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Eingesperrt von einem Wichtigtuer - für wie lange? (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Eingesperrt von einem Wichtigtuer - für wie lange?
 
Melchizedek

Bosporanen
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graphgraph
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Ein dritter Anfang - diesmal am Bosporus?      06.02.2012 13:41:24 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Wieder einmal unterwegs...

Wenn Melchizedek seine Zeit als Krieger rückblickend betrachtete, konnte man sie eher als Zeit eines Reisenden bezeichnen, weniger als Zeit eines Kriegers. Voller Enttäuschung aufgebrochen aus dem byzanthinischen Reich, das wie er nun feststellen konnte wohl vollends zerfallen schien, war er damals auf das Mittelmeer geflüchtet, war bei den Sikelern gestrandet, hatte sich dort wohlgefühlt und dort auch bleiben dürfen. Doch auch dort war er nie lange geblieben, wenn es gab ein Turnier bei den Numidiern, eines bei den Römern und dann sollten eigentlich die feigen Kilikier, die sich nicht einmal zur Schlacht gestellt, sondern nur feige bei den Sikelern geplündert hatten, verfolgt werden, doch das Volk starb im wahren Wortsinne aus und die wenigen verbleibenden Sikeler mussten sich wieder einmal auf den Weg machen; Melchizedek musste sich wieder einmal auf den Weg machen, um eine neue Bleibe zu finden.
Als er mit calahorro beratschlagte, wohin der Weg nun gehen sollte, erinnerte er sich, dass er einst, als er aus Byzanz geflüchtet war, eine Nachricht von einem Volk am schwarzen Meer erhalten hatte, dass aus vielen jungen, aber ambitionierten Kriegern zu bestehen schien. Sie nannten sich "Bosporanen". Melchizedek war damals schon interessiert gewesen, doch hatte er damals zu sehr an Flucht, zu wenig an eine neue Bleibe gedacht, um das Angebot anzunehmen. Nun erinnerte er sich und empfand, dass es an der Zeit wäre, sich dieses Volk einmal anzusehen. Sogleich berichtete er calahorro davon und dieser schien ebenso interessiert, deshalb machten sich die beiden Krieger auf den Weg dorthin. Vorerst waren sie mit den Restbestandteilen ihres Heeres in die Hauptstadt der Hellenen gezogen, um Proviant aufzunehmen. Als Melchizedek alleine durch die Stadt schlenderte, sprach ihn ein Hellene an, offensichtlich selbst ein höhergestellter Krieger, und fragte ihn, ob es einen Grund gäbe, warum er sich hier aufhalten würde. Melchizedek musste fast lachen. Er hatte schon intelligentere Fragen gehört.

Selbstverständlich gibt es den.

Mit dieser Antwort ließ er den offensichtlich verduzten Hellenen stehen und ging zügig seiner Wege. Auch wenn er der Komik der Situation wegen ein Grinsen nicht unterdrücken konnte, war der Umstand eigentlich traurig und sprach wie so Vieles für den Zerfall der einst so stolzen Völker dieser Lande. Von den Makedonen war nichts mehr übrig, und die Hellenen, die eigentlich Freunde der Sikeler waren, erkannten ihre eigenen Verbündeten nicht mehr, selbst wenn das Banner des befreundeten Volkes auf dem Schild getragen wurde. Melchizedek kehrte zügig zurück zum Hafen und brach auf in Richtung der Bosporanen.


Bittebitte - kürzt meinen Namen nicht ab. Weder mit "Melch", noch mit "Melchi" oder sonst irgendeiner Verunglimpfung. Der Name ist ein hebräisches Wort und hat als solches eine Bedeutung. Wenn man es abkürzt, hat es die nicht mehr. Also tut mir bitte den Gefallen...
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KERBEROS

Hellenen
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Re:Ein dritter Anfang - diesmal am Bosporus?      06.02.2012 20:36:40 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Abaris war ein hoher Beamter am Hofe des Basileus KERBEROS und war hauptsächlich mit Verwaltungsaufgaben betraut, da aber der Basileus nicht im Hause war fielen ihm noch mehr Aufagaben zu. Gestresst und müde machte er sich am Abend auf den Weg nach Hause. Da sah er einen jungen Mann auf der Straße, der nicht aus Hellas stammen konnte, denn er sah ein Delfin Emblem, dass von den Sikelern sein musste. Abaris hatte gehört, dass ein sikeleisches Heer unangemeldet in Attike angelegt hatte, er war interessiert, was der Grund war warum die Sikeler hier angelegt hatten. Deswegen sprach er ihn an und fragte ihn höflich ob es einen besonderen Grund für das Erscheinen der Sikeler gibt.
Darauf erhielt die pampige Antwort von ihm:"Selbstverständlich gibt es den."

Erstmal verblüfft starrte er den Mann nach, der schnell weiter eilte Richtung Hafen. Das aber war der letzte Tropfen die das Fass bei Abaris zum überlaufen brachte, nach so einem stressigen Tag. Was maßte sich dieser ungehobelten Nichtsnutz an zu sein, so einen hohen Beamten anzureden und vor allem wenn man zu Gast in einem anderen Land ist und ganz normal gefragt wird, was der Grund für das Erscheinen ist. Aber dieses Verhalten würde Konsequenzen haben dachte Abaris, das war ein Fehler einen hohen hellenischen Beamten zu beleidigen. So schlug er den Weg zur Stadtwache ein und befahl diesen törichten Mann in Gewahrsam nehmen zu lassen.


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Melchizedek

Bosporanen
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Eingesperrt von einem Wichtigtuer - für wie lange?      06.02.2012 22:27:56 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Und so fand sich Melchizedek in einem hellenischen Kerker wieder. Da er aus Makedonien stammte, konnte er sich mit den Wachen verständigen und er erfuhr, dass der höchst intelligente Frager aus der Gasse ein königlicher Beamter war, der offensichtlich ebenso größenwahnsinnig wie gekränkt war. Einer der Wächter versuchte ihm die Situation zu erklären.

Er ist beleidigt, weil er findet, dass du ihm nicht den ihm zustehenden Respekt entgegengebracht hast.

Melchizedek hatte nicht erwartet, dass sein Aufenthalt bei den Hellenen derart amüsant werden würde.

Den ihm zustehenden Respekt? Er verlangt von einem Verbündeten Rechenschaft über dessen Weg, während er friedlich durch die Gassen schlendert. Lächerlich...

Der Wächter zuckte nur mit den Schultern. Melchizedek besann sich auf seine eigentlichen Pläne und erkannte, dass ihn womöglich calahorro langsam vermissen würde und er verfasste ein knappes Schriftstück für calahorro und gab es dem Wächter zusammen mit ein paar Münzen und der Bitte, es an einen vertrauenswürdigen Boten weiterzureichen. Dieser überbrachte calahorro einen kurzen Brief.

QUOTE:
Sei gegrüßt calahorro, Freund und Gefährte,

meine Abreise aus dem Land der Hellenen wird sich noch um einige Tage verzögern,
es gibt noch eine Angelegenheit mit einem aufgeblasenen, königlichen Beamten zu regeln.
Offensichtlich haben die Hellenen zwar keine Ehre mehr, sodass sie Verbündete einkerkern,
aber dafür wenigstens zuviel Silber, sodass sie mich gerne versorgen.

Sicherlich wird der regierende König diese Peinlichkeit bald aus der Welt schaffen.

Ich wünsche dir eine gute Reise, wir sehen uns bald bei den Bosporanen.
Richte bitte auch ihnen aus, dass ich mich etwas verspäten werde.

Melchizedek


Danach wandte er sich wieder den Wächtern zu und widmete sich gemeinsam mit ihnen dem Würfelspiel und dem Verzehren von gutem griechischen Wein.

Wie lange wird es wohl dauern, bis der aufgeblasene Wichtigtuer feststellt,
was für eine Peinlichkeit es ist, einen Krieger eines verbündeten Volkes,
der sich zu keinem Zeitpunkt unfriedlich verhalten hat, festzuhalten?
Nicht dass ich mir Sorgen um eure Staatsfinanzen mache,
aber ich lebe so ungern auf anderer Leute Kosten.


Die Wachen waren kronloyal, so beantworteten sie seine erste Frage lieber nicht direkt.

Hoffentlich bleibst du zumindest noch eine Weile, denn wenn Gefangene hier sind,
ist das Essen hier deutlich besser.
, lachte einer von ihnen.

Nun dann warten wir einfach so lange, bis sich der feine Herr König darüber wundert,
warum es auf einmal Ausgaben für den Kerker gibt und sich fragt, wer dort wohl einsitzt.
Allerdings, liebe hellenische Freunde, wenn man nach dem geht, was mir hier wiederfuhr
und was man sonst so über die Hellenen hört, über Angriffe auf wehrlose Bosporanen beispielsweise,
ist ehrenvolles oder kluges Taktieren nicht unbedingt die Stärke eurer höheren Beamtenschaft.
Warten wir also mal ab. So sehr es mir hier bei euch gefällt, muss ich doch sagen,
wenn mir der hellenische Verwaltungsapparat zu lange dauert, verschwinde ich von hier.
Keine Mauern dieser Welt werden mich halten können, wenn es mir nicht passt.


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Letzte Änderung: 2012/02/06 22:30 von Melchizedek.
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KERBEROS

Hellenen
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Re:Eingesperrt von einem Wichtigtuer - für wie lange?      07.02.2012 21:17:12 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Am nächsten Morgen wachte Abaris sichtlich erholt auf. Sein Ärger über den jungen Sikeler war einigermaßen verflogen. Nun wollte er nach sehen ob sich der Sikeler mit ihm normal unterhalten wollte und ihn nicht mit einer kurzen nichts sagenden Antwort stehen ließ. Als er im Gefängniss angekommen war ließ er die zuständigen Wachen zu sich rufen die den Mann bewacht hatten. Er stellte ihnen die Fragen was der Gefangene so gemacht hatte und was er gesprochen hatte.
Sie antworteten ihm, dass er sich darüber amüsierte, dass er festgenommen wurde und sie erzählten ihm, dass er Abaris als aufgeblasenen Wichtigtuer bezeichnete.
Darauf antwortete Abaris gleichgültig:" Na gut wenn er so angetan von dem Geruch einer Kloake ist, dann will ich ihm nicht verwehren dort länger zu sitzen."
So verließ Abaris das Gefängniss und ging zum Palast um die täglich anfallende Arbeit zu verrichten.


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Letzte Änderung: 2012/02/07 21:21 von KERBEROS.
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Gaya

Bosporanen
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Den Moderatoren den

Beginn eines Abenteuers      08.02.2012 00:33:13 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Still lag der Nachthimmel über Melitopol und die Sterne glitzerten silbern am Himmel während Gaya ihren Zossen über die kleine Anhöhe nach oben trieb um an die Klippen zu gelangen. Von dort aus hatte man einen wirklich wundervollen Blick aufs Meer und die Ruhe die dort herrschte war mehr als angenehm. Es hatte sich so vieles geändert seit Sie hier her gekommen war und doch hatte sich seit geraumer Zeit nichts geändert. Es wirkte fast, als würde manchesmal die Zeit still stehen und die kleine Truppe der Bosporanen ging tag täglich ihrem Handwerk nach doch so recht wollte keine Freude mehr aufkommen. Irgendwie war es, als würde alles etwas stagnieren und so musste etwas mehr her als nur ein Turnier um die Krieger bei Laune zu halten. Ständig geisterten wirre Gedanken durch ihren Kopf und kreisten immer und immer wieder um die neuesten Nachrichten die ihr durch Späher und Händler überbracht wurden. So hatte Sie erfahren, dass die Thraker sich aufgelöst hatten und es vorgezogen hatten sich mit dem Volk der feigen Hellenen zu vereinen um gemeinsam ein Volk zu bilden. Leise schnaubend stieg Blakaldur die Anhöhe hinauf während Gaya auf dessen Rücken ihren Gedanken nach hing und immer wieder überlegte was man dem Volke denn noch bieten könnte. Sie war nicht die geborene Tyrannin, bei weitem nicht und dennoch hatte Sie diesen Posten übernommen als Rondrikan damals zurück trat um wenigstens das Volk zusammen zu halten. Doch so wirklich laut war Sie bisher nie geworden, hatte es immer auf freundschaftliche Art und Weise versucht denn Sie hätte sich wohl kaum durchsetzen können, gegen jene gestandenen Krieger die mittlerweile zu den Bosporanen gehörten. Und auch ging ihr das Verhalten von Kresten nicht wirklich aus dem Kopf. Irgendetwas schien da zu sein, das er ihr hätte sagen sollen und doch nicht gewagt hatte auszusprechen als Sie bei den Guttonen auf dem Turnier war. Es war seltsam doch ihre Gedanken blieben ständig irgendwie an den Tagen dort festhängen, an den Blicken und den Berührungen die er ihr zuteil werden liess in diesen Tagen. Es waren fast solche Blicke wie jene damals, als er Sie das erste mal erblickt hatte nur wärmer, fordernder und doch zurückhaltend.


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Letzte Änderung: 2012/02/08 00:33 von Gaya.
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Krateos Kraikos

Bosporanen
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Den Moderatoren den

Re:Land der dunklen Wälder,Land am Bosporus      08.02.2012 14:34:42 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Vor Monaten gab Krateos ein Kriegsschiff in Auftrag. Er ließ es in der Art bauen wie ein Griechisches Kriegsschiff. Sein Großvater hinterließ ihn einige Baupläne. Sein Großvater, Ilios, war ein Schiffsarchitekt und baute Kriegsschiffe. Krateos hatte diese Pläne nie weggeworfen und so kam es nun dem Volk zugute. Die Bireme war 40m lang und hatte 28 Ruder auf jeder Seite. Auf dem Segel wurde das Zeichen der Bosporanen gestickt. Es war zwei Speere, die gekreuzt waren.
Es dauerte mehrere Monate, bis eines der Schiffe fertig war. Während die jungen Führungskräfte der Bosporanen bei den Guttonen waren um dort an den Spielen teilzunehmen wurden insgesamt drei Schiffe fertiggestellt.

Es ist viel Zeit vergangen und auch Krateos ist älter geworden. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Er war vernünftig und versuchte seinem Volk zu dienen. Ihm war klar das hier seine Zukunft war. Die Bosporanen gaben ihn das Gefühl dazuzugehören. Auch hatte sich Krateos in den letzten Jahren eine eigene Ausrüstung zusammengestellt. Er trug kein einfaches Messer mehr und einen bedornten Knüppel. Er hatte einen langen Speeres mit einer Knochenklinge. Die Klinge seines Speer sah einer Harpune ähnlich. Sehr scharf und widerstandsfähig war der Knochen. Auch hatte er ein großes Rundschild. Nun trug er auch ein leichten Lederpanzer an dem er wochenlang gearbeitet hatte. Auch übte er jeden Tag sich im Kampf zu behaupten.

Die kleine Armee der Bosporanen war auf dem Meer. Fischer mit ihren Fischerbooten staunten über diese riesigen Kriegsschiffe. Die Bauarbeiter hatten große Taten vollbracht. Auf dem vordersten Schiff waren Gaya, Djokai und der junge Krateos. Er war jünger als die beiden.
Krateos schaute in den Horizont. Langsam ging die Sonne unter. Es sah so wunderschön aus. Wie die letzten Lichtstrahlen sich auf dem Wasser spiegelten. Der Wind war still und deswegen mussten die Krieger rudern. Ein Hauptmann gab das Kommando und zwei Trommler schlugen auf die großen Trommeln ein. Krateos richtete seinen Blick auf Gaya. Sie hatte die Führung des jungen Volkes übernommen.
Es hat sich vieles geändert. Die Bosporanen sind nicht mehr die Opfer. Nein, jetzt sind sie die Jäger.“, sagte Krateos. Er war stolz hier zu sein an der Seite von Djokai, Gaya und vielen anderen Freunden, die man in der Zeit kennen gelernt hatte. Auch wenn Krateos aus Sparta kam, man merkte von diesem Leben nichts mehr. Nein er war nun ganz Bosporane. Hat deren Alltag übernommen. Isst was die Bosporanen essen, trinkt was die Bosporanen trinken und er beherrscht schon langsam ihre Sprache. Krateos war jung aber er hatte den Ehrgeiz und den Willen die Welt zu seinen Gunsten zu verändern.
So ging die Sonne am Horizont unter und die Sterne schenkten der Nacht eine vollkommene Schönheit.

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Melchizedek

Bosporanen
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Gegen einen Egomanen - für Recht und Freiheit      09.02.2012 10:25:42 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Abaris war hier und hat sich nach dir erkundigt.

Melchizedek traute seinen Ohren nicht und lachte laut auf.

Bitte wer? Abartig?

Abaris, der königliche Beamte, der dich eingekerkert hat.

Der Name Abaris sagt mir etwas, in dem makedonischen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gab es eine Legende über einen so benannten Wundertäter, der vor einigen Hunderten von Jahren gelebt haben soll - eine Mär, die man uns Kindern oft erzählte. Die Eltern eures königlichen Beamten haben sicher viel Hoffnung in ihren Sohn gesetzt, wenn sie ihm solch einen ehrenvollen Namen gaben. Hoffentlich müssen sie nicht mehr miterleben, wie sehr ihre Hoffnungen zerstört worden sind. Obschon ich mich doch frage: Was wollte der feine Herr hier? Einem wehrlosen Jungkrieger, den er eingekerkert hat, beim Einsitzen zusehen und sich daran ergötzen? Oder wollte er etwa Schlimmeres? Er muss ja richtig verliebt in mich sein, wenn er mich nach nur einem Satz aus meinem Mund sofort festhalten lässt und mich gleich am nächsten Morgen besuchen kommen möchte. Man sagt, dass es bei den Hellenen nicht unüblich sei, Unzucht mit Tieren zu treiben, um bestimmte Götter zu verehren oder Unzucht unter Männern, wie es schon euer großer Denker Platon in seinen Werken anspricht - hatte er solches im Sinn? Ich sage euch, in Griechenland mag solche Unzucht geduldet sein, sollte sich dieser Abaris jedoch mir nähern wollen, so wird er erleben, dass auch ein unbewaffneter Krieger im Stande ist, einen Mann zu töten.

Der Wächter, sein Name war Telos, was soviel bedeutet wie "Ziel", sah ihn an und lachte.

In der Tat gibt es hier Priester, die Unzucht mit Tieren vollziehen, um den Göttern zu huldigen und es stimmt auch, dass Annäherungen unter Männern bei uns ein Teil der Kultur sind. Und ich muss zugeben, ich habe noch nie gehört, dass Abaris mit einer Frau verheiratet ist oder war. Aber ich denke trotzdem, er war nicht deshalb hier. Mir schien, er wolle mit dir sprechen und dich begnadigen und freilassen.

Begnadigen? Gnade widerfährt nur denen, die Unrechtes getan haben. Er will mich begnadigen? Ich bin bereit, ihn zu begnadigen, denn er hat unrecht gehandelt; Gehandelt wie ein beleidigtes Kleinkind, dem man seine Perlen zum Spielen weggenommen hat.

An diesem Punkt hielt er inne, denn er war empört über ein derart egozentrisches, ja fast egomanisches Selbst- und Rechtsverständnis eines königlichen Beamten. Spätestens an diesem Punkt war er entschlossen, nicht stumm seine Einkerkerung abzuwarten, sondern für das Recht und die Freiheit einzustehen.

Geh und richte deinem König aus, er solle den Zwist zwischen seinem obersten Wichtigtuer und mir nicht als einen Zwist zwischen den Hellenen und den Sikelern bewerten. Ich bin hier als mündiges Individuum, welches das Recht wiederherzustellen versucht, nicht als Vertreter meines Volkes.


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Letzte Änderung: 2012/02/09 10:27 von Melchizedek.
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KERBEROS

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Re:Gegen einen Egomanen - für Recht und Freiheit      10.02.2012 12:48:12 --- 3 Monate, 1 Woche her  
KERBEROS war seit kurzem wieder in Athen angekommen und wollte sich erstmal ausruhen, da kam auch schon ein Soldat hereingeeilt um ihn etwas von einem gefangenen Sikeler auszurichten. KERBEROS unterbrach ihn so gleich und sagte ihm er solle sich an einen königlichen Beamten wenden und nicht an ihn und so schickt er ihn weiter.
"Sollen die sich mit so was annehmen, sie werden ja schließlich dafür bezahlt", dachte sich KERBEROS.
Und so kam es, dass der Fall wieder zu Abaris kam. Abaris schmunzelte und dachte sich: So jetzt will er anscheinend doch eine Verhandlung, auf einmal scheinen ihm die hellenischen Kerker nicht mehr so zu gefallen, wie er vorher getönt hatte.
Darauf schickte er einen seiner Untergebenen zum Gefängniss um seine Aussage aufzunehmen.


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Melchizedek

Bosporanen
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Von Missverständnissen und Dumpfnasen      10.02.2012 19:15:48 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Nicht lange, nachdem Telos, der hellenische Wärter, weggegangen war, um die König die Botschaft Melchizedeks zu überbringen, kam er bereits zurück.

Kerberos hat sich die Botschaft nicht angehört, er hat mich weiter geschickt zu Abaris. Er schien es so zu verstehen, als würde er denken, du wollest verhandeln. Jetzt schickt er einen Diener, um deine Aussage aufzunehmen, der müsste jeden Moment hier sein.

Es beruhigt mich zu hören, dass euer König so beschäftigt ist. Vielleicht versucht er etwas gegen den Verfall des letzten byzanthinischen Volkes zu tun. Mit was er wohl so beschäftigt ist? Man hört im Moment nicht, dass er wehrlose kleine Völker im Osten überfällt, ebenso streitet er sich, darf man den Gerüchten glauben, auch nicht mit den Herren der Nachbarvölker, also zerstört er auch keine großen, langen Bündnisse wie beispielsweise ein byzanthinisches Reich... was macht er denn dann wohl?

Ein alter Mann aus einer Nachbarzelle, mit dem Melchizedek sich bereits viel und bestens unterhalten hatte, denn er war wegen Majestätsbeleidigung eingesperrt worden, lachte rau.

Melchizedek, dein Schandmaul trieft nur so vor Ironie und Sarkasmus. Was unser König macht? Seinem Namen nach sicherlich Fell- und Klauenpflege oder wieder irgendwelchen Stöckchen - oder besser Fließchen - hinterherjagen.

Melchizedek und der alte Mann, der sich Seberos rufen ließ, lachten gemeinsam und auch Telos schien sich nur sehr mühsam das Grinsen verkneifen zu können. In diesem Moment trat der Diener des Abaris ein.

Melchizedek?

Hier bin ich, Diener des Abaris. Um es mit den hochintelligenten Worten deines Herren zu sagen: "Was treibt dich ins Gefängnis, gibt es einen bestimmten Grund?"

Abaris hat eure Botschaft an Kerberos so gedeutet, dass ihr nun zu verhandeln wünscht und schickte mich, um eure Aussage aufzunehmen.

Nach seiner hochintelligenten Frage, die er mir in der Gasse gestellt hat, überrascht es mich wenig, dass er diese Botschaft so gedeutet hat, denn er hat sie vollkommen missverstanden. Ich möchte ausdrücklich nicht mit ihm verhandeln, ich wüsste auch gar nicht, worüber, und es gibt hier keine Aussage aufzunehmen. Was soll ich denn aussagen? Dass er eine Dumpfnase ist? Ich glaube kaum, dass er das hören möchte. Belehre ihn, dass, wenn er von einem Menschen eine Aussage möchte, er diesem auch eine Frage stellen muss - am besten eine etwas klüger gestellte als die letzte, die ich aus seinem Mund vernahm. Und nun troll dich, du scheinst kein dummer Kerl zu sein und ich kann besser schlafen, wenn ich weiß, dass in der Dienerschaft des hellenischen Königs wenigstens ein Mann im Stande ist, einen gehaltvollen Gedanken zu fassen - also vermute ich, dass du gebraucht wirst. Zumindest hast du sicher Sinnvolleres zu tun, als einem Befehl zu folgen, der nur auf mangelnder Verstehensfähigkeit einer...

Dumpfnase! , rief Seberos dazwischen und lachte.

Jawohl, auf der mangelnden Verstehensfähigkeit einer solchen beruht. Eine angenehme Restdienstzeit bis zum endgültigen Zerfall der Hellenen wünsche ich dir, Diener des Abaris, es wird sicherlich nicht mehr lange dauern.

Danach wandte er sich wieder Seberos zu und ließ sich mit ihm gemeinsam lauthals lachend über die ehemalige makedonische Führung aus.


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KERBEROS

Hellenen
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Re:Von Missverständnissen und Dumpfnasen      13.02.2012 13:00:49 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Nun kam der Diener ohne eine Aussage zurück und erklärte ihm warum und was der Gefagene gesagt hatte. Darauf entgegnete Abaris ihm:"Ich habe dich nicht zum verhandeln hingeschickt, sondern um seine Aussage aufzunehemen, aber wenn er nicht will dann soll er halt weiter in diesem Loch vor sich hin vegetieren. Achja hätte ich ganz vergessen falls du zufällig wieder ins Gefängniss kommst sag ihm bitte er solle lieber selber auf sein Volk schauen, dass es nicht zerfällt oder hat er schon den Grund vergessen warum die Sikeler hier in Athen angelegt haben?
Darauf entließ er seinen Diener und widmete sich wichtigerer Arbeit als sich mit dem kleinen Sikeler rumzuschlagen, der nach Aufmerksamkeit lechzt.


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