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Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb! (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!
 
Yaiza

Friesen
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graphgraph
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      03.08.2010 20:35:12 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Wir greifen die Burg an!

Das ganze Lager schien in heller Aufregung.

Yaiza sah Hinnak mit zusammengekniffenen Augen an.
"Die Burg? Wir greifen die Burg der Hellenen an? Ja, hat unsere Führung Ingkes Tee geraucht?"

Hinnak zuckte nur die Schultern und spurtete los.
Yaiza machte sich schnell daran, alles zusammen zu packen, da das Lager schon in Aufbruchsstimmung war. Es gab an diesem Tag nur ein Thema: Wir stürmen die Burg! Können wir das schaffen? Natürlich schaffen wir das!

So ausgelassen wie die Meute war mochte man kaum annehmen, dass es auf eine tödliche Schlacht zuging.
Als Yaiza ihren Bogen prüfte, kam einer der Älteren an ihr vorbeigeritten und sah ihr eine Weile zu. Dann meinte er

"Lass den Bogen besser weg."
"Aber warum? So kann ich im Fernkampf schon Gegner ausschalten!"
Der Ältere schüttelte den Kopf und deutete dann mit seinem Kinn auf ihren Schild.
"Du hast mehr davon, wenn du die Schüsse der Palastwachen abwehrst. Glaub mir!"

Nun, dieser Krieger schien schon einige Schlachten geschlagen zu haben, und Yaiza legte ihren Bogen weg.

Als die Burg der Hellenen in Sicht kam wich das freudig-aufgeregte Geplapper einem konzentrierten Schweigen. Jeder war bereit, sein Bestes zu geben. Auch wenn dies im Notfall sein Leben war.
Heute gab es kein Zögern und kein Zaudern - weiter ging der Marsch in Richtung Burg und bald darauf surrten die ersten Pfeile der Feinde durch die Luft.
Blitzschnell konnte Yaiza ihren Schild hochreissen und ein Pfeil blieb mitten darin stecken.
Im Geiste dankte sie dem Alten für seinen Rat.

Noch während die Pfeile surrten, stürmten die Verteidiger der Burg heran.
Die Friesen waren in Unterzahl, doch entschlossen und laut.

Das Gewühl war unbeschreiblich und Yaiza konnte nur einige Gegner im vorbeirennen stolpern lassen, bis sich ihr ein kräftiger Hellene mit beeindruckendem Schwert stellte. An seiner Ausrüstung konnte sie erkennen, dass es der hellenische Führer war.

Yaiza schluckte. War der nicht vielleicht doch eine Nummer zu groß?
Ihr Zögern wurde sogleich bestraft, denn der Mann versetzte ihr mit seinem Schwert einen Treffer, der sie ins Wanken brachte. Schnell rannte er weiter.

Na warte, dachte Yaiza, das wär doch gelacht! Sie wollte ihm nachrennen, als sich ihr ein weiterer Gegner in den Weg stellte. Auch er wesentlich älter und vor allem besser ausgerüstet. Er holte sie mit dem Speer von den Beinen, doch sie hielt den Kopf aufrecht und wartete nur, bis sie dem hellenischen Führer folgen konnte.

Diesmal stellte sich ihr die Leibwache des Hellenen in den Weg und Yaiza führte gekonnt eine Parade aus, die den Mann schwer traf, so dass er zu Boden fiel. Sie stockte. Noch niemals zuvor hatte sie im Kampf jemanden ernsthaft oder gar tödlich verletzt.
Doch viel Zeit zum Nachdenken blieb ihr nicht - die nächsten Gegner wollten bedient werden.

Der Kampf schien kein Ende nehmen zu wollen und am Ende führte ihre Erschöpfung zu zwei schweren Paradefehlern, die sie wieder von den Beinen holten. Diesmal blieb sie liegen.

Dennoch hörte sie das Siegeslied ihrer Friesen - oder war es ein Traum?
Wir stürmten die Burg
und wir kämpften wie Löwen
heyjoh unser Sieg!
Viel Feinde, viel Ehr!


"Hinnak" rief sie, es konnte aber auch ein Flüstern gewesen sein "hilf mir bitte..."
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Hinnak der Wolf

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graphgraph
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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      03.08.2010 21:57:22 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Die Überraschung war gelungen.
Wir stürmten also die Burg der Helenen.

Ich scharte meine Krieger um mich.
Die Aufregung war groß, hatten wir ein solch gewagtes Unterfangen noch nicht unternommen.
Mit meiner Ansprache suchte ich Ruhe und Zuversicht vorallem unter den jungen Kriegern zu verströmen.
Es gelang.

Nun war es soweit das Heer war bereit zum Sturm.
Die ersten Pfeilhagel kamen an.
Den Schild hochgereckt gab ich das Zeichen zum Angriff.

Zu meiner Verwunderung stellten sich die Helenen zur offenen Feldschlacht, statt sich in ihrer Burg zu verbarikadieren.
Soviel Mut hatte ich diesem Volk nicht zugetraut.

Plötzlich galoppierte Medje los, die Reiter an ihrer Seite folgten ihrem Beispiel.
Diese Manöver war so nicht geplant.
So trieb ich Schwarze Fee an und hieß den Rest meiner Reiter folgen.
Die Reiterei aus Friggslund durchbrach die erste Linie der Verteidiger.
Dann begann das Gemetzel.

Mitten in den Reihen des Feindes blieb mir keine Zeit auf Medje oder gar die weit zurückliegende Yaiza zu achten.
Viel Feind viel Ehr, dieses Sprichwort ließ sich überstrapazieren und Medje hatte uns sehr viel Ehre eingebracht.
Aus den Augenwinkeln sah ich zwei meiner Reiter fallen.

"Wodan!"

Ich erkannte die Stimme meiner Schwester, zumindest schien es ihr gut zu gehen.

Langsam lichteten sich die Reihen der Helenen, Dank der unberittenen Krieger die nun aufgeschlossen waren.

Die Frame aus dem Leib eines Feindes ziehend blickte ich mich erstmalig um.
Von anfänglich zwölf Reitern konnte ich noch Sieben erblicken, Medje war unter ihnen.
Ich suchte Yaiza, doch ich konnte sie nirgends entdecken.
Fee wendent ritt ich zu einer Gruppe friesischer Krieger die von Helenen bedrängt wurden.
Bald erkannte ich das es sich um Alfhari und einige seiner Krieger handelte die im Gefecht mit einigen Palastwachen standen.
Gerade als ich den ersten Gardisten erreichte stürzte der Freund getroffen zu Boden.
Da mir einige meiner Krieger gefolgt waren konnten wir auch diese Helenen niederringen.
Alfhari war zum Glück nur verwundet worden, einer seiner Krieger versorgte seine Wunden notdürftig.

Wo bei den Asen war Yaiza?

Jubel und fröhliches Gebrüll erklang.
Die Schlacht war gewonnen!

Ich trieb Schwarze Fee an um Yaiza zu finden.

Endlich entdeckte ich Yaiza, Liam kniete neben ihr und gab ihr zu trinken.

Schnell sprang ich vom Rücken der Stute und lief zu der Verletzten.
Sie hatte einige Wunden, ich konnte jedoch schlecht beurteilen wie schwer die einzelnen waren.

"Yaiza mein Sonnenschein!"
Ich kniete mich neben sie, strich ihr durch das Haar und küsste sie sanft.
"Alles wird gut. Ich bringe dich zu Rawert."
Vorsichtig hob ich sie auf und trug sie zurück ins Lager.
"Liam bring mein Pferd zurück!"

Die Sorge um Yaiza ließ mich sogar meinen Ärger über Medje vergessen.
"Du bist eine tapfere Frau, ich liebe dich und ich verspreche dir du bist schnell wieder auf den Beinen."
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gregorius

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      19.08.2010 21:32:23 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Friesenland. Endlich Friesenland. Viele Monate waren die Friesenkrieger unterwegs gewesen. Für gutes Silber haben sie sich verdingt und Tod und Asche nach Hellas getragen. Sogar in das gut befestigte Athen mit all seinen steinernen Häusern reicher Bürger und groß angelegten Tempeln sind sie eingedrungen. Doch das Auge der Friesen lag weniger auf der ehemals prächtigen Stadt, von der nur noch Trümmer übrig waren – mehr auf der reichen Beute, die dort gehortet wurde und schließlich auf den Rücken der Pferde den Weg ins Friesenland fand.

Siegestrunken fielen die stolzen Reiter aus dem Norden über eine römische Provinz her und rieben die dortigen Legionen vollständig auf. Nicht dass dies zu ihrem Auftrag gehört hätte… aber die Lust an der Schlacht und die Aussicht auf größeren Reichtum überkam die Meute, als dass kein Heerführer und kein König die wilden Reiter aus dem Norden hätte halten können.

Nun aber Friesenland. Endlich Friesenland. Freudig wurden die heimkehrenden Reiter in den Dörfern begrüßt und allerorten wurden große Gelage abgehalten. Die Daheimgebliebenen bestaunten die kostbaren Beutestücke: Schmuck, feine Tuche, fremdartige Gewürze, Waffen, die in den Händen der Friesen nun ihre wahre Tödlichkeit zeigen konnten und natürlich Silber – schwere Beutel voll von Silber. All dies und noch vieles mehr wurde überall dort zur Schau gestellt, wo die Friesenheere Rast hielten.

Wieder hatten die Friesen ihr Lager am Rande eines Dorfes aufgeschlagen. Wieder brannten die Feuer. Wieder wurden Ochsen gebraten und das saftige Fleisch mit römischem oder griechischem Wein hinunter gespült. Und wieder kam Indigo auf Gregorius zu. Er kannte schon die Frage, die Indigo auf der Zunge lag. Lange hatte sich Gregorius vor der Antwort gedrückt und hatte versucht, dem Kampfgenossen - so gut es ihm möglich war - dieser Tage aus dem Wege zu gehen. Aber nun war kein Entkommen mehr.

Gregorius stand auf, als Indigo zu den Kriegern ans Feuer trat. Er schüttelte seinen Kopf. „Nein – ich komme nicht mit“, versuchte Gregorius die Sache ab zu tun. Doch Indigo sah ihn weiterhin durchdringend an. „Ich muß zurück. Ich muß die mir unterstellten Dörfer besuchen und nach dem Rechten sehen. Muß zu meinem eigenen Gut…“, fuhr Gregorius fort. Natürlich waren dies Ausflüchte…



Fries und frei!
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Indigo

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      20.08.2010 19:43:14 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Was ist nur mit Gregorius los ? Wie kann man nur ein Abenteuer ablehnen, um statt dessen auf seinen Ländereien sitzend, sich vom Verwalter langweilige Geschichten über dieses und jenes in seinen Dörfern anzuhören ?
Was könnte nur in Gregorius vorgehen, das er ein Abenteuer ablehnt ?
Ich hasste solche Überlegungen, ich mochte nicht über sowas nachdenken. Schlachten schlagen, Abenteuer bestehen, Schätze erobern, Frauen schänden und feindliche Dörfer dem Erdboden gleich machen, das ist es was ich wollte und nicht sich Gedanken machen müssen, warum Gregorius ein Abenteuer ausschlägt.
Respekt muss nicht kommen durch gepflegte Dörfer, sondern durch die Furcht der Gegner.
Nicht ganz billig sind die guten Verwalter der Ländereien, aber bisher wurde genügend Silber erobert um Wohlstand und Zufriedenheit der Friesen in den Dörfern zu gewährleisten.
Nein, hinter der Absage von Gregorius muss etwas anderes stecken.
Ich werde wohl nicht umhin kommen und jemanden um Rat fragen müssen.
Aber an wen kann ich mich nur wenden ?
Es ist einfacher eine Schlacht zu schlagen, als über so etwas nachdenken zu müssen.
Beim Trainingsduell werde ich morgen mit dem grössten Knüppel antreten den ich finden kann und werde versuchen die Antwort heraus zu bekommen. Hmmmm,..... was könnte nur der Grund sein ?

Grübelnd setze ich mich grummelnd an das Feuer, zu den anderen Kriegern und lehnte den Schnaps ab der mir gereicht wurde. Ich hasste dieses Nachdenken jetzt schon. Ich sollte mein Eheweib Jebaliana fragen die in Erwartung unseres Kindes im Zelt ruhte.
Es ist gut zu wissen das ein weiterer Friese in Jebaliana heranreift. Ich hoffe ein prächtiger Sohn wird da geboren. Meine Gedanken wanderten zu den anderen 3 Kindern von Jebaliana und mir. Ein gutes Gefühl,... das den Ärger um die Absage von Gregorius milderte.

Da fiel es mir ein und ich schlug mir vor die Stirn !
Natürlich das muss es sein !
Gregorius der beste Waffenbrüder den man sich nur wünschen kann, Gregorius Beschützer von Friesland der Schrecken aus zahlreichen Schlachten ! Gregorius hat noch keinen Erben und keine Frau !
Sollte die Sorge um seine Ländereien damit zusammen hängen, das Gregorius noch keinen Erben hat ?

Nach dieser anstrengenden Überlegung nahm Indigo dem nächsten Friesen einen Krug Branntwein weg, lachte laut und trank einen grossen langen Schluck.

Morgen mittag beim Training mit Gregorius werde ich mir etwas einfallen lassen. Es sollte möglich sein, Gregorius vielleicht doch noch zu dieser Reise zu den Guttonen zu bewegen.
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Indigo

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      21.08.2010 13:14:35 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Welch eine freudige Botschaft,.... mein Eheweib Jebaliana hat mich in der vergangenen Nacht zum stolzen Vater eines Sohnes gemacht !
Völlig aufgeregt besuchte ich Jebaliana, die von 2 Heilerinnen gepflegt wird und unseren schreienden Sohn im Arm hält.
Der Stamm der Friesen wächst, die Nachfolge ist geregelt. Nun gilt es den Besitz zu vergrössern ! ich legte ein schönes zu kurz geratenes Schwert neben das Lager von Jebaliana für unseren Sohn, während die Heilerinnen den Kopf schüttelten. Aber was wissen schon Heilerinnen von Kriegern. Mit dem Training kann man nicht früh genug anfangen ! Einen Korb frischen Obstes und köstlichen Honig für Jabaliana stellte ich neben ihr Nachtlager.

Diese kurzen Schwerter werden von den Römern benutzt und eignen sich eigentlich nur gut zum Obst schälen. Aber unser Sohn kann damit ja schon mal anfangen zu trainieren und wenn er grösser wird, dann werden ihm unsere Schmiede sicherlich eine richtige Waffe schmieden.

Mit einem Kuss verabschiedete ich mich von meinem etwas geschwächtem Eheweib und befahl mit strengem Blick, das die Heilerinnen sich gut um meine Frau und das Baby kümmern sollten !

Mit grossen Schritten ging ich fort und zum Verwalter meiner Dörfer.
Ich begrüsste meinen Verwalter freudig :


Richte ein Fest aus und sende Boten aus, um in den Dörfern die frohe Kunde zu verbreiten das Jebalina und mir ein Sohn geboren wurde !
Schlachte unseren grössten Ochsen und bereite dazu ein Festmahl vor.

Aber nun zeige mir, worum ich dich gestern abend gebeten habe !

Nach diesen Worten führte mich mein treuer Verwalter zu einer kleinen Hütte, die er für mich öffnete und mich hineinbat.
Sehr angetan von dem was ich sah, wendete ich mich meinem Verwalter zu :

Prächtig,.... Ihr habt eure Arbeit wahrlich gut gemacht !
Ich bin sehr zufrieden ! Lasst nun den Duellplatz für Gregorius und mich vorbereiten !

Nachdem ich mir die Rüstung für das Training mit Gregorius angezogen hatte, suchte ich mir einen langen Knüppel aus. Nach einigem ausprobieren hatte ich genau das was ich brauchte. Nun noch etwas Wohlwollen der Götter und dann sollte es schon passen.

Einige Schaulustige hatten sich versammelt, wie so oft wenn Gregorius und ich zum Training auf dem Übungsplatz erschienen. Da kam auch schon Gregorius,..... aber was war das denn ? Statt mit seinem Schwert erschien er mit einem Dolch. Hmm, das muss doch dann klappen, ging es mir durch den Kopf.
Ich empfing Gregorius mit einer standesgemässen freundlichen Begrüssung und fragte ihn, ob er sein Schwert verbogen hätte und ob er deshalb heute nur mit einem Dolch antreten würde ?

Nach seiner Antwort machte ich ihm dann ein Angebot:


Gregorius, ich will einen Wettstreit heute mit diesem Training verbinden. Du weisst wie gerne ich zu den Guttonen reisen möchte. Ohne dich ist es aber auf den Reisen nur halb so spannend und ich würde nur ungern auf meine Trainigseinheiten verzichten. Lass uns um diese Reise kämpfen ! Wenn ich mit diesem Knüppel hier siege gegen dich mit deinen Dolch dann reisen wir zu Alarich und seinen Handwerkern. Wenn ich verlieren sollte, dann verhandeln wir neu und du gewinnst diese beiden Jungfrauen die ich für dich ausgesucht habe aus meinen Dörfern.

Mit diesen Worten zeigte ich auf die beiden hübschen jungen Frauen die mein Verwalter ausgewählt hat und die neben ihm standen und Gregorius zuwinkten.

Mein Plan musste aufgehen und Gregorius könnte so auch zu einem Stammhalter kommen. Eigentlich ist alles perfekt.................... Ich schaute meinen Knüppel an und hoffte das er nicht zerbrach.
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gregorius

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      21.08.2010 19:13:51 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Wieder diese verfluchten Guttonen. Was will er nur dort?! Wegen einer knöchernen Axt eine solch beschwerliche Reise? Wie oft hatte Gregorius ihm geraten, er möge sich ein anständiges Schwert schmieden oder einen soliden Speer anfertigen lassen. Aber Indigo…? Er hatte nur das Außergewöhnliche im Sinn.

Und nun wollte er Gregorius wieder dazu bewegen, mit in dieses ferne Land zu reisen. Mehr noch: Er packt ihn an seiner Ehre. Zu den Guttonen... Waren die Friesen nicht genug gereist? War er nicht von Jugend an nur noch im Sattel gesessen? Hatte er nicht in vielen Schlachten unzählige Male sein Leben aufs Spiel gesetzt?

Er war müde geworden. Und er hatte den Reiz am Kampf verloren. Die ersten Feldzüge an denen er teilnahm, waren echte Wagnisse und Herausforderungen. Aber in jüngster Zeit…? Sie kämpften nur gegen mehr oder weniger gut bewaffnete Bauern. Und die Krieger, die sich den Friesenhorden in den Weg stellten waren meist schlechter gerüstet als jene und am Herd ihrer Mütter oder Frauen besser aufgehoben als auf dem Schlachtfeld.

Zudem ermöglichte ihm sein Anteil aus dem letzten Feldzug von nun ein auskömmliches Leben zu führen. Er besaß ein eigenes großes Anwesen und war vom Friesen-Ersten als Herr über einige weitere Dörfer eingesetzt worden. Gregorius besaß also genug, als dass es sich nicht lohnte, sich einem verirrten Pfeil in einer neuen Schlacht auszusetzen. Und schon gar nicht wollte er sich – nur um ein Stück Holz, an dem irgendein lausiger Handwerker ein Stück Knochen gebunden hatte – auf eine weite Reise machen und dabei in einen Hinterhalt zu geraten oder auf See zu kentern oder was auch immer…

Aber nun hatte sein alter Kampfgefährte – dieser irrwitzige Hund – ihn bei seiner Ehre gepackt. Gregorius hielt einen Moment inne und schwenkte dann seinen Blick über den Kampfplatz. Er musterte kurz die beiden drallen jungen Frauen und schüttelte nur den Kopf. „Behalte die beiden. Schließlich brauchst du jemand, der dir das Bett warm hält, wenn dein Weib dich wieder vor die Türe setzt. Sollte mir nach einer Frau sein, weiß ich mir eine zu nehmen. Also sorge dich nicht“, erwiderte Gregorius und blickte nun erst zu Indigo herüber.

Dann zog er den Dolch aus seinem aus schwarzen Haarsträhnen und Lederstreifen geflochtenen Gürtel. Ein Andenken an den letzten Kriegszug. Römische und hellenische Krieger, die in den letzten Schlachten von seiner Hand gefällt wurden, fanden sich nun um seinen Leib wieder. Er streckte den Doch zum Himmel empor. „Der hier wird reichen, um mich mit deinem Spielzeug zu messen.“ Gregorius senkte den Dolch und deutete damit auf Indigos schwere Keule. „Abgemacht – gewinnst du diesen Kampf, werde ich mit dir zum Guttonenvolk reisen.“ Und schon stürmte Gregorius auf Indigo ein. Die Schilde prallten schwer gegeneinander. Das Ringen begann…

Die Kämpfe der Vergangenheit zwischen den beiden Kriegern waren bislang sehr ausgewogen verlaufen. Doch Indigos neue schwere Rüstung machte es Gregorius in letzter Zeit immer schwieriger ein Kräftemessen für sich zu entscheiden. Anfangs hatte Gregorius Indigo in seinem schweren Kettenhemd, eisernen Armschienen und wuchtigem Helm belächelt. Vor allem in der Schlacht schätze er es mit leichter Rüstung und schnellem Pferd in die Reihen des Feindes zu brechen und das Schwert dort tanzen zu lassen. Aber nun – ausgerechnet heute - tat er sich schwer. Mal um Mal versuchte er mit dem Dolch einen empfindlichen Treffer zu setzen. Doch zumeist glitt dieser an den festen Gliedern des Kettenhemdes ab. Stattdessen bezog Gregorius kräftig Prügel. War es Wut? War es Ehrgeiz? Oder was bewegte Indigo dermaßen auf Gregorius einzudreschen?

„Genug! Ich gebe auf!“ stöhnte Gregorius nach langem Kampf. Schweiß rann an ihm herab, seine Glieder schmerzten und seine Lunge zersprang fast. Gregorius trat einen Schritt zurück und warf seinen Dolch zu Boden. „Du hast gewonnen. Du sollst deinen Willen haben. Ich will mit dir reisen.“ Ärgerlich spie er dem alten Gefährten diese Worte entgegen und ließ ihn am Kampfplatz alleine stehen. Der alte schartige Dolch lag noch Indigo zu Füßen.



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Letzte Änderung: 2010/08/21 19:15 von gregorius.
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Indigo

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      22.08.2010 12:44:11 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Gewonnen gegen Gregorius,..... der Knüppel hat gehalten. Es ist so schwer gegen Gregorius zu gewinnen. Selbst mit der schweren Rüstung ist kaum gegen Gregorius zu gewinnen. Die Euphorie der Geburt meines Sohnes und die Möglichkeit eines neuen Abenteuers haben mir Kraft und Zuversicht gegeben und es hat gereicht.
Völlig erschöpft, aber erleichtert gewonnen zu haben, kniete ich auf dem Duellplatz.
Langsam bemerkte ich die Stellen wo Gregorius mich schwer getroffen hat. Ohne meine Rüstung wäre es übel ausgegangen.
Mein Verwalter kam auf mich zu, half mir auf und fragte mich mit fragendem Gesicht, was er denn nun mit den beiden Schönheiten machen soll, die etwas verwirrt am Rande des Schauplatzes zusahen wie Gregorius mürrisch den Kampfplatz verliess.
"Abwarten", sagte ich meinem Verwalter, du darfst mich zu meinem Quartier begleiten und lass den Dolch von den beiden Schönheiten mitnehmen. Sie können heute abend beim Fest zur Geburt meines Sohnes den Dolch Gregorius persönlich zurückgeben und zwinkerte meinem Verwalter zu.

Der Verwalter winkte den beiden Frauen zu kommen und zeigte auf den Dolch. Sie begriffen wohl schnell, denn sie beeilten sich den Dolch an sich zu nehmen.

In meinem Lager angekommen legte ich die schwere Rüstung ab und liess meine Wunden und Beulen behandeln. Es geht auf Reise zu den Guttonen,.. Ich bin gespannt darauf König Alarich kennen zu lernen und gespannt darauf wie die Guttonen leben, essen und feiern. Aber auch die Handwerkskunst ist faszinierend für mich und ich bin gespannt darauf, zu sehen wie dort diverse Meisterwerke geschaffen werden. Eine Handwerkskust die mir völlig fehlt und immer wieder bei mir für ungläubiges Staunen führt.
Ich könnte stundenlang zuschauen wie die herrlichsten Kunstwerke der Kriegskunst geschaffen werden.
Aber natürlich interessiert mich auch der Alkohol und die Art wie die Guttonen Feste feiern.

Es geht wieder auf Reise !
Aber heute abend wird erst mal ausgiebig gefeiert und Gregorius wird einen sehr guten Platz bekommen zwischen 2 Schönheiten...........................
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gregorius

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      24.08.2010 18:05:18 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
„Indigo! Indigo!“ Keine Antwort. „Indigo! Es wird Zeit!“ Gregorius stieß den Hünen an. Doch dieser lag noch wie tot über die Tafel gebeugt. Ein weiterer, festerer Faustschlag fiel dem Friesen auf seine Rippen. Die Dorfschönheit, die er am Vortag Gregorius hatte schmackhaft machen wollen, die aber nun sich aber für diese Nacht an Indigo geschmiegt hatte, glitt von ihrem Hocker und verschwand unter der Tafel.

Gregorius ließ seinen Blick für einen Moment durch die Festhalle streifen. Männer lagen wie Indigo über die Tische gebeugt oder hatten es sich auf den Bänken und auf der Erde bequem gemacht. Halbgefüllte Methumpen und Weinkrüge auf den durchnässten Tischen sowie wuchtige Platten mit Resten vom Festmahl zeugten noch von der ausgelassenen Feier. Die Luft war erfüllt von Schnarchen und dem Gestank von Schweiß und Erbrochenem. Ja… es war nicht zu übersehen, dass zu Ehren Indigos Erstgeborenem ein wirkliches Gelage abgehalten wurde, das sich sehen lassen konnte.

Erst dieser feste Faustschlag ließ Indigo aufstöhnen. Sachte hob er den Kopf und äugte Gregorius mühevoll an. Dieser stand wohlgerüstet vor Indigo und schien zum Aufbruch bereit. „Los jetzt!“ herrschte Gregorius seinen Gefährten an und griff nach seinem Dolch, den irgendjemand in die Tafel gerammt hatte. Fettverschmiert war er und wurde wohl dazu benutzt, so manches Fleischstück vom Knochen zu lösen.

Gregorius wischte den Dolch am Wams eines Betrunkenen ab und steckte ihn in seinen Gürtel. Dann packte er Indigo am Kragen und riß ihn hoch. „Los jetzt! Erst zwingst du mich zu dieser Reise ins Guttonenland und nun verpasst du den Aufbruch!“ Mit diesen Worten zog Gregorius seinen Gefährten aus der Festhalle ans grelle Tageslicht. Allmählich schien Leben in dessen Glieder zu kommen. „Die anderen sind schon los. Wenn wir sie einholen wollen bevor sie das Land der Teutonen erreicht haben, werden wir uns tüchtig sputen müssen. Also… hol’ dein Pferd und mach’ dich zum Aufbruch fertig!“



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Rongal

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      01.09.2010 22:04:41 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Eine grüne Küste abwechselnd bewachsen mit mächtige Wäldern und offenen grünen Wiesen zog an Rongal und Wulfgar vorbei die sich auf einem guttonischen Handelsschiff einquartiert hatten, welches die Ostsee bereiste. Immer häufiger beobachteten die beiden Friesen wie Dörfer am Horizont auftauchten und jetzt sogar eine größere Stadt. Dem Land und den Leuten schien es gut zu gehen.

"Was ist das für ein Land?" fragte Rongal den Kapitän und dieser antwortete "Das ist das Land der Svear, den Herren der Ostsee!" "Ahh hier leben die Svear!" antwortete Rongal. Von denen hatte er schon gehört. Interessiert machte er sich im Kopf Notizen und blickte Wulfgar vielsagend an.
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Sebak

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Re:Wie das Land, so die Leute. Friesisch herb!      02.09.2010 07:10:49 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Unterdessen fängt Sebak in der Nordsee einen Fisch.
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