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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 30.07.2010 23:38:34 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Das war das Ziel dieser Reise, Epirus!
Die Heere standen sich gegenüber, mein Herz bebte in Vorfreude.
Wenige Augenblicke und sie würden aufeinander prallen.
Ich bestieg Schwarze Fee und ritt die Reihen meiner Krieger ab, sprach hier und da etwas Mut zu und heizte die Kampflust an.
Als ich Yaiza erreichte beugte ich mich weit vor und küsste sie
"Achte auf dich! Du hast versprochen meine Frau zu werden und da mußt du jetzt auch durch!"
Wir tauschten Küsse dann galoppierte ich die Reihe wieder zurück, reckte die Frame hoch und rief
"WODAN!"
Aus duzenden Kehlen kam das Echo
"WODAN!"
Mein Blick wanderte zu den anderen Horden, dann kamen die ersten Pfeilsalven herein.
Ich hob meinen Schild und wartete die Einschläge ab, dann gab ich das Signal zum Angriff.
Die Schlacht begann und ich war in meinem Element.
Krieger prallten aufeinander Speere trafen auf Schilder, oder durchstießen Rüstungen und bohrten sich in Fleisch.
Schmerzenschreie mischten sich unter die Schlachtrufe.
Krieger sanken auf beiden Seiten zu Boden Reiter stürzten vom Rücken ihrer Pferde.
Ich trieb Fee voran, meine Frame war Rot vom Blut der Getroffenen.
Auch floss Blut aus einigen Wunden an meinem Körper, doch das Adrenalin schaltete den Schmerz aus.
Ich blickte mich um in dem Schlachtgewirr, Links von mir ritt Medje auf Tyr.
Mein Blick suchte Yaiza, ich wendete meine Rappstute und dann sah ich sie.
Die kleine rotblonde Frau mit dem tapferen Herzen im Zweikampf mit einem helenischen Hünen.
Ein harter Schlag warf sie auf den Rücken, ich trieb Fee vorwärts.
Der Helene griff den nächsten Krieger an.
Ich sprang vom Pferd und lief zu der geliebten Frau.
Das erste was ich hörte war lautes Fluchen.
Vergeblich mühte sie sich den Körper eines Gefallenen von sich zu wuchten.
"Yaiza, ich bin bei dir!"
Dann packte ich den Leichnam und zog ihn von ihr herrunter.
Sie blutete aus einigen Wunden.
Ich kniete mich neben ihr nieder, hob sie auf meine Arme als ich einen Schrei hörte, einen Todesschrei!
Ich wandt mich um und sah einen Helenen tödlich getroffen zu Boden sinken und wie Sebak seine Frame aus seiner Brust zog.
"Du solltest vorsichtiger sein, Hinnak!"
Er lächelte mir zu und stürzte sich auf den nächsten Gegner.
Da wurde mir bewußt das er mir das Leben gerettet hatte.
Ich setzte Yaiza auf mein Pferd und brachte sie zu Rawert.
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 31.07.2010 11:05:18 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die Schlacht war geschlagen und Ingke stand leicht verletzt mit als Sieger inmitten auf dem Feld in Eprius.
Ringsum war Blut, Tote lagen umher und Verwundete stöhnten. Sie hatte mitgewütet und 3 Hellenen bekamen mit ihrem Speer den Gnadenstoß zu spüren. Deren Namen und Rang war ihr ganz gleich, nur einen Knaben fand sie für sich nicht. Aber eine neue Schlacht und Auswahl würde kommen.
So saß sie erneut entspannt auf ihrer Rappstute Romke, trank ihren speziell friesischen Tee weiter und sah den Flüchtenden nach. Sie ärgerte sich bereits über die Hellenen, weil ihr ein Krug in der Schlacht zerbrach.
Wenig später glitt sie vom Pferd und begann die Wunden der Friesen zu versorgen. Als erstes bekamen sie einen Schluck von ihrem Friesentee.
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 31.07.2010 12:44:29 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Grummelnd saß Yaiza vor Hinnak auf dem Pferd.
Er hatte beide Arme um sie gelegt und sie ritten langsam um das Schlachtfeld herum.
"So schlecht kann man doch eigentlich gar nicht sein wie ich heute. Weisst du was? Ich spare auf eine neue Waffe! Dieser Speer ist gerade mal gut genug, dass ich mir damit das Fleisch zwischen den Zähnen hervorholen kann!"
Frustriert sah sie um sich.
"Ich will auch eine gefährliche Kriegerin sein!" maulte sie, als Hinnak sie grinsend von Fee hob und zu den anderen Verletzten brachte.
Ingke kam kurz nach ihnen und reichte Yaiza einen Tee, den sie, immer noch grummelnd, trank.
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 31.07.2010 16:52:01 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Während Yaiza ihren Tee trank und ihre Wunden versorgt wurden ließ ich sie nicht aus den Augen.
Ich stellte mich hinter sie und massierte ihren Nacken.
"So schöne Frau, nun ist der Spaß vorbei.
Sobald ich eine Priesterin gefunden habe werden wir heiraten!"
Sie auf den Hinterkopf küssend fügte ich hinzu
"Ich liebe dich Yaiza!"
und an alle Anwesenden gewandt
"Wer kennt eine Priesterin, die mit Yaiza und mir den Heiratsritus vollziehen kann?"
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 31.07.2010 17:15:27 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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"Wer kennt eine Priesterin, die mit Yaiza und mir den Heiratsritus vollziehen kann?" donnerte Hinnaks stimme hinter Yaiza.
Sie verschluckte sich an ihrem Tee und hustete erst einmal.
"Hinnak!" flüsterte sie dann laut und drehte sich um "Gehts ein bisschen...unauffälliger? Muss doch nicht jeder mitbekommen!"
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 01.08.2010 13:58:56 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Innerlich ärgerte sich Ingke, aber sie ließ sich äußerlich nichts anmerken und behielt angesichts der Verletzten ihre Professionalität und Ruhe. Immer wieder musste sie andere Friesenkrieger und geschlagene Bauern anweisen, was sie zu tun hatten, um ihr zur Hand gehen zu können. Sie brauchte dringend jemanden, der ihr still zuarbeitete, um nicht ständig aus der Arbeit gerissen zu werden.
Doch half es im Moment nicht. Sie hatte unzählige Wunden auszuspülen und mit Salben zu versorgen. Gar manche Wunde musste mit Rosshaar genäht oder ausgebrannt werden. Ihr friesischer Tee war alkoholisch und schmerzlindernd, gar betäubend, welchen sie nun Yaiza reichte. Sie inspizierte sie von Kopf bis Fuß und lauschte schweigend dem Gespräch zwischen ihr und Hinnak bis der Tee zu wirken begann.
Ingke stellte lediglich fest, dass Yaiza eine nette Fleischwunde am Bein durch einen Pfeil hatte, welche nur versorgt werden musste. Die Wunde war zwar tief, aber nicht sehr bedrohlich. Sie spülte diese Wunde aus und holte danach einen Knebel hervor. Sie bat Yaiza, darauf zu beißen. Nun nahm Ingke ein gereinigtes Rosshaar zur Hand und eine Nadel, die vom Schmied recht filigran gearbeitet wurde. Es würde weniger eine hässliche Narbe zurücklassen als das Verbrennen des Fleisches. Für die restlichen Wunden würde das Auftragen von Salben reichen. Und so machte sich Ingke an die Arbeit …
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 01.08.2010 14:54:21 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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"Halt!" rief Yaiza und zog ihr Bein weg.
"Es wäre mir lieber, wir spülen die Wunde mit Wein, falls wir etwas davon finden, und bedecken sie dann mit einem Algenverband." entschlossen sah sie erst Ingke an und dann Hinnak.
"Hinnak, ich habe getrocknete Braunalgen im Wagen bei Rawert. Bring sie mir bitte. Und falls du dort Wein findest, diesen ebenfalls."
Dann sah sie wieder zu Ingke und grinste schief.
"Danke, aber... eine hässliche Narbe ist mir lieber als diese" sie zeigte auf die Nadel "Methode. Das ist ja gruselig."
Dennoch sah sie sich die Nadel interessiert an, sah aber zu, dass ihr Bein ausserhalb derer Reichweite lag.
"Wo hast du das gelernt?" fragte sie schließlich, "Ich habe das noch nie gesehen glaube ich."
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 01.08.2010 18:46:45 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Ingke hielt kurz inne, zog die Brauen hoch und sah Yaiza forschend an. Aber letztendlich hob sie nur die Schultern, nickte, als würde sie sich selbst bejahen, und ließ von Yaiza ab. Diese Reaktion war ihr keineswegs fremd, aber so mancher konnte sich im vollen Delirium kaum dagegen wehren, wenn Ingke mit der Nadel zu stach.
Besänftigend lehnte sich Ingke zurück, legte die Nadel beiseite und beantworte Yaizas Frage freundlich: „Meine Mutter hatte schon so Wunden fest geschlossen. Sicher, diese Methode hat auch ihre Tücken, wenn man nicht sauber arbeitet, aber sie hat sich bislang bewährt. Von dieser Art der Wundbehandlung hörte meine Mutter von meinem Vater, der ihr jene Nadel hier mitbrachte. Mein Vater kommt aus einem fernen Land, wo dies Gang und Gäbe ist.“ Ingke schweifte kurz in Gedanken ab und sprach verträumt weiter: „Was wäre ich für eine Heilerin, wenn ich nicht das Bewährte nutzen würde, wenngleich sie uns so abstrus erscheinen?“ Sie legte eine kurze Pause ein, ehe sie wieder aufsah und zu Yaiza sagte: „Wein und Braunalgen sind auch in Ordnung.“ Daraufhin lächelte Ingke Yaiza an und erhob sich: „Entschuldige mich, ich habe noch mehr Verwundete zu verarzten und ich sehe, du hast selbst alles im Griff. Ichsehe später noch mal nach dir, um mir den Verband anzusehen“, und ging davon.
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 02.08.2010 13:17:26 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Yaiza sah Ingke kurz nach und schloss dann die Augen.
Warum war sie nur so schläfrig?
Als Hinnak kam, bat sie ihn ihre Wunde zu desinfizieren und wies ihn an, diese zu verbinden.
Ihr war schwindelig und sie kämpfte gegen die angenehme Trägheit.
Nachdem Hinnak fertig war, stand sie mit seiner Hilfe auf und ging ein paar Schritte, wobei sie sich nach Ingke umsah, die sie allerdings nicht entdeckte. Mit etwas wackligen Schritten und immer wieder die Augen zusammenkneifend für eine klare Sicht ging sie durch die Verletzten und schaute, ob noch jemand Hilfe oder einen Verband benötigte.
Gelegentlich, dachte sie, muss ich Ingke bitten mir das mit dieser Nadel näher zu erläutern.
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! 02.08.2010 19:22:14 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Nachdem ich Yaizas Wunden nach ihren Anweisungen versorgt hatte half ich ihr auf die Beine.
Unsicher wankte sie einige Schritte, ich blieb hinter ihr um sie im Notfall aufzufangen.
Was hatte sie vor?
Als sie sich zu einem Verwundeten hinunterbeugte wurde es mir klar.
"Oh nein meine Süße, du wirst Heute hier sicher keine Wunden mehr verbinden.
Du kurierst jetzt zu erst deine eigenen aus."
Zwar begann sie lauthals zu protestieren, doch ich nahm sie auf die Arme und trug sie in mein Zelt.
Geduldig ließ ich sie ihre Fäuste auf meine Brust und die Schultern trommeln.
Im Zelt angekommen legte ich die inzwischen erschöpfte Furie auf das Lager.
"Bleibst du freiwillig liegen oder muss ich dich fesseln?"
Lächelnd küsste ich sie.
"Sei vernünftig, du musst dich ausruhen."
Ich legte mich neben sie und streichelte über ihren Rücken während ich in ihre faszinierenden Augen blickte
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