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Mol n lütt beten sück ressen 24.05.2010 18:47:12 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Sich mal wieder ein wenig erholen.
In der Heimat nach dem Rechten sehen, den Daheimgebliebenen von den Erlebnissen in der Fremde berichten und sich an der Schönheit der heimischen Landschaft und der rauen See zu erfreuen.
Vor wenigen Tagen war ich mit einigen Kriegern, Handwerkern und sonstigen Helfern die das Heer begleitet hatten in Richtung Heimat aufgebrochen.
Ich genoss die bekannt Umgebung, das angenehme, milde Klima und vor allem freute ich mich meine Familie wiederzusehen.
Endlich tauchte die kleine Hügelkette auf, hinter der Friggaslund lag.
Ich hielt Schwarze Fee an und drehte mich zu dem kleinen Tross um
"Loredana! Stanis! Seht hinter diesen Hügeln liegt eure neue Heimat, Friggaslund!"
Einige Ochsenkarren lösten sich bereits aus dem Tross und schlugen den Weg zu meinem Dorf ein.
Auf einem der Karren entdeckte ich den alten Rawert der mir lächelnd zunickte.
Schnell ritt ich an die Spitze des kleinen Zuges und meldete mich bei dem Anführer ab.
"Seh zu das Du nicht zu spät zu dem Turnier erscheinst, gibt einige Krieger die dir das Fell über die Ohren ziehen wollen! Wodan mit dir Hinnak!"
Meinem Gegenüber zunickend kehrte ich zu den Meinen zurück. Auf einem der Hügel angelangt war traute ich meinen Augen kaum, bei den Asen, was war das Dorf gewachsen.
Wenigstens entdeckte ich die Heimstatt meiner Familie sofort.
Als alle die Kuppe erreicht hatten zogen wir gemeinsam hinunter ins Dorf.
Am Dorfrand hatte sich bereits ein Trupp bewaffneter Männer und Frauen versammelt, ein Reiter löste sich aus der losen Formation und galoppierte uns entgegen.
Auf halbem Weg stoppte die junge Reiterin, reckte ihren Speer in die Luft
"Bei den Asen es ist Hinnak! Hinnak ist zurück! " Damit ließ sie ihr Pferd wieder in Galopp fallen und stürmte auf mich zu.
Während ich noch überlegte ob es sein könnte, kam die junge Kriegerin direkt neben mir zu stehen und fiel mir um den Hals.
"Hinnak ich hab dich soo sehr vermisst."
Die Frau bei der Hüfte greifend zog ich sie zu mir herüber und küsste sie auf die Stirn
"Meine kleine Elfe!" Ich drückte sie fest an mich "Hab dich auch vermisst Medje!"
Schwarze Fee trug uns geduldig in das Dorf während Medje's Falbe brav folgte
"Ich hab Tyr selbst zugeritten." erzählte die rothaarige Kriegerin stolz "Keiner kann ihn reiten! Nur ich."
Dann schmiegte sich wieder an mich. Mir viel Stanis' verwunderter und Loredana's missfallender Blick auf und ich musste lachen, was mir allerdings einen Hieb in die Rippen einbrachte.
"Lach nicht, dass stimmt! Ich hab Tyr ganz allein zugeritten!" sie sprang vom Pferd
"Los komm versuch es!" Beleidigt dreinschauend hielt sie den Hengst an der Mähne"Los! Mach!" forderte sie
"Ach Süße, ich hab doch nicht über dich gelacht. Es wa........."
"Der Hinnak der mich verließ hatte mehr Mut als der der zu mir zurückkehrt."
Was blieb mir übrig. Musste ich mich eben von einem Hengst ins Gras werfen lassen.
Ich lies mich von meiner Rappstute gleiten und näherte mich Tyr von vorne.
"Wenn Du wirklich der Gott des Rechts bist wirfst du mich nicht ab, den du weißt das ich unschuldig bin." Die schöne Frau hielt den Hengst an der Mähne fest während ich mich auf seinen Rücken schwang.
Unruhig tänzelte Tyr herum, dann lies Medje die Mähne los und ging einige Schritte zur Seite.
Der Braunfalbe tänzelte nun wesentlich nervöser und ich redete beruhigend bis beschwörend auf ihn ein. Doch dann begann er zu buckeln und ehe ich mich versah küsste ich Mutter Erde.
Ein breites Grinsen näherte sich mir, hinter dem ich Tyr's Besitzerin erkannte.
"Mag sein das du unschuldig bist was dein Lachen betraf, aber anscheinend bist du nicht ganz schuldfrei!" Sie streckte ihre Hand aus und half mir unter den interessierten und misstrauischen Blicken Tyr's auf die Beine
"Morgen sehen wir mal ob du wenigstens noch mit dem Speer umgehen kannst."neckte die zierliche, aber muskulöse Friesin. "Wir sehen uns heute Abend!" damit schwang sie sich auf den Hengst und ritt davon.
"Verdammt hübsches Ding deine Medje" ich drehte um und sah in Rawert's grinsendes Gesicht "Und allem Anschein nach eine tapfere Kriegerin. Wirst wohl Schwierigkeiten haben sie beim nächsten Kriegszug hier zulassen."
Das ganze Dorf war inzwischen zusammengelaufen und begrüßte die Heimkehrer. Ich hatte Glück diesmal müsste ich Niemandem mitteilen das sein Angehöriger von seiner Fylgja nach Asgard gebracht wurde.
Am Abend fand ein Fest zu Ehren und zum Dank an die Asen statt, an dem alle Dorfbewohner teil nahmen.
Wir opferten einen jungen Stier und baten die Asen, allen voran unsere Schutzgöttin Frigga darum weiterhin wohlwollend auf uns und unser Dorf zu blicken.
Am nächsten Tag löste ich Medje's Duellforderung ein. Anerkennend musste ich feststellen, das sie eine gewandte Speerkämpferin geworden war und ich sie nur mit Mühe bezwingen konnte.
Wir begaben uns zusammen zurück zur Friggastrutz und brachten unsere Waffen, Schilde und Rüstungen in Ordnung.
"Nimmst du mich Morgen mit zu dem Turnier? Du hast gesehen das ich kämpfen kann."
"Medje, das geht nicht, du wirst im Dorf gebraucht! Und außerdem bist du noch zu jung dafür."
"Das hast du letztes Mal auch gesagt. Wann bin ich denn alt genug? Mit Zwanzig? Fünfundzwanzig? Ich kämpfe fast so gut wie du und ich will auch beweisen das ich eine richtige Friesin bin."
Als ich sie in den Arm nehmen wollte wehrte sie meinen Arm ab und wich zurück.
"Such dir wen anderen zum trösten. Wenn du mich nicht mit nimmst reite ich eben alleine los. Irgendwie finde ich schon zu dem Turnier." schmollend wandte sich die Frau ab.
"In Ordnung dann begleite mich, aber nur als Magd. Du wirst nicht am Turnier teilnehmen.
Du hilfst mir beim anlegen der Rüstung und stehst neben dem Kampfplatz um mir ein neues Schild zu reichen falls das Alte bricht. Nicht mehr."
"Wirklich?" grinsend fügte sie hinzu "Hätte nicht gedacht das das immernoch funktioniert!" strahlend fiel mir die Rothaarige um den Hals. "Hinnak ich... du bist der Beste. Du wirst es nicht bereuen, ehrlich!" Sie küsste mich und noch ehe ich was sagen konnte rannte sie davon mit den Worten "Das muss ich Vater und Mutter erzählen. Und dann packe ich gleich für uns Beide."
Am nächsten Morgen brachen wir noch vor Sonnenaufgang auf.
Gerade noch rechtzeitig erreichten wir den Turnierplatz und ich trug mich für das Duell und den Massenkampf ein und zahlte mein Startgeld. Danach machten wir uns daran am Rande des Kampfplatzes unser Zelt auf.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 26.05.2010 14:52:11 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Als ich am nächsten Morgen erwachte schlief Medje noch fest.
Ich setzte mich auf und betrachtete die schlafende Schönheit. Rawert hatte recht, ich würde es ihr nur schwerlich verwehren können beim nächsten Kriegszug der Friesen mit in die Schlacht zu ziehen. Aber das war nicht meine einzige Sorge.
Eine Männerstimme riss mich aus meinen Gedanken "Hinnak, bist du schon wach?"
Medje erwachte und lächelte mich verschlafen an
"Ja, spätestens jetzt wäre ich es!"
Ich öffnete die Zeltbahn, Alfhari Althison ein guter Freund und Gefährte des letzten Kriegszuges stand vor dem Zelt.
"Komm lass uns einen kleinen Übungskampf machen. Oder will....."
Ich folgte seinem Blick der nun an mir vorbei, direkt auf die rothaarige Frau im Inneren des Zeltes gerichtet war.
"Oh, ähh.... ich wollte... soll ich vielleicht später noch mal?"
"Nein sollst du nicht." nach dem ich Speer und Schild gegriffen hatte, packte ich Alfhari am Arm und zog den Krieger der noch immer auf Medje starrte vom Zelt weg.
"Stanis ist krank, sie vertritt ihn." erläuterte ich kurz.
"Klar und ich bin ein Ase der kurz mal schauen wollte ob sich die Friesen auf ihrem Turnier auch gut amüsieren. Du denkst wohl ich hab bei der letzten Schlacht einen zu viel auf den Schädel bekommen? Lass dir für Ranje was besseres einfallen."
"Ranje? Wieso Ranje, wie kommst du denn jetzt auf die?"
"Ich hab DIE Gestern hier getroffen. Könnte sein das sie da auch n paar Fragen zu Stanis Nachfolgerin hat."
"Was hat Ranje mit Medje zu tun?"
"Langsam glaub ich echt du hältst mich für blöd. Denkst du ich hab nicht mitbekommen was zwischen euch so gelaufen ist. Vor allem nach dem Alexa plötzlich verschwunden war?
Hinnak versteh mich nicht falsch ich gönn dir ja deinen Erfolg bei Frauen. Aber ich bin sicher das Ranje für Stimmung sorgt wenn sie merkt das sie nicht mehr die Leitwölfin ist!
Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, oh bei den Asen das konnte in der Tat Ärger geben den Ranje war äußerst impulsiv. Wer konnte auch ahnen, das sie hier sein würde.
Sie entstammte einem Dorf in Flandern. Was bei Frigg hatte sie nach Friesland verschlagen?
"Hey Hinnak wohin? Hier ist der Kampfplatz!"
In meine Gedanken vertieft war ich beinah falsch abgebogen.
Alfhari und ich begannen unseren Übungskampf.
"Du solltest dir langsam auch eine Braut suchen mein Freund, bist nicht mehr der Jüngste!"
"Ha wegen dem einen Winter den du weniger auf dem Buckel hast. Wenn ich die Richtige treffe, wer weiß. Aber noch genieße ich was mir so begegnet, wie du."
"Ich bin doch recht solide!Ich weiß nicht was ihr immer habt!"
"Jau! Solide Pfff Und ich hab noch nie Met getrunken."
"Alexa hat sich nun zum zweiten Mal verlassen und Ranje verstehe wer will.
Wer weiß was wird."
"Wie viele Winter hat Medje erlebt? Vierzehn?"
"Gut geraten, Dieser wird ihr Fünfzehnter."
Ein Kopftreffer brachte den Gefährten zu Fall, ich reichte ihm die Hand und zog ihn auf die Beine.
"Na komm lass uns etwas trinken."
Das Turnier hatte begonnen, ich stand an der Seite und verfolgte die Kämpfe.
Es herrschte ausgelassene Stimmung und Sunna war uns gewogen.
Den ersten Kampf bestritten Alfhari gegen einen jungen Krieger Namens UweDerGermane.
Sehr zu meinem Erstaunen griff Alfhari zum Kurzschwert statt zu der für ihn typischen Streitaxt.
Der Junge hatte einem langen Speer gewählt, den er recht ungeschickt führte.
So landete der Freund einige sehr schmerzhafte Treffer. Der junge Krieger lies sich nicht beirren und seine Angriffe wurden präziser. Schon landete er einen äußerst wirkungsvollen Treffer gegen Alfhari's Schildhand. Ich begann Respekt für den ohne jede Rüstung angetretenen Burschen zu empfinden. Er kämpfte mit einer Entschlossenheit die mich beeindruckte.
Ein ebenfalls harter Treffer lies Uwe kurz zurück taumeln. Doch sofort setzte er zu einem Gegenangriff an, der den Älteren völlig überraschte.
Ein Treffer am linken Bein und ein weiterer gegen die Schwerthand Alfhari's setzten dem Kampf ein überraschendes Ende.
Der Freund kam mir entgegen "Man ich werde wohl doch alt! Hatte nicht damit gerechnet das er sich so unbeeindruckt von dem harten Schlag gegen seinen Arm zeigt."
"Warum hast du mit dem Kurzschwert gekämpft? Ist doch gar nicht deine Waffe."
Er setzte zu einer Antwort an, brach dann mit leicht gehetztem Blick ab und sagte im Umwenden
"Entschuldige ich muss schnell weg." und eilte von dannen.
Kurz darauf wurden mir von zarten Händen die Augen zugehalten.
"Medje, lass das."
Breit grinsend kam sie an meine Seite "Wollte nur mal wissen wie viele Namen ich zuhören bekomme."
Ich versetzte ihr einen kräftigen Klaps auf den Hintern
"Lidelig Bünte! Wird Zeit das du meinen Helm holst, den hab ich im Zelt vergessen."
Sie streckte mir die Zunge raus und marschierte mit betont kessem Hüftschwung davon.
"Was soll ich nur davon halten Hinnak?"
Ich wandt mich um und erkannte Ranje neben mir und das Einzige was mir einfiel war wohl der Satz der am allerschlechtesten dafür geeignet ist um einen Verdacht auszuräumen.
"Hallo Ranje meine Schöne, es ist nicht so wie es aussieht."
Ein etwas süffisantes Lächeln auf den Lippen boxte sie mir gegen die Brust
"Wonach sah es den aus?"
Als ich etwas erwidern wollte küsste sie mich auf den Mund und fügte dann hinzu "Viel Glück!"
Drehte sich um und verschwand.
Ich blickt ihr verwirrt nach als ich Medje's Stimme vernahm. "Wer war den die?"
Sie warf mir den Lederhelm unsanft zu. Gerade wollte ich zu einer Antwort anheben als eine männliche Stimme barsch rief "Hinnak kämpfst du nun oder nicht? Ingke Jiao wartet bereits!"
"Später Medje!" An den Anderen gewandt "Bin da!"
Ich sprang über die Umgrenzung griff mir Speer und Schild und stellte mich der jungen Friesenkriegerin.
Ich wartete nicht ab, ich war gereizt wegen des Frauengezickes und müsste meinem Unmut jetzt Luft machen. Meine aggressiv vorgebrachten Angriffe setzen der gewandten Kriegerin ziemlich zu.
Nur einmal blieb ihr Zeit ihrerseits einen Gegenstoß zu machen und der saß.
Nach einigen weiteren Attacken die sie perfekt parierte landete ich einen schweren Treffer, der sie zu Boden warf. Schnell sprang Ingke wieder auf die Beine verneigte sich kurz und verließ den Kampfplatz
Medje war verschwunden und auch keine Ranje war zu sehen.
Ich brauchte jetzt dringend etwas Met.
Bis zum Massenkampf begegnete ich keiner der beiden Frauen.
Der Massenkampf begann und ich stürzte mich in das Getümmel.
Zuerst stellte sich mir Kurgan ein Sechzehnjähriger ohne Rüstung und nennenswerte Kampferfahrung. Er war von guter Reaktionsfähigkeit, musste aber dennoch von mir drei schmerzhafte Treffer hinnehmen. Er wich zurück und wurde kurz darauf von Ingke Jiao gestellt die ihn mit kräftigen Stoß gegen die Brust außer Gefecht setzte.
Der Kampf tobte und ich sah wie die junge Kriegerin taktisch Klug durch das Gewimmel von Leibern und Waffen balancierte. Zwölf Krieger mussten schon aufgeben wovon ich Zwei und Ingke bereits Drei auf dem Kerbholz hatten. So stellte ich die junge Frau. Mit einer unglaublichen Schnelligkeit wich sie meinem Angriff aus und schickte mich mit einem Schlag in den Magen zu Boden. Mit einem kurzen Lächeln stürzte sich die Frau in den nächsten Zweikampf.
Vom Rand des Kampfplatzes verfolgte ich den weiteren Verlauf.
Sah wie Cordovan Zornbrecht Versus zur Aufgabe zwang und kurz darauf von meiner Bezwingerin in den Staub geschickt wurde.
Nun standen sich nur noch Ingke und Mandred gegenüber.
Er in voller Lederrüstung, sie nur in normaler Kleidung und Beide schon schwer gezeichnet von den Strapazen des langen Kampfgetümmels und der zahlreichen Treffer, die sie Beide schon hinnehmen mussten.
Die Zwei belauerten sich abwartend. Er wagte zuerst einen Ausfall, Ingke wich geschickt aus, doch ihr Gegenstoß verfehlte sein Ziel knapp. Man konnte die Erschöpfung der Kontrahenten spüren.
Angriff von der Frau gut pariert von Mandred, sein Schlag ebenfalls geblockt von der Kriegerin.
Sie lösten sich voneinander, belauerten sich und sammelten Kraft.
Wieder war es Ingke die einen Angriff wagte, der diesmal von Erfolg gekrönt war. Ein Treffer an der Brust lies Mandred wanken.
Alles auf eine Karte setzend stürmte der Getroffene nun seinerseits vor.
Die Friesin wich mit einer ungeahnten Gewandtheit aus und schlug dem Angreifenden mit voller Wucht gegen den Kopf. Benommen taumelte der Getroffene noch einige Schritte bevor er auf die Knie sank.
Beeindruckt betrachtete ich die schwer atmende junge Frau, auf deren Gesicht ein ungläubiges Lächeln abzeichnete, während ihr Blick den Kampfplatz absuchte und sie feststellte, das sie tatsächlich die letzte noch stehende Kämpferin war.
Erschöpft erhob ich mich und verließ die Arena. Gut das ich der jungen Frau niemals auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen würde.
Meinem Zelt entgegenstrebend wurde ich unerwartet an beiden Armen umfasst.
Überrascht blickte ich nach Rechts und erkannte Ranje und Links Medje.
"Wir haben die Sache unter uns Frauen geklärt!" konstatierte Medje grinsend.
"Uns hat übrigens Beiden nicht gefallen, wie du die Siegerin des Massenkampfes angesehen hast." grummelte Ranje.
"Keine Sorge ihr seid die einzigen beiden Frauen, für die Platz in meinem Herzen ist."
Lachend verzogen wir uns in eine der zahlreichen Tavernen.
Der zweite Wettkampftag brach an und ich war gespannt auf meinen Gegner.
Julian of Waringham wurde er genannt und war mir gänzlich unbekannt.
Alfhari sagte mir das er Gestern gegen Mandred recht überzeugend gewonnen hatte.
Er war also kein Gegner den man unterschätzen durfte. So bereitete ich mich sorgfältig unter Aufsicht meiner beiden rothaarigen Schönheiten auf den Kampf vor.
Bevor es uns beschieden war uns im Kampf zu messen, traten UweDerGermane und Nis Randers gegeneinander an. Ich wettete mit Alfhari, der Nis als Sieger sah.
Doch war Uwe trotz guten Auftakts Nis hoffnungslos unterlegen und ich musste den Freund am Abend in der Taverne freihalten. Das würde teuer werden!
Nun standen wir uns gegenüber.
Beide in Lederrüstung gepackt mit Schild in der Linken. Der Eine mit Kurzschwert der Andere mit seinem obligaten Speer.
Meinem Naturell folgend stürmte ich auf meinen Gegner zu, taktieren und abwarten war nicht meine Art.
Eine Dublette traf Julian an Bein und Kopf. Wenig beeindruckt setzte er zum Gegenangriff an.
Auch er landete zwei Treffer. Da ich nicht gewillt war mir das Heft aus der Hand nehmen zulassen deckte ich den blonden Krieger mit Schlägen ein die er zeitweise gut zu parieren verstand, doch landete ich mehrere Treffer.
Kurz fand er in den Kampf zurück und versetzte mir einen Hieb gegen die Schildhand.
Gereizt durch den Treffer und wütend über meine Nachlässigkeit attackierte ich meinen Gegner erneut auf das Heftigste.
Fünf Schläge wehrte er ab, der Sechste traf ihn am Rumpf und schickte ihn in den Sand.
Die letzten beiden Kämpfe verfolgte ich in Gesellschaft von Alfhari, Medje und Ranje.
Wie ich erwartet hatte setzte sich Cordovan gegen Catalles durch. Dafür überraschte es mich etwas das Hüsli gegen Versus gewann, wenn auch nur knapp.
So standen die Paarungen des morgigen Turniertages fest.
Cordovan Zornbrecht würde gegen Hüsli antreten, nachdem der Kampf zwischen Nis Randers und mir entschieden war.
"Das sieht ja nach einem Finale zwischen Cordovan und dir aus." bemerkte Alfhari
"Abwarten Nis und Hüsli sind nicht ohne Grund soweit gekommen. Wer weiß schon wem sich Wodan zuwendet."
Wir begaben uns in eine Taverne um den Abend ausklingen zu lassen und das ich meine Schuld bei Alfhari begleichen konnte.
Ich erkannte Nis am anderen Ende der Taverne, unsere Blicke trafen sich und er prostete mir mit einem freundlichen Lächeln zu.
"Wer ist der Krieger?" fragte mich Medje.
"Das ist der Mann der zwischen mir und dem Weiterkommen im Turnier steht Süßen." antwortete ich.
"Er sieht gut aus." flüsterte Ranje hinter meinem Rücken Medje zu, die verträumt lächelnd zustimmte.
Der Abend wurde noch recht interessant und was Alfhari betraf äußerst methaltig.
Spät in der Nacht schleppten wir zu Dritt den vergnügt, allerdings nicht besonders schön singenden Kampfgefährten zurück in sein Zelt, bevor wir uns selbst zur Nachtruhe begaben.
Der dritte Kampftag brach an.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 29.05.2010 17:16:55 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Nun standen wir uns gegenüber.
Nis Randers mit Kurzschwert und Schild, ohne Rüstung, ich mit Speer und Schild in Lederrüstung.
Der schwarzhaarige Friese mit dem Oberlippenbart wartete nicht lange ab, sondern begann sofort mit einem kraftvoll vorgebrachtem Angriff den ich nur mit Mühe mit dem Schild blocken konnte.
Beide schenkten wir uns nichts und es war ein harter Kampf doch am Ende war Wodans Gunst auf meiner Seite und Nis musste den Kampf verloren geben.
Der zweite Kampf des Tages wurde mit der selben Verbissenheit geführt und auch in diesem Duell schenkte Wodan dem erfahrenen Recken den Sieg.
Wie Nis war auch Hüsli von Beginn an nach vorn marschiert und hatte versucht den Gegner zu beeindrucken und landete mit seiner ersten Attacke einen guten Treffer gegen Cordovan's Brust.
Cordovan lies sich aber nicht beirren und wies den jungen Krieger schnell in seine Schranken.
Drei kurz aufeinander folgende Treffer gegen Brust, Bauch und Waffenarm setzten dem Kampf ein Ende.
So behielt Alfhari also doch recht. Der Endkampf würde von Cordovan Zornbrecht und mir ausgetragen werden.
Wie jeden Tag zogen Alfhari, Ranje, Medje und ich durch die Tavernen.
Wir tranken, tanzten und lachten. Doch an diesem Abend zog ich mich etwas früher zurück und legte mich bald zur Ruhe. Gegen Cordovan wollte ich perfekt vorbereitet und ausgeschlafen sein.
Der Morgen graute und ich begab mich mit Medje auf den Kampfplatz.
Unser Duell machte mir Mut, ich war bereit, das Finale konnte beginnen.
So standen wir uns gegenüber, zwei Krieger mit Speer und Schild in Lederrüstung mit dem unbedingten Willen zum Sieg.
Aber nur einem von uns würde Wodan zur Seite stehen und ihm den Triumph über seinen Kontrahenten schenken.
Ich griff Cordovan sofort an, die ersten Attacken konnte er gut parieren, dann gelang mir endlich ein Treffer gegen seinen Schildarm.
Doch von da an gelang nichts mehr.
Jeden Angriff blockte mein Gegner und setzte sofort einen Gegenstoß.
Der sechste Schlag traf mich am Brustkorb und warf mich nieder.
Cordovan Zornbrecht war somit der Sieger des Turniers.
Ich gratulierte dem Sieger.
Trotz der Niederlage feierten wir auch in dieser Nacht.
Am nächsten Morgen brachen wir unsere Zelte ab, ich verabschiedete mich von Alfhari und machte mich dann auf den Weg zu Schwarze Fee.
Ranje und Medje standen bereit zum Heimritt mit den drei Pferden am Rande des Turnierplatzes.
Tyr schien es ebenso zugefallen, von zwei hübschen Stuten umringt zu sein, wie mir.
Wir ritten zurück nach Friggslund.
Am Abend erreichten wir die Siedlung, die von nun an auch Ranje's Heimat sein würde.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 29.05.2010 20:48:23 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Einige Wochen waren nun ins Land gezogen und ich erwartete jeden Tag den Boten der uns den Befehl Inguz überbringen würde das ein neues Heer aufgestellt wird und wir zu erscheinen hatten.
So hatte ich in den vergangenen Tagen mit den Ältesten des Dorfes und der Priesterin der Frigg ausführlich gesprochen. Und so war der Hochzeitstermin schnell festgelegt.
Es würde eine Hochzeit werden, wie es sie bis dahin in Friggslund nicht gegeben hatte.
Loredana würde endlich Stanis ehelichen und ich würde mit Ranje den ewigen Bund eingehen.
Ranje's Mutter war inzwischen von einigen jungen Kriegern des Dorfes nach Friggslund geholt worden. All ihre Habseligkeiten waren auf einem Ochsenkarren mitgebracht worden, den es war Sitte das sich der Mann auch um die Familie seiner Frau zu kümmern hatte.
Nach dem Vollena Witwe war genau wie auch meine Mutter Doji, war es die beste Lösung.
Die Sonne versank in dem blutroten Meer und der Vollmond erschien an dem sich schwarz färbenden Himmel.
Es wurden vier große Feuer entzündet die im Halbkreis um den Schrein auf der Kuppe des höchsten der Hügel angeordnet waren. Das ganze Dorf war seit Tagen in ausgelassener Laune.
Kressen unsere Priesterin hatte den Zeremonienplatz mit einigen Helferinnen geschmückt.
So warteten nun Alle darauf das die Sonne nun ganz versank.
Der Schrein stand in Mitten einiger Linden errichtet, auch sie waren der Göttin Frigg geweiht.
Die Nacht war hereingebrochen und Stanis und ich machten uns auf den Weg.
Begleitet wurden wir von je einem Jüngling die Jeder eine Bache mit sich führten.
Der Weg, der den Hügel hinaufführte war bereits gesäumt von Menschen und Kressen erwartete uns bereits mit einem Krug Met.
Jeder von uns trank einen Schluck von dem süßen Getränk.
Raunen war zu vernehmen und Rawert betrat die kleine Lichtung mit zwei wunderschönen Frauen.
An der Linken führte er Loredana, an der Rechten Ranje.
Da beide Bräute ohne Vater oder sonstige männliche Anverwandte waren übernahm der alte Rawert diese Rolle.
Die Priesterin begab sich nun zu dem Trio und reichte auch ihnen den Krug mit Met.
Nach dem Jeder von ihnen einen Schluck getrunken hatte trank auch Kressen davon, dann winkte sie Stanis hinzu. Nun musste er dem Brautvater noch einmal unter Beisein der Priesterin den ausgehandelten Brautpreis zusichern. Danach wurde ich hinzugerufen und Stanis kehrte mit Loredana an den Schrein zurück.
Auch ich bestätigte den Brautpreis gegenüber Rawert und den Göttern und durfte dann meine zukünftige Frau aus den Händen des Brautvaters in Empfang nehmen.
Wir gesellten uns nun zu dem anderen Paar.
Die Priesterin rief die Götter, allen voran Wodan und Frigg an dann schnitt sie den beiden Säuen die Kehlen durch und fing das Blut in einer großen Schale auf, diese stellte sie auf dem Schrein ab.
Nun wandt sie sich uns zu und reichte jedem von uns Vieren einen Ring.
Wir drehten uns nun dem jeweiligen Partner zu und begannen gleichzeitig mit unserem Eheschwur, während wir uns die Ringe ansteckten
Der Mond über dir
die Sonne unter dir
die Erde zu deinen Füßen
die Sterne in deinen Händen
mein Herz in deinem
und dein Herz in meinem
von nun an stets bei dir sein
immer Unbill von dir halten
im Sturm des Lebens bei dir stehen
und stirbt einer von uns vor der Zeit
führt Frigg uns in Fensal zusammen
bis an das Ende unsere Tage und darüber hinaus werde ich dir die Treue halten
Dann drehten wir uns wieder der Priesterin zu.
Diese nahm nun die Schale mit dem Schweineblut und einen Bund aus Tannenzweigen den sie in das Blut tauchte um dann die Hochzeitspaare und die anwesenden Gäste mit dem Opferblut zu besprenkeln um so den Segen der Götter auf alle Anwesenden zu übertragen.
Die Köpfe der Bachen wurden abgetrennt und als Opfergabe vor den Schrein gelegt.
Die Priesterin hatte in der Zwischenzeit den Rest des Blutes mit dem Met in dem Krug vermengt und reichte ihn nun Stanis.
Stanis hielt nun seine Dankesrede nahm einen Schluck und reichte ihn Loredana, die nun ihrerseits eine Dankesrede hielt, einen Schluck trank und den Krug an mich gab.
So ging der Krug in gleicher Art und Weise von mir zu Ranje, dann zu Rawert und dann durch die Reihe der Gäste.
Durch dieses Ritual bezeugten alle Anwesenden dieses heilige Zeremoniell zum Anderen diente es der Festigung der Gemeinschaft unserer Sippen.
Mach dem der letzte Gast getrunken hatte brachte er der Priesterin das geweihte Gefäß zurück.
Kressen rief nun noch einmal die Geister an trank von dem Blut und goss den Rest über den Schrein.
Wir begaben uns nun hinab und feierten gemeinsam bis weit in die nächste Nacht hinein auf dem Dorfplatz. Es wurde gesungen, getanzt, gegessen und getrunken.
Es war wohl einer der glücklichsten Tage unseres Dorfes.
Ein goldroter Streifen zeigte sich bereits über den Hügel als Ranje und ich zur Friggastrutz um endlich unsere erste gemeinsame Nacht zu verbringen.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 19.06.2010 20:31:56 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Die Tage zogen ins Land und es war schön sich um den Aufbau des Dorfes zu kümmern und selbst Hand mit anzulegen. So bauten wir eine Hütte für Loredana und Stanis und ein eine Bäckerei.
Einige Male fuhr ich mit den Fischern auf die See hinaus.
Dann kam der Tag auf den ich mich schon einige Zeit freute.
Ich war gerade mit Medje und einem Teil der Milizionäre bei Kampfübungen. Als man mir meldete, das sich ein Reiter näherte.
Mit dem jungen Friesenkrieger begab ich mich zum Tor um den Reiter zu empfangen.
Wie erhofft war es ein Kurier, der mir eine Nachricht von überbrachte.
Wie es die Sitte gebot führte ich den Boten zur Friggastrutz, wo ich dafür sorgte das sein Pferd versorgt wurde und der Mann Speis und Trank erhielt.
Danach begann er zu berichten.
"Zum nächsten Mondwechsel werden am Platz des Turniers hier in Friesland zwei Heere ausgehoben.
Eines davon sollst du Hinnak führen. Für den Tross werden einige Handwerker benötigt.
Was du im Dorf entbehren kannst nimm mit.
Jede helfende Hand, jeder Speer mehr bringt uns dem Sieg ein Stück näher.
Nun möchte ich um ein Lager bitten, etwas Schlaf wäre schön, bevor ich meine Reise fortsetze."
Ich geleitete den Mann zu einem Mannschaftsschlafsaal und wies ihm ein frisches Lager.
Dann schickte ich einen Mann ins Dorf, der für den Abend eine Versammlung auf dem Dorfplatz einberufen sollte. Jeder Mann und jede Frau hatte sich einzufinden.
Es dauerte nicht lange bis Medje bei mir erschien um ihre Neugierde zu stillen.
"Was ist los Hinnak, was hat der Mann für Nachrichten gebracht?
Gibt es bald ein neues Heer?"
Ich blickte sie streng an
"Heute Abend bei der Versammlung wirst du genau wie alle anderen erfahren welche Botschaft er überbrachte."
"Du willst dich nur davor drücken mit mir selbst reden zu müssen.
Du weißt genau, das ich heute Abend zur Wache eingeteilt bin und nicht zur Versammlung kommen kann."
Ranje betrat die Halle
"Ärgerst du Medje schon wieder?" demonstrativ stellte sie sich hinter die jüngere Frau.
"Er will mich wieder nicht mit in das Heer aufnehmen!" mutmaßte Medje, nicht zu unrecht.
"Wenn du Medje nicht mit nimmst werde ich auch nicht mitkommen."
Ich musste lachen "Wer sagt den, das ich mein Weib mitnehmen will?"
Ehe ich mich versah wurde ich von zwei Furien angefallen und zu Boden geworfen.
Nach kurzer Balgerei war ich endgültig von der Übermacht bezwungen.
"So was willst du jetzt tun Hinnak? Die zwei schönsten Frauen in deinem Leben mit auf den Heerzug nehmen oder den Heerzug im Kerker der Friggastrutz verbringen?"
"Gut, gut ich gebe mich geschlagen. Ihr dürft mitkommen. Aber nur wenn ihr zur Abwechslung mal macht was ich euch sage."
Triumphierend erhoben sich die beiden rothaarigen Kriegerinnen und verließen die Halle.
Ranje rief über ihre Schulter "Wir gehen dann schon mal packen."
Ich blickte dem Duo Infernale hinterher und hoffte das ich es nicht bereuen würde meine Frau und meine Schwester mit auf diesen Feldzug zu nehmen. Andererseits verlangte ich auch von den Anderen, das sie ihre Lieben mitziehen ließen. So war es nur gerecht das auch ich meine Familie den Risiko von Kampf und Märschen durch fremdes Land aussetzte.
Der Abend brach herein und ich stand auf dem Dorfplatz und über hundert Augenpaare waren auf mich gerichtet.
"Es ist wieder soweit meine Freunde. Wir werden wieder ausziehen um den Ruhm der Friesen zu mehren. Es steht bereits fest das Ranje und Medje mitkommen werden, wer begleitet mich noch?"
Ich blickte in die Runde, Rawert kam auf mich zu "Wer soll dich den wieder zusammenflicken, wenn ich nicht mitkomme?"
So folgte noch einige dem Beispiel des alten Rawert
Eine junge, muskulöse Frau trat auf den Platz "Bei diesem Heerzug soll auch die Schmiedekunst von Friggslund wieder vertreten sein. Ich stehe meinem Vater Einar in nichts nach!
Ich will dir ebenfalls folgen Hinnak."
"Du bist mir Willkommen Svanka."
Das Häuflein der Freiwilligen überblickend stellte ich fest das Svanka nicht das einzige neue Gesicht war. Unter den Handwerkern hatten einige Söhne die Plätze ihrer Väter eingenommen.
Auch Loredana und Stanis waren mit dabei.
Insgesamt blickte ich in dreiundzwanzig entschlossene, furchtlose Gesichter. Mit meiner Familie waren es also sechsundzwanzig Männer und Frauen, die das Heer unterstützen würden.
In den folgenden Tagen war das ganze Dorf mit den Vorbereitungen für unseren Auszug beschäftigt. Nahrungsmittel und Baumaterial wurde aufgeteilt und auf Ochsenkarren geladen.
Ich führte den Tross auf Schwarze Fee an, gefolgt von Ranje auf Arduinna und Medje auf Tyr dahinter folgten Ochsenkarren und Fußvolk.
Am Abend zuvor hatte ich mit Medje den Asen geopfert um sie gnädig zu stimmen, auf das Keiner seiner Fylgja ansichtig werden würde.
Bei dem anschließenden Fest herrschte ausgelassene Stimmung und es wurde gesungen und getanzt. Ein Ochse und einige Schweine fanden den Weg in die Mägen der Feiernden und so manches Fass Met wurde geleert.
Diesmal dauerte es drei Tage bis wir den Turnierplatz erreichten.
Mein Tross lagerte in unmittelbarer Nähe zu den Leuten von Alfhari Althison.
Ich war froh, das der Freund auch mit von der Partie war und nun warteten wir bei mächtig guter und ausgelassener Stimmung auf die letzten Nachzügler und die Erstellung der Heere.
Endlich waren alle Trosse eingetroffen und die beiden Heere wurden erstellt und setzten sich in Marsch.
Endlich wieder auf dem Weg in fremde Länder.
Cordovan Zornbrecht und ich hatten beschlossen uns die Führung des Heeres zuteilen und uns gemeinsam um das Wohl derer die uns folgten zu kümmern.
Unser Weg führte uns von Friesland über nach wo wir die Schiffe bestiegen und nach Yorkshire übersetzten.
Die Einheimischen waren uns nicht sehr freundlich gesonnen und griffen uns unerwartet an.
Der Angriff war ohne Verluste auf unserer Seite niedergeschlagen und mit den Überlebenden konnte rasch eine Übereinkunft getroffen werden.
Nach dem nun eine friedliches Zusammenleben zwischen den Einheimischen und uns geregelt war entsandte ich Boten zu den Briten und Pikten um ein Kräftemessen zu arrangieren.
Auch in das Reich der Gälen schickte ich einen Boten um unsere Teilnahme an dem gälischen Turnier in anzukündigen.
Schnell war eine Einigung mit den Briten erzielt und man traf sich in Yorkshire zum Waffengang.
Nach einem erfolgreichen Kampf, den wir Friesen klar für uns entscheiden konnten, was sicher auch an unserer deutlichen Überzahl lag, feierten wir mit den Briten ein fröhliches Fest.
Kurze nach dem Kampf gegen die Briten erreichten mich zwei weitere Boten.
Der Erste war der junge Krieger den ich zu den Pikten entsandt hatte, er brachte die Nachricht, das sich ein kleines Heer der Pikten bereits auf dem Weg nach Yorkshire gemacht hatte um sich uns zu stellen.
Der zweite Bote kam vom Anführer unseres Bruderheeres Ravenwoeda, der uns die Kunde überbrachte das er mit seinem Heer auf dem Weg nach Yorkshire ist um mit uns zum Turnier Chroí an Éire in der gälischen Provinz Chill Chaimígh zu reisen.
Nach dem der Bote von Ravenwoeda gegessen und geschlafen hatte machte er sich auf den Weg nach Bhaile Átha Cliath, der Burg der Gälen um sich ebenfalls für das Turnier anzukündigen.
Die Tage zogen dahin und die Kriegerinnen und Krieger trainierten hart um sich gegen die mutigen Recken der Pikten nicht zu blamieren.
Ravenwoeda traf mit seinem Heer ein.
Nun war es außer Frage das wir den Kampf gegen die Pikten nun gewinnen würden, dieser Übermacht würden sie nicht gewachsen sein.
Aber es würde beiden Seiten Erfahrung bescheren, egal welches Heer den Sieg davon tragen würde.
Endlich tauchte das Heer der Pikten am Horizont.
Wie erwartet besiegten wir die sich wacker schlagenden Pikten schon mit unserer schieren Übermacht und unserem unbedingten Willen zum Sieg.
Auch die Pikten zeigten sich als trinkfest und wir feierten das Zusammentreffen ausgiebig.
Wenig später kehrte der Bote den ich nach Bhaile Átha Cliath entsandt hatte zurück.
Ruiri Beo Finnagan, der Oberste der Gälen persönlich lies die Erlaubnis den Hafen in Cymru zu nutzen und am Turnier teilzunehmen übermitteln.
So brachen wir mit beiden Heeren am nächsten Tag auf, in der Erwartung das auch Ravenwoeda's Bote mit positiver Nachricht zurückkehren würde.
Als wir den Hafen erreichten traf der zweite Kurier ein und auch Ravenwoeda und sein Heer wurden herzlich zum Turnier eingeladen.
Zuerst reisten wir jedoch nach Bhaile Átha Cliath um unsre Ausrüstung noch zu ergänzen.
Die Rüstungsmacher der Gälen wurden weithin für ihre Fertigkeit gelobt und so wollte ich mich selbst davon überzeugen.
Die Rauriker Rüstung überzeugte mich wirklich und so ließ ich für Ranje, Medje und mich je eine solche Rüstung anfertigen.
Auch andere Krieger erwarben neue Rüstungen und Waffen, aber auch Schmuck und andere Handelswaren wurden eingekauft.
Nach dem alle Einkäufe getätigt waren zogen wir weiter zum Turnierplatz in Chill Chaimígh.
Das Turnier verlief nicht ganz nach meinen Erwartungen und ich schied im Duell und im Kampf zu Pferde in der ersten Runde aus, lediglich mit dem Ergebnis des Massenkampfes konnte ich einigermaßen zufrieden sein.
Wenigstens hatte Ranje eine gute Nachricht für mich.
In ihrem Leib hatte ein zweites Herz zu schlagen begonnen.
So fasste ich den Entschluss umgehend nach Friggslund zurückzukehren.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 20.06.2010 22:45:35 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Als wir Bhaile Átha Cliath erreicht hatten unterstellte ich Medje und den Rest des Trosses aus Figgslund dem friesischen Heer das nahe der gälischen Burg lagerte um die Rückkehrer vom Turnier aufzunehmen.
"Hinnak bist du dir sicher das du allein mit Ranje zurück reisen willst?
Nimm mich mit, zu Dritt ist die Reise sicherer."
"Ach Medje das ist gut gemeint, aber aus unserer Familie muss bei unseren Leuten bleiben.
Ich werde aber einen oder zwei Krieger mitnehmen."
"Schön das ihr Beide redet als wäre ich tot. Ich bekomme ein Kind und bin nicht krank."
Meine geliebte Gemahlin in den Arm nehmend erwiderte ich "Verzeih ich sorge mich nur um deine Sicherheit und die unseres Kindes. Erst wenn ihr in der Friggastrutz seit werde ich wieder beruhigt sein."
Ich küsste Ranje zärtlich dann fügte ich hinzu
"So ich suche uns jetzt einen Krieger der uns begleitet und verabschiede mich von unseren Leuten, gegen Abend läuft unser Schiff nach Cymru aus. Wie ich dich kenne meine Sonne, ziehst du es vor dich dort alleine einzufinden."
Ranje lächelte "Du kennst deine Frau sehr gut. Mir wäre es recht, wenn uns eine Kriegerin begleitet"
Ihr zunickend umarmte ich Medje "Mach mir keinen Kummer Schwesterherz!" dann verließ ich das Zelt.
Ich streifte durch das Lager und suchte die Männer und Frauen aus meinem Dorf auf um mich zu verabschieden und ihnen Mut zuzusprechen.
Auf meinem Weg begegnete mir eine junge Kriegerin, sie war mir bei der Schlacht gegen die Pikten durch ihren Mut aufgefallen.
Die rotblonde, wellige Mähne war zu einem Zopf geflochten und reichte über ihre Hüfte. Ihren Speer hatte sie geschultert und sie schien auf dem Weg zum Kampfplatz zu sein.
Ich beschloss das sie die Richtige war um mich und Ranje zu begleiten.
"Yaiza! Du wirst mich und Ranje nach Friggslund begleiten finde Dich zum Abend am Hafen ein.
Es soll nicht zu deinem Nachteil sein."
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Letzte Änderung: 2010/06/20 22:48 von Hinnak der Wolf.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 21.06.2010 01:11:02 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Da lief ich gerade in Gedanken über den Platz und dachte über eine neue Parade nach, die ich mir bei den Älteren abgeschaut hatte, als ich meinen Namen hörte.
"Yaiza! Du wirst mich und Ranje nach Friggslund begleiten finde Dich zum Abend am Hafen ein.
Es soll nicht zu deinem Nachteil sein."
Verwundert sah ich mich um und sah Hinnak, meinen Heerführer.
Aber was wollte er von mir? Ich sollte ihn und seine Frau begleiten?
Ja, warum das denn?
Ausgerechnet ich?
Und was sollte ich da tun?
Reden etwa?
Dennoch widersprach ich nicht, sondern antwortete mit fester Stimme "Jawohl."
Auf weit entferntes Wiedersehen, meine lieben Paraden.
Wobei - nein. Etwas Zeit hatte ich noch und ich wollte meine Verabredung auf dem Turnierplatz unbedingt einhalten.
Am Abend stand ich wartend am Hafen und stützte mich auf meinen Speer. Meine Decke hatte ich mir auf den Rücken gebunden und hielt Ausschau nach meinem Auftraggeber.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 21.06.2010 21:18:26 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, als mir Yaiza ihr "Jawohl!" entgegenschmetterte.
Meinen Weg fortsetzend überlegte ich ob ich meinen treuen Weg- und Schlachtgefährten Alfhari fragen sollte ob er uns begleitet, aber andererseits war die Reise so gefährlich nicht.
Wir hatten keine Feindschaft mit den Briten und auch die Pikten waren uns freundlich gesonnen.
"Hinnak ich hoffe du bist auf dem Weg zu mir."
meinen Blick der Stimme zuwendend erkannte ich den alten Rawert
"Du hast es erraten guter Rawert. Schließlich habe ich an dich die größte Bitte und die schwerste Bürde. Achte mir gut auf Medje. Du kennst sie, in ihr fließt das Wolfsblut."
Er nickte lächelnd "Ich werde sie genauso zusammenflicken wie euren Vater und wie ich dich noch jedes Mal zusammengeflickt habe. Bringe du deine Frau sicher nach Friggslund, um mehr sorge dich nicht."
Mit dem Alten ging ich in eine Taverne. Wir aßen und tranken und besprachen den weiteren Verlauf.
Dann machte ich mich auf den Weg meine Rappstute und meine Ausrüstung zu holen.
Als ich den Hafen erreichten erwartete mich Ranje bereits
"Na mein Gemahl, konntest du dich nicht von Rawert trennen?"
"Es gab noch einiges zu besprechen. Ich bringe Schwarze Fee und meine Sachen an Bord. Achtest du bitte auf eine rotblonde Kriegerin? Sie heißt Yaiza und begleitet uns auf unserer Heimreise."
"Lass mich deine Sachen wegbringen, du kennst die Frau. Außerdem will ich nach der Heilerin sehen die mir Rawert geschickt hat damit sie sich um mich kümmert, falls das Kind auf der Reise zur Welt kommt."
Ich nickte, küsste sie und reichte ihr die Zügel, dann lief ich ein Stück am Hafen entlang.
Einige Schritte weiter sah ich Yaiza wie sie auf ihren Speer gestützt in die andere Richtung spähte.
"Schlafen kannst du auf dem Schiff Yaiza! Komm!"
Lächelnd wartete ich bis die drahtige Kriegerin mich erreichte.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 21.06.2010 21:39:30 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Hinnak der Wolf schrieb:
QUOTE: "Schlafen kannst du auf dem Schiff Yaiza! Komm!"
Ich zuckte zusammen. Ungünstig. Ich hatte in die falsche Richtung geschaut.
Sicherlich erweckte ich eher den Anschein einer Hafendirne denn einer Kriegerin, die ich gern sein wollte.
Schnellen Schrittes ging ich auf Hinnak zu und beugte meinen Kopf vor ihm.
"Herr...entschuldigt bitte. Ich war wohl in Gedanken und habe euch nicht bemerkt."
Ich folgte ihm an Board und bemühte mich sehr, mein Unbehagen nicht zu zeigen.
Diese neue Aufgabe war mir nicht sehr geheuer.
Allerdings...bei einem Blick auf seine schwangere Frau konnte sogar ich ahnen, worauf es hinauslaufen würde.
Ich spürte das innige Band zwischen beiden und ein Gefühl der Wehmut erfasste mich, welches ich nicht gern zulassen wollte. So schluckte ich den aufkommenden Schmerz hinunter, lächelte tapfer und legte meine Decke in eine Ecke. Solange es nicht regnete war dieser Platz allemal genug.
Ich setzte mich und bearbeitete einen schönen Kiesel, den ich am Wegrand gefunden hatte, mit einem einfachen Schleifstein. Doch immer wieder sah ich zu den beiden und ein merkwürdiges Gefühl erfasste mich. Was war es?
Ich konnte es nicht einordnen und sah erst wieder zu meinen Händen, als ich mich mit dem Stein verletzt hatte.
Ich legte also meinen Speer zur Seite und nahm meinen verletzten Finger in den Mund.
Endlich legte das Schiff ab. Abwechslung!
Ich stand auf und beugte mich über die Reling.
In meinem Leben hatte es schon so viele Veränderungen gegeben, dass ich gar nicht mehr plante.
Dieser Weg war so gut wie jeder andere.
Ich drehte mein Gesicht in den Wind, schloss die Augen, kräuselte die Nase, lächelte und freute mich auf die nächsten Schritte in meinem Leben.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 21.06.2010 22:09:05 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Mit Yaiza im Schlepptau hatte ich mich an Bord des Schiffes begeben.
Bei nächster Gelegenheit mußte ich dringend mit der jungen Kriegerin klären, das ich nur das Oberhaupt eines Clans war der die Geschicke kleinen Dorfes und dessen Bewohner lenkte und kein Oberster.
Aber nun war es an der Zeit etwas zu schlafen.
Ranje kuschelte sich an mich und ich nahm sie in meine Arme und wir schliefen gemeinsam ein.
Am nächsten Morgen war ich wohl der Letzte der aus tiefem Schlaf erwachte.
Die See war etwas rauer geworden und die Wogen liesen das Schiff schaukeln.
Ich genoss es sehr, aber meine sehr blasse Gattin schien die Ankunft in Cymru herbeizusehnen.
Die Heilerin kümmerte sich um Ranje. Ich ging zu ihr, umarmte sie um sie zu wärmen.
Ranje lächelte gequält "Es wird schon Hinnak,aber es ist mir lieber festen Boden unter den Füßen zu haben."
Nach einer Weile beschloss ich mich etwas zu bewegen.
Yaiza stand an der Reeling und ich gesellte mich zu ihr.
"Moin Yaiza! Ich hab da eine Bitte an dich. Lass das mit Herr und euch und ihr. Ich bin Hinnak nicht mehr und nicht weniger. Du fragst Dich sicher warum ich dich mitgenommen habe. Das liegt an zwei tapferen Kriegerinnen. Einmal Ranje, die wollte das uns eine Kriegerin begleitet und dann an dir. Du bist mir in der Schlacht gegen die Pikten aufgefallen. Du hast mutig gekämpft. Das hat mir imponiert"
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