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Die Setzhaftigkeit der Dorfbewohner Sumyas begann Ravan auf die Nerven zu gehen. Felder rundherum, eingepferchte Rinder und Pferde... Die Sarmatin schritt unwirsch über den Weg der durch das Dorf führte und fühlte sich selbst fast wie ein gefangenes Tier. Selbst die Kinder, für die sie sonst nie ein böses Wort hatte, hielten sich heute fern.
Sie warf einen boshaftigen Blick auf das Haus dass sie sich im Moment noch mit Alastor teilte und atmete tief durch. Die Vision und das Gedenken ihrer Mutter waren stärker als ihr Wandertrieb, und doch war es schwieriger als sie gedacht hatte. Ein weiterer missmutiger Blick fiel auf eine Gruppe junger Frauen die sich häuslichen Aufgaben widmeten. Ihre Schritte beschleunigten sich bis sie endlich das Dorf verlassen hatte und sich die Weite der Steppe vor ihren Augen auftat. Ein paar Felder lagen noch davor, doch allein die Tatsache dass sie nun Ausblick hatte liess ihr aufgewühltes Gemüt ruhiger werden, und damit auch ihre Schritte. Ihrem Bruder schien es hier zu gefallen, doch Ravan fühlte sich unnütz; in ihren Vorstellungen hatten die Götter ihr nie ein seßhaftes Leben vorgesehen.
Ihre Schritte führten sie zu einer der Weiden in der Tanaii eingezäunt war und sowohl die schwarze Stute als auch der Wallach ihres Bruders begrüssten sie mit einem freundlichem Schnauben und Berührungen der weichen Nüstern. Sie kraulte beiden die Ohren und liess die Pferde aus ihrer Umzäunung. Ravan konnte das leise Kichern nicht unterdrücken an den Gedanken der Reaktion der Dorfbewohner, sollte sie alle Gatter öffnen. Doch die Götter hatten es ihr und ihrem Bruder auferlegt die Dörflinge zu schützen, und so verwarf sie den Gedanken wieder. Nachdem sie den schlimmsten Dreck vom Fell der Stute gestrichen hatte schwang Ravan sich auf ihren Rücken und schnippte mit den Fingern um die Aufmerksamkeit Alastors Wallach's zu erlangen. Tanaii vertraute sie blind, doch dem Wallach warf sie vorsichtshalber ein einfaches Seilhalfter über, sollte sie ihn wieder einfangen müssen. Ihr kam eine Idee und sie liess sich von Tanaii's Rücken rutschen und rannte zurück ins Dorf um sich ein paar Dinge aus dem Haus zu holen.
Es würde schwierig werden, doch da es in der Nähe Holz gab war es durchaus machbar. Ravan kehrte zu den wartenden Pferden zurück und spannte einen Ledersack mit verschiedensten Seilen und Lederstriemen auf dem Rücken des Wallachs fest. Sie testete den Halt ein paar Mal und kletterte wieder auf den Rücken ihres eigenen Rosses bevor sie gen Wald losritt. "Es tut mir leid, richtig laufen dürft ihr Zwei ein anderes Mal. Das verspreche ich."
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