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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus
 
Krateos Kraikos

Bosporanen
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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      05.11.2011 21:04:53 --- 6 Monate, 2 Wochen her  
Krateos war noch etwas verwirrt, dass plötzlich Rondrikan vor ihm stand. Er musste sich kurz sammeln und wollte Antworten aber schon war der Anführer weg. Er drehte sich zu Nastasja um, die ihn etwas erschrocken anschaute „Dann mal los.“ er zwinkerte ihr zu und grinste.
Er rannte dann schnell heraus. Ein großes durcheinander war im Dorf. Frauen wie auch Männer suchten nach allem was sie als Waffe benutzen konnten. Man nahm wirklich alles. Vom dicken Knüppel bis hin zu Steinen die man werfen konnte. Die Bauern zogen dicke Kleidung an die sie für den Winter gemacht hatten. Krateos kam kaum vorwärts. Immer wieder liefen ihm einige Männer oder Frauen vor den Füßen. Einige hatten sogar Töpfe auf dem Kopf. Er hob eine Augenbraun „ Diese Bosporanen haben einen seltsamen Geschmack was die Waffenwahl angeht.“ dachte er nur. Er ließ sich nicht aufhalten und ging in sein Zelt. Er schnappte sich ein langes Messer, dass eigentlich für den normalen Gebrauch war. Er überlegte kurz und er entschied das es scharf genug war um einen Mann damit zu töten. Was anderes hätte er sowieso nicht gefunden. Er grinste und durchsuchte eine Kiste. In der Kiste fand er nur Lauter unnötige Sachen. Auf einmal zog eine Tunika hervor die mit dünnen Lederplatten bestickt war. Diese hatte er gemacht für Gefährliche Zeiten. Diese Rüstung hatte einen lange Streifenschürze aus Leder. Er zog sie schnell an und hing sich seinen Schwarzen Umhang um. Plötzlich sah er einen Topf. Er hob eine Augenbraun und schüttelte seinen Kopf „Soweit kommt es erst gar nicht.“ und ging schnell heraus.Er stellte sich mit Rondrikan an die Spitze. Das erste mal würden sie das Schlachtfeld teilen. In diesem Moment war er ein stolzer Mann und Grieche zugleich. Er drehte sich um und sah die Zusammengewürfelte Truppe. Wie sie da standen, einige mit Topfen auf dem Kopf. Andere mit Mützen. Als er deren Waffenwahl sah drehte er sich schnell um. Krateos war etwas verwirrt. Er schaute Rondrikan an „ Wir haben die beste Miliz weit und breit.“ seine Feststellung war eher lustig gemeint und er musste dabei etwas lachen.
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Djokai

Bosporanen
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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      06.11.2011 12:59:18 --- 6 Monate, 2 Wochen her  
Einige Tage nach der Inmarschsetzung des Heeres sah Djokai die Truppe. Er war mittlerweile schon fast in Melitopol und in den letzten Tagen hatte er gesehen, warum die Gegend so ausgestorben war. Ein kleine Gruppe wild aussehender Barbaren trieb in den Wäldern ihr Unwesen. Sie töteten Wild nicht nur als Nahrung, sondern scheinbar auch zum Spaß oder für irgendwelche Rituale. Die Bauern lebten in Angst vor Überfällen. Reden wollte keiner mit Djokai, stattdessen schlossen sich Türen und Fensteröffnungen, sobald er sich näherte.

Eigentlich hatte er vorgehabt, den neuen Herrscher der Bosporanen wegen diesen Wilden um Hilfe zu bitten, doch als er diesen kläglichen Haufen aus einem Versteck heraus sah, bewaffnet mit Fassböden statt Schilden, Ästen statt Waffen und Töpfen auf dem Kopf, entschied er sich anders. Diese Bauern waren genau das, Bauern. Lediglich fünf Krieger schienen die Führung innezuhaben, einer davon flankiert von zwei Wächtern. Das musste der bosporanische Herrscher sein.

Djokai entschied sich dagegen, auf seinem Pferd zu ihm zu reiten, denn er selber wanderte. Der Mann war noch jung, ebenso seine Krieger. Es hätten genausogut die Kinder der Bauern sein können, wenn da nicht die Ausstrahlung von Mut, Ehre und Führungskraft gewesen wäre, die sie abhob. Als er sein Pferd am Zügel durch den Saum des Waldes trat wurde er sofort bemerkt. Die Äste wurde drohend erhoben, aber er konnte auch eine ängstliche Anspannung spüren.

Um keine unbedachten Handlungen herauszufordern hob Djokai beide Hände seitlich neben seine Schultern. Sie sollten sehen, dass er keine Bedrohung war. In erträglicher Rufweite stieß er hervor: "Ich bin Djokai, freier Krieger! Ich suche den Herrscher der Bosporanen und sein Reich. Wer seid ihr und was wollt ihr hier?" Er sah die 5 Krieger miteinander reden, aber noch verstand er sie nicht. Etwas an einem Krieger schien ihm nicht richtig zu sein. Erst später sollte er merken, dass es eine Frau war statt eines Mannes, was ihn verwundert hatte.


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Nastasja

Bosporanen
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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      06.11.2011 18:31:02 --- 6 Monate, 2 Wochen her  
Pure Aufregung herrscht als Rondrikan in die Taverne kommt und alle auffordert ihm zu folgen, sich zu bewaffnen und auch ich leiste natürlich dem Folge und greife nach meinem angespitzten Holzstock der einem Speer gleichen soll, nur nicht so schön gerade ist. Naja besser als nicht würde mein Bruder nun wohl sagen aber so ganz zufrieden bin ich noch nicht mit dieser Bewaffnung. Lange wandern wir, quer durchs Land bis hin zu den Grenzen und überschreiten diese bald. Wieder erklingt der Ruf des Tyrannen, wie er uns erklärt, was wir hier sollen und warum wir Waffen mit genommen haben. Ich halte mich nahe bei Rondrikan und Krateos um nichts falsch zu machen als mein Blick nun auf diesen Krieger fällt der aus dem Waldsaum tritt. Meine Hand schnellt nach oben und gebietet den Bauern die uns begleitet haben einhalt als dieser in Rufweite kommt und ich betrachte den jungen Mann von Kopf bis Fuß. Er ist hübsch, ganz ohne Zweifel auch etwas besser gestellt, denn er führt ein Pferd an den Zügeln und auch sind seine Waffen nicht irgendwelche Prügel, Mistgabeln oder Hämmer sondern fein geschmiedete Waffen. Dennoch halte ich mich eher im Hintergrund, ich will nicht unbedingt direkt die Aufmerksamkeit auf mich ziehen, bin ich doch die einzige Frau in den Reihen und falle wohl sowieso früh genug auf zwischen all den Kerlen. Schon meine langen blonden Haare, die eher klein geratene Statur und der doch deutlich weibliche Körperbau verraten dem geschulten Auge so einiges, auch meine Gesichtszüge sind natürlich deutlich weicher als die der Männer.
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Rondrikan

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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      07.11.2011 23:04:49 --- 6 Monate, 2 Wochen her  
Endlich kamen sie in dem Gebiet an aus welchen Barbaren ihre Überfälle auf Bosporanisches Gebiet starteten.Doch statt Barbaren kam ihn ein einzelner Krieger entgegen,welcher den Mob entgegentrat. Mit einer Handbewegung beruhigte er die Bauern und Handwerker und blickte den Krieger an,musterte diesen förmlich und versuchte seine Absichten zu deuten.
Dann vernahm er die Stimme und hörte die Worte die der Mann sprach,sah die leicht erhobenen Hände und trat vor,beduetete aber das der Rest warten sollte.

"Ihr sucht den Herrscher der Bosporanen?Ihr habt ihn gefunden" rief er zu dem Krieger hinüber und ging auf ihn zu,bis er nur noch eine,zwei Armlängen von ihm entfernt war "Ich bin Rondrikan,Herr über die Bosporanen oder von dem was von ihnen übrig ist und wir sind hier um dieses Gebiet von den Halunken zu befreien welche sich erdreisten das Stammland des Volkes zu überfallen." meint er ruhig aber bestimmt und blickt ihm fest in die Augen "Wenn du willst kannst du dich Anschließen freier Krieger Djokai oder zieht es dich weiter?" kamen die Worte über seine Lippen und musste schmunzeln "Wenn du dich anschliest bist du gerne in unserem Lager willkommen und morgen so du noch bei uns bist wird es zum kampfe mit den Barbaren kommen welche hier in diesen Gebieten sind. Aber lasst alles andere uns weiter bereden wenn ihr eure Entscheidung getroffen habt" meint er nur ruhig und dreht sich um,ging langsam und ruhig wieder zurück "Wir Lagern hier Krateos" meint er zu diesem und lies dann ein Lager errichten
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Djokai

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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      08.11.2011 21:18:27 --- 6 Monate, 2 Wochen her  
Unentschlossen stand Djokai da. Der Bursche strahlte Selbstvertrauen aus und schien sich um sein Land und sein Volk zu sorgen. Gute Eigenschaften eines Herrschers. Doch reichte das aus, um ihm treu zur Seite zu stehen? Hatte Djokai schon genug gesehen, um ihm zu vertrauen? Er entschied sich dafür, erst einmal bei ihnen zu bleiben. Das lag eher an seinem unbedingten Willen, den Wilden Einhalt zu gebieten, als an einer feststehenden Entscheidung für die Bosporanen.

Mit schnellen Schritten folgte er Rondrikan. Der Befehl des Herrschers war klar und deutlich und derr Mann, den er Krateos genannt hatte, begann scheinbar sofort damit, diesen auszuführen. Bevor Djokai etwas zu Rondrikan sagen konnte entdeckte er den Krieger, der ihm vor einigen Augenblicken schon aufgefallen war, weil er anders war. Jetzt erkannte er seinen Fehler. Er war eine Sie. Eine ausgesprochen hübsche Sie, die seinen Blick erwiderte.

Als er seine Augen von ihr losreissen konnte sagte er zum Herrscher der Bosporanen: "Ich bleibe bei euch - vorerst! Diese Wilden müssen gestoppt werden. Mein Weg läuft somit mit eurem gemeinsam. Verlangt keine sofortige Entscheidung von mir, ob ich länger bei euch bleibe oder sogar mein Glück bei euch finden möchte, denn die Zeit des Kennenlernens steht hinten an. Die Zeit des Kampfes ist jetzt." Mehr an alle gewandt als nur an Rondrikan rief er schon fast: "Wo kann ich mein Lager aufschlagen?" Seine Blicke trafen die der jungen Kriegerin und verharrten kurz, bevor er auch die Blicke von Krateos und Rondrikan auffing.


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Letzte Änderung: 2011/11/08 21:19 von Djokai.
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Nastasja

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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      08.11.2011 22:46:14 --- 6 Monate, 2 Wochen her  
Immer wieder treffen sich die Blicke mit denen des jungen Kriegers, der sich Rondrikan als Djokai vorstellt und immer mehr faszinieren diese mich, doch wende ich mich irgendwann ab und gehe Krateos zur Hand. Das Lager muss vorbereitet werden für die Nacht, ein Feuer entfacht um die Beute der hoffentlich erfolgreichen Jagd zu braten. Verwirrte Gedanken irren in meinem Kopf umher und ich rufe mich immer wieder selbst zur Ordnung, kann ein einziger Blickwechsel mich doch nicht wirklich so sehr verwirren. Oder etwa doch? Verstohlen versuche ich immer und immer wieder einen Blick zu erhaschen, mustere seine Gestalt heimlich während ich die Holzprügel aufeinander staple und dann versuche ein Feuer zu machen, was mich einiges an mühe kostet. So unkonzentriert wie ich gerade bin, ist es nicht so einfach und es dürfte wohl gerade jedem auffallen, dass mich das auftauchen von Djokai doch etwas aus der Ruhe bringt. Die Gespräche mit Rondrikan verstehe ich nicht, dafür bin ich doch zu weit entfernt von den beiden, doch der Ruf welcher durch das Lager hallt, die Frage wo er sein Lager aufstellen kann vernehme ich sehr wohl und wieder treffen sich meine Blicke mit den seinen, was dazu führt, dass es mir eine leichte röte in die Wangen treibt.

Nachdem nun auch das Feuer endlich brennt begebe ich mich nach kurzer Absprache in den Wald um zu jagen, da ich mich bereit erklärt hatte für das Essen zu sorgen, und natürlich ist es eine willkommene Ablenkung um den Kopf frei zu bekommen und zu ergründen warum ich mich plötzlich so seltsam verhalte, seit Djokai uns über den Weg gelaufen ist. Er ist doch nur ein Krieger wie die anderen auch, warum bringt gerade er mich so aus der Ruhe und sogar dazu verlegen zu werden? Ich verstehe es gerade nicht, und in Gedanken bahne ich mir nun den Weg durch die Büsche, wo ich ein Reh erblicke, doch ich Trampel bin natürlich viel zu laut und so nimmt das Reh die Gelegenheit wahr und flüchtet vor mir.

Selbst Ohrfeigen könnte ich mich gerade, und stampfe wütend auf den Boden auf, lasse meinen selbstgemachten Speer kurz gegen den Stamm eines Baumes krachen um meine Wut auf mich selbst los zu werden. Alles nur wegen eines Mannes, aber was für ein Mann. Diese Augen, sie gehen mir einfach nicht aus dem Sinn, die neugierigen Blicke und seine stattliche Erscheinung.
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Krateos Kraikos

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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      12.11.2011 00:19:48 --- 6 Monate, 1 Woche her  
Das Lager war nicht wirklich groß. Vielleicht fünfzehn Zelte, vielleicht sogar weniger. Kratoes hatte sie nicht gezählt. Es herrschte eine Stille am Nachmittag. Die Männer im Lager waren nervös. Man sah es in ihren Augen. Wenn sie aßen zitterten sie. Krateos beobachtete dies alles. Er war selbst nervös. Vielleicht sogar nervöser als seine Männer selbst. Da war auch dieser Mann der ihnen begegnet ist. Er war älter als er selber. Er hatte mehr Erfahrung und schon eine lange Reise hinter sich. Weiter als die Reise die Krateos von Nicää bis zum Schwarzen Meer gemachte hatte. In dieser Zeit beobachtete Krateos viel. Er dachte mehr nach und redet stattdessen nicht viel. Nicht mal mit Rondrikan ,seinem Herren, redete er. Es war immer noch diese Sache die ihn so ruhig gemacht hatte. Die Männer munkelten aber Krateos interessierte dies nicht wirklich. Man sagte die Götter hätten ihn vor langer Zeit verlassen. Haben die Götter Krateos wirklich verlassen? Wenn es so wäre dann wäre Krateos ein Hoffnungsloser Fall denn die Götter waren seine letzte Zuflucht.
So baute er die Zelte mit Nastasja auf. Sie war abgelenkt. Es war dieser unbekannte Krieger der sie ablenkte. Sie war total hingerissen das wusste und sah Krateos. Sie war gar nicht richtig bei der Sache und so musste Krateos ihr etwas auf die Hände schauen.
Das Zelt muss halten....zieh es fester“ er nahm das Seil und spannte es fest an dem Pflock.
Sie nickte nur und hörte kaum zu. Er musste gerade etwas grinsen. Wenn die Götter es wollten so würde aus dieser Ablenkung sogar mehr werden.

Am Abend saß Krateos allein. Er war weit abseits vom Lager und genoss den Abend. Es war warm und ein Sternenhimmel machte die Nacht zu einem Wunderschönen Schauspiel. Jeder einzelne Stern war wunderbar auf seiner Weise. Er hob den Weinbecher, murmelte etwas auf seiner Sprache und schloss die Augen. Als er fertig war schüttete er etwas Wein auf den Boden und murmelte noch etwas. Er hielt kurz inne und sagte nichts. Nach einer kurzen Zeit öffnete er seine Augen. Er nahm einen Schluck von seinem Wein. Er setzte sich auf den Boden und hörte das Gelächter des Heerlagers. Er musste etwas grinsen. Er war froh hier eine Heimat gefunden zu haben.
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Djokai

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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      14.11.2011 14:48:44 --- 6 Monate, 1 Woche her  
Sein Lager schlug Djokai in der Nähe der jungen Kriegerin auf. Ein Zelt wollte er nicht. Die Nächte waren zwar kühl, doch die Felle wärmten ihn ausreichend und das in unmittelbarer Nähe prasselnde Feuer tat sein übriges. Der Sternenhimmel sollte sein Dach sein. Seine Nacht war unruhig und schon weit vor dem ersten Sonnenstrahl stand er auf. Seine Waffe wurde hervorgeholt und er machte sich daran, diese zu schärfen und auch später seine Rüstung zu kontrollieren.

Als der Morgen graute war das Lager schon im Aufbruch, denn die Barbaren waren nicht fern. Späher hatten sie gesehen und die Schlacht stand bevor. Ganz vorne in der Reihe der Kämpfer waren Rondrikan, Krateos und die junge Kriegerin, deren Name Nastasja war, wie er nun von einigen Bauern erfahren hatte. Ihre Bewaffnung war noch immer erbärmlich und er bewunderte den Mut, den sie trotzdem hatten.

Djokai selbst hielt sich am Rand der Schlachtreihe auf. Aufgrund der langen Waffe und des holprigen Untergrundes verzichtete er auf sein Pferd. Ein Hornsignal erklang und schon stürmten die Reihen aufeinander los. Eine wirkliche Ordnung war nicht zu erkennen und alles, woran sich Djokai später erinnerte, zerfloss zu einem wüsten Bild aus Blut, Geschrei und Chaos.

Sie hattten gesiegt, doch dafür war mehr Glück nötig gewesen, als er gehofft hatte. Die nächsten Schlachten könnten schon anders aussehen, denn die Barbaren würden ihre Reihen im Umland wieder füllen, während hungrige und verletzte Bauern immer schwächer würden. Der Weg würde noch lang sein für die jungen Bosporanen, dachte er sich, während er des Abends nach der Schlacht am Feuer saß.


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Letzte Änderung: 2011/11/14 14:49 von Djokai.
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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      15.11.2011 16:02:18 --- 6 Monate, 1 Woche her  
Wochen später saß Djokai in Melitopol. Die Stadt war schon wieder aufgebaut worden, zumindest zum Teil. Einst hatte es hier prachtvoll ausgesehen, wie sein Vater ihm berichtet hatte, doch heute waren es die Ruinen, auf denen das neuen Bosporanische Reich erbaut wurde. Das Heer war in die Hauptstadt zurückgekehrt, nachdem eingetreten war, was er befürchtet hatte.

Die Barbaren unterschätzten die Behelfsarmee nicht mehr und die Ausfälle durch Verletzungen und ähnliches konnten nicht aufgefüllt werden. So wurden mehrere Schlachten verloren und Rondrikan führte die seinen wieder in die Hauptstadt des Reiches zurück. Während die Krieger sich daran machten, ihre Fertigkeiten zu verfeinern, gingen die Bauern wieder ihrem Tagwerk nach. In einigen Wochen sollte ein erneuter Angriff gewagt werden, um die Barbaren der Gegend zu vertreiben oder zu unterwerfen. Das waren die Krieger den Bauern des Umlandes einfach schuldig.

Djokai saß in diesen Tagen viel mit den anderen Kriegern beisammen. Mit Rondrikan und Krateos sprach er viel über Kampftaktiken und den Wiederaufbau, mit der hübschen Nastasja waren die Gespräche etwas schwieriger. Immer wieder versagten ihm die Worte, wenn er sie sah. Diese Frau gefiel ihm und er glaubte, das auch er ihr Gefallen finden würde. So kam es immer wieder zu kurzen Gesprächen, langen Blickkontakten und flüchtigen Berührungen.

Eines Abends, die Sonne war versunken und der Sternenhimmel zeigte sich klar, wanderte er umher. Gedankenversunken ging er an die Küste des schwarzen Meeres. Das Wasser lag beinahe geräuschlos da. Wenn ihre blonden Haare nicht im Sternenlicht geglänzt hätten, dann hätte er Nastasja wohl nicht wahrgenommen.

Er näherte sich bewusst geräuschvoll, um sie nicht zu erschrecken. "Darf ich mich zu dir setzen in dieser wunderbaren Nacht?


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Letzte Änderung: 2011/11/15 16:09 von Djokai.
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Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      15.11.2011 16:56:01 --- 6 Monate, 1 Woche her  
Still sitze ich an der Küste und genieße die Ruhe nach all den Schlachten die nicht wirklich so gut gelaufen waren wie wir es uns erhofft hatten. Die Barbaren waren deutlich stärker gewesen als gedacht und so mussten wir nach reichlichen Ausfällen in den Reihen die Segel streichen. Ein Geräusch in der Nähe erregt meine Aufmerksamkeit und ich wende meinen Kopf in die Richtung aus dem es zu kommen scheint, in Gedanken bin ich noch immer ganz weit weg. Seit ich von zu Hause weg bin ist viel passiert, ich habe hier eine neue Heimat gefunden und seltsame Gefühle beherrschen mich, seit Djokai zu uns gestossen ist. Er fasziniert mich, und doch wage ich es nicht wirklich ihm nahe zu sein aus Angst wie er darauf reagiert. Mehr als lange Blicke, wenige Worte und manchesmal eine flüchtige Berührung wage ich einfach nicht. Eine Gestalt tritt aus dem Schatten, ein Mann der Statur nach zu urteilen und die Stimme die mich anspricht ist mir mittlerweile wohl vertraut. Ein lächeln ist es, das diese Stimme bei mir auslöst und wieder diese neue Nervosität, wie immer wenn er in der Nähe ist. Hastig streiche ich mir eine Strähne aus dem Gesicht und deute schweigend neben mich. Ein oder zweimal atme ich tief durch, meine Finger klammern sich in den Stoff meiner Kleidung und der Blick wird schamvoll von ihm gewendet, denn er soll nicht sehen, daß seine Anwesenheit mich deutlich aus der Ruhe bringt. "Hallo Djokai. Nur zu setz dich und genieße den Ausblick. Es ist schön hier, vor allem wenn die Sterne das Wasser beleuchten" plappere ich vor mich hin. Was für einen Mist ich da nur rede, er kann es doch selber sehen, wie die Sterne und das Mondlicht auf der Wasseroberfläche wiederspiegeln. Nervös zupfe ich an einem Grashalm herum und beiße mir auf die Lippe um nicht noch mehr Blödsinn von mir zu geben, mich zu blamieren vor dem stolzen Krieger. "Was tust du hier?" frage ich schließlich doch um die Stille zu brechen. Dumme Frage, ganz eindeutig eine dumme Frage. Was macht man Nachts hier draußen, außer Nachdenken oder die Aussicht genießen. Ich bin so dumm, so nervös .... so verliebt und traue mich nicht es ihm zu sagen.
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