|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 01.10.2011 09:59:53 --- 7 Monate, 3 Wochen her
|
|
Lucilla war nicht in Verona als die Botschaft sie erreichte. Eine Brieftaube erreichte sie, als das Schiff gerade in den Hafen Wahrans einlaufen begannen. Lucilla konnte beim ersten Mal Lesen nicht fassen was sie hier lesen musste. Was war bloß in Gaius gefahren - bisher konnte sie sich immer gut mit ihm verständigen und sie kannte ihn als Mann, der die Republik geschätzt und das Volk immer zur Partizipation angespornt hatte.
Auch wusste Lucilla noch allzu gut, was geschehen war als ein Mann Rom beherrschen wollte. Dieser Mann brachte Blut und Schande über Rom, damals kämpfen Römer gegen Römer und ebneten den Barbarenvölkern die Möglichkeit bis kurz vor Rom vorzudringen. Bis heute konnte sich Rom von diesem Ereignis nicht ganz erholen.
Vorerst jedoch konnte Lucilla nicht viel tun, sie war auf einer Reise zu den Mauren und es würde noch einige Zeit dauern bis sie wieder in Verona ankommen würde. Was sie beruhigte war, das ihre Stratega Tarja die Angelegenheit mit Sicherheit richtig interpretieren und dementsprechend handeln würde.
Somit setzte Lucilla eine Botschaft auf, die sie per Brieftaube nach Rom schickte.
QUOTE: "Werter Appius Marcellus!
Leider bin ich derzeit nicht in Verona, dennoch habe ich Eure Nachricht erhalten. Ich würde gerne erfahren was in Rom genau vorgeht. Wer ist auf welcher Seite und vor allem wer führt die Idee der Republik weiter?
Ich werde auf schnellstem Wege nach Rom reisen damit wir in aller Ruhe über die politische Situation reden können. Einen weiteren Bürgerkrieg kann und darf es nicht geben! Ich glaube Ihr erinnert Euch noch was das letzte Mal passiert ist?
Bis ich eintreffe, müssen wir uns wohl über Brieftauben die Nachrichten zukommen lassen.
Lucilla Domitia,
Lucuma Etruriens!"
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Letzte Änderung: 2011/10/01 10:00 von Lucilla Domitia.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 09.10.2011 08:54:22 --- 7 Monate, 2 Wochen her
|
|
|
Helenion besuchte Rom zum ersten mal seit 10 langen Jahren. Er ging durch die Straßen und stellte fest, das es nicht mehr das selbe Rom war. Es gab nun einen Imperator.
Diese Stadt roch nach dem Übel, das seine Mutter schon immer in den Menschen gesäht hatte. Sie war die Schlange die einen umgarnte und einem den Todesstoß gab wenn man Ihr nicht mehr nützte. Und nun tat Rom was seine Mutter immer erträumt hatte.
Helenion ging die Taverne, in der schon seine Mutter einkehrte und wollte sich dort ein wenig umhören und erfahren was genau in Rom vor sich ging.
Dort angekommen viel er wohl sehr deutlich auf. Er sah aus wie Ares persönlich und führte obgleich seiner hellenistischen Kleidung ,römische Waffen.
Dann begann er sich um zu hören.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 16.10.2011 16:03:15 --- 7 Monate, 1 Woche her
|
|
|
Sie kamen in der Nacht. Zehn berittene Männer näherten sich der großen Stadt. Für die Wachen am Stadttor gaben sie sich als Sklavenhändler aus, doch nach Handel stand ihnen nicht der Sinn.
Niemand konnte die Geschehnisse jener Nacht genau rekonstruieren. Bürger berichteten von Gestalten mit blauen Gesichtern. Andere von Männern in langen Umhängen mit Fackeln in der Hand. Wieder andere beschuldigten Anhänger der Republik, die nächsten Anhänger des Kaisers dafür verantwortlich zu sein. Über eines herrschte jedoch Einigkeit, die Männer sprachen nicht Latein.
Nahezu zeitgleich brachen an verschiedenen Stellen Roms die Brände aus. Den eilig herbei gerufenen Vigiles brachten, unterstützt durch Bürger jeden Alters, die Brände überraschend schnell unter Kontrolle. Nur an einer Stelle nicht.
Als der Morgen graute standen die Ruinen etlicher Insulae, qualmend entlang der Straßen Roms. Das gleiche Schicksal teilten der große Komplex der Waffenschmieden für die Legionen und die Reitställe nebst Zucht.
Legio nostra patria Erster der Makedonen
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Letzte Änderung: 2011/10/16 16:04 von Occius Rufus.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 16.10.2011 16:10:20 --- 7 Monate, 1 Woche her
|
|
|
Die ganze Nacht hatte Helenion gegen die Flammen gekämpft. Doch am nächsten Morgen suchten die Römer einen Schuldigen und ein wütender Mob jagte Ihn durch die Straßen, schließlich sah er aus wie ein Hellene .
Auf der Suche nach einem Versteck,rannte er durch die Stadt
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 28.10.2011 19:57:41 --- 6 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Hafen Ostia
Die schlanken Trieren und die dickbäuchigeren Transportschiffe waren mit Rudersklaven bemannt, mit ausreichend Proviant versehen und die Legionäre waren auch fast vollzählig an Bord. Letzte Boten des Imperators kamen und gingen.
Ich lauschte den letzten Berichten der kaiserlichen Spione. Das etruskische Appenino erneut verwüstet, Sardinien voller Barbarenhorden. Man hatte nun auch endlich, durch intensive Befragung sämtlicher Ostia anlaufender Händler die Namen jener Stämme erfahren. Keltiberer, Briten, Pikten und Gälen. Weitgereiste karthagische Händler konnten sogar die ungefähren Siedlungsgebiete benennen. Ich würde lange unterwegs sein. Zahlreich waren die Horden und scheinbar auf leichte Beute aus, wichen sie doch der offenen Schlacht mit den Legionen mehrfach aus.
Nun, dem wird ein Ende bereitet werden.
Legio nostra patria Erster der Makedonen
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 11.11.2011 01:55:33 --- 6 Monate, 1 Woche her
|
|
|
Ganz Rom ist im Freudentaumel. Die Stimmung ist ausgelassen und so gut wie lange nicht mehr, die Auseinandersetzungen zwischen Optimaten und Imperaten scheinen vergessen. Die vernichtende Niederlage der Barbarenhorden gegen die kaiserlichen Legionen auf den campanischen Feldern eint die Römer. Zumindest für den Moment.
Wie immer in solchen Zeiten verdienen die Sklavenhändler am besten. Unmengen britischer, piktischer und keltiberischer Gefangener wurden von den Legionen an die Händler verkauft und werden bereits auf den großen Sklavenmärkten angeboten. Besonders begehrt jedoch sind die wenigen gälischen Sklaven denn die Masse der gälischen Gefangenen wurde als Kriegsbeute dem maurischen Heer, welches für Rom focht, übergeben. Vor allem die Gladiatorenschulen scheinen bereit, riesige Summen für diese Menschen ausgeben zu wollen.
Ich habe vor einige männliche Sklaven für mein Landgut und womöglich weibliche für meine noch im Bau befindliche Stadtvilla zu erwerben und so schreite ich langsam an den Sklavenpferchen vorbei. An meiner Seite der Händler, ein wahrlich fetter Mensch namens Marcus. Sein Gang ist watschelnd und ständig wischt er sich mit einem Tuch den Schweiß aus dem Gesicht. Ohne Unterlass preist Marcus gestenreich die Vorzüge seiner Sklaven. Da er mir eine Sonderbehandlung durch diese Besichtigung gewährt brumme ich hin und wieder zustimmend oder nicke zumindest. Ich will ihn nicht unnötig kränken.
Überrascht stelle ich fest dass Marcus seine Sklaven großzügig behandelt, die Pferche sind groß genug und die Verpflegung ausreichend. Ich teile ihm meine Verwunderung fest und er stellt in einem langen Monolog fest dass die Sklaven auch nur eine Ware seien und bei guter Behandlung steige eben der Preis. Das leuchtet mir schließlich ein um so mehr als mir seine Preisvorstellungen für die von mir ins Auge gefassten Sklaven mitteilt.
„Marcus ich will keine Elefanten oder Giraffen erwerben, nur jene Handvoll Sklaven.“ Ich versuche zu feilschen.
„Nun Herr, wenn du nicht bereit bist meine Preise zu zahlen, ich finde andere Käufer“ lautet seine Antwort auf meinen kläglichen Versuch. Ich zucke mit den Schultern und will mich schon abwenden als er noch hinzufügt „In den nächsten Tagen bekomme ich weitere Sklaven Herr. Das senkt den Preis womöglich.“ Das Feilschen geht noch eine Weile und am Ende zahle ich annähernd den geforderten Preis, doch Marcus liefert frei Haus.
Ich bin zufrieden.
Legio nostra patria Erster der Makedonen
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und eine nenzische Begegnung... 23.02.2012 20:39:56 --- 2 Monate, 4 Wochen her
|
|
|
--- einige Tage zuvor, in Ostia am Hafenmarkt ---
Gaius Claudius schlenderte noch ein wenig an den verschiedensten Ständen entlang. In ein paar Stunden würde er Abgesandte der Nenzen treffen. Er war schon gespannt, was er von diesen alles lernen würde. Rom, und das musste er einsehen, war gegen die Nenzen einfach nicht organisiert genug gewesen. Zwar wusste jeder Römer, dass es ein leichtes gewesen wäre, die Nenzen auf dem Meer zu versenken, sobald die Verteidigung stand, doch hatten die Götter wohl etwas dagegen. Und man sollte auf keinen Fall die Götter nach Apulien und Marche ein drittes Male reizen. Dann waren da auch noch die Ligurer und Karthager gekommen und vor allem die Kunde davon, dass die Nenzen auf den Häuptling der Ligurer hörten, machte Gaius etwas stutzig. Aber die Krieger unter dem Bären kamen weit aus dem Norden. Wer wusste schon, was diese ausheckten und vielleicht hatten auch nicht die Ligurer die Nenzen gebeten, sondern andersherum. In diesem Falle war Gaius auch kein Stück schlechter dran, als Camulos und dieser Gedanke beruhigte den Kaiser, der seit einiger Zeit wohl etwas paranoid zu werden schien.
Gaius verdrängte die Politik. Wohl auch weil er auf einmal vor einem Stand ankam, den er hier nicht erwartet hatte. Der Händler war wohl schon am Einpacken. Dann sah er den Kaiser in all seiner römisch-verschwenderischen Pracht. "Schauen Sie, verehrter Caesar, Imperator der blühendsten Stadt am Mittelmeer. Hier warten Kostbarkeiten auf euch, die ihr noch nie in eurem Leben gesehen habt!" Begann der eifrige Geschäftsmann ihn anzusprechen. Verdutzt beobachtete Gaius Claudius Marcellus den Händler. Doch dieser kam schon auf ihn zu, zerrte ihn, schneller als die Leibwachen eingreifen konnten, vor seine wundervollen Waren. "Hier, schaut nur, Bernstein. Geschliffen, in den verschiedensten Varianten." Gaius betrachtete von oben herab die kleinen Steinchen. Der Händler begriff und griff gezielt auf einen besonders schönen Stein, der mit ein klein wenig Metall umrandet an einer Halskette befestigt war. "Seht diese Halskette, ohne Gold und dennoch wertvoller und schöner als jenes. - Betrachtet es genau, so werdet ihr eine Ameise darin entdecken!" Staunend betrachtete Gaius den Stein. Es war wahr. Allmählich fing der Kaiser Gefallen an all den kleinen Dingen hier zu finden. Und so fragte er: "Was sind das hier für Leckereien?" Der Händler antwortete auch hier gekonnt: "Oh, dass ist eine noch seltenere Rarität. In Salz eingelagertes Elchfleisch. Umso seltener hier im Süden, da es durch Salz haltbar gemacht wurde, das wir erst aus Meerwasser gewonnen haben. Nehmt eine Portion mit nach Hause und genießt es!" Gaius war erstaunt. Elch. Das Wort hatte er noch nie gehört. Der Art und Weise nach wie der Händler in einem guten Latein ihm schilderte, musste dieses Fleisch aus einem nördlichen Land kommen. Von den Friesen wusste er nur, dass sie Fisch und Tee hatten, also waren diese Spezialitäten wohl von den Teutonen oder einem skandinavischen Volke. Doch beim nächsten Verkaufsstand kam Gaius ins grübeln. "Hier probiert dies Kleidungsstück. Es ist extra für die kältesten und entlegensten Stellen. Der nächste Feldzug nach Britannien wird euch keine Sorgen mehr bereiten." Mit einem Lächeln Legte der Kaufmann dem Kaiser ein Rentierfell über. Er drehte sich kurz um, nahm die Halskette mit dem Ameisenbernstein und reichte sie ebenfalls dem Kaiser. Gaius war erstaunt. Er wollte umbedingt dieses Fleisch kosten und dieser Bernstein war auch fantastisch. Nur der Umhang machte ihm ein wenig Sorge. Ostia war doch genauso heiß wie Rom. Doch um den Händler nicht kränken zu wollen, sprach Gaius: "Ich danke Euch für diese Kostbarkeiten. Wieviel also verlangt ihr dafür?" "Aber nein, nicht doch. Seht dies als Geschenk eines nenzischen Händlers an den großen Imperator an.", sprach der Händler ohne Anstalten zu machen und Geld zu verlangen. Gaius hingegen fiel aus allen Wolken. Nenzen? - Damit hatte er nun gar nicht gerechnet. Und nachdem er sich von dem Händler verabschiedet hatte, in Richtung Kai laufend, überlegte er, warum Rom und die Nenzen überhaupt in einen Krieg verwickelt wurden, wenn diese Leute doch so nett waren?
Wenig später kam er am Kai an. Dort stand die nenzische Delegation. Ein paar Regierungsvertreter, so dachte Gaius, doch er sollte noch eine Überraschung erleben ...
Zum Ruhme Roms - "Respekt und Robustheit" Mitglied der Gens Claudia Kaiser (im Exil) des Römischen Imperiums ehemaliger Praetor Maximus Rom´s ehemaliger Provinzverwalter von Marche, Arkanania und Rom
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und eine nenzische Begegnung... 24.02.2012 21:14:49 --- 2 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Nachdem die Nenzen das Land der Römer erreicht hatten überfielen sie einige Dörfer an der Küste, um den Händler zu finden, dessen böser Zaubertrank ihren geliebten Häuptling getötet hatte. Die Menschen, welchen sie begegnet waren, hatten entweder schreckliche Angst vor den Nenzen gehabt und waren hastig geflüchtet, oder stammelten auf die Frage hin, wo sich der garstige Zauberer befinde, nur Unverständliches und beteuerten, dass es so was hier nicht gäbe. All Jene, welche von den Nenzen befragt worden waren ließ man daraufhin wieder frei und Hennegard gab ihnen die Botschaft der Geister mit auf den Weg, welche ihm zuvor in einem intensiven Traum offenbart worden war, damit sie selbige ihrem Häuptling mitteilen konnten. Dann waren die Nenzen wütend wieder in See gestochen um weiter an der Küste entlang das Land ab zusuchen. Einige Male hatte sie die starke Strömung wieder auf hohe See getrieben und sie mussten alle Kräfte aufwenden, um dem Küstenstreifen wieder näher zu kommen, als eine römische Flotte am Horizont auftauchte. Offensichtlich hatte der Häuptling dieses seltsamen Südstammes nicht vor, den Zauberer auszuliefern, es schien sogar so, als wolle er ihn beschützen, denn als die römische Flotte nah genug ran gekommen war, entbrannte sofort ein Gefecht. Die Nenzen hatten mit derartigen Manövern keine Erfahrung und so schlugen sie wild und chaotisch zu, und versenkten einige der römischen Schiffe, der Rest der Legion hatte sich daraufhin schnellst möglich zurück gezogen.
Noch wütender als zuvor paddelten die Nenzen wieder an Land und verwüsteten ein weiteres Gebiet an der Küste, samt der römischen Legion, welche zu dessen Schutz dort stationiert gewesen war. Doch wieder war keine Spur zu finden von dem dreckigen Hexenmeister, der Grund für das ganze Übel war.
Dennoch wendete sich das Blatt nun. Anscheinend hatte die Wut des Bärenvolkes nun doch Eindruck geschunden, denn ein Bote des Häuptlings des Südlandes erreichte den Stamm und bat um eine nenzische Delegation um zu verhandeln, der römische Stamm wolle sich unterwerfen und frage nach den Bedingungen, welche die Nenzen stellen würden.
Lange hatte man daraufhin darüber sinniert, was wohl mit einer „Delegation“ gemeint war, und nachdem die abstrusesten Theorien entstanden waren, unter anderem ob es sich um das Wort für Käsefuß handeln könnte, es klang wirklich dem Nenzischen sehr ähnlich, doch hätte dies keinen Sinn ergeben, hatte man sich schließlich darauf geeinigt das Wort einfach zu ignorieren und über die weitere Nachricht des Boten nach zu denken.
Als der Rat, der viele Stunden gedauert hatte, endlich zu einem Ergebnis gekommen war, war dies höchst erstaunlich. Anscheinend verfügten die Südländer über Niemanden, der die Worte der Geister zu verstehen im Stande war, daher hatte man auch die Botschaft der Nenzen nicht zu deuten gewusst und womöglich litt das römische Volk selbst unter der bösen Magie des Hexenmeisters. Aus großer Wut wurde schnell tiefstes Mitgefühl für diesen armen Stamm, der doch ohne geistigen Lenker niemals würde weiter bestehen können. Und so kam man zu dem Schluss, dass mit „Delegation“ wohl so etwas wie Hilfe gemeint war.
Sofort stellten die Nenzen einen kleinen Trupp zusammen, der den Südländern zu Hilfe eilen sollte. Der schöne Pimp voran, sowie Empe, der junge Sohn des großen Fischmann, dessen schöne Mutter Cearis, Oma und ihr Recke, sowie natürlich Hennegard, der übersetzen sollte, und sich immer noch als der Hauptverantwortliche für den Tod des großen Meisters der Fische hielt und somit stets sein Leben geben würde, um das Vergehen wieder gut machen zu können, außerdem eine kleine Schar von sechs Schamanen, bildete das Grüppchen, welches dann schließlich gen Rom aufbrach.
Die ewige Stadt war unglaublich beeindruckend, besonders für die jüngeren Nenzen. Allerdings ließ man sich davon wenig anmerken, schließlich war man aus ernsten Gründen hier. Am Tor war man von einigen Männern in Röcken begrüßt worden, welche mit ihren langen Speeren voraus gingen, um die Nenzen zu ihrem Häuptling zu führen. Am Rand des wahrlich riesigen Marktes, in der Nähe des Hafens, sollte der Treffpunkt sein. Als die Nenzen noch kurz auf das Eintreffen des Obersten der Römer warten mussten, fiel Oma ein runzliges Gesicht auf, welches sie zu gut kannte. Laut schimpfend lief sie daraufhin zu einem der Stände und packte den dahinter Stehenden am Ohr, sodass dieser laut aufschrie.
„Röhnen! Du unverbesserlicher Schuft!“ rief sie schnaubend aus und drehte das Ohr noch ein wenig mehr, während sie mit der anderen Hand die Gegenstände auf dem Tisch zusammen schob, darunter einige ihrer Schmuckstücke und anderes Privateigentum der Nenzen.
Röhnen hatte derartiges schon öfter gemacht. Er tat dies nie aus Absicht, er konnte einfach nicht anders. Sein Leben lang hatten die Schamanen versucht den Dämon, der in ihm hauste zu vertreiben, doch immer wieder hatte er seinen eigenen Stamm bestohlen und das Diebesgut auf dem nächsten Markt verkauft oder sogar verschenkt. Oft hatte man ihn vor dem Zorn seiner eigenen Stammesbrüder bewahren müssen, doch dieses Mal würde es schwer werden, denn als Oma wieder hinüber zu ihren Gefährten sah, erkannte sie, dass wohl der römische Häuptling eingetroffen war. Er trug die Halskette von Cearis und das Rentierfell des schönen Pimp persönlich.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und eine nenzische Begegnung... 25.02.2012 11:34:00 --- 2 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Der Tod ihres geliebten Gemahls hatte Cearis sehr getroffen. Er kam so plötzlich. Ein dumpfer Schmerz hatte sich in ihrem Inneren ausgebreitet. Sie fühlte sich auf einmal so leer, so einsam. Nie würde sie ihn wiedersehen. Nie würde sie sein Lachen noch einmal hören..... Selbst der Gedanke, er sei jetzt bei seinen Ahnen, konnte sie nicht trösten.
Sie zog sich für eine Weile zurück in den nahe gelegenen Wald. Sie brauchte Ruhe, denn alles was sie sah, auch ihre Kinder, erinnerten sie so schmerzhaft an Fischmann. Nur Raik, ihr treuer Begleiter, konnte sie ein wenig trösten.
Sie hatte Hennegard an jenem Tag verflucht, angeschrien und wenn die anderen Sie nicht aufgehalten hätten, wäre sie ihm bestimmt an den Hals gefallen und hätte ihn erdrosselt. Wie konnte er es wagen, ihren Mann zu töten! Hinterhältig mit einem Trank...
Mit der Zeit sah sie ein, dass es nicht Hennegards Schuld war. Dieser Zauberer musste gefasst werden und bestraft für das was er Fischmann angetan hatte. So zog sie mit den Nenzen mit auf die Suche nach ihm.
Die Spur führte sie zu den Römern. Allen Anschein nach, versteckten sie den bösen Zauberer und waren nicht gewillt ihn den Nenzen, und damit seiner rechten Strafe, auszuhändigen.
Doch nun endlich, nachdem die Nenzen nicht aufgegeben hatten, war der Römische Kaiser bereit die Nenzen bei sich zu empfangen.
Und so erwarteten Sie gerade alle das Eintreffen des Kaisers am Kai.
Cearis war überrascht den Kaiser mit einem Rentierfell zu sehen, schien das ja nicht der eigentliche Kleidungsstil der Römer zu sein... Doch was sie noch mehr verblüffte war die Ähnlichkeit des Fells mit dem des neuen Regenten. War ihm das nicht vor einer Weile gestohlen worden?
Sie musterte den Kaiser weiter, und ihr Blick häftete sich an der Kette die er um den Hals trug. War das möglich? Dieser Stein! Fischmann hatte diesen Stein vor einigen Jahren bei den Karthagern erworben, ihn geschliffen und zur Kette verarbeitet. Dies war sein Hochzeitsgeschenk an sie.
Wie kam der Römer in ihren Besitz? Sie öffnete entsetzt den Mund, wollte etwas sagen. Doch dann besann sie sich und wartete. Er wusste wahrscheinlich nicht was er da trug. Bestimmt war es Röhnens Werk.
Und so neigte sie nur höflich den Kopf um den Kaiser zu grüßen.
Mögest Du arm an Unglück sein, und reich an Segen, langsam darin, Dir Feinde zu machen, und schnell bei der Freundschaft. Doch ob reich oder arm, schnell oder langsam, mögest Du von diesem Tag an nichts als Glück kennen.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 05.03.2012 19:06:23 --- 2 Monate, 2 Wochen her
|
|
|
Pax Septimus erhällt aus Rom eine wichtige Nachricht:
"Die Römer sind vernichtend geschlagen worden und laufen wie die Hasen nach hause!"
"HAHAHAHAAHAHAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa"
da lachte der Pax und soff sich eine alte Flasche Wein aus alten Tagen und grinste in seine Faust!
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|