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Der Bote der Aorsen erreichte den Ort an dem er das Lager der Guttonen erwartete, doch kein Krieger war weit und breit in Sicht. Ein paar Bauern in der Nähe waren mit ihrer Arbeit beschäftigt. So fragte er diese nach dem Kindis und seinen Kriegern. Diese wiesen ihm den Weg Richtung Süden. Ihren Erklärungen folgend erreichte er nun mit ein paar Tagen Verzögerung das Guttonenlager. Ein geschäftiges treiben herrschte hier. Schmiede hämmerten auf den Ambossen, Feuerschein erhellte die anbrechende Nacht. Einer der Krieger führte ihn schließlich zum Zelt des Kindis.
"Seid willkommen, welche Nachricht bringst Du mir denn"
Der Botschafter tat, wie ihm aufgetragen wurde und berichtete dem Kindis von dem Willen der Aorsen.
"Nun denn, eine gute Nachricht. Sag Deinem Herrn, daß wir auf Kriegsreise sind. Sag ihm, daß sich das Land der Aorsen nicht vor den Guttonen fürchten möge und daß wir im Auftrag der Götter die Rache in den Osten tragen werden. Berichte Deinem Fyrsten von dem Treiben, welches Du beobachtet hast. Und versichere ihn unserer Freundschaft."
Alarich wurde etwas nachdenklich.
"An den Grenzen Eures Reiches werden nun einige Schlachten ausgefochten werden. Frage Deinen Fyrsten, ob er an die gerechte Rache der Götter gegen Feiglinge glaubt und ob er uns den Weg der Rache verwehren will. Nun, nein, las das. Frag ihn einfach, ob wir uns in einem thing treffen und direkt mit einander beratschlagen."
Da die Nacht bereits angebrochen war, lud Alarich den Boten an seine Tafel zu Speise und Trank ein. Die Guttonen feierten wohl mächtig. Im Anschluss des herrlichen Mahles wurde dem Boten ein Nachtlager zugeteilt. Am nächsten Morgen, nachdem er mit Speisen und Met wohl versorgt war, machte sich Philips Bote wieder auf, die Nachricht des Guttonen zu seinem Herrn zu befördern.
Alarich, von den Goten
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