|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 24.06.2010 19:41:15 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
"Beim Teutates, eine bessere Wegbeschreibung hätte er mir nicht geben können? Die Götter sollen dieses Pack verdammen. Naja, wenigstens endlich eine Reaktion."
Damit kehrte Brennvs ins Lager zurück, um die anderen Gallier zu informieren und einige Vorräte zu sammeln. Mit der Morgensonne würde er losreiten.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 25.06.2010 19:14:03 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Galatian war gerade dabei alle Vorbereitungen zu überprüfen als ein Späher ihm die Ankunft Brennvs verkündete.
Ganz Gastgeber begrüsste Galatian Brennvs und bat ihm einen Platz an der reichgedeckten Tafel.
Nun, Brennvs. Wir sind hier und es soll um Verhandlungen gehen. Teilt mir doch eure Forderungen mit die die Kampfhandlungen beenden würden.
Ich bin ganz Ohr.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 25.06.2010 19:28:34 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Brennvs antwortet: "Gallien fordert all euer Geld uns eure Weiber, Ligurer," und starrte sein Gegenüber für einige Sekunden todernst an. Dann grinste er und sagte schnell: "Ich scherze nur. Ihr wärt noch mieserablere Männer, wenn ihr akzeptieren würdet. Noch dazu sind wir bereits überladen mit Plündergut - wenn man sich nehmen kann, was man will, muss man nicht darum feilschen."
Er setzte sich und nahm ein paar Bissen, bevor er fortfuhr.
"Das Silber, dass ihr westlich von hier abbaut, ist vorzüglich. Würdet ihr uns daran teilhaben lassen, wären wir schon viel glücklicher. Das wichtigste aber ist: Wir werden euch nicht den Rücken zukehren, solange die Chance besteht, dass ihr im Anschluss eins unserer Dörfer niederbrennt. Ob wir euch dafür allesamt töten müssen, oder ob eure Anführer einen Schwur zum Frieden leisten, ist dafür egal. Hauptsache, es gibt keine Kämpfe mehr zwischen unseren Stämmen, so dass wir uns anderen Zielen zuwenden können. Und wenn man bedenkt, wie die Schlachten bisher ausgingen, wäre es nur fair, wenn ihr die Überlegenheit der gallischen Krieger im weitem Umkreis kundtut - es wird das Selbstvertrauen meiner Krieger weiter stärken und sie vielleicht versöhnlicher stimmen. Die Etrusker, die die jüngste Schlacht für euch gewonnen haben, sind umgekehrt in Gallien als starke Krieger anerkannt."
Er nahm einige weitere Bissen und trank gierig.
"Was sagt ihr? Ach, bevor ihr wieder versucht, Worte durch Lappen zu ersetzen, sage ich es gleich: Sollten wir uns einigen, wird der Frieden von unseren Stammenführern persönlich besiegelt."
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 25.06.2010 20:07:25 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Galatian hatte nach dem ersten Satz Brennvs' schon alle Hoffnung fahren lassen, dass man diese Geschichte schneller beenden könnte als der normale Gang der Dinge es zulies.
An den merkwürdigen, derben Humor der Gallier konnte sich Galatian nicht gewöhnen.
Die nun folgenden Forderungen klangen schon eher nach einem begehbaren Weg.
Brennvs as hastig, als hätte er es eilig. Naja, wirkliche Manieren hatte Galatian auch nicht erwartet.
Nachdem Brennvs mit seinen Ausführungen fertig war, lies Galatian die Fakten auf sich wirken. Saß Brennvs jedoch mit unschuldiger Mine gegenüber.
Als wäre es ein beiläufiges Gespräch fragte Galatian dann Ihr wollt unser Silber? Wieviel davon? In welchem Zeitraum? Wie soll diese Hommage an die Gallier denn aussehen?
Galatian war von derlei Aussichten nicht erbaut, jedoch war ihm klar dass es ohne Opfer wohl nicht gehen würde.
Es war klar, um finanzielle Dinge ging es nicht und die scherzhafte Forderung nach den Weibern stand natürlich keineswegs zur Debatte, auch wenn es kein Scherz gewesen wäre. Lieber würden die ligurischen Krieger ihr Leben lassen.
Wie ein Kind, das nach einem Apfel fragt, stellte Galatian seine letzte Frage Was wäre wenn wir ablehnen?
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 26.06.2010 10:03:09 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
"Nun - wir wissen nicht genau, wie viel Silber euer Land ausspuckt, aber drei mal fünfzig Wagenladungen klingen für mich nach einem fairen Angebot. Wir werden das Silber selbst abholen. Zu dieser Hommage, wie du es nennst..."
Er grübelte einige Sekunden.
"Wie gesagt, das ist vor allem für die Stimmung meiner Krieger. Also wird der Anführer der Ligurer vor ihnen sprechen und ihnen ins Gesicht sagen, dass sein Stamm die Gallier für große Krieger hält. Das tut niemandem weh, nur eurer Ehre als Krieger, die ihr schon längst verloren habt. Nun?"
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 26.06.2010 13:05:40 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Galatian traute seinen Ohren nicht, als Brennvs die Ehre der Ligurer als verloren bezeichnete.
So so, du sagst wir hätten unsere Ehre verloren? Woher willst du denn diese Weisheit nehmen? fragte Galatian erzürnt.
Wir die Ligurer sind ehrenvoll, bis in den Tod. Wenn ihr Gallier das nicht erkennen wollt oder vielleicht einfach nicht könnt, dann soll es uns so egal sein wie der Staub vor unserer Tür.
Galatian musste an sich halten, den Gallier nicht direkt einkerkern und foltern zu lassen.
Er besann sich aber seines Versprechens Verhandlungen über eine Einstellung der Kampfhandlungen zu führen.
Wenn ihr das Eingeständnis, das ein anderes Volk grosse Krieger hat, als Schwäche anseht, seid ihr genauso schwach, wenn ihr die Etrusker als starke Krieger anerkennt. Nichts destotrotz gelten die Krieger der Gallier bei uns als starke Krieger, vor diesem Treffen, währenddessen und vielleicht auch in Zukunft. Das anzuerkennen fällt nicht schwer und ist auch keine Verletzung unserer Ehre. Euch das auseinander zusetzen warum und wieso unsere Denkweise dahingehend liegt, würde euch eher langweilen und ob ihr das letztendlich auch verstehen würdet wissen nur die Götter.
Brennvs Verachtung den Ligurern gegenüber war sonnenklar. Galatian erboste dieser Umstand massiv.
Silber aus unseren Minen. 3 mal 50 Wagenladungen. Bei 10 Wagenladungen hätte ich unter Umständen direkt eingeschlagen. Aber dieser Preis ist zu hoch. Bei 15 Wagenladungen einmalig wäre ich gerade noch so einverstanden. Und danach kehren beide Völker sich den Rücken zu und gehen auseinander. Das kann man von ehrenvollen Streitern verlangen. Es würde keinen von unserer Seite aus geben die einen anderen hinterrücks attackieren. Überlegt euch meine Worte und teilt mir einen Gegenvorschlag mit.
Mit diesen Worten lies Galatian Brennvs stehen und ging zu einem Zelt um Brennvs etwas Zeit zum Überlegen zu geben und sich selbst etwas Zeit um seinen Zorn abzukühlen.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 26.06.2010 21:08:49 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Als der Ligurer wieder aus dem Zelt kam, empfing Brennvs ihn mit einem Schwall an Worten
"Zuerst, Ligurer: Du irrst dich, oder du verstehst nicht. Dass es immer einen stärkeren gibt, ist Fakt. Das ist aber keine Entschuldigung dafür, schlecht zu kämpfen und nie zu siegen. Einzig darum verachtet Gallien euch. Aber egal. Zweitens: Wenn ihr euer kostbares Silber nicht rausrücken wollt, dann gibt es da noch etwas anderes, was ihr anbieten könntet, bevor meine Geduld reißt. Falls ihr nicht die Etrusker zu Sklaven gemacht haben, dann überschätzt ihr eure Sicherheit - das ist keine Drohung, nur ein Ratschlag. Drittens, das neue Angebot: Gallien hat Interesse daran, eure Häfen zu benutzen. Ohne Zoll, und wann es uns beliebt. Bedenkt, dass ihr dafür einen Gegner loswerdet, der euch weit überlegen und nicht übermäßig an Frieden interessiert ist. Das Angebot lautet also: Euer Hafen steht Gallien unbeschränkt offen, und ihr erkennt vor den Augen meiner Krieger ihre Stärke an - dafür schweigen die Waffen zwischen unseren Stämmen. Wenn ihr so klug seid, wie ihr daherredet, nehmt ihr an."
Er lehnte sich zurück und starrte sein gegenüber regungslos an. In seinem inneren tobte ein Sturm - teils verschiedenste Formen der Ablehnung gegen diesen Kerl, teils Berechnung, wie er antworten würde, und teils machte er schon wieder Pläne für den Fall, dass sein der Ligurer nicht annehmen sollte. Brennvs war sich inzwischen wieder klar, warum er lieber kämpfte, statt zu reden. Hier ging es zu wie im Kampf - Angriff, Abwehr, Gegenangriff - doch konnte es ewig so weitergehen. Im Reden war der Gegner erst geschlagen, wenn er es sich eingestand - nicht, wenn seine Eingeweide den Boden bedeckte. Und das dauert so elendig lange...
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Letzte Änderung: 2010/06/26 21:10 von Brennvs.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 27.06.2010 15:51:23 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Galatian war von dem Redeschwall des Galliers überrascht.
Die Geschwindigkeit der Wortfolge machte es Galatian schwer die Aussagen richtig zu deuten.
Galatian verstand in dieser Abfolge von Worten, dass die Ligurer die Krieger der Gallier ehren sollten und freien Zugang zum Hafen gewähren sollten. Wann immer es den Galliern beliebte.
Das klang fair und annehmbar.
Galatian wollte grade weiter auf Brennvs zugehen als ein Bote mit hochrotem Kopf an ihn herantrat und eine wichtige Botschaft überbrachte.
Galatian musterte Brennvs mit stechendem Blick und fuhr fort Ihr werdet verstehen, dass ich erst noch das Einverständnis meines Regenten einholen muss bevor ich die Bedingungen annehmen kann.
Als Galatian seine Ausführungen beendet hatte, stob ein Bote zu Pferd auch schon davon um den Regenten zu informieren und neue Anweisungen einzuholen.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Letzte Änderung: 2010/06/27 15:54 von .
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 29.06.2010 19:16:19 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
Galatian und Brennvs warteten nun schon lange auf den Boten der die Entscheidung des ligurischen Regenten überbringen sollte.
Worte wurden nur wenige gewechselt, man aß, trank und wartete.
Galatian hatte erwartet dass es länger als gewünscht dauern würde, da die Forderungen von Seiten der Gallier nicht gerade die einfachsten waren.
Als dann doch noch der Bote erschien, war die Zeit der Wahrheit gekommen.
Würden Ligurer und Gallier die Kampfhandlungen einstellen oder würde es weitergehen?
Der Bote ritt auf Galatian zu, stieg von seinem Pferd ab und übergab Galatian die Botschaft des Regenten.
Nachdem Galatian die Botschaft gelesen hatte, fragte er den Boten Bursche, ist dies die komplette Botschaft? Oder folgt noch ein zweiter Bote mit dem Rest des Textes?
Der Bote wurde nervös obgleich der Fragen Galatians und antwortete Es ist die ganze Botschaft, mein Herr. Diese Rolle wurde mir für euch mitgegeben. Von einem weiteren Boten weiß ich nichts.
Ein Lächeln umspielte Galatians Lippen als er an seine Botschaft an den Regenten dachte und ihm wurde schlagartig klar warum die Antwort so ausfiel.
Er hatte die Forderungen der Gallier notiert und die Frage ob man diesen Zustimmen würde oder nicht darunter gesetzt.
Die Antwort hielt er nun ja in den Händen:
QUOTE: NEIN!
gez. Halef
Galatian zeigte die Botschaft Brennvs, der wie er wusste nicht lesen konnte, aber war im Glauben, dass die Eindeutigkeit dieses Pergaments für sich sprach.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen 29.06.2010 21:30:43 --- 1 Jahr, 7 Monate her
|
|
|
Sein Bauch war mit Zorn gefüllt, sein Kopf mit Unverständnis. Wie konnten diese Kerle es wagen, sein viel zu nettes Angebot anzulehnen? Und wie kamen sie dazu, weiterkämpfen zu wollen? Nichts hatte er mehr gesagt, nur noch "So sei es," bevor er den Ligurer verließ, sein Pferd bestieg und wieder in Richtung der gallischen Lager ritt.
Dort angekommen, stellte er verwundert das fehlen der meisten Krieger fest. Nur der Rix, einige Häutplinge und die jeweilige Gefolgsleute waren geblieben. Die anderen, so berichtete man ihm, hatten die Waffenruhe genutzt, um nach Norden zu wandern und sicherzustellen, dass kein Feind sich nach Gallien schlich.
Als erstes ging er zum Rix, berichtete ihm von den Gesprächen und schloss: "Die Ligurer sind hochnäsige, verweichlichte Hunde. Sie denken, sie seien unbesiegbar. Wir werden ihnen beweisen müssen, wie leicht Gallien sie zerschmettern kann. Auf dein Kommando, Ares, will ich Galliens Krieger in Marsch setzen und Ligurien plündern."
Wenig später versammelte er die Krieger, die verblieben waren, und sprach:
"Schickt einen schnellen Reiter zu unseren Stammesbrüdern, sie sollen ihren Speck sofort in Bewegung setzen. Wir werden die Landstriche, die wir zuerst plünderten, wieder besuchen - der Feind hat dort einige Männer, gefundenes Fressen für den Eber. Wir werden kommen und sie zerschmettern, um wieder in den Kampfrausch zu kommen und wir werden uns dort mit unseren Brüdern treffen."
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|