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Re:Mol n lütt beten sück ressen 22.07.2010 20:09:56 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Als ich den Mann, der sich Wolf nannte, aus dem Lager reiten sah, schüttelte ich den Kopf.
Wie ein kleiner, bockiger Junge!
Sollte er ruhig schmollen.
Offenbar war er es nicht gewohnt, dass nicht alles sofort so lief, wie er es wollte.
Es war sicher eine gute Lektion, es zu lernen.
Eine Weile sah ich ihn nicht und ich bemühte mich, nicht an ihn zu denken - bis ich Fee und ihren Reiter entdeckte, der jedem ins Gesicht sah.
Ich seufzte. Was würde jetzt kommen?
Als er mich entdeckt hatte dauerte es nicht lang, bis er an meiner Seite lief.
Ich lies ihn schweigen und das Wort ergreifen - dies war seine Mission, nicht meine.
Seine Entschuldigung kam etwas kleinlaut, aber ehrlich.
"Das Geschehene, speziell der letzten Tage vergessen?" fragte er und sah mich erwartungsvoll an.
Ich erwiderte seinen Blick kurz, lächelte, drückte noch kürzer seine Hand und antwortete leise "Natürlich. Danke."
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 22.07.2010 20:19:32 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Ich nickte kurz
"Ich hab zu danken Yaiza!
Wenn aus dem kleinen Jungen ein Mann geworden ist reden wir noch einmal!"
Kurz lächelte ich sie an, dann saß ich wieder auf und ritt an die Spitze des Heerzuges
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 22.07.2010 20:45:33 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Ich sah ihm nach und musste grinsen.
Das war ein Wort und das war der Hinnak, wie ich ihn kannte.
Dennoch ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass ich hoffte, er würde sich nicht allzu viel Zeit lassen.
Oder doch?
Mit grenzdebilem Grinsen im Gesicht schritt ich weiter und weiter und nahm das um mich herum kaum noch wahr. Ich nahm auch nicht wahr, dass alle einen Bogen um ein Hindernis machten, beziehungsweise einen großen Schritt.
Alle bis auf...mich.
Ich tappte voll rein in das Loch im Weg, das mit kaltem Wasser gefüllt war.
Natürlich verlor ich das Gleichgewicht und viel vornüber in den Matsch.
Das ging so schnell, dass ich nicht mal zum fluchen kam, was ich natürlich nachholte.
Meine Kameraden halfen mir laut lachend, aufzustehen und stützten mich, doch das war gar nicht nötig.
Ich war unverletzt, nur furchtbar dreckig.
"Yaiza, wie konntest du bei deinem Hang zum Ungeschick eigentlich Hinnak retten?" fragte mich einer und alle lachten wieder. Ich grinste ihn nur an, um nicht antworten zu müssen, doch offenbar erwarteten sie auch nicht wirklich eine Antwort.
Der alte Heiler Hinnaks war von seinem Wagen gesprungen, hatte auf mich gewartet und sah mich kopfschüttelnd an.
"Wie hast du es nur geschafft, zu überleben?" fragte er lächelnd. "Ich gestehe, es fällt mir schwer, Hinnak zu glauben, wenn er von deinen Heldentaten spricht, während du kein Hindernis auslässt um darüber zu fallen."
"Ach..." entgegnete ich und versuchte ein Lächeln, das meine Lehmmaske aufreissen liess "Ich bin eben eine Frau der Gegensätze."
Das gefiel dem alten Heiler und er klopfte mir lächelnd auf die Schulter.
"Na komm. Du kannst ein bisschen auf meinem Wagen mitfahren und dir eine Decke umlegen."
Ein Angebot, das ich gern annahm. Hoffentlich sah mich Hinnak nicht, während ich aussah wie eine Dreckschleuder.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 22.07.2010 21:41:16 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Gerade hatte ich überlegt ob ich mich der Vorhut anschließen sollte die gerade davon präschte als mich ein Krieger ansprach
"Hinnak, ich soll dir ausrichten, du möchtest deine Leute zusammenholen.
Es wird ein kleines Heer abgespalten dem ihr beitreten sollt."
"Wo sollen wir uns sammeln?"
"Bei der nächsten Rast werden die Heere getrennt.
Ich muß jetzt weiter, die Anderen informieren."
Er trieb sein Pferd an und hielt auf einen anderen Reiter zu.
Den Reihen Nach Medje und Tyr absuchend ließ ich Schwarze Fee aus dem Zug ausscheren.
Als ich sie entdeckte ritt ich zu ihr, setzte sie in Kenntnis und wir teilten uns die Arbeit auf.
Ich hatte schon einige Männer und Frauen aus meinem Tross informiert, da stellte ich fest das ich etwa in der Höhe des Heerzuges war wo sich Yaiza befinden musste, doch ich konnte ihre rotblonde Mähne nicht entdecken.
Also sprach ich einen der Soldaten an
"Wo ist Yaiza geblieben?"
Der grinste breit als er ihren Namen hörte
"Yaiza? Die ruht sich nach ihrem Schlammbad jetzt auf dem Wagen des alten Rawert aus!"
Ich gab meinem Verlangen dem Kerl einen kräftigen Tritt zu verpassen nicht nach, stattdessen lenkte ich die Rappstute zu dem Wagen des Heilers.
Da saß sie, in eine Decke gehüllt, mit notdürftig gereinigtem Gesicht und Schlammspritzern im sonst so glänzenden Haar.
Mein kleiner, so sehr geliebter Tollpatsch, ich mußte Schmunzeln.
"Yaiza!"
Sie drehte sich zu mir um und ihr vergnügtes Lächeln verschwand kurz und wich einem verlegenen Lächeln.
Eine Haarsträhne hing ihr in hübsches Gesicht.
Ich streckte meine Handaus um sie wegzustreichen, dann hielt ich aber in der Bewegung inne und zog sie wieder zurück.
"Das Heer wird getrennt.
Du gehörst zu meinem Dorf, das heißt du bleibst bei meinem Tross.
Wenn du es möchtest.
Nach allem was geschehen ist verstehe ich es wenn du dich einem anderen Tross anschließen willst."
Ich atmete tief durch, blickte in ihre Augen Gedanken rasten durch meinen Schädel.
Bitte bleib bei uns, bleib bei mir Yaiza. Ich kann ohne dich nicht mehr sein!
"Es wäre schön wenn du bei uns bleiben wolltest.
Aber wie du dich auch entscheidest. Friggslund bleibt deine Heimat."
Ich hatte Angst vor ihrer Antwort, so trieb ich Fee an und galoppierte davon, während sich mein Herz zusammenkrampfte.
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Letzte Änderung: 2010/07/22 21:42 von Hinnak der Wolf.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 22.07.2010 21:51:28 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Der alte Heiler und ich spielten ein lustiges Kräuterquiz und ich schämte mich beinahe, dass ich seinen feinen Humor nie bemerkt hatte, als ich Hinnaks Stimme vernahm.
Schnell, beinahe schuldbewusst drehte ich den Kopf und sah ihn an.
Mal wieder dreckig. Wie peinlich.
"Es wäre schön wenn du bei uns bleiben wolltest.
Aber wie du dich auch entscheidest. Friggslund bleibt deine Heimat." beendete Hinnak seine Ausführungen und gallopierte davon.
Ja, wie sollte ich ihm dann antworten?
Ratlos sah ich den Heiler an.
Dann stellte ich mich auf den Wagen, machte mich groß und brüllte so laut ich konnte in seine Richtung
"HINNAK DER ÄNGSTLICHE WOLF WIRD NICHT OHNE SEINE HEILERIN ZIEHEN MÜSSEN!"
Die Köpfe ruckten herum und sahen mich amüsiert an.
"Ja...wenn er einfach abhaut?" fragte ich und zuckte grinsend mit den Schultern.
Rawert kicherte leise und auch auf meinem Gesicht schien das Grinsen festzementiert zu sein.
Ob er mich gehört hatte?
Keine Ahnung.
Aber den großen Mann verlassen kam nicht in Frage.
Nicht nach allem, was geschehen war.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 22.07.2010 22:13:36 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Endlich hatte ich meine Aufgabe erledigt und bald darauf kam die Nachricht das der Rastplatz erreicht war.
Alle Anführer sammelten sich und Sebak und Rongal gaben ihre Anweisungen underläuterten das weitere Vorgehen.
Es sollte ein Trupp voraus reiten um einen geeigneten Lagerplatz für die Nacht zu suchen.
Wenn Yaiza sich entschlossen haben sollte mit einem anderen Tross weiterzuziehen wollte ich es so spät wie möglich erfahren.
Um sie und mich vor irgendwelchen erneuten Dummheiten meinerseits zu bewahren.
So meldete ich mich freiwillig, übergab Madje das Kommando, wählte sechs Krieger und ritt davon.
Oh ihr Asen, ihr Ahnen und Geistwesen Yaiza darf mich nicht verlassen.
Wir hatten bald einen geeigneten Rastplatz gefunden.
Ich schickte zwei Reiter zurück, während wir Anderen Feuerholz sammelten und auf die Jagd gingen.
Die Dämmerung brach an und der Heerzug näherte sich.
Mit rasendem Herz hielt ich ausschau und versuchte mir dabei einen möglichst gelassenen Anschein zu geben.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 23.07.2010 15:52:10 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Nachdem Hinnak weggeprescht war wie angestochen sah ich den alten Heiler mit hochgezogenen Augenbrauen an.
Er tätschelte lächelnd mein Knie und meinte nur "das gibt sich wieder, Kind."
Kaum hatte er ausgesprochen, kam Medje angeritten und fragte "was ist denn mit Hinnak los?"
"Naja" entgegnete ich, "die Verwandlung vom kleinen Jungen zum Mann dauert wohl noch etwas. Mach dir keine Gedanken."
"Ähm...du bleibst aber bei uns?"
"Natürlich" antworteten der Heiler und ich aus einem Mund.
Medje wirkte beruhigt und ritt weiter und ich blieb einfach bei Rawert auf dem Wagen sitzen, solange er mich duldete. Nach einer langen Weile kamen wir an einem breiten Bach entlang und ich sprang vom Wagen, um mich zu säubern. Rawert gab mir eine neue Decke in die ich mich einwickelte, dann aber weitermarschierte um nicht auszukühlen. Ein kleineres Tuch band ich um meine Haare, da diese beim Waschgang ebenfalls nass geworden waren.
"Sag mal, Yaiza" sprach mich einer der Krieger an, während wir so liefen, "was läuft eigentlich da zwischen dir und Hinnak?"
"Nichts" entgegnete ich kurz angebunden, doch er ließ sich nicht entmutigen.
"Also, was man so hört..."
"Man hört vieles, unter anderem die Vögel singen, und man versteht sie dennoch nicht. Du solltest dich auf das konzentrieren, was du weisst!"
"Oh, warum so gereizt?"
"Weil mich deine Frage nervt!"
"Ich finde, du könntest höflicher sein!" entgegnete er etwas lauter und ich blieb stehen und blitzte ihn an.
"Was du findest ist mir herzlich egal! Frag doch Hinnak und nicht mich!"
"Stell dich nicht so an!" rief er nun und gab mir einen leichten Stoß gegen die Schulter.
Ich taumelte zwei Schritte zurück und stieß ihn dann mit Anlauf und beiden Händen gegen die Brust, woraufhin er mich wieder schubste und kurz danach lagen wir beide im Schlamm und rauften uns.
Als ich abends im Lager ankam, saß ich in eine dunkle Decke gehüllt auf Rawerts Wagen.
Mein Gesicht und meine Arme zierten einige Schrammen, doch der andere sah auch nicht besser aus.
Rawert hatte uns getrennt und laut zurecht gewiesen.
Medje stand grinsend dabei, weil ich Grimassen schnitt.
Im Lager angekommen suchte ich eine Möglichkeit, mich zu waschen und fand sie schnell.
Aus den Augenwinkeln sah ich Hinnak, der seine Leute durchzählte, doch er hatte mich nicht zur Kenntnis genommen, was angesichts meines Äußeren für mich in Ordnung war.
Nach dem zweiten Grundwaschgang an diesem Tag band ich mir wieder ein Tuch um den Kopf und hüllte mich in die warme Decke Rawerts, als ich zurück ins Lager kam und mich ohne Umschweife zu den anderen ans Feuer setzte.
Einige grinsten, als sie meine verschrammte Wange sahen, doch keiner sagte etwas.
Ihr Glück.
Ein Hinnak, der sich aufführte wie ein beleidigtes Kind und lästernde Kameraden waren zuviel des Guten fand ich.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 23.07.2010 16:29:05 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Der Heerzug verteilte sich auf dem Lagerplatz und ich sah mich um ob alle Friggslunder den Anschluß an das richtige Heer gefunden hatten.
Besonders freute mich das ich ein Gesicht entdecken konnte.
Am liebsten wäre ich zu Yaiza hingelaufen doch bezwang ich den Drang.
Hatte ich sie doch schon genug ins Gerede gebracht.
Als das Lager stand und sich an den Feuern die Kriegszügler versammelten ging ich umher um zusehen wie es meinen Leuten ging.
Und wieder bereute ich meine Geschichte, das Yaiza mich aus dem See gezogen hat.
Irgendwann hatte ich aufgehört mitzuzählen wie oft ich die angeblichen Geschehnisse erzählt hatte.
"Hallo Yaiza! Darf ich mich zu dir setzen?"
Ohne eine Antwort abzuwarten setzte sich die rothaarige Kriegerin neben die Freundin und sprach leise zu ihr
"Ich habe meinen Bruder gesehen, er wandert von Feuer zu Feuer und jedesmal muss er die Geschichte erzählen wie du ihn gerettet hast. Er büst seine Lüge ganz schön!"
Medje lächlte breit, ihr Blick fiel auf die Kratzer und Schrammen auf Yaizas Wange und besorgt fragte sie
"Hat Rawert sich dein Gesicht angesehen?
Nicht das sich die Kratzer entzünden, ich habe erst einen Menschen verloren den ich sehr liebte.
Du darfst mich nicht auch noch verlassen!"
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 23.07.2010 16:46:44 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Ach, wenigstens Medje war vernünftig!
Ich lächelte sie an und machte Platz.
"Ach die paar Kratzer. Sie sehen nur so aus, weil ich mein Gesicht vorhin mit etwas Lehm abgerubbelt habe. Mach dir keine Sorgen."
Ich drehte mich um und sah zu einem anderen Feuer, an dem Hinnak gerade stand und, seiner Gestik nach zu urteilen, etwas erklärte.
"Er bereut seine Geschichte? Das ist gut so. Wäre er näher an der Wahrheit geblieben, wäre es besser gewesen."
Medje sah mich nur an und nickte dann.
Dann beugte sie sich zu mir und legte einen Arm um mich.
"Wie lange willst du ihn büßen lassen?" fragte sie leise.
Ich musste glucksen und lachte, bevor ich antwortete "es ist seine Geschichte. ICH mache gar nichts."
Wir drehten uns beide um und sahen ihm kurz zu, dann fragte Medje mich "Kannst du ihn denn mit dem Herzen sehen?"
Überrascht blickte ich in ihr Gesicht.
Sie hatte Recht. Ich hatte ihn bisher nur mit den Augen angesehen.
So gesehen war er ein Teil von Medje.
Doch wenn ich mein Herz sprechen ließ...was war dann?
"Naja...." begann ich zögernd.
"Also nein."
"Du hast recht. Eher nein. Bisher nicht."
Auf einmal hatte ich es furchtbar eilig und entschuldigte mich schnell von Medje.
Auf der Suche nach einer ruhigen Ecke landete ich hinter dem letzten Zelt des Lagers, wo ich mich, eingewickelt in meine Decke, ins Gras legte und zu den Sternen sah.
Hinnak mit dem Herzen sehen.
Das ging nur, wenn ich sonst nichts sah außer der Unendlichkeit der Sterne über mir.
Was sah ich also?
Was war hinter seinen Bartzöpfen und der selbstbewussten Erscheinung?
Ein Mann, der verloren hatte, was er am meisten liebte. Seine Frau.
Der sein Kind noch nie gesehen hatte.
Der weitermachen musste, weil sich alle auf ihn verließen, aber der sicherlich sehr verunsichert und verletzt war.
Wie viel Mut mochte es ihn gekostet haben, mir seine Gefühle zu gestehen?
Zu riskieren auch noch mich zu verlieren?
Ich legte die Hand über meine Augen.
Mein Herz sprach eine deutliche Sprache mit mir.
Ich hatte mich furchtbar verhalten.
Ich hatte nur daran gedacht, wie ich dastehen würde, statt dem Mann, der mein Leben gerettet hatte, ein bisschen Wärme zurück zu geben.
Schnaubend nahm ich die Hand weg, setzte mich auf und sah mich um.
Ich würde mit ihm reden. Jetzt.
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Re:Mol n lütt beten sück ressen 23.07.2010 17:34:11 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Endlich hatte ich das Feuer erreicht an dem Medje saß.
Ich setzte mich neben meine Schwester.
"He Hinnak! Hier."
Ein Krieger war aufgestanden und reichte mir ein mit Met gefülltes Trinkhorn
"Yaiza hält sich ja sehr bedeckt. Willst du uns erzählen was geschehen ist und wie sie dich gerettet hat?"
Ich nahm das Horn nahm einen kräftigen Schluck
"Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich bin in den See gesprungen und nach dem ich ein Stück geschwommen war bekam ich, wohl wegen des kalten Wassers einen furchtbaren Krampf in beiden Beinen. Ich hatte größte Mühe mich über Wasser zu halten.
Den Asen sei Dank war unsere mutige Yaiza gerade in der Nähe.
Ohne zu zögern sprang sie in den See schwamm zu mir und holte mich heraus.
Wer weiß, ohne ihren selbstlosen Einsatz wäre ich vermutlich ertrunken."
Ich hob das Trinkhorn
"Auf das Wohl meiner Retterin Yaiza! Mögen sie die Asen immer so gut leiten!"
Alle hoben ihre Hörner und Rufe "Möge Wodan mit ihr sein" und "Lang lebe Yaiza"
gellten durch die Nacht
Medjes Ellenbogen traf mich in die Seite
"Warum tust du das? Sei froh das Yaiza nicht mehr hier ist.
Sie würde das sicher nicht gut finden.
Und ich auch nicht!"
Dann sprang sie auf und lief davon.
Was war hier eigentlich los?
Gab es irgendetwas was ich den beiden Frauen die ich liebte noch recht machen konnte?
Ich stand auf und ging im großen Bogen um die Feuer und lehnte mich abseits des Lagerplatzes an einen Baum.
Zu den Sternen empor blickend dachte ich an meinen Vater, an meinen jüngeren Bruder an Ranje und all die Anderen meiner Sippe die in Asgard weilten.
"VATER!"
Ich fühlte mich verloren.
Ich brauchte Rat. Führung.
Zu viele meiner Entscheidungen der letzten Monate waren falsch gewesen.
Hätte ich Yaiza bei Ranje gelassen würde meine Frau sicher noch leben.
Medje nach Friggslund zuschicken und so viele andere Fehlentscheidungen.
Auch meine Selbstsucht gegenüber Yaiza.
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