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Fast 2 Jahre waren vergangen, seit Thalia bei den Teutonen eine neue Heimat gefunden hatte.
Sie hatte geheiratet und ihrem Mann, kaum ein Jahr nach der Hochzeit, einen Sohn geboren. Ihr Hof wuchs stetig und auch sie hatte sich verändert, in den letzten Jahren hatte sie sich zu einer wahren Schönheit entwickelt und nichts erinnerte mehr an das ausgemergelte Mädchen, was sie einst war.
Mit ihrem Mann verweilte sie nun schon ein paar Tage in Akershus, dort sollte in den nächsten Tagen ein Turnier beginnen und Thalia freute sich über die kommende Abwechslung. Doch der Trubel, der zur Zeit in der Stadt herrschte, empfand sie als störend, so floh sie regelmäßig aus der Stadt und machte lange Spaziergänge die Küste entlang. Oft besuchte sie einen kleinen Hof, wo ein Fischer mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebte. Schnell hatte sie sich mit der Frau angefreundet und half ihr gelegentlich bei der Arbeit. Shirin, die 8 Jährige Tochter der beiden blickte ihr dabei neugierig über die Schulter und lauschte gebannt den Geschichten die Thalia erzählte.
Auch heute wollte sie die beiden besuchen, doch irgendwas war anders. Das kleine Boote des Fischer trieb an der Küste, war nicht fest gemacht und die Tür zum Haus stand offen. Spannung macht sich in Thalias Körper breit und ihre Hand hielt verkrampft den Speer. Sie rannte zum Wasser und ihr bot sich ein erschreckendes Bild. Der Fischer trieb hinter dem Boot, sein Gesicht war furchtbar verzerrt und an seinem Bauch war eine klaffende Wunde. Wie in Trance stand sie da und ein Schrei, riss sie zurück. Sie rannte zum Haus und folgte einer Blutspur, noch immer hielt sie ihren Speer fest. Thalia verlangsamte ihren Schritt und schlich nun förmlich zur Tür. Entsetzen machte sich in ihrem Gesicht breit bei dem Bild was sich ihr bot. Shirin stand weinend in einer Ecke und starrte auf ihren toten Bruder, ihr Mutter lag am Boden, Blut lief ihr übers Gesicht und zwei Kerle hielten sie fest, während ein anderer über ihr kniete und sich an ihr verging. Thalia rannte los und stieß den Kerl mit ihrem Speer von ihr herunter. Die Überraschung war ihr Vorteil und nach einem kurzen Kampf hatte sie eine der Angreifer mit ihrem Speer durchbohrt. Ehe sie sich dem nächsten zuwenden konnte, durch fuhr sie ein furchtbare Schmerz und sie sank bewusstlos zu Boden.
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