Antique Empire Forum
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THEMA: Re:Am Anfang steht der Matsch
 
Camulos

Ligurer
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Re:Am Anfang steht der Matsch      03.02.2012 10:31:37 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Im Schein der Fackeln erreichte Flanna mit den zur Hilfe gerufenen Männern die Ausläufer der Matschlawine. Sie versuchte abzuschätzen, welchen Schaden sie angerichtet hatte, doch war dies unter dem spärlichen Schein der Feuer nur schwer zu erkennen.

Überall um sie herum riefen Menschen durch die Gegend und durchsuchten den Matsch nach Lebenszeichen. Es dauerte ein wenig bis Flanna sich einen Überblick über das Chaos verschafft hatte, doch dann gab sie schnell die Befehle an die überforderten Männer weiter.

Pferde- und Ochsengespanne wurden herangeschafft und man begann sich entlang der Hauptwege in das Herz der Katastrophe vorzuarbeiten. Während ein Trupp sich tiefer in die Straße grub, schwärmten kleine Gruppen nach rechts und links und suchten in den Trümmern zerstörter Hütten nach Überlebenden. . .
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Braveheart

Ligurer
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Re:Am Anfang steht der Matsch      04.02.2012 12:15:21 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Die ganze Nacht hindurch gruben die Männer und Frauen in den matschigen Trümmern und suchten nach Überlebenden. Viele konnten sie rechtzeitig finden und vor dem Tod retten, doch gab es auch eine hohe Zahl derer, die nur noch tot aus den matschigen Massen geborgen werden konnten.

Auch als der Tag bereits wieder heraufzog gruben Braveheart und die Anderen weiter. Erst am nächsten Abend, als sie sich bis an die Stelle herangearbeitet hatten, an der einst die hölzerne Mauer stand, brachen sie erschöpft ihre Arbeit ab.
In diesem letzten Abschnitt war die Zahl der Toten besonders hoch gewesen, da sie die volle Wucht der Lawine getroffen hatte. Wie durch ein Wunder hatten sie racki, den Wachhabenden der Nachtwache mit einer schweren Kopfverletzung, aber lebend unter den Trümmern des Wachturmes hervorgeholt. Zusammen mit den anderen Verletzten wurde er zum Dorfplatz gebracht und dort von den Heilkundigen nach ihren Möglichkeiten versorgt.

Die Aufräumarbeiten dauerten weitere 5 Tage, ehe man zumindest die alten Wege wieder komplett freigelegt hatte. Immer wieder wurden tote Tiere und Menschen in den untersten Matschschichten gefunden und in Massengräber außerhalb Savoies gebracht.
Langsam machten sich die Trupps daran die Bauplätze vom Matsch zu räumen. Braveheart stand mit seiner Schaufel vor einem fast schon komplett beseitigten Trümmermatschhaufen, welches einst ein stattliches Langhaus darstellte, als er einen Regentropfen auf seinem Arm spürte. Noch einer und noch einer.
Schon nach wenigen Minuten fiel ein starker stetiger Regen auf Savoie herab und verwandelte die zerstörten Gebiete in eine matschige, sumpfige Landschaft, die das Arbeiten weiter erschwerte.


Ovid

Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Ein Barbar bin ich hier, da ich von keinem verstanden werde.

---------------------------------------------------------------------------------------


Jean de La Bruyère

Es ist schlimm, wenn man weder genug Verstand hat, um gut zu reden, noch genug Selbsterkenntnis hat, um zu schweigen.
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Camulos

Ligurer
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Re:Am Anfang steht der Matsch      07.02.2012 13:19:03 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
. . . zurück in Savoie . . .

Camulos erreichte mit seiner kleinen Gruppe nach wochenlanger Reise endlich wieder heimischen Boden. Doch je näher sie Savoie kamen, desto größer wurden seine Zweifel.

Obwohl es mitten im Sommer war und die Äcker vor arbeit nur so überliefen, sah er nur hin und wieder einzelne Bauern auf den Feldern. Was hatte das zu bedeuten?

Gegen Mittag erreichten sie Savoie und schritten durch das große Tor. Zumindest wusste Camulos nun, wo die ganzen Menschen waren, die er auf den Äckern vergebens gesucht hatte. In Savoies Gassen ging es zu wie in einem Armeisenhaufen. Hunderte von Menschen eilten von rechts nach links und wieder zurück und bildeten einen stetigen Fluss.

Inmitten dieses Gewusels kam sich der ligurische König und seine Rückkehrer ein wenig überflüssig vor, wussten sie doch nicht so recht etwas mit der Situation anzufangen.

Camulos, da bist du ja endlich.

Aus der Menge kam Flanna auf ihn zu und die beiden umarmten sich kurz und küssten sich zur Begrüßung.

Was ist hier los?

Es geschah vor 2 Wochen, eine riesige Schlammlawine hat die südlichen Teile des Dorfes überrollt und hundertfachen Tod über uns gebracht, von den Zerstörungen ganz zu schweigen. Ich habe die Männer aus den umliegenden Dörfer herangerufen, damit wir des Chaoses Herr werden.

Wie viele Tote gab es?
Camulos ahnte schlimmes, so hatte er sich seine Rückkehr nicht vorgestellt.

Es werden noch vereinzelnd Leute vermisst, aber die Druiden melden, dass bislang 367 Menschen in den Gräbern um Savoie beerdigt wurden.

367?
Camulos fuhr sich mit den Händen übers das aschfahle Gesicht und durch die Haare. Die Katastrophe hatte schlimmer gewütet, als es der Feind in einer Schlacht hätte tun können

Wie weit seid ihr mit den Aufräumarbeiten?

Die Hauptwege sind freigelegt und knapp die Häfte des alten Wohngebiets wurde von den Trümmern und dem Matsch befreit. Pläne für die Neubebauung gibt es noch keine.

Sehr gut Flanna. Aber jetzt müssen wir die Hälfte der Leute wieder auf die Äcker schicken. Wenn sie hier bleiben und die Äcker verfaulen, wird es im Winter weit mehr Tote geben, als der Schlamm unter sich begrub.

Und so verteilten sie sich in Savoie, Flanna und Camulos suchten die Vorsteher der Arbeitertrupps, damit ein Großteil der Bauern wieder auf ihre Äcker ziehen konnte. Sally, Ahenobarbus und Mephisto eilten ebenfalls vom Dorfplatz weg und wurden von Camulos angewiesen, sich den Trupps anzuschließen, um bei der Arbeit zu helfen.
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Camulos

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Re:Am Anfang steht der Matsch      11.02.2012 12:46:43 --- 3 Monate, 1 Woche her  
. . . ein halbes Jahr später in Savoie . . .

Viel Zeit war seit dem großen Unglück vergangen. Die Zahl der Toten war in den Wochen danach auf über 500 angestiegen und das Wehklagen der Hinterbliebenen war tagelang das einzige Geräusch welches man vernahm.
Die Aufräumarbeiten waren komplett abgeschlossen und der einstige Süden Savoies war nunmehr eine große leere Fläche. Gemeinsam mit den Ältesten und anderen schlauen Köpfen hatte man ein Plan erdacht, wie der Neuaufbau gestaltet werden sollte.
Die Hütten würden in einem neuen Muster angeordnet, mehrere kleinere freie Plätze sorgten für ein wenig Freiraum und vor allem die schützende Mauer würde verbessert aufgebaut werden.
Bestand die alte Holzmauer bestand lediglich aus unregelmäßig in den Boden gerammten Holzpfählen und einigen Ausgucktürmen. Die neue Mauer würde hinter einem tiefen Graben erbaut werden. Eng aneinander gesetzte Holfpfähle und ein ausgebauter Wehrgang würden die Stabilität enorm erhöhen. Die Türme erhielten einen schützenden Fuß aus Steinen. Das Südtor bestand aus massiven Balken und die besten Schmiede Savoies arbeiteten an den Scharnieren.

Die Arbeiten gingen gut voran, vor allem die Sträflinge Mephisto, Valporan und Seggaz waren mit vollem Eifer dabei. Pendragon der aufgrund der Vorfälle um Snorres Fahrt die Aufsicht führte. Doch waren die Arbeiten noch nicht einmal halb abgeschlossen, da ließ ein Blick in die Silbertruhen wenig Grund zum Jubeln. Die Katastrophe hatte nicht nur viele Menschenleben gekostet, nein auch die ligurischen Silberreserven waren fast verbraucht. So musste Camulos sich neben der Planung über den Wiederaufbau auch noch Gedanken über neue Finanzmittel machen . . .
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Camulos

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Ligurien goes Mittelmeer      14.02.2012 18:32:05 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Kommerzerix hatte lange genug das Treiben in Savoie beobachtet und immer wieder war ihm Camulos, ihr Herrscher aufgefallen, der leicht frustriert durch die Gassen lief und überall mit anpackte.
Es dauerte eine Weile bis Kommerzerix über viele Ecken herausgefunden hatte, warum der Kriegsfürst ein solches Verhalten an den Tag legte. Die Kassen waren leer, der letzte Feldzug lange her und die Wirtschaft der Ligurer war nicht auf Gewinn ausgerichtet. Sie erwirtschafteten das, was sie zum Leben brauchten. Das rächte sich in diesen Zeiten.

So organisierte Kommerzerix ein Treffen mit Camulos und seinen Beratern. Es dauert lange, bis er die skeptischen Krieger auf seine Seite ziehen konnte, doch nach vielen Worten des Zuspruches, keimte die Saat seiner Worte in ihren Köpfen auf.

. . . wenige Wochen später . . .


Kommerzerix war noch nie mit auf einem Feldzug gewesen und Gewalt war für ihn nur das Mittel der Geistig armen, wer pfiffig war, ließ die Anderen für sich arbeiten und griff am Ende den großen Gewinn ab. Als er in den ligurischen Nussschalen in See stoch kamen die Erinnerungen an seine letzte Fahrt im Mittelmeer hoch, von Piraten gejagt und von Karthagern versenkt. Dafür würde er sich rächen und er hat ein mächtiges Ass im Ärmel.

Doch zunächst galt es den Römern das Meer streitig zu machen und sich einen Weg in den Osten zu sichern. Kommerzerix und seine Freunde überreichten Camulos dafür eine Liste mit Forderungen an die Römer. Wenig erfreut waren sie darüber, dass der ligurische Herrscher einige ihrer Punkte strich und überarbeitete, aber das Resultat war noch immer in ihrem Sinne.
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Camulos

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Re:Ligurien goes Mittelmeer      16.02.2012 12:34:32 --- 3 Monate her  
Die Schlacht in der Toscana war kurz und knackig. Die kleine römische Legion und die sie unterstützende Schar an Menschen war nicht in der Lage den einfallenden Ligurern ernsthaft etwas entgegenzusetzen.
Es dauerte nicht lange, da waren die zwei in unmittelbarer Nähe zum Schlachtfeld gelegenen Siedlungen geplündert und die Karren der Ligurer mit Kriegsbeute prall gefüllt. Camulos wollte gerade den Befehl geben, den fliehenden Truppen um den römischen Imperator nachzustellen, da erreichte ihn ein Späher.

Camulos mein Kriegsfürst, ich habe wichtige Neuigkeiten. Ich habe mich in einem Dorf einige Stunden südlich von hier umgehört. Wir sind nicht die einzigen Invasoren hier. In Rom wurde ein Volk gesichtet, welches sich Nenzen nennt. Jedoch scheinen die Kampfhandlungen mit Rom beendet zu sein, denn ihre Heere lagerten vor Rom ohne es zu belagern.
Doch weiter im Süden sollen auch die Karthager angelandet sein und mit ihren Truppen den Legionen zusetzen.


Die Karthager? Was wollen die denn hier von unseren Römern? Aber ich danke dir für die Informationen.

Camulos grübelte eine Weile, dann gab er neue Befehle.

Zurück zu den Schiffen, wir ziehen ab. Wenn die Karthager im Süden stehen, wollen wir den Römern keine Ausrede für ihre schmachvollen Niederlagen gegen uns geben. Wir kehren zurück, wenn die Karthager fort sind.


Mürrisch zogen sich die Ligurer zum Strand zurück und verluden ihre Beute auf die Schiffe. Gold, Silber und andere Wertgegenstände wurden verstaut, die Kriegsgefangenen, die in Marseilles Silberminen arbeiten würde, wurde vorne am Bug zusammengetrieben und bewacht.
Die Schiffe legten ab und nahmen Kurs auf Liguri, Rom würde noch genug bluten . . .


. . . währenddessen weit im Norden in der guttonischen Hauptstadt . . .


Ein seltsamer Geruch stieg ihr in die Nase und sofort war Lea hellwach. Qualm. Irgendwo brannte es. Schnell setzte sie sich auf und streifte ein leichtes Tuch über. Dicker Qualm stand in ihrem Schlafgemach und Lea blieb vor Schock wie angewurzelt stehen. Die ersten Flammenzungen kamen neugierig durch den Durchbruch in ihre Kammer, brüllende Wärme erfasste die gerade noch schlaftrunkene Guttonin und das flackernde zuckende Hell des Feuers spiegelte sich in ihrem schönen Antlitz. Der Weg war ihr versperrt, nur der Sprung aus dem Fenster blieb ihr noch. Wie gelähmt setzte sie mühsam einen kleinen Schritt nach dem anderen rückwärts, bis sie die hölzerne Wand in ihrem Rücken spürte.
Vorsichtig spähte sie aus der Luke, es waren ungefähr 3 Meter bis zum Boden, aber es war ihre einzige Chance, wollte sie nicht wie ihre geliebte Taverne Opfer der Flammen werden. Ängstlich kletterte sie durch das Loch und warf einen letzten Blick zurück. Das Feuer hatte ihr Zimmer fest in seinem zerstörerischen Griff und verschlang Meter um Meter.

Vor ihr auf der Gasse standen die Leute und riefen ihr zu, erste Menschenketten bildeten sich und reichten Eimer mit Wasser weiter. Dann sprang sie . . .
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Camulos

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Ligurische Feste und andere Unsitten      18.02.2012 13:01:23 --- 3 Monate her  
. . . im nasskalten Matsch vor einem brennenden Haus . . .

Unter Tränen musste Lea mit ansehen, wie ihre geliebte Taverne dem Feuer zum Opfer fiel. Die verzweifelten Löschversuche der zur Hilfe geeilten Nachbarn konnte daran nichts mehr ändern. Jedoch gelang es den Männern und Frauen das Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Häuser zu verhindern.
Nichts war ihr geblieben. In einem dünnen Leinentuch stand sie einsam in der Gasse und starrte noch immer völlig geschockt auf die brennenden Trümmer ohne dabei wirklich etwas zu sehen. Irgendwann wurde ihr ein schwerer aber wärmender Mantel über die Schultern gelegt und als ihre Taverne nur noch ein qualmender Trümmerhaufen war, verschwanden auch die vorher noch umherrennenden und rufenden Schemen aus ihrem schwammigen Sichtfeld.
Schüchtern zog die Sonne am Horizont herauf und Lea spürte die Erschöpfung in Seele und Körper. Der Schock der Nacht forderte seinen Tribut ein und Lea fielen erst immer wieder kurz die Augen zu, ehe sie ausgelaugt auf mitten der Straße unter ihrem Umhang einschlief . . .


. . .in Liguri . . .


Camulos organisierte das Löschen der Ladung. Die in der Toscana gemacht Beute an Silber und Gold würde den Wiederaufbau Savoies ein gutes Stückchen voranbringen, doch war es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. 4 Ochsenkarren und ein Großteil der Krieger brachen sofort in Richtung Savoie auf.

Als nächstes musste er die Kriegsgefangenen zuweisen. Das Angebot war vielfältig. Von kleinen Knaben über gut gebaute Legionäre bis hin zum alten Mann. Warum zum Teufel hatten sie die alten Männer eingepackt, bei ihrem nächsten Plünderzug sollte Camulos besser aufpassen, was ihm seine Männer da anschleppten.
Da Camulos erschöpft war und keine Lust hatte jeden einzelnen Kriegsgefangen zu begutachten, entschloss er sich die größere Hälfte, ca. 50 Gefangene nach Marseille in die Silberminen zu schicken und das verbleibende Dutzend mit nach Savoie zu nehmen.
Unter den Römern machte sich Panik breit, als sie auf einmal mit Waffengewalt in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Doch waren die meisten von ihnen so schlau, außer ängstlichen Blicken und lautem Geschrei den sanften Hinweisen des ligurischen Stahls zu folgen. Einer der Silberminensklaven, er mochte um die 40 Sommer zählen brach jedoch aus und begann mit seinen gefesselten Händen auf einen Krieger der Ligurer einzuschlagen,

Lasst mich gehen ihr barbarischen Horden. Ich bin Antonius Maximus, dessen Land ihr schändetet und dessen Diener ihr tötetet oder entführtet. Ich verlange meine Freilassung. Roms Rache wird grausam sein. Schon bald werdet ihr alle in Ketten liegen und entlang der Via Apia dem Pöbel zur Bespaßung ausgestellt werden, das spüre ich.

Camulos hieß die Wache an ihn nicht zu töten und trat auf ihn zu.

So Antonius ist dein Name, Römer.

Er spie verächtlich vor ihn auf den Boden.

Dein Gespür täuscht dich. Alles was ihr Römer spürt, wenn ihr einen Ligurer seht, ist das Drücken zwischen euren Backen.

Als Antonius erneut seine Stimme zum Protest erheben wollte, schlug Camulos ihm die Faust in den Magen und der Römer krümmte sich vor Schmerz. Aber er schwieg.

Ein kurzer Pfiff und Klein Camulos erschien aus der Menge der Krieger. Der Leopard hatte mittlerweile eine stattliche Größer erreicht und sein Anblick war faszinierend und bedrohlich zu gleich.

Mein Freund hier, wird ein besonderes Auge auf dich haben. Er liebt die Ruhe, ich empfehle dir also ihn nicht mit solch unwichtigem Zeug zu belangen, wenn dir dein Leben lieb ist.


Der Leopard zog einen engen Kreis um Antonius und ließ es sich nicht nehmen, dem Römer seine Zähne zu zeigen, während seine gierigen Augen das Opfer stets fixierten.
Hinter Camulos erschall Gelächter. Zornig drehte er sich um und sah Mephisto und Seggaz, die den verängstigten Römer nachspielten.

Verehrte Spectatores . . .


Wandte sich Camulos an die Kriegsgefangenen,

darf ich ihnen ihr Wachpersonal vorstellen. Und nun hinfort mit ihnen.


Camulos ließ die verdutzen Mephisto und Seggaz mit einigen Kriegern und Klein Camulos zurück, während er den Weg Richtung Savoie einschlug.

Aus sicherer Entfernung beobachtete Kommerzix die Szene und in seinem Kopf arbeitete es. . .
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Mephisto

Ligurer
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Re:Ligurische Feste und andere Unsitten . . .      19.02.2012 09:17:36 --- 3 Monate her  
Und nun hinfort mit ihnen.

Mephisto sah Seggaz an, der schien das Gleiche zu denken. Der König sprachs, der Knabe lief...
Aber es gab definitiv schlechtere Jobs und es würde nicht schaden, die Arbeit etwas anzukurbeln.

Verehrte unfreiwillige Besucher, auf geht´s. Wir werden nach Marseille gehen, um dort etwas Silber aus dem Boden zu kratzen. Zwar sind wir nicht unbedingt auf Zwangsarbeiter eingerichtet, aber wir sind keine Unmenschen. Wenn ihr euch Mühe gebt, anständig zu arbeiten, dann werden wir uns Mühe geben, euch Schlafplätze zu besorgen und auch Essen sollt ihr dann kriegen. Wenn ihr allerdings die Arbeit verweigern solltet, wird unser gefleckter, vierbeiniger Freund etwas zu essen kriegen. Und glaubt mir, ich habe ihn auf einem Feldzug aufgezogen, außer mich frisst er quasi alles.

Dann setzte sich die Kolonne in Bewegung, Mephisto und Seggaz gingen voran, dahinter die Kriegsgefangenen und am Ende lief mit geschmeidigem Gang die Raubkatze. Mephisto und Seggaz scherzten und unterhielten sich, ohne sich auch nur einmal umzudrehen. Der kleine Camulos würde schon dafür sorgen, dass niemand aus der Reihe tanzte. Zwischendurch ließ Mephisto sich etwas zurückfallen, bis er neben dem Gefangenen lief, der vorhin den Mut bewiesen hatte, sich mit dem großen Camulos anzulegen.

Du heißt Antonius?

Ja, der bin ich.

Ein Tipp für dich, so unter künftigen Arbeitskollegen. Wenn du gerne lebst, dann leg dich nicht mit dem Chef an. Er kann ziemlich sauer werden. Vor einer Weile hat er seinen besten Freund und Kriegsminister zusammengeschlagen und ihm den Kiefer gebrochen. Glaub mir, lass es lieber.

Auf dem Gesicht des Antonius erschien für einen kurzen Augenblick ein Grinsen. Mephisto wusste nicht, was er damit anfangen sollte, aber er beschloss, nicht mehr Zeit mit diesem Kerl zu verschwenden. Er ging wieder etwas schneller und arbeitete sich von Reihe zu Reihe vorwärts, bis er wieder bei Seggaz vorne laufen würde. Unterwegs unterhielt er sich mit einigen Gefangenen, um festzustellen, wer von ihnen sich für welche Arbeit am besten eignete. Einige der Männer hatten ein Rückenleiden, sie würden die Aufgabe bekommen, die aus der Erde geholten Silberbröckchen zu reinigen. Andere widerrum waren zu dämlich, um Silber von Stein zu unterscheiden und Mephisto beschloss, dass sie besser nur als Träger geeignet waren. Nach einer Weile hatte er sich ein Bild von allen Gefangenen gemacht und er lief wieder vorne mit Seggaz und die beiden unterhielten sich gut gelaunt über ihre Wikingerreise mit Snorre. Nach kurzer Zeit kamen sie in Marseille an.


An alle Facebook-Fetischisten:
"Wenn ein Dienst kostenlos ist, bedeutet es, sie machen Geld mit Ihnen und Ihrer Information"
(http://www1.wdr.de/themen/digital/sp_socialnetworks/facebookhack100.html)
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Seggaz von Campania

Ligurer
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Re:Ligurische Feste und andere Unsitten . . .      20.02.2012 21:54:26 --- 3 Monate her  
Seggaz hatte den fast endlos wirkenden Marsch hinter sich gebracht. Die meisten der Gefangenen waren völlig erschöpft und selbst dieser arrogante Antonius hatte sein dümmliches Grinsen abgelegt. Was war nur aus Rom geworden? Kein Funken Stolz mehr im Leib bei den Gefangenen und auch der Gedanke der eindeutigenÜberlegenheit, war der Gewissheit gewichen, versagt zu haben.

Seggaz war fast Traurig seine Lansleute so zu sehen aber vielleicht war es ja heilsam. Heilsam für eine kränkelnde Nation, gebeutelt von Rebellion und Putsch. Doch momentan machten Seggaz eher seine Füße zu schaffen. Die Wege oder besser gesagt Pfade die in Ligurien als Straßen bezeichnet wurden, waren absolut nicht als Infrastruktur zu bezeichnen. Da kam Seggaz eine Idee! Doch wollte er erst einmal mit Mephisto Rücksprache halten. Nun wollte er ein paar Worte mit Antonius sprechen. Er ging zu ihm und sprach direkt und ohne umschweife mit ihm!

Salve Antonius! Ich sehe ihr habt euer Grinsen gegen ein wenig Demut getauscht. So wie ihr ausseht wart ihr nie in der Legion oder? Die Legionäre unter den Gefangenen sind lange Märsche gewohnt und sind klug genug nicht den Ton zu verfehlen. Ihr solltet euch ein Beispiel an ihnen nehmen. Sie wissen wozu die Ligurer mit ein wenig Stahl in ihrer Hand fähig sind.

Antonius wollte sich gerade wegbewegen doch dann drehte er sich zu Seggaz.

Ihr seid also Seggaz von Campania?! Der Verräter an unserem Volke!

Seggaz packte sein Gladius, doch hielt er kurz danach inne. Der Bursche würde schon Demut lernen. In den Mienen hatte er genug Zeit sich diese anzueignen und Seggaz würde ihm dabei helfen schnell zu lernen.

Nun Sklave! Ich habe den Senat nicht seine Macht genommen. Warum und wie ich hier in Ligurien gelandet bin geht euch nichts an. Schließlich erzähle ich das dem Esel der die Lasten der Armee trägt auch nicht. Gewöhnt euch daran, dass ihr nun nicht mehr wert seid als der Dreck und die Erde die ihr aus den tiefen Minen der Silberbergwerke holt. Ich werde euch regelmäßig dran erinnern. So wahr mir Bellonia hilft.

Seggaz grinste den nun kreidebleichen Antonius an und ging dann zu Mephisto.

Sag mal Mephisto! Ich habe da eine Idee aber ich wollte deine Meihnung dazu wissen. Hättest du einen Augenblick Zeit?


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Camulos

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Re:Ligurische Feste und andere Unsitten . . .      22.02.2012 16:23:34 --- 2 Monate, 4 Wochen her  
. . . auf einsamen Wegen . . .

Erschöpft ließ sich Lea auf einen Baumstumpf fallen und genoss die kurze Pause. Weit hatten sie ihre Füße in den letzten Wochen getragen, nachdem sie das Land und das Volk der Guttonen hinter sich gelassen hatte. Die Zerstörung ihrer Taverne hatte ein großes Loch in ihr tiefstes Inneres gerissen und sie musste sich eingestehen, dass sie trotz der angebotenen Hilfe vieler Guttonen nicht die Kraft dafür hatte, an selber Stelle vor vorne anzufangen.
Ein tiefes Gefühl in ihr, hatte sie dazu bewogen, sich von all den liebgewonnen Menschen zu verabschieden und hinaus in die Ferne zu ziehen, wohin wusste sie selber noch nicht genau. Doch spürte sie, dass es dort etwas gab, das nur darauf wartete entdeckt zu werden. Immer wieder schwebten schneebedeckte Berge und klare Sandstrände vor ihren Augen, doch wusste sie nichts damit anzufangen oder damit in Verbindung zu setzen. Sie wusste nur eins: Ihr Weg würde sie südlich führen.

. . . in Savoie . . .


Nach dem viel zu kurzen Feldzug gegen Rom kehrte Camulos zurück nach Savoie. In der Zwischenzeit waren die Ausbauarbeiten weiter voran geschritten und neben den neuen Mauerabschnitten auch die ersten Höfe wieder aufgebaut worden. Nach einer kurzen Begrüßung musste er sich schon wieder von Flanna verabschieden und die Verteilung der Beute begutachten. Es musste sichergestellt werden, dass die richtigen Händler das Silber erhielten und der Wiederaufbau in Savoie weiterging.
Und so machte er sich auf den Weg durch Savoie . . .

. . . in Liguri . . .


Kommerzerix blickte den beiden abziehenden Kolonnen nach. Nach Savoie würde er noch früh genug zurückkehren, doch dieser Römer, Antonius, ging ihm nicht aus dem Kopf. Schnell kehrte er in das befestigte Hafendorf ein und verschwand in den dunklen Gassen. Ein Gewirr aus Gängen und Hausecken, ein sicherer Rückzugsort. Noch eine Kurve, dann verwand er hinter einem Fell vor einer Tür. . .
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