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Friesland gegen den Norden 07.02.2012 19:27:36 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Die letzten Wochen im Leben der Friesen waren chaotisch verlaufen. Während sie bei ihren Gegnern Angst und Schrecken verbreiteten, Ländereien plünderten und Flotten versenkten, wurden ihre Heimatlande von den Teutonen niedergebrannt. Es war ein auf und ab in diesen Zeiten, ein schmaler Grat zwischen grenzenloser Freude auf die nächste Schlacht und unendlichem Leid, welches durch die Nachrichten aus der Heimat hervorgerufen wurde.
Dieses Leid schürte den Zorn der Friesen, einige verfielen in einen regelrechten Blutrausch, um die Gräueltaten an ihren Familien mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Dörfer der Sitonen und der Svear fielen diesem Zorn zum Opfer. Die Überzahl an Gegnern schien die Friesen jedoch nur noch mehr zu motivieren. Die Teutonen, die Svear, die Sueben und die Sitonen waren längst nicht mehr die einzigen Gegner, gegen die es sich zu wehren galt. Gerüchte über einen Einfall der Iberer machten schnell die Runde unter den Friesen. Was für ein jämmerliches Volk mussten die Iberer sein, um zu dieser Zeit anzugreifen. Feige waren sie ja schon als die Friesen durch ihr Land gezogen waren, um nach Karthago zu gelangen. Hinter den Gälen, Briten und Keltiberern wollten sie sich verstecken, doch genutzt hat es ihnen nichts. Daher überrascht es eigentlich nicht, dass sie sich diesen Zeitpunkt gewählt haben, um ihre feige „Rache“ zu üben. Eines war jedoch sicher, vergessen würden die Friesen das nicht!
Nachdem die Friesen ein weiteres Gebiet der Teutonen erobert hatten, erreichte ein Bote das Heerlager und brachte wunderliche Neuigkeiten aus den friesischen Stammesgebieten.
Demnach zogen die Belger aus Süden in die rechtmäßig friesischen Gebiete ein und lieferten sich dort Scharmützel mit den teutonischen Besatzern. Bis nach Sachsen sollen sie vorgedrungen sein und es den Teutonen mit Gewalt entrissen haben, so heißt es. Der Rat der Friesen versammelte sich, um über die neue Situation zu diskutieren.
Einige standen dem Einfall der Belger positiv gegenüber, da sie den Teutonen schadeten. Überlegungen wurde gemacht, ob man gemeinsam mit den Belgern die Teutonen angreifen sollte. Zweifellos hätten die Teutonen einem gemeinsamen Angriff von Friesen und Belgern nichts entgegenzusetzen. Es wäre ein Leichtes ihr Land bis auf den letzten Grashalm niederzubrennen. Wenigstens darin waren sich alle Friesen einig.
Doch gab es Friesen, die ein gemeinsames Vorgehen mit den Belgern ablehnten. Eine Schande wäre es sich für seine Rache mit anderen Völkern zu verbünden. Ein echter Friese führe selbst die Axt, die seinen Feind zerschmettert und überlässt das keinem Fremden, hieß es auf dieser Seite.
So wurde lange und ausgiebig beratschlagt, bis letztendlich die Entscheidung getroffen wurde. Inghild ließ den Boten rufen, um ihm eine Mitteilung an die teutonische Seherin maharet zu diktieren.
QUOTE:
„An maharet, Seherin der Teutonen,
ich Inghild, Beraterin unseres Ersten Dunkelfalke, lasse dir die Nachricht überbringen, dass der Rat der Friesen beschlossen hat, keine weiteren Angriffe auf die Gebiete der Teutonen zu unternehmen, solange ihr durch den Einfall der Belger geschwächt seid. Wir Friesen geben uns nicht mit einer geteilten Aufmerksamkeit zufrieden und sehen keine Ehre darin ein Volk anzugreifen, das nicht seine vollen Kräfte zur Verteidigung aufbringen kann.
Stattdessen bieten wir euch, nach Beendigungen der Scharmützel mit den Belgern, eine Schlacht auf dem Wasser an, die unsere aktuelle Auseinandersetzung beenden soll. 15 unserer Krieger gegen 15 eurer Krieger. Gewinnt ihr, bekommt ihr 100 Einheiten aus unseren sächsischen Salzminen. Gewinnen wir, bekommen wir 100 Einheiten eures Bernsteins. Von weiteren Forderungen wird abgesehen.
Es grüßt,
Inghild
Beraterin der Friesen"
Inghild sah den Boten noch einmal eindringlich an und ermahnte ihn die Botschaft ja gut auswendig zu lernen und nichts auf dem Weg zu den Teutonen zu vergessen.
Eala Frya Fresena! Lever dood as Slaav!
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Re:Friesland gegen den Norden 08.02.2012 19:02:09 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Mit müden, tränenden Augen hatte Maharet gerade die Bluttinte und die Häute weggeräumt, manch eine Botschaft in der Schatulle verstaut und sich dann ihre Felle zurechtgelegt, als ein Wachmann eintrat und sich vorsichtig räuspernd bemerkbar machte.
*Was?* entfuhr es ihr, * Gibt es auch einmal eine Minute Ruhe in diesen widerwärtigen Zeiten?* Als Maharet die Mine des Wächters sah, wurde ihr Blick jedoch milder. *Entschuldige, mein Freund. Ich weiß, es ist nicht deine Schuld. Du würdest nicht eintreten, wenn es nicht wichtig wäre. Also setze dich nieder und berichte.*
*Vor der Tür stehen meine Leute mit einem halb verhungerten friesischen Boten in Ketten. Sollen wir ihn nach friesischer Art enthaupten ohne zu hören, was er zu sagen hat? Oder magst du seiner Botschaft Gehör schenken?*
Eine steile Falte erschien auf Maharets Stirn und man sah, dass ihr Gehirn trotz der Müdigkeit auf Hochtouren arbeitete.
*Rein mit dem Kerl. Ich will mit eigenen Ohren hören, was die Friesen nach den feigen Angriffen auf feiernde Freunde und Brüder und nach dem Spucken auf unser Angebot zu Beginn des Konfliktes uns nun nach ewigen Zeiten mitteilen mögen.*
Zitternd am ausgemergelten Leib wurde der arme Wicht vorgeführt und berichtete stotternd das, was ihn Inghild auswendig lernen ließ.
*Gebt dem Kerl Brot und eine Suppe. Er dauert mich. Werft ihn nicht in das dunkelste Loch, denn er soll die Rückreise noch überstehen.*
Maharet ordnete kurz ihre Kleider ließ den Rat einberufen. Heftig wurde diskutiert, aber über eins war man sich irgendwann einig.
Maharet ließ den klappernden Friesenboten aus dem Erdloch holen und sah ihn mit funkelnden Augen an.
*Höre Schädeltrinker, überbringe Inghild die Antwort des teutonischen Volkes. Leider ist in eurem Volk wohl keiner des Lesens mächtig. Also vergesse nicht ein Wort und setzte keine falsche Betonung. Sollte dies passieren, werden dich die Geister meiner Ahnen bei Tag und bei Nacht heimsuchen.*
QUOTE: Inghild, Beraterin des Dunkelfalke, ich grüße Dich und deinen ungehobelten Ersten,
sehr erstaunt nehmen wir das friesische Angebot zur Kenntnis. Lass dir jedoch mitteilen, dass es in dieser Form nicht annehmbar ist. Frage Dunkelfalke einmal nach einem königlichem Falken, der faire Angebote übermittelte.
Nun wollt ihr auf See antreten? 15 gegen 15? Aber erst wenn die belgischen "Nicht-Verbündeten" mit uns fertig sind? Hier stellten sich entscheidende Fragen!
15 mit vergleichbarer Erfahrung? Erst nachdem ihr durch Belger eure Länder und Fyrsten zurück habt?
Warum nicht auf und um Sachsen, wie bereits angeboten? Und bitte bedenke auch unsere Brüder und Freunde des Nordens, die von euch überfallen wurden und mit an unserer Seite stehen. Welches Angebot gebührt ihnen?
Uns liegt nichts an ewigen Kriegen zwischen Nachbarn, aber haltet uns nicht aufgrund unserer Jugend und Unerfahrenheit für dumm.
Als Zeichen unseres Entgegenkommens werden wir die von uns eroberten und besetzten friesischen Grafschaften nach und nach gegen den Widerstand der momentan glücklichen Bauern verlassen und eurer Knechtschaft übereignen. Gelderland mag der Anfang sein. Außerdem werden keine Waffen gegen heimwärtsstrebende Friesen erhoben. Darauf habt ihr das Wort der Allfyrstin und der Seherin.
In Erwartung eurer weiteren Verhandlungsbotschaften (gerne auch in persönlichen Gesprächen) grüßt
Maharet
-Seherin der Teutonen-
Hüterin des alten Blutes
*Hast du es begriffen? Oder muss ich die Worte wiederholen, Kappergestelll?*
Maha sah den Friesen an, der eilfertig nickte.
*Ach ja....und richte den Blutrünstigen aus, dass der Kopf meiner Schwester- die ich nur mit größter Überzeugungskraft von einer "friesisch-herben" Antwort abhalten konnte, dort bleiben wid, wo er ist - an der Spitze der Teutonen!*
*beisse nur auf verlangen*
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Letzte Änderung: 2012/02/08 21:55 von Aleyah.
Grund: ooc nach Absprache entfernt
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Re:Friesland gegen den Norden 13.02.2012 22:36:10 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Nach Wochen auf See hatten die Friesen nun endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Kurz nachdem sie all ihre Habseligkeiten von ihren Schiffen heruntergeschafft hatten, erreichte der Bote, den Inghild vor einiger Zeit zu den Teutonen geschickt hatte, das Lager der Friesen.
Inghild ließ ihn in ein Zelt bringen und ihm etwas zu essen geben. Danach gesellte sie sich zu ihm, um zu erfahren, welche Nachrichten er von den Teutonen zu berichten hatte. Der Bote erzählte, was die Seherin ihm aufgetragen hatte. Inghild runzelte die Stirn und dachte einen Moment darüber nach.
" Die scheinen unser großzügiges Angebot nicht richtig verstanden zu haben. Bist du sicher, dass du alles richtig überbracht hast?" Verärgert schaute sie den Boten an, dem sogleich ein Stück Brot ihm Halse stecken blieb. Unter kräftigen Hustenanfällen und schwindender Gesichtsfarbe, versuchte der Bote ein Erklärung zu stammeln.
" Gagaga....ganz sssiiichcher...alles wie du mir aufgetragen hattest", würgte er hervor. Inghild musterte ihn noch einen Moment und ließ ihn dann wieder in Ruhe essen.
"Also gut. Da sie offensichtlich keine guten Seefahrer sind, sollen sie die Gelegenheit bekommen ihre Niederlage an Land zu erleben. Wenn du fertig bist, machst du dich sofort wieder auf den Weg und überbringst folgende Nachricht."
QUOTE:
"An Maharet,
ich verstehe zwar nicht, wieso ihr einer ehrlichen Schlacht auf dem Wasser aus dem Weg gehen wollt, aber sei es drum. Dann werden wir euch eben auf Sachsen besiegen. Wir erwarten eure 15 Krieger dort zur entscheidenen Schlacht. Damit keine Missdeutungen entstehen, wer der wahre Sieger ist, werden wir 2 Schlachten veranstalten. Einmal führen wir den Angriff und beim zweiten Mal führt ihr den Angriff. Sollte dies immernoch nicht reichen, um einen klaren Sieger festzustellen, muss ich auf die Seeschlacht bestehen. Der Gewinner bekommt die angesprochene Menge von 100 Bernstein, 100 Lachs oder 100 Salz übergeben.
Da ihr Teutonen offensichtlich auch für eure Verbündeten sprecht, so sei dir gesagt, dass wir für 5 Sonnenzyklen von Überfällen auf ihre Lande absehen werden. Es gibt eh kaum mehr etwas zu erbeuten und so haben sie Zeit dies zu ändern.
Damit wäre alles gesagt. Wir erwarten euch auf dem Schlachtfeld.
Inghild"
Eala Frya Fresena! Lever dood as Slaav!
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Re:Friesland gegen den Norden 14.02.2012 22:32:58 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Kaum hatte Maharet mit ihren Kräüterkundigen die schlimmen Wunden der letzten Schlacht versorgt und sich selbst in Schleier gehüllt, wurde ihr schon wieder ein friesischer Bote gemeldet.
Da weitere Lage- und Planungsbesprechungen einberufen waren, gab sie der Leibgarde der Allfyrstin den Auftrag den Friesen angemessen unterzubringen und ihn mit Speisen und Wasser zu versorgen.
Als sie sich nach den Beratungen und den darauf folgenden Befehlsausgaben fast schon zur Ruhe begeben wollte, um sich angenehmen Träumen hinzugeben, fiel ihr der Bote wieder ein.
Maharet zog das Tuch in südländischer Sitte vor ihr geschundenes Gesicht und suchte die bewachten Gastzelte auf.
Mit Erstaunen sah sie erneut das ihr bekannte, zitternde Klappergstell.
"Tapfer, mein Friese, tapfer! Welche Kunde treibt dich erneut in Kriegsgebiete, statt dich an Heim und Herd auf ansehnliche Maße mästen zu lassen?"
Maharet lauschte dem neuerlichen Angebot der Beraterin des jungen Friesenkönigs. Groß schien der Hunger in den verbliebenen Landen zu sein- zumindest größer als manch friesisches Maul.
Aber da den eigenen Vorstellungen stattgegeben wurde und damit endlich Frieden im Norden einkehren sollte, würde sie die jungen Teutonen und die restlichen verbliebenen Alten nun in diese Entscheidungsschlachten schicken.
"Höre Klappergestell, sage Inghild, dass die Teutonen akzeptieren. Mit ihnen die Freunde und Brüder des Nordens. Sollte eines der Völker nicht einverstanden sein oder anderes wünschen, werden sie sich in euch verständlicher Form zu Wort melden.
Übergebe Inghild als Zeichen der Besiegelung die erbeuteten Augen eines Landsmanns. Ich brauche sie nicht zwingend- zumal sie nicht die richtige Farbe haben"
Mit einem In-die-Hände-klatschen entließ Maharet zufrieden die dürre Gestalt in die Nacht.
*beisse nur auf verlangen*
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Letzte Änderung: 2012/02/14 22:37 von maharet.
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