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Re:Der römische Senat 08.08.2011 08:51:04 --- 9 Monate, 2 Wochen her
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In dieser riesigen Stadt war es einfach selbst als nicht Römer jemanden unauffällig zu verfolgen. Stundenlang tat Germanicus dies doch genauere Informationen konnte er nicht in Erfahrung bringen. So brach er am Abend die Beobachtung ab und versuchte sich in den Schenken und auf den Forumsplätzen um den Senat etwas umzuhören.
Eines viel ihm besonders auf als der Name Brutus S Gracchus fiel. Oftmals wurde so sehr zufrieden über ihn gesprochen, das es schon mehr als verdächtig war. Nach weiterem umhören wurde ihm in einer Schänke vom Bürgerkrieg erzählt und hier hörte Germanicus zum ersten mal etwas von den Roniern. Doch je mehr er fragte, desto mehr erfuhr er. Germanicus versuchte sich alles zu merken und noch am selben Abend lief er wieder zu Oleg.
Mein Heer, ich habe den Auftrag ausgeführt und ihr glaubt nicht was ich gehört habe. Leise schon flüsternd erzählte Germanicus was er erfahren hatte und in Olegs Gesicht machte sich eine gewisse Zufriedenheit breit.
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Re:Der römische Senat 08.08.2011 12:38:57 --- 9 Monate, 2 Wochen her
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Nach reiflicher Überlegung wollte Seggaz sich zu dem Vorschlag von Oleg äußern. Mina hate ja schon dafür gesorgt das es einen entsprechenden Empfang geben sollte. Seggaz wollte nun zum eigentlichen Thema kommen. So erhob er sich und richtete seine Toga.
Werter Praetor Maximus, werte Senatoren, werter Gast Oleg. Sicher seit ihr Römer, dennoch hat nicht jeder Römer das Recht einfach vor den Senat zu treten und zu sprechen! Daher kann ich den Volkstribun gut verstehen, er ist immerhin einer derer die diese Republik errichtet hatten. Dennoch entschuldige auch ich mich für sein Verhalten euch gegenüber. Er ist halt einer der Grundpfeiler dieser Curia und nach langer Zeit werden auch die stärksten Pfeiler morsch.
Seggaz dachte sich, dass es schade war das Brutus das nicht gehört hatte aber seis drum er würde schon davon erfahren. Nun wollte er noch auf den Vorschlag von Oleg direkt eingehen. Dieser sah wirklich römisch aus, auch wenn er durch die Sonne Arabiens sehr braun gebrannt war. Stolz und unerschütterlich wirkte er, ganz klar also das er Römer sein musste.
Werter Oleg euer Angebot ist sehr großzügig. Doch warum sollte sich Arabien wenn ihr es den schon befriedet habt, sich der Republik anschließen? Sicher ihr meintet, dass ihr Hilfe bräuchtet um den letzten Rest der Barbaren dort zu bewzingen, aber was würde nach dem Sieg passieren? Würdet ihr wirklich ein solch reiches Land der Republik übergeben oder würdet ihr einfach als rex des Landes die Macht ergreifen und uns hintergehen? Ich weiß diese Fragen oder eher Vermutungen sind hart. Dennoch müssen wir als die Bewahrer der Repubik jegliche Konsequenz betrachten. Welche Sicherheit könnt ihr uns also bieten?
Seggaz blieb stehen er wollte ohne großes Hinhalten eine klare Antwort haben. So sah er Oleg von seinem Platz herab, direkt in die Augen und wartete auf dessen Reaktion.
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Re:Der römische Senat 08.08.2011 18:59:50 --- 9 Monate, 2 Wochen her
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Oleg war auf solche Fragen vorbereitet, kannte er doch noch zur Genüge die defensive Haltung des Senats gegen über plötzlich auftretenden Veränderungen.
"Werter Senator, Euer Name ist mir nicht bekannt und auch Euer Gesicht sagt mir nichts. Jedoch ist es natürlich euer Recht ein solches Angebot was ich dem Senat unterbreitet habe auf seine Seriosität zu prüfen.
Es mag vieleicht nicht jedem Römer die Ehre zuteilwerden vor dem Senat von Rom zu sprechen, jedoch denke ich und der Praetor Maximus das mein Anliegen sehr wohl dieser Ehre gerecht wird., immer hin geht es hier nicht um die Getreideverteilung an die Arme Bevölkerung.
Die Legion die ich erbitte dient nicht nur dazu die letzten Reste der Barbaren aus Arabien zu vertreiben, sondern auch dazu die neuen Grenzen Roms zu sichern. Natürlich könnt ihr euch fragen was mich dazu antreibt meine dann gewonnen Machtstellung in Arabien an den Senat von Rom abzutreten. Doch ich sage Euch, Als ich ein Junger Römer war verließ ich Rom um nach Abenteuer zu suchen, nun da sich mein Leben dem Ende nähert, suche ich nach dem Eintrag in der Geschichte, denn das ist wohl das höchste was ich mir vorstellen mag und was wäre da besser als Arabien für Rom zu sichern.
Ihr wollt Sicherheiten? Das Wort eines stolzen Römers sollte da Sicherheit genug sein. Zu verlieren habt ihr Senatoren die ihr in euren Villen hockt nichts, jedoch an Einfluss und Reichtum viel zu gewinnen. Ich Oleg, bin gewillt euch und Rom diesen auf alle Zeit zu sichern."
Oleg redetet sich etwas in Rasche, jedoch versuchte er auch etwas die Machtgier einzelner Senatoren zu wecken und ihre ewige suche nach mehr.
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Letzte Änderung: 2011/08/08 19:01 von Claudius Pulcher.
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Re:Der römische Senat 21.08.2011 19:18:35 --- 9 Monate her
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Es war einige Zeit vergangen... doch nun hatte der Senat sich dafür ausgesprochen, Arabien als neue Provinz "Arabia Petraea" zu befrieden. Dafür galt es nur noch Oleg die besagte Legion bereitzustellen und dann konnte er losschlagen. Gaius Claudius Marcellus schickte die nötigen Boten aus und durch den Consul Propugnationis Segimer wurden die militärischen Einzelheiten ausgearbeitet. Heute war es nun soweit und die Truppen lagerten in Ostia.
So griff Gaius zu Schreibzeug um Oleg darüber zu informieren:
QUOTE: Geschätzter Präfekt Oleg,
im Namen des Senates kann ich dir nun deine Legion zusichern, die du verlangtest um Arabien dem römischen Reich zu sichern. Auf dass ihr für ewige Zeit den Stolz Roms und die blühende Herrlichkeit der Republik in Arabien demonstrieren möget. Sollten Probleme auftreten, dann sage mir bescheid. Die Legion wartet bereits in Ostia auf die lange Reise.
Ich will keine großen Worte schwingen, deshalb wünsche ich dir viel Glück.
Hochachtungsvoll
Gaius Claudius Marcellus
Praetor Maximus Rom´s
Zum Ruhme Roms - "Respekt und Robustheit" Mitglied der Gens Claudia Kaiser (im Exil) des Römischen Imperiums ehemaliger Praetor Maximus Rom´s ehemaliger Provinzverwalter von Marche, Arkanania und Rom
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Re:Der römische Senat 06.02.2012 08:45:09 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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--- Hintergrund ---
Es war sehr lange her, dass in den heiligen Hallen des Senats debattiert worden war, wie es sich in Republikszeiten gehört hätte. Der Putsch und die darauffolgende Einführung eines Kaiserreiches benötigten keinen Senat mehr. Der Kaiser gab Befehle, die nur unter einigen wenigen besprochen, nie jedoch kritisiert wurden. Ein Kaiser muss auf keine Berater hören, außer er verspricht dies dem Volke.
Und so hatte Gaius eine Verfassung, schon vor langer Zeit, ausarbeiten lassen, um einige ehemalige Republikaner gütig zu stimmen. Sie war extrem kürzer und der Kaiser hatte immernoch das letzte Wort, doch dem Senat wurden langsam wieder Rechte zugesprochen. Es ging Kaiser Gaius Claudius Marcellus keineswegs um die Wiedereinführung der Republik, diese war sowieso für die meisten Bürger begraben, doch er wollte wenigstens den Anschein wahren und gewisse Schichten beruhigen.
Um die letzten Reste der republikanischen Strömung nicht zum Meutern anzutreiben, denn es passierte auf dem Gebiet der Umsetzung der neuen Verfassung, die ihnen versprochen wurden war, sehr wenig, begann Gaius nun damit, alles für die Wiederbelebung eines neuen Senates in die Wege zu leiten.
--- Wahlen ---
Zu Beginn dachte Gaius lange darüber nach, welche Kriterien für die Besetzung der neuen Posten im Senat geltend gemacht werden müssten. Früher entschied der Senat über Neuzugänge. Doch was war schon früher? Es sollte dieses alte morsche System ersetzt werden. Es war also nicht verwunderlich, dass so mancher alter Patrizier die Moderniesierung für einen Affront hielt. Das gemeine Volk sollte zu gleichen Teilen den neuen Senat wählen. Somit war die Stimme eines reichen bzw. einflussreichen Bürgers genauso viel wert, wie die eines jeden Plebejers. Von allen Seiten her hagelte es Kritik. Die Befürwörter eines Kaiserreiches fragten, wozu es überhaupt Wahlen zu einem, für das Imperium sinnlosen, Staatsorgan geben sollte? Die Patrizier behaupteten, dass das gemeine Volk gar nicht fähig zu einer Wahl wäre.
--- Ausgang der Wahl und Bestätigung in die Ämter ---
Mit 45% Wahlbeteiligung konnten beide Seiten ihre Behauptungen unterstützen. Gaius schien es zwar mehr, dass die kaisertreuen die Wahl verweigert hatten und das Ergebnis deshalb zu diesem Ergebnis kam, aber die Auslegung würde wohl noch für einigen Stoff in den Debatten des Senates sorgen. Denn der jetztige Senat hatte ein Recht, das nachfolgenden nicht so einfach zukommen würde. Sie wären in der Lage, die nächsten Wahlen, wie auch die kommenden, so einzurichten, wie es ihnen beliebe.
Doch fürs erste hatte das Volk entschieden: dreißig Senatoren kamen in den Senat. Die Patrizier stellten eine kleine Mehrheit unter der Tochter des kürzlich verstorbenen TPO, Tertia Patricia Ova, dar. Eine gemäßigte Schicht, deren Vorstellungen noch gänzlich neu waren unter Marcus Antonius hatte das geringste Ergebnis erzielt. Und zu guter Letzt die Senatoren um Gorthek, erhielten ein mittelmäßiges Abstimmungsresultat. Der Kaiser hoffte inständig, dass sein alter Freund Gorthek für ihn das Wort ergreifen würde, doch noch blieb abzuwarten, ob sich diese Hoffnung erfüllen würde.
--- erste Senatsversammlung ---
Es war ein neuer Tag angebrochen. Heute endlich sollte der Senat eröffnet werden. Gaius Claudius Marcellus war gespannt, denn es würde einige Themen auf dem Programm geben. Er erschien am späten Vormittag in der Curia. Es waren noch nicht alle Senatoren anwesend, und so würde wohl vielleicht erst ein wenig Vorgeplänkel von statten gehen.
Laut Verfassung war der Senat in der Lage, sollte es eine Volksabstimmung geben, die dort zur Abstimmung stehenden Alternativen zu formulieren bzw. Gesetze zur Abstimmung zu bringen.
Außerdem würde er dem Kaiser beratend zur Seite stehen. Hiervon erhoffte sich Gaius vor allem, einen drohenden Gegenputsch, frühzeitig erkennen zu können.
Aber es würde sicher auch Gegenwind geben. Der Senat war vieler Rechte entraubt, würde er versuchen, sich neue Macht anzueignen?
Gaius saß in der Mitte der Halle auf dem Stuhl, der ihm auch schon zu Republikszeiten als Praetor Maximus zugestanden hatte. Jetzt war er natürlich etwas verzierter. Zeit für Renovierung war genügend vorhanden gewesen. Viele sahen darin einen Thron und die Selbstverherrlichung des neuen Kaisers. Gerade eben trat einer der wortführenden Senatoren in die Curia....
Zum Ruhme Roms - "Respekt und Robustheit" Mitglied der Gens Claudia Kaiser (im Exil) des Römischen Imperiums ehemaliger Praetor Maximus Rom´s ehemaliger Provinzverwalter von Marche, Arkanania und Rom
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Re:Der römische Senat 07.02.2012 15:49:25 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Tertia war - zugegeben - ein wenig nervös. Sie saß in der vordersten Reihe der Curia, zur Linken aus der Sicht des pompösen Throns des Kaisers, dort, wo ihr kürzlich verstorbener Vater stets gesessen hatte, wenn er denn an den Sitzungen teilnahm. Hinter sich wusste sie die Anhänger der republikanisch gesinnten Aristokratie (wer hätte gedacht, dass es das einmal geben würde?), im Großen und Ganzen Flavier und ihre Verbündeten; Die größte Fraktion im Senat, und prinzipiell anti-kaiserlich gesinnt - und doch standen die beiden andren Parteien zum Kaiser, oder zumindest nicht gegen ihn. Damit hatte Tertias Fraktion mit dieser Wahl zwar an Macht und Prestige gewonnen - doch wahrlich nicht genug, um die Republik aus eigener Kraft restaurieren zu können.
So blieb nichts, als in diesem Schauspiel mitzuwirken. Sie hatte das Gefühl, dass nichts hier von allzugroßer Bedeutung sein würde. Kein Beschluss, kein Ratschlag musste Gehör finden. Der Senat war, in einem Kaiserreich, bedeutungslos. Das einzige, was sich die Mitglieder ihrer Fraktion erhoffen konnten, war, sich und ihren Besitz schützen und vielleicht mehren zu können. An Umsturz war - zur Zeit - nicht zu denken.
Tertia sah sich um. Sie sah allerhand Gesöcks, das sich hier breitgemacht hatte. Der Kaiser hatte die passive Wahlberechtigung (die aktive sowieso, bei den Göttern!) massiv ausgeweitet und es so Fischern, Händlern, sogar Bauern ermöglicht, Einlass in die heiligen Hallen der Republik zu finden. Sie war nicht die einzige die das sah; ihre ganze Umgebung rümpfte die Nase. "Pöbel im Senat!" spieh ihr Sitznachbar ihr leise zu. "Der Kaiser hat den Verstand verloren!" Tertia nickte nur und behielt die ihr gegenüberliegenden Reihen im Blick.
Der Kaiser war eingetreten und erhielt den anerkennenden Applaus vor allem der Senatoren, die nicht aus dem Senatorenstand stammten. Als er Platz genommen hatte und das Plenum eröffnet war, erhob sich Tertia und meldete sich zu Wort. Sie hatte Angst, doch sie musste diese Rede halten - das hatte sie sich geschworen. Für die Republik. Für ihren Vater. Und für sich selbst.
"Patres Conscriptes" begann sie "Mein Kaiser." fügte sie, halb verbeugt in Richtung des Throns, mit kaum zu überhohrender Ironie hinzu. "Mitbürger. Dieser Senat tritt heute zum ersten Mal zusammen. Doch nicht nur, dass er keine reale Bedeutung besitzt - ihm fehlt auch noch jede wahre Legitimität! Kaum jeder zweite Römer hat mitgewählt. Alles hat sich abgefunden damit, dass ein einzelner den Staate lenkt! Dass eine >>Verfassung<< erlassen wurde, die weder die Römischen Sitten widerspiegelt, noch... noch dem Willen des Volkes, der Gunst der Götter oder auch nur der Essenz der Vernunft entspringt, sondern nur dem Willen eines Mannes!" Totenstille. Tertia lief ein kalter Schauer über den Rücken.
Sie verbeugte sich erneut und sprach den Kaiser direkt an: "Und diese untersteht auch nur Eurem Willen, mein Kaiser. Soll so etwas ein Staat sein, der nach Gesetzen lebt? In dem Ihr jedes Gesetz nach Belieben ändern könnt? Es beginnt schon damit, dass Ihr Eurer Gattin, der Kaiserin, Zutritt lasst zu unseren Hallen, und sie mit Rederecht ausstattet! Davon stand nichts in Eurer >>Verfassung<<; Nur der gewählte Senat, die Präfekten der Kolonien und Ihr selbst und Eure Minister dürfen hier sprechen! Ihr brecht sie also selbst schon, kaum dass ihr sie erlassen habt!"
Aber ich bin sicher, das lässt sich leicht lösen - ihr schreibt es einfach hinein. So lässt sich doch kein Staate führen! Ich bringe auch nicht meinen Geliebten mit in diese Hallen, auf dass er für den Staat spreche! Die >>Kaiserin<< hat laut Verfassung kein einziges Amt inne, keine politische Bedeutung, sie ist lediglich EURE Bettgefährtin. Aber Ihr, von Euren... männlichen Schwächen geleitet, werdet ihr bestimmt eines schaffen!" fauchte sie - und setzte sich. Stille.
Dann begann die alte Aristokratie mit den Füßen zu trampeln, als Zeichen der energischen Zustimmung, während die Kaisertreuen gröhlten - und die, die in der Mitte saßen, reglos dasaßen.
Die Saison war eröffnet...
Inter arma enim silent leges.
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Re:Der römische Senat 07.02.2012 22:41:18 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Mina hatte unauffällig unter dem "Pöbel" platz genommen und schaute dem Schauspiel zu. Wie sie nicht nur während des Umsturzes bemerkt hatte war es dieser sogenannte Pöbel, der die eigentliche Macht in Rom inne hatte und Mina war deren Vertreterin geworden. Ohne Brot, ohne Handwerker, ohne Sklaven konnte Rom nicht bestehen. Mina faszinierte dieses Zusammenspiel, wollte es aber nicht wie ihr Amtvorgänger nutzen. Nein, ein weiterer Aufruhr in Rom wäre schlecht. Nicht nur jetzt, sondern auch zu jedem anderen Zeitpunkt.
Mina bemerkte TPO's Tochter. Wer hätte sie nicht bemerken können. Sie hatte Feuer. Sie war gespannt, wie die Gegenreaktion aussehen würde.
Volkstribuna Roms. Senatorin der ordentlichen römischen Republik.
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Re:Der römische Senat 09.02.2012 06:31:15 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Gaius war wohl angetan. Langweilig würde es wirklich nicht werden. Es war gut, wenn die Republikaner, oder was davon noch übrig war, sich ihren Frust von der Seele sprechen durften. Gaius dachte kurz nach. Es gab da etwas, das er gleich am Anfang ansprechen wollte. Doch zunächst musste er paroli bieten: "Verehrte Senatoren, in Zeiten der Not, sollte mir, Jupiter behüte, etwas zustoßen, brauche ich eine rechte Vertretung. Diese Vertretung sollte in jedem Falle gut eingearbeitet sein, in die Geschehnisse Roms. Wem sollte ich eine solche Vertretung übergeben? Einem Senatoren? Nein, denn dann würde ich einen von euch den anderen bevorzugen. Und wir wollen doch nicht, dass hier Vetternwirtschaft einkehrt, oder?" Gaius musste grinsen. Was er hier sprach zeigte den Senatoren einen Vorgeschmack, wie er dachte mit ihnen umgehen zu können in der nächsten Zeit. "Nun, die Minister sind mit ihren Aufgaben gut ausgelastet, wenn ich ihnen dieses Amt übergebe, dann wäre das zu viel Arbeit und es würde keine optimale Ausführung geben. Aus diesem Grund habe ich meiner Gattin den Zutritt und, wenn sie denn davon Gebrauch machen möchte, das Rederecht erteilt." Spöttisch lachten nun die kaiserlich gesinnten Senatoren, die Republikaner schienen sich im ersten Moment nur erstaunt anzuschauen, mit einer solchen Ausrede, sprach der Kaiser doch eben noch von Vetternwirtschaft und deren Vermeidung, hatten sie wohl wirklich nicht gerechnet. Doch Gaius begann noch einen drauf zu setzen, nun würde er alle Gegenwehr zu Nichte machen, so hoffte er. "Senatoren! Senator Marcus Antonius hat sich bereit erklärt, da der von uns allen geliebte Konsul der Verteidigung, Occius Rufus, derzeit nicht sein Amt ausführen kann, dessen Vertretung zu übernehmen!" Einige Senatoren klatschten. Es war bereits warm geworden und in der Curia fragten sich nicht wenige, warum einer aus der Mitte, den Konsulposten zugeschoben bekommen hatte. Denn auch das konnte der Kaiser bestimmen. Es waren seine Berater, militärisch und außenpolitisch und so war es auch seine Entscheidung. Gaius sprach weiter: "Er nimmt noch fünf weitere Personen in seinen engeren Beraterstab und ich denke er wird Rom treue Dienste leisten." Wieder klatschten die Senatoren, vor allem in der Mitte, da sie ihren Sprecher zu einer hohen Stellung befördert sahen, aber auch in der kaiserlichen Ecke, da sie bereits erkannten, was der Kaiser vor hatte. Nur in der republikanischen Ecke war die Freude klein. Man zeigte zwar seinen Respekt, doch noch schienen die meisten Senatoren auf das aber zu warten. Und mitten in den Applaus dröhnte es laut und deutlich aus des Kaisers Mund: "Neuwahlen!" und sofort war es still im Raum. Hatte man sich verhört? "Ich beantrage Neuwahlen!", fuhr der Kaiser fort. Es schallten ihm natürlich auch ein paar Rufe entgegen... die "Warum?"´s und "Wieso?"`s waren zahlreich. "Mit dem Konsul Marc Anton gehen gleichzeitig auch fünf der von ihm ausgesuchten Senatoren in den Beraterstand. Der Senat ist damit zu klein und wir müssen die Kandidaten neu wählen!" Ruhig bliebe Gaius sitzen. Doch ihm war gewiss, der Senat würde dies nicht tun.
Zum Ruhme Roms - "Respekt und Robustheit" Mitglied der Gens Claudia Kaiser (im Exil) des Römischen Imperiums ehemaliger Praetor Maximus Rom´s ehemaliger Provinzverwalter von Marche, Arkanania und Rom
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Letzte Änderung: 2012/02/09 06:34 von Gaius Claudius Marcellus.
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Re:Der römische Senat 09.02.2012 20:39:31 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Tertia saß, lässig, als würde es sie nichts angehen, da, und lächelte, als würde es sie nicht berühren - sie versuchte es jedenfalls. Innerlich kochte sie. Sie wollte sich würdig erheben, sprang aber vor jugendlicher Energie und Wut von ihrer Bank. Es interessierte sie nicht, ob jemand anders etwas sagen wollte:
"Neuwahlen? Senat zu klein?" schrie sie regelrecht. "Der Senat ist sowieso schon zu klein! 50 Senatoren wären vorgeschrieben, es fehlen also schon 20! Und von den 30 Senatoren, die sich hier versammelt haben, haben gut die Hälfte die Mindestanzahl an Unterstützern, die EURE EIGENE VERFASSUNG VORSCHREIBT, nicht erreicht - und zwar genau JENE Hälfte, um das anzumerken, die NICHT zu meiner Fraktion gehört!" Zustimmung zur Linken, Buhrufe zur Rechten des Kaisers.
"Dieser >>Senat<< entspricht hinten und vorne nicht den Vorgaben, die IHR SELBST ihm gegeben habt. Würdet Ihr Eure Verfassung achten, müssten alle, außer die, die hinter mir sitzen, diese Hallen verlassen müssen. Also tut Euch keinen Zwang an, schreibt Neuwahlen aus! Aber wisset, mein Kaiser,..." fauchte Tertia, mit allem was sie an Gift und Galle zu bieten hatte, "dass die, die sich wirklich für das, was in dieser Stadt vor sich geht, interessieren, genauso gut wie Ihr wissen, dass eine Auflösung des Senats de facto UND de jure ausschließlich gegen unsere Fraktion aus dem traditionellen Adel gerichtet ist! Dass ihr, der Ihr Euch einen Volkskaiser nennt, den Willen der größten Gruppe derer, die aktiv gewählt und so ihre Verbundenheit, Treue und Sorge um Rom bewiesen haben, nicht nur missachtet, sondern persönlich mit Füßen tretet!
Und seid Euch auch bewusst, dass der nächste Wahlkampf kaum so ruhig und gesittet von statten gehen wird, wenn Ihr den Senat nun so fadenscheinig auflöst. Nicht als Drohung - nur als Prognose, erstellt von einer Frau, die gut erzogen worden ist in Sachen Politik. Wollt Ihr erneut Blut durch die Straßen Roms fließen sehen? Ob 30 oder 24 Senatoren, zu wenig sind wir sowieso - jedenfalls zu wenig, um Eurer Verfassung zu entsprechen. Das wusstet Ihr aber wohl bereits, bevor die Wahl zu Ende ging! Also warum jetzt auflösen?"
Sie schnaubte vor Wut.
"Und was die Rechte der Kaiserin angeht, deren politische Legitimität wohl noch zweifelhafter ist als Eure eigene..." Gelächter zur Linken des Kaisers. "Schreibt Eure Absichten wenigstens in die Verfassung, mein Kaiser! Rom war stets ein Gesetzesstaat, und so erwarte nicht nur ich, sondern das gesamte Römische Volk und seine Eliten, dass auch IHR Euch an Gesetze haltet, selbst wenn es die sind, die ihr selbst nach Gutdünken erlassen habt! Niemals darf die Tyrannei rückwirkender Gesetze in Rom Einzug halten! Niemals soll ein Amtsträger Roms außerhalb der Gesetze stehen und diese nicht achten - das wäre nicht weniger als Hochverrat! Wenn Ihr also Eurer Bettgefährtin, wie ich schon dachte, eine so hohe Bedeutung zurechnet, dann lasst dies wenigstens in Gesetzen seinen Niederschlag finden - nicht in Eurem persönlich bekundeten Willen! Rom hat mehr verdient!"
Sie setzte sich wieder und versuchte, tief durchzuatmen. Erneut stampften ihre Kollegen mit den Füßen während der Pöbel gegenüber in Rage geriet. Sie hoffte, dass der Kaiser ihre Sorge um den Frieden in Rom auch wirklich erfasst hatte.
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Letzte Änderung: 2012/02/09 20:44 von Tertia Patricia Ova.
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Re:Der römische Senat 09.02.2012 23:14:06 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Mina war etwas aufgeregt. TPO's Tochter hatte wirklich Feuer. Leider hatte sie TPO nur als alten Mann kennengelernt, der dem Alkohol verfallen war. Tertia erinnerte Mina an sich selbst vor vielen Jahren. Das hatte ihr den Beinamen "Furie Roms" eingebracht. Es gab mehrere Spottlieder und Gedichte auf sie. Merkwürdigerweise kam ihr gerade eines in den Sinn ...
... die Furie, die Furie, die Sitzt nahe der Curie, sie trägt ihr Haar so gold und rein doch sie selbst ist nicht so fein ... prügel, prügel gibts im linken Flügel ... ach du Foltermanne wenn sie es doch wär in Deiner Kammer ...
Die Feinde der Republik hatte sie verschleppen lassen, doch ihren größten Feind hatte sie übersehen. Den, der die Republik letzendlich vernichtet hatte. Ihren Weggefährten, Mitprätorianer unter Helena ... Gaius Claudius Marcellus.
Das Volk, in dessen Reihen sie saß, war ziemlich angestachelt von den Worten beider Parteien und riß Mina aus ihren Gedanken. Es würde sicherlich auch nicht mehr lange dauern bis irgendjemand unter dem Volk die Nerven verlieren würde. Noch hielt sich Mina aber zurück hier einzuschreiten. Sie war gespannt, was der Kaiser dazu zu sagen hatte.
Volkstribuna Roms. Senatorin der ordentlichen römischen Republik.
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