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Rodewin sass in seiner Jurte und er schaute auf das Feuer in der Mitte des Raumes. Die Flammen wurden kleiner und das Feuer schien langsam, aber sicher zu erlischen.
Noch vor einigen Wochen war er guten Mutes und seine Bauern und Gefolgsleute hatten tatkräftig den Ausbau der Grafschaft voran getrieben. Die alten Siedlungen, die zugewuchert waren, wurden wieder gerodet und neu angelegt. Felder wurden neu gepflügt und neu eingesät. Die Bewässerung wurde wieder instandgesetzt und Händler machten in den Dörfern halt.
Alles schien sich gut zu entwickeln.
Doch jetzt, als Rodewin den Flammen des Lagerfeuers zuschaute, wurde ihm schwer ums Herz. War er nur bedrückt und machte sich etwas vor oder ging es seinem Volk, dass gerade erst wieder zu leben begann, so wie den Flammen, die langsam zu erlischen drohten.
"Was können wir nur tun, damit es weiter aufwärts geht und wir das werden, was wir uns geschworen hatten ?" dachte er betrübt.
Rodewin wachte aus seinen Gedanken auf: "es wird schon weitergehen, sei nicht so nachdenklich" sagte er zu sich selbst. Er stand auf, nahm noch einen kräftigen Schluck Met und ging hinaus in die Nacht.
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