Endlich ist es soweit. Mit Gnade und Unterstützung der Götter trete ich nun die rechtmäßige Regentschaft über das Volk der Daker an.
Nach langer Abwesenheit bin ich wieder in meiner Heimat. Wie hat sich hier alles verändert. Überall herrschen Not, Elend und Verfall. Viele meiner Untergebenen haben das Land verlassen. Ihre Gehöfte in meinen Dörfern sind verfallen. Krankheiten, Dürren, Missernten sowie plündernde feindliche Stämme versetzten meinem Land den Todesstoß. Ich stehe vor dem Nichts. Die wenigen mir verbliebenen Bauern sind mir nicht wohlgesonnen. Sie sind unzufrieden und geben ihren Unbill offen kund. Doch respektloses Verhalten gegen meine Person darf und werde ich nicht dulden, - obwohl ich sie verstehen kann - mit eiserner Hand werde ich wieder Ordnung schaffen.
Meine Burg, einst der Stolz unseres Volkes, bietet einen traurigen Anblick. Eingefallene Mauern, gebrandschatzte Gebäude, gestürzte Statuen. Tränen stehen mir in den Augen. Wie soll ich diese Wüstenei wieder in einen blühenden Garten verwandeln?
Doch all das ist nicht das Schlimmste. Gebäude kann man neu errichten. Felder kann man neu bestellen. Und die Bauern werden auch bald wieder lustige Lieder in den Wirtshäusern der Dörfer singen, wenn sie merken, das ihr neuer Herrscher auch für ihre Bedürfnisse ein offenes Ohr hat. Mir fehlt es an erfahrenen und starken Kriegern, die das Land gegen feindliche Armeen verteidigen können.
Die ehemaligen Herrscher Dakiens betrogen und hintergingen ihre Verbündeten. Der Ruf unseres Volkes ist zerstört. Wir gelten als unehrenhaft. Umringt von Feinden, ohne Freunde - wie lange kann ich mein Volk schützen?
Über die zerstörte Treppe gehe ich hinauf in meinen Thronsaal. Thronsaal!? Eine Wand fehlt völlig, in einer anderen klafft ein riesiges Loch. Das Dach besteht nur noch aus verkohlten Balken.
Meine Boten erwarten mich schon. Ich ließ sie rufen, um sie auszuschicken in die Welt. Sie sollen Verbündete suchen und Krieger, die mir beim Aufbau eines vergessenen Volkes helfen.
Ich trat vor die Schar tapferer Krieger und sage ihnen die Worte, die sie an den Herrscherhöfen der uns bekannten Welt kundtun sollen.
QUOTE:
Ich, Hephaistos, tue hiermit allen Herrschern kund, dass das Volk der Daker wiedergeboren wurde. Mit Gnade und Unterstützung der Götter habe ich meine Regentschaft angetreten. Ich hoffe auf gutes Einvernehmen zwischen unseren Völkern. Die begangenen Fehler Dakiens gehören der Vergangenheit an. Ehre diktiert nun unser Handeln. Eine uns in Frieden und Freundschaft gereichte Hand werden wir nicht wegstoßen. Wir wünschen in Eintracht und gegenseitiger Achtung mit unseren Nachbarn zu leben. Wir sind bestrebt ein stabiles und starkes Dakien zu errichten, das die Stabilität in unserem Teil der Welt garantieren kann. Dies liegt gewiss auch in Eurem Interesse.
Noch ein Wort an unsere Feinde: "Wir sind gewappnet!"
Auf gute Nachbarschaft und beiderseitige profitable Zusammenarbeit!
Hochachtungsvoll
Hephaistos
Regent Dakiens
Die Boten sind unterwegs. Hoffentlich haben sie Erfolg. Zu viele Feinde könnten meine Träume und Pläne zunichtemachen.
Als der letzte Bote im nahen Wald verschwindet, gehe ich hinunter in den Hof, um die Aufräumarbeiten zu beaufsichtigen.