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Der arme Mann der sich nun also als Spielbalg der Teutonen wiedergefunden hatte war endlich vor den Toren Sumya's angelangt. Die stark bewaffneten Krieger die vor den Palisaden wachten sahen den Mann misstrauisch an, seine Erscheinung allein grenzte ihn von allen Sarmaten ab.
Nachdem er einige Male wiederholt hatte, dass der Herrscher der Teutonen ihn mit einer Nachricht geschickt hatte, liess sich endlich einer der Wachmänner dazu herab einen Boten zu Alastor oder zu Ravan zu schicken.
Die Sonne sank langsam im Westen des Horizonts nieder als sich das Tor einen Spalt öffnete und die Seherin der Sarmaten alleine aus dem Tor trat. Sie humpelte stark, ging jedoch ohne jegliche Stütze und hielt sich stolz und gerade. Das lange schwarze Haar fiel wie ein Wasserfall bei Nacht über ihre Schultern und kontrastierte mit der silbrigen Narbe die in ihrer linken Gesichtshälfte hervorstach. "Wie kommt es dass du unsere Sprache sprichst?" Selbst im Halbdunkel drückten ihre grünen Augen Argwohn aus.
Der Mann berichtete ihr kurz von seiner Herkunft und die Sarmatin hob belustigt die Augenbraue. Dieser Mann würde es schwer haben in einem Land voller Nomaden die keine Zäune kannten ausser die, welche in der Nacht ihr Vieh vor Wölfen bewahrten.
"Erzähle mir von den Teutonen. Ich höre sie sind weit gekommen und haben ihre Dörfer verlassen um uns durch die Steppe zu jagen." Leichter Spott klang in ihrer Stimme mit, sie war dem Angriff nicht ungeschoren entkommen, doch sie akzeptierte ihre Wunden als Opfer der Kriegers. Ihr Blut für ihr Volk.
Der Mann begann zu sprechen und während die Worte flossen veränderte sich die Miene der Seherin nicht. Sie blieb still stehen bis er geendet hatte und atmete tief. "Dieser Mann, der so weit gereist ist hat während seiner Zeit hier nichts über das Volk des Drachen gelernt." Sie schüttelte den Kopf. "Diese Fremden können Gras verbrennen bis der Rauch ihnen den Atem nimmt. Denn das ist alles was es tun wird. Geh heim. Wo du her kommst. Denn du verstehst uns genauso wenig."
Als sie sich wegdrehte begannen Ravans Schultern mit unterdrücktem Lachen zu zucken.
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