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THEMA: Spurensuche
 
Mina Cicernos

Römer
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Re:Spurensuche      09.06.2011 22:34:04 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Mina verschluckte sich, als Traitos sie aus ihren Träumen riss. Eine ganz andere Seite dieser Mina, welche nur in ihrer Traumwelt lebendig war. Ja, nach ihren Träumen hatte sie nie jemand gefragt. Sie verbarg sie in ihrem Innersten, damit niemand ihr diesen Schatz rauben könnte. Diese Träume waren schließlich die meiste Zeit, das einzige was sie besessen hatte. Mina hustete heftig und trank dann noch einen Schluck hinterher um ihren Hals zu beruhigen. Sie war wieder in der Realität angekommen.

"Wie? Was? Mein Handwerk. Oh nein ich bin nicht handwerklich begabt." Mina stand auf. " Vor euch steht die römische Senatorin Mina Cicernos. Praetorianerin der dahingeschiedenen Helena." protzt sie um sich. Soviel aber zu den Standardfloskeln und Mina gingen die Worte aus. Sie machte deshalb eine Kunstpause. "Bezahlen kann man so natürlich eine Menge Wein. Ihr sagtet, dass Frauen in Griechenland dem Mann in politischen Interessen zur Verfügung stehen. Wie sieht das aus?" Mina machte eine obszöne Geste mit ihren Fingern. Ein strenger Blick von Smeda beendete das Schauspiel schnell wieder.

"Als Senatorin oder Senator entscheiden wir über die Geschicke Roms ohne Einfluss dritter. Vielleicht glaubt ihr mir ja nicht, weil ich noch so jung bin, aber ich kann euch ja mit zur Curie nehmen." Mina war wieder oben auf. Einen alternden ehemaligen König konnte sie doch locker in die Tasche stecken.


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Tuitino Smaragdis

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Re:Spurensuche      10.06.2011 00:54:01 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Traitos lachte und schüttelte bei der obszönen Geste der Römerin den Kopf. Das sie eine Senatorin war verwunderte ihn jedoch. Das letzte Mal als Traitos das Recht zugesprochen bekam vor dem Senat zu sprechen, waren in diesem Haufen ein paar Knaben zu finden die ein Schwert nicht von einem Hammer unterscheiden konnten. Jedoch kaum eine Frau. Auf das Ausspucken ob des Namens Helena konnte der Grieche verzichten. Er lächelte. Nicht weit, jedoch leicht erkenntlich.

"In Griechenland sind es die Männer die Verträge unterschreiben, Geschäfte abschließen und als erste Soldaten in den Krieg ziehen. Die Frauen sind jene die für uns verhandeln. Sie vertreten unsere Belange ohne das der Fährmann sich um zu viel Kundschaft sorgen muss."

Traitos, der den Becher nun wieder einmal in der Rechten hielt und den Wein dort drin sanft hin und herschwenken ließ, hielt mit den Worten für die Länge mehrerer Wimpernschläge ein.

"Wer wählt jene Männer und Frauen in den Senat? Ist es das Volk oder ist es der Senat selbst, der entscheidet wann jemand zusammen mit ihnen im Sinne der Republik philosophieren und letztlich auch handeln darf?"


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Mina Cicernos

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Re:Spurensuche      10.06.2011 23:41:49 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Mina roch einen Braten, der nach ein alter König will ein neues Amt duftete. "Üblicherweise schlägt jemand, der ein offizielles Amt innehat jemanden vor, der in den Senat gewählt werden kann. Dann stimmt der Senat, also auch ich, dafür oder dagegen." Mina hatte Traitos genau beobachtet. Wie sich ganz leicht seine Mine verzog, als sie Helena erwähnt misfiel Mina. Vielleicht merkte er es selbst nicht, aber sein Gesichtsausdruck sagte Mina genau was er von Helena hielt. Das schien unendlich wenig zu sein.

Seine fein platzierte Frage nach den Wahlen hatte Mina artig beantwortet und stufte seine Chancen als gering ein. Sie prostete ihm zu.


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Tuitino Smaragdis

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Re:Spurensuche      11.06.2011 03:25:16 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
"Amüsant.." - Traitos lächelte breiter und erwiederte das Prosten mit einem leisen Lachen. Nachdem er einen kleinen Schluck getrunken hatte, aus dem mittlerweile vielleicht fünften oder sechsten Becher dieses Abends, ließ er es sich nicht nehmen einen Stich zu landen - "Also wird man Senator, wenn man einen anderen Senator und deren Senatoren zum Freund hat. Vom Volke bespuckt und dennoch privilegiert für dieses zu sprechen. Als ob die Katze vom Hund regiert wird."

Wieder schwenkte der Grieche den Becher in seiner Hand hin und her. Ruhig ging dies von statten, nichts vom Wein sollte den Rand des Bechers überlaufen und letztlich auf den Boden fallen können. Während die Augenkontakte mit dem Schmied Smeda immer seltener geschahen, kam es Traitos so vor als würden die Blickkontakte mit der Senatorin weiter zunehmen. Vorlaut und arrogant, voreingenommen und dennoch interessant, nicht so römisch wie er anfangs vermutete. Nicht das er eine Abneigung gegen die Römer die hier leben verspürte, nur mochte er die Art und Weise zu sprechen nicht gutheißen. Ja, mit ihr hätte er seinen Spaß.

"Die Regentschaft des Hundes scheint mir jedoch angenehmer als jene der Maus."


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Mina Cicernos

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Re:Spurensuche      11.06.2011 14:22:26 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Genau, mein Mäuschen wollte Mina eigentlich sagen. Verkniff es sich aber und grinste in sich hinein. Der Wein wirkte bemerkenswert hinterhältig. Bei allen Göttern, wie sie diese griechischen Redensarten hasste. Aber nur aus dem Grund weil sie immer erst noch fünf mal überlegen musste was er meinte.

"Es ist der Adler, der über uns wacht und ein Wolf, der Rom regiert." gab Mina schließlich zur Antwort, ohne genau zu wissen was sie da sagte. Sie fand es einfach passend. Smeda nickte und sagte "Wohl wahr. Weise Worte Mina." Die angesprochene konnte es noch unterdrücken loszuprusten, als ihre Worte gelobt wurde. Das erst Lob heute abend. Entweder war es der Wein oder diese Worte, oder eine Kombination aus beidem aber ... sie fühlte sich jetzt beschwingt und unbesiegbar. Sie wollte noch eines oben drauf legen. Unbedingt.

"Schaut, ehrenwerter Traitos Smaragdis, ich werde mit Adleraugen über euch wachen." Sie lächelte ihn so bezaubernd an wie sie nur konnte und griff ihn beschwichtigend sanft am Unterarm. Smeda schaute sich die Szenerie sichtlich beeindruckt an.

"Es sieht so aus, als hätten wir unsere Differenzen überwunden," sagte Smeda. Er hatte schlagartig ein anderes Bild von Mina bekommen. Eine rechtschaffende Politikerin und keine glühende Fanatin. Er erkannte für sich selbst, dass Mina wohl diesen Wesenzug Tarjas, kurz aufzubrausen und dann zu vermitteln, auch für sich beanspruchte.

Währenddessen feierte Mina innerlich über die aktuelle Situation.


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Re:Spurensuche      14.06.2011 10:07:35 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Noch immer hob Traitos die Mundwinkel an. Amüsiert war er. Jede Faser seines Seins sollte von diesem Gefühl des Wohlbehagen ergriffen werden. Vielleicht - dachte er sich - übertrieb er auch und spielte seinem Geiste selbst einen Streich. Aber wenn man es genauer betrachtete, war es dieser Schlagabtausch hier und jetzt, den er so lange vermisst hatte. Wenn er dergleichen mit seiner Dienerschaft anstrebte, waren sie - gleich ihres Sklavenstandes - willenlos und benickten selbst die lächerlichsten Ausrufe.

"Es ist nun so, Mina, dass ich mich fragen möchte ob ihr mich überwachen oder bewachen möchtet. Ersteres wäre verständlch. Ich kaufte vor kurzem eine Villa und ein kleines Landgut nahe Rom, bei Neapel und möchte dort auch einen Schrein zu Ehren des Apollon errichten. Man kann meine Haltung zum Senat erkennen und man sagt mir das Tyrannentum nach. Es wäre also weitsichtig, über meine Handlungen im Bilde zu sein. Letzteres jedoch, das Bewachen.. Ich lehrte das Töten, bildete Soldaten aus. Es wäre Verschwendung des wohl kostbarsten Gut des Menschen - der Zeit."

Der Grieche gab sich einen ein dutzend Wimpernschläge um die Konturen der Züge Minas zu beäugen.

"Ich denke du bist eine gute Senatorin."


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Re:Spurensuche      14.06.2011 22:17:06 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Für den Bruchteil eine Sekunde erschrak Mina über die Offenheit ihres gegenüber was ihre eigenen Pläne anging. Sie lächelte aber weiter und strahlte dann so richtig, als er ihre Arbeit lobte. Sie badete in diesem Gefühl. Ihre Habacht-Position kehrte aber schnell wieder zurück.
"Bewachen oder Überwachen, so zweckdienlich es auch sein mag, sind nicht mein Ziel," beschwichtigte sie ihn, "Ich möchte vielmehr sagen, dass ich eure Karriere mit Interesse verfolgen werde." Er hatte sie etwas aus dem Konzept gebracht und Mina stützte ihre Ellenbogen auf den Tisch und ließ ihre Hände halbgefaltet aneinendertanzen. "Ich möchte sagen, dass ein Mann Eures Standes und Eurer Erfahrung wertvoll für Rom wäre," schmeichelte sie ihm.

Mina hatte während des Gespräches ihren Standpunkt und ihre Methodik radikal geändert. Eins wurde ihr vollkommen klar: Mit ihrer bisherigen offensiven Spielweise, konnte man keine Punkte machen und niemanden kontrollieren. Es war Zeit ruhigere Töne anklingen zu lassen und die Fäden dezent in der Hand zu halten. Rom zu schützen hatte Priorität. Es war in den letzten Jahren schweren Umbrüchen unterworfen worden. Jetzt musste es daran gehen so stark zu werden, dass Feinde, ob innere oder äußere, es nicht wagen würden es anzugreifen.

Mina, obwohl angeekelt mit ihr verglichen zu werden, lenkte das Thema wieder auf Tarja und sprach ihren Namen bewußt nicht zögerlich aus. Außerdem verlor dieser Traitos Smaragdis jedesmal ein wenig seiner Deckung wenn ihr Name im Spiel war. Vielmehr wurde er zu einem frühpubertären Jungen.

"Sagt mir, wie schätzt ihr Tarja als Politikerin ein. Wie war sie. Was waren ihre Stärken? Wo lagen ihre Schwächen? Gab sie sich selbst nach oder auf? Ich weiß ihr werdet mir nicht jede Frage beantworten können, aber ich möchte erfahren wer sie war."

Smeda hob argwöhnisch die linke Augenbraue und trank noch einen großen Schluck. Er war ebenfalls daran interessiert, aber diesen Zug von Mina hatte er jetzt bei weitem nicht erwartet. Er mußte sich ganz einfach in Mina vom ersten Eindruck her getäuscht haben.


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Re:Spurensuche      14.06.2011 23:52:31 --- 11 Monate, 2 Wochen her  
Ein wenig verwirrt schüttelte der Grieche mit dem Kopf. Wie zum Hades sollte er etwas über Tarja als Politikerin erzählen? Er selbst war, vor dem Entschluss nach Rom zu kommen, nur zwei Mal in Italien gewesen und davon kein einziges Mal in Rom. Im Anschluss lupfte er gleich des Onkels die Braue in die Höhe und wog den Kopf ein wenig seitlich.

„Tarja war Senatorin, war Tribuna. Ich war ein Archon und Tyrann, später ein Basileas. Niemals hatten Tarja und ich miteinander zu tun, auf politischer Ebene, da sie ja auch eine Verbindung nach Phönizien ablehnte. Und wenn diese eine Entscheidung die einzige Entscheidung ist, auf die ich Tarja als Politikerin einschätzen muss, dann könnte das Ergebnis wohl ein wenig verfälscht sein.“

Traitos schob den Becher vor sich zur Seite. Ihm schmeckte der Wein nicht mehr. Zu oft und zu viel wurde am heutigen Abend davon getrunken. Es war ihm sonst ein leichtes von Tarja zu sprechen, unter anderem weil das, was es zu berichten gilt, sehr überschaubar blieb. Zwar nannte er sich einen Freund und liebte er diese Frau, doch fehlte es an Zeit.

Zurück in dieser Welt, zu diesem Augenblick tat es der Grieche der Römerin nach, stützte sich auf die Ellenbogen und verlangte nach Oliven. Das gesprochenen Latein war nicht schlecht, jedoch hörte man heraus dass es von einem Fremden gesprochen war. Die Mundwinkel lagen noch immer freundlich im doch markanten Gesicht.

„Ich empfand ihre Entscheidung als politischen Fehler. Sie war keine Politikerin.. wäre es anders gewesen, wäre sie nicht in den Norden gegangen und hätte sich für ein einfaches Leben entschieden.“


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Re:Spurensuche      15.06.2011 23:46:13 --- 11 Monate, 1 Woche her  
Sie konnte nur schwer ihre Enttäuschung verbergen, nicht mehr erfahren zu haben. So wie Traitos sie beschrieb war sie als Politikerin eine Null. Aber jeder der sie kannte war erfreut darüber sie zu kennen. Irgendetwas anderes musste sie doch ausgemacht haben. Mina suchte dieses gewisse etwas um es zu imitieren und für sich zu nutzen. Smeda brach sein Schweigen unterdessen.

"Wer weiß was damals in Griechenland passiert ist. Man munkelte von einer schweren Verletzung. Einige sagten damals schon sie wäre tod. Es gibt Dinge zwischen Olymp und Hades, " er wählte bewußt seine Worte, " die wir wohl nie vollständig verstehen werden. Vielleicht war das etwas entscheidendes was ihr sagte sie müsse den Weg ihrer Ahnen gehen. Ein Leben, dass ihr barbarisch nennt, zu führen."

"Ich hoffe das passiert mir nie." nuschelte Mina in ihren Becher als eine Sklavin zur Tür hereinkam und ihren Augenkontakt suchte. Mit einer kurzen Kopfbewegung wiese sie die Sklavin an zu ihr zu kommen. "Entschuldigt bitte, eine Nachricht." Das machte fast immer Eindruck. Nur die wirklich wichtigen leute bekamen Nachrichten über einen Sklaven oder eine Sklavin. Sie flüsterte Mina ins Ohr. "Brutus Gracchus hat sich zur Wahl des Volkstribun aufstellen lassen." Mit einem Nicken entließ sie ihre Sklavin wieder. Ein fester Griff umgab Minas Becher plötzlich. Ihre Fingerknöchel wurden weiß, so sehr drückt sie den Becher. Dieser Seperatist, Renegad, Hochverräter ... dachte Mina als sie in zwei beinahe erschrockene Gesichter blickte. Sie lockerte ihren Griff.

"Verzeihung, die Amtsgeschäfte." Mina machte einen lächelnden aber nicht sehr fröhlichen Eindruck. Für sie zählte Brutus S Gracchus nicht gerade zu der Gruppe, der sie vertrauen würden. Vor kurzem als Senator zurückgetreten und von ihr nicht weiter beachtet, sollte sie ihn vielmehr noch beobachten als diesen Traitos. "Wo waren wir stehengeblieben?"


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Letzte Änderung: 2011/06/15 23:46 von Mina Cicernos.
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Re:Spurensuche      16.06.2011 00:19:16 --- 11 Monate, 1 Woche her  
Sachte schüttelte der Grieche sein Haupt und verneinte. Stehengeblieben waren sie nirgends. Mehr jedoch als eine Verneinung sollte dies ein Hinweis auf das baldige Verschwinden seiner Person sein. Der Wein, köstlich wie er in einer geselligen Runde gewesen war, schoss dem alten Tyrannen zu Kopfe. Über die Schläfen sollten für ihn unmenschliche Schmerzen auf die Schädeldecke ziehen. Das markante Gesicht versuchte hierbei auch keinen milimeter von diesem Empfinden abzuweichen. Es zerrten die Züge.

„Ich denke, Senatorin Mina, dass es Zeit ist mich zu empfehlen.“

Ein knapper, kurzer Satz. Mehr ausgestoßen als ausgesprochen. Kurz auf die Worte hin, erhob sich Traitos weniger elegant als er sich Stunden zuvor setzte und griff zügig zu seiner Geldkatze um dort die römischen Sesterzen für den gesamten Abend hervorzuholen. Das Mindeste, nach seinem Empfinden. Unüblich war es nicht nur in Rom, dass der Mann vor der Frau den Abschied spricht, also musste man das unvollständige Gespräch entschädigen.

Nachdem der Grieche also bezahlt hatte und seine Rechte unausweichlich auf seine Stirn zusteuerte, um sich zumindest selbst einen Schutz vor den Schmerz vorzugaukeln. Das Gemisch aus Rauch, Schweiß und Düften die die Damen und Herren auftrugen, ließen sich nicht mit der großen Menge an Wein arrangieren. Außenstehende würden, sollte man ihnen von dieser Szenerie und den Schmerzanfall des Traitos berichten, das schnelle Ende dieses Abends als vorhersehbar einstufen.

Gleich dem Lumpen den der Wirt langsam über den Dreck auf dem alten Holz zog, zog sich die Hand des alternden Mannes quer über sein Gesicht.

„Ich lebe in der Nähe von Neapel, in einer Villa die meinem Stand entspricht und halte mich nur noch für diesen Monat bei Freunden in Rom auf. Wenn es dir keine Umstände bereitet, Senatorin, gedenke ich etwas von dieser Zeit zu nutzen um euch wiederholt zu antreffen zu können.“


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