln hinterher.
Die bezaubernde Frau war zwar äußerst ungehalten gewesen und hatte ihn mehr oder minder verflucht, nur Stand er mit Hera und Aphrodite auf gutem Fuße.
Schließlich konnte man nie genug Götter auf seiner Seite haben und da kam ihm seine Erziehung zu Gute. Vater hatte der Familie den hellenischen Pantheon nahe gebracht und Mutter den Ägyptischen. Thanatos Herangehensweise an die Religion mochte man somit als pragmatisch bezeichnen, jedoch war er bis auf kleinere Rückschläge, die auf keinen Fall als seine Schuld zu bezeichnet waren, sehr zufrieden mit seinem Glauben.
Und sollte die Verwünschung ihn doch erwischen, er wusste wo einige erfahrene Heiler und weise Frauen zu finden waren...
Thanatos schüttelte versonnen den Kopf.
Irgendwo konnte er Nefertari ja auch verstehen, nicht jeder mochte Wasser, aber deswegen gleich so aus der Haut zu fahren...im Zweifel konnte er es ja wie Odysseus handhaben...Thanatos fragte sich nur ob die Stricke die Frau halten würden und was der Pharao dazu sagen würde...mit einem bösen Grinsen auf den Lippen stieg er auf das Schiff.
Wasserangst hin oder her, es Lag eine Aufgabe vor ihnen.
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Letzte Änderung: 2010/09/14 09:55 von .
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Re:Blutiger Sand 14.09.2010 14:52:07 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Fineae hatte die Szene mit angehört und grinste in sich hinein. Als Nefertari gegangen wr, trat sie hinter Thantaos aufs Schiffsdeck und flüsterte:
"Ganz schön zickig manchmal aber auch irgendwie süß."
Wäre Fineae männlich gewesen wäre es wohl anzügig gewesen sie als süß zu bezeichnen, aber als Frau war es einfach nur ein liebes Kompliment.
Schließlich ging sie an ihm vorbei um sich ein Plätzchen zu suchen mit den grummelnden Worten:
"Na dann auf zur nächsten Katastrophe... Wasser soltle nur zum Trinken sein..."
und verschwand irgendwie zwischen anderen Kriegern.
"Große königliche Gemahlin des Horus im Nest - Pharao Sokar Nachtmin" Live free, die well!
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Re:Blutiger Strand 16.09.2010 19:20:58 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Der Leuchtturm von Alexandria kam gerade so in Sicht.
Sein helles Licht strahlend wie die Sterne.
Thanatos dachte an die letzten Tage zurück.
Die Berichte, dass die Piraten zuerst die Libyer angegriffen hatten und dann versuchten eine ägyptische Provinz zu überfallen - und scheiterten - waren bestätigt worden.
Doch damit nicht genug.
Die kilikischen Räuber hatten danach nochmal die fast schutzlosen Libyer erneut geplündert.
Dies hatte die ägyptische Flotte auf den Plan gerufen.
Nachdem die Schiffe bereit waren...und nach dem erheiternden Gespräch mit Nefertari...hatte man den Kilikier hinterher gespürt. Späher berichteten von niedergebrannten lybischen Dörfern, von ermordeten Bauern und zerstörten Feldern und Fluren.
Der Spur verwüsteter Dörfer folgend, entdeckte man die gegnerische Flotte.
Das Gefecht wurde durch Schleudern und Bögen eröffnet, die den ersten Blutzoll forderten.
Doch schon bald entbrannte der Kampf Schiff zu Schiff, Krieger gegen Krieger, Klinge auf Klinge.
Die Kämpfe wurden verbissen geführt und forderten den roten Tribut der Schlacht und die Schreie der Verwundeten und Sterbenden hallten über die weite See.
Letztlich überwog die ägyptische Übermacht und der Mut und die Tapferkeit seiner Krieger erfüllte Thanatos mit Stolz.
Nachdem die letzten kilikischen Piratenschiffe versenkt oder geflohen waren, erschallte ein triumphaler Jubel aus den Kehlen unzähliger Ägypter. Die Schlacht war gewonnen, der Tag gehörte ihnen.
Doch vermochte dieser Sieg keine rechte Freude in Thanatos wecken, hatte man doch gehofft die kleine Strafexpedition hätte den Räubern gezeigt welche Konsequenzen ihr Handeln haben würde. Und trotzdem hatten sie, gedeckt von den Amazonen, den kleinen Nachbarn ohne Grund überfallen.
Er fragte sich ob die Botschaft nach der Zerschlagung ihrer Flotte nun angenommen wurde und ob man sich auf eine friedlichere Zukunft zubewegte oder hinfort von ihr.
Eine milde Brise von Land wehte Thanatos ins Gesicht und holte ihn ins hier und jetzt zurück.
Er war froh das die Expedition ohne Zwischenfälle verlaufen und das die angedrohte Verwünschung offenbar an ihm vorübergegangen war...und niemand musste an irgendwas gebunden werden...vorerst jedenfalls sagte er mit einem breiten Lächeln zu sich.
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Re:Blutiger Strand 06.10.2010 17:35:37 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Mit einem fast schon genervten Seufzen betrat Nefertari wieder einmal ein … Schiff!
„Fast könnte man meinen, wir leben auf einer Insel...“
Brummte die junge Frau vor sich hin und machte es sich an Deck so gut es ging bequem.
Diesmal war es kein Feind der ihr Land direkt bedrohte, sondern ein Volk, dass die Dreistigkeit besaß vor den ägyptischen Grenzen Krieg zu führen.
Doch das würden die Gallier sicher bald mehr als bereuen, dachte sich Nefertari, als sich das Schiff mit all den Kriegern in Bewegung setzte.
Was nun folgte, war inzwischen leider schon Alltag geworden. Die Krieger waren auf die Schiffe verteilt und bereiteten sich auf die bevorstehende Schlacht vor.
Jeder hatte da seinen eigenes Ritual. Manche von ihnen beteten, andere säuberten ihre eh schon sauberen Waffen. Wieder andere meditierten oder erzählten sich gegenseitig Geschichten.
Nefertari wiederum verbrachte viel Zeit mit Raziel.
Es war geplant das sie mit Hilde Tolle und ein paar anderen nach der Schlacht einen kleinen Abstecher nach Sicilia zu machen. Die Frauen wollten dort Stoffe und noch ein wenig mehr kaufen.
Nefertari freute sich schon richtig auf diese kleine Auszeit. Bis jetzt war sie immer nur raus gekommen wenn es eine Schlacht gab. Und mit Hilde verstand sie sich sehr gut, war sie doch ihre weibliche Unterstützung im Rat.
Doch ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Die Gallier hatten Wind von der Ägyptischen Flotte bekommen und waren nach dem feigen Angriff auf Kreta geflüchtet.
Tagelang verfolgte man die Barbaren aus dem Nord-Westen, konnte sie jedoch nicht stellen und nach einem Katz und Maus Spiel auf See, drehten sie schließlich ab und die Ägyptische Flotte fuhr unverrichteter Dinge aber dennoch siegreich nach Hause.
Die Einkaufswilligen verabschiedeten sich und stiegen auf ein Handelsschiff, das sie nach Scilla bringen sollte.
Nefertari war eine von ihnen und diesmal genoss sie die Fahrt über das Meer!
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Re:Blutiger Strand 09.10.2010 20:01:00 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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QUOTE:
Aus den Tagebüchern des Raziel:
Als griechische und ägyptische Truppen unter meiner Führung das erste mal Phrygien angriffen um einen feigen Angriff auf die Kupferminen in Polis zu rächen und dem kulturlosen Pack zu zeigen, dass sie im Mittelmeerraum nur eine untergeordnete Rolle spielen, mußte ich dem phrygischen Volke zugestehen, dass sie tapfer kämpften, auch wenn sie keinerlei Hoffnung haben konnten dem Angriff unserer Truppen entgegenwirken zu können. Nur ein zur damaliger Zeit rein glücklicher und in der Nachbetrachtung höchst suspekter Angriff auf Griechenland konnte sie vor der totalen Vernichtung retten. Ich habe die Anführerinnen des Mobs aus zahnlosen und infektiösen Wilden die sich im einst so kultivierten und schönen Troja niedergelassen hatten freigelassen und ihnen die Hand zum Frieden gereicht, wenn auch verknüpft mit einigen Auflagen was ihre Politik anging.
Nun, wenige Jahre später landeten meine Truppen erneut an den Küsten des phrygischen Landes (als "Reich" will ich das heruntergekommene und verschmutzte, brachliegende Land gar nicht bezeichnen) und die einfachen Bürger freuten sich über unsere Ankunft. Sie freuten sich, dass die Ägypter, die ihnen ein Stück Kultur und Recht und Ordnung gebracht haben, wiederkamen, diesmal um ihr Werk zu vollenden und Phrygien zu säubern. Zu säubern von Inzest, zu säubern von Barbarei, zu säubern von Unterdrückung. Die Frauen hatten Phrygien lange Zeit mit fester Hand regiert und die Männer des Landes quasi zu unmenschlichen Zuchttieren herabgewürdigt. Es schien niemanden gestört zu haben. Die Zustände hatten sich seit dem letzten mal wo wir hier waren so verschlimmert, dass das ganze Land, als sie von unserer Ankunft erfuhren in Ehrfurcht und demut die Waffen niederlegte und mich zu ihrem Lehensherren erklärten, ihrem König, ihrem Gott.
Doch solche Untertanen, die schwach und durch die Unterdrückung degeneriert waren hätten meinem Reich nur Schande gebracht. Doch auch in der hartherzigen Seele eines verbitterten Kämpfers regt sich bei einem solch erbärmlichen Anblick wie den Phrygiern ab und zu Mitleid und so schenkte ich dem phrygischen Volke etwas, das ihnen von ihren Herrscherinnen lange Zeit zuvor geraubt wurde:
Die Freiheit.
Die Sonne ging im Osten auf, als die ägyptische Flotte an der Südküste des phrygischen Landes anlegte und hüllte die Weinberge in feurige Farbtöne aus Orange, Gelb und Rot. Eine so gewaltige Flotte, die der Pharao Ägyptens aufgestellt hatte, ließ sich so oder so nicht verbergen und darum hatte man den frontalen und wenig heimlichen Angriffsplan gewählt. Schon der Gedanke an einen Widerstand schien nicht nur dem hochmütigen Pharao als Irrsinn erscheinen, sondern auch die Einwohner und Statthalter des Landstriches sahen darin kein übermäßig erstrebenswertes Ziel. Was für ein armseliges Land, dachte Raziel, als er in die Hauptstadt der Region ritt und die dreitausend Milizen sah, die im trockenen Staub des Marktplatzes knieten. Wären die Milizen Polis' vor der ähnlich großen Streitmacht aus Etrurien so erbärmlich demütig in die Knie gegangen, hätte Raziel persönlichen jedem von ihnen mit einer rostigen Klinge den Kopf vom Rumpf geschlagen.
Aber wer konnte es diesem Volke verübeln, das gebeutelt und unmenschlich ausgebeutet wurde von einer Horde wahnsinniger, halbnackter Frauen? Raziel war nicht nach Phrygien gekommen um zu richten, sondern um das Land zu befreien, auch wenn diese Freiheit sicher nicht lange währen würde. Vielleicht konnte man ein paar der Bewohner dazu überreden in die zivilisierteren Gebiete in Thrakien und Griechenland zu flüchten, diese Milizen jedenfalls schienen willig zu sein und so wurden am Abend noch Schiffe gebaut, die die kurze Passage zwischen dem ehemaligen Troja und Athen schaffen würden.
Die Chronik eines Feldzuges verläuft sehr selten geradlinig. Und so geschah es, dass die ägyptischen Truppen wider erwarten doch noch auf Widerstand stießen, nämlich in Denizli. Wenig überraschend war dieser Ort, bildete er doch seit langem das Herzstück des phrygischen Landes. Die Schlacht war dennoch kurz und schmerzlos für das Ägypterheer: Kein Krieger verlor in dieser Schlacht sein Leben und die wenigen Krieger der Phrygier, die fliehen konnten schienen so demoralisiert zu sein, dass sie Kunde gaben, alle Waffen niederzulegen. Die nächsten Tage erreichten immer mehr Boten das Heerlager in Denizli und alle Statthalter, Provinzialknechte und Landesverwalter schworen dem ägyptischen Großreich die Treue und in seiner grenzenlosen Großzügigkeit schenkte Raziel ihnen die Freiheit. Den versammelten Boten trat der Pharao persönlich gegenüber und sprach Worte in perfektem Griechisch, die noch lange Monate in den Ohren der Boten und den Bergen und Tälern Phrygiens wiederhallten:
"Volke Phrygiens, höret meine Worte!
Eine lange Zeit der Düsternis liegt nun hinter euch. Eine Zeit der Entbehrungen und der Demütigung. Phrygien ist als das Zentrum der Kriegstreiberei im östlichen Mittelmeeraum bekannt und ihr seid die Diener der Irren, die glauben mit diesem Verhalten, dieser Götterlosigkeit und dieser Barbarei durchzukommen.
Die Zeit der Düsternis ist hiermit vorbei. Wir werden unser Heer versorgen und Phrygien verlassen, zurück bleibt nur ihr. Ein Volk, das nun die Chance hat in eine glorreichere Zukunft zu gehen. Ein Volk das nun endlich wieder sein eigener Herr ist. Ägypten hegt kein Interesse an eurem Land und auch nicht daran, eure Kultur zu vernichten, im Gegenteil. Dem Volke Phrygiens schenke ich zehn Kisten mit Büchern über die phrygische Kultur, bevor die Amazonenherrschaft in diesem Land die Kultur zu Grunde richtete. Mögen sie euch leitende Sterne auf dem Weg in die Zukunft sein.
Phrygien, dein Volk ist frei und unabhängig, möge von den Ruinen Trojas und aus den heruntergekommenen Bauten Gordiums kein Schatten mehr über das Volke Phrygiens fallen.
So erkläre ich Phrygien für frei von der Herrschaft der Wahnsinnigen und der Unterdrücker, doch seid gewarnt, Volke Phrygiens. Die Amazonen werden wiederkehren und ihre alte Herrschaft versuchen an sich zu reißen. Lasst ihr es zu, dass eine zweite Düsternis auf diesen einstmals schönen Landstrich fällt, werdet ihr sicher bald wieder das Banner Ägyptens am Horizont erblicken und wieder werden tapfere Männer in einem sinnlosen Kampfe sterben, Frauen und Kinder zu Witwen und Waisen werden.
Zwingt das ägyptische Großreich nicht ein drittes Mal für Recht und Ordnung in Phrygien zu sorgen, es könnte sein, dass beim nächsten Mal eine Vernichtung und Rodung eurer Gebiete und Landstriche droht. Also fordert es nicht heraus!
Vor den Göttern, die meine Zeugen sein mögen, bete ich für eure Freiheit und dafür, dass ihr den Mut finden werdet euch zu wehren gegen das Pack, das euch unterdrückt.
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Re:Blutiger Strand 13.10.2010 19:34:26 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Mit versteinerter Miene ritt sie über das ehemalige Schlachtfeld der Provinz Edessa.
Sie hatte die Nacht zuvor nicht geschlafen, kaum etwas gegessen und noch weniger getrunken.
Auch wenn die Kämpfe bereits vor Tagen zu Gunsten der Phönizer beendet wurden, so war es selbst für sie als erfahrene Kriegerin grausam das so zu sehen.
Vor ihren innen Auge spielte sich die Schlacht erneut ab. Sie sah all das Blut, all die Verwundeten und all die Toten die, egal an was sie in ihrem Leben glaubten, nun hoffentlich an Anubis Hand wanderten.
Schweigend schickt sie ein Gebet zu Sachmet sie möge weiterhin ihre Hand über sie und all die Ägypter die ebenso in diesen Sinnlosen Krieg verwickelt waren, halten.
Noch immer, auch wenn sie ihre Entscheidung getroffen hatte, versuchte sie zu verstehen warum Raziel sich mit einmischen musste.
Energisch schüttelt die junge Frau die schrecklichen Bilder aus ihren Kopf und legt ihre Schenkel an die Flanken der Stute. Diese machte einen etwas überraschten Satz nach vorne, ehe sie in einen ruhigen Galopp fiel.
Nefertari wollte weg von diesen Ort. Weg von all diesen grausamen Bildern und am besten auch weg von diesen Land!
Vor einem Jahr war sie hier schon einmal in der Gegend gewesen und dabei hatte sie eine sehr seltsame Begegnung gehabt. Letzte Nacht war es wieder so gewesen.
Sie hatte jemanden getroffen, den sie nicht gedacht hatte hier zu treffen und langsam bekam sie Angst vor diesen Teil des Landes. Fast schien es ihr als sei dieser Landstrich verflucht.
Gut verflucht war auch ein wenig übertrieben den man konnte nicht sagen das die beiden Begegnungen unangenehm waren …
Abermals schüttelte sie die Gedanken auf ihren Kopf um sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren zu können.
Morgen würde sie in Kaisareia sein und in ein paar Tagen würde der Rest des Heeres folgen und dann würden sie kämpfen.
Raziels Anweisungen waren sehr deutlich dazu gewesen.
Tränen füllen ihre Augen und sie zügelte die Rappstute in einen ruhigen Trab da sie kaum noch etwas sehen konnte.
Wie konnte er nur so etwas von ihr Verlangen, wo er doch wusste wie sehr sie ihr .. nein das Volk liebte?
Sie musste mit ihm reden so schnell es nur irgendwie ging. Wenn man immer nur über Briefe den Kontakt hielt dann ging irgendwann etwas verloren und Nefertari hatte Angst das es bereits zu spät war. Auch wenn sie ihn noch immer von ganzen Herzen liebte!
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Re:Blutiger Strand 14.10.2010 21:28:40 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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QUOTE: Aus den Tagebüchern des Raziel:
...und als wir sahen, wie die letzten Truppen der Aggressoren im Morgenrot flüchteten, brach freudiger Jubel aus. Einige der Rebellen und Terroristen hatten sich nach Norden zurückgezogen und nurnoch zwei Städte und ein kleiner Landstrich waren besetzt von den Unholden Mikra Asias, wie die griechischen Freunde aus Phönizien diesen Teil der Welt betitelten, doch Kappadokien und Phrygien waren endlich vom Joch der Amazonenherrschaft befreit.
Die Frage ob die Bewohner Anatoliens nun, da sie den frischen Duft der Freiheit genießen durften in Zukunft selbst zu den Waffen greifen würden um ihre Freiheit beizubehalten, oder ob sie sich der Bequemlichkeit wegen wieder unter den alten Zwängen der barbusigen Wilden, welche eine Perversion der griechisch-thrakischen Kultur versuchten darzustellen, einfanden war uns in diesem Moment des Triumphes völlig egal.
Die Beute die wir gemacht hatten war beachtlich und die Zerstörung des noch jungen Volkes der Exilgriechen in Phönizia, die Niederbrennung der Zwillingsstädte Byblos und Tyros war verhindert worden durch schnelle Kriegsbereitschaft und einen unabwehrbaren Zweifrontenrkrieg in den Ebenen Anatoliens.
Ein neuer Morgen ging auf.
Raziel versenkte das blutige Werkzeug seines rechtschaffenen Zorns und seiner unbändigen, von seinem Gotte Seth genährten Wut zurück in der Scheide. Sein Kopis hatte gewütet unter den Soldaten der Kappadokier und nichts hatte ihn stoppen können. Nun nach der Schlacht sah er sich das Werk an und empfand kein Mitleid und keine Reue, nur Genugtuung. Sie hatten Phönizien niederbrennen wollen, hinterrücks während sich das Land im festlichen Freudentaumel befand und sie hatten einfache Bauern niedergemetzelt, nur um sich anderen Erträgen zu bereichern. Selbst die eigenen Soldaten und einige Generäle waren dem Wahnsinn nicht völlig kopflos ergeben. Das gesamte phrygische Reich hatte sich ergeben vor den Schwertern und Speeren Ägyptens und einige Generäle hatten laut allgemeinen Informationen das Land bereits verlassen, darunter auch der ehemalige Wesir LEOTONOS.
Phrygien war geschlagen worden, in nur einer Schlacht. Die wertvollen Minen der Kappadokier wurden heftiger umkämpft, doch auch hier konnten die Terroristen keinen Sieg und keine Gnade erfahren, sodass sich das phrygisch-kappadokische Konglomerat schon nach wenigen entscheidenden Schlachten in ihre Festung bei Trapezunt zurückziehen musste, wo bereits Verstärkungen aus dem Steppenland im Norden wartete.
Noch während die Silbervorräte der Kappadokier auf Karren geladen wurden, erreichte den Pharao eine Nachricht aus dem Osten, in der es heißt, dass die Generäle und Hauptmänner und sogar der Regent der Kappadokier gefangen genommen wurde. Auch der alte Regent war unter den Gefangenen und das kleine Entsatzheer unter der Führung seiner Frau hatte keinerlei Verluste bei den Feldzügen erlitten. Voller Euphorie sandte er Befehle in den Osten zu seiner Frau und machte auch sein Heer marschbereit. Weitere Botschaften ergingen in die Heimat und zu den Kilikiern, mit denen kurz zuvor der Frieden besiegelt worden war.
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Letzte Änderung: 2010/10/14 21:34 von .
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Re:Blutiger Strand 18.10.2010 16:31:17 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Die Nachrichten von einem Ausfall der Kimmerer und einem erbärmlichen Rest der nicht eingekerkerten Truppen Kappadokiens erreichten den Pharao in Kirsehir, doch sie interessierten ihn kaum noch. Sollten sie die Minen wieder in Betrieb nehmen, um so besser. Wie er von Sendreitern aus dem Osten erfuhr, war der Strategos Phöniziens mit den Kappadokiern in Verhandlungen getreten und hatte eisiges Schweigen geerntet. Nichts anderes hatte Raziel erwartet, dennoch schickte er seine Forderungen nach Tribut an den Strategos mit der Bitte, sie dem Gefangenen Regenten vorzutragen. Doch schon als er den Boten in der Glut des Mittags verschwinden sah, wußte Raziel, dass dies vermutlich nicht sein letzter Feldzug in Kleinasien gewesen sein würde. Seufzend betrachtete er das schöne Land des südlichen Andalusiens, welches von den Seekriegern aus Kilikien bewirtschaftet wurde und in relativem Frieden gedeihte. Wie konnten Piraten es schaffen ein Land zu hegen und zu pflegen, während jene, die eigentlich von ihren Vorbildern aus Ägypten und Griechenland besser bescheid wissen müssten, ihre Länder in die Barberei und Sklaverei verdammten? Er wußte es nicht.
Die Nacht brach in diesen Landen schnell herein, sodass das Feldlager keinesfalls etwas Kunstvolles an sich hatte, doch es würde genügen. Das Entsatzheer seiner Liebsten würde am nächsten Nachmittag in Kirsehir eintreffen und gemeinsam würde der Gang nach Süden angetreten werden. Die malerische Landschaft bot außer einem dichten Wäldchen einen großen Hügel, dessen Spitze frei war und als Aussichtsplattform genutzt werden konnte. Da Raziel jeden Morgen den Sonnenaufgang beobachtete, hatte er auch am nächsten Tag den Gipfel erklommen - allein - um Ra zu begrüßen.
Er blickte auf die Ländereien im Norden zurück, betrachtete die fernen Rauchsäulen wo Brände gelegt wurden und verzog das Gesicht. Erst als er in den ihm viel grüner und schöner scheinenden Süden blickte, erhellte ein Lächeln sein Gesicht.
"Bald sind wir wieder zu Hause..." murmelte er.
Dort geht es weiter!
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Re:Blutiger Strand 06.11.2010 21:15:31 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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QUOTE: Aus den Tagebüchern des Raziel
Als meine Frau und persönliche Nemesis, die mich strafte für das Leben in Krieg und Blut, das ich geführt hatte und in das ich auch mein Volk führte, mir mitteilte, dass die Truppen, nur wenige Wochen nach ihrer Machtergreifung mobil gemacht würden, konnte ich mir ein gehässiges Lachen nicht verkneifen. Es schien sie allerdings nicht so sehr zu verletzen, wie ich mir vielleicht insgeheim erhofft hatte. Zu diesem Zeitpunkt hasste ich sie mehr denn je, obgleich meine Liebe zu ihr ungebrochen war. Ich hasste sie für diesen stillen, erduldenden Ausdruck in ihren Augen und für den ungebrochenen Stolz, den sie mir präsentierte, ein Stolz den ich gehofft hatte nie wieder sehen zu müssen, wenn sie eines Tages einsehen würde, dass die Welt kein Ort ist, an dem Sanftmut und Vernunft einen Herrscher weiter bringt.
Dennoch war es für mich eine Überraschung, dass sie mir meine Rüstung hatte bringen lassen, ebenso wie mein Schwert. Hätte ich gewußt auf welche Art und Weise ich Reisen und in den nächsten Wochen der Streitmacht präsentiert werden würde, hätte ich vermutlich darauf verzichtet diese "Geschenke" anzunehmen. Ich kann nicht umhin heute, da ich heute an die Begegnung mit ihr im Kerker zurückdenke, zu glauben, dass ich ein gar diabolisch-sadistisches Grinsen auf ihren Mundwinkeln sah, als sie mir den Rücken zukehrte...
Das phrygische Amazonenheer hatte, trotz seiner Schwäche und Minderwertigkeit erneut die westlichen Ausläufer Anatoliens besetzt und hielt die Westküste Kleinasiens in ihrer Gewalt. Ihre Heere wurden zwar in die Wahlheimat des Geschichts- und Kulturlosen Packs, wie Raziel sie in Gedanken und Briefen immerwieder bezeichnete, verwiesen, doch keine Depesche der Eingestehung der Niederlage gegen die phönizischen und ägyptischen Truppen, kein Gesuch um Gnade, keine Einladung zu Verhandlungen erreichten Alexandria, Byblos oder Tyros. Es schien, als seien die Amazonen aus Phrygien, trotz ihrer militärischen Schwäche, unfähig eine Niederlage einzugestehen. Zum leiden des niederen Standes, hatten sich die Stammesoberhäupter Tethis und Cassandra offenbar in den Kopf gesetzt den sinnlosen Krieg fortzuführen.
Von Nefertari erfuhr Raziel, dass sie mehrere Briefe mit einem gewissen Mann ausgetauscht hatte, der sich selbst Zeus der Gerechte nannte. Ein Grieche, der einem Amazonenweib verfallen sei, so hieß es. Jedenfalls wurde von diesem Zeus das Initialschreiben Nefertaris beantwortet. Die Verhandlungen führten allerdings nur dazu, dass man sich einig wurde, dass auch er nicht in der Lage zu sein schien, den realitätsfremden Frauen aus Phrygien Vernunft einzureden - welch Überraschung.
Die Gedanken des ehemaligen Herrschers Ägyptens waren bei Zeus, dem Unbekannten Griechen, als er seinen Gang zu dem pharaonischen Flaggschiff antrat. Stilvoll hatte Nefertari ihn in vergoldete Ketten schlagen lassen, eine vergoldete Metallkrause war um seinen Hals gelegt worden und vier weitere Manschetten aus vergoldetem Metall um seine Fuß- und Handgelenke, doch all das Gold konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein Gefangener war. Ganz wie Zeus der Vernünftige wohl ein Gefangener seiner Gefühle und Loyalität war, denn ganz wollten die Zeilen, die er schrieb nicht mit denen, die man aus Phrygien gewohnt war übereinstimmen. Auf dem Schiff wurde er unter Deck gebracht und in die Kajüte seiner Pharaonin gesperrt, zu der nur sie selbst einen Schlüssel hatte und deren Tür für jeden auf dem Schiff undurchdringlich war, da sie nicht nur aus massivem Holz bestand, sondern auch mit Metall und Stahl verstärkt war.
Die Ketten waren ihm abgenommen worden und so hatte er Gelegenheit an dem Schreibtisch aus edlem Mahagoni einen Brief an Traitos zu verfassen. Wohin die Reise ging war für Raziel kein Geheimnis und auch der Sinn und Zweck waren für ihn keineswegs verborgene Mythen.
Als ihm nach der Überfahrt das mittlerweile so vertraute Burnu entgegenblickte, welches immernoch karg und trostlos aussah, überkam ihn ein Gefühl der Frustration: Es sah genauso aus wie sie es verlassen hatten vor etlichen Monaten. Nicht einmal die Toten waren ordentlich begraben worden, sondern Skelette und halbverweste Kadavar blickten ihnen aus ihren Augenlosen Höhlen, deren Inhalt von Raben und Krähen verspeist worden war, entgegen. Phrygien, Anatolien, Kleinasien. Diese Landstriche, so sinnierte Raziel, als er - nunmehr ohne Ketten, aber immer von den wachsamen Augen Atos' und zweier niederer Wachen beobachtet - sich ein wenig die Beine vertrat, sollte in Nekropontia oder Parafrosynica umbenannt werden: Land des Todes oder eben Land des Wahnsinns.
Erschöpft kniete Raziel an einem kleinen Teich nieder, der glasklares Wasser führte, dessen Wasser dennoch tödlicher war als der Genuß von Salzwasser. Eine Leiche hatte man darin gefunden und fortgeschafft, doch das Wasser blieb vergiftet zurück. Der Geruch war neutral, jedenfalls wenn man den allgegenwärtigen Verwesungsgeruch in der Nase hatte, der diesem Land anhaftete.
Das Gesicht, das Raziel entgegenblickte war nicht mehr das eines jungen Kriegers. Sein Bart war das letzte Mal vor sicher zwei Wochen rasiert worden und genau wie sein strähniges Haupthaar wies er vereinzelt hellere, silberne Haare auf, die aus dem einst pechschwarzen Haar deutlich herausstachen. Seufzend blickte er nach Osten zum phönizischen Heerlager, bevor sein Blick ein wenig nach Norden abdriftete, wo eine kleine Gruppe von Nordmännern unter dem Banner von Petra der Cheruskerin Feldübungen machte.
Plötzlich surrten Pfeile durch die Luft und der graue Horizont im Norden, wo die Nordmänner eben noch in friedlichem, freundschaftlichen Kampf geübt hatten, bekam tiefrote Kleckse, als einige der Pfeile trafen. Wild johlend stürmten die Truppen der Phrygier über die Hügel, trampelten gerade frisch erblühende Weinreben nieder und warfen sich wenig taktisch und dilettantisch in die Schlacht, sodass am Ende der kurzen, heftigen Schlacht beinahe keine phönizischen und ägyptischen Verluste zu beklagen waren. Die erbärmlichen Reste der phrygischen Truppen zogen sich geschlagen und demotiviert nach Osten zurück, während die Augen des ehemaligen Pharaos der Ägypter die Weinberge Burnus betrachteten.
"Wie oft werden wir den Boden dieser einst so fruchtbaren Halbinsel noch mit dem Blut der Amazonen düngen müssen, bis endlich wieder ein Wein hier gekeltert werden kann, der nach Freiheit schmeckt?"
Raziel erhielt keine Antwort...
QUOTE: Ein Nachtrag auf der gleichen Tagebuchseite
... und vielleicht liebte ich sie gerade deshalb noch mehr denn je.
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Re:Blutiger Strand 08.11.2010 11:10:24 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Wie von selbst nickte Nefertari immer mal wieder und fast schien es so, als hörte sie den Ausführungen über die Siege der beiden Völker konzentriert zu. In Wirklichkeit aber, waren ihre Gedanken weit weit weg. Ihre Gedanken schweifte um die Sinnlosigkeit dieses Kriegszuges. Um die vielen Toten auf Phrygischer Seite und um das zerstörte Land.
Immer und immer wieder musste sie sich daran erinnern, dass sie alles getan hatte. Sie hatte versucht eine gemeinsame Lösung zu finden um endlich Frieden über diesen Teil des Landes zu bringen.
Aber man hatte sie nicht Verstehen wollen. Scheinbar wollte nur einer in diesem Volk den Frieden … Zeus der Gerechte. Und eben diesen hatte man Vorgeschickt um Verhandlungen zu führen.
Halt, nein … es waren ja keine Verhandlungen, sondern nur Briefe!
Unwillig schüttelte Nefertari den Kopf und brachte somit den armen Boten der ihr noch immer davon erzählte wie episch sie doch gewonnen hatten, völlig durcheinander.
Mit der Ausrede sie habe Kopfschmerzen schickte sie ihn schließlich weg und zog sich alleine in ihr Zelt zurück.
Nefertari fühlte sich völlig allein mit ihren Gedanken und Gefühlen. Keiner schien zu Verstehen das es so nie ein Ende finden würde. Dank der Ignoranz der Phrygischen Regierung, konnte sie hier noch Jahre verbringen.
Sie hatte den Briefwechsel zwischen Traitos und diesen Ignoranten Weibern gelesen. Scheinbar war Zeus abgesetzt worden und Nefertari hoffte nur das man ihm nichts angetan hatte.
Er schien das einzige vernuftbegabte Wesen bei diesen Wilden zu sein!
Eine einzelne heiße Träne rollte der Königin Ägyptens über die Wange, doch sie bemerkte sie nicht einmal wirklich. Zu sehr war sie damit beschäftigt, zum sicher tausenden mal den gesamten Kontakt mit den Phrygiern durch zugehen. Hatte sie einen Fehler gemacht? Hatte sie einen Hinweis übersehen?
Und zum sicher Eintausenden mal, kam sie zu den Entschluss das sie alles was in ihrer Macht stand getan hatte.
Nefertari konnte es nicht ändern, sie musste es so nehmen wie es nun einmal war. Und sie musste stark sein, für ihr Volk und für Sethos.
Er sollte einmal ein freies Ägypten übernehmen. Ein starkes Ägypten das in Wohlstand und Zufriedenheit lebte.
Und genau dafür würde sie sorgen!
Tief atmete sie durch, schob einen Gedanken auf den Abend und verließ dann wieder das Zelt um sich den Bericht weiter anzuhören.
Die Schlacht ging weiter, der Krieg hatte erst begonnen.
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