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THEMA: Über die Griechen
 
Tuitino Smaragdis

Barbaren
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Über die Griechen      15.08.2010 01:38:54 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Der Ruß lag noch auf den Wangen und der Rüstung des Archons. Blut bedeckte in großen Mengen den Lamellenpanzer, tränkte den Stoff darunter und klebte an der Haut als wäre es der frische Harz einer guten, griechischen Kiefer. Unruhig war das Pferd auf dem der Grieche nach der verlorenen Schlacht um Athen thronte.

„Theós.. Ruhig“, wisperte der athletische Mann, während seine Rechte fest in die Mähne des Tieres griff. „Es ist vorüber. Für immer...“

Die Stirn Darucs, Hauptmann der Kavallerie, legte sich in Falten. In Griechenland hatte der Germane kein Jahr in Frieden verbracht und Traitos sprach von Ruhe? Den großen Hammer den er stets gegen die Brust der Feinde schleuderte, hatte er sorgfältig auf seinen Rücken gegurtet, ehe die stahlblauen Augen voller Skepsis den Blick des Archons aufgefangen hatten. Er lächelte nicht und auch sonst war der Ausdruck den man in dem tiefen, holzfarbenen Braun seines gesunden Auges finden konnte nicht das, was man als hoffnungsvoll bezeichnen mochte.

„Wir haben Athen an deine Brüder verloren. Sterea, Akarnania, Epirus. Alles was wir hatten, all das und noch viel mehr haben wir ihnen entgegengestellt, haben gekämpft und verloren. Mehr können die Götter, Zeus, Athene ebenso Ares nicht von uns abverlangen.“ entgegnete der Archon recht knapp auf die ihm entgegengebrachte Skepsis. „Ich reise nach Delphi, befrage das Orakel. Dimos allein wird mich begleiten“

Der Geruch von kaltem Schweiß, faulenden Leibern und getrocknetem Blut hing mit einem süß-sauren Aroma in der Luft und erschwerten jeden Atemzug. Nicht nur physisch, sondern auch psychisch wurde das Atmen erschwert, waren es doch Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die den Geruch des Todes über die grünen Ebenen Attikas brachten.


Traitos Smaragdis,
ehem. Heerführer Griechenlands,
ehem. Hauptmann der Agema Taurus,
ehem. Archon Athens sowie Beschützer Hellas,
ehem. Basileas des phönizischen Großreiches,
ein König Asiens,
Sieger über Phryger, Kappadokier, Römer, Svear, Keltiberer und Mauren
Gründer der zweiten Expedition auf der Suche nach dem goldenen Vlies
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Danokles

Barbaren
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Re:Über die Griechen      15.08.2010 11:21:38 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Das Meer peitschte an die Planken des kleinen Fischer Bootes von Danokles, seine Augen lassen sich nicht öffnen er hört nur das rausche des Meeres und fühlt die Sonne wie sie seinen Lederharnisch erhitzt, und mehrere Schnitt wunden einen Stechenden Schmerz ausstrahlen.

Er versucht sich aufzurichten seine Gedanken zu ordnen "was ist nur geschähen? wie komme ich hierher?" als er mit seiner Hand seine Stirn berührt fühlt er das trockene Blut wie es daran klebt langsam aber stetig fängt er an wider zu sehen.

Als er wieder klar sehen kann entdeckt er eine Rauchsäule am Horizont "Das muss Athen sein"
Bilder schossen Ihm durch den Kopf: Die Barbaren,Die mauern die brechen,Feuer,Blut,Rauch über all tot,ein schlag, dumpfer Schmerz.
Danokles Schreit gen Himmel "Zeus!!!! warum hast du uns verlassen??"

Enttäuscht und verzweifelt setzt sich Danokles und betrachtet das Schiff: der maßt ist gebrochen, "alles was ich liebte und schützen wollte ist tot und zerstört" flüsterte er zu sich selbst. "nur die Götter können entscheiden was mit mir geschieht"
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Fynn

Barbaren
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Re:Über die Griechen      16.08.2010 02:12:52 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Fynn der in der großen Schlacht um Athen schwere wunden von den Äxten der Barbaren erlitten hatte und nach der schlacht ins Feldlazarett gebracht wurde. Kommt langsam wieder zu kräften.

"Wo bin ich, was ist passiert?", fragte Fynn als er langsam seine Augen öffnete und in die Bernsteinbraunenaugen seiner geliebten Lyah sah.
"Du bist im Feldlazarett in Anttike, liebster wir haben die Schlacht gegen die Barbaren verloren die Götter waren unser nicht gnädig".

Nach wenigen Minuten der Stille.
Fynn versucht aufzustehn und will seinen Schild und Speer greifen.
"Liebster ruh dich bitte noch aus du hast schwere wunden von den Barbaren erlitten, komm erst einmal wieder zu kräften. So hilfst du unsern Volk und dem Archon auch nicht. Auserdem müsst
ich mir dann viel zu viele sorgen um dich machen".

"Hmmm, du hast leider recht liebste, obwohl es mir nicht gefällt hier tatenlos zusehn zu müssen".
Fynn gibt Lyah einen liebevollen Kuss, und legt sich hin und murmelt leise:" Warum tun die Götter uns das bloß an"
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Agaton von Korinth

Etrusker
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Re:Über die Griechen      18.08.2010 17:22:36 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Ich saß in meinem Zelt, im Heerlager, südlich von Rom, zurückgelehnt in meinem Sessel, vor mir auf der Truhe lagen Papyrii und Pergamente, die dringend bearbeitet werden sollten, doch ich konnte mich nicht konzentrieren. Draußen regnete es in Strömen, als wollten die Götter selbst ihre Trauer über den Verlust ausdrücken, der die Welt getroffen hatte ausdrücken. Berichte über plünderne Barbaren waren über die Adria gekommen, die Sterne der hellenischen Kultur sänken. Athen liege in Trümmern, Sparta sein niedergebrannt worden, Theben sei eine Geistersadt und Korinths Glanz sei nicht viel mehr als ein riesiger Haufen Asche, der von den abgebrannten Häusern der Stadt stamme. Ich seufzte. Korinth. Fast ein halbes Jahrzehnt hatte ich meine Stadt nicht mehr gesehen. Und nun sollte sie in Schutt und Asche liegen? Tränen stiegen mir in die Augen. Die Stadt meiner Väter und Land meiner Ahnen war nichts als ein Schatten seiner selbst, etwas, das man nicht als Hellas bezeichnen konnte, nichts für das ich mein Blut vergossen und so viele Männer in den Hades geschickt hatte. Unwillkürlich fielen meine Gedanken auf die Männer, die ic damals zurückgelassen hatte. Wie es ihnen ergangen sein mag? Ich beschloss einen Brief zu schreiben

QUOTE:
Dimos Archegetes, Kimon, Orion, alte Freunde,

ich hoffe dieser Brief erreicht zumindest einen von euch. Lange hatte ich keinen Kontakt mehr mit euch und ich glaube, dass ihr überrascht sein werdet von mir zu hören, doch die derzeitige Lage in unserer Heimat, gestattet es mir nicht zu schweigen, also bitte lest mein Anliegen, bevor ihr den Brief verbrennt:
Ich bitte Euch mir Asyl auf meiner Reise gen Athen und Korinth zu gewähren, denn ich weiß von Traitos habe ich keinen Schutz zu erwarten.
Vor fast 10 Jahren standen wir gemeinsam in der Phalanx, Seite an Seite fochten wir gegen Barbaren, Thraker und Makedonen, um Griechenland wiederzuvereinen, zwar stehen wir heute nicht mehr Seite an Seite, doch ich errinere mich immernoch gerne an diese Kämpfe und vorallem and die Nächte, die wir mit erbeutetem Wein am Lagerfeuer zubrachten.Lasst mich der alten Zeiten willen zu Euch kommen, lasst und die alten Schlachtfelder bereisen und neuen Mut in der Stunde der Dunkelheit, die wir so verzweifelt versucht haben abzuwenden, sammeln. Ich warte auf Eure Antwort.

gez.
Konsul Agaton von Korinth
ehem. Strategos und Oikistes der Hellenen im Exil


Ich sah dem Reiter noch lange hinterher,als er in Regen hinausritt. Gerade als nur noch zu einem schemenhaften Schatten am Horizont wurde, brach ein Blitz durch die Wolken. Zeus schien den Reiter zu beobachten.


Allen zu verzeihen, ist ebensowohl Grausamkeit, wie keinem zu verzeihen.-Seneca

Letzter aus dem Geschlecht der Korinther

Hellene im Exil
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Daruc der Finstere

Phönizier
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Re:Über die Griechen      19.08.2010 18:29:56 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Seufzend lies Daruc den schweren Hammer auf den Boden sinken, so dass er ihn als Stütze benutzen konnte.
Heute hatten die Phönizier unter seinem neuen Kommando die erste der umliegenden Freien Grafschaften erobert. Wärend einer der Jungen Hopliten leider durch eigene Unvorsicht bereits durch den Pfeilhagel der Barbaren niedergegangen war, waren die einzigen anderen Verluste seine beiden Leibwächter, die den Schmerz auf sich nahmen, ohne Schilder in die erste Schlachtenreihe zu stürmen. Bevor auch sie von den Hilfstruppen in SIcherheit gebracht wurden, teilten sie wie auch ihr Herr, dem sie schon seit einigen Monaten treu und tapfer dienten, gewaltig mit ihren schweren Hämmern aus.

Neben Daruc stritten tapfer und unbeugsam die anderen Phönizier, die mit ihm los gezogen waren, um Nawa für ihr neues Volk zu nehmen. Neben Parmenion stritten noch Boggart, Danokles und Deliah mit ihren Truppen gegen die in doppelter Überzahl stehenden Barbaren. Am Ende war es geschafft. Die Barbaren gaben auf und Daruc lies das Land sofort besetzen.
Boggart wurde als Verwalter eingesetzt und befahl umgehend den Ausbau der hiesigen Infrastruktur.
Im Heerlager angekommen, diktierte der gewaltige Barbar dem Schreiber einen Brief an seinen König Traitos. Misstrauisch wie er war, hätte er es selber getan, wenn er denn schreiben könnte. Vermutlich wäre der Brief dann aber nicht halb so förmlich geworden.

QUOTE:
An Traitos Smaragdis, meinen Herren,

ich berichte euch aus der Provinz Nawa, welche süd-östlich unserer neuen Hauptstadt Tyros liegt. Das Land wurde unter geringen Verlusten unserer Seite eingenommen und wird euch zur Verfügung stehen, sobald ihr die Macht in Tyros übernommen habt. Wir ziehen nun weiter gen Norden, um den Herrschaftsbereich auszudehnen. In Tyros wird mit dem Ausbau der Ackerflächen begonnen, die wir benötigen werden, um so viele Krieger versorgen zu können, wie wir sie erwarten. In Nawa hat der neue Verwalter Boggart unverzüglich mit dem Ausbau der dortigen Infrastruktur begonnen.

Ehre dem Zeus!

Daruc


Er lies den Boten daraufhin schnellstmöglich per Schiff gen Griechenland segeln.
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Letzte Änderung: 2010/08/19 18:30 von Daruc der Finstere.
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Tuitino Smaragdis

Barbaren
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Re:Über die Griechen      20.08.2010 00:37:19 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Zuvor

Keine Woche benötigten die beiden hochrangigen Griechen, Dimos und Traitos, um an den Ort Delphi zu gelangen. Das Orakel dort war seit jeher die wichtigste hellenistische Pilger- und Weissagungsstätte. Nicht zuletzt, weil die Bewohner Hellas davon ausgegangen waren, das sich genau hier der Mittelpunkt der Welt befinden würde. Delphi selbst war hingegen keine der großen Metropolen und mehr ein kleiner, dunkler Schatten des Orakels.

Unzählige Stufen schienen es auf den ersten Blick, die sich kurvenreich, einem kaum bewaldeten, felsigen Berg hinaufgezogen hatten. Am Fuße eben dieses Berges standen jene die das Schicksal aller Griechen in Händen gehalten hatten. Seufzen hörte man niemanden von ihnen, ebenso wenig war, die gesamte Reise schon, ein Klagelaut zu vernehmen. Konzentriert waren die strengen und markanten Gesichter, wussten die die sie trugen doch um ihre Aufgabe bescheid. Nasser Schweiß lief in glänzenden Straßen über die Schläfen, die Koteletten hinab bis zum Kinn und tropften auf von Reisen geprägten Stoff, als die ersten Anhöhen erreicht und eine Pause eingelegt wurde.

„Was wird das Orakel sagen? Immerhin kommen nicht alle Jahre Könige auf diesen Berg marschiert und verlangen zu wissen, ob die Götter einem treu bleiben, wenn man Griechen zusammen karrt und nach Syrien umsiedelt.“ - sprach Dimos, dessen raues Gesicht von einem Lächeln verziert wurde.

„Egal was das Orakel sagen wird, Dimos, wir berichten von einer Zustimmung. Niemand wird mein Wort anzweifeln und keiner dieser Bergeremiten wird den Weg in die Lager finden, in denen wir uns versammeln. Und wenn doch.. Daruc schert sich nicht um unsere Götter.“ - Der Biss in ein Stück Käse sollte den Wortwechsel kurz unterbrechen - „Wie dem auch sei, Dimos, auch du wirst nur eine gute Antwort kennen. Vielleicht auch kennen müssen.“

Eine kurze Weile ging dies noch so, ehe man sich aufraffte und auch die letzten Meter hinter sich gebracht hatte.


Traitos Smaragdis,
ehem. Heerführer Griechenlands,
ehem. Hauptmann der Agema Taurus,
ehem. Archon Athens sowie Beschützer Hellas,
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Danokles

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Re:Über die Griechen      20.08.2010 20:41:00 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Danokles wischte das Blut das auf seinem Leder Harntisch klebte ab, doch die Spuren des vergangenen Kampfes sind unübersehbar. er schaut sich um "diese barbarischen Bauern wollten es nicht anders, Zeus ist mit uns!"

Er schnappt sich eine falsche "HeraklesOuzo" und ein Glas und denkt an die vergangenen Wochen. Bilder durchströmen seinen Geist: Athen wie es Brennt, Die lange reiße im Fischerboot die küsten von Zypern, und die wunderschönen Glänzend Weißen Mauern von Tyros.
Als er Daruc aus der ferne erspäht ist er im Herzen dankbar das ihn das Phönizische Königreich ihm eine neue Heimat gab, er ist nun einer unter Brüdern und sein Speer wird alles für die Verteidigung seiner neuen Heimat Geben, noch einmal wird er seine Heimat nicht verlieren.
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Parmenion

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Re:Über die Griechen      21.08.2010 06:58:41 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Die Schlacht war geschlagen. Der Geruch von Blut lag in der Luft, die flimmernd über dem staubigen Feld lag, gestört nur vom Schnauben einiger Pferde und dem Wimmern und Schreien der Verwundeten. Im Schatten eines dornigen Busches kümmerte sich ein Heiler um die Wunden eines jungen Mannes, ja beinahe noch ein Kind.
Parmenion biß die Zähne zusammen, konnte sich ein gelegentliches Zischen oder Stöhnen nicht verkneifen. Ein Mann in glänzender Schuppenrüstung trat an ihn heran.
"Es tut mir leid, Herr. Ich wollte nützlich sein in der Schlacht. Aber-"
Der Graf hob beschwichtigend die Hand. "Bleibe ruhig, Parmenion. Es war deine erste Schlacht. Und du bist immerhin im Kampf verwundet worden, nicht aus Angst geflohen. Darin liegt keine Schande."
Parmenion wandte das Gesicht ab. "Aber ich habe nicht gekämpft", flüsterte er.
Boggart kniete sich neben ihn. "Junge, diese Schlacht war wichtig für unser Volk. Aber sie war nicht wichtig für dich. Du hast auf meinen Rat deine Kräfte geschont. Unser Übungskampf, DER war wichtig. Du hast dabei eine Menge gelernt und du wirst noch viele Schlachten erleben, in denen du dein Wissen anwenden kannst. Diesmal hatte Ares nicht auf dich gelächelt. Ein Pfeil hat dich gestoppt, bevor es in den Nahkampf ging. Na und?"
"Es waren zwei!", entfuhr es dem Jungen trotzig. Sofort errötete er und blickte wieder zu Boden, über seine eigenen Worte beschämt.
Boggart mußte lächeln. "Zwei Pfeile. Gut. Das ist eben Schlachtenglück, unbeschadet durch den Pfeilhagel zu gelangen. Ein Schild würde auch helfen."
Parmenion zog die Luft geräuschvoll durch die Zähne, als der Verband festgezogen wurde. "Ich habe mein ganzes Silber für das Dorf ausgegeben, daß mir überantwortet wurde", preßte er hervor.
Graf Boggart stand wieder auf. "Das war eine kluge Entscheidung. Bei der nächsten Schlacht hast du sicher mehr Glück."
Aufmunternd nickte er dem Jungen zu und ging.


Wenn ich Alexander wäre, würde ich das Angebot annehmen...
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Dimos Archegetes

Phönizier
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Re:Über die Griechen      21.08.2010 14:55:14 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Die nach den letzten Plünderungen ausgebrochenen Unruhen und die Verunsicherung die sich in ganz Hellas breit gemacht hatte, führten dazu, dass Agatons Nachricht erst spät den Weg zu mir fand und der Bote auch sehr mitgenommen aussah. Nachdem auf meine Anweisung hin für ihn gesorgt wurde widmete ich mich der Botschaft.
Als ich sie zu Ende gelesen hatte musste ich betrübt feststellen, dass ich, auch wenn ich es gerne getan hätte, Agaton seinen Wunsch nicht erfüllen konnte.
Dennoch verfasste ich eine Antwort an ihn, denn, sofern es die Götter so wollen, böte mein Aufbruch in eine neue Heimat auch möglicherweise die Möglichkeit eines Neuanfangs meiner Beziehung zu Agaton.

QUOTE:
Werter Agaton, alter Kampfgefährte,

verzeih mir meine späte Antwort, doch die letzten Plünderungen haben Chaos und Verwirrung hervorgerufen, weshalb mich deine Nachricht erst verzögert erreichte. Leider muss ich zu meinem großen Bedauern deine Bitte abweisen, wobei ich dir deinen Wunsch gerne erfüllen würde. Denn auch wenn ich deinen Gang ins Exil nach Rom nie gut geheißen habe, erinnere auch ich mich gerne an die Anfangszeit zurück in der wir gemeinsam gegen Barbaren fochten um neue Gebiete für Hellas zu erobern.
Der Grund weshalb ich deiner Bitte nicht nachkommen kann liegt daher nicht in meinem Unwillen begründet, sondern in der Tatsache, dass ich, wenn dich diese Nachricht erreicht, Athen und Hellas bereits den Rücken gekehrt habe und mich auf See unterwegs Richtung einer neuen Heimat befinde. Auch wenn mich dieser Schritt im Herzen schmerzte, so wie viele andere Hellenen, haben wir nach den letzten Verwüstungen keine Zukunft mehr in Griechenland gesehen.
Du solltest wissen, dass ich keinem Kampf aus dem Weg gehe, doch bin ich auch für meine Männer verantwortlich. Nach den langen Monaten und Jahren des Krieges und der Verwüstungen in unserer Heimat, der ohne viele oder lange Pausen tobte, waren nicht mehr viele der mit unterstellten Soldaten am Leben. Auch wenn sie mir weiter treu ergeben waren, hatten sie häufig alles verloren wofür sie gekämpft hatten. Land, Familie, Besitz, nichts war mehr übrig außer den Dingen die sie mit sich führten und den Männern und Frauen mit denen sie marschierten. Aus diesem Grund haben viele Hellenen beschlossen Griechenland zu verlassen und in einer neuen Heimat ihr Glück zu versuchen. Ich bin einer davon.
Du kannst nach Griechenland reisen, ich glaube nicht, dass dir die zurückgeblieben Hellenen die Einreise verweigern und für deinen Schutz sorgen werden, doch warne ich dich, da vieles von dem, was du gehört haben wirst, wahr ist. Zudem wirst du mich, wie gesagt, nicht mehr antreffen.
Sofern du jedoch Interesse daran hast würde es mich sehr freuen, dich in unsrer neuen Heimat zu begrüßen, sobald es die Lage erlaubt, da dieser Neuanfang möglicherweise auch alte Freundschaften wiederbeleben kann.

Mit besten Grüßen
Dimos Archegetes


Sobald sich der Bote erholt hatte schickte ich ihn mit der Antwort an Agaton auf den Weg nach Rom.
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Agaton von Korinth

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Re:Über die Griechen      22.08.2010 21:21:16 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Betrübt las ich die Nachricht, die mir der Botenjunge an die Front brachte. Mit jedem Wort, das von der Zerstörung Griechenlands und dem Rückzug der Hellenen in eine neue Heimat kundtat, wurde mein Herz schwerer. Hatten wir denn dafür gekämpft? Dafür, dass ungewaschene Barbarenhorden unser Werk zunichte machten? Anscheinend ja. Doch umso mehr sagte mein Herz mir zurückzukehren, meine Heimat wieder in neuem Glanze erstrahlen zu lassen, doch meine Vernunft sagte mir "nein".
Schweren Herzens setzte ich eine weitere Botschaft auf

QUOTE:
Dimos, alter Freund,

zuersteinmal möchte ich dir sagen, wie glücklich ich bin von dir zu hören. Ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung aufgegeben, dass irgendwer diesen Sturm aus dem Norden überlebt hat. Doch eure Entscheidung, so sehr ich sie andererseits auch verstehe, betrübt mich. Haben wir unser Blut dafür gegeben, dass die stolzen Hellenen jetzt ihr Haupt vor dem Dunkel der Barbarei beugen? Ich kann mir deine Verbitterung vorstellen, über den Tod so vieler guter Männer und so auch die Rettung der Überlebenden, doch bedenke: wenn ich den Händlern und Wanderern trauen kann und ihr nach Phönizien wandert, so werdet ihr den Ägyptern nahe sein und die Ägypter sind gefährlich. Ich fürchte, dass ihr vom Regen in die Traufe kommt, dass euch statt den Friesen die Ägypter das leben schwer machen werden, doch ich vertraue auf deine Fähigkeit als General und Soldat, sowie deine Tapferkeit, um die Ehre der Hellenen zu retten und vielleicht in fernen Tagen unser Volk zurück in seine Heimat zu führen.
Was dein Angebot angeht einen Neuanfang zu starten, so möchte ich dir danken, doch ich es muss zu meinem bedauern ablehnen. Ich lebe jetzt in Rom, ich bin Konsul und habe wchtige Aufgaben, die ich nicht so einfach liegen lassen kann, so gerne ich das auch täte.
Vielleicht werden dereinst unsere Söhne zurück in die Heimat gehen und die goldenen Zeiten, die wir einmal erleben durften noch einmal erleben und diesmal Hellas zum Ruhm zurückführen, den es verdient hat. Im übrigen ist dein Sohn Hephaistion hier in Rom bei deiner ehemaligen Gefährtin Helena.
Ich glaube nicht, dass er bei ihr in guter Gesellschaft ist, auch wenn sie seine Mutter ist, denn sie ist umtriebig, versucht die Republik zu stürzen, ist Intrigant ohne gleichen. Ich bitte dich deinen Sohn entweder zu dir zu nehmen, oder dafür zu sorgen, dass er in guten Händen ist, die ihn als guten Griechen und Republikaner erziehen. Ich fürchte um deinen Erben, denn Helena scheint skrupellos.
Ich bitte dich um eine Antwort.

Mit freundschaftlichen Grüßen,
Agaton von Korinth


Allen zu verzeihen, ist ebensowohl Grausamkeit, wie keinem zu verzeihen.-Seneca

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