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THEMA: Re:Den Sarmaten zum Andenken
 
Odoaker

Barbaren
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graphgraph
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Den Sarmaten zum Andenken      23.08.2010 01:09:28 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Jelinor, ein Bauer unbestimmter Herkunft aus dem germanischen Grenzland, der sich schon lange Jahre im Umland der Sarmaten angesiedelt hatte und deshalb beide Sprachen beherrschte, wurde von Odoaker, dem Allfyrsten der Teutonen, nach Sumya geschickt, um den Herrschern der Sarmaten eine Botschaft von ihm zu überbringen:

"Hört, stolzes Volk unter dem Banner des Drachen, hört die Worte Odoakers, des Allfyrsten der Teutonen, des Volkes mit dem Auerochsen im Heerzeichen:

Vor einiger Zeit fielt ihr ein in das Land der Lugier, weit entfernt an dem großen Meer, das wir Ostsee nennen. Die Lugier wie auch einige andere Völker weilten zu der Zeit zu Spielen in unserem Lande, wo sich viele Krieger friedlich miteinander messen konnten. Wir hatten diesen Kriegern, unseren Gästen, einen Frieden versprochen, der für die Dauer der Spiele gelten sollte - und dieser Friede ist landauf - landab bis in die entlegensten Winkel verkündet worden.

Euer Überfall auf die Lugier konnte deshalb von uns nur auf eine Weise verstanden werden - als direkte Herausforderung. Und beinahe alle Völker, die mit Kriegern auf unseren Spielen vertreten waren, schlossen sich unserem Feldzug beherzt an - viele Völker sahen euer Land und legten es in Schutt und Asche, um den Verlust der Lugier zu rächen. Und auch, wenn ich selber bislang keinen einzigen Krieger aus euren Reihen gesehen habe, so weiß ich nun, dass es genug ist, nun, da den Sarmaten nichts geblieben ist außer der Feste Sumya, die wir euch nicht nehmen wollen.

Wir, die Völker um die Ostsee, gehen davon aus, dass ihr verstanden habt, dass kein Volk ein anderes überfallen sollte, solange dessen Krieger auswärts weilen und die Heimat nicht verteidigen können. Viel Schaden habt ihr hinnehmen müssen und tapfer gekämpft und verteidigt habt ihr euch.

Für uns ist der Feldzug nun beendigt, da ihr keine Provinz mehr gegen uns halten konntet außer Sumya, eurer Burg.

Lernt aus der Vergangenheit und wir werden uns vielleicht einmal in Zukunft anders begegnen können.
Wir erwarten keine Antwortund wir werden uns nun nach und nach aus eurem angestammten Land zurückziehen, auf dass ihr eure Felder wieder bestellen könnt und von der Frucht eures kargen Bodens leben könnt.

Donar zum Gruße

Odoaker
Allfyrst der Teutonen"


Diese Worte hatte Jelinor stundenlang wiederholen müssen, bis er sie absolut auswendig konnte. Dann schickte Odoaker ihn los, wohl wissend, dass Jelinor von der Gnade der Sarmaten abhing.


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Letzte Änderung: 2010/08/23 01:10 von Odoaker.
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Lilya

Sarmaten
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graphgraph
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Re:Den Sarmaten zum Andenken      25.08.2010 22:36:34 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der arme Mann der sich nun also als Spielbalg der Teutonen wiedergefunden hatte war endlich vor den Toren Sumya's angelangt. Die stark bewaffneten Krieger die vor den Palisaden wachten sahen den Mann misstrauisch an, seine Erscheinung allein grenzte ihn von allen Sarmaten ab.
Nachdem er einige Male wiederholt hatte, dass der Herrscher der Teutonen ihn mit einer Nachricht geschickt hatte, liess sich endlich einer der Wachmänner dazu herab einen Boten zu Alastor oder zu Ravan zu schicken.

Die Sonne sank langsam im Westen des Horizonts nieder als sich das Tor einen Spalt öffnete und die Seherin der Sarmaten alleine aus dem Tor trat. Sie humpelte stark, ging jedoch ohne jegliche Stütze und hielt sich stolz und gerade. Das lange schwarze Haar fiel wie ein Wasserfall bei Nacht über ihre Schultern und kontrastierte mit der silbrigen Narbe die in ihrer linken Gesichtshälfte hervorstach. "Wie kommt es dass du unsere Sprache sprichst?" Selbst im Halbdunkel drückten ihre grünen Augen Argwohn aus.
Der Mann berichtete ihr kurz von seiner Herkunft und die Sarmatin hob belustigt die Augenbraue. Dieser Mann würde es schwer haben in einem Land voller Nomaden die keine Zäune kannten ausser die, welche in der Nacht ihr Vieh vor Wölfen bewahrten.
"Erzähle mir von den Teutonen. Ich höre sie sind weit gekommen und haben ihre Dörfer verlassen um uns durch die Steppe zu jagen." Leichter Spott klang in ihrer Stimme mit, sie war dem Angriff nicht ungeschoren entkommen, doch sie akzeptierte ihre Wunden als Opfer der Kriegers. Ihr Blut für ihr Volk.

Der Mann begann zu sprechen und während die Worte flossen veränderte sich die Miene der Seherin nicht. Sie blieb still stehen bis er geendet hatte und atmete tief. "Dieser Mann, der so weit gereist ist hat während seiner Zeit hier nichts über das Volk des Drachen gelernt." Sie schüttelte den Kopf. "Diese Fremden können Gras verbrennen bis der Rauch ihnen den Atem nimmt. Denn das ist alles was es tun wird. Geh heim. Wo du her kommst. Denn du verstehst uns genauso wenig."
Als sie sich wegdrehte begannen Ravans Schultern mit unterdrücktem Lachen zu zucken.


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