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Re:Eine politische Verbindung 11.10.2010 16:53:40 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Nachzudenken hatte sie wirklich gehabt. Was waren nun wohl die richtigen Worte, die sie an Ioannis richten sollte. Wütend war sie immer noch, jedoch in ihrer Gänze einzig über den Archon der Hellenen. Er hatte die Frechheit besessen, Iphigenies Ruf zu beschmutzen und wer wusste schon, welche Gerüchte er bereits am Hofe zu Attike über sie gestreut hatte. Letztlich konnte ihr der Hof Attikes egal sein, schließlich galt in Thrakien anderes Recht und wie sie ein ums andere Mal feststellen musste auch andere moralische Vorstellungen.
Die Worte, die sie leidlich gern dem Archon entgegen gebracht hätte, waren jedoch niederer Natur und somit mehr als ungeeignet für eine Symbula, nein, für sie selbst. Dennoch setzte sie ein Schreiben auf, dass den Zorn durchblicken ließ, den Ioannis mit seinen Taten heraufbeschworen hatte.
QUOTE:
Apollo zum Gruße,
Ioannis Komnenus,
Zunächst einmal muss ich mich für die Verspätung einer Antwort auf euer Schreiben entschuldigen, doch war ich zu dem Zeitpunkt als euer Bote eintraf nicht im Lande.
Mein Herz ist betrübt über die Umstände, die ihr damit, nein, die ihr schon vorher heraufbeschworen habt, als Ihr tatsächlich die Dreistigkeit besaßet, Zagreus, die persönliche Leibgarde Iphigenies, bewachen zu lassen. Ihr habt ihm damit unnötigen Gefahren ausgesetzt und ihm die Möglichkeit genommen, seiner Bestimmung nachzukommen.
Und wäre dies nicht allein schon bedauernswert genug, habt ihr in empfindsamster Weise den Ruf Iphigenies maßgeblich geschändet. Die Unterstellungen, die Ihr ihr und dem jungen Zagreus vor den Kopf gehalten habt, entbehren jeglicher Grundlage und ich bin empört darüber, dass gerade Ihr auf das offenkundig neidische Geschwätz der Dienerschaft so viel Wert legt oder legen wollt, sodass Ihr allen Ernstes annehmen konntet, Iphigenie würde Euch hintergehen.
Ich kann Euch versichern, dass eben jene der wohl am meisten von Makeln befreite Mensch ist, den ich kenne. Und ich versichere Euch hiermit, dass ich vor den Göttern jeder Zeit ihre Unschuld zu beschwören vermag. Ihr jedoch habt durch Euer Handeln all das aufs Spiel gesetzt, was mit dieser Verbindung hätte einher gehen können.
Und nicht zuletzt habt Ihr, und das betrübt mein Herz am meisten, einen Menschen derart tief verletzt und dessen Gefühle mit Füßen getreten, dass mir dazu fast die Worte fehlen dies zu beschreiben.
Mögen unsere Sitten nicht ganz die gleichen sein wie die euren, aber ein solches Verhalten, ohne jedwede Gelegenheit auf eine ruhige Aussprache, das kommt einem Kinde gleich.
Seid versichert, dass aufgrund Eures Handelns kein Thraker bereitwillig allein hellenischen Boden betreten wird wollen.
Ab diesem Tage werde ich veranlassen, dass ebenfalls kein Hellene mehr allein auf thrakischem Gebiet geduldet wird. Und selbst Boten müssen mit einer Inhaftierung rechnen.
Möge die Götter verstehen, warum ihr so gehandelt habt.
Efthimia,
Symbula der Thrakier
Hernach übergab sie das kostbare Pergament einem Boten, mit dem ausdrücklichen Hinweis, sich erst bei Übergabe wenn möglich als Thraker zu offenbaren und nur abgelegene Wege und Routen zu nehmen.
Noch lange sah sie dem Boten hinterher, nachdem sie ihn ins Freie begleitet hatte und erst als der Nachmittag sich dem Abend die Hand reichte, wurde sich Efthimia erneut ihrer Müdigkeit bewusst. Eine warme, angenehme Brise zog von der Meeresseite auf und verbreitete ein wohliges Gefühl.
Morgen würde sie sich beratschlagen müssen... ob man das thrakische Volk ungeschoren auf solch eine Art beleidigen durfte, die Ehre einer Vestalin Demeters so beschmutzen durfte. Yamon würde sie sicher verstehen.
Selten war Efthimia der Meinung, dass einem Gegner alles gesagt sein könne, aber in diesem Fall bedurfte es keiner einzigen Silbe mehr. Früh ging sie an diesem Tag zu Bett, damit sie ausgeruht dem nächsten entgegen sehen konnte.
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Re:Eine politische Verbindung 11.10.2010 20:27:19 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Der Hof war aufgebrochen, ein grosses Gefolge bestehend zog durch das Land und erreichte die Sommerresidenz des Basileos auf dem Land. Jagdgesellschaften, Feste und Frohsinn breitete sich aus unter den Höflingen und Räten des Apellas.
Ioannis war gerade von einer Jagdgesellschaft gekommen und begab sich in seine Gemächer als Kineas eintrat und ihm eine Botschaft überbrachte. "Dies haben wir einem inhaftierten Thraker abgenommen, welcher nun in Kost und Logie in den Kerkern sitzt." Ioannis nahm die Schriftrolle und las. Mittlerweile sind einige Monate nach der Abreise von Iphigenie von Thrakien aus Athen vergangen und er war überrascht, etwas zu hören von den östlichen Nachbarn. "Interessant, was Efthimia zu sagen hat, aber nicht überraschend, man sollte Gefühle und Politik nicht vermischen, dennoch bitte ich dich Kineas, schreibe folgendes für mich auf."
QUOTE:
Apollon zum Gruss,
Efthimia
Zuerst verzeihen Wir Euch die Verspätung Eurer Antwort, was Wir nicht verzeihen, ist der unangemessenen Ton, welchen Ihr gegenüber Uns anschlagt, dennoch werden Wir darüber hinwegsehen und Euch folgendes mitteilen.
Wir sind ehrlich gesagt, äusserst überrascht, dass der junge Knabe ebenfalls mit einem Namen gesegnet ist, hattet Ihr sowie Eure teure Freundin es versäumt, Uns diesen vorzustellen, jetzt sind Wir jedoch im Bilde darüber, in welcher Funktion er eigentlich der Satrapin zur Verfügung gestellt wurde.
Einer Bewachung wird jeder unbekannte Besucher erhalten, welcher nicht ausdrücklich dem Basileos, und damit Uns, vorgestellt wurde oder vorstellig wird. Zudem bestanden im Palast keinerlei Gefahren, wie Ihr es auszudrücken pflegt, denn Wir sind Uns sicher, dass weder Iphigenie von Thrakien noch deren Begleiter es an irgendetwas mangelte. Man liess ihr alle Annehmlichkeiten eines Gastes und vor allem einer zukünftigen Königin angedeihen. Jeder Klagegrund hierrüber, entspräche einer Lächerlichkeit, welche kaum zu übertreffen wäre.
Den Ruf geschändet?! Verzeiht Uns, wenn Unsere Sitten sich nicht der Freizügigkeit bemächtigen, wie es wohl in einigen anderen Staaten der Fall ist. Es wurde deutlich beobachtet, durch unsere Phalanx und der persönlichen Dienerinnen, dass die Satrapin in ihrem privaten Gemächern diesen jungen Mann empfangen hatte, welcher Uns mit Unserem Gefolge sogar noch aus dem Gemach entgegeneilte.
Wir Beide sollten darum wissen, dass es sich keineswegs geziemt, dass eine unverheiratete Frau und die zukünftige Königin eines Reiches, einen bis dato unbekannten Mann in ihren Gemächern empfangen sollte. Wäre diese private Unterredung an einem öffentlichen Platz des Palastes gewesen, wären keinerlei untriebige Gedanken diesbezüglich dem Geist entsprungen. Hätte man Uns zuvor noch über dessen Funktion aufgeklärt, so hätten Wir sicherlich eine Ausnahmeregelung gefunden. Doch er verstand es, sich den Fragen des Basileos und des Gastgebers zu entziehen, indem er sich über seine Funktion und seines Names bedeckt hielt. Also macht Uns nicht, über das Eurige und das Eurer Landsmänner Versäumnis, verantwortlich.
Nun, werte Efthimia, dann erklärt Uns, warum sie nicht den einfacheren Weg wählte und Uns über dies Missverständnis aufzuklären suchte, noch am selbigen Tage, stattdessen wählte sie den Weg des geringsten Widerstandes und reiste ab, wie Wir es ihr freistellten. Euch dürfte bewusst sein, dass dies gegenüber dem Apella und dem Hofrat einem Schuldgeständnis gleichkäme, um dies eben zu verhindern entsandten Wir ihr einen Boten, damit sie der Wahrheit frönen könne, dies tat sie nicht und wählte erneut, den Weg des geringsten Widerstandes.
Wir verstehen, die verletzten Gefühle und Stolz, welchen Eure Freundin mitführen musste, empfanden Wir gleichsam, da man annahm, dass diese Verbindung keineswegs eine rein politische gewesen wäre, sondern eventuell sogar eine mit dem Segen der Hera und Aphrodite.
Doch die Götter scheinen keineswegs eine Ehe zu dulden, in der Liebe und Politik ihre gleichberechtigte Daseinsberechtigung haben, sehr zu Unserem Bedauern, da Wir nicht nur Freundschaft und Wärme spürten, sondern auch tiefe Gefühle der Zuneigung gegenüber Eurer Freundin.
Dennoch sei unterstrichen, befinden Wir uns als Basileos in einer anderen Position, welche den Blick der Öffentlichkeit mehr auf sich zieht, als es einem einfachen Bürger oder Eupatriden gleichkäme.
Damit schliessen Wir Unsere Mitteilung an Euch,
Mögen die Götter Euch meine Sichtweise geben.
Ioannis Komnenos
Basileos von Griechenland
Archon des Gross- und Haupttempels des Zeus
Tyrann von Attike

"Kineas, trage dafür Sorge, dass die Symbula dies unter allen Umständen erhält, lass den Boten notfalls mit anderen Möglichkeiten ausstatten. Zudem entsende dies zusätzlich an Iphigenie."
QUOTE: Werte Iphigenie,
ich schreibe Euch nicht als König, sondern als Mann, dessen zarte Gefühle der Zuneigung verletzt wurden und dessen Herz gespalten scheint zwischen Betrug und Wahrheit.
Mein Geist erstickt in Einsamkeit, mein Leben ist gar Gottesgleich,
mein Leben wird respektiert durch Stolz, doch im Tief der Seele,
schlägt ein zweit´s Herz, eines ist herzlich fein, dass zweiter kann gar grausam sein
nur eines verbindet sie zu Eins, der Schmerz.
So wurden die Befürchtungen wahr, wie es einst Narziss und Echo erging.
In Zuneigung
Ioannis Komnenos
"Sorge auch hier für, dass die Satrapin dies Schreiben erhält und entsende ihr die Speerspitze, welche sie mir zuvor zum Geschenk machte, sie wird verstehen."
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Letzte Änderung: 2010/10/11 20:38 von Ioannis Komnenus.
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Re:Eine politische Verbindung 11.10.2010 23:05:36 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Nachdem der Bote zurück gekehrt war und Efthimia darüber aufgeklärt hatte, dass man ihn, bis zur Übergabe dieser Nachricht eingekerkert hatte, ließ Efthimia den Jungen erst einmal durch einen Heiler versorgen, ehe sie sich dem Schreiben widmete.
Noch während sie die Zeilen las, ergriff die für gewöhnlich besonnene und so ruhige Frau eine schier unbändige Wut. Und zum ersten Mal, seit sie jemand kannte, entließ die zierliche Frau ihre Stimme mit einem gellend lauten Schrei, den man quer durch das Lager der Krieger vernehmen könnte.
„DIESER LÜGNER!“
Vollkommen absurd, was Ioannis da von sich gegeben hatte, wie hatte sie nur jemals annehmen können,er wäre gut genug für ihre Freundin.
Erschrocken betraten zwei ihrer persönlichen Wachen das Zelt um sich nach dem Rechten zu erkundigen, aber Efthimia hatte keine Lust sich mit Lappalien aufzuhalten. Mit einer ungeduldigen Geste komplementierte sie die Beiden wieder hinaus und zerknüllte noch immer berauscht von dem Gefühl des Zornes der in ihr wallte, das Papier des Basileos. Schmähschriften wie diese waren es nicht wert besonders behandelt zu werden.
Stattdessen verfasste sie ein neuerliches Dokument. Es blieb keine Zeit es auf einer Steinplatte zu verewigen, zumal es einfach zu persönlich war. Aber sie wusste, dass es Freunde in dieser Welt gab, die diese Schmach gegen Iphigenie ebenso wenig dulden würden, wie sie und die Thraker selbst.
Es würde zwar Monate dauern, diese Nachricht zu überbringen, aber es würde gewiss nicht auf taube Ohren stoßen.
QUOTE:
Die Götter zum Gruße meine lieben Freunde,
insbesondere Dich, SzunTzu, ehemaliger Streiter Thrakiens und Ragnar Hammerson, Freund des thrakischen Volkes.
Ich schreibe euch diese Zeilen heute aus einem besonderen Grund. Nicht weil wir, das Volk der Thraker, euch um Hilfe bitten, sondern weil ich, Efthimia, euch etwas berichten will, dass ich, und ich nehme an, auch ihr, nicht einfach abtun werdet können.
Sicher wurde euch schon zu getragen, dass unsere teure Freundin Iphigenie zu heiraten gedachte. Nun, der erkorene Ehemann sollte niemand anders als der hellenische Archon, Ioannis Komnenus, sein. Zunächst schienen sich die beiden auch angetan zu sein, bis jedoch etwas passierte, dass nicht nur die Ehre Iphigenies, sondern auch die unseres Volkes, verletzte. Der Herrscher selbst klagte sie an, den Archon mutwillig hintergehen zu wollen, nur weil sie ihrer persönlichen Leibwache Einlass in ihre Gemächer gewährte. Näheres vermag ich nicht zu erläutern, doch er verletzte die Ehre unserer gemeinsamen Freundin und ich mag mir nicht vorzustellen, wie er ihren Ruf nun an seinem Hofe förmlich diffamiert.
Vielleicht vermag meine kurze Erläuterung nicht genug sein, jedoch seid ihr beide, meine Freunde, versichert, dass Iphigenies Ruf verletzt und durch diese hellenische Schlange immens durch den Schmutz gezogen wurde. Das werde ich und kann ich nicht dulden.
Unser Volk mag nicht Attike und sein güldener Glanz samt Glorie sein, aber wir wissen, was es heißt seine Freunde zu schützen und selbige mit Respekt zu behandeln.
Ich weiß nicht, was ich nun durch euch erhoffe, außer einer Rückmeldung, dass ihr ebenso schockiert seid über diese infamen Lügen.
Wir werden in den nächsten Tagen das Land der Hellenen betreten und ich schwöre bei meinen Göttern, dass wir nicht ruhen werden, ehe die Ehre Iphigenies wieder hergestellt ist und der hellenische Boden mit verbrannter Asche übersät ist.
Mögen Euch die Götter beschützen
In Freundschaft
Efthimia
Unversöhnliche Worte und unerwartet offen bekundete die Thrakerin ihren Unmut über die derzeitigen Verhältnisse, aber Ioannis hatte einen wahrhaft tragischen Fehler begangen.
Er hatte Freundschaftsbande der Thraker untereinander erheblich unterschätzt.
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Letzte Änderung: 2010/10/11 23:06 von .
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Re:Eine politische Verbindung 12.10.2010 21:39:35 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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//ooc: das angeleierte RP von meiner Seite aus ist leider wegen Ungereimtheiten in die Hose gegangen. Bitte den letzten Post von mir vergessen, besser noch ganz löschen (diesen hier dann gleich mit) - thx //
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