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THEMA: Jagd oder Flucht?
 
Van Pergamentos

Sarmaten
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Jagd oder Flucht?      29.05.2011 23:17:52 --- 12 Monate her  
Leise schlich der junge Krieger durch das Unterholz. Aus schmerzlicher und enttäuschungsreicher Erfahrung wusste er seine Schritt mit vorsicht zu setzen. Ein Schritt nach dem anderen, langsam aber stettig auf seine Beute zu. Den sarmatischen Reiterbogen in seiner linken Hand und den Jagdpfeil mit der Giftspitze in der rechten Hand haltend und beides zurechtgerückt, jederzeit in wenigen Augenblicken bereit für den entscheidenden Todesschuss auf die Beute. Nur noch wenige meter trennten ihn vom Jagderfolg, dann nur noch einen Schritt für eine gute Position. *knack* Der Krieger blickte zu Boden und sah den zerbrochenen Ast unter seinem rechten Fuß, er sah wieder auf in der Hoffnung das Beutetier nicht verscheucht zu haben, doch es war zu spät. Das Wildtier hatte sich bereits davon gemacht und der junge Krieger konnte gerade noch sehen wie einige Zweige sich leicht wiegten.

"Verfluchter Wald! Was für ein verdammter Irrsinn dieser Kriegszug war!", schrie der sarmatische Krieger laut aus und vertrieb damit bestimmt auch noch das letzte Wildtier. Sich wieder etwas beruhigend setzte er in seinem Selbstgespräch weiter fort: "Diese Frauen wussten bestimmt nich mal wohin sie uns da geführt haben, völlig orientierungslos laufen die durch die Gegend. Gute Beute! hatten sie gesagt. Von wegen, das einzige was sich hier finden lässt ist dieser verdammte Wald!" Mit den letzten Worten schlug er in einem Wutausbruch einen der größeren Äste mit dem mittlerweile gezogenen Kurzschwert ab. "Zu Hause in der Steppe, da liese es sich jetzt wunderbar jagen, kein Ast oder Zweig, der einem den Jagderfolg streitig machen würde. Das einzige was in der Steppe zählte was das Können und die Erfahrung Im Umgang mit Pferd, Bogen und vielleicht noch der Beistand der sarmatischen Jagdgottheit und dieser war immer mit mir.", dachte der junge Krieger.

Sich mit dem Gedanken tröstend zumindest auf dem späteren Heimweg von diesem Kriegszug nochmals ordentlich Kriegsbeute zu machen schlich der sarmatische Krieger nun wieder leiser durch das Unterholz des nordischen Waldes. In der Ferne meinte er nach einer Weile erneut eines dieser komischen und großen Tiere ausgemacht zu haben, von denen es hier im Norden so viele gab. Vorsichtig wurde wieder der Reiterbogen und ein Pfeil vorbereitet und danach näherte er sich langsam der neuen Jagdbeute. Diesmal gab der junge samatische Krieger besonders acht darauf, dass er ja keinem dieser Äste mehr zerbrach oder auf eine andere Art und Weise das Wild verschreckte und damit zur Flucht bewegte. Mit größter Vorsicht hatte er sich langsam dem Tier genäherte, doch plötzlich blickte es vom Grasen auf und flüchtete im nächsten Moment. Enttäuscht über seinen abermaligen Misserfolg und sich langsam an den Gedanken, dass ihm die Unterstützung der Jagdgottheit hier im Norden verloren gegangen war, gewöhnend, dachte der junge Krieger nochmals über die Situation nach. Er war bei seiner Annäherung vorsichtig und damit leise genug vorgegangen, die Richtung des Windes stimmte auch, so dass das Tier auch nicht seine Witterung aufnehmen hätte können.
Plötzlich wurde der sarmatische Krieger in seinen Überlegungen unterbrochen. Ein rascheln und knacken im nahen Unterholz kündete von der Anwesenheit von etwas oder jemand anderes. Da er sich nicht sicher sein konnte was sich da außer ihm durch den Wald bewegte, blieb der junge Krieger erstmal in Deckung. Ob es sich um Geister der Ahnen, Götter oder andere Menschen,seines oder eines anderen Stammes und damit Freund oder Feind handeln würde, würde er dann doch besser unter Ausnutzung eben jener Deckung herausfinden wollen.


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Lotta

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Re:Jagd oder Flucht?      31.05.2011 19:01:29 --- 11 Monate, 4 Wochen her  
Gleich zwei Tage später nach ihrer Unterhaltung mit ihrer Akka, war Lotta in den Süden aufgebrochen. Da die junge Samin diesmal keine Männer mitnehmen wollte, entschied sie sich für eine junge Stute.
Die helle Stute mit dem etwas hitzigen Temperament, war ihr schon ein paar mal aufgefallen. Reiten konnte sie nicht aber sie brauchte die Stute eh nur als Lasttier. Ein paar Tiegel und Kräuter wechselten ihren Besitzer und schon trottete Poro hinter Lotta her.
Ja, der Name war vielleicht etwas einfallslos … starkes weißes Rentier … aber schließlich ging es dabei ja um die Beziehung die die beiden hatten. Und da war von Anfang an etwas da gewesen.

Lotta hatte der Stute noch ein paar Kräuter in die Mähne geflochten ehe sie sich von Bestemor, Ante und Grista verabschiedete. Die Alte hatte Lotta in ihren Vorhaben noch bestätigt, wenn Akka das gesagt hatte, dann MUSSTE Lotta dem Ruf der Geister folgen.
Schwer bepackt war sie also immer weiter in den Süden gekommen. Hatte hier und da Rast gemacht, hatte Kräuter gesammelt aber das was sie suchen sollte, war ihr noch immer nicht vor die Füße gefallen.

Tage später war sie war schon fast so weit, wie sie noch nie gekommen war, ging sie mit Poro durch einen Wald. Wie immer trug sie ihr blaues Kleid mit dem bunten Überkleid das sie in den Wald gut sichtbar machte. Auch ihre typischen blonden Zöpfe trug die junge Frau. Poroa und sie streiften ziemlich ziellos durch den Wald und erst als seltsame Geräusche zu hören waren, wurde Lotta wieder aufmerksamer.

Wenn sie es nicht genau wüsste das der Wald eigentlich verlassen sein sollte, dann würde sie sagen, dass es Menschliche Laute waren. Doch sie hatte nicht wirklich etwas verstanden. Neugierig geworden, schlug sie einen kleinen Bogen und suchte nach den Verursacher, doch so sehr sie sich auch bemühte, sie konnte nichts sehen.
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Van Pergamentos

Sarmaten
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Re:Jagd oder Flucht?      01.06.2011 14:41:39 --- 11 Monate, 4 Wochen her  
Von seiner Deckung aus konnte er nach einiger Zeit jemanden erkennen. Es war eine zierliche Person mit einem dieser seltsamen nördlichen Tiere im Schlepptau. Da sie nicht gerade bedrohlich Aussah würde der junge sarmatische Krieger seine Deckung verlassen, jedoch zur Vorsicht mit dem angelegten Bogen. In dieser Gegend kann sich Freund und Feind hinter jedem dieser verdammten Bäume verstecken, und der Krieger wollte kein Risiko eingehen.

Die zierliche Person im Auge behaltend trat er aus seiner Deckung heraus und blickte sich leicht um, damit er einigermaßen sicher sein konnte, dass sie die einzige hier wäre. Er musterte die Unbekannte nun genauer von oben nach unten, auch das Tier erfasste er nun mit einem genauer prüfenden Blick. War sie nicht einer jener Menschen, welche die Sarmaten vor einiger Zeit weiter nördlich begegned waren und welche sie versehentlich für Fennis hielten? Er würde sie auf die Probe stellen.
Bei den Feierlichkeiten kamen ihm einige längst vergessene und doch so vertraute griechische Worte zu Ohren, welche er selbst von seinen Eltern gelernt hatte. Diese waren damals aus den griechischen Polis verbannt worden und hatten sich zuerst an der südlichen Pontos Euxeinos* Küste niedergelassen, ehe sie sich als Händler an die nördliche Küste des Maiotis limne** übersetzen liesen. So kam er damals bereits als Kind in Kontakt mit Sarmaten, welchen er in den folgenden Jahren immer näher Stand als seinen griechischen Wurzeln.

Doch nun könnten ausgerechnet diese griechischen Wurzeln nützlich sein.
In einem eher schlechten Griechisch, ob des seltenen Gebrauchs, fragte der junge Krieger sein gegnüber: "Wer bist du und bist du allein?" Immer noch hielt er den Bogen zum Schuß bereit, während er auf eine Antwort wartete.

__________________
* Schwarzes Meer
** Asowsche Meer, Nebenmeer des Schwarzen Meeres


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Lotta

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Re:Jagd oder Flucht?      02.06.2011 13:13:19 --- 11 Monate, 3 Wochen her  
Erschrocken zuckte die junge Frau zusammen als wie aus den Nichts ein Krieger auftauchte. Der noch dazu den Bogen zum Schuß bereit hielt. Den Strick an dem sie Poro führte ließ sie schnell fallen und hob ihre Hände.
Wie immer war die junge Frau völlig unbewaffnet, wenn man von dem kleinen Messer absah, dass unter ihrer Schürze befestigt war. Das war aber eher zum schneiden von Kräuter, als zum töten von Männern geeignet!
Furchtlos sah sie ihrem Gegenüber in die Augen. Sie war mit dem glauben aufgewachsen das wenn sie keinem etwas tat, dann tat ihr auch keiner etwas an. Auch wenn ihr Zeus immer und immer wieder eingetrichtert hatte, dass es auch andere Menschen gab die böses wollten, so war das denken einfach zu tief in Lotta verankert.

Er sprach sie an und mit etwas mühe konnte sie heraushören das es Griechisch war. Zeus hatte es ihr beigebracht, da es seine Muttersprache war und er so am leichtesten das Samische übersetzen konnte. Vorsichtig lächelte die junge Frau den Mann vor sich an und begann dann langsam zu sprechen. Die Begrüßung hielt sie dabei bewusst im Samischen.
„Buorre beaivi Fremder. Ich heiße Lotta und wie du sehen kannst ...“
Lotta deutete mit ihrem Kopf nach hinten zu dem hellen Pferd.
„... bin ich nicht allein. Poro leistet mir Gesellschaft.“

Noch immer lächelte Lotta und hielt die Hände deutlich sichtbar nach oben. Auch ihre kleine Bewegung mit dem Kopf war sehr vorsichtig und langsam gewesen. Nun sah sie den Krieger wieder offen in die Augen.
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Sarmaten
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Re:Jagd oder Flucht?      06.06.2011 19:34:58 --- 11 Monate, 3 Wochen her  
Mit den ersten griechischen Worten lies der sarmatische Krieger die Spannung aus dem Reiterbogen und senkte ihn dann gänzlich. Misstrauisch sah er die junge mit erhobenen Händen dastehende Frau an, kaum dem Kindsalter entwachsen war sie sich in dieser Situation scheinbar sehr sicher, zu sicher für den sarmatischen Krieger, so dass er den Worten nicht recht vertrauen schenkte.
Langsam ging er in einem Halbkreisbogen wenige Mannslängen an der Frau, welche sich als Lotta vorstellte, vorbei. Der junge Krieger versuchte dabei zu erkennen, ob der jungen Frau jemand gefolgt sein könnte, behielt dabei diese weiterhin so gut es ging im Auge. Der junge Krieger konnte jedoch nichts erkennen, auch wenn ihm das Unterholz des Waldes zum Teil die weite Sicht versperrte und die junge Frau kaum alleine unterwegs sein konnte, würde er den Reiterbogen un den Pfeil nicht wieder auf jene Lotta richten.

Geschickt und mit nur wenigen Handgriffen beförderte er beides schließlich auf ihrem jeweiligen Platz am Rücken des Kriegers. Mit einem Tonfall, als hätte eine Mutter ihr Kind bei einer Dummheit erwischt, sprach der sarmatische Krieger die junge Frau erneut an: "Ihr seid also mit diesem Reittier alleine unterwegs? Sagt mir, wie kommt es dazu, dass eine derart junge Frau alleine und ohne schutz diese Gegend durchstreift? Mit einer Leichtigkeit könnte man euch töten, oder gar schlimmeres antun!" Zielstrebig ging er bei diesen Worten auf die Frau zu und griff zur Unterstreichung seiner Worte nach dem Kurzschwert an seiner linken Seite, ohne selbiges jedoch zu ziehen. Etwa eine Mannslänge vor jener jungen Lotta stoppte er schließlich, misstrauisch darauf wartend was da kommen möge.


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Re:Jagd oder Flucht?      11.06.2011 10:33:36 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
„Warum sollte man mit etwas antun? Wie du bemerkt hast, bin ich allein und unbewaffnet. Ich tue keinem etwas, also tut mir auch keiner etwas an.“
Lotta wusste das es ein wenig naiv klang, zu oft hatte ihr Zeus schon Horrorgeschichten erzählt. Aber sie glaubte noch immer fest daran das die Geister mit ihr waren und ihr somit keine Gefahr drohte.
Fest sah Lotta ihrem Gegenüber in die Augen und ganz langsam ließ sie die Hände sinken. Der junge Mann legte dabei seine Hand auf den Griff seines Schwertes. Die junge Samin, blickte auf seine Hand und sah ihm dann wieder in die Augen.
„Ich habe eine Salbe in meiner Tasche, damit würde der Kratzer auf deinem Handrücken sicher schneller heilen. Scheinbar bist du an einem Buch mit Dornen hängen geblieben. Diese Büsche wachsen hier überall und wenn man nicht aufpasst, kann sich selbst so ein kleiner Kratzer entzünden und schmerzen.“

Noch immer waren ihre Bewegungen langsam und bedacht … aber dieses Haar … Vorsichtig hol Lotta die rechte und streifte sich ein Haar das ihr ins Auge hing zur Seite.
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Re:Jagd oder Flucht?      21.06.2011 23:14:58 --- 11 Monate, 1 Woche her  
"Allein? Vor nicht einmal einem Atemzug sagtest du noch, du hättest eine Begleitung, nun gibst du vor alleine zu sein! Wie soll ich dir trauen, wenn du ständig deine Worte wechselst wie es selbst die Götter nicht tun?", langsam erklang Wut in seiner Stimme und seine Augen begannen sich zum Zornesausdruck zu verändern. Der sarmatische Krieger hasste es, wenn man ihm gegenüber versucht die augenscheinliche Unwahrheit zu sagen, noch mehr aber hasste er, wenn man ihm zum Narren halten will.

Langsam zog er sein Kurzschwert, einen Moment lang betrachtete er die Klinge des Schwertes, dachte an die zahlreichen Opfer desselbigen und hob es schließlich zum Schlag bereit an. "Wollen wir doch sehen was für eine Salbe ihr für einen gekürzten Kopf benützen wollt? Oder warum sollte ich euch über den Weg trauen mit eurer Salbe, so gut können wir uns gar nicht kennen, wenn ihr das vielleicht auch wünschet!", sprach der junge Krieger und ließ das Kurzschwert wieder etwas herabsinken. Fein und sanfmütig hielt er es in der Hand, als er die samische Frau abermals umrundete und hinter ihr stehen blieb. Mit einer gezielten Bewegung des Schwerters hob der sarmatische Krieger einen der Zöpfe an und sprach mit einer verspottenden Stimme: "Oder habt ihr etwa auch eine Salbe, die eure Haare wieder Ganz machen kann, wenn ich sie abschneide?" Nach einer kurzen Pause beugte er sich zur jungen Frau vor und fuhr mit leichter Verärgerung in der Stimme fort: "Bleibt mir bloß vom Leibe junges Mädchen oder niemand wird euch je wiedersehen! Und nun sagt mir die Wahrheit darüber warum ihr hier seid."


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Letzte Änderung: 2011/06/21 23:16 von Van Pergamentos.
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Re:Jagd oder Flucht?      22.06.2011 12:23:20 --- 11 Monate, 1 Woche her  
Die ganze Zeit über blieb das junge Mädchen ruhig stehen. Gleichmäßig atmete sie ein und aus. Ihr Blick ruhte, wenn er vor ihr stand, ruhig in den Augen des Sarmartischen Kriegers. Man konnte nicht erkennen das sie direkt Angst hatte, aber man konnte auch nicht erkennen ob sie keine Angst hatte und nur starr vor Schreck war.
Wieder war er hinter ihr und wieder schloss Lotta die Augen. Ein wenig tiefer ging ihr Atmen nun. Doch selbst als er an ihren Hochheiligen Zöpfen war, blieb sie noch ruhig.
Und dann kam er ihr nahe … zu nah!

Lotta war noch nie ein Kind von Traurigkeit gewesen. Schon früh hatte sie in langen, kalten und dunklen Wintertagen, fest gestellt zu was man einen Mann so alles gebrauchen konnte. Sie hatte dabei nie ein Problem gehabt Nähe zu zulassen. War es doch alles immer … Mittel zum Zweck gewesen. Doch bei all dieser Nähe, so hatte es stets eine unsichtbare Linie gegeben. Eine Grenze die sie unbewusst gesteckt, und ihr Gegenüber diese unbewusst akzeptiert hatte.
Eine dieser Grenzen war ihr Nacken. Nun, als der Krieger so dich hinter ihr stand und sie seinen Atem in ihrem Nacken spürte, wurde es ihr heiß und kalt gleichzeitig. Ein Schauer lief ihr den Rücken hinab und die feinen Härchen auf ihren Körper stellen sich wie zu einer Schutzmauer auf.

Lotta schluckte und hielt ein zwei Züge den Atem an. Leise und deutlich nicht mehr so selbstbewusst wie noch zuvor begann sie zu flüstern. Die Augen fest geschlossen und leicht versuchte sie sich nach vorne zu beugen um seinen Atem zu entgehen.
„Ich bin allein … nur mein Pferd, Poro ist dabei. Und ich bin auf der Suche nach Kräutern um Juhvos offenes Bein endlich heilen zu können.“

Leicht begann die junge Frau zu zittern und die Schauer auf ihren Rücken wollten kein Ende finden. Verzweifelt betete sie zu den Geistern ER möge doch endlich von ihr wegtreten!
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Re:Jagd oder Flucht?      25.06.2011 23:19:13 --- 11 Monate her  
Da war er, jener Moment den der sarmatische Krieger so sehr liebte. Jener Moment in dem der Person, welcher er gegenüber stand die Situation vollends klar wurde. Einer Situation, die zum Vorteil des jungen Kriegers und zum Nachteil seines Gegenübers verlief. Gleichsam war es ein Moment aus dem es kein entrinnen geben konnte, sofern er es nicht ermöglichte. Abermals würde er, wie jedesmal davor auch, diese Situation für sich ausnutzen um das zu bekommen was er wollte.

Der junge sarmatische Krieger beugte sich noch etwas näher zu jener jungen Frau namens Lotta und setzte an um aufs neue Druck auf sie auszuüben. Doch hielt ihn für einen kurzen Augenblick etwas zurück, so dass er stumm blieb und nur sein Atem zu hören war. Was war es nur, dass ihn in seiner Ausführung unterbrach? Es wäre doch ein leichtes gewesen dort weiterzumachen wo er bereits war und der jungen Frau weitere Fragen zu stellen. Fragen wie: "Wer ist dieser Juhvos? Ist etwa einer dieser feigen und verlogenen Fenni? Dann könnt ihr die Suche gleich einstellen und ihn besser sterben lassen, sofern ihr Gnade zeigen wollt!" Doch diese Worte wollten scheinbar nicht über die Lippen des Kriegers, so stand er weiter dicht hinter der jungen Frau, ohne etwas zu sagen, einfach nur stumm und beinahe starr da. Gleichwohl im sein Zögern nicht gefiel, konnte er dennoch nicht handeln, oder zumindest nicht so wie er dies eigentlich vor hatte und immer tat.

Einige Atemzüge später nahm der sarmatische Krieger wieder abstand von Lotta und brachte sein Kurzschwert wieder an jenen Platz am Gürtel an dem es für die kommende Reise und die meiste Zeit über ruhen sollte. Schließlich trat er knapp an der jungen Frau vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen und mit den Worten: "Bedenkt meine Worte und folgt mir!". Einige Mannslängen vor Lotta blieb der junge Krieger stehen, pfiff laut und wartete ohne sich umzudrehen.


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Lotta

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Re:Jagd oder Flucht?      26.06.2011 12:02:07 --- 11 Monate her  
Die Geister schienen gerade nicht zuhören zu wollen, den trotz Lottas Bemühungen diesem Atem zu entkommen, kam er noch näher. Jeder seiner tiefen Atemzüge ging ihr durch Mark und Bein und schließlich ballte sie an den Seiten ihre Hände zu Fäuste um nicht …
ENDLICH!!
Energisch steckte er sein Schwert ein und trat an ihr vorbei. Lotta öffnete die Augen und löste die Anspannung ihre Fäuste langsam wieder. Erleichtert atmete die junge Samin durch ehe sie zu dem Krieger blickte.
„... folge mir!“
Folgen? Warum? Und vor allem … wohin?
Nervös strich sich Lotta die Haare auf der rechten Seite aus den Augen und überlegte was für Möglichkeiten sie hatte.
Da sie nicht reiten konnte, war eine Flucht unmöglich. Stehen bleiben würde ihr auch nicht wirklich etwas bringen, den mit seinem Schwert konnte er sie zwingen mitzukommen. Also blieb ihr nichts anderes über.
Mit vorsichtigen Bewegungen, nahm sie den Führstrick von Poro wieder auf und ging einige wenige Schritte. Der junge Mann blieb stehen. Wusste der bald was er wollte? Dachte sich Lotta eher er pfiff. Sehr verwundert über das alles, fragte sie ihm leise.
„Wohin gehen wir?“
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