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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 09.07.2010 01:32:36 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Eine Sache muss man diesem Legat Gracchus lassen, dachte Tertius: Er weiß, wann eine Frau betrunken ist..
Die Wut und Anspannung, die gerade noch in der Luft gelegen hatte, schien von Tarja wie weg-gelallt. Brutus blickte Tertius, so meinte dieser jedenfalls, erwartungsvoll an, während Tarja etwas von einem Schwied, einem Schmert und einer Brüstung faselte. Die Niederlage hatte sie wohl doch stärker mitgenommen, als Tertius erwartet hätte.
Er richtete das Wort an den Legaten, dem Tertius wohl weiterhin im Weg stand. "Ehrenwerter Legat! Nie habe ich Euch etwas über Respekt erzählt, doch da Ihr es ansprecht: ich habe fürwahr an ihn gedacht, den ich so schmerzlich vermisst habe. Und nicht den Respekt vermisse ich, den ein Diener seinem Herrn, ein Soldat seinem Befehlshaber oder ein Priester seinem Gott entgegenbringt - sondern jenen, der einem jeden Bürger Roms zusteht. Ich hab lediglich die Taverne betreten und meine liebe Kollegin Tarja angesprochen, da seid Ihr mich, weshalb auch immer, angefahren. Aber wie dem auch sei, die besten Freundschaften wurden auf Missverständnissen gegründet! So will ich Euch nicht länger im Wege stehen bei Euren Geschäften!" sprach er aus, und tat einen Schritt zur Seite, zu Tarjas Seite - diese konnte sich ohne Hilfe des Legaten kaum noch auf den Beinen halten, und so übernahm Tertius die "Last".
"Geht mit den Göttern, Legat! Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld! Und in der Zwischenzeit", zu Tarja gewandt, "bringen wir Euch nach Hause und geben einem Eurer Sklaven bescheid, sich Eurer Ausrüstung, oder was auch immer es sein mag, dass Ihr in Eurer Trunkenheit begehrt, anzunehmen."
Tertius wollte dies nun möglichst hinter sich bringen. Ganz ehrlich: er hatte sich schon auf einen Becher Wein gefreut, wahrhaftig. Doch dies ging vor. Erstmal die Senatorin Heim geleiten, dann flugs zurück und Caius treffen, wenn dieser überhaupt auftauchen würde. Tertius hätte gern ein ernsthaftes Gespräch mit Tarja, über ihre und der Republik Zukunft zu sprechen, doch... das musste er wohl vertagen. Tarja war in dem Zustand wirklich zu nichts zu gebrauchen.
Jedenfalls nichts, was dem Anstand eines Senators - oder sonst eines Bürgers, was das angeht - gebührt.
Also begann Tertius, Tarja aus der Taverne zu führen. Er hoffte, dass sie noch wusste wo sie wohnte! Er hatte nun wirklich nicht den besten Orientierungssinn - und vor allem hielt er sich in letzter Zeit so viel auf Heerzügen und in Campania auf, dass er Rom nur noch selten zu Gesicht bekam.
"Kommt nun..." sagte er zu Tarja und ringte sich dem noch dort stehenden Legaten gegenüber ein höfliches Lächeln und ein anerkennendes Nicken ab, obwohl dieser ihn so wirsch angefahren hatte. Tertius schob es auf den Wein - auch ein Legat ist, wie jeder, ob Würdenträger, Mann oder Frau, anfällig für die Wirkung des Pan'schen Lieblingsgetränks...
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 09.07.2010 09:01:38 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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"Tertius, mein Bester. Ich habe noch keine Wohnung in Rom." Tarja strich dabei mit ihrem rechten Zeigefinger über seine Brust und lächelte schelmich. "Aber nicht dass du jetzt auf falsche Gedanken kommst." Sie gickerte und sackte dann fast ein.
"Oops, du muss ja jetzt ein schlechtes Bild von mir haben."
Tarja rang um Kontrolle ihrer selbst.
"Bitte bring mich dahin wo ich ein kleine Runde schlafen kann." Tertius stützte Tarja und so begann der Weg, der Tarja an einen für sie unbekannten oder bekannten Ort führen sollte.
Tarja versuchte Tertius zu erklären, was sie gerade fühlte, weil sie dachte sie müsse sich rechtfertigen. Tertius schwieg aber die meiste Zeit und hörte zu.
"Um die Wahl geht es mir nicht...aber ich bin so richtig aufgelaufen wie eine Galeere im Sturm an der Küste. Es scheint mir, als wäre alles abgemacht gewesen und die die doch für mich gestimmt haben waren nur Störenfriede. Aber ich denke wohl zu viel nach. Vielleicht weiß Helena einen Rat. Was würdest du tun? Ich weiß nur eins: Ich habe mich heute so richtig lächerlich gemacht."
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 09.07.2010 10:45:14 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Tarja war tatsächlich sturzbetrunken, wobei sie während des Gehens ein wenig auszunüchtern schien.
Ein schlechtes Bild - wenn du wüsstest was für ein Bild mir nicht mehr aus dem Sinn fährt! Tertius stützte die vom Wein paralysierte und überlegte, wo es jetzt am besten hinginge. Er dachte zuerst an eine der hiesigen Herbergen, doch Tertius wollte nicht, dass Tarja dachte, er würde sie bloß abladen und dann weiterziehen. Also beschloss er, sie zu seinem Domus zu führen. Und dort nicht auf falsche Gedanken zu kommen.
Das gute war, dass sein Domus nicht weiter als 20 Minuten entfernt war - wenn man sich auf einer Spur hielt. So dauerte es vielleicht 30, doch Tarja verkürzte die Zeit, wie es Betrunkene immer taten: sie erzählte. Die Niederlage würde sie gar nicht stören, aber man habe sie auflaufen lassen und alles sei ein abgekartertes Spiel gewesen. Tertius hatte nicht den Eindruck, dass er die richtige Person für Tarja sei, gerade über die Wahl - oder ihre Korrektheit - zu reden, immerhin gehörte er ja zur "gegnerischen Mannschaft". Doch er hörte geduldig zu.
"Wisst Ihr, Tarja" begann er schließlich, als sie nur noch fünf Minuten vom Hause entfernt waren, "wisst Ihr... Nicht IHR habt Euch lächerlich gemacht. WENN ÜBERHAUPT, dann war es vielmehr Helena die EUCH lächerlich gemacht hat. Nicht dass es ihre Absicht gewesen wäre, das möchte ich ihr nicht unterstellen - doch in Kauf genommen hat sie Euren Schiffbruch, für ihre eigenen, perfiden Ziele." Er machte Helena daraus insgeheim keinen großen Vorwurf - Hinterleute der Politik mussten bereit sein, auch unangenehme Opfer zu bringen und vor allem, sie anderen gekonnt abzuverlangen und es auch noch als Dienst an der Republik zu verkaufen. Doch Tertius hätte, im Gegensatz zur ausländischen Despotin, nie gewagt, jemals Tarja, diese Schönheit von einer Senatorin, zu opfern. Aber Helena war eine Frau, und als solche erlag sie dem Zauber Tarjas nicht. Das war ihr Vorteil.
"Und was Ihr tun solltet kann ich Euch sagen:", sagte Tertius, während sie die Pforte seines Hauses betraten. "Legt Euch in meinem Gästebett zur Ruhe und denkt nicht weiter an die Irrungen der Politik. Bald stehen wir schon wieder in den Schlachtreihen. Dort könnt Ihr dann auch Euren Legaten wiedersehen, darauf würde ich mein Gladius verwetten, wenn ich es nicht bald so dringend bräuchte!" Tertius musste kichern. "Ich werde in der Zwischenzeit Euer Schwert auftreiben lassen und mich zu meinem Treffen mit Caius begeben." Es war definitiv das Beste, wenn er ging... Nur nicht auf falsche Gedanken kommen.... "Fühlt Euch wie Zuhaus! Solltet Ihr erwachen, bevor ich zurückkomme..." - was überaus unwahrscheinlich war - "dann scheut Euch nicht, mein Domus und meine Sklaven zu nutzen, als wären es die Euren!"
Nachdem Tertius an der großen Türe geklopft hatte, lugte einer seiner Sklaven aus dem Spalt. Er riss die Türe ehrfürchtig auf, als er sah, wer davor stand. "Dominus! Mit Begleitung!" "Ja, hier, hilf der Senatorin Sextus in das Gästegemach und lege sie zur Ruhe!" Der Sklave rief zwei weitere Sklaven herbei, die sofort spurten und die Angeschlagene in einen der hinteren Gänge, am Atrium vorbei, führten.
"Jetzt schickst du einen deiner Träger zu Smeda, dem Schmied, und lässt die Ausrüstung der Senatorin abholen. Sollten Rechnungen zu begleichen sein, kümmere dich darum. Und lies der Senatorin jeden Wunsch von den Lippen ab - du persönlich trägst die Verantwortung für ihr Wohlergehen! Ich habe noch einem Treffen beizuwohnen und komme erst später zurück."
Tertius sah Tarja nach. Er musste tief durchatmen. Ja, es würde wirklich das Beste sein, wenn er jetzt ersteinmal selbst einen trinken ging.
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 09.07.2010 14:42:01 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Tarja schlief schnell in dem äußerst weichen und bequemen Gästebett ein. Irgendwas hatte Tertius noch gesagt, aber es war als wäre er mehrere Meilen weit weg.
Sie träumte von zärtlichen Berühungen und schmerzhaften Schwertkämpfen. Es erschien ihr dann ein finster lachender Tertius, der sich umdrehte und auf dess Hinterkopf das ebenso finster lachende Gesicht von Helena war. Dann teilte sich die Person in Tertius und Helena und es kamen viele andere dazu die mit ihren Fingern auf sie zeigten. Schaut sie euch an. Dann trat Brutus auf zeigte auf Sie "Diese betrunkene Senatorin gehört ins Bett" und die Menge tobte "Und nur ins Bett." Dann lachte Brutus.
Dann fiel Tarja ins Leere bis sie im Senatssaal auf dem Stuhl des Praetor Maximus landete. Der Senatssaal war mindestens 10 mal größer als in Wirklichkeit. Sie verschwand fast auf dem zu großen Stuhl. Sie war allein, aber von draußen drang lärm in den Saal. Sie kletterte vom Thron und ging zum Eingang. Dort wartete ihr Ebenbild, gekleidet als Caesar von Rom mit einem Lorbeerkranz und zeigte auf die brennende Stadt. An ihrer Seite trat Helena aus dem Dunkel und begann sie auszulachen und zeigte auf die gekreuzigten Senatoren.
"Nein, das bin nicht ich!!!" rief Tarja im Traum und im Bett. "Nein, das bin nicht ich!!! Ich mache gerechte Politik. Das bin ich nicht!"
Die Gesichter zerflossen zu Fratzen und Tarja saß in einem Boot in der Mittagshitze mitten auf dem winstillen Ozean.
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 09.07.2010 23:32:52 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Tertius saß schon etwa eine Stunde in der Taverne, es war längst dunkel geworden, und unterhielt sich mit einem der Stammgäste, Aurelius Mella. Ein überaus witziger, geistreicher, aber leider ständig betrunkener Mann, was seinem Witz und Geistreichtum auf lange Sicht eher schadete. Aber solange Caius nicht hier war... Der Senator hoffte, dass sein neuer Prätor die nonverbale Botschaft, die Ersterer Zweiterem in den Hallen des Senats per Handzeichen zukommen ließ, verstanden hatte, nämlich, dass sie sich später hier treffen sollten.
Wenn Tertius darüber nachdachte, gab es eigentlich nicht den geringsten Grund, anzunehmen, dass dies der Fall war; da er ja nur Selten direkt in Rom verweilte konnte man nun nicht gerade behaupten, dass dies DIE Stammtaverne für ihn und Caius gewesen wäre - die sich ja eher selten, und wenn dann im Heerlager der 1. Legion, persönlich trafen. Sonst würde eher per Briefverkehr kommuniziert. Eigentlich konnte sich Tertius nichteinmal sicher sein, dass Caius überhaupt wirklich mitbekommen hatte, dass Tertius sich aus dem Senat entfernt hatte.
Nun, es sollte egal sein; Ob er nun kommen würde oder nicht, sie würden sich in den laufenden Tagen auf jedenfall sehen. Nun galt es, den Abend ruhig ausklingen zu lassen, ein wenig zu trinken, sich auf die neue Epoche der Republik, ohne Ronius als Speerspitze, vorzubereiten - und nicht zuviel an Tarja zu denken, was sich, wenn er bedachte, dass sie gerade in seinem Hause schlief - oder im Koma lag - als eher schwierig herausstellte.
"... un' dann, dasch müscht Ihr Euch vor...hicks...schtelln, schagt discher Ho'noxe vvvon einem... einem... einem Metzger su mir..."
Tertius musste lachen. Es war, da gab es nichts zu rütteln, eine lustige Geschichte, wenn auch wenig eloquent und dafür umso betrunkener vorgetragen. Die Geschichte zu wiederholen hätte jedoch keinen Zweck, da ihre Pointe nicht jugendfrei und nüchtern überhaupt schwer zu verstehen ist.
"Du bist ein Idiot, Aurelius...", lachte Tertius den angesprochenen an. "Aber ein witziger." Sie stießen an. "Doch wenn Kon... Prätor Caius nicht bald auftaucht, werde ich mich nach Hause begeben...." Zu Tarja... Tertius lief gleichzeitig ein kalter Schauer über den Rücken, während er ins Schwitzen geriet. Sie würde sowieso schlafen...
"Wirt - noch eine Karaffe Wein für meinen Freund und mich - die letzte für heute!" übertönte Tertius das allgemeine Getöse des Betriebs und legte ostntativ eine Silbermünze auf den Tisch, dem Wirten zunickend.
Diese Karaffe gebe ich ihm noch Zeit... Und mit Aurelius Hilfe wird sie sicherlich schnell geleert sein...
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Letzte Änderung: 2010/07/09 23:37 von Tertia Patricia Ova.
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 11.07.2010 18:56:45 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Tertius war... übermüdet. SEHR übermüdet - er konnte kaum noch gehen. Möglich, dass dies zum Teil auf den vielen Wein zurückzuführen war. Er musste, alleine die Straße (welche Straße, eigentlich?) entlangwankend, lachen. Dieser Mella!
Eine Geschichte nach der andren hatte der Betrunkene dem Senator erzählt, der inzwischen selbst ein Betrunkener geworden war. Mit jeder Karaffe, die Tertius ausgab, kamen irrwitzigere Geschichten zum vorschein. Tertius war sich sicher, dass ein großteil davon nur Mellas Phantasie entsprangen - was ihrem Unterhaltungswert keinen Abbruch tat.
Als Caius nach Stunden des Wartens bzw. Trinkens nicht aufgetaucht war, hatte sich Tertius enschieden, sich nach Hause zu begeben. "Genug des Weins, und genug deiner Geschichten!" wollte er zum Saufkumpanen sagen, brachte aber wohl eher nur ein "Eeeeh" hervor und ging, so gut er konnte, aus der Taverne. Er hatte Caius Sieg gebührend gefeiert und genug getrunken, damit beide davon glücklich geworden wären. So machte er sich auf den Weg nach Hause...
Er war sehr gespannt, ob Tarja bereits aus ihrem Rebenschlaf erwacht sein würde. Er hoffte es zwar - aber es war unwahrscheinlich, der Nachthimmel beherrschte noch das Bild des Himmels, die Sonne würde in frühestens zwei Stunden aufgehen, so schätzte Tertius.. Und wenn er, so weit das ging, darüber nachdachte, wäre es ihm eigentlich auch lieber gewesen, sie wäre nicht wach - er wollte nicht unbedingt, dass sie ihn in diesem Zustand sah...
Sie wird sicher noch schlafen... beruhigte sich Tertius und wankte, von Straßenseite zu Straßenseite, weiter, hoffentlich Richtung Heim.
Inter arma enim silent leges.
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Letzte Änderung: 2010/07/11 18:58 von Tertia Patricia Ova.
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 11.07.2010 23:15:32 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Ein Vogel setzte sich ans Fenster vor Tarjas Bett und begann seinen Gesang. Die Morgensonne ließ Rom in neuem Glanz erstrahlen. Angeregt durch des Vögelchens gesang wachte sie auf und setzte sich auf.
"Guten morgen du," sprach sie zu dem kleinen Vogel, welcher gleich darauf davonflog.
"Wo, in Jupiters Namen, bin ich?"
Sie schaute in den Raum und erkannte einen Hocker, auf dem ihre Rüstung samt Schwert lag. Wie war sie und ihre Rüstung hierher gekommen? Sie begann laut nachzudenken.
"Ich bin gestern in diese Taverne, dann hab ich was getrunken und dann war dieser gutaussehene Legat und dann war da noch .... ja wer ... ich weiß ich kenne ihn ..."
In diesem Moment wurde der Vorhang zum Raum sanft zur Seite gezogen und ein Sklave erschien.
"Senator Ovus läßt sie Grüßen und hofft sie hatten einen angenehmen Schlaf."
Da erinnerte sich Tarja. "Genau Tertius ..." und griff an sich herunter. Aber da war wohl offensichtlich nichts passiert. Nach dem Legat ging ihr die Erinnerung plötzlich unter.
"Möchten Sie Frühstücken? Mein Herr kam sehr spät zurück und geruht noch in seinem Gemach."
"Danke, aber ich möchte mich erst einmal frisch machen. Ich benötige Ölwasser und frische Tücher."
"Jawohl Senatorin"
Der Skalve verschwand und verneigte sich Dienerisch. So etwas hatte sie ihren Sklavinnen abgewöhnt. Sie brauchten sich vor ihr nicht zu verneigen. "Wie anständig von Tertius", als sie an sich heruntersah. Er schien ihre Lage nicht ausgenutzt zu haben. Tarja stand auf und machte einige Schritte ans Fenster und genoß die Morgenluft. Der Sklave kam zurück.
"Danke."
Tarja machte sich frisch. und verließ dann den Raum. Draußen wurde sie dann zur Veranda geleitet. Den Wein ließ sie stehen. Sie ließ sich ein eisgekühltes Limettengetränk anrühren. Tertius verfügt offenbar über einen Eiskeller. Während sie sich zurücklehnte hörte sie Pferdegetrappel. Sie konnte das kurze Gespräch mithören.
"Eine eilige Nachricht an Senator Ovus. Bring sie Deinem Herren sofort."
"Senator Ovus pflegt noch zu schlafen."
"Dann weck ihn. Du weißt was ungehorsam bedeutet."
Der Reiter entfernte sich wieder und zwei Minuten später konnte Tarja ein fluchen hören. Irgendetwas flog zu Boden und zerbrach. Dann krachte es nocheinmal, offensichtlich eine Tür. Sie konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. "Wie Temperamantvoll." Wenige Sekunden später stand in den Türrahmen gestützt, Senator Tertius Patritius Ovus da und schaute zu der frühstückenden Tarja.
"Unsere Legion bricht auf. Wir müssen sofort los." sprach dieser Atemlos und in seine Nachtwäsche gekleidet.
"Danke für alles. Setz dich doch einen Augenblick."
Tertius setzte sich und starrte völlig abwesend über die Tafel. Er hatte wohl weit weniger Schlaf gehabt als sie. Tarja reichte ihm etwas von ihrem Limettengetränk. Der Becher wurde sogleich in einem Zug geleert.
Tertius erklärte kurz dass sie Sklaven zwei Pferde bereit machten, damit die beiden gleich nach Ostia aufbrechen konnten um sich dort der I. Legion anzuschließen.
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 03.09.2010 21:27:40 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Brutus konnte sich weit aus schönere Landschaften als diesen kargen Küstenabschnitt vorstellen. Vor allem zu dieser eher kalten Jahreszeit bot Epirus nicht gerade einen schönen Anblick. Es handelte sich dabei um einen langen und schmalen Streifen Küste. Im Osten durch hohe Berge begrenzt und im Westen fiel man schon nach ein paar Metern in die Adria. Einzig interessant an der Gegend waren wohl die paar Inseln. Vor allem Kerkyra ließ sich mit Sicherheit zu einer schönen Festung ausbauen. Aber zuerst müsste man wohl die paar Leichen der elenden Unholde aus den Weg räumen. Eine kleine Gruppe von barbarischen Gesetzesbrechern dachte sie könnte es mit der Legio Martis aufnehmen. Eine Schlacht gab es nicht gerade, eher ein Gemetzel. "Treibt die Überlebenden zusammen." Befahl Brutus von seinem Pferd aus. Es ist immer wieder ein gutes Befehl wenn jeder auf einen hören muss. Gerade wenn jeder auch Politiker einschließt. dachte sich brutus und schmunzelte. Währenddessen wurden rund 2 Dutzend Männer zusammen getrieben. Sie hatten auf der Seite der Aufständischen gekämpft und waren so feige zu fliehen. Brutus sah sich in dem provisorisch befestigten Lager der Barbaren um. Genau hier würde sich eine richtige Festung gut machen... ich sollte mit einem der Politiker reden. "Centurio, kreuzigt die Männer. Die restlichen Leute machen sich sicherlich gut als Sklaven auf dem Forum in Rom." Der Centurio nickte und schrie nun seine untergebenen quer über den Platz an. Brutus sah den Legionären noch genüßlich beim Balken suchen zu mangels Nägeln in dieser kargen Region müssten wohl Seile reichen.
Brutus ließ dieses Manipel seine Arbeit verrichten und kehrte in das Tal zurück um die befriedung der nächsten Provinzen zu planen. Aus irgend einem Grund hatte er Senat beschlossen es wäre an der Zeit neue Provinzen im Osten zu erobern. Brutus zweifelte noch ob es wirklich ratsam ist deswegen Griechenland zu erobern. Hörte er doch immer Gerüchte den Friesen würde der römische Wein weitaus besser munden.
Letzter Volkstribun der Republik Ehemaliger Senator Roms Ehemaliger Legat der II Legion SPQR Sieger im Feldzug gegen das Großbündnis Schlächter von Palermo Kreuziger und Versklaver der Griechen Ronius Weggefährte
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 08.09.2010 23:44:30 --- 1 Jahr, 5 Monate her
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Brutus saß auf seinem Pferd und beobachtete wie seine Truppen nach Westen marschierten. Man konnte ihm schon seine Wut und Verzweiflung ansehen. Er hatte wieder diesen Blick, diesen "Sprich mich an und stirb" Blick. "Legatus Brutus Sempronius Gracchus, warum seid ihr denn heute so angespannt?" fragte ihn ein Berater. Brutus wendete sich nun dem Berater zu. Warf ihm einen zutiefst mit Hass erfüllten Blick zu und sagte dann mit absoluter Trockenheit: "Die verfluchten Griechen fahren eine Taktik der verbrannten Erde, ziehen sich immer zurück, geben ihre Polis auf um ja keinen Kampf mit uns zu fechten. Dann senden sie einen Boten nach Rom. Der Senat wünscht sich zu treffen und über den Krieg zu beraten. Und daher ziehen wir wieder ab. Wahrlich ein glorreicher Feldzug für Leute die sich auf dem Schlachtfeld der Politik bewegen. Ich hingegen kann absolut nichts vorweisen. Keine Schätze für die Heimat. So gut wie keine erträglichen Provinzen und zu allem überdrus muss ich ansehen wie wir den gehassten Feind nicht angreifen sondern von ihm weg ziehen. Dabei kampieren diese Feiglinge nur einige Tage östlich von uns." Brutus nickte gerade einigen Senatoren zu, welche vorbei kamen und spach dann weiter. "Wenn wir Glück haben sind wir bald wieder in Rom und das dann nur wegen dehnen." Brutus hatte schon Gerüchte vernommen die Griechen würden Söldner suchen. Er hoffte mit ganzem Herzen sie täten es wirklich, denn dann würde dieser Krieg weiter gehen und es würde wirklich Schlachten zu schlagen geben und Schätze zu erobern.
Letzter Volkstribun der Republik Ehemaliger Senator Roms Ehemaliger Legat der II Legion SPQR Sieger im Feldzug gegen das Großbündnis Schlächter von Palermo Kreuziger und Versklaver der Griechen Ronius Weggefährte
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Re:Rom, die Römer und was halt so geschieht... 15.09.2010 21:27:43 --- 1 Jahr, 4 Monate her
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"Sklave! Komm her und bring Schreibzeug mit!"
Der Praetor Maximus war bestens gelaunt. Die Wahl des Consul Externi war ganz nach seinem Willen gelaufen, der ehemalige Consul Agaton hatte gewonnen und die ehemalige Senatoren Helena verloren. Damit sie nicht erneut für den Senat kandidiere, würde er sie mit einem Posten beim Militär abspeisen. "Legat ohne Legion... das klingt doch gut.. Sklave! Schreib!"
Und so bekam Helena die Zusage für eine Laufbahn im Militär und der Consul der Verteidigung wurde auch informiert. "Auf dass im Senat wieder Ruhe einkehre und meine Meinung an Gewicht gewinne..", murmelte Caius zu sich selbst.
Senator Caius Flavius
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