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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen
 
Vercingetorix

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 17:12:44 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Einige Tage später, in der Nähe ligurischer Gebiete...

Vercingetorix hatte sich vorsichtshalber noch mit Proviant eingedeckt, bevor er aus dem Lager gestürmt war. Er war groß und kräftig. Genauso war auch sein Hunger. Und das genaue Gegenteil war sein Kläpper. So war die Tragfähigkeit seines Zossen genauso schnell erschöpft wie jetzt sein Essen.

Vercingetorix hatte auf dem Weg zu den ligurischen Landstrichen bereits mehrfach an kleineren Gehöften halt gemacht und sich mit neuer Nahrung eingedeckt. Nur wenige der Bauern hatten den Mut sich ihm entgenen zu stellen, während er seine Proviantsäckel füllte und so musste er nur einen von ihnen niederstrecken, der partout keine Ruhe geben wollte, als Vercingetorix sich nach dem Füllen seiner Beutel noch schnelle Vergnügung mit der, nicht unansehnlichen, Bauersfrau verschaffte.

Als sich Vercingetorix einige Tage später den Landstrichen näherte, die scheinbar unter einer gewissen Kontrolle standen, stieg seine Vorfreude ins unermessliche.
Hier irgendwo mussten doch die Ligurer rumlungern. Hier sollte sich doch einige finden lassen, die er verdreschen konnte... Doch schoss ihm in diesem Moment, es war selten genug, ein Gedanke durch den Kopf. Wie soll ich denen blos klar machen, dass ich einen Zweikampf und keine Zielscheibe für den Bogen sein will...
Naja... Irgendwer von diesen Ligurern hatte vieleicht während der Kämpfe auf gallischem Boden von den Galliern nicht nur gelernt wie man kämpfte, sondern auch wie man sich verständigte...
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Camulos

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 19:10:16 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
...zur gleichen Zeit...

Camulos war nach der Wiedereroberung Marseilles von den Karthagern als Späher in die nördlichen Gebiete geschickt worden. An einer Waldgrenze sitzend sah er von fern einen Reiter herankommen. Er ritt gemütlich, machte nicht den Eindruck, als wenn es ein umherziehender Plünderer wäre.
Vorsichtig zog Camulos sich ein wenig weiter ins Unterholz zurück um den Fremden genauer zu begutachten.
Als dieser noch einige Meter weg entfernt war, erkannte er, dass es sich um einen Gallier handelte.

Mhhh, die Gallier scheinen gerne alleine zu reisen . . ., dachte Camulos und das Bild eines Druiden, der auf eine Strohpuppe drosch kam ihm wieder in den Sinn, nun denn, wollen wir mal gucken, was ein Gallier hier zu suchen hat, vllt zieht er das Baden in unserem Meer, das in dem seinen vor, mögen die Götter eine Anwort darauf wissen!

Camulos trat 20 Meter vor dem Gallier aus dem Strauchwerk, den Speer lässig am Körper gelehnt und rief dem Krieger des Eberbanners zu: He da, Gallier, was suchst du hier?
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Mastek

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 20:16:29 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Derweil im biturigischen Grenzlang...

Das liess Mastek sich nicht zweimal sagen.

"Bringt mir die 2 schnellsten Pferde die ihr auf die schnelle finden könnt.
Holt mir den Bauern der die gallische Sprache beherrscht und packt zu Essen und zu Trinken ein, wir machen uns alsbald auf die Reise!"

Die Wachen machten sich an die arbeit und bald war alles zur Abreise fertig.
Mastek bebsprach noch einige Dinge mit seinen Beratern, die in seiner Abwesenheit zu erledigen waren.
Dann schwangen sich der König und der Dolmetscher auf ihre Pferde und ritten richtung Norden.

Bald stießen sie auf die Spuren der kleinen, gallischen Gruppe.
Mastek sah sich die Spuren genauer an und sprach zum Dolmetscher:

"Sie können nicht mehr weit sein, wenn wir in diesem Tempo weiterreiten sollten wir sie bald finden."
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Brennvs

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 20:28:45 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Später, nahe der gallischen Grenze, beim Nachtlager der Eberkämpfer

Die wenigen Wachen waren mehr als verwundert, als zwei Reiter im Süden am Horizont auftauchten und mit enormer Eile auf das Lager zuhielten.
Noch viel größer war die Verwunderung, als die beiden Gestalten näher kamen und sie den einen als Befehlshaber der Biturgen wiedererkannten. Sofort rannte einer ins Lager um Brennvs zu holen.

Selbiger kam wenig später zum Vorschein und sprach ohne Umschweife den anderen Reiter an: "Ich hoffe doch, du sprichst gallisch? Denn ich spreche die Sprache deines Herren nicht. Kommt herein und setzt euch an mein Feuer. Dann sagt, was ihr zu sagen habt und seit wann Biturgen wissen, dass man sich nicht hinter Boten versteckt?"
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Letzte Änderung: 2010/07/25 20:29 von Brennvs.
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Mastek

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 21:39:56 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Es dauerte nicht lange und das Lager der Gallier war in Sicht, vom weitem konnte man sehen, dass man bereits erblickt wurde.
Ein Gallier rannte ins Lager, offenbar um die Ankunft anzukündigen.
Als der König samt seines Begleiters das Lager erreichte, trat auch schon einer der Gallier heraus, diesen erkannte Mastek wieder, er traf in einer kleinen Schlacht bereits auf ihn, offenbar der Anführer dieser Gruppe und somit der gesuchte Gesprächspartner.
Jener richtete auch gleich das Wort an den Begleiter des Königs.
Dieser Antwortete dem Gallier und als dieser sich ins Lager begab und sich an ein Feuer setzte, folgte ihm der Dolmetscher und Mastek tat es diesem gleich.
Auf dem Weg zum Feuer fragte Mastek den Bauern was der Gallier gesagt hatte, dieser Antwortete:
"Er hat gefragt ob ich Gallisch spreche, dies bejate ich und er bat uns an sein Feuer."

Am Feuer angekommen fing der Gallier gleich an mit dem dolmetscher zu sprechen, welcher alles so gut er konnte für seinen König übersetzte.

Mastek sprach: "Übersetze ihm folgendes, in unsrem Land ist es üblich sich vorzustellen bevor man ein Gespräch beginnt. Mein Name ist Mastek ich bin der König der Biturigen. Wie werdet ihr genannt?
Zu eurer Frage, seit euch gewiss dass ich soweit es meine Zeit erlaubt, keinen Boten einem persönlichen Treffen bevorzugen würde. Ich kenne gerne meine Gegenseite persönlich, das hilft mir sehr sie einzuschätzen.
Nun lasst uns zum Hauptgrund dieses Treffens kommen, dem Frieden zwischen unsren Völkern.
Viel kann ich euch in der derzeitigen Lage nicht bieten, vieles habt ihr im vorausgegangenen Konflikt schon selbst an euch gerissen.
Mein Angebot ist ein Tribut von 150 Silberstücken um den Frieden zu besiegeln.
Was sagt ihr dazu?"

Der Bauer began dem Gallier die Worte zu übersetzen und Mastek wartete geduldig auf dessen antwort.
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Vercingetorix

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 21:42:49 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Abermals in der ligurischen Grenzregion...

Vercingetorix war sehr verwundert, als plötzlich ein bewaffenter Mann aus dem Wald hervor trat.
Er hatte ihn nicht bemerkt, bis er sich zeigte, aber besonders scharfe Sinne zählten nie zu seinen Gaben.

Er rief etwas, von dem Vercingetorix nur anhand des Wortes "Gallier" und anhand der Betonung der Worte erkennen konnte, was der Fremde, der Art und Farben seiner Kleidung und seines Zierwerks nach zu urteilen ein Maglos der Ligurer oder wie immer Vercingetorix's Stand bei den Ligurere heissen mochte, ihm sagen wollte.
In Gemütsruhe saß er ab und wandte sich dem Ligurer zu. Ein recht beeindruckender Speer lehnte an ihm.
Das war doch eine Gelegenheit...

Ich suche Galatian! rief er ihm zu, den Namen benutzend, der ihm im Lager genannt wurde.
Aber bis ich ihn gefunden habe, werde ich auch mit dir vorlieb nehmen. fügte er hinzu und grinste den Mann dabei an.
Er vermutete dass auch der Fremde die Bedeutung seiner Worte verstehen würde, auch wenn die Sprache ihm fremd war.

Daraufhin schlug er Speer und Schild zusammen und näherte sich dem Ligurer mit festem Schritt.
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Camulos

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      25.07.2010 23:37:09 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
...ligurisches Gebiet...

der fremde gallische Krieger stieg in aller seelenruhe von seinem Pferd und Camulos sah ihm an, dass er ein erfahrener Krieger von angesehenem Stand bei den Seinen war. Der Fremde kam auf ihn zu und sprach langsam in seiner Sprache, doch Camulos verstand nur ...Galatian...!

Dies musste also ein Krieger der Gallier mit diplomatischen Auftrag sein, warum sonst sollte er nach Galatian verlangen. Doch der Krieger machte einen Schritt auf Camulos zu und Schlug Speer und Schild gegeneinander, eine Geste die überall auf der Welt die gleiche Aussage haben sollte und er nickte dem Gallier zu, so dann, ein kleines Duell kann nie schaden . . . .
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Camulos

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      26.07.2010 10:42:07 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
..wenige Augenblickespäter...

So standen sich die beiden Krieger gegenüber. Camulos musterte den Gallier ein letztes mal, er war älter, seine Rüstung war der seinigen Lederrüstung weit überlegen und in der Hand hatte er den gleichen Speer, den ein Gallier getragen hatte, der als einziger seines Stammes Camulos zuvor im Duell besiegt hatte. Brennvs oder so war dessen Name gewesen.
Nun dann, das wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich will mich dieser Herausforderung stellen, dachte Camulos.
Und das Duell begann. . .
Der Gallier traf Camulos direkt ein paar mal mit der flachen Seite an Bein und Brust und er hatte Angst, dass dieses Duell eine peinliche Niederlage werden würde, doch mit einer geschickten Körpertäuschung haute er dem Gallier das Holzende seines Speeres gegen Kopf, der daraufhin ein wenig benommen umherschwankte. Diese kurze Orientierungslosigkeit nutzte Camulos und beförderte den Gallier mit einem weitausholenden Schlag gegen die Beine auf den Boden. Der Gallier verlor kurz seinen Speer aus der Hand, doch Camulos wartete bis er sich wieder erhob und das gewünschte faire Duell weitergehen konnte . . ..
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Galatian

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      26.07.2010 18:38:18 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
...währenddessen...

Als Galatian sich mit seinem Pferd in der Nähe der ligurischen Grenzen bewegte, bemerkte er ein paar Krieger welche sich zu duellieren anschickten.

Da muss ich doch mal hinreiten und schauen was da so vor sich geht dachte Galatian.

Als er näher kam, erkannte er die Gewänder der Krieger die vor ihm zu sehen waren. Einer trug ligurische Abzeichen, den anderen konnte er auf diese Entfernung als Gallier identifizieren.

Was wollen diese den schon wieder? fragte er sich.

Als er näher zu den beiden kam, stieg er von seinem Pferd nickte den beiden zu, als diese kurz hersahen und setzte sich auf einen Stein am Wegesrand.

Er hatte mittlerweile einen Kriegsherrn der Gallier, Vercingetorix, erkannt und war schon ganz gespannt auf die Gründe die diesen alleinigen Vorstoss des Galliers rechtfertigen würden.
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Vercingetorix

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Re:auf gallischem Boden: Ligurer & Biturigen      26.07.2010 20:15:13 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Als er sich wieder aufrappelte, war Vercingetorix beeindruckt, von der Kunstfertigkeit die der Ligurer mit dem langen Speer an den Tag legte. Besonders, da sich Seinesgleichen in den Schlachten gegen die Gallier häufig nicht so sonderlich hervor getan hatten. Diesen langen Speer musste Vercingetorix auch irgendwann einmal ausprobieren...
Aber nun hieß es ersteinmal, einen guten Kampf fortzusetzen.

Vercingetorix nickte dem Ligurer zu und ging dann in den Angriff über.
Eine Serie schneller Stöße und Schläge landete einige Treffer, bevor der Ligurer einen Treffer landen konnte.
Nach einem harten Gegenstoß verstärkte Vercingetorix seine Angriffe nocheinmal um ein Ende herbeizuführen. Doch in einen unachtsamen Angriff hinein konterte der Ligurer mit einem wuchtigen Stich, der um ein Haar die Glieder in Vercingetorix's Kettenpanzer gesprengt hätte.
Nach Luft ringend und mit schierer Willenskraft rammte Vercingetorix dem Ligurer die Schildkante an den Helm und schickte ihn so zu Boden, kurz bevor er sich slebst auf seinen Speer aufstützen und durchatmen musste.

Nach den Erfahrungen in den Schlachten gegen die Heerhorden, die man einige Male an den Grenzen geschlagen hatte, war Vercingetorix von einfacheren Siegen ausgegangen, aber ein Sieg war ein Sieg.

Vercingetorix überlegte kurz, entschied dann aber, dass der Ligurere auf Grund des guten Kampfes den er geboten hatte, seine Ohren behalten durfte.
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