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Re:Spiele auf Sicilia 04.02.2010 17:48:04 --- 2 Jahre her
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Gespannt und mit vor der Brust verschränkten Armen hörte Pygmalion der Erzählung des Hellenen zu. Schließlich zog der die Brauen zusammen und griff unter seinen Mantel, dort wo er seinen Dolch versteckt hielt. Ruckartig zog er diesen aus dem Mantel und stieß diesen vor Agaton tief in den Tisch. Als er seine Hand von dem Griff löste, wippte die Klinge noch einige male im Tisch hin und her. Äußerlich blieb Pygmalion vollkommen ruhig, ja schien sogar leicht zu grinsen.
"Dies ist eine karthagische Waffe. Du siehst, unsere Dolche sind nicht stumpf! Ich schenke ihn dir, verlange jedoch deinen Dolch als Gegenleistung. Ich werde ihn fortan tragen, ebenso erwarte ich, dass du den meinen trägst! Solltest du je wieder in die Versuchung kommen, jemandem unbewaffnetes einen Dolch an die Kehle zu halten, oder gar schlimmeres, so wird dich mein Dolch an folgende Worte erinnern."
Er sprach nun etwas lauter, eindringlicher und in seinen Augen funkelte Zorn auf.
"Wir sind die edelsten unserer Völker! Wir bezahlen Meuchler, Halsabschneider und Attentäter, damit diese für uns Dolche an fremde Kehlen halten, doch tun wir dies niemals selbst! Erst recht nicht wegen eines Stuhles in einer Taverne! Antigonos ist der reichste und mächtigste Händler Karthagos, ein Ratsmitglied! Danke den Göttern, dass sie dir den Verstand gaben, seinen Hals nicht durchzuschneiden. Es hätte Tod über viele Jahre gebracht."
Sein Zorn war verraucht und er nahm erneut einen Schluck Wein. Weitaus versöhnlicher und jetzt plötzlich froh gelaunt sprach er weiter.
"Genug davon, ich habe Hunger!
Krios, dein Wein ist wahrlich köstlich. Wenn die Künste eurer Köche ebenso gut sind wie die eurer Winzer, so werde ich, mit deiner Erlaubnis, gerne nach Sizilien zurückkehren"
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Re:Spiele auf Sicilia 04.02.2010 20:29:21 --- 2 Jahre her
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Ich lächelte. Welch eine Reaktion! Ich hatte den Melek eigentlich als klüger eingeschätzt.
"Wir sind die edelsten unserer Völker", zitierte ich den Punier und fügte mit schneidender Stimme hinzu.
", sprach der Karthager und opferte einen Säugling." Einige Hellenen lachten.
Gelassen lächelnd ließ ich meine Worte wirken und schaute mit Genuss in das empörte Gesicht des Herrschers der Karthager. Dann fuhr ich fort.
"Nun, Ich denke nicht, das Antigonos, oder wie auch immer er heißen mag unbewaffnetet war. Niemand, der einiger Maßen bei Verstand ist, geht ohne Waffe in eine Taverne. AUßerdem ging es nicht um den Stuhl. Es ging darum ,dass er meine Familie und mein LAnd beleidigte. WÜrdet ihr anders reagieren, wenn ich Karthago beleidigen würde? Ich denke nicht. Nun, gut ich glaube ich habe mich was Euch, Pygmalion angeht, verschätzt. Ich hielt Euch für einen Mann von Kultur und Verstand, aber Eure Worte strafen mich lügen."
Mit einem Ruck zog ich den Dolch aus aus dem Tisch und warf ihn dem Melek vor die Füße.
"Ich werde diesen Dolch nicht annehmen, denn selbst der heruntergekommenste Schmied in Athen, Theben; Sparta oder Korinth könnte eine bessere Waffe schmieden." Dann zog ich, scheinbar verwundert, meine Augenbrauen hoch und sagte:"Aber, wieso habt ihr denn eine Waffe mit im Palast? Misstraut ihr etwa dem guten Krios? Oder sollte Krios etwa Euch misstrauen?"
Dann setzte ich mich wieder, nippte an meinem Wein und wendete mich an Krios.
"Krios, wollt ihr die Waffe nicht beschlagnamen. Niemand sollte Waffen im Hause eines Freundes tragen, soweit es mich angeht."
Dann lächelte ich wieder.
Allen zu verzeihen, ist ebensowohl Grausamkeit, wie keinem zu verzeihen.-Seneca Letzter aus dem Geschlecht der Korinther Hellene im Exil
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Re:Spiele auf Sicilia 04.02.2010 21:46:45 --- 2 Jahre her
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Mit versteinerter Miene beobachtete ich den Wotwechsel der beiden Edlen. Doch nun wurde es mir zu bunt.
"GENUG!"
Ich rang nach Fassung, welche bodenlose Frechheiten ich hier hinnehmen muss... ich war schon immer ein geduldiger und friedlicher Mensch, aber irgendwann ist immer Schluss.l
"Ich habe euch nicht an meine Tafe geladen, damit ihr euch gegenseitig die Kehlen durchschneidet, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Ebenso sehe ich es nicht gerne wenn an Meine Tafel Waffen mitgebracht werden. Ich konnte Agaton recht geben und es als Beleidigung meiner Person auslegen... doch bin ich nicht Naiv genug um nicht von vorneherein damit zu rechenen das der ein oder andere sich selbst schützen will und deswegen eine verborgene Waffe mitbringt."
Wutschnaubend stand ich auf und hab den Dolch vom Boden auf. Ich besah ihn mir kurz und reichte ihn Pygmalion.
"Ihr solltet eueren Dolch wieder zu euch nehmen Melek. Ich werte es nicht zu euerem Nachteil, doch seit gewarnt, ich dulde es nicht wenn in meinem Festsaal Blut vergossen wird. Ihr werdet es wahrscheinlich genauso wenig gut heisen wenn es in euerem geschehen würde."
Ich wand mich nun Agaton zu.
"Und was euch an geht Agton von Korinth, so möchte ich euch sagen, das es mir Missfällt wie ihr meit den Gästen eueres Gastgebers umgeht. Außerdem brauche ich keine Ratschläge was ich in meinen eigenen Hallen zu tun, oder zu lassen habe. Wenn ihr erlaubt würde ich jetzt das Mahl votsetzen."
Nachdem ich meinem Zorn Luft gemacht hatte, ging es mir wesentlich besser. Mit eindeutig zufriedener Stimme und lächeln auf dem Gesicht fuhr ich fort zu reden:
"Es freut mich zu hören, Melek, das mein Wein euch mundet. Und seit versichert, auch die Speisen werden euch zufrieden stellen. Und nun meine Freunde, setzt euch und genießt mit mir das Mahl. Auf das wir einen fröhlichen und gelungenen Abend miteinander verleben dürfen."
Ich erhab meinen Becher und prostete in die Runde.
"Auf das kurz bevorsethende Tunier. Auf den Wein und die Frauen, und auf das wir von beidem heute Abend mehr als genug haben werden!"
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Re:Spiele auf Sicilia 04.02.2010 22:09:03 --- 2 Jahre her
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OT: Pygmalion würde wegen so einer Bemerkung keinesfalls empört gucken, dafür ist er viel zu kontrolliert!
Zwar überrascht, aber dennoch ruhig sah Pygmalion den Dolch am Boden kurz an. Karthager opferten Kinder, welch interessanter Blödsinn!
"Nun, Agaton von Korinth, erwartest du noch immer, dass ich nachsichtig mit dir umgehe? Du verlangst Nachsicht von mir und benimmst dich doch wie ein Hund, welcher unentwegt bellt, aber nicht vermag, zu beißen. Warst du je in Karthago, Grieche mit den großen unübertroffenen Schmieden? Ich hörte schon von der Legende, welche sich ungebildete Schichten der Welt erzählen, dass in Karthago Kinder an die Götter geopfert würden. Bisher ging ich jedoch davon aus, dass der gebildete Grieche, aus jenem Volke welches große Heerführer und noch größere Staatsmänner hervorbrachte, solchen Legenden nicht wie der Fisch dem Wurm im Wasser hinterherschwimmt! Denn bedenke, oft hängt der Wurm an einem Haken, der Fisch wird heraufgezogen und erstickt an seiner eigenen Unbedachtheit. Wenn Antigonos dein Land beleidigte, so beleidigte er auch sein eigenes, er ist nämlich, zumindest zur Hälfte, Grieche!
Ich sehe, dass du ein Hitzkopf bist. Ungezügelt beginnst du Streit im Haus unseres Gastgebers, beleidigst mich, meine Stadt und setzt so dein ungestümes Verhalten aus der Taverne fort.
Ich möchte mich selbst also von der Qualität der hellenischen Waffen und von deinen Kampfkünsten überzeugen. Stehst du mir morgen(leider erst übermorgen rl, hab heute schon ein duell^^) für ein Duell ehrenhaft zur Verfügung?"
Er machte eine kurze Pause und sah erneut auf den Dolch, welcher noch am Boden lag. Er dachte nicht daran, diesen aufzuheben. Der Dolch war zwar reel betrachtet wohl mehr Wert als das Leben des Hellenen und das meinte er ohne Übertreibung, war der Griff doch aus Elfenbein, welches Hellenen wohl eher selten zu sehen bekamen. Dennoch würde er sich vor diesem Mann niemals nach irgendetwas bücken.
"Denkst du ich habe einen Dolch bei mir, weil ich hier im Palast um mein Leben fürchte? Denkst du, meine Leibwachen sind bei mir, weil sie mich im Palast schützen sollen? Ich fürchte die Hinterlist deines Gleichen auf den Straßen! Bist du selbst so furchtsam, dass du einen einzelnen Mann mit einem kleinen Dolch in deinem eigenen Heim fürchtest?
Ich hoffe nun, wir können diesen Disput bei einem Zweikampf entscheiden, sodass wir nun endlich zum Speisen übergehen können und die Gastfreundschaft des Krios nicht noch weiter strapazieren. Du solltest den Wein versuchen, er kühlt das Gemüt!"
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