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Im Schatten der Pyramiden 04.06.2011 15:50:33 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Pharao Raziel hatte dem Thron entsagt und lebte nun in Karthago, der Handelsmetropole südlich von Sizilien an Afrikas Küste. Seine zurück gebliebene Gemahlin Nefertari hatte noch einige Jahre regiert, ehe sie in den letzten Kämpfen gegen phönizische Verbände den Tod fand. Nachfolger gab es keinen. Viele der höchsten Würdenträger flohen aus dem krisengeschüttelten Land am Nil zu dem gewesenen Pharao nach Karthago.
Ramses II. hatte kurze Zeit die Regierung übernommen, den Thron aber dann Sethnacht überlassen. Allein auch Sethnacht und Sofia zog es weg und sie liessen die letzten Würdenträger unter den Ägyptern einen Pharao bestimmen. Ihre Wahl fiel auf den einstigen Herrn über den Gau Al-Alamein, Sokar Nachtmin. Inzwischen gelang es Sethnacht und Sofia den dringend nötigen Frieden auszuhandeln.
Monatelang hatte Sokar diese Wahl nicht annehmen wollen, fühlte er sich doch keineswegs gewachsen, ein Reich, das scheinbar unwiederbringlich zerbrach, noch einmal zu festigen und ihm Stabilität und neuen Wohlstand zu bringen. Beinahe jeden Abend war er in dieser Zeit gemeinsam mit seiner Gemahlin, Lady Fineae, auf dem Dach ihres Hauses gesessen und hatte mit ihr über Annahme oder Verweigerung dieser Wahl gesprochen. Verglichen mit den Pflichten eines Pharao waren jene als Gauverwalter lächerlich gering zu nennen. Anderseits wenn er sich die Frage stellte, wer noch übrig gewesen wäre, den Thron über Ober- und Unterägypten zu übernehmen, so fiel ihm niemand mehr ein. Waren sie doch alle ausser Landes gegangen, die fähig gewesen wären, das Reich zu erhalten.
Den Ausschlag für die Annahme der Wahl brachte ein Spaziergang zum Tempel der Bastet, die Sokar unter den Göttern besonders verehrte. Vor dem Tempel hatte er die heiligen Katzen beobachtet und wie sie von den Priesterinnen gefüttert wurden. Eine der Katzen, ein hübsches goldgetigertes Weibchen, war zu ihm stolziert, hatte Sokar gemustert, als wäre er eine seltsame Spezies deren das Katzentier zum ersten Mal ansichtig geworden war und hatte sich mit einem Ruck an seine Beine geschmiegt. Sokar hatte sich gebückt und die Katze hinter den Ohren gekrault, als ihm plötzlich der Gedanke kam, dass noch immer ein Volk an den Ufern des Nil lebte, das eines Königs bedurfte. Ein Gedanke, der sich fest eingeprägt hatte.
Langsam und nachdenklich war Sokar heimgegangen und hatte alles seiner Gattin erzählt. Er zweifelte nicht, dass Bastet ihm einen Fingerzeig gegeben hatte. Sokar fühlte sich mit einem Mal den Göttern wie den Menschen verantwortlich. Er konnte nicht ausser Landes gehen, wie so viele vor ihm. Er musste sein Leben dem Volk von Ägypten weihen.
Tags darauf hatte er Pharao Sethnacht seine Entscheidung mitgeteilt. Erleichtert hatte dieser die Entscheidung vernommen und alles für die Amtsübergabe vorbereitet. Rhiannon, die Hohepriesterin des Amun, hatte Sokar in einer erhabenen Zeremonie die beiden verschmolzenen Kronen für Ober- und Unterägypten auf das Haupt gesetzt. Verziert war die Doppelkrone mit der Uräusschlange, die den Pharao vor seinen Feinden schützen würde. Krummstab und Geißel händigte die Hohepriesterin an den neuen Pharao aus. Beides Symbole des Osiris, des Beschützers. Nach feirlichem Gebet im Allerjeiligsten des Amuntempels, das ausser der Hohepriesterin nur der Pharao betreten durfte, war die Inthronisierung abgeschlossen.
Wenige Monate nach diesen Ereignissen saß Sokar auf einer Terasse seines Palastes und blickte über Alexandria hinweg. Neue Würdenträger hatte er ernannt, Menschen, denen er vertrauen durfte. Amunherchepeschef als Hüter des Staatsschatzes und Amenophis als oberster Stratege. Amila, die getreue Kriegerin, einst wie Sokar Verwalterin eines Gaues hatte dazu die Pflichten einer Heerführerin übernommen. Zweiter Heerführer war ein noch junger aber vielversprechender Krieger namens Tuteuch Allenweh geworden.
Und langsam begann der Friede einzukehren im Lande der Pyramiden. Neuer Wohlstand löste den Hunger und die Leere der Silbertruhen ab. Auf den Feldern reiften Gerste, Weizen, Lauch, Zwiebeln und Linsen heran. Die Götter belohnten Ägypten mit einer guten Überschwemmung.
Nun war es Zeit, die letzte Schuld an die Phönizier abzutragen und das Eisen für Karthago abzuholen. Wer weiß, vielleicht sehe ich so sogar Raziel wieder. Immer noch dachte Sokar gern an den alten Pharao zurück.
Nimm einige Gruppen von Personen, die sich gar nicht von dir oder mir zu unterscheiden scheinen, doch wenn du sie alle zusammen bringst, bekommst du plötzlich einen delirierenden Irren mit Staatsgrenzen und einer Nationalhymne.
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Letzte Änderung: 2011/06/04 16:00 von Sokar Nachtmin.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 04.06.2011 16:30:13 --- 11 Monate, 3 Wochen her
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Fineae saß neben ihrem Ehemann auf dem Dach und beobachtete ihn lächelnd. So zufrieden hatte der frischgebackene Pharao schon lange nciht mehr ausgesehen.
In der letzten Zeit hatte sie kaum etwas von ihm gehabt. Tagsüber war er ständig beschäftigt gewesen, sehr oft in Gedanken gefangen, auch Nachts schien er oft schlecht zu träumen.
Die Begegnung mit der Katze war ihm nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Fineae selbst hatte versucht alles objektiv zu sehen, doch wer kannte shon den Willen der Götter außer den Hohepriestern vielleicht.
Oft konnte man sich auch in ihren Zeichen täuschen, doch wußte sie, dass Sokar ein guter Pharao sein würde. So wiedersprach sie nicht als Sokar die Entscheidung gefällt hatte Pharao zu werden und versuchte, ihn darin zu unterstützen so gut sie konnte.
Wenn man sich ehrlich war, gab es auch nicht viel was er noch ruinieren konnte. Das Volk war geschrumpft, die meisten Felder wren brach gelegen und die Bevölkerung sehnte sich nach jemandem der nach den Zeiten der Kriege und den Wirren der wechselnden Herrscher wieder die Macht ergriff. Es sehnte sich nach einem Halt in dieser schweren Zeit. Alles war besser als das Chaos und Fineae vertraute darauf, dass ihr Mann wußte was er tat. Er gehörte zu den Menschen die den Leuten zuhörten und die sich die Zeit nehmen für andere. Eine wichtigere Befähigung in diesen unruhigen Zeiten gab es wohl kaum. Sokar war nicht zu ehrgeizig um sein Volk blauägig in große Konflikte zu manövrieren. Er war ein Mann des Wortes und nicht des Schwertes, was aber nicht hieß, dass er einem Konflikt von Haus aus aus dem Weg gehen würde.
Vielleicht war es das, was Ägypten brauchte um sich nach dem Chaos wieder zu finden und neu zu orientieren? Fineae hoffte es zumindestens und erste Anzeichen, dass es aufwärts ging waren die mittlerweile wieder gut bewachsenen Felder.
Lächelnd legte sie ihren Arm auf Sokars. Sie sah ihn an und sagte nichts. ein Lächeln in ihrem Gesicht war alles was sie ihm schenken musste. Er wußte auch so, dass sie stolz auf ihn war.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 13.06.2011 22:27:30 --- 11 Monate, 2 Wochen her
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Rhiannon stand am Rande des Lagers des ägyptischen Heeres Amun-Re, das gerade in Phönizien unterwegs war. Sie lehnte sich gegen den Wind dieses fremden Landes und musste an den heimischen denken. Denn oft stand sie dort zwischen den Pylonen des Tempel des Amun und atmete, gegen den Wind gelehnt, die Gerüche ein, die vom Fluss aus zu ihr herüberwaberten.
Seit der Herrschaft Sokar Nachtmins war die Luft vor allem voll vom Duft der Pflanzen, die Dank der Nilschwelle fruchten konnten.
Ja, unter diesem Pharao kann Ägypten wieder aufblühen.
Der Segen der Götter begleitete ihn. Zuerst die schicksalshafte Begegnung mit einer der heiligen Katzen und dann - kurz nach der Krönung - das Anschwellen des Flusses. Die Zeichen waren eindeutig. Er war es, den die Götter auserwählt hatten. Nicht Nefertari, nicht Ramses II, nicht Sethnacht, sondern Sokar Nachtmin war dazu bestimmt, das ägyptische Volk nach dem Willen der Götter zu führen.
Die Hohepriesterin war überwältigt von der Ehre, die ihr zuteil wurde. Sie war es, die die Krönung vollzogen hatte. Sie war es, die diesem gesegneten Pharao eine Stütze sein durfte. Nichts ist Zufall. Alles lenken die Götter. Sie würde sie nicht enttäuschen. Ihr Leben hatte Rhiannon den Göttern gewidmet, die Stellung, die sie nun einnahm, war ihr bestimmt.
Doch sie war nicht nur Hohepriester des Amun. Sie war auch Krieger ihres Landes. Und so stand sie hier, auf fremden Boden und gedachte des Pharaos und auch des täglichen Opferrituals, dem sie heute wieder nicht beiwohnen konnte. Sie würde Amun auch diesen Abend um Vergebung bitten. Die Folgen des Krieges verlangten Abgabeleistungen der Ägypter an die Phönizier, eine Verpflichtung, die auch sie betraf.
Mögen diese wenig würdigen Tage bald enden.
Rhiannon schreckte auf, als jemand sie anrempelte. Verärgert wollte sie dieser Person eine Lektion erteilen. Aber dann erkannte sie, dass es ein Phönizier war und zögerte. Wie viel konnte sie sich in diesem Land herausnehmen? Wie reizbar waren diese Menschen? Und wie ehrfürchtig? Sie fuhr sich durch die Haare und ging zurück in Richtung ihres Zeltes.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 16.06.2011 22:42:07 --- 11 Monate, 1 Woche her
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Fineae führte schon seit Monaten den Haushalt alleine. Der Pharao weilte mit seinem Heer irgendwie in Phönizien und solange er außer Landes war, kümmerte sich Fineae um einen Teil seiner Aufgaben. Ständig hastete Nerin-Amun um sie herum und wedelte mit irgendwelchen Papyri vor ihrer Nase, während er sie aufgeregt nieder quasselte. Steuern, Gräber, Tempelausbauten, Nilpegelstände, Ernteprognosen und vieles mehr prasselte in Sturzbächen auf sie herab. Fineae hörte nur mit einem Ohr zu während sie sich um ihre Kinder kümmerte. Schließlich kreischte Fineae wütend auf.
„Es reicht!“, brüllte sie wütend. Sofort eilte eine Dienerin herbei und Fineae übertrug ihr die Verantwortung über die Kinderschar. Nerin-Amun sah sie schockiert an. „Aber... aber.. das Reich... die Götter... die Leute... der Nil und die Ernten...“, stotterte er weiter. Doch als er Fineaes Blick bemerkte, zog er den Kopf ein, ließ sich auf die Knie fallen und bat Fineae lautstark um Vergebung und dass sie nicht die Götter gegen ihn hetzten sollte. Fineae riss erstaunt die Augen auf und beeilte sich, den eingeschüchterten Mann wieder zu beruhigen.
„Nun denn, begleite mich!“, bat sie und zog sich gemeinsam mit dem Tatji in einen ruhigeren Teil des Palastes zurück. Dort angekommen ließ sich Fineae in einen typischen niedrigen Schilfsessel fallen und bedeutete auch dem Tatji sich zu setzen.
Fineae schob 3 Schilfkörbe vor den verwirrten Tatji. Dann deutete sie auf den ersten Korb. „Hier kommen alle Nachrichten hinein, die den Nil und die Ernten betreffen!“, gebot sie. Der Tatji beeilte sich das zu tun was ihm aufgetragen wurde. Fein säuberlich schlichtete er die Papyri in den Korb. „Diesen Korb übergibst du der Hohepriesterin des Amun. Sie soll die Nachrichten sichten und nach ihrem Glauben behandeln.“ Nerin-Amun nickte eifrig.
Dann zeigte Fineae auf den zweiten Korb. „Hier legst du die Nachrichten hin die sich um Steuern oder andere Geldangelegenheiten drehen.“ Wieder nickte der Tatji und tat wie ihm befohlen. „Diesen Korb übergibst du dem Wesir für Finanzen Amunherchepeschef. Er soll die Anträge prüfen und dann mit mir besprechen.“
Dann deutete sie auf den letzten Korb. „In diesen Korb legst du alle übrig gebliebenen Papyri. Ich werde sie mir durchsehen. Wenn ich Fragen habe, dann rufe ich euch. Doch nun lasst mir ein wenig Ruhe.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie den Tatji und wies ihn sanft und freundlich, doch deutlich mit den ersten beiden Körben zur Türe hinaus.
Ein wenig bedrückte betrachtete sie den übrig gebliebenen Korb. Es waren immer noch sehr viele Papyri übrig geblieben und sie seufzte. Wie konnte sie ihren Pflichten als Zentrum des Haushaltes und der Familie nachkommen, wenn sie Sokars Arbeit als Pharao nun auch noch mit übernehmen musste? Zweifelnd nahm sie sich den ersten Papyrus und entrollte ihn. Je mehr Rollen sie las desto interessanter wurde die Arbeit für sie. Sie las, machte sich Notizen, las wieder, und überdachte Lösungen und Antworten. Anschließend ließ sie ihren Schreiber kommen um die Antworten zu diktieren. Als der Schreiber die letzte Antwort vollendet hatte, war Fineae müde, aber zufrieden.
Nach einer kurzen Pause, wanderte sie in den kleinen Maattempel der dem Palast angeschlossen war und brachte den Priesterinnen Blumen und Früchte für den Tempel.
Es war bereits finster als sie zurück in den Palast kam. Fineaes Kinder schliefen bereits und völlig erschöpft folgte ihnen Fineae ins Land der Träume, doch nicht ohne Chons um Schutz über ihren Schlaf gebeten zu haben.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 28.06.2011 08:51:10 --- 11 Monate her
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Es war schon richtig. Das Volk vom Nil gehörte nicht zu den großen Seefahrern unter dem weitgespannten Himmelszelt. Dies Atribut konnten Völker wie Phönizier, Hellenen und Karthager viel eher für sich verbuchen. Mühsam hatten sich die Lastschiffe die Küste entlang nach Norden gequält, begleitet von den wenigen Kriegsgaleeren die Ägypten besaß.
Sokar Nachtmin stand im Bug der "Horusauge" und betrachtete den Nachthimmel. Wolkenlos und klar, bedeckt von ungezählten Sternen, manche größer, manche kleiner, manche heller, manche weniger hell. Nie sonst als bei der Betrachtung der Sterne, während Amuns Sonnenwagen die zwölf Pforten der Unterwelt durchfuhr, fühlte sich der Pharao der Schöpfung und den gütigen Göttern so nahe. Über Nacht ankerte die ganze Flotte in einer Bucht zwei Tagesreisen nördlich der phönizischen Hauptstadt. Am Ufer brannten die Wachtfeuer und die Mannschaften der Ruderer und Krieger nächtigten teils auf den Schiffen, teils am Ufer. Die Nacht war warm und Sokar fand keinen Schlaf. Während er die Sterne beobachtete, dachte er daran, dass in der Heimat nun im beginnenden Monat Chenti-chet die wichtigste Zeit der Ernte anbrechen würde. Die Überschwemmung war gut gewesen und die Frühernte ergab eine überreiche Menge an Lauch, Zwiebeln und Knoblauch. Nun würden Bohnen, Linsen und Flachs geerntet werden. Emmerweizen und Gerste würden im nächsten Monat, Ipet.hemet, dem letzten Monat der Erntejahreszeit Schemu, den Abschluß bilden.
Einem Impuls nachgebend begab sich Pharao mit zugespitzter Binse, angerührter Tinte und einem kleinen Beutelchen Weihrauch an Land. Die Wachen warfen sich vor ihm in den Sand, wo auch immer er vorüber schritt. Er gebot zwei Wächtern zu gehen und einen möglichst flachen Stein für ihn zu suchen. In der Zwischenzeit nahm Pharao ein Scheit vom Rande des nächstliegenden Feuers. Als die Krieger einen Stein in der Größe eines Tellers gebracht hatten, gebot ihnen Sokar zurück auf ihre Posten zu gehen. Dann tunkte er die Binse mit dem zugespitzten Ende in die Tinte und schrieb sorgfältig Bastets Gottesnamen auf den Stein. Darauf häufte er den Weihrauch und setzte ihn mit der behelfsmässigen Fackel in Brand und sprach.
"Bastet, von allen Menschen vielgeliebte Herrin, die sich um die Fruchtbarkeit der Äcker bekümmert und deren Diener, die Katzen, der Menschen Höfe und Felder vor allem Bösen behüten. Schenke uns, die wir dich ehren und der wir leichten Herzens Opfer bringen, auch diesmal gute Ernte auf dass der Hunger aus unseren Städten und Dörfern und Höfen verbannt bleibe. Ich, Pharao, Herr über beide Ägypten und Sohn des Amun-Re, bete zu dir mit diesem Opfer."
Zufrieden begab sich Sokar nun auch selbst endlich zu seinem Lager und wenig später lag er bereits in tiefem Schlaf.
Tags darauf ging es weiter nach Norden, weiteres Eisen für die Karthager aufzunehmen.
Nimm einige Gruppen von Personen, die sich gar nicht von dir oder mir zu unterscheiden scheinen, doch wenn du sie alle zusammen bringst, bekommst du plötzlich einen delirierenden Irren mit Staatsgrenzen und einer Nationalhymne.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 01.07.2011 08:51:16 --- 10 Monate, 4 Wochen her
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Der Eisentransport und das Begleitheer quälten sich durch die Schluchten und über die Bergpässe des Taurosgebirges nach Kirsehir hinein. Kirsehir stand unter der Herrschaft der Kilikier, deren Herrscherin freundlicherweise die Passage gewährt hatte. So würden die Ägypter über Kirsehir nach Kilikia marschieren und im Hafen der kilikischen Hauptstadt die Transportflotte treffen.
Die kilikischen Führer brachten die Ägypter täglich zu Wasserstellen und auch die Marschrichtung stimmte. Und dennoch waren die Soldaten verunsichert. Die älteren Veteranen erzählten aus den vergangenen Tagen, als Kilikier und Ägypter im Krieg miteinander lagen. Das war noch zu Pharao Raziels Zeiten. Dies und die ungewohnten Gebirge und Schluchten schürte unter den Soldaten das Mißtrauen und alsbald vermuteten sie in eine Falle geführt zu werden.
Ständig bewegten sich Pharao und die altgediente Heerführerin Amila von der Vorhut zur Nachhut und zurück um Ordnung und Disziplin aufrecht zu halten. Auf keinen Fall durfte es zu Plünderungen oder auch nur zu Übergriffen kommen. Damit wäre die freundliche Haltung der Kilikier auf ewig verspielt, Pharao beschämt und das Reich mit Schande bedeckt. Für Disziplinlosigkeiten wurde für den Aufenthalt in Kilikien die Prügelstrafe abgesetzt und die Todesstrafe eingeführt. Dies im Verein mit der Wachsamkeit und Autorität von Nachtmin und Amila hielt das Heer in Zucht. Als dann nach Wochen die Berge des Tauros endlich überwunden waren und die Ebene vor Kilikia sich ertreckte, atmeten die Befehlshaber auf.
Hier im fruchtbaren Flachland Kilikias befürchteten die Soldaten keinen Hinterhalt mehr und sie schöpften endlich auch zu den kolikischen Führern, die sie so sicher durch das Labyrinth des Tauros gebracht hatten, Vertrauen.
Nur noch etwa zwei Wochen und der Transport würde auf den Schiffen sein. Sokar war zufrieden. Einmal noch würde man diese Expedition wiederholen, danach konnten sich die Karthager das Eisen abholen. Und dann war man dieser Verpflichtung ledig.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 01.07.2011 10:29:24 --- 10 Monate, 4 Wochen her
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Seit Fineae die Arbeit aufgeteilt hatte, machte sie ihr richtiggehend Spaß.
Vormittags saß sie an ihrem Schreibtisch mit dem Tatji und besprach die wichtigen Geschäfte und Agenden des Landes und Nachmittags besuchte sie die Tempel und überwachte die religiösen Belange.
Bisher hatte sie weder vom Tempel des Amun noch vom Wesir für Finanzen Amunherchepeschef eine Klage wegen den Körben voll Arbeit erhalten. Vielleicht traute man sich aber auch nur nicht der Gamahlin des Gottkönigs zu widersprechen, daher hatte sie nun einen ihrer treusten Boten zu sich bestellt und gab ihm die Anweisung sich umzuhören, ob man darüber schimpfte, dass sie ihre Briefe und Anfragen weitergeleitet hatte.
Auch von dem Pharao selbst war nicht viel an sie weiter geleitet worrden. Sie hoffte, dass es ihm gut gehen möge und diese unseeligen Tributsforderungen bald überstanden wären.
Tehuti und Netjerimaat waren bereits fix in die Armee gewechselt und Fineae sah sie nur mehr selten. Der dritte Sohn Taharka war nun 14 Jahre alt geworden und stand kurz vor seiner Mannwerdung und der Aufnahme in die Armee. Nur noch der 12 jährige Mentuhotep würde in Kürze noch daheim sein an ihrer Seite.
Ein klein wenig traurig wurde Fineae langsam klar, dass sich das Haus immer mehr leerte. Bald würde sie mit dem Pharao alleine leben. Fineae wanderte in den Garten. Bisher war sie vor allem für ihre kinder verantworttlich gewesen, doch nun wurde es Zeit sich ein neues Hobby zu suchen. Sie liebte ihren Garten. Aber eine Gärtner in war sie nicht. Sie liebte ihre Pferde, doch eine Züchterin war sie nicht. Was konnte sie tun?
Je mehr sie darüber nachdachte, desto mehr war sie sich sicher, dass es ihr fehlen würde Kinder um sich zu haben. Sie brauchte die Kleinen um sich herum. Der letzte Krieg hatte viele Opfer gefordert. Viele Kinder waren ohne Eltern geblieben. Vielleicht sollte sie ein paar Kinder adoptieren? Die Idee gefiel ihr und sie lächelte. Aber erst würde sie warten, dass ihr Mann wieder daheim war und ihn dann um seinen Rat fragen. Schließlich wußte auch er ihrem Plan zustimmen.
Nun konnte sie seine Rückkehr erst recht nicht mehr erwarten...
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Re:Im Schatten der Pyramiden 01.07.2011 16:22:30 --- 10 Monate, 4 Wochen her
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Als der Bote, den Lady Finae vom Wolfsfels geschickt hatte, den Tempel des Amun erreichte, war von dessen Aufregung ihn zu betreten kaum mehr etwas zu bemerken. Das einfache Volk betrat den Tempel nicht und auch in seiner Position als Bote der Frau des Pharaos bot sich selten eine Gelegenheit zu diesem heiligen Ort gehen zu dürfen. Er war etwas verwundert über die vielen Priester, die ihm nun über den Weg liefen, war die Tempelanlage in der Regel doch von stiller unauffälliger Geschäftigkeit erfüllt. Stand eine große Zeremonie an? - Nein, davon hätte er sicher gewusst. Die vorbeihuschenden Gesichter waren angespannt... Auf einmal erblickte er den Vierten Priester des Amun gerade vor dem dritten Pylon. Er ging auf ihn zu, wurde dann jedoch vom Zweiten Priester des Amun abgefangen.
"Ihr wollt sicher zu mir, richtig? Es ist besser Euer Anliegen jetzt darzulegen - ich habe einiges zu tun."
Der Bote sah etwas verwirrt den Zweiten Priester an, blickte noch einmal nach dem Vierten Priester, der sich nun aber schon abgewandt hatte und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf seinen Gegenüber. Er kannte ihn aus seiner Kindheit und hatte ihn nie gemocht... Aber das hatte nichts mit seinem heutigen Anliegen zu tun und so riss er sich zusammen.
"Jedem hier scheint es so zu gehen. Ich bin hier um nach dem Rechten zu sehen..."
"Was wollt Ihr? Was fällt Euch ein??? Nur weil die Hohepriesterin nicht zugegen ist, heißt das nicht, dass der Tempel zusammenbricht! Und wenn jemand nach "dem Rechten" sehen möchte, dann sollte es schon jemand sein, der weiß, was "das Rechte" im Tempel ist. Nicht einmal ein Priester niederen Ranges seid Ihr!"
"Verzeiht, nein, ich habe mich falsch ausgedrückt!"
- Dass dieser Priester aber immer gleich alles falsch verstehen muss!
"Ich meine, ich wollte mich nur e r k u n d i g e n, ob mit der Bearbeitung des Briefe alles gut verlaufen ist oder es Beschwerden gibt. Lady Finae vom Wolfsfels schickt mich."
"Natürlich tut Sie das. Ich weiß. - Jaja, keine Sorge. Wobei. Ich muss Euch gleich einige Briefe mitgeben, mit denen ich nichts anzufangen weiß. Hohepriesterin Rhiannon wüsste in diesen Angelegenheiten vielleicht mehr, doch Ihr wisst ja selbst, dass sie zur Zeit mit auf der "Horusauge" gen Kathargo unterwegs ist. - ACHENATON! HIER HER!"
Ein junger Mann lief auf den Zweiten Priester des Amun zu und auf fordern diesens schaffte er die besagten Briefe heran.
"Alle anderen Angelegenheiten bewältigt die Priesterschaft. Obschon es eigentlich nicht zu unseren Aufgaben gehört, haben wir Daten zusammengetragen und dem einfachen Volk Auskunft gegeben. Dies sind jedoch Beschwerde-Schreiben zweier Nachbarn, die sich nicht einigen wollen, wo ihr Land zum Fruchtanbau endet und das andere beginnt. Schlichter bin ich eben nicht, dies muss jemand anderes übernehmen. - Ich habe hier genügend Verpflichtungen. Und nun geht."
Dass er sich das gefallen lassen musste ärgerte den Boten. Aber er hatte nun wirklich keine Lust noch länger in dieser Gesellschaft zu bleiben. Ohne Abschiedsworte wandte er sich um und verließ den Tempel wieder.
...Ich kann ihn immernoch nicht leiden.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 04.08.2011 22:16:29 --- 9 Monate, 3 Wochen her
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Lady Fineae schmunzelte als der Bote stockend von dem Treffen berichtete. Sie hatte gewusst dass es nicht leicht war in einem Tempel eine Auskunft zu bekommen, doch um den Boten zu beruhigen, ließ sie ihm ein paar Stücke Silber bringen. Nichts beruhigte aufgeregte Männer so gut wie ein wenig bares.
Anschließend ließ sie sich die Schriftrolle geben mit dem Grundstreit. Fineae wiegte sie in der Hand hin und her. So wirklich eine Ahnung wie man diesen Streit lösen könnte, hatte sie auch nicht, da gerade aber weder eine Zeit zu sähen noch zu ernten war, beschloss sie diese Rolle ihrem Mann zu zeigen von dem sie annahm, dass er bald wieder zurück sein musste von seinen Ausflügen in fremde Lande.
Der Tag des Wiedersehens blieb auch nicht lange aus und Fineae war fast ein wenig traurig, die gerade noch an sich genommenen Pflichten wieder ab zu geben. Ein wenig beschäftigungslos wanderte sie durch den Palast und die angrenzenden Gärten.
Wochen später verbrachte sie die Nacht ungewohnt unruhig. Irgend etwas stimmte nicht und sie beschloss zu Nechbet (Schutzgöttin der Pharaonen) und Anhor (Schützgöttin der Jäger und Soldaten) zu sprechen, damit die Truppen beschützt werden, die Hatia Amila immer noch durch die fremden Lande führte.
Des Morgens wanderte Lady Fineae gleich nach den rituellen Waschungen zum Tempel der Maat wo sie die Oberste Priesterin aufsuchte. "Isfet (Gottheit des Chaos und der Unordnung im Denken) hat meine Nachtruhe gestört.", klagte sie. "Dunkle Träume ließen mich nicht schlafen. Böse Vorahnungen oder sind es dunkle Nachtgespenster Seths?", brabbelte sie. Die Priesterin sah sie ruhig an. "Was ist passiert? Was hast du geträumt?", fragte sie ruhig. "Was war so schlimm, dass dir die Schutzgötter der Nacht nicht einmal deinen Frieden finden ließen? Wo doch der mächtige Chons (Mondgott) diese Nacht so friedlich wirken ließ?"
Lady Fineae beruhigte sich langsam. "Ich träumte davon, dass unser Geleitheer für den Eisentransport angegriffen wurde. Von schaurig gekleideten Frauen. Vor Jahren habe ich bereits gegen diese Frauen gekämpft. Sie nannten sich Amazonen. Doch so viele Jahre lang war Ruhe. Nun haben sie einfach so unseren Rohstofftransport angegriffen." Fineae sah die Priesterin verzweifelt an. "Stimmt das? Haben sie das wirklich gewagt, einen schwach bewaffneten Versorgungstrupp anzugreifen?" Fast flehend sah sie die Priesterin an und hoffte darauf die Antwort zu erhalten, dass alles nur ein böser Traum war, den Seth oder Isfet ihr gesandt haben mochte um sie zu ängstigen, doch die Priesterin blieb stumm. Ein wenig nachdenklich schien sie in die Ferne zu sehen. "Wir werden sehen.", antwortete sie dann, stand auf und verließ ohne ein weiteres Wort den offenen Tempelhof und zog sich in einen geschlossenen Raum zurück.
Fineae starrte ihr erst verwundert, dann ein wenig wütend hinterher. Warum ging die Priesterin einfach so weg, ohne etwas zu sagen ohne ihr einen Rat oder eine Hilfe zu geben und ließ sie einfach verwirrt und aufgelöst stehen? Grummelnd setzte sie sich an die Stiege zum Allerheiligsten und starrte vor sich hin. Wie oft war sie schon in diesem Tempel gewesen? Maat war so etwas wie ihre Hausgottheit. Die Gottheit zu der sie sich am meisten hingezogen fühlte und an die sie sich am öftesten wandte, wenn sie Beistand erhoffte. Seit ihre Kinder ausgezogen waren, war sie fast täglich in den Tempel gekommen um den Priesterinnen Opfergaben zu bringen oder einfach nur um nicht daheim untätig zu sein.
Es dauerte einige Zeit bis sich hinter Fineae, die gerade in Gedanken versunken war, jemand räusperte. Fineae schrak hoch und erkannte die Priesterin mit der sie zuvor gesprochen hatte. "Die Zeichen sprechen für eine Verletzung der Maat, den Angriff hat es wahrscheinlich wirklich gegeben." Fineae wurde ein wenig bleich und schluckte heftig.
Die wütenden Beschimpfungen die Fineae kurz darauf über das Volk der Amazonen ausstieß konnte die sich entfernende Priesterin glücklicherweise nicht mehr hören, dafür erhielt sie kurz nachdem sie zurück im Palast war eine Nachricht darüber, dass die Krieger bereits wohlbehalten auf der Heimreise waren. Fineae fiel ein Stein vom Herzen.
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Re:Im Schatten der Pyramiden 16.12.2011 18:48:18 --- 5 Monate, 1 Woche her
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Lady Fineae eilte aufgeregt im Palast hin und her. Freunde, die Numider, hatten sich angemeldet und als gute Ehefrau des Horussohnes war sie dafür zustäöndig, dass alles organisiert wurde. Es sollten die schönsten Zimmern bereit gestellt werden. Vielleicht lag es daran, dass Fineae ihren Gästen etwas mehr bieten wollte, vielleicht auch ein wenig angeben wollte, nun auch das gehörte wohl dazu.... aber nie war sie damit einverstanden wie die Bediensteten arbeiteten.
Die Betten waren ihr nicht weich genug, die Teppiche zu staubig, die Blumen lagen falsch in den Vasen und noch viel mehr war es was Fineae zu überwachen hatte. Ein Fremder hätte mit den Achseln gezuck und gemeint "Die kommen doch nur um ein paar Klepper einzukaufen", doch Fineae sah das anders. Um den Gästen die schönsten und besten Tiere anbieten zu können, die ganz Ägypten zu bieten hatte, hieß sie die Händler nur die reinrassigsten und erstklassigsten Tiere zu bringen und auch diese Tiere wurden - für Pferde und Kamele die sie doch waren - fürstlich versorgt.
Fineae war stolz selbst ebenfalls eine kleine, aber erlauchte Araberzucht ihr eigen zu nennen und so wählte auch sie ein paar Tiere eigenhändig aus.
Als das Heer der Numider die Hafenstadt erreichte, war alles bereit und Fineae empfing die Gäste freudig um ihnen die Unterkünfte zu zeigen. Dann ließ sie die Händler an einem Platz nahe des Palastes ihre Tiere ausstellen.
Fineae war zufrieden. Der Besuch lief gut ab und die Gäste bewunderten die prachtvollen Tiere und einige hatten bereits den Besitzer gewechselt als Maximus Decimus Meridius, Sufet der Numider, der Gastgeberin eine Nachricht zukommen ließ. Der König der Numider persönlich war am Weg hierher.
Fast ein wenig erschrocken begann Fineae panisch zu überlegen welches Zimmer wohl das schönste und das passenste für den befreundeten König war. Hatte sie schon versucht die Zimmer der "einfachen Krieger" mit allem Komfort auszustatten, wie und wo sollte sie dann den König noch weit prachtvoller unterbringen?
Aber auch hierfür fanden sich peinlich saubere und lichtdurchflutete Gemächer im großen Palast mit Blick auf den Nil. Fineae schmückte die Räume zusammen mit ihren Bediensteten nach allen Regeln der Kunst. Anschließend ließ sie sie persönlich von den Hohepriestern reinigen und segnen um den König vor jeder geringsten Gefahr zu schützen. Auch die Köche wurden angewiesen nur das beste und zarteste Fleisch für den König und seinen Hofstaat zu verarbeiten. Alles musste perfekt sein.
Todmüde von der vielen Arbeit fiel Fineae auf ihre Liegestatt und freute sich auf die Ankunft des befreundeten Königs Kronos.
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