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Die Antwort des Kineas auf Caius Flavius 05.09.2010 21:11:19 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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Senatoren, Praetor Caius!
Nun, wenn Ihr davon ausgeht, dass nur die Priester den Willen der Götter lesen könnten, wie kann es dann sein, dass der Mensch mit dem Geiste nach von den Göttern gleich ist und der geistlose Körper den der Tiere? Die einen mögen nur die grössere Befähigung besitzen, den Willen zu interpretieren. Doch lasst uns nicht über die Thematik der Priester diskutieren, das sollten wir den Hohenpriestern selbst überlassen, welche sich darin liebend gern verlieren würden.
Weise Worte, Praetor Caius, auch wir haben deswegen keineswegs die Errungenschaften der jungen Republik herabgesetzt, ganz im Gegenteil, viele Innovationen haben auch unsere Kultur beeinflusst, dies ist keinesfalls abzustreiten. Daher führte mein Plädoyer auch zu der unterstützenden Seite unserer Kulturen. Die Jugend ist nicht parallel die Unwissenheit und kann ebenfalls Lehren entwickeln, die der Lehrer zuweilen erleuchten kann. Ohne Zweifel.
Allerdings kann ich Eurer letzteren Bemerkung nicht ganz folgen, welche Partner Ihr ansprechen möget? Wir sind nach wie vor das gleiche Volk, nur hat sich die Führung Griechenlands dahingehend verändert, dass es nun unter dem dynastischen Dach des Ioannis Komnenos exisitert als zuvor unter einem losen Bund diverser Polis.
Mir ist die persönliche Antipathie zwischen meinem Herren, dem Basileos, und dem Konsul Agathon bekannt, welche Ihr ansprecht. Doch dies spielte auch für unseren König keinerlei Rolle in Bezug auf die Beziehungen zwischen Rom und Athen, da er dieses zu trennen pflegt.
Zudem sollten persönliche Antipathien grundsätzlich nicht beeinflussend wirken.
Dennoch möchte ich anmerken, das der Konsul Agathon sich in privater Form äusserst respektlos verhielt, worauf der Basileos mit dessen Enteignung und Aberkennung des Eupatridenranges in Griechenland reagierte, schliesslich sind Privatrecht und Staatsrecht zu trennen. Agathons Besitz wird per Epikleros-Beschluss an seine Tochter pro forma weitergegeben und mit deren Heirat de jure an ihren Gatten.
Nun, was schlägt Rom vor, damit wir die Befähigung erhalten in diesem Konflikt weitsichtiger zu sein als es für Euch wohl den Anschein macht? Wäre Griechenland nicht weitsichtig gewesen, hätte es nicht über das Fehlverhalten des röm. Konsuls Agathon hinweggesehen. Wir sind alles Politiker in unterschiedlichen Funktionen, doch eines ist jedem bewusst, seine Leidenschaften nicht über seine Funktion zu stellen. Dabei möchte ich einen römischen Politiker zitieren, welcher es nicht besser hätte treffen können.
QUOTE: [...]Deshalb halte ich es für besser, durch geistige als durch sinnliche Mittel Ruhm zu erstreben...ehe man handelt tut überlegter Rat Not[...]
Ihr sprecht von freien Polis und militärischer Schwäche, dies mag in den Augen Roms vielleicht sogar stimmen, dass die militärische Stärke Griechenlands vorüber sein könnte und wir nicht alle unsere Bezirke verwalten könnten, doch wie erklärt Ihr und der Senat eine Kriegserklärung gegen Hellas, wenn ohnehin nur freie und selbsständige Polis das Ziel der Aggression waren?
Friedliche Koexistenz? Praetor Caius, eine friedliche Koexistenz setzt einen Frieden voraus und keine vorangegangene Kriegserklärung.
Eine Frage beschäftigt mich nach Euren Aussagen, was möchte Rom? Unser Abtreten der Ansprüche auf die freien Polis?
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