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Ein vorgezeichneter Weg 30.05.2011 09:31:27 --- 12 Monate her
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Viele Jahre war Timmathy nun bei den Friesen gewesen. Er hatte viel erlebt. Er sah hunderte von Schlachtfeldern. Er war über zu Ruinen niedergerissene Dörfer gewandelt. Er hatte in den Friesen Brüder gefunden und war Seite an Seite mit ihnen geritten.
Doch nun? Timmathy war ins Alter gekommen. Vereinzelt waren schon weiße Haare zu sehen, wenn er seinen Helm lüftete. Doch das war nur natürlich. Aber das was ihn in letzter Zeit so plagte war, das er immer wieder fröstelte. Trotz der wärme am Balkan, wo sie gegen einen Verräter kämpften. Wieder einmal zog er seinen Umhang aus Fuchspelz fester um sich, als er im Heer ritt. Seine Frostattacken hatten ihn den Beinamen Kalter Gäle eingebracht. Timmathy lächelte grimmig, als er daran dachte, wie er einst von den Gälen wegging. Noch immer war er ein Gäle in manchen Augen. Doch das hinderte ihn nicht daran ein Friese zu werden. Mehr noch. Er wurde zum Berater des Ersten. Sowohl unter Rongal als nun auch unter Ravenweda. Ein Mann in seiner Position konnte stolz sein, doch er empfand im Moment wenig stolz. Irgendetwas nagte an ihm. Nur was?
Der Kampf gegen die Bosporanen hatte ihn wenig Befriedigung verschafft. Und dennoch war er Siegreich in der Schlacht. Er hatte sich von niemanden treffen lassen. Weder von einen Bosporanischen Krieger noch von einen ihrer Mistgabel schwingenden Bauern. Doch diese Schlachten waren für ihn nicht so erfüllend wie für die anderen gewesen. Wenn er doch nur wüsste, was mit ihm los war.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 01.06.2011 22:02:39 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Timmathy ging durch das leichte Unterholz. Er setzte ein jeden Schritt mit Bedacht und achtete auf jeden Zweig. Er wollte den Hirsch nicht entkommen lassen. Er war ihm schon den ganzen Morgen auf der Fährte. Doch bis jetzt konnte er ihn nicht vor seinen Bogen bringen. Da, er hörte das knacken eines Zweiges. Das musste er sein. Leise umrundete er den Baum und sah eine Frau. Timmathy blinzelte voller Unglauben. Die Frau trug ein blaues Kleid und eine bunte Schürze. Er konnte Rot, Gelb und auch Grün ausmachen. Was für ein Seltsamer Anblick. Um alles abzurunden hatte die Frau 2 blonde Zöpfe. Doch das Gesicht schien irgendwie verschwommen. So als wäre sie eine Refletxion im Wasser, wo jemand einen Stein hineingeworfen hatte. Die Frau ging und irgendwie hatte er das Verlangen ihr zu folgen. Leise wie ein Jäger folgte er ihr. Da blieb sie neben einen Baum stehen und ritzte einen Pfeil in den Stamm. Eine Tyrrune? Dachte Timmathy bei sich. Dann war die Frau aufeinmal verschwunden.
"Vater. Wir ziehen weiter." Mit diesen Worten wurde Timmathy von seinen Sohn geweckt. War das nur ein Traum? Sein Bogen lag gespannt neben ihn auf dem Boden. Es lag sogar ein Pfeil auf der Sehne. "Ich komme gleich Witjold. Ich muss erst noch etwas wacher werden." Schnell zog sich Timmathy an und entspannte den Bogen. Seltsam. Warum hatte er den Bogen gespannt gehabt?
Nach einen kurzem Frühstück sattelte er sein getreues Pferd und ritt zu den anderen Friesischen Kriegern.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 05.06.2011 19:39:57 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Die Zeit verging und Timmathy hatte immer wieder den selben Traum. Immer wieder die Frau mit ihrem Bunten Rock und dem Baum. Langsam hatte er den Verdacht, das etwas im Argen lag. Doch nur was?
Timmathy zog sich immer mehr in seine Gedanken zurück, als er kurz, bevor das Heer sich zum Rasten bereit machte bemerkte er etwas. Es war ein Wald. Und trotz der einsetzenden Dämmerung konnte er gut einzelne Bäume erkennen. Sie sahen denen in seinen Träumen sehr ähnlich. "Witjold." rief er seinen Sohn. Als dieser zu ihm geritten kam meinte er in einer fast schon aufgeregten Tonlage. "Witjold. Ich muss etwas suchen. Wenn das Heer campiert, bau das Zelt auf. Ich bin so schnell wie möglich zurück, sollte jemand fragen." Witjold wollte etwas erwiedern, doch der Blick, den ihm sein Vater zuwarf, lies ihn keine Erlaubnis zu widersprechen. So blieb ihm nichts anderes übrig als "Ja Vater." zu sagen.
Timmathy gallopierte dem Wald entgegen. Es war eher ein Wäldchen. Nicht sonderlich groß, aber dennoch dicht. Am Waldrand angekommen, band er sein getreues Ross an einen Baum und spannte seinen Bogen. Was ihn auch immer an diesen Ort zog, es sollte eine gute Begründung haben. So schlich er sich in den Wald hinein.
Kurz vor dem Endgültigem Untergang der Sonne fand Timmathy eine alleinstehende Buche. Sie war groß gewachsen und alt. An der Rinde hatte sich Moos gebildet un Pilze wuchsen an ihren Wurzeln. Doch das seltsamste war die Rinde oberhalb des Mooses. Dort war an einer Stelle die Rinde geplatzt. Diese Risse, sie bildeten genau das selbe Zeichen, welches die Frau in den Baum geritzt hatte. Timmathy wusste nicht was hier los war. Waren seine Träume Visionen gewesen? Und wenn von wem? Es gab bei den ganzen Friesen nur eine Person die ihm eine Antwort darauf geben konnte. Die Nurnentochter Ingke. Timmathy beeilte sich und rannte zu seinem Pferd und gallopierte so wild wie noch nie zu dem Lager der Friesen.
Timmathy eilte an den Zelten und dem ein oder anderen verdutztem Gesicht vorbei. Dann fand er was er suchte. Das Zelt der Nurnentochter Ingke Jiao. Er stellte sich vor ihr Zelt "Nurnentochter, bist du da?" Dann ging er in ihr Zelt.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 06.06.2011 16:52:39 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Gelangweilt döste Ingke auf ihren Fällen, gehüllt in Rauchschwaden, die beim Verbrennen der Harze und Kräuter entstanden, flößte sich gleichmäßig in Schüben ihren gebrauten Friesentee ein, um der Wirklichkeit für den Rest des Tages zu entrücken und starrte durch die Öffnung am oberen Teil des Zeltes himmelwärts.
„Was für ein Jammer. Noch nicht mal in Ruhe sterben kann ich.“
Und setzte erneut den Schlauch an, um gewohnheitsgemäß zu trinken. Es gelang ihr nicht mehr, denn der gute Selbstgebrannte rann außen an den Mundwinkeln vorbei die Kehle hinunter anstatt in ihr.
„Welcher Bastard von den vielen Göttern hat dich nur geschickt, um mir diesen Abend zu vermiesen?“
Matt, fast kläglich klangen ihre Worte. Schon längst hatte sie sich zur Ruhe begeben und wollte ihrem Rausch frönen. Dass sie dabei gestört wurde, missfiel ihr ganz und gar. Ihre Haut begann bereits fahl zu werden, ihre Augen waren gerötet und ausdruckslos. Die Drogen verziehen den Missbrauch nicht und offenbarten den schnelleren Zerfall eines menschlichen Körpers.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 06.06.2011 17:12:35 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Timmathy kam Rauch und der Geruch der Kräuter entgegen als er Ingkes Zelt betrat. Er sah wie Ingke mal wieder ihrem Gebräu huldigte. Sie war empört darüber gestört zu werden. doch Dies erlaubte keine Verzögerung.
"Ingke Jiao, Tochter der Nornen. Sprecherin der Götter. Timmathy Fingan, Berater Ravenwoeads, Erster der Friesen ist es, der dich am sterben hindert. Und geschickt hat mich Tyr, der Schlachtensinger." Timmathy ging näher zu dem Körper von Ingke. Ihr Gesicht war eingefallen, als ob sie seit Monaten hungern würde.
"Tochter der Nornen. Seit Nächten habe ich immer wieder den selben Traum. Ich begegne einer Frau in einen Wald, welche mich zu einem Baum führt und dort eine Rune des Gottes Tyr in die Rinde ritzt. Und heute sah ich vollkommen wach, den Wald aus meinen Träumen. Von der Frau war nichts zu sehen, aber ich fand eine Buche. In deren Stamm war die Rune so deutlich zu sehen wie in meinen Träumen. Du musst mir die Bedeutung des Traumes aufzeigen. Wenn es jemand kann, dann nur die Sprecherin der Götter"
Timmathy musste Gewissheit haben. Und wenn Ingke ihm nicht folgen wollen würde, so müsste er sie zwingen ihm folgen zu wollen.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 06.06.2011 18:10:48 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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„Oh ja, die göttlichen Bastarde sprechen zu mir.“
Ingke hob feierlich den Schlauch und starrte weiter zum Himmel hinauf, während sie keuchend sprach.
„Sie sagen, dass ich nicht an ihrer reich gedeckten Tafel teilhaben darf. Unsägliche Brut, bei dieser Kunde, die du mir überbringst, soll ich dir noch einen Dienst erweisen?“
Erst jetzt nahm sie den Augenkontakt zu Timmathy auf und musste mit Erstaunen feststellen, was für einen stattlichen Mann sie doch vor sich hatte. Kurzum begangen ihre Augen wacher als zuvor zu leuchten und sie legte ihr bestes Lächeln auf.
„Oder haben sie doch ein Einsehen mit mir?“
Mühsam stützte sich Ingke auf und vergaß dabei nicht, sich eine Belohnung aus ihrem Schlauch zu genehmigen. So geschmeidig wie es ihr nur möglich war erhob sie sich und trat wankend, aber doch galant an Timmathy heran. Kaum war sie in seiner Nähe, gab es für ihn kein entkommen mehr. Sie schwang ihren Arm, mit dem sie den Schlauch festhielt, um seinen Hals, zog ihn an sich und nahm einen weiteren Zug von dem Gebräu. Wieder lief ein wenig an ihrem Mund vorbei die Kehle hinunter. Als sie das Rinnsal bemerkte, wischte sie es langsam mit dem Daumen der anderen Hand weg ohne auch nur einen Tropfen zu vergeuden und griff sogleich unter sein Kinn. Ihr mit Friesentee benetzter Daumen fuhr nun über seine Lippen und verfolgte höchst interessiert, wie sich seine Lippe durch ihr Tun befeuchten.
„Was für ein Jammer. Nun muss wohl das Festmahl der Bastarde ohne mich stattfinden. – Trink mit mir!“
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 06.06.2011 20:24:15 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Timmathy betrachtete Ingke, als sie sich erhob. Dabei schaute sie ihm direkt an, so tat er es. Erst jetzt nach den ganzen Jahren bemerkte er, wie attraktiv sie war.
Dann kam sie auf ihn zu. Er konnte sehen, das sie gut betrunken war. Kurz darauf war sie bei ihm und hielt ihn mit einer Umklammerung fest. "Ingke, wir..." weiter kam er nicht, denn Ingke trank wieder aus ihren Schlauch. Etwas floss von ihren Mundwinkeln und sie strich es sich mit ihrem Daumen ab um Timmathys Lippen damit zu befeuchten.
Sein Adamsapfel sprang wie wild, als sie ihn berührte. Langsam glitt sein Blick an ihr herab. Ja Ingke war sehr attraktiv. Im Anschluss genoss er den Blick in ihre Augen, auf ihr volles schwarzes Haar. Seine Hände wanderten wie von selbst über ihren Rücken. Doch da war etwas was wichtiger war für ihn. Auch wenn er innerlich aufschrie, als er den Gedanken abwarf sich Ingke zu nehmen. Im selben Moment hatte er auch wieder Kontrolle über seine Hände und diese packten sie nun fest an den Schultern damit sie ihn auch ansah. "Ingke. Du musst mir meine Zukunft deuten. Es hat etwas mit dieser Rune zu tun. Aber ich habe das Gefühl, es ist nicht so, wie es scheint. Du bist die einzigste die solch ein Wissen hat. Und hat es dich je gekümmert, ob die Götter dich an ihre Tafel lassen würden? Nein. Du bist eine Friesin. Du hattest Sklaven und hast den Respekt der Friesen. Nun sag mir, Tochter der Nornen. Was hat das mit der Rune auf sich? Und wenn du willst, betrinken wir uns danach."
Die Vision war zu wichtig. Sie schien von den Göttern gesandt worden zu sein.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 07.06.2011 16:07:36 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Der Reiz, Timmathy in Besitz zu nehmen, war für Ingke um ein vielfaches Größer als ihm das Runenzeichen von Tyr aus irgendeinem Traum, auf irgendeinem Baum, in irgendeinem Wald zu deuten. Das lockende Gefühl des magischen Kribbelns in den Leisten wie bei einem jungen, verliebten Mädchen in voller Vorfreude ließ sie nicht davon abbringen, sich von ihm abweisen zu lassen. Um Timmathy zu besänftigen, neigte sie ihren Kopf und strich mit ihrer Wange über seinen Handrücken. Im nächsten Atemzug ergriff sie seine Hand und küsste mit ihren runden, prallen Lippen zuerst den Venushügel, der für die Sinnlichkeit stand. Ausgiebig nahm sie sich für jeden ihrer Küsse Zeit und wanderte langsam von der Handfläche zu den Fingern. In Ingke brodelte die Lust und in ihrer Fantasie zog sie Timmathy bereits aus. Stets waren ihre lüsternen, forschen Augen auf Timmathy gerichtet, um ihn zum Liebesspiel einzuladen und ihr Lächeln war gar verführerisch und geheimnisvoll. In dieser Minute packten ihre Zähne sanft zu und sein Zeigefinger verschwand in ihrem Mund. Warm und feucht umschlossen ihn ihre Lippen und er ruhte auf ihrer Zunge, ehe sie ihn genüsslich wieder frei gab. Umgarnend und lieblich säuselnd erklangen ihre Worte.
„Tyr kann warten und vor Neid erblassen. Komm, trink mit mir.“
Fortwährend seine Hand in ihrer haltend, streckte sie ihm mit der anderen den Schlauch entgegen.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 07.06.2011 16:29:04 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Sichtlich genoss Timmathy die Liebkosung von Ingke und in ihm schob sich Verlangen vor die Neugierde. Er beantwortete Ingkes Blick mit einem gedanklichen ausziehen ihrerseits. "Ja sollen die Götter nur warten. Lass uns trinken."
Dann drückte er sie sanft aber bestimmend auf ihr Lager und folgte ihr. Bevor Ingke eine Chance hatte, legte sich Timmathy auf sie und bedeckte ihre Lippen mit den seinen. Währenddessen, streichelte seine Linke ihren Rücken entlang um auf Hüfthöhe zu stoppen. Er fühlte ihr Feuer. Und so begann er mit der Rechten ihr Kleid nach oben zu streifen um so einen Blick auf ihre Beine zu haben. Dann liesen seine Lippen von den ihren ab und er begann ihr schlankes Bein zu küssen.
Er genoss die Nähe zu einer Frau. Und so würde er sie auch ansehen. Nicht als Tochter der Nornen, sondern als Frau. Er zog Ingke gänzlich aus und machte im Anschluss das selbe bei sich. Dann legte er sich wieder zu ihr und machte weiter mit Küssen auf ihren Hals und ihre Lippen. Seine linke Hand streichelte ihr Bein, und seine rechte ihren Rücken. "Gib dich mir hin Ingke." brachte er hervor. Timmathy begehrte sie hier und jetzt. Er wollte nicht warten, bis sie etwas getrunken hatten, oder sie ihm die Vision deutete. Nein Jetzt.
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Re:Ein vorgezeichneter Weg 07.06.2011 21:12:12 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Widerspruchslos gab sich Ingke Timmathys herrischen Treiben hin, ließ rücksichtslos ihre Droge fallen, um sich an der Zweiten, dem Liebesrausch, zu beköstigen und frohlockte heimlich über ihren Siegeszug. Sollte er doch glauben, dass er die Oberhand über sie gewann und sie sich in ihrer Lust fügte. Mit voller Vergnüglichkeit hieß sie ihn auf sich willkommen und schlang sofort ergreifend ihre Arme um seinen sich nähernden, kräftigen Körper. Sie sollte ihm nicht entkommen, er ihr ebenso wenig. Seine angespannten, harten Muskeln entspannten sich nach dem Ablegen und seine glühenden Lippen fanden die ihre. Hitze stieg in Ingke auf und sie verlangte nach mehr. So bahnten sich ihre Hände von seinem Rücken über den Nacken zu seinem Kopf ihren Weg und verfingen sich in den Haaren. Sie zwang ihn mit ihren kräftigen Armen sich nicht von ihr zu lösen. Sinnlich öffnete sie ihren Mund und fuhr herausfordernd mit ihrer Zunge über seine Lippen, auf dass sie aufsprangen und seine Zunge um die Überlegenheit rang.
Heiß fühlte sich seine Hand an, die ihr den Rücken entlang immer tiefer streichelte und brachte Ingke geradezu in Wallung. Lustvoll biss sie in seine Unterlippe und stöhnte auf, während er ihr Kleid hochschob. Warme, süßliche Tropfen seines Blutes rannen auf ihrer Zunge hinab und schluckte sie gierig als Pfand hinunter, weil seine Lippen sich ihrer unerlaubt entzogen, um ihr Werk anderenorts fortzusetzen. In seiner Erregtheit zog Timmathy Ingke aus. Sie gönnte ihm die Freude und aalte sich in seinen Liebkosungen. Immer wieder forderte sie von ihm Küsse und Streicheleinheiten ein, indem sie ihre Nacktheit darbot. Das dämmrige Licht des Feuers gab ihrer Haut einen gesunden Teint und umschmiegte ihre Statur schemenhaft. Ingke gefiel das Spiel, denn wie eine Göttin brauchte sie nur auf das angerichtete Mahl und den Sklaven zu warten, der sie nach ihrem Belieben bediente und verwöhnte. Folgsam gab Timmathy seinen trainierten Körper preis. Zügellos strich Ingke ihm über die Brust, um seine Muskeln zu spüren. Wahrhaftig, die Götter mussten sie lieben, wenn sie ihr einen solchen Adonis schickten.
Umso heißer waren nun seine Küsse und zogen sich wie Brandmale über ihren Körper, mit welchen sie immer mehr aufjauchzte. Ihre Gier wuchs ins Unermessliche an bis der friesische Berater die erlösenden Worte sprach.
Frivol umschlossen ihre Beine seine regen Hüften und ihre Finger gruben sich tief in seinen Rücken, die deutliche Spuren hinterließen. Ganz und gar nahm Ingke die kostbaren Minuten der Verschmelzung in sich auf, um alles, vor allem seine Männlichkeit zu spüren.
Zufrieden spielte Ingke mit ihren Fingern in Timmathys Haaren, dessen Kopf auf ihrer Brust lag und der ins Feuer blickte.
„ Der Runenstein Tiwaz steht für den Himmelsgott. Tyr mahnt uns zur Ordnung. Wir haben seine Gesetze zu achten, damit wir gerecht über alle urteilen. Aber er stellt uns vor neuen Herausforderungen.“
Ihr gemächliches Atmen wiegt das Haupt von Timmathys sanft auf und ab.
„Der gute Tee. Was für ein Jammer.“
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