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Blutiger Sand 01.08.2010 14:44:46 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Ramses stand inmitten seiner Gefährten auf der Sanddüne inmitten der Wüste. Vor ihnen erstreckte sich das Reich der Karthager an den Ausläufern der Wüste und die Armeen des Feindes standen wohl bewehrt auf den gegenüberliegenden Dünen. Was nun an Karthago so schön sein sollte, das verschloss sich ihm ein wenig. Kein Grün, wie im Nildelta, keine aussergewöhnlichen Bauten, keine ersichtlich hochentwickelte Kultur. Ob es das wert war darum zu kämpfen? Ein Haufen Wüstensand? Ein beklemmendes Gefühl kam in ihm auf. Woher hatten sie gewusst, dass sie hier ausgerechnet angreifen würden? Späher hatten sie nicht zu Gesicht bekommen, und auch das Territorium anderer Reiche hatten sie bestenfalls gestreift…
„Sei´s drum…“ murmelte Ramses „…hier sind wir nun, und hier wird es sich entscheiden!“
Der lange Marsch durch die Wüste hatte an ihren Kräften gezehrt. Trotz aller Vorbereitungen und Maßnahmen waren die beiden ägyptischen Armeen schon lange nicht mehr so kampfbereit wie beim Aufbruch. Er schaute nach links, dann nach rechts. Und dann begann er mit seinem Messer gegen den Rand seines Schildes zu schlagen…
Nach und nach stimmten die anderen Krieger mit ein, und der Lärm schwoll allmählich an.
*RUMMS* *RUMMS* *RUMMS*
Der Herzschlag beschleunigte sich im Takt, die Spannung stieg ins unermessliche...
*RUMMS* *RUMMS* *RUMMS*
Wieder und wieder schlugen sie auf den Rand ihrer Schilder.
Plötzlich setzten sich die karthagischen Standarten in Bewegung. Unerwartet, schnell und präzise geführt. Nur noch Sekunden, dann wäre es soweit...
Der Heerführer, der Pharao höchst selbst, gab das Zeichen. Die Bogenschützen, unter ihnen der Leibwächter von Ramses, ergriffen ihre Bögen und feuerten Salve um Salve dem Gegner entgegen. Der Eine oder Andere unter ihnen wurde von den Pfeilen getroffen. Plötzlich hielten die karthagischen Truppen inne, die vorderste Reihe kniete sich hin und ein Pfeilhagel ergoss sich aus den Linien dahinter über die Ägypter. Ramses duckte sich unter seinen Schild, als er plötzlich den schmerzvollen Aufschrei einer wohlbekannten Stimme vernahm. Konnte es sein? Er blickte sich noch einmal um, jedoch konnte er nirgends einen Hinweis auf ihre Anwesenheit entdecken…
Nun riss der Pharao sein Kopis aus der Scheide, erhob es in die Luft und deutete in Richtung der Karthager. Das war das Zeichen…
Die ägyptischen Krieger rannten los, mit lautem Kriegsgeschrei stürzten sie sich auf die anrückenden Karthager. Auch Ramses rannte los, in der Linken sein Schild fest umklammert, in der Rechten das Messer. Mit voller Wucht prallten nun die beiden Heere aufeinander, die Schlacht begann. Im Schlachtgewühl versuchte Ramses sich zu orientieren. Und tatsächlich konnte er ein lohnenswertes Ziel ausmachen: Pygmalion, den Herrscher über das karthagische Reich. Ramses mobilisierte seine Kräfte und stürmte auf diesen zu.
Plötzlich sprang einer der beiden Leibgardisten des fremden Herrschers in den Weg. Eine geschickte Drehung, ein gezielter Stoß und dieser war aus dem Weg geräumt. Leider zog diese Aktion nun einige Aufmerksamkeit auf sich, so dass Mago der II. sich mitsamt seiner Leibgarde in das Vorhaben einmischte. Ein weiterer Leibgardist, diesmal der von Mago, stürzte auf Ramses zu um seinen Herrscher zu beschützen. „Verflixt!“ fluchte Ramses lauthals. Er warf sich mit aller Kraft dem weitaus besser gerüsteten Krieger entgegen, tauchte unter einem Hieb hindurch und riss den armen Kerl zu Boden. Noch benommen von dem harten Aufprall konnte dieser den kräftigen Stich durch den Brustpanzer nicht abwehren, und so bohrte sich Ramses Messer tief in seine Brust. Gurgelnd und hellrotes, schaumiges Blut hustend blieb der Leibgardist regungslos liegen, und Ramses wandte sich wieder seinem Ziel zu.
Und wieder wurde er jäh gestört in seinem Ansinnen den Herrscher der Karthager höchst selbst zu fordern. Maiklus war sein Name, er stammte wohl aus Troja, versperrte Ramses erneut den Weg. „Aaaaargh!“ Mit einem wütenden Schrei griff Ramses an. Maiklus holte zum Schlag aus, jedoch gelang es Ramses rechtzeitig seinen Schild zwischen sich und die heransausende Waffe zu bringen, so dass der Schlag abprallte. Mit dem Schwung des Schildes vollführte Ramses eine Linksdrehung und schlug seinem Gegner heftig mit der Kante des Schildes auf den Hinterkopf, so dass dieser bewusstlos zusammenbrach.
Ramses brauchte einen kurzen Moment. Er musste durchatmen und sich neu orientieren. Wo war Pygmalion? Wo steckte er? Und wo steckten seine Leute? Offensichtlich lichteten sich die Reihen der Ägypter weitaus schneller als erwartet…
Noch in Gedanken versunken rannte ein schwer bewaffneter Karthager abermals auf Ramses los. Erschöpft, aber vom Siegeswillen beseelt versuchte Ramses den Schlag abzuwehren, jedoch konnte er nicht vermeiden, dass er an seinem Schildarm eine tiefe Schnittwunde erhielt. Nun standen sich die beiden Kontrahenten gegenüber. Sie tänzelten umeinander herum, schauten sich in die Augen… Wer würde den nächsten Stoß wagen?
Ramses war nicht bereit das abzuwarten und stieß zu. Offensichtlich überraschte dies seinen Gegner und dieser konnte nicht verhindern die volle Wucht des Stoßes abzubekommen. Nur leicht getroffen, aber überrumpelt lies dieser nun von Ramses ab.
Der Schweiß rannte in Strömen an Ramses Körper herunter, die Entbehrungen der letzten Tage und Wochen zeigten ihre Wirkung. Noch dazu brannte die Schnittwunde am Arm wie Feuer. Ramses sah sich um. Konnte es wahr sein? Er konnte nur 6 seiner Gefährten noch sehen, zahlenmäßig weit dem Gegner unterlegen. Es standen 3 oder 4 Karthager gegen einen von ihnen. Es war aussichtslos…
Aus den Augenwinkeln sah er, dass eine ägyptische Kriegerin vom Schlachtfeld gezogen wurde. Hatte er also doch richtig gehört. Was in Osiris Namen machte Nefertari hier? Was hatte sie hier zu suchen? Er selbst hatte Wert darauf gelegt, dass die Mutter seiner Tochter im Heimatlande blieb, damit sichergestellt war, dass wenigstens ein Elternteil…
Weiter kam er in seinen Überlegungen nicht. Schmerzhaft wurde er in seinen Gedanken unterbrochen, als ein Leibgardist ihm sein Schwert in den Leib rammte. Der leichte Lederpanzer verhinderte zwar Schlimmeres, jedoch reichte der Hieb aus um diesen zu durchschlagen und ihm eine klaffende Wunde unterhalb der Rippen beizubringen.
Er musste hier raus, das war Wahnsinn! Unter Schmerzen, blutend und völlig erschöpft versuchte Ramses sich seinen Weg zu bahnen. Ein weiteres Mal sprang ihm ein Karthager in den Weg, ein gewisser Fendal wie er später erfuhr. Auch dieser holte aus und schlug hart zu. Ramses hatte nicht mehr die Kraft um sein Schild weit genug dem Schlag entgegenzuwerfen. Wieder wurde er schmerzhaft getroffen, wieder hinterlies der Hieb eine Wunde, diesmal an der Schulter.
Das letzte, woran sich Ramses noch erinnern konnte war, dass Abu Dun sich leicht links vor ihm aufbäumte. Er erkannte die Absicht, er erkannte den Gegner. Aber inzwischen war er zu keiner Gegenwehr mehr fähig… Der Schlag traf ihn hart am Kopf.
Alles verschwamm vor seinen Augen, er konnte noch fühlen, wie er auf die Knie sank im heißen, blutgetränkten Wüstensand. Und dann wurde es schwarz vor seinen Augen…
Als Ramses wieder zu sich kam lag er neben seinem Zelt im Heerlager. Der Tross hatte ihn vom Schlachtfeld gezogen, und bemühte sich gerade die Wunden zu behandeln. Der kupferne Geschmack in seinem Mund verriet ihm, dass er sein eigenes Blut schmeckte. Ein Blick in das Heerlager verriet ihm, dass sie vernichtend geschlagen worden waren. Nur Verletzte so weit das Auge reichte. Vereinzelt zogen die verwundeten Krieger an seinem Rastplatz vorbei, der Heimat entgegen. Sie hatten das Heer aufgelöst, nun war es an jedem selbst den Weg zurück in die Heimat anzutreten, die unerbittliche Wüste zu durchqueren und Ägypten wieder zu erreichen. Der Rückzug hatte begonnen…
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Re:Blutiger Sand 01.08.2010 14:53:31 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Ein Fuß vor den anderen setzend ….
Sandkorn für Sandkorn …
Düne für Düne …
Weiter … zurück ...nur nicht nachdenken. Linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß …. Nur nicht anhalten!
Keiner wusste wer da zwischen alle den normalen Soldaten lief. Keiner konnte sie als das erkennen was sie war. Sie war eine von ihnen, eine von wenigen die es Überlebt hatten.
Gut hier und da ein paar Verletzungen, aber sie konnte noch selber laufen. Und genau das tat sie nun auch.
Brav einen Fuß vor den anderen setzen, auch wenn ihr Herz mit aller Macht schrie.
Es brüllte sie förmlich an sie solle bleiben. Sie durfte nicht fliehen, sie MUSSTE bei ihm bleiben.
Doch ihr Verstand zwang sie einen Fuß vor den anderen zu setzten.
Sethos brauchte sie und auch wenn sie es niemals zugeben würde, das Volk brauchte sie ebenso.
Es herrschte eine beinahe unheimliche Stille zwischen all den Männern und Frauen die mit ihr liefen. Einmal hatte sie kurz Ramses gesehen. Und sie hatte wirklich mit sich kämpfen müssen.
Sie wollte zu ihm gehen, mit ihm reden sich anlehnen und für einen Moment einfach nur schwach sein.
Doch sie konnte es sich nicht erlauben schwach zu sein. Sie musste stark sein. Sie musste kämpfen!
Kämpfen hätte sie eigentlich auch auf dem Schlachtfeld gesollt. Doch der Gedanken an ihrem kleinen Sonnenschein, hatte sie vorsichtiger werden lassen. Was wenn er in dieser Schlacht Vater und Mutter verlieren würde?
Nein, dass konnte sie nicht zulassen.
Alle hatten sie tapfer gekämpft aber sie hatten der Übermacht wenig entgegen zusetzten gehabt und Nefertari war froh gewesen als Raziel endlich den Rückzug beordert hatte.
Sie hatte sich während des Kampfes eine Fleischwunde am Oberarm zugezogen. Hatte diese aber erst bemerkt als sie einen Moment zum durch atmen gekommen war. Selbst beim Rückzug hatten sie alle noch um ihr Leben kämpfen müssen.
Aber selbst nach dem Rückzug und ihrer Verletzung, war sie unter den einfachen Soldaten geblieben. So genau war sie sich nicht sicher ob Raziel überhaupt wusste das sie dabei war. Aber eigentlich … ja er müsste sie gut genug kennen, um zu wissen, dass sie sich mit geschlichen hatte.
Um so schwerer war es für sie nun zu wissen was er von ihr Verlangte.
Sollte sie nach Hause, oder sollte sie bei ihm, oder zumindest in seiner Nähe bleiben?
Unbewusst hatte die junge Frau die noch vor wenigen Stunden mitten im Feld marschiert war, sich zurück fallen lassen. Nun ging sie am Rand, keiner würde es bemerken wenn sie sich einfach zur Seite wegfallen lies.
Sie könnte sich hinter ein Düne verstecken, den Abend abwarten und dann zurück kehren … und dann?
Ein Fuß vor den anderen setzend ….
Sandkorn für Sandkorn …
Düne für Düne …
Nur nicht nachdenken …
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Re:Blutiger Sand 01.08.2010 16:00:56 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Abu Dun stand zusammen mit Pygmalion und Hannibal Barka auf einer hohen Düne. Den Blick gen Süden gerichtet, wo das scheinbar endlose Heer der Ägypter Aufstellung bezog...
Das ganze war Wahnsinn gewesen. Es war nicht lange her, da hatten Späher ihnen berichtet, dass zwei große ägyptische Heere bei Tinrirt gesichtet wurden. Erst hatte man es im Palast von Karthago nicht glauben wollen, dann aber wurden im Eiltempo alle Soldaten und wehrhaften Männer zusammen gezogen. Es hatte kein Zweifel bestanden, was das Ziel der Ägypter sein mochte. Im Eiltempo hatte das Heer der Karthager also die fruchtbaren und grünen Küstenregionen Karthagos verlassen und war durch die Berge von Erg gezogen. Gerade noch rechtzeitig waren sie schließlich hier am Rande der Wüste in Kabir angekommen.
...schließlich ein kurzer Blick zurück gen Norden. Dort beganngen die Berge von Erg. Diese Schlacht hier durften sie nicht verlieren, den ein geordneter Rückzug in die Berge würde sie vor einige Probleme stellen. Einen letzten Moment noch in diesen Gedanken gefangen, war es Pygmalion, der ihn wieder in das hier und jetzt zurück holte. Die Botschaft, welche die Ägypter zu einem friedlichen Abzug bewegen sollte, hatte versagt. Also musste jetzt die Taktik für die kommende Schlacht besprochen werden. Ein großes Problem bestand in der mangelnden Anzahl an guten Schützen. Zwar waren die Bauern dieser Region mit Bögen bewaffnet wurden, aber es fehlte ihnen an Erfahrung. Man müsste die Entfernung zum Gegner verkürzen, damit die Pfeile sicher ihr Ziel finden würden. So wurde eine gewagte Taktik gewählt. Mit erhobenen Schilden, um sich vor gegnerischem Beschuss zu schützen, sollten die Fußkämpfer vor stürmen, die Bogenschützen hinter ihnen. Kurz vor der feindlichen Linie würde man stoppen und die Bogenschützen feuern lassen. Hannibal Barka würde das Kommando über diese riskante Mission führen. Dann sollte Abu Dun mit der Reiterei den Ägyptern in die Flanke fallen. Schließlich würde Pygmalion die Hauptstreitmacht der Fußkämpfer ins Feld führen.
Die Schlacht hatte begonnen. Die Bogenschützen der Karthager hatten blutige Ernte unter den Ägyptern gehalten. Aber auch an den Karthagern waren die ägyptischen Pfeile nicht ganz spurlos vorbeigegangen. Nun stürmte das Fußvolk auf beiden Seiten aufeinander zu. Das war das Zeichen für Abu Dun. Hoch hielt er seinen Speer und brechte auf seinem Dromedar voran, die rechtliche Reiterei direkt hinter ihm. Die Dünen boten ihnen noch etwas Deckung, dann überraschten sie schon die Flanke der Ägypter. Auf den ersten Metern kamen sie noch gut voran und konnten viele Ägypter in den Tod reißen. Doch auch die Ägypter waren nicht untätig. Schnell formierten sie sich neu, so dass Abu Duns Einfall in ihre Flanke bald schon zum erliegen kam. Dann war er mitten in der Schlacht. Umgeben von Freund und Feind...
... namenlose Gesichter, gesichtlose Krieger. Abu Dun achtete wenig darauf, gegen wen er gerade kämpfte. Zwar kannte er einige der Ägypter bei Namen und Gesicht, aber ihm war es egal, solange sein Speer sein Ziel traf. Und das tat er....
... da, ein Ägypter vor ihm. Ein gezielter Stich in den Oberarm und schon wurde der Ägypter zu Fall gebracht. Eine junge Frau, wie sich noch während ihres Falls zeigte. Und geschickt noch dazu. So schaffte sie es, Abu Dun noch am Bein zu verletzen, bevor sie endgültig auf dem Sand aufschlug...
... weiter geht es durch die Reihen der kämpfenden. Immer wieder trifft Abu Duns Speer sein Ziel. Dann streift ein Hieb sein Dromedar an der Seite. Das Tier schreit und bäumt sich auf. Abu Dun verliert den halt und fällt...
...einige Sekunden ist ihm schwarz vor Augen. Dann geht es wieder. Schnell wird sich aufgerichtet. Die Schlacht muss weiter gehen. Da, ein weiterer Krieger vor ihm, die linke Seite ihm zugewandt. Genau richtig. Kurz sah Abu Dun noch den erschrockenen Blick seines Gegenübers. Für eine Gegenwehr blieb diesem aber keine Zeit mehr. Abu Dun schwang seinen Speer und traf seinen Gegenüber mit der stumpfen Seite am Kopf....
... immer mehr Krieger vielen und tränkten den Wüstensand mit ihrem Blut. Es waren die Karthager, die nach und nach immer mehr die Oberhand gewannen. Schließlich bließ der Pharao Ägyptens zum Rückzug. Erleichterung, unendliche Erleichterung übermannte Abu Dun. Sie hatten die Schlacht gewonnen, auch wenn sie dafür einen hohen Preis gezahlt hatten. Die Ägypter aber hatten ihre Niederlage mit ungleich mehr Blut in Kauf nehmen müssen....
... sein Dromedar hatte er endlich wieder und um seine Wunden war sich auch gekümmert wurden. Nun war es Abu Duns Aufgabe gewesen, dem Pharao Ägyptens eine erneute Botschaft zu schicken um diesen zum Abzug zu bewegen. Und es schien, als hätten die Götter mit allen ein Einsehen gehabt, den noch bevor Abu Duns Bote den Pharao erreichte, hatte dieser schon beschlossen, dass genug Blut geflossen war und seine Heere aufgelöst.
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Re:Blutiger Sand 01.08.2010 16:13:48 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Der Wind im Gesicht roch...salzig...endlich erreichten Sie das Meer.
Ihre Pferde bis an die Grenze treibend ritten Sie voran.
Bald schon würden Sie wieder zu Hause sein, baldschon.
Die Expedition gegen die Karthager war nicht gut verlaufen.
Niederlage, ein hässliche Wort, aber ein Wort das jedem Soldaten nicht fremd sein konnte, nicht fremd sein durfte.
Eine Niederlage im fairen Kampfe stärkt den Charakter...stärkt Körper und Geist, manchmal mehr wie jeder Sieg...sagte Vater immer...er hatte Recht.
Die Schlacht war für Thanatos nicht schlecht verlaufen, sein Bogen und Speer fanden ihre Ziele. Am Ende hatte es jedoch nichts geändert. Als der Befehl zum Rückzug kam, zahlten sich die Jahre des Trainings und der Disziplin aus. Trotzdem war er enttäuscht, trotzdem war er wütend, egal was Training und Verstand ihm sagten.
Egal, es gab Wichtigeres nun als verletzten Stolz.
Abends am Feuer war es stiller als sonst, die vergangenen Tage bewegten Sie alle.
Man gönnte sich und den Tieren Ruhe, versorgte die Verletzungen und sprach mit gedämpfter Stimme.
Und noch bevor die Sonne ihr Antlitz zeigt, reiten Sie weiter.
Der Wind im Gesicht riecht...nach Heimat...
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Letzte Änderung: 2010/08/01 16:21 von .
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Re:Blutiger Sand 01.08.2010 19:14:46 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Langsam ging es voran. Der Wüstenwind wirbelte um sein Gesicht, dass er schon mit einem Tuch seiner Kopfbedeckung verbarg. Er gehörte dem langsameren Tross der ägyptischen Fußtruppen an. Demjenigen, der die Kamele, Verwundete und größere Dinge einer Schlacht, wie Vorräte und Ersatzwaffen und -teile, mit sich führte. Sein Blick wanderte über diese klägliche Karawane, die gen Heimat zog und er zog seufzend die Luft unter seinem Mundschutz ein.
Er begleitete die Karawane, nicht weil er langsam war, sondern weil er einer der Glücklichen war, die nur leichte Verletzungen erlitten hatten und so als Wache gegen Räuber dienen konnte. Quälend langsam ging es voran und außer dem gelegentlichen Schreien eines Verwundeten war es beunruhigend still. Die Sonne schien unbarmherzig herab und forderte auch jeden Tag ihre Opfer. Viele der schwer Verwundeten erlagen ihren Leiden, der Hitze und dem größten Feind in der Wüste, dem Durst. Genauso viele Opfer forderte die bitter kalte Nacht und so wurde der Tross immer kleiner. Dennoch erschien er Anwar immernoch endlos lang, wenn er die lange Kolonne betrachtete.
Anwar wusste nicht, wieso er soviel Glück hatte in der Schlacht, die doch selbst so unglücksselig war. Er war ein einfacher Fußsoldat, der sich nach jahrelanger Übung langsam an seine Rüstung und Waffe gewöhnt hatte. Der Schild war ihm zu klobig und der Bogen schien ihm noch nicht so dienlich wie er sein sollte.
Seine Gedanken schweiften zum Meer. Es war seine Heimat, das ihm alles gab und alles nahm. Dort würde er lieber kämpfen, auf den vertrauten Planken eines Schiffes. Doch war es müßig daran zu denken. Irgendwie hatte er die Schlacht überlebt und er dankte den Göttern für diese Gnade. Warum sie die Schlacht zugunsten der Karthager entschieden, war ihm nicht bewusst und er würde es nie erfahren. Das waren Fragen, die der große Pharao stellen und klären musste.
So wachte er über diesen traurigen Tross und blickte immer nach Osten, dort wo Alexandria und sein geliebtes Ägypten warteten.
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Re:Blutiger Sand 02.08.2010 10:55:54 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Lady Fineae krallte sich in der Mähne ihrer Rappstute Anuket fest während diese tapfer einen Huf vor den anderen setzte. Hinter ihr, schleifte sie ihr Kriegsross Sharina nach.
Der Durst und der Sand schnitten sich gleichermaßen in Frau und ihre Pferde.
Wüste, Wüste, überall nur Wüste. Die Augen brannten vom Sand und die Zunge klebte schwer in ihrem Gaumen. Jeder Atemzug tat weh als würde der Sand seine Furchen in ihrem Hals und ihrer Lunge ziehen.
Fineae zog sich ihre Kopfbedeckung weiter über ihr Gesicht um den Sand fern zu halten den ihr der heiße Wüstenwind umbarmherzig entgegen warf.
Ein wenig schien es sie zu beruhigen, wenn sie in Gedanken mit ihrer Stute sprach. Bloß nicht stehen bleiben, bloß nicht vom Pferd fallen.
Irgendwie hatte sie die Gruppe verloren. Selbst ihr Ehemann war verschwunden. Immerhin waren Anuket und Sharina noch da, doch auch hier zeigte sich, dass die beiden nicht mehr lange durhalten würden.
Im Gedanken dachte sie bereits an den nächsten Abend und dessen Kühle/Kälte. Ob sie zukünftig lieber nachts reisen sollte? Im Moment war es jedoch bereits egal. Die Hitze und der Durst trieben sie weiter.
Sie hielt die Stute an, zog den Proviant von Sharina und lud sie Anuket auf und stieg auf ihr Kriegsross um Anuket ein wenig Erleichterung zu schaffen. Weiter, einfach nur weiter. Sie durfte die beiden nicht verlieren. Eine allein würde sie und ihre Sachen nie bis heim tragen können. Wenn doch nur endlich irgendwo Wasser zu finden wäre...
Wo nur war ihr Ehemann? Sie hatte ihn nach der Schlacht nicht mehr gesehen doch hatte man ihr erzählt, dass er bereits weiter geritten war als sie noch auf ihrem Krankenlager lag.
Sie trieb Sharina an. Weiter, weiter, nur raus aus dieser Hölle...
"Große königliche Gemahlin des Horus im Nest - Pharao Sokar Nachtmin" Live free, die well!
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Re:Blutiger Sand 02.08.2010 14:22:20 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Immer wieder war ihr Blick auf die freien Dünen neben sich gewandert.
Sekunden waren zu Minuten geworden und Minuten zu Stunden. Wie lange sie schon unterwegs waren, wusste sie nicht genau. Zu sehr hatte sie sich auf das Laufen konzentriert, als auf ihre Umgebung.
Irgendeiner dort vorne würde schon wissen wo es hin … Jäh unterbrach sie diesen Gedankengang hob den Kopf und sah sich um.
Sicher war was so? War der der sie anführte einer von ihnen oder wurden sie alle in eine Falle geführt?
Wer führte sie alle an? Raziel war es sicher nicht … aber wer war es dann?
Nefertari beschleunigte plötzlich ihren Schritt wieder. Ging an unbekannte Gesichter mit gebrochenen Blick vorbei. Arbeitete sich Stück für Stück nach vorne.
Getrieben von dem Gedanken wer das Volk nun führte, mobilisierte sie Kräfte, von denen sie schon sehr lange keine mehr gebraucht hatte.
Doch wieder einmal zahlte sich die harte Schule auf der Straße aus und um so weiter sie nach vorne kam, um so Bewusster wurde ihr, dass es keinen wirklichen Anführer dort vorne gab.
Alle gingen sie einfach nur in eine Richtung. Wie eine Herde dummer Schafe …
„So kann das nicht weitergehen!“
Unvermittelt blieb sie stehen, streckte sich und sah sich um. Irgendwo musste Ramses sein, vielleicht konnte er ihr weiterhelfen.
Nefertari brauchte lange bis sie ihn endlich entdeckt hatte. Unauffällig näherte sie sich ihm immer mehr. Sie wollte eine passende Gelegenheit abwarten um mit ihm unauffällig reden zu können. Vielleicht wurde sich auch bei Anbruch der Nacht eine Möglichkeit ergeben.
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Re:Blutiger Sand 02.08.2010 18:18:02 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Isisnofret war nie wirklich am Krieg interessiert gewesen, deswegen hatte sie ihren Gemahl auch gebeten bei ihrer gemeinsamen Tochter bleiben zu können, damit diese im schlimmsten Fall noch einen Elternteil hätte. Jedoch rechnete Isisnofret nicht damit, dass der Pharao sie zum Heerführer des Heeres machen würde, welches die westliche Flanke Ägyptens an der Küste verteidigen sollte.
Am Morgen brachen die Heere an ihre jeweiligen Posten auf und keiner wusste ob man sich wieder sehen würde. Isisnofret und Ramses verabschiedeten sich mit dem Versprechen, sich nach dem Zug nach Karthago an genau der Stelle wiederzutreffen, an welcher sie gerade in diesem Augenblick standen. Eben der Ort, an dem die Familien sich von ihren Liebsten verabschiedeten.
Ausgerüstet und mit Zuversicht machte sich das Heer auf den Weg zur westlichen Küste, mit einem Zwischenstop am Lehen Isisnofrets um ihr Kind bei einer Amme in Obhut zu geben. Sie war froh trotzdem in der Nähe zu sein. Danach ging es weiter in Richtung Küste.
Dort angekommen wurde das Lager aufgeschlagen und Wachposten eingeteilt.
Am Abend saßen die Soldaten um das Lagerfeuer und erzählten sich Geschichten aus längst vergangenen Tagen Ägyptens, nur Isisnofret saß stumm daneben und dachte an ihre Liebsten und konnte sich nur in ungefähr vorstellen wo sich dessen Heer im Moment befand…
Tag für Tag stand sie am Meer, blickte hinaus in die Ferne und wartete auf eine Botschaft von Ramses, die ihr entweder bestätigte das er noch lebte und das er wohlbehalten nach Hause kam oder schon auf der Reise in die Ewigkeit war.
Die Wochen, in denen keinerlei Lebenszeichen von der Armee aus Karthago kam, waren hart. Regelmäßig kamen Frauen zu Isisnofret deren Söhne oder Männer mit in die Schlacht gezogen waren. Sie hatte große Sehnsucht nach Ramses, fragte sich jeden Tag wie es ihm wohl ginge und ob er sie genauso vermisste wie sie ihn.
Je länger sie im Lager war, desto mehr gewöhnte sie sich an die Rolle der Befehlshaberin. Jedoch zweifelte sie auch daran, dass einige der Männer sie ernst nahmen. Das deutlichste Zeichen dafür war, dass sich eine kleine Gruppe unter den Soldaten sich ihren Anordnungen widersetzte. Es blieb ihr keine andere Wahl den Kopf dieser Gruppe zum Duell zu fordern. Es wurde ein harter Kampf, jedoch gewann sie und es kehrte wieder Gehorsam ein.
Nach weiteren, quälenden Wochen der Ungewissheit entdeckte Isisnofret, nach einem kurzen Ausflug zu ihrem Lehen um ihre Tochter zu sehen, einen Falken mit einer kleinen Papyrusrolle am Fuß auf ihrem Zelt. Schnell eilte sie zu dem Vogel um die Nachricht zu lesen. Diese stammte von Ramses und diese enthielt folgende Worte:
QUOTE: Liebste Isisnofret,
wir befinden uns auf dem nach Hause weg, leider jeder auf sich gestellt da unser Heer sich auflösen musste. Die Schlacht war hart und ich werde mit ein paar Wunden zurückkommen, jedoch freue ich mich dich und unsere Tochter wieder in die Arme zu schließen was mir die Kraft gibt durchzuhalten.
Möge Bastet dich beschützen!
Ramses
Isisnofret standen Tränen der Erleichterung in den Augen. Endlich ein Lebenszeichen von Ramses! Trotzdem fragte sie sich zum ersten Mal seit Wochen wieso sie keinen Gedanken an Raziel verschwendet hatte… Sie konnte es sich selbst nicht beantworten, aber Eines war sicher: die Gespräche mit ihm spukten ihr noch durch den Kopf.
Nachdem sie sich wieder gefasst hatte setzte sie sich unverzüglich an eine Antwort auf die Botschaft ihres Gemahls, damit diese noch am selben Tag mit dem Falken versendet wurde:
QUOTE: Liebster Ramses,
ich bin sehr erleichtert das dir nicht mehr zugestoßen ist. Mir und unserer Tochter geht es gut und wir sehnen den Tag herbei, an dem du wieder bei uns bist.
Nun liegt es im Ermessen der Götter wann das ägyptische Volk wieder vollzählig sein wird.
Möge Isis dich begleiten!
In Liebe
Isisnofret
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Re:Blutiger Sand 04.08.2010 17:03:46 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Sein Blick wanderte über das Meer. Sie hatten nun die Küste erreicht und der salzige Geruch des wunderbaren Meeres lag in seiner Nase. In der Nähe des Meeres waren die Nächte nicht so kalt, dennoch waren die tage immenroch erbarmungslos heiß. Die Sonne schien mit noch mehr Intensität als noch vor ein paar Tagen und es schien keine Besserung in Sicht zu sein.
Als sie die Küste erreichten, musste er einige Männer zurückhalten, sie mit ganzer Macht zurückdrücken. Das Meer versprach kühle Erfrischung. Doch wer sich darin wusch oder gar davon trank, der würde in die Hallen der Toten schneller eintreten, wo doch alle schon mit einem Fuß darin standen.
Viel zuviele seiner Landsmänner sind schon bei diesem Rückzug gestorben, an Hitze, Erfrierungen, Durst, Verletzungen und giftigen Wüstentieren.
Anwar versprach den Männern, dass sie ihre Wasservorräte bald auffrischen könnten. Er wusste, dass in der Nähe eine Oase war, da sie auf ihren Weg nach Karthago an eben jener vorbeikamen. Seine Hoffnung lag darin, dass die schnellere Karawane vor ihnen nichts zum Versiegen der Oase getan haben.
Auch gehörte seines Wissens die Oase den Sikelern. Hoffentlich würden sie die Benutzung der Oase nicht verweigern. Vielleicht würden sie einen Preis dafür zahlen müssen, aber darum machte er sich keine weiteren Gedanken. Es zählte ersteinmal nur, die Oase zu erreichen.
Mit einer salzigen Brise vom Meer umweht stand er dort und schaute auf eben jenes hinaus. Es tat gut und er schöpfte neue Kraft daraus, ehe er sich wieder in Richtung Alexandria wandte. Keine Pause sollte eingelegt werden, würde sie doch nur die Erschöpfung zutage bringen. Bald würden sie Lybien erreichen, von dort war es dann nicht mehr weit.
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Letzte Änderung: 2010/08/04 17:06 von .
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Re:Blutiger Sand 04.08.2010 21:27:49 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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Endlich...nach wochenlanger Reise erreichten sie Alexandria.
Erschöpft und von Fuß bis Kopf eingestaubt durch die lange Reise.
Die Stadt hatte sich nicht verändert, es herrschte geschäftiges Treiben und die zurückgelassenen Garnisonen, sowie die thrakischen Söldner berichteten nichts Ungewöhnliches...Drachen?...Unsinn...allerdings wurde Polis scheinbar von den Etruskern überfallen und geplündert.
Also waren die Berichte über eine große feindliche Flotte doch richtig gewesen, die sie auf der Rückreise vereinzelt erhalten hatten.
Aber warum?
Thanatos suchte die Archive auf, suchte nach Unterlagen, irgendeinen Hinweis warum die Etrusker den Ägyptern Übles wollten und fand...nichts. Nunja, die Etrusker und Römer waren in der Vergangenheit verbündet. Aber es gab diesbezüglich keinen Hinweis, zumal der Konflikt mit Rom zu ruhen schien und nach und nach alle beteiligten Völker Frieden schlossen. Einen direkten Kriegsgrund gab es ja sowieso nicht, aber nungut.
Ungehalten und unzufrieden wies er die Beamten an ihm sämtliche Korrespondenz über und mit den Etruskern zu bringen...und wieder nichts...langsam wurde es frustrierend...ausser den Schreiben seines Pharaos schien es tatsächlich nichts diesbezüglich zu geben.
Sehr seltsam. Warum bei allen Göttern greifen diese Fremden, mit denen man nichts zu tun hatte, einfach an? Keine Kriegserklärung und kein ersichtlicher Grund, also handelt es sich um Plünderer, eine andere Erklärung schien es nicht zu geben. Der Privatkorrespondenz des ägyptischen Rates war zwar zu entnehmen dass man wohl nach einer Familie suchte, aber das war doch sicher kein Anlass einen ganzen Landstrich niederzubrennen und Unschuldige zu morden.
Wenn man in Ägypten etwas oder wen suchte, warum fragte man nicht einfach nach?
Er konnte diese ganze Situation nicht nachvollziehen.
Gerade als Thanatos die Verteidigung des östlichen Reiches überprüfen wollte, zweifelsohne zogen die Eindringlinge dahin, erreichten seltsame Berichte Alexandria...scheinbar hatten die Etrusker Polis aufgegeben und ihre Heere zogen verstreut von dannen. Er traute dem Ganzen nicht, das ergab doch einfach keinen Sinn.
Allerdings wurden die Berichte bestätigt...Thanatos wusste nicht ob er lachen sollte...unschuldiges Blut, ägyptisches Blut, auf ägyptischen Boden, auf ägyptischen Sand war vergossen worden...nur wofür?
Den Weisungen des Pharaos, der noch immer in Karthago für Verhandlungen weilte, folgend, wartete man einfach ab. Obschon eine Verfolgung der Eindringlinge möglich war, hätte es wenig gebracht.
Viele ägyptische Truppen befanden sich noch immer auf dem Heimmarsch durch die gnadenlose Wüste und die Möglichkeit einen verantwortlichen Etrusker aufzugreifen waren äusserst gering.
Also zurück zu den täglichen Pflichten.
Die heimkehrenden Truppen mussten versorgt und neu organisiert werden und als Ratsherr hatte er, vor allem während der Abwesenheit des Pharaos und Teilen des Rates, zusätzliche Verpflichtungen und Aufgaben...Verwaltungsaufgaben...Berichte lesen, Steuern prüfen, Berichte lesen, Beamte überwachen, Berichte lesen, Kriminelle hinrichten, Berichte lesen, neue Truppen ausheben, Berichte lesen, Bauvorhaben begutachten, Berichte lesen, Berichte lesen, Berichte lesen...der Traum eines Soldaten...
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