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Die Wagenräder knarrten und rumpelten auf den unebenen Straßen, die in Richtung der bosporanischen Residenzstadt führten. Ich hatte beinahe Angst, dass ich samt dem Fass in dem ich kauerte, vom Wagen fallen würde und so der ganze Plan scheitern würde. Schließlich konnten wir nicht mehr weit vom Ziel entfernt sein. Über die Burg zu den restlichen Heeren. Das war der Plan. Und er musste funktionieren. Wenn nicht, würde sie das alle das Leben kosten, das wusste Agaton ebenso, wie seine Offiziere es wussten, die sich ebenso durch die Stadt schleichen würden, ebenso wie das gesamte Fußvolk, getarnt, versteht sich.
Plötzlich stoppte der Wagen. Eine befehlsgewohnte Stimme erklang und sagte etwas in einer fremdartigen Sprache, die für mich nur wie das Grunzen einer trächtigen Sau klang. der Fahrer antwortete in der selben Sprache und ein metallisches Klingen war zu vernehmen. Münzen wanderten allem Anschein nach aus der Tasche des Wagenführers in die Hände des Wachoffiziers. Der Fahrer war eigentlich Hirte und für ein paar makedonische Münzen hatte er ohne weitere Fragen die Seiten gewechselt. Wie oppertun dieses Bauernvolk doch ist, dachte ich bei mir. Dann setzte sich der Wagen wieder in Bewegung.
Nach einigen Minuten hielt der Wagen und ich luckte aus meinem Versteck. Niemand zu sehen und dunkel war es auch bereits. Es konnte als beginnen. Die Abkürzung über Melitopol.
Allen zu verzeihen, ist ebensowohl Grausamkeit, wie keinem zu verzeihen.-Seneca Letzter aus dem Geschlecht der Korinther Hellene im Exil
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