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THEMA: druvides
 
Ciaran an Tiaracht

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druvides      11.08.2010 10:16:29 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Die Tage der Eibe im Herbst des Jahres 303 v.Chr.:

Der Sturm tobte seit dem ersten Eibentag. Myrddin stand unbewegt auf dem Croaghmore und blickte über na Blascaodaí vor der Küste von Éire. Der Tag war so dunkel, dass seine Augen kaum mehr die Konturen der Inseln ausmachen konnten. So hoch hatte das Meer die Wellen selten gepeitscht und so hart blies der Sturm von Westen her, dass er sogar hier oben, am höchsten Punkt der Insel die Gischt auf der Haut spürte. Blitze weit draußen auf dem Meer erhellten für Augenblicke den Nachthimmel und zeichneten scharf die Umrisse von an Tiaracht nach.
Myrddin dachte an Diarmid. Er hatte seinen Schüler vor einigen Monden auf die Insel geschickt um seine Ausbildung abzuschließen. Die Götter schienen ihm eine schwere Prüfung auferlegt zu haben.
Myrddin blinzelte. Oder würden die Götter Diarmid als Druiden gar ganz ablehnen? Er war nicht besonders gelehrig gewesen, denn es mangelte ihm an Geduld die Einsicht in sich wirken zu lassen und an Weisheit eigene Fehler einzugestehen. Vielleicht war es sogar Myrddins eigener Fehler gewesen ihn auszuwählen und zum Druiden erziehen zu wollen. Vielleicht wäre ein besserer Krieger aus Diarmid geworden. Myrddin atmete schwer. Es reifte in ihm die Erkenntnis, dass er einen Fehler gemacht hatte.
Ein Blitz zuckte, wesentlich näher als zuvor auf an Tiaracht. Also hatten die Götter ihre Entscheidung gefällt, und ihn, Myrddin, hierher auf den Berg geführt, damit er seinen Fehler erkennen sollte. Er wurde alt. Myrddin begann den Abstieg. Er musste sich vergewissern. Der Strum zerrte schwer an seinen Umhängen. Myrddin zog die Runen naudiz, laguz und raido aus seinem Runenbeutel, legte sie auf seine Strin und konzentrierte sich auf die Steine. Bald zerrte der Wind nicht mehr an seinen Kleidern, keine Gischt peitschte mehr in sein Gesicht. Myrddin schob die Runen zurück in den Beutel und schritt unberührt vom toben der Elemente um ihn herum zu dem kleinen Ruderboot, das er in der kleinen Bucht festgemacht hatte.
Als er das Boot erreicht hatte verdoppelte Myrddin die laguz Rune in seinem Spruch, legte alle vier Runen auf die Holzplanke und konzentrierte sich erneut. Dann schob er das Boot in die gewaltige Brandung. Heftiger Regen setzte ein. Die riesigen Wellen warfen ihn hin und her, doch mit jedem Ruderschlag kam er an Tiaracht näher, als würden die Wellen um ihn herum gerade im rechten Augenblick zurückweichen oder ihn von gefährliche Felsen forttragen. Völlig erschöpft, aber unversehrt erreichte Myrddin die Insel und erklomm die steilen Hänge des felsigen Eilands, nachdem er sein Boot festgemacht hatte so gut es eben ging. Er musste auf Tyr vertrauen, wenn er hoffen wollte das Boot später intakt wiederzufinden. Bald würde Tyr ihm seine Lektion vorhalten, da war sich Myrddin sicher, straffte sich und schritt er weiter. Doch auf das was er kurz darauf vorfand war er nicht vorbereitet.
Diarmid hatte ein Lager erreichtet, doch nicht für sich allein, sondern für zwei. Der Sturm der letzten Tage hatte das winzige Baumhaus völlig zerstört, dass er unter einer verkrüppelten Eibe, die im Schutze eines Felsvorsprungs dem ständigen Wind trotzte, eingerichtet hatte. Unter abgeknickten Zweigen lag Diarmid. Sein Rücken war verbrannt. Taranis Blitze fehlten nie ihr Ziel. Doch unter Diarmid lag eine junge Frau, gerade so, als hätte Diramid sie beschützen wollen. Nur ihr Gesicht schaute unter dem weiten Umhang Diarmids hervor. Ihr Haar war pechschwarz, ihre Haut war von bonzener Farbe dennoch blass. Die Augen waren geschlossen, doch Erschöpfung und Tod lagen in dem Ausdruck ihres Gesichts. Plötzlich hörte Myrddin ein leises Wimmern. Irritiert rollte Myrddin Diarmids Leichnam beiseite und hielt verstört inne. Im Schoss der jungen Frau lag ein neugeborenes Kind noch über und über mit Blut beschmiert. Minutenlang starrte Myrddin auf das kleine Bündel neuen Lebens inmitten des Todes um es herum. Myrddin hatte erwartet, das Tyr ihn strafen würde für seinen Fehler, ihm den Tod seines Schülers vor Augen führen würde, an dem er selbst in seiner Ignoranz schuld war. Er fühlte, dass der Körper der jungen Frau noch Wärme in sich trug, legte das Kind in ihre Brust wo es gierig zu trinken begann. Auf Mutter und Kind legte er je eine berkano Rune und deckte beide mit Diarmids Umhang zu. Myrddin runzelte die Strin. Was wollten die Götter ihm hiermit auftragen? Sollte er dieses Kind nur nach Eirè bringen, oder sollte er es am Ende noch als neuen Schüler aufnehmen, wenn die Zeit gekommen war? Sollte er es gar aufziehen? Er blickte auf die Szenerie vor sich. Es war sein Fehler gewesen Diarmid zu etwas erziehen zu wollen, für das er nicht geschaffen war. Es war Diarmids Fehler gewesen nicht seinen eigenen Weg zu gehen, sondern sich ungeduldig aber bequem immer einen Weg zeigen zu lassen. Welchen Fehler die junge Frau begangen hatte vermochte Myrddin nicht zu erraten, doch das sie so weit der Heimat auf diesem einsamen Felsen stranden musste um ein Kind zur Welt zu bringen ließ ihn annehmen, dass auch sie ihre Last zu tragen hatte. Und das Kind? Das Kind führte alle diese Fehler zu einer neuen Chance zusammen und würde drei Schicksale in sich tragen. Er nickte. Seine Lektion war hiermit nicht beendet. Er würde dieses Kind aufziehen, würde eine Amme suchen und sorgfältig prüfen, ob es in jungen Jahren den Weg eines Druiden allein finden würde. Nur dann würde er es erziehen in diesem Sinne. Den letzten Fehler, den unbekannten Fehler der Mutter würde das Kind selbst korrigieren müssen, dies würde die Aufgabe seines Lebens sein. Myrddin seufzte. Er nahm das Kind auf den Arm und blickte über die immer noch stürmische See und in den tiefschwarzen Himmel. Ich nenne dich Cairan, der Dunkle, weil du an einem Tag der Eibe, des Todesbaums, und unter einer Eibe geboren bist und dieser Tag so düster erscheint, wie in dem dichtesten Eibenwald. Der Tod wird dir ebenso wie das Leben ein ständiger Begleiter sein, genauso wie heute am Tag deiner Geburt. Doch gräme dich nicht, Cairan an Tiaracht, denn jeder Tod ist ein neuer Anfang. Du wirst das eines Tages verstehen....


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Ciaran an Tiaracht

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Re:druvides      12.08.2010 15:34:44 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Die Tage der Eibe im Herbst des Jahres 299 v.Chr.

Myrddin stützte sich schwer auf seinen Stab. Ihn fröstelte, das erste mal seit Jahrzehnten, dass die Kälte ihm etwas anhaben konnte. Seine Runen schützten ihn nicht mehr. Dann ist wohl jetzt die Zeit in die Nebel zu gehen, nicht wahr Tyr?, murmelte er vor sich hin und ließ seinen Blick über das kleine Dorf gleiten. Er würde bald aufbrechen, um seine geliebten na Blascaodaí noch einmal zu sehen. Ciaran war schnell groß geworden. Myrddin hatte seinen Fehler nicht wiederholt und oft versucht ihm die Dinge des Kampfes nahe zu bringen, nur um sicher zu gehen, dass Ciaran sich aus freiem Willen und mit Interesse dem Dasein als Druide zuwenden würde und er hatte viel Interesse gezeigt am Wissen der Druiden um die Geheimnisse der Natur und der anderen Seite.
Doch das Geheimnis seiner Herkunft schien schwer zu wiegen in Ciarans Schicksal. Sein pechschwarzes, rückenlanges Haar und die leicht bronzefarbene Haut hatte er ohne Zweifel von seiner Mutter geerbt. Doch ihr Schicksal lag wie vor 15 Jahren im Dunklen verborgen. Myrddin hatte dieses Geheimnis niemals lüften können. Die hellgrünen stechenden Augen konnten von Diarmid stammen, doch sicher war sich Myrddin darüber auch nicht. Sicher war nur, dass der Vater ein Kelte oder ein Nordmann war, denn Ciaran war hühnenhaft groß gewachsen und war schon jetzt beinahe zwei Schritt groß. Die Ungewissheit über seine Herkunft lag wie eine schwere Dunkelheit auf dem jungen Druiden. Je älter Ciaran geworden war desto weiter hatte er sich von den anderen Jungen zurückgezogen und Antworten in den Runen und den Bäumen gesucht. Mit der Zeit mieden ihn die anderen, erst recht als er schon früh begann die Runen zu befragen und sich ihre Kräfte zugänglich zu machen.
Myrddin verzog den Mund. Es war Ciarans verbissene Suche nach seinen Wurzeln, die ihn zu einem so gelehrigen Schüler gemacht hatte. Einzig seine ebenso hohe Begabung ließ Myrddin nicht daran Zweifeln, dass Ciaran den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Doch sein Weg würde noch weit sein bis sich sein Schicksal erfüllen würde.
Myrddin hüstelte. Ja, es wurde Zeit für ihn sein Schicksal zu vollenden. Zwar war Ciaran erst 15 Jahre alt und seine Ausbildung mitnichten beendet, doch er zweifelte nicht, das der junge Druide die Geheimnisse, die er ihm noch hätte beibringen können, selbst ergründen konnte und vielleicht noch sehr viele mehr. Offenbar war ihrer beider Zeit gekommen, Myrddins um in die Nebel zu gehen und Ciarans um in die Welt zu treten. Lächelnd wandte sich Myrddin um und schritt den Weg nach Westen entlang, den na Blascaodaí entgegen....


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Letzte Änderung: 2010/08/12 15:38 von Ciaran an Tiaracht.
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Re:druvides      15.08.2010 14:24:56 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Tage der Eibe im Herbst 288 v. Chr. (oben übrigens auch 288 v.Chr ups....)

Er hatte die Abwesenheit seines Lehrmeisters bemerkt. Myrddin hatte sich nicht abgemeldet, was ungewöhnlich war. Dies war eine Prüfung für ihn, da war sich Ciaran sicher und begann nach seinen Runen zu suchen. Er legte zuerst Perthro, der Schicksalsstein, der beschwor die Macht des Schicksals herauf. Sodann Eihwaz, den Eibenstein, der den Übergang von Leben zum Tod und vom Tod zum Leben symbolisierte. Er stockte. Diese Prüfung würde ernst werden. Myrddin war alt, sehr alt. Die ältesten kannten Geschichten ihrer Großeltern, in denen der Druide schon eine Rolle spielte. Demnach musste der alte Mann mindestens achzig Jahreszyklen erlebt haben. Sollte dieses Leben sich nun, in den Eibentagen dem Ende nähern? Ciaran schluckte. Seine Ausbildung war noch lange nicht beendet, fünf, vielleicht sogar zehn Jahre hätte er noch lernen können. Ciaran straffte sich. Keine Schwäche. Druiden waren keine großen Kämpfer, doch schwach waren sie sicher nicht, und erst recht nicht gefühlsduselig! Er zog die dritte Rune seines Orakel. Hagalaz. Die Rune stand für den plötzlichen Verlust und radikale Änderungen. Ciraian nickte leicht. Nun war es gewiss. Er schnürte seinen Beutel mit den Runen zu und begann den Weg nach Westen. Er war sicher Myrddin an Bhlascaod Mhór zu finden.....


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Re:druvides      16.08.2010 21:09:49 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Tage der Eibe im Herbst 288 v. Chr.

Ciaran stand auf dem Croaghmore auf an Bhlascaod Mhór, der größten der Inseln vor der Westküste von Eirè. Er atmete noch immer schwer und war trotz der bereits kalten Temperaturen und dem scharfen Herbstwind schweißnass. Er blickte auch den großen Steinhaufen den er zusammengetragen hatte und unter dem der alte Druide Myrddin seine Ruhe finden sollte, bis seine Reise in die Nebel beendet sein würde.
Ciaran musste mit den Tränen kämpfen. Er hatte nie wirklich Freunde gehabt und der alte Mann war der einzige Mensch gewesen, mit dem er auszukommen gelernt hatte. Die Menschen im Dorf hatten ihn akzeptiert, weil sie Myrddin verehrt hatten. Aber sie hatten um ihn stets einen Bogen gemacht. Ciaran wusste, dass hinter seinem Rücken getuschelt wurde. Sie hatten Angst vor dem hühnenhaften Jungen mit dem peschschwarzen Haar und den stechenden hellgrünen Augen. Er konnte es in ihren Gesichtern sehen und seine Runen sprachen dasselbe. Sie sahen in ihm ein schlechtes Ohmen. Nun da Myrddin fort war wäre es an ihm, seinem Schüler, seinen Platz einzunehmen. Ciaran schüttelte langsam den Kopf, während der Wind seine Tränen trocknete. Dieses Schicksal war nicht das seine. Es musste zu etwas gut sein, das er so war wie er war und das hatte nicht zu tun mit den Segensriten für Kornfelder und Vieh, erst recht nicht, wenn die Menschen seine Runen mehr als Verwünschung denn als Segen annehmen würden. So stand er weiter reglos auf dem Croaghmore auf an Bhlascaod Mhór, hing seinen düsteren Gedanken nach und versuchte seinen Weg aus dieser Dunkelheit zu finden....


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Re:druvides      21.08.2010 12:34:10 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Tage der Eibe im Herbst 288 v. Chr.

Wie lange hatte er dort gestanden, vom Westwind umtoßt, das Salz des Meeres in der Nase? Ciaran wusste es nicht mehr. Er hatte sich in seine Gedanken verloren, war in jene Welt von Träumen und Weissagungen abgeglitten, die man gewöhnlich nur mit Rauschkräutern erreichte. Sein Glieder schmerzten höllisch und er brauchten Minuten bis er überhaupt einen Fuß wieder vor den anderen setzten konnte. Doch er vergaß die Schmerzen schnell wieder, denn seine Reise auf die andere Seite hatte sich gelohnt. Seine Gedanken waren wieder klar.

Er musste zuerst nachsehen, ob ihm das Schicksal einen Wink geben würde. Wäre es sein Weg, mehr über seine Mutter und seine Herkunft zu erfahren, dann würden ihm die Runen auch einen Weg zeigen. Er holte das Säckchen mit den Runen hervor und nahm die Runen Othala, die für den ererbten Besitz stand, Perthro Rune der Weissagung und Ansuz, die Wahrheit und Weisheit symbolisierte heraus. Dann breitete er eine kleine Decke auf einem ebenen Untergrund aus und konzentrierte mit geschlossenen Augen sich auf die drei Runen, die er mit beiden Händen umschloss. Er spürte dieses vertraute leichte prickeln in seinen Händen, das sich immer einstellte, wenn er die Runen befragte und lächelte zufrieden. Einige Minuten verharrte er, dann warf er die Runen, einer Hand voll Würfel gleich vor sich hin, so dass sie wild durcheinander auf die Decke kullerten. Ciaran holte tief Luft und öffnete die Augen. Perthro lag in der Mitte vor ihm. Ein Ende der Rune zeigte auf die zweite Rune - Ansuz und weiter Richtung Süd-Ost, auf Eirè. Ciaran nickte. Er hatte geahnt, dass sein Weg zu Wissen und Weisheit ihn weg von na Blascaodaí führen würde. Sein Schicksal, seine Erfüllung würde er in der Welt finden, nicht auf diesen Inseln, wie es Myrddins Weg gewesen war. Am anderen Ende der Perthro Rune lag Othala und wies gen Nord-West. Ciranan blickte auf und sah an Tiaracht in der Richtung liegen. Sein Erbe sollte in dieser Richtung gar auf der Insel seiner Geburt liegen? Er hatte anderes erwartet, doch die Runen betrogen ihn selten. Myrddin hatte die Insel sicher mehr als gründlich durchsucht, um einen Hinweis auf seine Mutter zu finden. Offensichtlich sollten es nur seine eigenen Augen sein, die sehen sollten, was auch immer dort lag.

Schnell packte Ciaran seine Runen zusammen und schritt, noch immer mit schmerzenden Gliedern, den Croaghmore herab um noch einmal auf die winzige Felseninsel seiner Geburt über zu setzten und nachzusehen, was sich ihm dort offenbaren würde....


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Re:druvides      26.08.2010 11:26:24 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Tage der Eibe im Herbst 288 v. Chr.

Ciaran hatte an Tiaracht mit dem Ruderboot erreicht und die steilen Abhänge erklommen. Schon die ganze Überfahrt über hatte er sich konzentriert auf die kleine Rune aus Basalt, die das Zeichen Othala trug. Er hatte das Eiland einmal umrundet und war dort an Land gegangen, wo das leise Kribbeln, das seinen Körper durchströmte am drängensten gewesen war. Nun stand er auf der dem offenen Meer zugewandten Seite der Insel, balancierte die Rune auf der Spitze seines Mittelfingers und schickte seinen Geist auf die andere Seite.

Es dauerte eine Weile, dann sah er vor seinen Augen an Tiaracht, in einer stürmischen und regnerischen Nacht, sah ein kleines Boot für vielleicht 10 Mann, wie es zerschellt an den Klippen hing und mit der Brandung auf und ab wogte, wie ein toter Wal, der zwischen den Felsen hängt. Er sah ein Feuer, in einer Höhle nur knapp über dem Meeresspiegel und darauf im Feuerschein eine Gruppe von Menschen ohne Gesichter und eine kleine Truhe. Dann war die Vision zu Ende.

Ciaran öffnete wieder die Augen und blickte sich um. Der Tag war ein gutes Stück vorangeschritten, während er auf der anderen Seite war. Er schüttelte sich, zum einen wegen des Kalten Windes, zum anderen um wieder ganz in der Realität anzukommen. Er wunderte sich einmal mehr wie klar seine Visionen stets waren. Myrddin hatte viel Zeit darauf verwendet ihn zu lehren wie man die versteckten Botschaften lesen musste, die einem die andere Seite offenbarte, doch seine eigenen Visionen waren stets scharf und klar als seien es Erinnerungen.

Ciaran kletterte den Hang hinab und fand bald den Eingang zur Höhle, der beinahe vollständig unter Wasser stand. Er nickte. Das war wohl der Grund, warum niemand von der kleinen Reisegemeinschaft erfahren hatte, die offenbar hier ihr Ende gefunden hatte. Er wartete, bis die Ebbe, die Höhle wieder freigegeben hatte und machte sich dann an den Abstieg. Die glitschigen Felsen bereiteten ihm einige Schwierigkeiten und er hatte Glück, dass er so hoch gewachsen war für sein Alter. Mit einigen Schrammen betrat er leicht gebückt die Höhle. Zu seiner Überraschung war sie leer. Erst nach einigem Suchen fand er zuerst einige wenige Knochen, dann in einem Spalt im Boden, der wohl immer unter Wasser stand die kleine Truhe, die er in seiner Vision gesehen hatte. Ciaran schluckte, atmete tief ein und öffnete die Truhe, deren schloss sofort aus dem morschen Holz viel. Offenbar hatte Papiere in der Truhe gelegen, waren aber zu einem unbrauchbaren Brei aufgeweicht und färbten das eingedrungene Wasser bräunlich. Darunter kamen einige wenige Silbermünzen zu Tage, ein goldener Armreif, der sich in 5 großen Windungen um den ganzen Unterarm legen musste und ein Dutzend merkwürdiger kleiner Rollen, die über und über mit Symbolen versehen waren.

Ciaran sah auf die wenigen Habseligkeiten die er gefunden hatte. Das also war sein Erbe - wieder ein Rätsel. Er verzog den Mund zu einem schiefen Lächeln. Es war ein wenig Paradox. Seine Visionen waren klar und deutlich, doch sein Realität weigerte sich beständig den Nebel aus Ungewissheiten, Vermutungen und Rätseln zu lichten. 'Nun gut', dachte Ciaran, 'dann ist dies der Beginn meiner Reise. Ich werde herausfinden müssen wohin sie mich führen wird....' Er packte alles Zusammen und machte sichauf den Weg zurück nach Eirè. Er würde die Burg der Gälen aufsuchen und sehen, ob er jemanden finden würde, dem er vertrauen konnte und der wusste, was es mit diesen merkwürdigen Rollen auf sich hatte.

Ende der Vorgeschichte.....


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Re:druvides      28.08.2010 11:51:00 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Beinahe ein halbes Jahr hatte Ciaran Eirè durchquert um jemanden zu finden, der die seltsamen Runen zu lesen wusste, oder wenigstens ein Ahnung davon hatte woher sie stammen konnten. Zur Mittsommerwende ging er an Myrddins stelle zur großen Versammlung der Druiden, doch auch dort konnte ihm keiner der weisen Männer weiterhelfen. Immerhin konnte Ciaran alle Druiden von Tod des alten Myrddin berichten. Er bat die Druiden auch darum, einen aus ihrer Runde zu bestimmen, der die Rituale abhalten konnte in den Dörfern an der Küste, da er selbst wohl seinem Schicksal folgend eine weite Reise würde unternehmen müssen.

Dann machte er sich auf den Weg nach Bhaile Átha Cliath. Vielleicht würde er auf der Burg der Gälen einen weit gereisten Recken finden, der die Zeichen einzuordnen wusste....


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Re:druvides      31.08.2010 15:54:18 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der Herbst zog herauf, als Ciaran Bhaile Átha Cliath erreichte. Den ganzen Weg hatte er darüber nachgedacht wie es weitergehen sollte. Wenn er wirklich weit in die Welt hinaus fahren musste, um sein Schicksal zu erfüllen, musste er von irgendetwas Leben. Er würde auf der Burg der Gälen seine Dienste anbieten. Irgendeine Arbeit würde es für ihn sicher geben, und wenn die Krieger auf große Fahrt gehen würden musste er versuchen mit ihnen reisen zu können.

Er erreichte die Burg, fand aber heraus, dass fast alle Krieger von Rang nicht auf der Burg zugegen waren. 'Ungewissheiten', dachte Ciaran, 'nichts als Ungewissheiten....' und schüttelte den Kopf. Missmutig schlenderte er am gut ausgebauten Hafen entlang. Ciaran staunte. Hier konnten wirklich große Boote festmachen, die auch eine Menge Ladung aufnehmen konnten. Sogar einige Holzgerüste gab es dort, die wohl dazu dienten auch schwerere Güter ohne viel Mühen zu verladen.

Ein Schiff hatte festgemacht und wurde mit ein wenig Proviant beladen. Ciaran schaute dem Treiben eine Weile zu, bis ein Krieger, der offenbar hier das Sagen hatte auf ihn zu kam. He du, was lungerst du hier herum? Wer bist du und was willst du hier? Ciaran ärgerte sich stets, wenn man so mit ihm umging, doch wem sollte er es verdenken. Wie ein Druide sah er mit seinen gerade 15 Jahren und den paar Habseligkeiten nun wirklich nicht aus und er hatte gelernt, das sein Auftreten nicht gerade Sympathien weckte. Mein Name ist Ciaran an Tiaracht, Schüler von Myrddin na Blascodai, und ich möchte dem Ruiri der Gälen meine Dienste anbieten. sagte Ciaran ruhig und etwas bedächtig. Er sprach immer so. Das hatte er sich von Myrddin abgeguckt. Der hatte stets wenig gesprochen und wenn dann war es von Belang und hatte verdient so ausgesprochen zu werden, dass es jeder mitbekam.
Der Krieger musterte Ciarans hagere, hochgewachsene Gestalt skeptisch. Jung bist du ja, aber nicht gerade kräftig. Kannst du damit umgehen? , fragte er und stieß mit dem Fuß gegen Stab, den Ciaran bei sich führte. Gut genug., log Ciaran und schaute zum Schiff. Dort waren noch mehr Krieger versammelt und ihre Schilde, Waffen und Rüstungen lagen am Hafen bereit. Offenbar stand ein Kampf bevor, oder war zumindest nicht ausgeschlossen. Daher führte er fort: Noch besser kenne ich mich mit Heilkräutern aus und weiß auch wie man Brüche und Wunden verbindet. Der Krieger legte den Kopf schief und nickte bedächtig. Gut, du wirst Gelegenheit bekommen dich auszuzeichnen. Geh' dort hinüber und sage Timmathy Fingan hätte dich geschickt. Du kannst uns begleiten. Gerade können wir jeden Mann gebrauchen. Wenn du dich bewährst sehen wir weiter. Kannst du Schmerzen ertragen? Timmathy blickte fragend zu Ciaran herüber. 'Na das war ja ein hervorragender Beginn für einen jungen Druiden, dachte Ciaran. 'Kaum in der weiten Welt, schon ging es mitten ins Gemetzel. Jetzt bloß nichts anmerken lassen!' , dachte Ciaran und sagte laut und mit möglichst gleichgültigem Ton. Das Schreckt mich nicht. Er nickte Timmathy zu und ging er hinüber zu dem Schiff um weitere Anweisungen entgegen zu nehmen.

Zwei Wochen später waren sie auf dem Meer. Sie hatten guten Wind und mussten nur selten Rudern. Ciaran war das ganz recht. Er würde seine Kräfte noch brauchen. Im Bug stand Timmathy Fingan, der das Kommando hatte, neben Aiofe, einer erfahrenen Kämpferin, wie ihm die Ausrüstung aber mehr noch ihre exakten Bewegungen verrieten. Die beiden waren die einzigen erfahrenen Kämpfer der Gruppe und ihre skeptischen, düsteren Blicke während sie sich unterhielten waren Ciaran nicht entgangen. Die anderen waren junge Heißsporne kaum älter als Ciaran selbst, wenn überhaupt. Er würde sich nicht verstecken können, wenn sie tatsächlich in einen Kampf verwickelt würden. Er schwitzte. Die Aussicht von zwei Spann Eisen eines Speeres im Bauch gefiel ihm ganz und gar nicht. Er hoffte die vier Tiwaz Runen, die er in seinen Stab ritzte würde ihm helfen wenn es soweit war....


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Re:druvides      05.09.2010 13:16:31 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Sie gingen ein weiteres mal an Land. Fast ein Dutzend kleiner Weiler hatten sie bereits besucht, immer darauf gefasst, dass es handgreiflich werden könnte. Doch zumeist wurden sie freundlich empfangen und spätestens, wenn das kleine Fass Whisky angeschlagen wurde, das sie für die neuen Mitglieder der gälischen Gemeinschaft stets mitbrachten, war das Eis gebrochen und ohne Widerspruch willigten alle ein, dem Ruiri der Gälen die Treue zu schwören. Die Bauern sahen auch nicht aus, als könnten sie ernsthaft Widerstand leisten. Zu ärmlich waren die Behausungen, zu abgemagert die Bewohner. Ciaran wunderte sich. Auf den na Blascodai waren die Lebensbedingungen ähnlich und hier konnte man die günstigen Fischgründe in fast jeder Bucht finden, ganz anders als auf den kleinen Inseln seiner Heimat. Eigentlich mussten die Fischer und Bauern hier zumindest zu bescheidenem Reichtum kommen können.

Mühsam stapften sie erneut einen steilen Pfad herauf zum nächsten Gehöft. Unerwartet viele Häuser tauchten plötzlich aus dem Sichtschatten des steilen Abhangs auf und als sie darauf zu gingen versammelten sich im letzten Abendlicht bereits alle Dorfbewohner mit Faklen auf dem kleinen Platz zwischen dem guten Dutzend Wohnhäuser. Ciaran beschlich eine böse Vorahnung und seine Ahnungen führten ihn selten in die irre. Er zog den zerschlissenen Leinenumhang enger, zog die Kaputze ins Gesicht und ließ sich von der Gruppe zurückfallen. Andhrimnir blickte sich um und warf Ciaran einen fragenden Blick zu. Cairan schüttelte leicht den Kopf und legte den Finger auf die Lippen. Andhrimnir verstand und ging mit den anderen weiter. In eine letzten scharfen Kehre verschwanden die Häuser noch einmal aus der Sicht- und sie selbst vom Dorf aus auch. Mit einem beherzten Sprung setzte sich Ciaran von der Gruppe ab und drückte sich in das knie hohe Heidekraut. Zumindest von oben würde man ihn nicht mehr sehen können. Er wartete einige Minuten denn das schwindende Licht des Tages würde ihm helfen, sich weiterhin zu verbergen. Dann kletterte er den Abhang hinauf und begann das Dorf vorsichtig zu umrunden.
Timmathy Fingan musste mit den anderen angekommen sein und nun mit seiner Ansprache beginnen. Ciaran lugte vorsichtig durch die Rückwärtigen Fenster der niedrigen Häuser. Die Häuser waren leer, da alle Dorfbewohner sich auf dem Platz befanden. Schon dachte Ciaran, dass ihn sein Gefühl ihn diesesmal betrogen hatte, als er aus einer größeren Holzhütte das leise Scheppern von Waffen hörte. Im Schutze der Dunkelheit konnte Ciaran durch eine Ritze zwischen den Brettern spähen und sah ein Gutes Dutzend Männer mit leichter Rüstung, Speeren und einfachen Hämmern, die sich für den Kampf bereit machten. Sie sahen nicht aus wie Fischer oder Bauern. Ciaran schlich weg von der Hütte, um das nächste Haus herum und auf den Dorfplatz zu. In der Mitte standen Timmathy, Aiofe und die Wachen der beiden. Die anderen Jungkrieger hatten sich quasie neben die Dorfbewohner gestellt hatten ihen Helme abgenommen und waren im dunklen kaum von diesen zu unterscheiden. Timmathy sprach noch immer zu den Leuten aber die angespannte Stimmung war mit Händen greifbar. Ciaran nam nun seinerseits den Helm ab, streifte die Kaputze ab und nam ebenso einen Platz unter den Dörflern ein. Dann signalisierte er Aiofe, die ihn wütend anfunkelte, wohl weil er sich von der Gruppe entfernt hatte, dass mehr als 10 Mann in der Hütte warteten. Sie nickte und flüsterte Timmathy etwas ins Ohr, gerade als die Tür zum Schuppen aufsprang und das Chaos losbrach.
Einer nach dem anderen stürmte aus der Hütte und schleuderte ein Geschoss auf Timmathy und Aiofe in der Mitte des Platzes. Die Dorfbewohner liefen Kreischend auseinander. Die Jungritter griffen ihre Waffen und Timmathy und Aiofe rannten ohne zögern auf die Angreifer zu. Die waren sichtlich überrascht, als sie sich nicht 4 sondern 9 gälischen Kämpfern gegenüber sahen und gerieten sofort in die defensive. Aiofe und Timmathy wüteten schwer unter den Gegnern und mehr als einmal bügelten sie die Felher der anderen aus, die sich zu ungestühm nach vorn warfen oder ihre Rückendeckung außer acht gelassen hatten. Auch Ciaran hätte sicher 2-3 mal einen Speer im Rücken gehabt, wenn nicht Aiofes oder Timmathys Speer gewesen wären. Dennoch war alles schnell vorbei und Gnade wurde nicht erwiesen.

Ciaran pustete schwer. Das war sein erster echter Kampf gewesen und er hatte einiges an Lehrgeld bezahlt. Aiofe kam auf ihn zu gestapft, funkelte ihn böse an und verpasste ihm eine Ohrfeige, dass ihm die Backe brannte. Das war dafür, dass du dich einfach dünne gemacht hast!, schrie sie Ciaran an, atmete 2 mal tief ein und sprach dann ganz normal weiter Gut gemacht, hast uns vielleicht den Hintern gerettet hier. Damit klopfte sie ihm auf die Schulter und ging weg. Gern geschehen. antwortete Ciaran, rieb sich die Backe und schaute fragend zu Timmathy hinüber, der sich ins Fäustchen lachte und den Kopf schüttelte. Er zumindest schien an dem ganzen Gemetzel seinen Spaß gehabt zu haben....


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Ciaran an Tiaracht

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Re:druvides      11.09.2010 12:45:44 --- 1 Jahr, 4 Monate her  
Offenbar waren ihnen in dem Dorf nicht alle Aufrührer entgegengetreten, denn später am Abend war heller Feuerschein am Strand zu sehen gewesen und kurz darauf kam die Bootswache in das Dorf, abgekämpft und blutend, und berichtete wie Dunkle gestalten das Boot in Brand gesteckt hatten.

Timmathy zögerte nicht und so nahmen sie die Verfolgung auf. Die Dorfbewohner halfen Ihnen mit Proviant und Ausrüstung, denn keiner der Kerle stammte von hier. Offenbar waren es Barbaren aus den Highlands, die immer wieder die Fischer um ihr erarbeitetes gebracht hatten. So hatten sie wenigstens den Rücken frei.

Viele Wochen vergingen mit der Hatz auf die Banditen quer durch die Highlands. Ein halbes Dutzend Räubernester räucherten sie aus bis Timmathy entschied sich südwärts zu halten und den Pikten in Edinburgh einen Besuch abzustatten und diese nach den Banditen zu fragen.

Auch das war schon Wochen her und nun kam langsam, nachdem man den neueroberten Inseln noch einmal einen kurzen Besuch abgestattet hatte, die irische Küste wieder in Sicht. Ciaran kühlte einige schwere Blessuren am Kopf. Die Trainingsduelle mit Aiofe waren heftig. Fünf schwere Kopftreffer hatte sie ihm verpasst, dass ihm eine ganze Weile ganz schwindelig gewesen war, auch Stunden nach dem Kampf noch. Offensichtlich war sie mit ihrer Lektion für ihn noch nicht fertig, obwohl Ciaran sicher war, dass Sie eigentlich andere Dinge so in Rage brachten, als seine kleine Disziplinlosigkeit, die nun schon Monate zurücklag.

Wie dem auch sei, dachte Ciaran. Irgendetwas musste sich ändern. Die anderen Jungkrieger trainierten wie verrückt, doch während man ihnen ansah wie viel Kraft und Wendigkeit sie seit ihrer Abreise hinzugewonnen hatten, schien Ciarans Körper eine natürliche Abneigung gegen solcherlei Bestrebungen zu haben. Ciaran wuchs dagegen nach oben und es schien als würde er die zwei Schritt bis zu seinem 18 Lebensjahr spielend erreichen. Kraft und Wendigkeit aber blieben auf der Strecke. So würde er auch weiterhin Prügel beziehen ohne Aussicht auf Besserung. Ciaran rieb sich über das geschwollene Auge und schüttelte leicht den Kopf.
Dann fasste er den Beschluss sich über Myrddins Weisungen hinweg zu setzten. Es war eine Sache auf die andere Seite zu reisen und zu lauschen, was einem die Wälder, die See, die Berge oder die Quellen mitteilen wollten. Das hatte Myrddin ihn gelehrt und darin war er leidlich gut. Auch war es leicht, die Runen zu befragen, die so antworteten wie es ihnen beliebte.
Aber es war ein gefährlicher Weg den Runen und den Elementen den eigenen Willen auf zu zwingen. Myrddin kannte diese Geheimnisse auch, doch er hatte sie für sich behalten. Wie oft waren sie über die Inseln gegangen, oder an der Küste entlang durch den Regen. Jedes mal war er völlig durchnässt worden, während Myrddin nicht einen Wassertropfen auf der Kleidung hatte. So etwas lernst du später junger Ciaran., hatte Myrddin ihn immer vertrößtet. Es ist gefährlich, denn diese Macht führt dich an einer steilen Klippe entlang! Ciaran verzog das Gesicht, als er sich unvorsichtiger Weise an die Bordwand lehnte und der stechende Schmerz durch seinen ganzen Kopf jagte.

Er hatte keine Wahl. Er würde den Weg an dieser Klippe entlang allein gehen müssen....


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