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Über dem Schlachtfeld kreisten die ersten Krähen. Tethis wandte sich ab. Sie stieg auf ihr Pferd und ritt am Zug der Krieger entlang der sich zurück zum großen Heerlager bewegte. Man hatte sich Suchend glitt ihr Blick über die Krieger. In der Schlacht um Syberien war er ihr das erste Mal aufgefallen. Heute hatte sie sich bewusst in seiner Nähe aufgehalten. Sie wollte ihn kämpfen sehen. Sehen wie er sich bewegte, seine Waffe sprechen ließ. Der erste der es in ihren Augen würdig war einmal in Augenschein genommen zu werden. Ob er das hielt was er auf dem Schlachtfeld versprach. Man würde sehen. Unter den Kriegern sah sie ihn nicht. Sie fand ihn schon, da war sie sich sicher. Er hatte ihr Interesse, ihren Jagdtrieb geweckt. Eine Gelegenheit ihn zu stellen, bald, sehr bald sollte sie sich ergeben.
Am Abend fanden sich die Krieger aller Stämme an ihren Feuern zusammen. Tranken zusammen, aßen und feierten. Für die Herrscher, Berater und Heerführer hatte man eigens ein Zelt in der Nähe der Feuer errichtet. Tethis stand an der rechten Seite des offenen Zeltes. Der Herrscher der Seleukiden und der Armenier hatte auf den Teppichen Platz genommen. Ihre Heerführer hatten sich auch eingefunden. Tethis sah zu den Feuern. Wann traf endlich ihr zweites Heer ein. In der Zwischenzeit hatten sich auch die Kappadokier auf den Teppichen niedergelassen. Da bei den Königen saß auch der, der ihr Interesse geweckt hatte. Tethis ging zu ihnen, ließ sich in gebührendem Abstand nieder und beobachtete, jede seiner Bewegungen. Alle hielten sich zurück, erst als der Wein floss und die Zungen löste, wurde es gemütlich. Tethis winkte einen der Mundschenke heran und flüsterte ihm etwas ins Ohr, steckte ihm zwei Silber zu. Ein Lächeln des Mundschenks signalisierte, dass er verstanden hatte. Der König der Kappadokier hatte ab dieser Szene, keinen leeren Becher mehr. Tethis setzte ihren Plan in die Tat um. Keiner würde sie davon abbringen können. Der hübsche gut gebaute Kappadokier sollte ihr gehören. Seine markanten Gesichtszüge, sein knackiger Hintern, die Art wie er sich gab, sie schmunzelte. Die Nacht war fortgeschritten, singend und lachend saßen sie immer noch ums Feuer. Einfache Krieger setzten sich dazu. Das offene Zelt füllte sich. Tethis vermied es ihren Becher zu schnell zu leeren. Immer wieder sah sie hinüber zu ihm. Er hatte sich mit dem Trinken nicht zurück gehalten. Das Gesicht war leicht gerötet, die Augen glasig. Er versuchte auf zustehen, schaffte es geradeso. Schwankend drehte er sich um und verließ das Zelt. Tethis ging ihm nach. Er hatte sich an einem Busch erleichtert, wollte zurück zum Zelt. Das war der richtige Augenblick. Sie lächelte ihn an. „ Leg den Arm um meine Schulter ich bring dich zurück.“ Er tat es. Tethis lenkte ihn in Richtung ihrer Jurte. Der Kappadokier begann lautstark zu reden und fing zu diskutieren an. Das passte Tehtis überhaupt nicht. Zog es nur unnötige Aufmerksamkeit auf sie. Kurzerhand zog sie ihm eins über und brachte ihn in ihre Jurte.
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