Ioannis liess zu abendlicher Stunde einige Würdenträger der Parteien Griechenlands in seine Villa in den Rodopen rufen. Hochrangige Vertreter der Eupatriden, Strategen und Poleis sammelten sich im Atrium um den Divan des Basileos.
Er erhob das Wort:
"Meine Herren, ich habe euch rufen lassen, um euch im Namen des Basileos zu den Völker des bekannten Erdenrundes zu entsenden." Raunen trat durch das Atrium, die Blicke der Vertreter trafen sich mit Unverständnis.
Dann trat einer der ältesten Eupatriden aus der Menge und sprach den Basileos näselnd an:
"Mein Basileos, wieso werden wir zu den Völkern entsandt? Was möchtest du damit erreichen, schliesslich befinden wir uns im Krieg und die Sicherheit dürfte kaum gewährleistet sein?!"
Einige der Eupatriden nickten.
Einer der Militärs trat entschlossen vor:
"Mein Herr und Oberbefehlshaber, wir werden deinem Befehl folgen, ganz gleich wo er hinführt und wenn wir Richtung Styx müssten, würden wir dies auf uns nehmen!"
Ioannis unterbrach das darauffolgende Raunen:
" Weder betrifft es den Krieg, noch müssen unsere tapferen Soldaten gen Styx." er räusperte sich
"Das hat ganz banale Gründe und doch entscheidend für die Zukunft Griechenlands und der dynastischen Nachfolge. Denn ich gedenke mir ein Eheweib zu suchen, welches Griechenland und mir einen Sohn schenkt.."
Einer der Poleisführer neigte den Kopf und antwortete schmunzelnd
:" Also suchst du ein Eheweib bei den weniger kultivierten Ländern, warum keine Griechin?"
Seine Lippen wurden schmal:
"Von einem Politiker wie du es bist, Petrokles, hätte ich etwas mehr Weitsicht erwartet! Dennoch werde ich es gern noch einmal deutlich machen, warum. Es dient der Stabilität des Reiches und der Gewährleistung von Sicherheit. Wäre es eine aus einer der ehrwürdigen Eupatridenfamilien, könnte es zu internen Machtkämpfen kommen, nach meinem Ableben, das zu verhindern ist mein Ziel! Daher werdet ihr, werte Ratsmitglieder die Fürsten und Führer der Republiken aufsuchen, um eine geeignete Kandidatin zu finden."
Ioannis pausierte kurz, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, dann sprach er weiter:
" Dadurch, dass ihr mich vertretet und als Gesandter des Basileos und Würdenträger der Parteien die Führer der Nationen aufsucht, zeigt dies unseren Respekt und unsere Ernsthaftigkeit vor ihnen. Diese Schriftrolle wird euch begleiten und übergebt ihr den Kanzlern, Fürsten und Kriegsherren."
QUOTE:
Die Götter mögen über Euch in Wohlwollen wachen.
Gegrüsst seid ihr, tapfere und weise Führer eurer Völker,
Wir, Ioannis gen. Komnenos, Basileos der Griechen, Archon der Hellenen und Tyrann von Attike, sind nun dem Jünglingsalter entsprungen und ersuchen Eure Freundlichkeit und einvernehmliches Einverständnis in Euren Landen eine geeignete Gemahlin edlen Geblütes für Uns zu finden.
Die daraus resultierende Verbindung, soll zum einen zur Annäherung und Kommunikation unserer Völker dienen sowie zum kulturellen und wissenschaftlichen Austausch. Die Frucht, welche daraus entspringen möge, wird die Eigenschaften beider Völker in sich vereinen und als Bindeglied unserer Kulturen Brücken zur Verständigung schlagen.
Um unseren Respekt vor Euren philosophischen und kulturellen Anschauungen zu zeigen, entsenden Wir Euch einen hochrangigen Vertreter unseres Reiches. Empfangt ihn eines Fürsten gleich, denn er vertritt Uns in Eurem Reiche.
Solltet Ihr eine Gemahlin von edlem Geblüt als würdig empfinden, so entsendet Uns Eure Nachricht.
Für die Richtigkeit der Worte und der Würdigkeit der Angelegenheit, kennzeichnen Wir es durch Unsere Siegel.
Möge Athene Euch den Weg weisen.
Ioannis Komnenos
Basileos der Griechen
Archon der Hellenen
Tyrann von Attike

Damit wurd den Parteigängern die Schriftrolle mit dem schweren Siegel übergeben und machten sich in alle Herren Länder auf.