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THEMA: Re:... zu Besuch bei Nachbarn...
 
Ingke Jiao

Barbaren
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graphgraph
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Re:... zu Besuch bei Nachbarn...      14.10.2010 22:18:03 --- 1 Jahr, 7 Monate her  
„Trink das.“ Skeptisch sah Hengest in den Becher. „Es wird dir helfen, die Schmerzen zu lindern. Nun trink.“ Sie selbst trank sich wieder in ihren gewohnten Rausch, in eine Welt des Vergessens und der Zufriedenheit.

„Nimm im nächsten Kampf nicht nur den Skalp mit, sondern den ganzen Kopf.“ Sie lächelte Hengest geheimnisvoll an und sprach nach einer langen, genussvollen Trinkpause weiter. „Denn im Kopf sitzt die Seele. Merke dir gut: Nur ein kopfloser Krieger ist ein wahrhaft toter Krieger.“ Ingke entspannte sich und legte sich auf die Kissen nieder, die um das Fell herum lagen. Wie betäubt sprach sie weiter. „Nagel deine Siegestrophäen an deinen Türrahmen und die Sklaven werden dich als siegreichen Herren achten. Aber man kann auch noch andere schöne Dinge daraus machen.“ Grinsend leerte Ingke ihren Becher. Die beiden Köpfe der ceutronischen Krieger faulten seit Tagen vor dem Zelt in einem Kübel voller Maden und die Zeit war ran, die Schädel zu präparieren.

Ein letzter prüfender Blick fiel auf Hengest Stirn. Das Werk war vorerst vollbracht.

„Lass mich nun allein.“ Hengest stand auf und ging, ohne ein Wort zu erwidern.

Einige Zeit später.

Ingke erhob sich und bereitete alles vor, was sie für die Arbeit an den Schädeln brauchte. Sie zündete sich neue Kerzen an, legte neue Kohl in ihre Räucherschale und entzündete sie, worauf nun Harze verbrannten. Ihr Wohlbefinden wuchs und so trat sie aus dem Zelt, um die Schädel von den Maden zu befreien und ihre Arbeit daran Tag um Tag zu beginnen.

Vorsichtig trennte sie bei beiden Schädeln die Schädeldecke gleichmäßig ab. So entstanden zwei Schalen, die sie wie Zwillinge identisch und reich an keltischen Tiersymbolen verzierte. Da waren
der Adler als Begleiter der Seele in die Anderswelt für die Weisheit und königliche Würde,
der Eber als Gott des Waldes für die Angriffslust und Aggressivität in Kriegen, daneben
der Stier für die Angriffslust und Stärke,
die Eule als Führer zur Unterwelt für den Schutz,
der Falke als Übermittler zwischen dieser Welt und der Anderswelt für das Erinnerungsvermögen,
der Hase als Tier des Mondes für den Wachstum,
der Hund als Begleiter der Götter für die Jagd und Heilung,
die Katze als Hüter der Seelenkräfte und als Beschützer in schwierigen Lagen und
die Schlange als Symbol der Selbsterneuerung und Wiedergeburt. *
Zum Abschluss färbte sie die Konturen ein, damit die Symbole klar zu erkennen waren.

Das oval weißliche Gebilde mit den dunklen Tierkonturen konnte mehrere Zwecke erfüllen. Ingke war sich sicher, dass Aliena dafür eine Verwendung finden würde. Sie hüllte eine der beiden Schalen schützend in Leder und beauftragte Lüdeke, einen Bauern der Barbaren zu finden, der das Geschenk übermittelte.

So ging Eine der keltisch verzierten Schalen, hergestellt aus dem Schädel eines ceutronischen Kriegers, tagelang auf Reisen zu Aliena, Regentin der Suebener, während die andere Zwillingsschale Ingke für sich als Erinnerung behielt und auf ihrem Altar Platz fand. Sie würde darin das Blut der Opfergaben auffangen.

Die Friesen zogen weiter heimwärts und kamen wenig später in ihrem Land an.
________________
* Quelle: http://www.vampyrbibliothek.de/kelten/symbole.htm


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Swanewit

Römer
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graphgraph
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Re:... zu Besuch bei Nachbarn...      17.10.2010 14:14:07 --- 1 Jahr, 7 Monate her  
Es war inmitten eines warmen Sommertages als Aliena auf ihren Pferd saß und von dem Berghang, auf dem sie sich befand, nach Norden zum Land der Friesen sah, welches vor ihr lag. Nach dem Rückzug der Friesen waren die Ceutronen und Sueben nicht untätig geblieben, sondern hatten sich auf ihre Rache vorbereitet, die Menschen, die in Bayern und Kasziby den Friesen zu Opfer gefallen waren sollten nicht umsonst gestorben sein. Das Jahr war vorrangeschritten und nun war die Zeit gekommen um ihre Rache zu den Friesen zu tragen. Hier waren sie nun, Ceutronen, Biturger, welche den weiten Weg auf sich genommen haben um den Ceutronen bei ihrer Rache zu helfen und Sueben. Die Grenze zu Nürnberg lag vor ihnen und bald würden sie ihre Toten rächen können.
Nachdenklich blickte sie in die Ferne. Die Friesen anzugreifen war eine Herausforderung, doch es war Zeit dass sie lernten dass nicht jedes Volk ein Opfer war. Sie hatte geschworen sich für die Plünderung von Kasziby zu rächen und sie würde den Schwur halten. Die Zeit verrannn, der Schatten des Nachmittages wurde länger und schließlich wendete sie ihr Pferd um zum Heereslager zurückzureiten. Sie hatte sich einen Eindruck vom Gelände vor ihr verschafft und wusste nun wohin sie ihre Krieger führen wollte.
Als sie das Lager erreichte erwartete sie schon eine ihrer Wachen und teilte ihr mit dass ein Mann auf sie wartete und behauptete ein Geschenk von den Friesen zu haben. Überrascht ließ sie den Mann zu sich schicken und erblickte kurz darauf einen Bauern der Barbaren. Nervös blickte dieser sich im Lager um als er auf sie zutrat. Einige Schritte vor ihr blieb er schließlich stehen, verbeugte sich, die Hände nach vorne gesteckt, welche einen in Leder gewickelten Gegenstand enthielten. „Werte Regentin, dies soll ich euch von Ingke Jiao überreichen.“ sagte er nur. Also hatte die Friesin, welche den Angriff auf die Sueben mit angeführt hatte ihr das Geschenk schicken lassen. Aliena nahm den Gegenstand und wickelte ihn aus seinem Lederschutz um ihn zu besehen. Es war eine geschickt gearbeitete Schale aus Gebein. Verschiedenste Tiersymbole waren darin eingearbeitet und mit Kohle geschwärzt. Aliena wusste natürlich um die Kraft die der Schädelschale innewohnen musste, schließlich beinhaltete der Knochen die Kraft, welche der Krieger zu Lebzeiten innehatten. Es war ein respektvolles Geschenk und sie würde es zu nutzen wissen, wenn auch anders als von der Schöpferin beabsichtigt.
Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Bauern zu, welcher noch immer darauf wartete entweder eine weitere Nachricht zu bekommen oder weggeschickt zu werden und signalisierte ihn dass sie ihm Botschaften mitgeben wollte. Sie griff nach dem Stück Leder und schnitt es entzwei. Auf dem einen Teil ritzte sie eine Nachricht an Ingke.

QUOTE:
Habt Dank für das Geschenk, ich werde es in Ehren halten.
Doch hattet ihr mir nicht auf dem Schlachtfeld zugerufen noch Tee mit mir trinken zu wollen? Einen weiteres Mal wart ihr ja nicht zu meinem Lande gekommen, deswegen statte ich jetzt, zusammen mit meinen Kriegern, dem Land der Friesen einen Besuch ab. Falls ihr also noch immer auf einen Tee besteht wisst ihr wo ihr mich findet.


Das andere Stück Leder wurde mit einer weiteren Nachricht versehen.

QUOTE:
An Inguz, Regent der Friesen,

vor nicht allzu langer Zeit befahlt ihr euren Kriegern Silber von den Ceutronen und Sueben zu fordern. Als die Völker nicht zahlen wollten versuchtet ihr es mit Gewalt. Doch beide Völker konnten sich gegen eure Krieger wehren, erst die Plünderung ungeschützter Provinzen gelang. Dies ist unter der Würde der Friesen und wir verlangen nach Rache. Für die Zerstörung unserer Provinzen werden wir einige von euren brandschatzen. Ihr Friesen seit doch stets auf Krieg aus, also beweist wie gut ihr mit einem Krieg im eigenen Land umgehen könnt. Wahlweise könnt ihr mir auch 500 Silber überbringen lassen und den Ceutronen eine Entschädigung ihrer Wahl zahlen,damit meine Krieger euch in Ruhe lassen.

In Namen der Sueben
Aliena


Beide Nachrichten rollte sie zusammen und übergab sie dem Bauern, nachdem sie ihn genauestens gesagt hatte wem er welche Nachricht übergeben soll. Dieser machte sich schnellstens auf den Weg die Botschaften zu überbringen.
Am Abend ließ sie schließlich den Göttern ein Opfer in Form einen prachtvollen Stieres zukommen, das Blut fing sie mit der knöchernen Schale von Ingke auf, auf das auch der unbekannte Krieger, dessen Schädel es einst war, ihren Kriegern Stärke verleihen möge.
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Ingke Jiao

Barbaren
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Re:... zu Besuch bei Nachbarn...      19.10.2010 21:34:37 --- 1 Jahr, 7 Monate her  
Hüsli sägte im Schlaf einen ganzen Wald nieder und Ingkes Kopf dröhnte, als sie sich von seinem Nachtlager erhob. Ihr eigenes Lager blieb über Nacht kalt. Ohne Hüslis Sägearbeiten Beachtung zu schenken, zog sie sich an und trat hinaus vor sein Zelt, wo sie eine frische Morgenkühle mit Nebelschwaden begrüßte. Die Friesen waren wieder unterwegs.

Kurz verschwand sie in ihr Zelt, um sich einen Friesentee zum Frühstück zu holen.

Eine ganze Weile saß sie davor, als Lüdeke verschlafen erschien.

„Mach Feuer, Lüdeke und bringe das Wasser im Kessel zum Kochen. Wir erwarten den erbetenen Besuch.“ Freudig grinste Ingke und nahm den letzten Schluck des Gebräus.

Die Kunde eilte voraus, dass Heere vor den friesischen Ländereien standen.


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Letzte Änderung: 2010/10/19 21:35 von Ingke Jiao.
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Inghild

Friesen
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Re:... zu Besuch bei Nachbarn...      19.10.2010 22:28:47 --- 1 Jahr, 7 Monate her  
Während des Abendessens wurde Inguz plötzlich von einem Bauern gestört, der ihm zu verstehen gab, dass er eine dringende Nachricht von Aliena, der suebischen Herrscherin, zu überbringen habe. Der Bauer stand vor ihm und streckte die Hand aus, in der er ein Stück zusammengerolltes Leder hielt. Inguz nahm den Fetzen und rollte ihn auseinander.

"Was soll ich damit? Seh ich aus wie ein Gelehrter aus Rom oder Griechenland? Wenn du mir nicht sagen kannst was dort steht, dann kannst du gleich wieder verschwinden."

Der Bauer hatte offensichtlich große Angst vor ihm und druckste eine Weile herum, dass die suebische Herrscherin beim schreiben mitgesprochen hätte, aber er sich nicht alles merken konnte.

"Dann erzähl mir, was du noch weißt"

Der Bauer nahm all seinem Mut zusammen und erzählte Inguz davon, dass sich die Sueben für die Plünderung ihrer Provinzen rächen wollten und daher gemeinsam mit den anderen Völkern nun in Friesland einfallen würden. Inguz hörte sich alles in Ruhe an und nickte dann zustimmend.

"Das ist natürlich ihr gutes Recht. Wir haben von ihnen nichts anderes erwartet. Gehe zurück zu Aliena und überbringe ihr folgende Nachricht.

Wir Friesen freuen uns auf die kommenden Schlachten und darauf, dass wir endlich nicht mehr so weit reisen müssen, um diese zu bekommen. Die Sueben und die Ceutronen waren würdige Gegner und das haben wir nicht vergessen. Sie haben sich den Respekt der Friesen verdient. Mit diesem Respekt werden wir ihnen auch in den Schlachten gegenübertreten und ihnen ebenfalls würdige Gegner sein.

Richte ihr meinen Gruß aus und sage ihr, dass ich mich freue ihr auf dem Schlachtfeld zu begegnen"


Der Bauer nickte und verschwand wieder.



Eala Frya Fresena! Lever dood as Slaav!
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